Dr. Klein

Neue Familien- und Krankenhausserie

Eine erfolgreiche Kinderärztin, die mitunter unkonventionelle Wege geht und sich durchsetzen kann – trotz 1,32 Meter Körpergröße. So die Titelrolle von ChrisTine Urspruch (vorne) in der neuen Familien- und Krankenhausserie "Dr. Klein", die sich zwischen großen Emotionen und pointiertem Humor bewegt, der sich nicht vor politisch unkorrekten Zwischentönen scheut. Die Kollegen in der Rosensteinklinik: Miroslav Nemec (3. v. r.) als Chefarzt, der mit dem Lebenspartner in einer Beziehungskrise steckt, Simon Licht (2. v. l.) als machohafter Oberarzt und andere

  • ZDF, Ab 10. Oktober 2014, freitags um 19.25 Uhr

    Texte

    Statement von Heike Hempel, Hauptredaktionsleiterin Fernsehfilm / Serie II

    "Dr. Klein" – das ist ChrisTine Urspruch! Mit ihr erzählen wir die erste deutsche Serie mit einer kleinwüchsigen Protagonistin im Mittelpunkt.

    "Dr. Klein" ist vor allen Dingen aber eins: eine unterhaltsame, witzige Medical- und Familienserie, die das Anderssein zeitgemäß erzählt – humorvoll, politisch unkorrekt und eben nur am Rande.

    Im Zentrum geht es um eine Kinderärztin und ihre Patienten, um spannende, relevante Fälle, die immer auch Familiengeschichten erzählen und um eine Ärztin, Ehefrau und Mutter, und ihre ganz persönliche Antwort auf die Frage: Wie geht heute eigentlich Familie?

    In diesem Sinne und dank der Glaubwürdigkeit und Präsenz von ChrisTine Urspruch und der Autorenschaft von Torsten Lenkeit (Bavaria), ist "Dr. Klein" eine Familienserie 2.0, wie wir sie uns vorstellen.

    Vorwort von Axel Laustroer, Hauptredaktion Fernsehfilm / Serie II

    Wir kennen sie aus vielen Filmen: die gemütliche Dicke, den besten schwulen Freund, die überkandidelte Schwester, den kleinwüchsigen Hofnarren oder den Quoten-Schwarzen. Wir kennen sie und freuen uns, wenn sie aus der ihnen zugewiesenen zweiten Reihe heraus der Hauptfigur – in den meisten Fällen eine alleinstehende Frau mit Problemen in Sachen Liebe – mittels humorvoller Weisheiten Ratschläge erteilen und diese dadurch zum Happy End kommt.

    Aber das ist doch ungerecht, wie zum Beispiel "Schneewittchen" zeigt: Die Zwerge haben die ganze Arbeit, aber der Prinz bekommt die Frau im Sarg. Nun ist das hier nicht die richtige Stelle, um die Frage aufzuwerfen, ob einer von ihnen selbst gerne das Schneewittchen geheiratet hätte. Oder den Prinzen. Aber genau das ist das Problem: Warum eigentlich nicht? Warum wird so getan, als hätten diese klassischen Sidekicks keine eigenen Probleme, kein eigenes Leben, keinen eigenen Charakter?

    "Dr. Klein" ist anders. Auf der einen Seite eine humorvolle Familien- und Ensembleserie mit einer kleinwüchsigen Frau im Zentrum, die versucht, Familien- und Berufsleben unter einen Hut zu bringen. Horizontal erzählt wird dabei ein Serienkosmos geschaffen, in dem die Figuren sich mit ihren Problemen entwickeln. Auf der anderen Seite eine Medical-Serie, die episodisch abgeschlossen mit großen Emotionen und spannenden Patientenfällen operiert. Und drittens spielt die Titelrolle eine der interessantesten Schauspielerinnen, die Deutschland zur Zeit zu bieten hat: ChrisTine Urspruch. Sie ist selbst Tochter, Gattin, Mutter und berufstätig. Und sie ist 1,32 Meter groß. Mit diesem Blick auf die Welt gehen wir durch diese Serie und treffen aus dieser Perspektive auf das pralle Leben und Figuren, die ebenfalls ein bisschen anders sind – ein bisschen kleiner, schwuler, dicker, dunkler als 'normal', was aber nicht heißt, dass dadurch auch die Probleme anders sind. Macht es einen Unterschied, ob eine hetero- oder homosexuelle Beziehung an der Nachwuchsfrage zu scheitern droht? Oder ob der Mann einer kleinwüchsigen oder durchschnittlich großen Frau darunter leidet, dass diese das Geld verdient? Das Problem ist dasselbe, nur der Blick darauf ein anderer. Und dass dieser Blick nicht nur sehr berührend, sondern auch wahnsinnig komisch sein und einen Sog entwickeln kann, weiterschauen zu wollen, das zeigt "Dr. Klein".

    Die Rolle der Valerie Klein, geb. Wagner, ist ChrisTine Urspruch von Headautor und Producer Torsten Lenkeit auf den Leib geschrieben worden. Unter der Regie von Gero Weinreuter und Rainer Matsutani stehen ihr herausragende Schauspieler wie Miroslav Nemec, Clelia Sarto, Simon Licht, Michael Klammer, Arnd Klawitter, Karl Kranzkowski, Nora Huetz und Martina Eitner-Acheampong – um nur einige zu nennen – zur Seite. Mit "Dr. Klein" eröffnen wir eine Serienwelt, die es so noch nicht gegeben hat, und in jeder Figur, in jeder Haltung, in jedem Strang mindestens ein bisschen anders ist. Inklusive der Prinzen.

    Und das ist gut so.

    Dr. Klein - Stab, die durchgehenden Rollen und ihre Besetzung, allgemeiner Inhalt

    BuchTorsten Lenkeit (Headautor), Andreas Knaup, Axel Hildebrand, Stephan Wuschansky, Thomas Frydetzki & Mira Roth
    RegieGero Weinreuter (Folgen 1-8), Rainer Matsutani (Folgen 9-12)
    KameraThomas Ch. Weber
    SchnittSylvia Seuboth-Radtke
    MusikSiggi Mueller, Jörg M. Pfeil
    Titelsong"Beautiful Life" von Pivo Deinert und Volkan Baydar
    MusikberatungOliver Ueck
    AusstattungThomas Stromberger, Dominik Hauschild
    ProduzentOliver Vogel
    ProducerTorsten Lenkeit
    Koordination ZDFJohannes Frick-Königsmann
    RedaktionAxel Laustroer
    Länge12 x ca. 45 Min.

    Eine Produktion der Bavaria Fernsehproduktion GmbH, Stuttgart, im Auftrag des ZDF

     

    Die durchgehenden Rollen und ihre Darsteller:

    Dr. Valerie KleinChrisTine Urspruch
    Prof. Dr. Magnus EisnerMiroslav Nemec
    Dr. Bernd LangSimon Licht
    Dr. Luna HallerClelia Sarto
    Dr. Jonas MüllerMichael Klammer
    Gundula PieperMartina Eitner-Acheampong
    Nanny AbelNora Huetz
    Prof. Dr. Peter WagnerKarl Kranzkowski
    Holger KleinArnd Klawitter
    Pamela KleinSarah Giese
    Max KleinCarl Baur
    Carolin WagnerElisabeth von Koch
    Patrick KellerLeander Lichti

     

    Inhalt:

    "Dr. Klein" – eine Familien- und Krankenhausserie, die sich zwischen großen Emotionen und pointiertem Humor bewegt, der sich nicht vor politisch unkorrekten Zwischentönen scheut. Eine Serie über die Absurditäten des Lebens, die Tatsache, dass wahre Größe sich nicht in Zentimetern messen lässt, und die Frage, was genau denn eigentlich 'normal' heißt.

    Valerie Klein hat es nicht leicht: Ihre Tochter Pam steckt mitten in der Pubertät und schämt sich für ihre "Zwergen-Mutter", ihr Sohn Max beschließt aus Solidarität zu Mama, nicht mehr zu wachsen; ihr Vater, Peter Wagner, hält sie in beginnender Demenz manchmal für ein Kleinkind, und ihre 'normal' große, große Schwester Carolin kann alles – außer auf eigenen Beinen stehen. Gut, dass Gatte Holger als studierter Philosoph den Haushalt und die Familie schmeißt, nur so kann das Privatleben der Kleins gemanagt werden, denn: Valerie Klein brennt für ihren Beruf.

    Sie ist eine erfolgreiche Kinderärztin, geht mitunter unkonventionelle Wege und hat gelernt, sich durchzusetzen. Diskriminiert zu werden, gehört schließlich zum Alltag der kleinwüchsigen leitenden Oberärztin.

    Allerdings ist sie mit ihrer Körpergröße von 132 Zentimetern nicht der einzige 'Exot' in der Rosensteinklinik: Der Chefarzt, Prof. Magnus Eisner, ist homosexuell, Assistenzarzt Dr. Müller dunkelhäutig, die Oberschwester übergewichtig – und Valeries größter Konkurrent, Dr. Lang, der festen Überzeugung, dass er nur deshalb den Posten des leitenden Oberarztes nicht bekommen hat, weil er "gesund, normal und hetero" ist.

