Diese Kaminskis - Wir legen Sie tiefer!

Sechsteilige Doku-Sitcom

„Zeig mir mal jemanden, der nicht stirbt!“ Frei nach diesem Motto haben die drei Kaminski-Halbbrüder Michael, Bernd und Marco ein Bestattungsinstut übernommen. Mit der festen Überzeugung, gutes Geld damit zu machen. Dummerweise haben sie von der Branche nicht die geringste Ahnung ...

  • ZDF neo, Ab Mittwoch, 5. November 2014, 21.45 Uhr

    Texte

    Diese Kaminskis – Wir legen Sie tiefer!

    Lustvolles Spiel mit zeitgenössischen Fernsehform(at)en

    „Wir legen Sie tiefer!“ – so lautet das Motto der drei Halbbrüder Kaminski, die sich in Köln eine neue Existenz aufbauen wollen. Um das zu schaffen, haben sie nicht etwa eine Firma für Tiefbau gegründet oder mit dem Tunen von Autos begonnen, sondern ein marodes, heruntergekommenes Bestattungsinstitut übernommen.

    Die Kaminskis wissen eines ganz genau: Jeder stirbt irgendwann. Und weil das so ist, lässt sich damit auch Geld verdienen – viel Geld! Nicht nur, dass diese Idee schon seltsam klingt: Wenn man die drei Jungs so betrachtet, muss gar die Frage erlaubt sein, ob sie vorher den blassesten Schimmer hatten, worauf sie sich da einlassen? Drei Globalisierungsopfer, von keiner Sachkenntnis getrübt, wollen das Unmögliche wagen und ihr neues Geschäft aus dem Stand in die Gewinnzone bringen? Das kann nicht gutgehen.

    Scripted Reality-Formate überschwemmen seit einiger Zeit den deutschen Fernsehmarkt. Längst überfällig also die Idee eines spielerischen Umgangs mit den allseits bekannten Stilmitteln und Versatzstücken dieses unverwechselbaren Genres. Folgerichtig wagt sich „Diese Kaminskis – Wir legen Sie tiefer!“ auf das Terrain der Trash-Persiflage und schlüpft in das Gewand einer Doku-Soap: Egal ob die wackelnde, halbdokumentarisch anmutende Handkamera, die mehr oder minder zielführenden Statements der Beteiligten oder der leger durch die Geschichten führende Off-Sprecher, dieses neue Format greift einschlägige Erzählmuster und Gestaltungsmittel der Scripted Reality auf, um sie dann mit einem Augenzwinkern zu brechen, ad absurdum zu führen und, jawohl, manchmal auch zu sezieren.

    So entsteht eine neue, bislang nicht gesehene Form der Aufbereitung eines rein fiktionalen Inhalts. Die Komik entsteht neben der sitcomhaften Erzählweise nicht nur durch den Bruch mit gelernten Zuschauererwartungen bezüglich Look & Feel, sondern vor allem durch das lustvolle Experimentieren mit den Gestaltungsmöglichkeiten eines zeitgenössischen Fernsehgenres, das sich durch seine große Liebe zum Detail, einer genauen Beobachtung menschlicher Eigentümlichkeiten, seine brandaktuellen Bezüge zum Zeitgeschehen, seine temporeiche Montage sowie seine äußerst robusten und konsequenten Musikeinsätze auszeichnet. Und nicht zu vergessen: Durch seinen erfrischend pietätlosen Umgang mit dem Thema Tod.

    Nach der positiven Resonanz auf den gleichnamigen Pilot zur Serie im Rahmen des TVLab 2013 hat ZDFneo nun sechs neue Folgen dieser schwarzhumorigen Doku-Sitcom produzieren lassen. Eine ganze Staffel also, die viel Raum für eine tiefergehende Beschäftigung mit dem eigentümlichen aber liebenswerten Figurenensemble bietet und natürlich noch mehr rabenschwarze und absurde erzählerische Verstrickungen.

    Die Geschmackssicherheit bleibt dabei nicht auf der Strecke, kommen die Geschichten doch ganz ohne Splatter-Effekte oder unmotivierte Schauwerte aus. Jede Geschichte hat ihren eigenen, ernsten und emotionalen Kern und geht damit weit über bekannte Sitcom-Muster hinaus. Was der Zuschauer sieht, steht stets im Zeichen der Comedy. Alles darüber hinaus geschieht allerhöchstens in unserer Phantasie.

