Copyright: ZDF / Felix Matthies
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Die Sterntaler des Glücks

Adventliches Herzkino

Alexandra Neldel (Foto) spielt die Hauptrolle in dem märchenhaften Herzkino-Film  Regisseurin Miriam Dehne hat das Original der Gebrüder Grimm zeitgemäß und mit viel Liebe zum Detail in die Gegenwart adaptiert. 

  • ZDF, Sonntag, 21. November 2021, 20.15 Uhr
  • ZDF Mediathek, Ab Samstag, 13. November 2021, 10 Uhr

    Texte

    Stab

    Buch     Sarah Esser
    RegieMiriam Dehne
    Kamera Timo Moritz
    MusikTherese Strasser
    TonKai Ziarkowski, Boris Wolfrum
    MontageJulia Oehring, Robert Kummer
    Szenenbild Jörg Prinz
    Kostümbild  Kerstin Viot
    Produktionsmanagement ZDFJonathan Diehn
    ProduktionSabotage Films GmbH
    ProduzentenAnnedore von Donop, Karsten Aurich
    RedaktionSilvia Hubrich
    Längeca. 90 Minuten

                                     

    Eine ZDF-Auftragsproduktion von Sabotage Films GmbH

    Die Rollen und ihre Darsteller*innen

    Katja Sterner     Alexandra Neldel
    Luise LenzenNele Mueller-Stöfen
    Pia SelbmannZoë Valks
    Thomas SelbmannBert Tischendorf  
    Leo Alvarez   Kai Schumann  
    Herr Körner Carl Heinz Choynski 
    Melanie Siebertz    Akiko Hitomi  
    Basketballtrainer Simon     Nyamandi Adrian
    Anna GießenHenriette Gonnermann   
    Mike Molitor Volker Wackermann  
    Ajda Bilgin Helena Abay 
    Devrim Bilgin  Ali Bulgan
    Frau Wagner  Heike Reichenwallner    
    Spengler  Leopold Geßele         
    Klaus Krenz Jan Hasenfuß
    Markus Meyer Tibor Locher
    und andere   

    Inhalt

    "Die Sterntaler des Glücks" ist der fünfte Film der vorweihnachtlichen Reihe, in der bekannte Märchen zeitgemäß in die Gegenwart übertragen werden. "Die Sterntaler" ist ein kurzes Märchen der Gebrüder Grimm, in dem ein selbstloses Mädchen buchstäblich ihr letztes Hemd gibt. In der modernen Version wird daraus eine Frau, die für andere da ist und zupackt, wo ihre Hilfe benötigt wird.

     

    Katja Sterner muss neu beginnen. Vor einigen Jahren hat sie ihre Stelle als Restauratorin gekündigt, um ihre Eltern zu pflegen. Nun sind beide gestorben, und Katja braucht eine neue Anstellung, aber in ihrer Heimatstadt gibt es einfach nichts. Kurzentschlossen folgt sie voller Zuversicht dem Wink ihres wiedergefundenen Glückstalers in das hübsche Dorf Herzfeldt.

    Dort hatte ihr Vater den Taler einst in der Nähe eines alten Pavillons gefunden. Aber als sie dort mit ihrem wenigen Hab und Gut ankommt, muss sie feststellen, dass der ursprünglich wunderschöne Sternpavillon inzwischen völlig verwahrlost ist und abgerissen werden soll. Dabei werden ihm magische Kräfte in Liebesdingen nachgesagt, und auch ihre Eltern haben sich dort verlobt.

    Kurzentschlossen bietet Katja dem Bürgermeister Leo Alvarez an, den Pavillon zu restaurieren. Das Stadtoberhaupt muss sie nicht lange davon überzeugen, dass sie die sogenannte "Liebeslaube" zum Preis des Abrisses wieder in Stand setzt.