    Harte Zeiten für Dr. Valerie Klein, die nicht nur bei den jungen Patienten vollen Einsatz zeigen muss …

    Die einzelnen Folgen - Sendezeiten, Buch & Regie, weitere Besetzungen, Inhalte

    Freitag, 10. Oktober 2014, 19.25 Uhr

    Folge 1: Nach Hause

    BuchTorsten Lenkeit
    RegieGero Weinreuter

    Die Episodenrollen und ihre Darsteller:

    Angela FalkTheresa Scholze
    Florian FalkMarc Ben Puch
    Leon FalkBoris Dick
    Luis FalkJegor Dick
    Jan WieseOskar Bökelmann
    und andere

    Inhalt:

    Den Start als leitende Oberärztin hatte sich Dr. Valerie Klein leichter vorgestellt. Kaum in der Stuttgarter Rosenstein- Kinderklinik angekommen, befindet sie sich schon im OP – und im handfesten Konflikt mit ihrem Kollegen Dr. Lang: Während dieser dafür plädiert, die Milz des kleinen Leon zu entfernen, entscheidet Valerie, auf Zeit zu spielen und das Risiko einzugehen, auf einen passenden Spender zu hoffen. Die Eltern befinden sich bereits im Labor. Bernd Lang kann es nicht fassen: Nicht nur, dass ihm von Prof. Magnus Eisner eine Frau vor die Nase gesetzt wurde, muss sie denn auch noch kleinwüchsig sein?

    Anästhesistin Luna Haller imponiert die selbstbewusste kleine Frau; genauso geht es Assistenzarzt Dr. Jonas Müller; nicht die einzige Sympathie, die die beiden teilen, was jeder in der Klinik bemerkt – außer den zweien. Für Oberschwester Gundula Pieper ist die Kleinwüchsigkeit der neuen Oberärztin keine Überraschung: Als Einzige aus der aktuellen Belegschaft hatte sie bereits in der Klinik gearbeitet, als diese noch von Prof. Dr. Peter Wagner, Eisners Vorgänger und Valeries Vater, geleitet wurde. Und sie kennt auch den eigentlichen Grund, warum Valerie zurück nach Stuttgart gekommen ist: Peter leidet unter beginnender Demenz, und Carolin, Valeries ältere Schwester, schafft es nicht mehr, ihn alleine zu betreuen.

    Valeries Mann Holger, Philosoph und bis zur Fertigstellung seines Buches noch Hausmann, beginnt erst jetzt zu begreifen, was das für ihn und das Familienleben wirklich bedeutet. Während der achtjährige Sohn Max sich auf die gemeinsame Zeit mit Opa freut, leidet die schwer pubertierende Pam darunter, dass sie wegen Mutter ihren Frankfurter Freundeskreis verlassen musste.

    Zeitgleich hat Valerie in der Klinik dem Ehepaar Falk eine schwere Mitteilung zu machen: Beide kommen nicht als Spender in Frage. Eine bittere Tatsache, die nicht nur die heikle Frage nach der Vaterschaft aufwirft, sondern zur Konsequenz hat, dass Leons Leben ernsthaft bedroht ist, wenn nicht rechtzeitig ein passender Blutspender gefunden wird …

     

    Freitag, 17. Oktober 2014, 19.25 Uhr

    Folge 2: Inseln

    BuchStephan Wuschansky
    RegieGero Weinreuter

    Die Episodenrollen und ihre Darsteller:

    Kai ThallerEnno Hesse
    Luise ThallerDaniela Schulz
    Judith ThallerAlma Triller
    Alma ReithmeyerJule-Sophia Joos
    Helmy ReithmeyerKathrin Hildebrand
    Julius ReithmeyerWilhelm Schneck
    und andere

    Inhalt:

    Mit schweren Verletzungen wird Judith Thaller in die Rosensteinklinik eingeliefert: Die Neunjährige ist in einen Zaun gestürzt – die Metallspitze steckt noch in ihrem Thorax – und verliert sehr viel Blut. Die Gabe von Blutkonserven ist unumgänglich. Doch da die Eltern der Glaubensgemeinschaft der "Verkünder des Lichts" angehören, verbietet ihr Glaube ihnen diese medizinische Behandlung. Noch während Prof. Magnus Eisner versucht, beim Amtsgericht einen vorübergehenden Betreuer für Judith einsetzen zu lassen, entscheidet sich Valerie für die Gabe von Blutkonserven. Im letzten Moment kann das Leben des Kindes gerettet werden; als die Eltern die Wahrheit erfahren, wenden sie sich von ihrer Tochter ab und verstoßen sie. Valerie steht vor dem größten Konflikt ihrer Karriere, denn die kleine Judith möchte von ihr wissen, wo ihre Eltern sind …

    Pam Klein gerät in der Schule in eine Schlägerei mit der gleichaltrigen Alma Reithmeyer und bricht ihr die Nase. Die Nachricht verbreitet sich wie ein Lauffeuer in der Klinik, genauso wie die Feststellung, wie attraktiv der Ehemann der neuen leitenden Oberärztin ist. Holger hingegen macht sich Sorgen – das Verhalten seiner Tochter wird immer merkwürdiger.

    Nanny hat sich in den Kopf gesetzt, eine dauerhafte Rolle im Leben von Dr. Bernd Lang zu spielen, und tut alles dafür, dass sich auch bei ihm der Gedanke festsetzt. Doch der Oberarzt verfolgt gerade ganz andere Interessen, hat er doch herausgefunden, dass die "Verkünder des Lichts" im Restaurant von Patrick Keller, dem Lebensgefährten von Prof. Eisner, tagen.

    Als Valerie im Haus ihres Vaters durch Zufall auf ein geheimnisvolles Foto stößt und dessen Hintergrund erfahren möchte, setzt sie eine Lawine in Gang, die die bisher friedvolle Vergangenheit der Familie Wagner-Klein bis ins Mark erschüttern könnte …

     

    Freitag, 24. Oktober 2014, 19.25 Uhr

    Folge 3: Ein neues Leben

    BuchAndreas Knaup
    RegieGero Weinreuter

    Die Episodenrollen und ihre Darsteller:

    Grit LangMaresa Hörbiger
    Iris BornChiara Schoras
    Roland BornThomas Scharff
    Christoph SchönDominic Boeer
    Lissy Rosalie Darchinger
    und andere

    Inhalt:

    Manchmal kommt es gleich doppelt dick: Während Valerie die Frage beschäftigt, wer die Frau mit dem ausgekratzten Gesicht auf dem Foto ihres Vaters ist, macht auch Tochter Pam sie sehr nachdenklich: Die gutgemeinte Überraschung, eine Party zu organisieren, damit der Teenager in Stuttgart leichter neue Freunde findet, geht völlig daneben. Zu spät wird klar, was mit der Pubertierenden wirklich los ist: Sie hat Angst, von ihren Mitschülern wegen ihrer Mutter verspottet zu werden …

    Gleichzeitig gibt es in der Klinik ein ernstes Problem: Dr. Lang muss der hochschwangeren Patientin Iris Born mitteilen, dass der Fötus unter intrauterinem Kleinwuchs leidet. Als die werdende Mutter in dieser Situation noch auf Valerie trifft, bricht sie zusammen. Dr. Klein unterstellt Lang eine einseitige Beratung, die dazu geführt hat, dass sich Iris Born zu einer Spätabtreibung entschlossen hat. Prof. Magnus Eisner verfügt, dass beide Ärzte gemeinsam die Hochschwangere behandeln sollen. Eine Entscheidung mit Folgen …

    Zuhause erwartet Magnus eine unangenehme Überraschung: Lissy, die kleine Tochter von Patricks Köchin, ist übers Wochenende zu Besuch. Ein weiterer, durchsichtiger Versuch von Patrick, bei Magnus das Thema Nachwuchs zu pflanzen.

    Während es zwischen Luna Haller und Jonas Müller zu einer ersten, sanften Annäherung kommt, beschließt Nanny Abel, auf ihrem Weg in Richtung "Frau Dr. Lang" eine Abkürzung zu nehmen – und nimmt Kontakt zur Bernds Mutter auf …

     

    Freitag, 31. Oktober 2014, 19.25 Uhr

    Folge 4: Hoffnungen

    BuchAxel Hildebrand
    RegieGero Weinreuter

    Die Episodenrollen und ihre Darsteller:

    Theresa SteinJohanna Klante
    Ursula SteinCornelia Lippert
    Hanna SteinHanna Höltje
    Grit LangMaresa Hörbiger
    und andere

    Inhalt:

    Holger Klein hat endlich sein Buch fertiggestellt – und alles sieht danach aus, dass er nach der Veröffentlichung diverse terminliche Verpflichtungen, auch außerhalb Stuttgarts, wahrnehmen werden muss. Valeries Schwester Carolin hat ebenfalls einen neuen Job, durch den sie viel unterwegs sein wird. Doch wer kümmert sich dann um Peter Wagner?

    Valerie ist in der Klinik mit den rätselhaften und lebensbedrohlichen Krankheitssymptomen der kleinen Hanna konfrontiert. Als sich herausstellt, dass die Vergiftungserscheinungen von Herzmedikamenten ihrer Großmutter stammen, kommt den Ärzten ein schrecklicher Verdacht …

    Völlig angespannt durch diese Situation kommt Valerie nach Hause und macht eine unbedachte Äußerung, als sie wegen der Betreuungsfrage um ihren Vater gebeten wird kürzerzutreten. So wird Holger klar, dass seine Frau eigentlich nie wirklich an die Fertigstellung seines Buches geglaubt hat. Die Ehe der Kleins gerät in eine gefährliche Schieflage.

    Auch zwischen Magnus Eisner und seinem Lebensgefährten kommen dunkle Wolken auf. Der starke Kinderwunsch von Patrick wird immer mehr zum Problem für ihre Beziehung.