    Florian Weber (ZDFneo) und Martin R. Neumann (ZDF)

    Stab 

    Buch      Sven Nagel, Torsten Fraundorf
    RegieSven Nagel
    ProduzentenSabine de Mardt, Rainer Marquass
    Co-ProduzentenSven Nagel, Torsten Fraundorf
    CastingHelga Heich, Michael Ludwig
    KameraSebastian Pruß
    Schnitt Marc Limbach, Peter Hassmann, Torsten Fraundorf
    MusikHermann Skibbe
    Music Supervision ZDFThilo Töpfer
    Produktion ZDFneo Jürgen Ulrich
    Redaktion ZDF   Martin R. Neumann
    Redaktion ZDFneo Florian Weber
    Länge jeweils ca. 30 Minuten

    Die Rollen und ihre Darsteller

    Michael Kaminski      David Scheller
    Bernd KaminskiSteffen Will
    Marco Kaminski Nick Hein
    Sandy   Kimberly Michel
    Silvia Christina Beyerhaus
    Vermieter KeifertHans Holzbecher
    und andere

    Die Episoden online

    Alle Folgen sind ab dem 5. November 2014 online zu sehen: diesekaminskis.zdf.de

    Inhalt 

    Im Mittelpunkt der schwarzhumorigen Doku-Sitcom stehen die drei Halbbrüder Michael, Bernd und Marco Kaminski. Auf der Suche nach einem sicheren Job haben sie unlängst ein heruntergekommenes Bestattungsinstitut in Köln übernommen. Ihre Devise: „Zeig mir mal jemanden, der nicht stirbt!“. Doch es gibt ein Problem: Vom Bestattungswesen haben die Kaminskis nicht die geringste Ahnung. Zudem ist Ordnung für sie ein Fremdwort und Chaos ihr ständiger Begleiter. Bernd ist neurotisch und leichenphobisch, Michael geistig untermotorisiert und der Jüngste, Marco, ist ein testosterongeschwängerter Allroundlaie.

    Die Kaminskis beweisen trotz allem (oder genau deswegen?) eine erstaunliche Kreativität und glänzen durch ein unerschütterliches Selbstbewusstsein, wenn sie sich durch die selbst ausgelösten Katastrophen manövrieren. Für den wahrscheinlichen Fall, dass die charismatischen Halbbrüder einmal nicht weiterwissen, gibt es zum Glück noch Sandy, Marcos Freundin - die gute Seele des Instituts.

    Sendedaten und Folgeninhalte

    Mittwoch, 5. November 2014, 21.45 Uhr

    Folge 1 „Der allerletzte Wunsch“

    Die drei Halbbrüder Michael, Bernd und Marco Kaminski haben auf der Suche nach einem sicheren Job vor einigen Wochen ein Bestattungsinstitut in Köln übernommen. So recht will ihr Geschäft allerdings nicht anlaufen. Zu allem Überfluss verlangt Bernds Ex-Frau Silvia ausgerechnet jetzt ihren ausstehenden Unterhalt für die gemeinsamen Kinder. Doch dann kommt endlich ein Bestattungsauftrag ins Haus: Ein Gleisarbeiter ist von einem Zug erfasst worden. Für Leichenphobiker Bernd keine leichte Aufgabe. Vor allem weil die Witwe des verunglückten Gleisarbeiters einen ungewöhnlichen Wunsch hat: Die sterblichen Überreste ihres Mannes sollen in einem Fußballstadion verstreut werden. Bernd lehnt das Angebot entschieden ab, verstößt es doch gegen geltendes Gesetz. Als die Kaminskis jedoch nach einem unglücklichen Zwischenfall mit einer Kehrmaschine wieder vor dem Nichts stehen, muss Bernd eine Entscheidung treffen: Wie weit ist er bereit, für seine Familie zu gehen?

    Mittwoch, 12. November 2014, 21.45 Uhr

    Folge 2 „Sterben und sterben lassen“

    Da die Kaminskis seit einiger Zeit mit der Miete für ihr Bestattungsinstitut im Verzug sind, verlangt ihr Vermieter als Entschädigung die kostenlose Beerdigung seiner soeben verstorbenen Tante. Doch dafür brauchen die Pleitegeier einen Sarg. Um Kosten zu sparen, buddeln sie kurzerhand in einer Nacht- und Nebelaktion einen bereits vergrabenen Sarg plus Inhalt wieder aus. Glücklicherweise kündigt sich derweil ein zweiter Auftrag an. Frank Messner plant die Beerdigung seines sterbenskranken Vaters. Allerdings stellt sich bald heraus, dass dieser Vater längst tot und Frank eigentlich damit beschäftigt ist, seine eigene Beerdigung zu planen. Die Kaminskis stehen vor einer folgenschweren Entscheidung: Sollen sie ihren Klienten vom Selbstmord abhalten und dadurch ihren einzigen Auftrag verlieren? 