    Die Immobilienmaklerin Luise bittet Katja zudem, das alte Wandrelief an ihrem Haus zu restaurieren, und lädt sie ein bei ihr zu wohnen. Luise ist dankbar über Katjas Gesellschaft. Zumal diese einen guten Draht zu Pia zu haben scheint, der Schwester von ihrem Nachbarn Thomas, in den sie unglücklich verliebt ist. Luise glaubt, dass Pia, die seit einem Unfall im Rollstuhl sitzt, etwas gegen sie hat und es deshalb nichts werden kann mit der Beziehung zu Thomas. Zwischen Katja und Thomas knistert es bereits bei ihrer ersten Begegnung, aber Katja versucht, ihre eigenen Gefühle zu unterdrücken, um Luise nicht zu verletzen.

    So konzentriert sie sich lieber auf die Restaurierung des Sternpavillons, an dessen Kuppel die gleichen Sterne prangen wie auf ihrem Taler. Bei den Bewohnern von Herzfeldt stoßen Katjas Arbeiten auf reges Interesse. Die "Liebeslaube" war für viele der Ort des ersten Kusses, ein fast magischer Ort, den viele zu vermissen scheinen. Ganz besonders Herr Körner, der hier nach 60 Jahren seiner großen Liebe nochmal einen Antrag machen möchte. Wird durch Katja die Magie der Liebeslaube wieder heraufbeschworen und wird der Sterntaler auch Katja zum Glück führen?

    Statement von Produzentin Annedore von Donop (Dramaturgie)

    Auch beim inzwischen fünften Märchen, das wir für das Vorweihnachtsprogramm im ZDF in die Gegenwart übertragen haben, bleibt es faszinierend, wie sehr diese uralten Geschichten auch für unser heutiges Leben in der westlichen Welt noch echte Relevanz haben. Momentan gibt es so viele Seminare, Bücher und Artikel, die helfen wollen, einen Weg zu mehr Achtsamkeit und Empathie, aber auch mehr Bescheidenheit zu finden. Für ein besseres Leben und eine Zukunft für alle. Womit wir schon beim Kern des Märchens "Die Sterntaler" sind. In der Originalgeschichte hat ein Mädchen seine Eltern und sein Zuhause verloren und besitzt nur noch das, was es auf dem Leib trägt. Trotzdem geht es mit Vertrauen und voller Mitgefühl für die Nöte Anderer in die Welt. Und das wird am Ende reich belohnt – denn: Wie man in den Wald hineinruft, so schallt es zurück. Aber fast noch wichtiger als die sehr willkommene Belohnung, ist die Haltung des Mädchens, sein Vertrauen und seine Empathie. Liegt nicht darin das Glück, das wir alle suchen? Und wird die Kraft, die in dieser Haltung liegt, nicht gerade oft verkannt, unterschätzt und fehlbeurteilt?

    In unserem Film ist aus dem Mädchen eine Frau namens Katja Sterner geworden, die mit derselben Haltung, aber immerhin noch mit ein paar Kleidern, Werkzeugen für ihren Beruf als Restauratorin und einem alten Auto loszieht, um einen Ort für ihren notwendig gewordenen Neubeginn zu suchen. Katja Sterner ist voller positiver Energie, mutig, unerschrocken und zupackend, aber auch bescheiden und sehr mitfühlend. Diese Eigenschaften sollten sich im Film nicht nur in ihrer Kleidung spiegeln, eine solche Hauptfigur erfordert einen etwas anderen Umgang mit der Gestaltung der gesamten Welt der Geschichte.

    Das Dorf Herzfeldt, in das Katja kommt, gibt es so nur in unserem Film. Wir haben dafür Aufnahmen in verschiedenen realen Dörfern gemacht, die wir im schönen Brandenburg gefunden haben. Zum Beispiel im Ortsteil Lünow von Roskow, in Blankensee in der Nähe von Trebbin und auch in Wildenbruch. Den Anfang der Geschichte haben wir in Potsdam gedreht. Bei der Auswahl der verschiedenen Drehorte haben wir nach einer Balance zwischen idealer Schönheit und realistischer Erdung gesucht, um so einen stimmigen Kosmos für unser Gegenwarts-Märchen entstehen zu lassen: Eine Welt, die so schön ist, dass man gerne einen Ausflug dahin machen möchte; die aber nicht nur "tote" Kulisse ist, weil auch in ihr der Asphalt einer Straße mal eine Flickstelle hat und das Gras am Weg manchmal verdorrt ist. Auch bei den Kompars*innen kommt ein Stück Wirklichkeit ins Bild, indem wir bewusst auch mit echten Einwohner*innen vor Ort gearbeitet haben. Daher ist nicht alles immer perfekt, aber so kommt das Leben in den Märchenkosmos. Lebendiges durchläuft immer einen Prozess der Veränderung. Erstarrte Perfektion ist das Gegenteil von Lebendigkeit. Das vergessen wir heute leider oft. So kann uns ein altes Märchen noch vieles sagen, was wir gut gebrauchen können.