    Währenddessen macht Grit Lang ihrem Sohn Bernd unmissverständlich klar, dass es Zeit für Ehe und Nachwuchs wird, wenn er denn vorhat, etwas von ihrem Erbe erhalten zu wollen. Der Oberarzt merkt, dass sich langsam eine ernsthafte Beziehungsschlinge um seinen Hals legt. Nanny Abel wiederum ist glücklich: Durch ihre Freundschaft scheint sie die Mutter von Dr. Lang perfekt instrumentalisiert zu haben. Sie ahnt nicht, dass Grit sehr eigene Interessen verfolgt …

     

    Freitag, 7. November 2014, 19.25 Uhr

    Folge 5: Eifersucht

    BuchAxel Hildebrand
    RegieGero Weinreuter

    Die Episodenrollen und ihre Darsteller:

    Grit LangMaresa Hörbiger
    Nico SpenglerJannis Hanselmann
    Yvonne SpenglerBärbel Stolz
    Hendryk SpenglerMatthias Ziesing
    Ole PetersenJeremias Meyer
    Hauke SchillingWilfried Hochholdinger
    und andere

    Inhalt:

    Holger erhält von der neuen Verlagsleitung eine Absage für sein Buch. Die in das Manuskript gesetzte, jahrelange Hoffnung, damit sein Dasein als Hausmann abschließen zu können, ist zerstört. Seine dementsprechende Laune lässt er an Valerie aus – in einem schlechten Moment, denn diese trifft in der Klinik durch Zufall den ebenfalls kleinwüchsigen Mark Schneider wieder: ihr früherer Jugendfreund aus der Tanzschule, heute der millionenschwere Leiter einer Brezelbäckerei-Kette. Die beiden knüpfen sofort an alte Zeiten an und verabreden sich zum Essen.

    Marks Neffe Ole, ein gelangweiltes Rich-Kid, hat sich eine Sportverletzung zugezogen und muss stationär behandelt werden. Er kommt auf das Zimmer von Nico Spengler; der Junge aus einfachen Verhältnissen ist Ole auf Anhieb unsympathisch  wird dementsprechend von ihm behandelt. Als Nico angemessen entgegenhält, ist Ole tatsächlich beeindruckt – bis sich herausstellt, dass Nico Leukämie hat und quasi austherapiert ist.

    Patrick freut sich: Magnus Eisner setzt sich ernsthaft mit einer Adoption auseinander und hat hierfür sogar einen Berater eingeladen, um entsprechende Möglichkeiten für homosexuelle Paare durchzusprechen. Es endet in einem Desaster, und Patrick muss einsehen, dass ihre Chancen so gut wie aussichtslos sind. Bis er entdeckt, dass Magnus und der Berater sich kennen …

    Valerie und Mark verbringen einen zauberhaften Abend miteinander, der die Ärztin von ihren Problemen zu Hause ablenkt. Als sie merkt, dass es Mark nicht nur um frühere, sondern vor allem um zukünftige gemeinsame Zeiten geht, steckt sie allerdings in einem weiteren schweren Dilemma.

     

    Freitag, 14. November 2014, 19.25 Uhr

    Folge 6: Dicke Luft

    BuchTorsten Lenkeit
    RegieGero Weinreuter

    Die Episodenrollen und ihre Darsteller:

    Franz KrügerOliver Fleischer
    Viola KrügerManuela Wisbeck
    Jimmy KrügerNozomi Linus Kaisar
    Henry von HelmeckePhilippe Brenninkmeyer
    Grit LangMaresa Hörbiger
    und andere

    Inhalt:

    Max Klein sorgt sich um seine Eltern, denn seit der kleine Brezelfabrikant Mark Schneider Valeries Auto unter Rosenblättern begraben hat, herrscht in seinem Elternhaus dicke Luft. Holger glaubt, dass Valerie sich von Marks Millionen und seinen Avancen becircen lässt. Hinzu kommt, dass er sich nach der Absage seines Buches völlig nutzlos fühlt. Während Valerie alle Hände voll zu tun hat, ihre Ehe wieder ins Lot zu bringen, wird das Aushängeschild von Mark Schneiders Imperium, die goldene Brezel, gestohlen …

    In der Klinik wird der stark korpulente Jimmy Krüger von seiner Geburtstagsfeier mit einem Zuckerschock eingeliefert. Die ebenfalls korpulenten Eltern fühlen sich von Valerie und den Ärzten vorgeführt. Sie wollen nicht einsehen, dass sie maßgeblich Schuld an dem schlechten Gesundheitszustand ihres Sohnes sind. Ein gefundenes Fressen für Dr. Lang, der sich gleichzeitig eingestehen muss, dass Nanny Abel ihm weitaus mehr bedeutet, als ihm lieb ist.

    Luna Haller hat Jonas Müller nochmal zum Essen eingeladen – und versetzt ihn wieder. Der lässt sich ungern ausnutzen, folgt ihr heimlich – und macht eine ungeheuerliche Entdeckung.

    Zwischen Patrick und Magnus spitzt sich die Beziehungskrise wegen der Adoptionsfrage weiter zu. Jetzt reicht es dem Gastronomen, er packt seine Sachen, verlässt seinen Lebens-partner, zieht aus und steht mitten in der Nacht bei den Kleins vor der Tür – mit der Bitte um Asyl.

     

    Freitag, 21. November 2014, 19.25 Uhr

    Folge 7: Sackgassen

    BuchThomas Frydetzki, Mira Roth
    RegieGero Weinreuter

    Die Episodenrollen und ihre Darsteller:

    Jenny MeyerNina Berchtold-Nemec
    Peter LindnerMatthias Dietrich
    Alex BäuerleErna Schmidt-Oehm
    Grit LangMaresa Hörbiger
    und andere

    Inhalt:

    Patrick ist nach der Trennung bei den Kleins untergekommen. Magnus kocht vor Wut, empfindet das von Valerie als illoyal. Dabei hat sie eigene Probleme. Steckt doch ihre Ehe in einer Sackgasse, und für gemeinsame Gespräche fehlt die Zeit.

    Mark Schneider gibt seinen Kampf um Valerie nicht so einfach auf. Holger beschließt, selbst mit seinem Rivalen zu reden – was sich als keine gute Idee herausstellt …

    Valeries Recherchen wegen des Fotos haben sie unterdessen zu der Gewissheit gebracht, dass ihr Vater ein Verhältnis mit einer "G" gehabt haben muss – und dass hieraus ein Kind entstanden ist.

    In die Klinik wird die 14-jährige Jenny Meyer nach einem Selbstmordversuch eingeliefert. Die Internatsschülerin durchlebt ihr Coming-Out und hat ihrer besten Freundin ihre Liebe gestanden. Während sie in der Klinik ist, geht im Internet heftigstes Mobbing los. Als Jenny davon erfährt, unternimmt sie einen zweiten Versuch, sich das Leben zu nehmen …

    Jonas Müller ist sicher, dass Luna in der Klinik Betäubungsmittel stiehlt. Ist sie etwa abhängig? Oder dealt sie damit? Zwischen seinen Gefühlen und seinem Pflichtbewusstsein hin- und hergerissen, versucht er mit Luna zu reden und wird abgeblockt.

    Einzig Carolin, Valeries Schwester, schwebt mit ihrem neuen Freund Peter auf Wolke Sieben – bis Valerie erfährt, dass es sich um den Sohn von Oberschwester Gundula handelt, die ein sehr inniges Verhältnis zu Peter Wagner hatte …

     

    Freitag, 28. November 2014, 19.25 Uhr

    Folge 8: Rückschläge

    BuchAndreas Knaup
    RegieGero Weinreuter

    Die Episodenrollen und ihre Darsteller:

    Madame ChantalUrsula Karusseit
    Grit LangMaresa Hörbiger
    Nico SpenglerJannis Hanselmann
    Yvonne SpenglerBärbel Stolz
    Hendryk SpenglerMatthias Ziesing
    und andere

    Inhalt:

    Der bereits wegen Blutkrebs behandelte Nico Spengler wird mit einem Rezidiv eingeliefert. Bernd Lang kann nicht akzeptieren, dass der Junge, wie Valerie feststellt, "austherapiert" ist. Während sein Vater vor dieser schrecklichen Wahrheit flüchtet, klammert sich die Mutter an die Hoffnungen, die Bernd Lang gemacht hat. Nico wiederum bittet darum, sterben zu dürfen. Professor Dr. Magnus Eisner und sein Team stehen vor einer unlösbaren Aufgabe.

    Nicht der einzige Konflikt für den Chefarzt: Während seine Beziehung zu Patrick immer noch auf Eis liegt, worunter beide leiden, ist er der Einzige, der weiß, dass Pamela Klein in ihrer neuen Clique immer häufiger zu Alkohol greift. Aus Loyalität zu seinem Patenkind verschweigt er das aber vor Valerie.

    Als Oberschwester Gundula eine Inventur der Medikamentenbestände ankündigt, kommt es zwischen Luna Haller und Jonas Müller wegen der Betäubungsmitteldiebstähle zu einem heftigen Streit. Luna verschließt die Augen vor der Tatsache, dass sie auffliegen könnte. Doch dann die große Überraschung: Am Ende der Inventur stimmen die Bestände doch!

    Am Ende eines harten Arbeitstages kommt es nochmals knüppeldick, als das Telefon klingelt: Eine Madame Chantal meldet sich besorgt mit der Nachricht, dass Peter Wagner sich in ihrem Etablissement in einem offensichtlichen Krankheitsschub auffällig benimmt und nicht zu beruhigen ist. Damit nicht genug: Madame Chantal sieht auch noch Gisela Wagner, Peters verstorbener Frau sowie Valeries und Carolins Mutter, verblüffend ähnlich …

     

    Freitag, 5. Dezember 2014, 19.25 Uhr

    Folge 9: Rausch

    BuchStephan Wuschansky
    RegieRainer Matsutani

    Die Episodenrollen und ihre Darsteller:

    Till HallerConstantin Lücke
    Madame ChantalUrsula Karusseit
    Grit LangMaresa Hörbiger
    Christoph SchönDominic Boeer
    Alma ReithmeyerJulia-Sophia Joos
    Helmy ReithmeyerKathrin Hildebrand
    Juliuas ReithmeyerWilhelm Schneck
    Anselm DegnerAlexandre Lutz
    und andere

    Inhalt:

    Als Magnus Eisner der volltrunkenen Pam und ihrer Freundin ein letztes Mal nachts Unterschlupf gewähren will, stürzt Alma die Treppe herunter und muss dringend operiert werden. Pam wird wegen Anzeichen auf Alkoholvergiftung ebenfalls in die Klinik gebracht. Als Alma während der Operation einen Herzstillstand bekommt und reanimiert werden muss, stellt sich heraus, dass sie andere verbotene Substanzen im Körper hat. Aber welche? Und woher stammen die Amphetamine? Valerie ist entsetzt: Kann es sein, dass auch Pam die Drogen nimmt? In welche Kreise ist ihre Tochter da geraten? Und inwieweit hängt ihr auffälliges Verhalten seit ein paar Wochen damit zusammen, dass Holger, seit er in Patricks Restaurant aushilft, weniger Zeit zu Hause mit den Kindern verbringt?