    Mittwoch, 19. November 2014, 21.45 Uhr

    Folge 3 „Alte Liebschaften“

    Der lang ersehnte neue Auftrag für das noch junge Bestattungsinstitut Kaminski beginnt mit einer Katastrophe: Für ein Date mit seiner Jugendliebe Elena lässt Michael alles stehen und liegen. Zu allem Überfluss wird auch noch der falsch geparkte Leichenwagen samt Sarg abgeschleppt. In ihrer Not fahren Bernd und Marco mit einem neuen (leeren) Sarg im Taxi zur Kapelle, um den wichtigen Auftrag zu retten. Damit der Schwindel nicht auffliegt, muss der klaustrophobisch veranlagte Bernd in letzter Sekunde unfreiwillig als Scheinleiche den Sarg beschweren. Dummerweise kann Marco die Hinterbliebenen nach der Trauerfeier nicht davon abhalten, den Sarg persönlich zu Grabe zu tragen. Wird Marco es schaffen, die Beerdigung seines Bruders zu verhindern? Und wird es Michael derweil gelingen, über Elenas autistische Tochter Mira wieder einen Zugang zu seiner Jugendliebe zu finden?

    Mittwoch, 26. November 2014, 21.45 Uhr

    Folge 4 „Schlechtes Karma“

    Unter den verwunderten Augen der Halbbrüder Kaminski entpuppt sich eine spirituelle Beerdigung als wahres Freudenfest. Alle Trauergäste glauben an das positive Karma der Verstorbenen, die aufgrund ihres selbstlosen Engagements trotz schlimmer Diagnose noch sehr lange gelebt hat. Werden nun auch die Kaminskis durch ihre Taten karmisch beeinflusst? So glaubt Marco zum Beispiel, dass er bei allen Frauen, die er jemals schlecht behandelt hat, etwas wiedergutmachen muss. Leider schadet er den Frauen dabei unabsichtlich noch mehr. Und da auch Michael mit der Zeit eine Karma-Panik entwickelt und keine Särge mehr anfassen will, steht Bernd vor einem Problem: Er muss die ganze Arbeit allein machen. Ein Inspektor vom Ordnungsamt könnte in keinem schlechteren Moment auftauchen.

    Mittwoch, 3. Dezember 2014, 21.45 Uhr

    Folge 5 „Global Player“

    Die Kaminskis haben zum wiederholten Mal keinen Umsatz gemacht und stehen kurz vor der Insolvenz. Ein Businesscoach soll sie daher auf die Gewinnerstraße und mit neuen Renditetricks endlich in die Gewinnzone katapultieren. Derart motiviert ziehen die Kaminskis gleich der nächsten Kundin, der sozial engagierten Oma Kratzenstein, mehrere tausend Euro aus der Tasche: variable Handlungskosten für die Beerdigung ihres verstorbenen Mannes. Die Freude über den Umsatz wehrt jedoch nicht lange, als die Kaminskis erfahren, dass die alte Dame wegen der teuren Bestattung nun leider nicht die Herz-Operation eines Flüchtlingskindes bezahlen kann, für das sie die Patenschaft übernommen hat. Bernd ist schockiert. Zumal Michael und Marco das Geld längst ausgegeben haben. Für die Kaminskis ist klar: Sie müssen nun alles daran setzen, das Geld für die Operation zeitnah wieder aufzutreiben. Wird es ihnen gelingen, als knallharte Geschäftsleute aufzutreten und endlich den überlebenswichtigen Umsatz zu generieren? Oder schlägt der über ihnen kreisende Pleitegeier nun endgültig zu?