    Statement von Produzent Karsten Aurich (Herstellungsleitung)

    Die Suche nach märchenhaft schönen Drehorten für "Die Sterntaler des Glücks" war in diesem Jahr besonders schwierig, denn die Corona-Pandemie hat es sehr schwer gemacht, zwei nebeneinanderliegende Wohnhäuser zu finden. Die Bewohner*innen waren schließlich in diesen Zeiten nahezu immer zu Hause, zum Teil mit der ganzen Familie; Ausweichmöglichkeiten waren rar. Mit viel Glück ist es uns gelungen, zwei Häuser zu finden, deren Bewohner*innen Ausweichmöglichkeiten hatten und die zudem wunderschön gelegen waren. Beim anderen wichtigen Drehort, dem Pavillon, hatten wir noch mehr Glück. Das dazugehörige Schloss Blankensee war coronabedingt für große Veranstaltungen nur eingeschränkt nutzbar. Den dadurch entstandenen Freiraum konnten wir für unseren Dreh nutzen, der ja unter den sehr gut funktionierenden Hygienebestimmungen der deutschen Filmindustrie umgesetzt wurde.

    Je näher der Drehbeginn Anfang Juni rückte, desto mehr Respekt bekamen wir dann vor dem Wetter – Ende Mai war es unerwartet kühl in Deutschland. Doch – wie im Märchen – begann Anfang Juni zeitgleich zu unseren Dreharbeiten eine ausdauernde Hochsommerphase, die dem Film sehr schön anzusehen ist. Leider war der Sommerbeginn auch für die Brandenburger Mücken der Weckruf. Fortan hatten wir es mit einer außergewöhnlichen Mückenplage zu tun. Schauspieler*innen mussten geschützt werden, vor allem vor Stichen im Gesicht. Das Team hat sich trotz großer Hitze vermummt. Selbst professionelles Tropenequipment (unter anderem Hüte mit Mückennetzen) kam zum Einsatz. Ganz spannend war für alle die Erkenntnis, dass es auch noch andere Probleme neben einer Viruspandemie gibt.

    Richtig toll waren die Anwohner*innen rund um unsere Drehorte, die uns nicht nur zu Kaffee und Kuchen an der frischen Luft eingeladen haben, sondern die auch gerne als Kompars*innen mitgewirkt haben. Eine besondere Herausforderung bei diesem Dreh war auch im Einklang mit dem Natur- und Denkmalschutz zu bleiben. Beide Drehorte lagen am Rande großer Naturschutzgebiete. Hier gilt es für Filmproduktionen, sehr hohe Auflagen zu erfüllen. So wurden unsere Luftaufnahmen mit der Drohne von einer Vogelexpertin (mit großem Fernglas) begleitet, um zu verhindern, dass die geschützten lokalen Raubvögel die Drohne attackieren und sich dabei möglicherweise verletzen. Der Denkmalschutz spielte bei dem 1904 im Schlosspark Bankensee errichteten Pavillon eine große Rolle. Bei allen Restaurierungsschritten, die wir im Film zeigen, mussten wir sicherstellen, dass alles hinterher wieder genauso ist wie vorher. Die Beispiele zeigen, dass wir für die "Herzkino"-Märchen immer wieder an sehr besonderen Orten mit ihren eigenen Herausforderungen drehen. Da passte es nur zu gut, dass unser Produktionsbüro im ersten Drehteil in einem mittelalterlichen Gewölbe neben der Kirche von Lünow und im zweiten Drehteil im Versammlungsraum der Freiwilligen Feuerwehr von Blankensee zu Gast war.

    Fotohinweis

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