    Carolin plant, auf dem diesjährigen Weihnachtsmarkt Christbaumschmuck zu verkaufen. Vor lauter Chaos zwischen der Anlieferung unzähliger Weihnachtskugeln und dem Probebacken der Plätzchen gerät völlig in Vergessenheit, Peter seine notwendigen Medikamente zu geben. Als auch noch Madame Chantal auftaucht, bekommt Valeries Vater einen weiteren Krankheitsschub. Er steht vollkommen neben sich und hält Max Klein für seinen eigenen Sohn. Valeries unglaublicher Verdacht erhält damit schreckliche Gewissheit.

    Jonas hat herausgefunden, dass Luna die Medikamente für den Entzug ihres drogensüchtigen Bruders Till gestohlen hat, und will den beiden helfen. Doch Luna, die sich zunächst öffnet, lässt seine Hilfe nicht zu und weist ihn abermals zurück. Jonas ist klar, dass mittlerweile auch Luna professionelle Hilfe braucht.

    Nachdem eine weitere Assistentin von Grit Lang gekündigt hat, springt Nanny bei der bevorstehenden Vernissage ein. Grit erwartet einen weltweit renommierten Kritiker als Gast, den sie Nanny persönlich zu betreuen bittet. Sie ahnt nicht, dass der Abend hierdurch in einem Eklat mit überraschenden Konsequenzen endet …

     

    Freitag, 12. Dezember 2014, 19.25 Uhr

    Folge 10: Perfekte Welt

    BuchTorsten Lenkeit
    RegieRainer Matsutani

    Die Episodenrollen und ihre Darsteller:

    Sonja KellerCharlotte Schwab
    Gernot KellerDaniel Friedrich
    Till HallerConstantin Lücke
    Grit LangMaresa Hörbiger
    Hans SchmidtAntonio Wannek
    Nadine SchmidtLeonie Brill
    Bora YildizAltamsch Noor
    und andere

    Inhalt:

    Holger, Patrick und Carolin sind zusammen aus und werden beim Verlassen einer Schwulendisco von Rechtsradikalen aufgemischt. Darunter ist auch Hans Schmidt, der Rädelsführer, den sie kurz darauf in der Rosenstein-Kinderklinik wiedertreffen, wo Holgers Verletzungen versorgt werden. Auch Schmidts 15-jährige Tochter wird dort behandelt: Nadine wurde nach einem Motorradunfall eingeliefert. Am Steuer saß ihr 18-jähriger, türkischer Freund Bora, von dem Hans Schmidt nichts weiß. Als Nadine erfährt, dass sie schwanger ist, spitzen sich die Ereignisse zu.

    Während Holger von der Familie gedrängt wird, Anzeige wegen Körperverletzung gegen Schmidt zu erstatten, kapselt dieser sich immer mehr von der Außenwelt ab. Valerie ist klar, dass er unter Schock steht, und versucht zu helfen. Peter nimmt Madame Chantals Ratschlag ernst und plant einen Ausflug in seine Vergangenheit, der große Konsequenzen für die Gegenwart haben könnte.

    Auch Patrick ist geschockt: Seine Eltern sind auf der Durchreise und haben sich zu Besuch angemeldet. Um Ruhe vor unnützen Diskussionen zu haben, bittet er Magnus, noch einen Abend das perfekte Paar zu geben. Magnus willigt ein, doch der Abend wird zum Desaster.

    Bernd Lang und seine Mutter haben sich bei Nanny entschuldigt, doch die kann sich nur bedingt freuen – nach dem Streit in der Galerie hatte sie einen One-Night-Stand, und nun spricht vieles dafür, dass sie schwanger ist. Obwohl sie sich nicht sicher sein kann, tritt sie gleich die Flucht nach vorn an und informiert Bernd über seine Vaterschaft.

     

    Freitag, 19. Dezember 2014, 19.25 Uhr

    Folge 11: Schatten

    BuchThomas Frydetzki, Mira Roth
    RegieRainer Matsutani

    Die Episodenrollen und ihre Darsteller:

    Cordula SchwarzLiane Forestieri
    Frank SchwarzMatthias Komm
    Bastian SchwarzCarl Wegelein
    Daniel MeisterRemo Schulze
    Grit LangMaresa Hörbiger
    Till HallerConstantin Lücke
    und andere

    Inhalt:

    Bastian Schwarz sollen als perfekter Spender Stammzellen für seinen todkranken Bruder entnommen werden. Doch im OP verweigert er den Eingriff. Seine Eltern sind verzweifelt, Felix Schwarz benötigt die Spende dringend. Doch Bastian scheint es fast zu genießen, dass die Aufmerksamkeit aller endlich mal ihm entgegengebracht wird und nicht seinem kranken Bruder …

    Auch wenn Felix‘ Schicksal Valerie an ihre eigene Kindheit und ihre Schwester Carolin erinnert, steht es in der Familie Klein ausnahmsweise mal zum Besten – abgesehen von der Tatsache, dass Pam in Mathe schwächelt. Holger organisiert das Unterwäschemodel Daniel als Nachhilfelehrer. Er spielt in Patricks schwuler Fußballmannschaft – und ist somit eigentlich keine Gefahr für die pubertierende Pam. Bis Holger herausfindet, dass Daniel bisexuell ist ...

    Patricks Mutter hat ihren Mann verlassen und wohnt vorübergehend bei Magnus – und somit auch bei ihrem Sohn, der seiner Mutter in dieser Phase noch weniger die eigene Trennung zumuten möchte. Magnus allerdings findet erstaunlich viel Gefallen an dieser Situation.

    Grit ist euphorisch wegen Nannys Schwangerschaft. Sie ahnt nichts von Nannys Zweifeln, ob Bernd wirklich der Vater ist. Der aber weiß längst, dass er gar nicht in Frage kommen kann.

     

    Freitag, 2. Januar 2015, 19.25 Uhr

    Folge 12: Schluss mit lustig

    BuchTorsten Lenkeit
    RegieRainer Matsutani

    Die Episodenrollen und ihre Darsteller:

    Helen PaulyElena Uhlig
    Veit PaulySven Martinek
    Anno PaulyAnton
    Dr. Barbara HeinClaudia Mehnert
    Grit LangMaresa Hörbiger
    Daniel MeisterRemo Schulze
    und andere

    Inhalt:

    Gerade als Valerie sich zum Frieden ihrer eigenen Familie dafür entscheidet, das Geheimnis ihres Vaters ruhen zu lassen und nicht mehr nach dem unehelichen Geschwister zu suchen, bekommt sie Gewissheit, und sogar von Peter selbst! Doch jetzt wird Valerie mit einer Wahrheit konfrontiert, um die sie lieber nicht gewusst hätte.

    In die Klinik wird der siebenjährige Anno Pauly eingeliefert. Er ist wegen eines Schwindelanfalls beim Klettern vom Baum gefallen und hat sich das Handgelenk gebrochen. Grund zur Sorge gibt den Ärzten allerdings die Ursache des Schwindels. Und warum besteht der kleine Junge so vehement darauf, Anna genannt zu werden?

    Luna Haller erkennt, dass sie Fehler gemacht hat, und will sich entschuldigen, aber Jonas hält ihre Annäherung für eine erneute Finte. Diesmal ist er es, der sie abweist. Beide ahnen nicht, dass Lunas Bruder zu Hause im Entzug die Nerven verliert und durchdreht.

    Magnus kommt dahinter, dass Patrick einen anderen Mann kennengelernt hat. Ist nun alles aus?

    Dr. Lang kann sich nicht an den Gedanken gewöhnen, ein Kind aufzuziehen, das nicht von ihm ist. Doch Nanny schenkt ihm keinen reinen Wein wegen ihres One-Night-Stands ein. Als Grit dann auch noch mit Hochzeitsplänen kommt, reißt ihm die Hutschnur. Er räumt gründlich auf – und löst eine Lawine aus, die in eine Katastrophe führt …

    Die Rollenprofile

    Dr. Valerie ("Vally") Klein, leitende Oberärztin, 38
    (ChrisTine Urspruch)

    Dr. Valerie Klein ist Mutter, Macho und 1,32 Meter groß. Sie trägt gerne hohe Absätze, weil sie sich damit weiblicher fühlt – und größer. Sie hat gelernt, dass sie auf sich aufmerksam machen muss, um nicht übersehen zu werden. Noch heute passiert es ihr, dass sie überrannt wird. Unterschätzt zu werden, kann auch ein Vorteil sein, und den nutzt sie.

    Für ihren Mann Holger war der Größenunterschied nie ein Problem. Er hat sich in den Menschen verliebt. Und als Vally schwanger wurde, lag für ihn die Entscheidung, Hausmann zu werden, auf der Hand. Er, als studierter Philosoph, wollte eh ein Buch schreiben, und Valerie wollte in jedem Fall Karriere machen.

    Die beiden haben mittlerweile zwei Kinder: Pamela (15) und Max (8). Pamela hat zu ihrem Vater das bessere Verhältnis, kann ihn um den Finger wickeln, Max hängt mehr an seiner Mutter.