    Mittwoch, 10. Dezember 2014, 21.45 Uhr

    Folge 6 „Man stirbt nur dreimal“

    Um ihre Ehe zu retten, will Bernds Ex-Frau Silvia ihm noch mal eine letzte Chance geben. Wenn er für ihre Familie ein gemeinsames Haus kauft und dazu noch einiges springen lässt, würde sie sich die Trennung noch einmal überlegen. Doch wie soll Bernd das finanzieren? Im Bestattungsinstitut wartet bereits der nächste Ärger, als sich die zu beerdigende Person als extrem lebendig entpuppt. Mike Hechter hat seinen Tod nur vorgetäuscht, weil er angeblich seiner Familie keinen Zwist mehr in die Firmennachfolge bringen will. Er bietet den Kaminskis Geld an, wenn sie seine „falsche“ Beerdigung durchziehen. Noch bevor sich die Halbbrüder entscheiden können, platzen zwei Drogendealer in den Laden. Sie suchen Mike, weil der ihnen 100.000 Euro geklaut hat. Das Problem: Marco hat das geklaute Geld in Mikes Wohnung mitgehen lassen. Als die Gangster dann auch noch Marcos Freundin Sandy entführen, müssen die drei Halbbrüder alles auf eine Karte setzen.

    Rollenprofile

    Bernd Kaminski

    Bernd ist der gewissenhafteste und „vernünftigste“ der drei Kaminskis. Im Gegensatz zu seinen zwei Halbbrüdern ist er stets darauf bedacht, einen Auftrag unter den gegebenen Umständen mit dem größtmöglichem Maß an Anstand und Würde über die Bühne zu bringen und wirft deswegen auch schon mal einen Blick auf die aktuelle Gesetzeslage. Dummerweise leidet Bernd unter extremer Nervenschwäche und chronischer Leichenphobie, was ihm seine Arbeit als Bestatter und mit seinen chaotischen Halbbrüdern nicht gerade vereinfacht. Privat kämpft Bernd um die Liebe zu seiner Exfrau Silvia, mit der er zwei Kinder hat, Jerome und Hanna. Dass ihn seine beiden Brüder ständig damit aufziehen, dass die Kinder aufgrund ihres Aussehens niemals von ihm stammen können, stört Bernd wenig. Seiner Ansicht nach sind Michael und Marco nur neidisch, weil sie selbst keine Kinder haben.

    Marco Kaminski

    Marco ist der jüngste und pragmatischste der drei Halbbrüder. Als körperliches Rückgrat des Instituts denkt er fast ausschließlich an seinen astralen Körper, der mit Urnen-Bizeps-Übungen fit gehalten werden will. Seine Bildung speist sich vornehmlich aus YouTube-Tutorials, mit deren Hilfe er sich regelmäßig als unkonventioneller Problemlöser erweisen kann, wenn seine beiden Halbbrüder bereits resigniert haben. Frauenschwarm und Möchtegern-Macho Marco ist mehr oder weniger fest mit Freundin Sandy liiert. Während sie sich stetig Gedanken um ihre gemeinsame Zukunft macht und bereits konkrete Hochzeitspläne ins Auge fasst, sieht Marco seine „Beziehung“ zu Sandy eher pragmatisch und „zweckorientiert“. Kein Wunder also, dass das verkappte Traumpaar des Öfteren aneinander gerät.

    Michael Kaminski

    Michael ist der naivste der drei Halbbrüder Kaminski. Mit seiner fast kindlichen Art und seinem angeborenen Hang zu Missverständnissen und Fehleinschätzungen hält er die Welt um sich herum ständig auf Trab. Mit dieser unbedachten Art findet er aber das ein oder andere Mal auch einen überraschend zielführenden Zugang zu einem scheinbar unlösbaren Problem. Michael ist ausgewiesener Rhetorik-Legastheniker, lässt es sich aber dennoch nicht nehmen, die Trauerreden für die Klienten des Instituts zu konzipieren und gerne auch selbst vorzutragen – zum regelmäßigen Leidwesen seines schamerfüllten Bruders Bernd. Michael hält sich selbst für einen einfühlsamen Frauenversteher, liegt mit dieser Selbsteinschätzung aber völlig daneben. Halbbruder Marco zieht ihn regelmäßig damit auf, noch nie eine Frau „flachgelegt“ zu haben.

    Sandy

    Marcos Freundin Sandy ist die gute Seele des Bestattungsinstituts Kaminski. Regelmäßig überrascht sie mit unorthodoxen Gedanken und holt die drei schrägen Halbbrüder Kaminski mit ihrer herzensguten Art aus so mancher Bredouille. Sandy weiß um ihre körperlichen Reize und scheut sich auch nicht davor, diese gnadenlos einzusetzen. Ihre Zukunft sieht Sandy mit dem gutaussehenden Marco. Umso verärgerter zeigt sie sich, wenn Marco ihre „Beziehung“ mal wieder runterspielt und den kühlen Macho raushängen lässt.

    Bildhinweis

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