Die Toten von Hameln

Der Fernsehfilm der Woche

Die Chorleiterin Johanna Bischoff fährt mit ihrem Mädchenchor zu einem Konzert in ihre Heimatstadt Hameln. Kurz vor dem geplanten Auftritt verschwinden bei einer Wanderung vier der Mädchen und der Organist David in einer Höhle des Ith – dem sagenumwobenen Berg, in den vor gut 700 Jahren der Rattenfänger die Kinder geführt haben soll. Hilfesuchend wendet sich Johanna an ihren Ex-Freund Jan Faber, Polizeirevierleiter in Hameln. Eine fieberhafte Suche nach den Verschollenen in den Höhlen und Wäldern des Ith beginnt. Johanna erkennt, dass das Rätsel um die Vermissten untrennbar mit ihrem eigenen tragischen Familiengeheimnis verbunden ist.

  • ZDF, Montag, 19. Mai 2014, 20.15 Uhr
  • ZDF neo, Sonntag, 18. Mai 2014, 21.45 Uhr

Texte

Stab und Besetzung

Regie    Christian von Castelberg
BuchAnnette Hess und Christiane Hess
KameraEeva Fleig
MusikRalf Wienrich
SzenenbildAnnette Ganders
RedaktionDaniel Blum
HerstellungsleitungAngela Gillner
ProduktionsleitungSabine Bischof
Produktion Ziegler Film GmbH & Co. KG, Berlin
ProduzentenProf. Regina Ziegler, Marc Müller-Kaldenberg
Länge 88:04 Minuten
Rollen/Darsteller
Johanna BischoffJulia Koschitz
Jan FaberBjarne Mädel
Dr. Georg BischoffMatthias Habich
Dr. Charlotte BischoffRuth Reinecke
David FernandezHannes Wegener
Franzi Meyer Luise Befort
Ilka PetersLilli Fichtner
Lina BrenneckeCamille Dombrowsky
Marie BellheimZita Aretz
Mareike TauberCharley Ann Schmutzler
Frau Grupe Margot Gödrös
Heinz SeweningJörg Pose
Beate LangeAnnedore Kleist
Costa Albaretti Stephan Grossmann
und andere

Inhalt

Die Chorleiterin Johanna Bischoff (Julia Koschitz) fährt in Begleitung des Organisten David Fernandez (Hannes Wegener) mit dem von ihr geleiteten Mädchenchor zu einem Konzert in ihre Heimatstadt Hameln. Beim Besuch ihres Vaters Georg (Matthias Habich), Bürgermeister a. D., und dessen Schwester Charlotte (Ruth Reinecke)- Johanna ist bei diesen beiden aufgewachsen - wird sie von einer erschreckenden Vision heimgesucht: Sie sieht sich als Kind in ihrem Elternhaus einem Toten gegenüber.

Kurz vor dem geplanten Auftritt verschwinden bei einer Wanderung vier der Mädchen und David in einer Höhle des Ith - dem sagenumwobenen Berg, in den vor gut 700 Jahren der Rattenfänger die Kinder geführt haben soll. Hilfesuchend wendet sich Johanna an ihren Ex-Freund Jan Faber (Bjarne Mädel), Polizeirevierleiter in Hameln. Eine fieberhafte Suche nach den Verschollenen in den Höhlen und Wäldern des Ith beginnt. Johanna erkennt nach und nach, dass das Rätsel um die Vermissten untrennbar mit einem tragischen Familiengeheimnis verbunden ist: dem Geheimnis ihrer Familie.

Die Entstehungsgeschichte des Films

"Der Rattenfänger von Hameln" ist eine der bekanntesten deutschen Sagen. Sie wurde in mehr als 30 Sprachen übersetzt. Es wird geschätzt, dass mehr als eine Milliarde Menschen sie kennen. Sie gehört weltweit häufig zum Schulunterrichtsstoff; besonders in Japan und in den USA ist sie sehr beliebt.

Schon seit zehn Jahren spielt die Bühnenschauspielerin, Regisseurin und Autorin Christiane Hess die Sage in eigener Bearbeitung als Solotheaterprogramm. Die Drehbuchautorin Annette Hess lebt selbst in der Nähe von Hameln am Fuße des Ith, dem Berg, in den der Rattenfänger 130 Kinder geführt haben soll. Die Schwestern haben sich intensiv mit der Sage, ihrem mystischen Ursprung und den verschiedenen Theorien dazu befasst. Historiker sind sich weitgehend einig, dass der Rattenfänger-Sage ein reales Ereignis zugrunde liegt. Eine Theorie besagt, die Hamelner Kinder könnten im Jahr 1284 einem heidnischen Sektenführer aufgesessen sein, der diese für einen religiösen Ritus auf den Berg Ith geführt hat, wo sie bei einem Bergrutsch umkamen. Noch heute findet sich auf dem Ith eine Vertiefung, die durch ein solches Ereignis entstanden sein könnte. Inspiriert von diesem mystischen Ort entwickelten Annette und Christiane Hess die Idee zu einem Thriller, der die Rattenfänger-Sage in die heutige Zeit überträgt. Im ZDF-Redakteur Daniel Blum und den Produzenten Regina Ziegler und Marc Müller-Kaldenberg fanden die Autorinnen engagierte Mitstreiter für einen Stoff, der über die Jahrhunderte nichts von seiner Faszination verloren hat.

Annette Hess: "Beim Anblick des Berg Ith fragt man sich zwangsläufig, ob die Rattenfänger-Sage ein Märchen ist – oder ob hier tatsächlich die 130 Kinder der Stadt Hameln verschwunden sind. Und ob deren Gebeine vielleicht heute noch im Berg zu finden sind. Aus dieser beklemmenden Frage entwickelten wir die Idee für 'Die Toten von Hameln'."

Christiane Hess: "Die Figur des begnadeten Verführers, der Einzelne, ihre Kinder, eine ganze Stadt oder gar die Allgemeinheit ins Verderben führt, ist eine zeitlos bedrohliche Erscheinung. Auch in unserem Drehbuch erzählen wir nicht nur von dem einen 'Rattenfänger'."

Annette Hess und Christiane Hess, Autorinnen

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