    Auch Valerie vergöttert ihren Vater, zu dem die Familie nun zieht. Dass er, als ehemaliger Chef der Kinderklinik und hochintelligenter Mann, nun eine beginnende Demenz hat, schmerzt sie zutiefst. Er hat sie immer gefördert und war stolz, dass sie auf seinen Spuren wandelt.

    Dass sie jetzt den Posten als leitende Oberärztin übernimmt, fordert ihre ganze Kraft. Sie muss sich behaupten. Dr. Lang, Oberarzt, ist dabei ihr größter Gegner, denn er glaubt, viel besser für den Posten geschaffen zu sein. Dass dem nicht so ist und Valerie durchaus die fachliche Qualifikation hat, muss sie ihm immer wieder demonstrieren. Das schmerzt … vor allem ihn.

    Doch sie findet auch Verbündete, allen voran ihren Chef, Prof. Dr. Eisner. Er hat sie an die Klinik geholt, kennt ihren streitbaren Geist, doch den hat er auch. Als bekennender Homosexueller hatte auch er es nicht immer leicht, sich durchzusetzen. Von daher weiß er, was es heißt, nicht mit dem Strom zu schwimmen. Die Auseinandersetzung mit Valerie ist nicht immer einfach, denn sie kann verdammt stur sein, wenn sie glaubt, bei einer Therapie auf dem richtigen Weg zu sein.

    In der Klinik muss Valerie um ihre Autorität kämpfen. Es zählt zu ihren Aufgaben, Eltern kleiner Patienten davon zu überzeugen, dass sie den richtigen Ansatz für die Behandlung des Kindes hat, eine hervorragende Chirurgin ist – und durchaus in der Lage, das Leben eines Kindes zu retten. Elternteile reagieren hier unterschiedlich skeptisch. Aber auch Kinder oder Jugendliche sind teilweise irritiert, dass ihre Ärztin kleiner ist als sie selbst. Doch Valerie schafft es immer wieder, alle von sich zu überzeugen.

     

    Prof. Dr. Magnus Eisner, Chefarzt, 52
    (Miroslav Nemec)

    Prof. Dr. Magnus Eisner ist ein Humanist. Er holte Valerie an die Klinik, weil sie ihn darum gebeten hat. Glücklicherweise war er gerade auf der Suche nach einem leitenden Oberarzt. Aber er weiß auch, dass sie eine ganz besondere Ärztin ist. Gerade für den Umgang mit Kindern ist sie durch ihre Größe prädestiniert. Die beiden sind seit Jahren befreundet, kennen sich noch von der Uni. Er ist der Patenonkel ihrer Tochter. Durch den Umzug nach Stuttgart haben die zwei nun auch privat wieder mehr miteinander zu tun und befinden sich damit in der teils schwierigen Situation, Freundschaft und Beruf zu trennen.

    Magnus ist ein Chef, der von allen geschätzt und gemocht wird. Außer vielleicht von Dr. Lang, der auf Valeries Posten spekuliert hatte. Magnus ist eine Respektsperson und nimmt Valerie gerne in Schutz. Das gefällt ihr nicht immer, und sie hat das Gefühl, sich auch bei ihm ihre Autorität erkämpfen zu müssen.

    Privat ist Magnus in einer glücklichen Beziehung mit dem Gastronom Patrick Keller. Er ist seine Familie. Das reicht ihm auch. Patrick weniger. Er träumt vom Vater-Vater-Kind-Modell. Doch Magnus dorthin zu bekommen, ist ein steiniger Weg. Der liebt die Unabhängigkeit, die beide genießen und die er mit einem Kind eingeschränkt sieht. Kinder hat er in der Klinik schon genug, da braucht er nicht noch zu Hause eins.


    Dr. Bernd Lang, Oberarzt, 45
    (Simon Licht)

    Dr. Bernd Lang steht unweigerlich auf Kriegsfuß mit Dr. Klein, denn der Zyniker wollte die Stelle des leitenden Oberarztes haben. Dass er übergangen wurde, kann er aufgrund seiner Eitelkeit und Karrieresucht nur schwer bis gar nicht ertragen. Noch härter trifft ihn allerdings, wer ihm vor die Nase gesetzt wird: eine kleine Frau! Die Tochter des ehemaligen Chefs! Gute Freundin des jetzigen Chefarztes! Wenn das nicht nach Vetternwirtschaft riecht!

    Dr. Lang ist ein Frauenfreund – binden will er sich jedoch nicht. Die einzige Frau, die ihm hoch und heilig ist: seine Mutter, in deren Haus er noch wohnt. 

    Er ist von Neid zerfressen. Sein größter Antrieb: beweisen, dass Valerie es nicht drauf hat. Ganz nach der Devise: "Wenn sie stolpert, fällt sie ja nicht tief."

    Dr. Lang hat sich, in der Annahme, leitender Oberarzt zu werden, verschuldet – und seiner Mutter die Blamage noch nicht erzählt. In ihren Augen hat er Karriere gemacht. Dass er nun nur schlecht den neuen Flitzer zurückgeben kann, schmerzt ihn auch finanziell. Nanny Abel, die gerne Frau Dr. Lang werden würde, spielt dies in die Hände, um ihn unter Druck zu setzen.

     

    Dr. Jonas Müller, Assistenzarzt, 29
    (Michael Klammer)

    Dr. Jonas Müller ist der Beau der Abteilung. Jedoch fehlt ihm das Gen, dies auszunutzen. Die männliche Jungfrau, gleichzeitig ein hoffnungsloser Romantiker, gerät immer an die falschen Frauen. In letzter Sekunde gehen seine Dates immer schief. Aber er glaubt noch an die große Liebe, die auch er irgendwann treffen wird. Valerie würde ihn und Luna Haller gerne verkuppeln.

    Jonas wurde als Baby von einem schwäbischen Ehepaar adoptiert und kennt seine leiblichen Eltern nicht. Dadurch fühlt er sich entwurzelt. Jonas ist gutmütig und wissbegierig, was Nanny Abel gerne ausnutzt. Er macht Musik und würde viel lieber Rockstar werden. So kommt es auch vor, dass er bei den Kindern am Bett sitzt und ihnen auf der Gitarre etwas vorspielt, denn Musik kann bekanntlich ja auch heilen.


    Dr. Luna Haller, Anästhesistin, 39
    (Clelia Sarto)

    Dr. Luna Haller ist eine Klassefrau – und damit ständiges Ziel von Dr. Langs chauvinistischen Sprüchen, die sie an sich abperlen lässt. Sie freut sich diebisch, dass Valerie die neue Vorgesetzte ist. Die beiden Medizinerinnen verstehen sich auf Anhieb bestens. Vor allem im täglichen Kampf mit Dr. Lang. Heimlich fühlt sie sich zu Jonas Müller hingezogen, allerdings weiß sie nicht, ob dies eher ein Beschützerinstinkt ist oder tatsächlich Liebe.

    Luna hat einen drogenabhängigen Bruder, der immer wieder für Wirbel sorgt. Da die Eltern tot sind, fühlt sie sich für ihn verantwortlich und kümmert sich aufopferungsvoll. Auch deshalb ist sie noch Single. Wenn sie im Leben ankommen will, bleibt ihr nichts anderes übrig, als sich von ihm zu lösen. Dass dies ein schmerzvoller Prozess ist, muss sie mühsam lernen.

     

    Gundula Pieper, Oberschwester, 55
    (Martina Eitner-Acheampong)

    Für Gundula Pieper ist das Krankenhaus ihr Ein und Alles. das Wohl der Kinder ihr Lebensmittelpunkt. Dafür wird sie geliebt. Innerhalb ihrer Abteilung führt sie jedoch ein straffes Regiment. Sie sieht sich mit den Ärzten auf Augenhöhe. Da hat ihr keiner reinzureden.

    Sie ist eine echte Rubensfrau, worunter sie nicht leidet, denn an einer Frau muss etwas dran sein. Sie ist sportlich sehr aktiv, was sich in ihrer Figur aber nicht niederschlägt.

    Dr. Lang muss sie hin und wieder auf die Finger hauen, wenn er sich an ihren Schwestern bedient. Prof. Dr. Magnus Eisner schätzt sie sehr, und als Mann wäre er genau ihre Kragenweite, wenn er denn zu haben wäre. Der einzige Mann, auf den sie sich wirklich jemals ernsthaft Chancen ausgerechnet hat, war allerdings Prof. Peter Wagner, Valeries Vater. Doch so lange er verheiratet war, hat sie das immer respektiert. Oder war da etwa doch etwas mehr?

     

    Nanny Abel, Krankenschwester, 32
    (Nora Huetz)

    Nanny Abel ist jung und sexy, genau Dr. Langs Typ. Während sie glaubt, dass sie sich hochschlafen kann und der Oberarzt eine gute Partie sei, denkt er natürlich nicht im Traum daran, sie zu heiraten. Aber selbst wenn Nanny nicht die hellste Kerze im Leuchter ist, könnte es doch sein, dass Dr. Lang irgendwann über die weibliche Tücke stolpert.

    Ihr sexy Auftreten ist Gundula nicht recht, und sie ermahnt die Schwester ständig, sich züchtiger zu kleiden. Dr. Klein ist die etwas naive Frau, die sich offensichtlich von Dr. Lang ausnutzen lässt, ein Dorn im Auge. So viele Jahrzehnte Emanzipation können tatsächlich für die Katz gewesen sein. Doch Nanny wird von allen unterschätzt und ist schlauer als man denkt. So spannt sie Dr. Langs Mutter ein, um Frau Doktor zu werden, und droht, sein falsches Spiel als "leitender Oberarzt" auffliegen zu lassen, um doch noch an ihr Ziel zu gelangen.

     

    Holger Klein, Valeries Ehemann, 42
    (Arnd Klawitter)

    Valerie ist ihrem Mann Holger dankbar, dass er die "Hausfrauenrolle" angenommen hat, findet aber auch, dass ihm die "Mutterrolle" viel besser steht als ihr. In der Erziehung der Kinder sind sie hin und wieder unterschiedlicher Auffassung. Valerie ist als Chirurgin handwerklich begabt, Holger hat zwei linke Hände. Dafür ist er sehr sportlich, spielt Fußball.

    Als Philosoph kann sie sich mit ihm wunderbar unterhalten. Er schreibt kleinere Abhandlungen für philosophische Zeitungen und hat sein großes philosophisches Werk beendet. Dass er dies nicht an den Mann bringt, wird an seinem Selbstwertgefühl kratzen.

    Dass er mit der neuen Aufgabe, der Betreuung seines Schwiegervaters, teilweise auch überfordert ist und von Valerie möchte, dass sie sich mehr kümmert, stresst sie und sorgt für Konfliktstoff in der Beziehung.

    Sein Verhältnis zu seiner chaotischen Schwägerin Carolin ist meist angespannt, da er für ihre Unstetigkeit im Leben nur wenig Verständnis hat. Dass Tochter Pam anfängt zu pubertieren und für Probleme sorgt, belastet die Ehe. Dennoch finden die Kleins immer wieder Wege, diese Probleme aus der Welt zu schaffen.

     

    Prof. Dr. Peter Wagner, Valeries Vater und Rentner, 63
    (Karl Kranzkowski)

    Prof. Dr. Peter Wagner hat die Kinderklinik bis vor wenigen Jahren erfolgreich geleitet und ist für Valerie ein echtes Vorbild. Dass er nun beginnende Demenz hat, schmerzt sie zutiefst. War er doch immer ein hochintelligenter Mann, vor dem jeder Respekt hatte. Dass diese Intelligenz langsam schwindet, Erinnerungen langsam verblassen, davor hat Valerie Angst. Wie lange wird er sie noch erkennen?

    Valerie ist ein Papakind, und so wollte sie in seine Fußstapfen treten. Ihr Vater hat ihr alles möglich gemacht und sie gefördert. Die gesundheitliche Situation sorgt in der Familie für heitere und manchmal auch melancholische Momente.

    Immer wieder hält Peter Wagner Zwiesprache mit seiner toten Frau. Dass nun ausgerechnet Holger sich um ihn kümmert, den

    er schon immer für einen beruflichen Versager gehalten hat, macht die familiäre Situation nicht leichter. Allerdings lernen die beiden sich dadurch auch besser kennen. Er liebt seine Enkel über alles und ist für jeden Spaß zu haben.

     

    Carolin Wagner, Valeries Schwester, 45
    (Elisabeth von Koch)

    Carolin Wagner ist eine der Frauen, die im Leben alles anfangen und nichts zu Ende bringen. Diverse Ausbildungen liegen hinter ihr, allerdings keine mit Abschluss. Und so hat sie sich auf die manische Suche nach Mr. Right verlegt. Ein Mann mit Geld muss her, damit das Alter gesichert ist. Immer ist es die ganz große Liebe – und nach kürzester Zeit der größte Idiot, auf den sie sich eingelassen hat.

    Sie beneidet ihre kleine Schwester um Familie und Karriere. An der Pflege des Vaters ist die Chaotin nur mäßig interessiert und gerät deswegen mit Holger aneinander, der sie in die Pflicht nehmen will. Die Egoistin bringt gerne das Familienleben ihrer Schwester durcheinander. Sie hält sich mit Gelegenheitsjobs über Wasser und wohnt in der väterlichen Eigentumswohnung. So fällt schon mal die Miete weg. Sie ist ein typisches "Schattenkind", denn in ihrer Jugend drehte sich alles immer nur um Valerie.

     

    Patrick Keller, Magnus Lebensgefährte und Gastronom, 38
    (Leander Lichti)

    Patrick Keller ist der Freund des Klinikchefs und hat in unmittelbarer Nähe des Kinderkrankenhauses ein Lokal. Im Gegensatz zu Magnus möchte er gerne Kinder haben. Leihmutter? Adoption? Davon muss er Magnus noch überzeugen, denn Familie geht ihm über alles.

    Valerie und er waren sofort ein Herz und eine Seele, als sie sich vor Jahren kennenlernten, und er freut sich über alle Maßen, dass sie nach Stuttgart zieht. Er stürzt sich auf Pamela und Max, ein Baby wäre ihm allerdings noch lieber. Aber bis dahin kann man mit jungen Mädchen shoppen und mit kleinen Jungs Fußball spielen. Und das kann er sogar, allen Klischees zum Trotz. Mit Patrick und Magnus zieht Valerie auch gerne abends mal um die Häuser. In seinem Lokal trifft sich die ganze Klinik, ob zum Mittagstisch oder zum Feierabendbier.

    Statement von Produzent Oliver Vogel

    Der Gedanke, neben der "SOKO Stuttgart" eine zweite Serie in Baden-Württemberg zu produzieren, verfolgte mich schon seit einiger Zeit. Ein Medical schwebte mir vor, und da ich als Geschäftsführer der Colonia Media ChrisTine Urspruch durch den "Tatort Münster" schon lange kenne und schätze, traf "SOKO Stuttgart"-Producer Torsten Lenkeit voll ins Schwarze, als er mir seine Idee – ChrisTine Urspruch als Ärztin in einer Stuttgarter Krankenhausserie – vorschlug. Sein dreiseitiger Pitch überzeugte mich sofort.

    Gerade mal ein Jahr später gab uns das ZDF die Chance, diese gewissermaßen etwas außergewöhnliche Serienidee umzusetzen, und wir produzieren nun schon die zweite Serie in Stuttgart, die Filmschaffenden in Baden-Württemberg eine Chance auf einen Job in der Filmbranche ermöglicht. Vor allem aber auch die Absolventen der Hochschulen, insbesondere der Filmakademie Baden-Württemberg, haben in der Produktion Schlüsselpositionen wie Producer, Junior Producer, Drehbuchautoren, Headautor, Produktionsmanager. Die Serie "Dr. Klein" ist also auch ein wichtiger Schritt, den Standort Stuttgart nachhaltig zu stärken.

    Die Frage, ob Absolventen der diversen Filmschulen in Baden- Württemberg auch nach ihrer Ausbildung beschäftigt werden können, steht auch bei der Politik ganz oben auf der Agenda. Sowohl die Stadt Stuttgart als auch das Land Baden-Württemberg schätzen das Engagement der Bavaria Fernsehproduktion und unterstützen unseren Wunsch, mehr Serienproduktionen in Baden-Württemberg zu realisieren. Eine klassische Win-win-Situation, in welcher wir wiederum von der Filmförderung Baden- Württemberg profitierten (die "SOKO Stuttgart" wurde in den ersten drei Jahren von der MFG gefördert) oder mit Unterstützung der Stadt Stuttgart ein teilweise leerstehendes Krankenhaus anmieten konnten, um hier die Serie "Dr. Klein" zu drehen. In jeglicher Frage zur Umsetzung einer Serie stehen bei der Stadt Stuttgart und bei der Landesregierung alle Türen offen.

    Obwohl wir im Bürgerhospital drehen, mussten große Teile aufwendig umgebaut werden, da viele Räume für den klinischen Betrieb ausgelegt waren, aber nicht für ein Filmteam von 30 Personen. So mussten komplette Wände eingerissen und ein kompletter Operationssaal, ein Schockraum und eine Intensivstation eingebaut werden. Solche Investitionen tätigt man natürlich nur, wenn man Gründe dafür hat, an einer Fortsetzung der Serie nicht zu zweifeln – und die Qualität der Drehbücher hat meine Zweifel ausgeräumt.

    Nicht zuletzt die guten Drehbücher waren auch der Grund, weshalb eine Liga von Schauspielern zugesagt hat, die man so in einer Vorabendserie nicht oft finden wird. Neben ChrisTine Urspruch ("Tatort Münster", "Das Sams") spielen Miroslav Nemec ("Tatort München"), Simon Licht ("Stromberg", "Der Baader Meinhof Komplex"), Karl Kranzkowski ("Der Untergang", „SOKO Stuttgart"), Maresa Hörbiger ("Romy", "Meine Schwester"), Arnd Klawitter ("Oh Boy", "Mord mit Aussicht"), Elisabeth von Koch ("Zappelphilipp"), Martina Eitner-Acheampong ("Stromberg") und Clelia Sarto ("Der Knastarzt", "SOKO Köln") in durchgehenden Rollen. In dieses hochkarätige Ensemble mischen sich großartige Entdeckungen wie Nora Huetz, Michael Klammer, Leander Lichti und Sarah Giese – ein Ensemble, das mir beim Sehen der Serienfolgen viel Spaß macht und auch hinter den Kulissen bereits zu einer "kleinen" Familie zusammengewachsen ist.

    Statement von Headautor und Producer Torsten Lenkeit

    Die Idee zu "Dr. Klein" kam mir, als ich einen Bericht im Fernsehen angeschaut habe, in dem über ein kleinwüchsiges Paar berichtet wurde: wie sie sich im Internet kennengelernt haben, über ihre Hürden im Alltag. Ich sah es mir an und dachte: okay, die übliche Freakshow im TV! Kleinwüchsige Menschen, die ausgestellt werden, damit der Zuschauer sagen kann: "O, guck' mal, die können sich ja auch lieben. Das ist ja niedlich." Doch dann gab es einen Break, und plötzlich war die Frau im weißen Kittel und wurde bei ihrer Arbeit als Chefärztin begleitet. Kollegen sprachen über sie und priesen sie als Koryphäe auf ihrem Gebiet. Das legte bei mir einen Schalter um, und der Beitrag wurde interessant. Es ging also nicht darum, jemanden in seiner Andersartigkeit jahrmarktschreierisch darzustellen. Kurze Zeit später las ich dann einen Artikel über ChrisTine Urspruch und ihren größeren Ehemann, und so schalteten sich die Synapsen zusammen, und die Idee für "Dr. Klein" war geboren.

    Als ich ChrisTine dann kennenlernte, merkte ich schnell, dass ich hier eine ganz besondere Frau vor mir habe: unglaublich offen, sympathisch und humorvoll. Schnell konnte ich sie von dem Projekt begeistern. Im nächsten Schritt merkte aber auch ich, dass es durchaus bei mir Berührungsängste gab. Kann ich sie darauf ansprechen, ob sie einen Behindertenausweis hat? Welche Probleme gibt es im Alltag oder mit dem Partner? Würde sie sich selbst als behindert bezeichnen oder tut das nur die Umwelt? "Bei einem zwei Meter großen Mann fragt sich doch auch keiner, ob er behindert ist", war ihre Antwort. Und genau das ist auch der Antrieb dieser Serie: Schubladen in den Köpfen aufbrechen! Mit Klischees arbeiten, sie dann aber brechen, damit der Blickwinkel des Zuschauers sich im besten Fall verändert. Dies trifft im Übrigen auf alle Figuren bei "Dr. Klein" zu.

    Ich wollte von vornherein eine Serie machen, in der ich Menschen in den Mittelpunkt stelle, die sonst eher selten im deutschen Fernsehen vorkommen. Und wenn, dann eher als die lustigen Nebenfiguren, die "dem Helden den Steigbügel halten". Dass jeder Mensch in seinem Alltag so seine Probleme hat, ist furchtbar banal. Aber sehen wir im Fernsehen ständig einen bunten Strauß an Charakteren? Wird nicht immer wieder danach gerufen, wo die Vielfalt bleibt? Warum wir immer wieder die gleichen Gesichter im Fernsehen sehen? Dass das ZDF gerade sein Programm inhaltlich umstrukturiert hat, kam dem Projekt zugute. So hat ein Stoff vielleicht gerade den richtigen Zeitgeist getroffen. Denn, dass sich etwas ändern muss, auch das wird oft geschrieben und verlangt.

    "Dr. Klein" lebt davon, dass verschiedene Gruppen der Gesellschaft versuchen, miteinander auszukommen, und sich dabei nicht immer grün sind. Selbst innerhalb von den sogenannten Randgruppen gibt es Dünkel. So erzählte mir Clelia Sarto (Rolle: Luna Haller), dass ein dunkelhäutiger Kollege von ihr meinte: "Wie, der Michael Klammer (Rolle: Jonas Müller) spielt da den dunkelhäutigen Assistenzarzt? Der ist doch gar nicht schwarz." Bei "Dr. Klein" sind alle Figuren auf der Suche nach ihrem persönlichen Glück, nach Anerkennung und Toleranz in ihrem Leben. So ergibt sich ein großes Ensemblestück mit ChrisTine in der Mitte.

    Ob unser Projekt politisch unkorrekt ist, das muss jeder Zuschauer für sich selbst entscheiden. Auf jeden Fall ist es anders, und ich hoffe, dass wir damit an Grenzen stoßen, dass Fernsehen heutzutage tatsächlich noch aufregen kann und somit eine Relevanz hat, getreu dem Motto: "Totgesagte leben länger."

    Interview mit Regisseur Gero Weinreuter*

    Wie sind Sie zu diesem Projekt gekommen?

    Durch meine Regiearbeit für "SOKO Stuttgart" kannte ich bereits Torsten Lenkeit. Er ist der Producer dieser Krimiserie und auch Erfinder der Serie "Dr. Klein". Schon bei „SOKO Stuttgart“ war die Zusammenarbeit immer sehr intensiv und harmonisch. Bei "Dr. Klein" waren und sind wir uns fast "beängstigend" einig: bei Dramaturgie, Dialoge, Locations, Ausstattung, Kostüme oder zum Beispiel der Besetzung! Ich kann mir, und da darf ich auch für Torsten sprechen, tatsächlich kein besseres Ensemble vorstellen. Wir haben wirklich unsere Traumbesetzung gefunden.

    Was ist das Besondere an "Dr. Klein"?

    Das ist eine schwierige Frage, denn es ist so vieles besonders! Als Erstes ist da natürlich ChrisTine Urspruch zu nennen. Nicht nur, weil sie eine phantastische Schauspielerin ist, sondern weil diese Idee, ChrisTine als Kinderärztin zu besetzen, die auf Augenhöhe ihren Patienten begegnet, ein USP generiert, ein sehr starkes Alleinstellungsmerkmal, den so keine andere Serie im deutschen Fernsehen vorzuweisen hat. Die Serie ist mit einem sehr großen Hauptcast konstruiert – viele Figuren treffen aufeinander; jede hat ihre Befindlichkeiten, Wünsche, Erwartungen und so weiter. Und da kommen wir zu einer weiteren großartigen Besonderheit. Ausnahmslos jede Figur des Casts entwickelt sich weiter, denn "Dr. Klein" wird konsequent horizontal erzählt.

    Wie ist die Zusammenarbeit mit den Darstellern, die Stimmung am Set?

    Großartig! So schlicht kann man diese Frage beantworten. Die Schauspieler, allen voran ChrisTine, haben große Spielfreude, sind hoch motiviert und sehr professionell. Gerade am Anfang einer Serie ist die Aufgabe des Regisseurs, die Schauspieler auf Ihre Rollen "einzustellen". Es gibt die Figuren bis zum Drehbeginn ja nur in Theorie, nämlich nur auf dem Papier der Drehbücher. Jeder Schauspieler muss seine Rolle auch erst einmal kennen lernen: Was macht diese Figur wann, wie und warum? Es ist tatsächlich wie eine Begegnung zweier Personen, die dann im Laufe der Arbeit zu einer Person verschmilzt – wenn wir proben und schließlich die Kamera läuft. All dies braucht Zeit und viel Energie. Ich denke, jeder vom Team ist stolz darauf, "Dr. Klein" zum Leben erweckt zu haben. Entsprechend war die Stimmung am Set: großartig!

    Wie konnten Sie die Größenverhältnisse zwischen den Darstellern ausgleichen?

    Um alle Figuren auf Augenhöhe erzählen zu lassen, gingen wir neue Wege. Wir haben beschlossen, "Dr. Klein" soll nahezu komplett mit der Handkamera gedreht werden. Die Bildsprache wirkt direkt, aktiv und authentisch. Um auf Augenhöhe mit ChrisTine zum Beispiel die Krankenhausgänge entlangzugehen, setzen wir einen sogenannten "Gimbal" ein. Er erlaubt, eine Kamera beim Gehen in der Hand zu halten, während Sensoren und Motoren jede Erschütterung und Wackeln ausgleichen. Diese Technik gibt es seit geraumer Zeit, jedoch hat noch niemand eine große, schwere HD-Kamera in diesem System verwendet. Dies musste in Pionierarbeit von Grund auf neu konstruiert und gebaut werden. Dramaturgisch war es wichtig, genau zu wissen, wann wir auf ChrisTine von oben schauen, wann wir andere von unten sehen, wann wir mit der Kamera auf Augenhöhe von ChrisTine erzählen und so weiter. So ergeben sich bei diesem Format ganz neue dramaturgische Erzählweisen, die man sonst nicht anwendet.

    Haben Sie sich am Set eine Art Motto gegeben?

    Eine Aussage von Simon Licht, die er mal bei Proben zu einer Szene gesagt hatte, lautet: "Naja, im schlimmsten Fall sag' ich einfach das, was im Buch steht." Seitdem wird dieser Satz am Set täglich von allen Kollegen wiederholt, da die Dialoge so präzise und gut geschrieben sind, dass eine Probe einer Text-Variante so gut wie immer mit diesem Satz endet. Sprich, der Dialog, der im Buch steht, ist die beste Variante. Und ChrisTine Urspruch sagte in einer Umbaupause beim Dreh einer OP-Szene auch einen wunderbaren Satz. Sie bezog sich auf das Kunstblut auf ihren OP-Handschuhen: "Kinder, wir trocknen ein! Wir müssen drehen oder wir brauchen mehr Blut!"

    Das Interview führte Claudia Burau.

    (*Gero Weinreuter inszenierte die ersten acht Folgen)

    Interview mit Hauptdarstellerin ChrisTine Urspruch

    Was hat Sie an der Serie besonders gereizt?

    Ich wurde gefragt, ob ich mir vorstellen könnte, eine Kinderärztin in einer Serie zu spielen, die Torsten Lenkeit, der Producer, entwickelt hat. Ich war sehr glücklich über dieses Angebot und schnell begeistert, da sich das nach einer sehr interessanten Rolle anhörte: eine Frau mit einem erfüllten Berufsleben und einem intensiven Privatleben.

    Welche Charaktereigenschaften hat Ihre Figur Dr. Klein?

    Das Besondere an ihr ist, dass sie klein ist: Es wird mit meiner nicht der Norm entsprechenden Statur gespielt, mit meinem Rollennamen wird ja auch Bezug darauf genommen. Aber dann verschwindet die Größe auch wieder, denn als Dr. Klein habe ich einen verantwortungsvollen Job als leitende Oberärztin. Das merkt man zum Beispiel, wenn die Eltern der Kinder zuerst komisch reagieren, wenn Dr. Klein ihre Kinder operieren wird; oder auch beim Kollegen Dr. Lang, den es ziemlich wurmt, dass ihm eine kleinwüchsige Oberärztin zur Vorgesetzten gemacht wurde. Was mich an der Rolle so fasziniert: dass sie Stärken und Schwächen zeigt, dass sie auch mal einknickt und Fehler macht.

    Welche persönlichen Erfahrungen flossen in das Drehbuch ein?

    Ich habe in einer Klinik in Ravensburg drei Tage lang Kinderärzte auf Station begleitet, was sehr interessant war und viel Spaß gemacht hat. Ich war während der ganzen Schicht dabei und konnte von der Besprechung über die Visite bis hin zur Kantine den Klinikalltag miterleben, auch, wie der Umgang mit den Kindern ist und der mit den Kollegen. Das dort Erlebte konnte ich gut mit in die Rolle Dr. Klein einbringen. Natürlich bringe ich auch private Erfahrungen mit. Denn fast von Beginn an saß ich mit Torsten Lenkeit und den Autoren zusammen. Es gibt eine Szene, in der ich als Ärztin erzähle, dass ich als Kind operiert wurde, um meine Beine zu begradigen und dabei die Kleinwüchsigkeit festgestellt wurde; wie in der Grundschule dann alle größentechnisch an mir vorbeigezogen seien und ich mich gefangen fühlte. Bis dahin ist das mein persönliches Erlebnis gewesen. Aber wir haben die Geschichte weiterentwickelt: nämlich so, dass ich eine Schneekugel mit einem Mädchen darin, die mir zum Trost geschenkt worden war, an die Wand geworfen habe, um mich zu befreien. Die Kugel ist aber nicht kaputt gegangen, und das Mädchen ist auch ganz geblieben – und damit ist Dr. Klein auch ganz geblieben, trotz der Verletzungen, die es natürlich gegeben hat.

    Ihre Körpergröße wird zum Thema gemacht, Sie können über sich selbst lachen. Wo hört bei Ihnen die Schmerzgrenze auf?

    Ungefähr bei 1,30 Meter.

    Gibt es charakterliche Gemeinsamkeiten zwischen Ihnen und Dr. Klein?

    Ich glaube, die Willensstärke und die Kraft, sich den Aufgaben zu stellen, haben wir gemeinsam.

    Wie ist die Zusammenarbeit mit Miroslav Nemec; gibt es eine besondere Verbindung zwischen Ihnen beiden "Tatort"-Stars?

    Ich finde es sehr angenehm, mit ihm zu arbeiten. Er bringt eine große Lässigkeit mit. Wir haben ein sehr straffes Programm beim Drehen von morgens bis abends, und da tut es einfach gut, wenn da jemand kommt, der einen bei Laune hält – und das macht der Miro großartig; es gibt immer sehr viel zu lachen mit ihm.

    Welche besonderen Bedingungen während der Dreharbeiten sind bei Ihnen hängengeblieben?

    Die OP-Szenen fanden unter einer hochkonzentrierten Arbeitsatmosphäre statt. Wir haben nur an Puppen operiert beziehungsweise so getan als ob – und mussten natürlich so spielen, als ginge es gerade um Leben und Tod. Wir hatten medizinische Berater vor Ort, die uns die Handgriffe erklärt haben, denn wenn man das erste Mal ein Skalpell in der Hand hat, weiß man nicht, wie man es richtig hält.

    Das Interview führte Claudia Burau.

    Interview mit Hauptdarsteller Miroslav Nemec

    Wie sind Sie auf das Projekt aufmerksam geworden?

    Meine Agentur ist auf mich zugekommen, und zunächst bin ich zurückgeschreckt, als ich gehört habe, dass es sich um eine Krankenhausserie handelt. Aber dann las ich, dass ChrisTine Urspruch mitspielt, die ich sehr mag. Bei Ansicht des Drehbuchs hat mich vor allem angesprochen, dass die Serie so unkonventionell ist, was ich sehr spannend fand. Die einzelnen Szenen und Dialoge haben mich dann endgültig überzeugt.

    Was ist das Besondere an Prof. Dr. Magnus Eisner?

    In dieser Rolle spiele ich den Chefarzt einer Kinderklinik. Das heißt, er muss neben allem medizinischen Können diplomatisch sein, gleichzeitig aber auch Verantwortung übernehmen gegenüber den Kindern und den Eltern. Meine Figur Magnus Eisner hat gelernt, zu sich selbst zu finden. Er hat im Laufe seines Lebens eine Gradlinigkeit und Entscheidungsfreudigkeit entwickelt, die sein Leben bestimmt. Dabei spielt es auch eine Rolle, dass er sich als Homosexueller oft außerhalb der Norm gefühlt hat – auch diese Erfahrungen haben sein Verhalten mitbestimmt und zu dem gemacht, der er ist.

    Sie spielen in einer Folge mit Ihrer Tochter Nina Berthold-Nemec, die das erste Mal vor der Kamera stand. Wie war die Zusammenarbeit?

    Nina hat schon im Schultheater mitgespielt und war auch mal als Statistin beim "Tatort" dabei. Schon als sie ein kleines Mädchen war, habe ich sie mit ans Set genommen; meine Tochter wollte immer schon mal selbst spielen. Als ich das am Set erwähnt habe, fanden der Autor Torsten Lenkeit und der Regisseur Gero Weinreuter die Idee gut. Das ist natürlich eine große Chance für sie, und ich bin dankbar, dass es geklappt hat. Sie spielt in der Rolle eine Jugendliche, die mit ihrer lesbischen Neigung nicht zurechtkommt. Sie versucht, sich umzubringen, indem sie sich die Pulsadern aufschlitzt, und wird ins Krankenhaus eingeliefert. Dort gibt es eine gemeinsame Szene, in der ich als Chefarzt ihr eine Episode aus meinem Leben als Magnus Eisner berichte. Das ist eine sehr innige, anspruchsvolle und sehr emotionale Szene, aber sie hat das sehr gut gemacht.

    Wie haben sie sich auf die Rolle des Oberarztes vorbereitet?

    Hauptsächlich habe ich mich textlich vorbereitet, um mir medizinische Fachbegriffe, die einem nicht geläufig sind, wie zum Beispiel Erythrozyten oder endoplasmatisches Retikulum, anzueignen. Das ist eine sehr spezielle Sprache, mit der man als Schauspieler, der einen Arzt spielt, konfrontiert wird. Sprachlich und natürlich auch technisch kann man sich auf eine solche Rolle vorbereiten und etwa lernen, wie man eine Spritze setzt oder wie man mit bestimmten Geräten hantiert. Aber szenisch geht es um Emotionen, das kann man nicht vorbereiten, das kommt aus einem selbst heraus.

    Welche Erfahrungen und Erkenntnisse nehmen Sie nach dem Dreh, bei dem Sie einen Mann spielen, der Männer liebt, mit in Ihr wirkliches heterosexuelles Leben?

    Ich habe schon häufiger Homosexuelle gespielt. Dabei war es mir immer ein Anliegen, sie als ganz normale Menschen darzustellen, nicht als Karikaturen. Es ist doch völlig egal, ob ein Chefarzt homosexuell ist oder nicht, Hauptsache, er beherrscht seinen Job gut. Aber als Schauspieler ist es natürlich spannend, diese Diskrepanz umzusetzen, dass man privat etwas anderes lebt, als man beruflich darstellt.

    Das Interview führte Claudia Burau.

    Interview mit Hauptdarsteller Simon Licht

    Wie sind Sie auf dieses Projekt aufmerksam geworden?

    Produzent Oliver Vogel hat mich schon vor eineinhalb Jahren gefragt, weil er mich für die Rolle des Dr. Bernd Lang im Auge hatte. Ich wusste also schon eine Weile von dem Projekt. Eine Hauptfigur spielen zu können, ist natürlich immer reizvoll. Das Tolle bei einer Serie ist dann natürlich das horizontale Erzählen, dass man eine Figur von Anfang an entwickeln kann. Das ist für jeden Schauspieler einfach großartig.

    Welchen Charakter hat Ihre Rollenfigur?

    Dr. Bernd Lang wirkt auf den ersten Blick wie ein Antagonist. Natürlich ist er eifersüchtig auf Frau Dr. Klein, weil er ja eigentlich dran gewesen wäre, zum Oberarzt befördert zu werden. Und dann kommt sie neu in die Klinik und schnappt ihm den Job weg. Ich finde es völlig nachvollziehbar, dass er da ein wenig bizzelig reagiert. Schließlich kämpfen sie auf einer fachlichen Ebene miteinander, in der er auch einfach vielfach Recht hat. Das ist hochspannend! Und vor allem ist es auch sehr lustig, wenn er eine dicke Lippe riskiert und damit immer mal wieder auf die Nase fällt. Ich habe ja auch eine starke komödiantische Ader, und es macht viel Spaß, diese mal wieder auszuleben.

    Welche eigenen Erfahrungen bringen Sie in die Rolle ein?

    Es liegt in der Natur der Sache und der Arbeit des Schauspielers,
    seine Lebenserfahrung miteinzubringen. Ich bin jetzt 48 Jahre alt und habe dementsprechend Erfahrungen mit Umgang mit Konflikten, mit Partnerschaften und mit beruflichen Schwierig-keiten gesammelt, das bringe ich in die Rolle ein. Ich wollte tatsächlich früher immer Arzt werden und hatte nach dem Abitur auch einen Studienplatz für Medizin in Würzburg. Mein Traum war es eigentlich, Chirurg oder Orthopäde zu werden. Ich habe dann auch eher durch Zufall bei der Schauspielschule vorgesprochen, wurde genommen und bin einfach dem Beruf treu geblieben.

    Wie ist Ihr wirkliches Verhältnis am Set zu den Kollegen?

    100 Punkte! Wir haben uns in einem großen Ensemble früh gefunden. Das habe ich so bisher selten erlebt und empfinde es als großen Glücksfall. Der gemeinschaftliche Gedanke ist sehr groß, das spürt man am Set. Einige Kollegen kannte ich schon: Mit Miro (Red.: Miroslav Nemec) habe ich schon zweimal für den "Tatort" gedreht – und mit Martina (Red.: Eitner-Acheampong) schon bei "Stromberg".

    Das Interview führte Claudia Burau.

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