Bettina Schausten und Matthias Fornoff führen durch die Wahl-Sendungen im ZDF. Foto: ZDF/Klaus Weddig
Bettina Schausten und Matthias Fornoff führen durch die Wahl-Sendungen im ZDF. Foto: ZDF/Klaus Weddig

Landtagswahlen 2017 live im ZDF

Nächste Wahl in Schleswig-Holstein

Stetiger Spannungsaufbau im themenreichen Super-Wahljahr 2017 mit drei Landtags- und einer Bundestagswahl: Nach der Landtagswahl im Saarland am 26. März folgt nun am 7. Mai der Urnengang in Schleswig-Holstein. Und mit der Wahl im bevölkerungsreichsten Bundesland gibt es am 14. Mai in Nordrhein-Westfalen einen echten Stimmungstest gut vier Monate vor der Bundestagswahl. Das ZDF berichtet an allen Wahl-Sonntagen live.

  • ZDF, Sonntag, 7. Mai 2017, 17.45 Uhr

Texte

Sendetermine und Stab

Die zweite von drei Landtagswahlen 2017 live im ZDF:

Sonntag, 7. Mai 2017, 17.45 Uhr, ZDF

Wahl in Schleswig-Holstein
Live aus dem ZDF-Wahlstudio in Kiel

Moderation: Bettina Schausten

Hochrechnungen und Analysen: Matthias Fornoff und die Forschungsgruppe Wahlen

19.20 Uhr: Wahl in Schleswig-Holstein
19.40 Uhr: Berliner Runde (Moderation: Elmar Theveßen)

Produktion: ZDF
Redaktion: Ralph Schumacher
Länge: ca. 150 Minuten

 

Die dritte von drei Landtagswahlen 2017 live im ZDF

Sonntag, 14. Mai 2017, 17.45 Uhr, ZDF

Wahl in Nordrhein-Westfalen
Live aus dem ZDF-Wahlstudio in Düsseldorf

Moderation: Bettina Schausten

Hochrechnungen und Analysen: Matthias Fornoff und die Forschungsgruppe Wahlen

Produktion: ZDF
Redaktion: Ralph Schumacher
Länge: ca. 75 Minuten

 

Die erste der drei Landtagswahlen 2017 fand am 26. März live im ZDF statt

Infos dazu unter: heute.de

Landtagswahl in Schleswig-Holstein am 7. Mai 2017

Alles schaut in den hohen Norden: Eine Woche vor der Wahl in Nordrhein-Westfalen und gute vier Monate vor der Bundestagswahl wählt Schleswig-Holstein seinen neuen Landtag.

Welches Signal senden die Wähler aus Schleswig-Holstein? Das ZDF berichtet live aus dem Wahlstudio in Kiel. Und ab 19.40 Uhr diskutieren die Generalsekretäre der Bundesparteien in der "Berliner Runde" im ZDF.

Im nördlichsten Bundesland läuft manches anders als im Rest der Republik. Dort sind nicht immer unbedingt die bekanntesten Gesichter Spitzenkandidaten ihrer Parteien, die Fünf-Prozent-Hürde gilt nicht für alle. Und es gibt Koalitionsfarben, die in dieser Zusammensetzung woanders keiner kennt.

Rot-Grün-Blau: Seit fünf Jahren regiert Ministerpräsident Torsten Albig mit der "Dänen-Ampel" in Schleswig-Holstein: ein Bündnis aus SPD, den Grünen und dem Südschleswigschen Wählerverband (SSW), der Partei der dänischen Minderheit und Nationalen Friesen.

Fünf Jahre im Amt haben eines nicht verändert: Noch immer ist der Landesvorsitzende Ralf Stegner zumindest bundesweit das deutlich bekanntere Gesicht der Nord-SPD. Stegner und Albig: eine Arbeitsteilung, die anscheinend funktioniert und den Wähler überzeugt. Die Werte in den Umfragen sind bisher konstant gut.

Dass der Wahlkampf kein Selbstläufer für die Sozialdemokraten wird, dafür will CDU-Spitzenkandidat Daniel Günther sorgen. Immerhin hat er es schon geschafft, die Querelen der vergangenen Jahre in der schleswig-holsteinischen CDU zu beenden. Seit 2012 ist Günther bereits der fünfte Parteivorsitzende. Kein Wunder, dass auch sein Gesicht vielen noch unbekannt ist.

Traditionell stark im nördlichsten Bundesland ist die FDP, dank des prominenten und um klare Ansagen selten verlegenen Spitzenkandidaten Wolfgang Kubicki. Und der betonte bereits mehrfach, dass seine Partei bereitsteht für eine Jamaika-, aber auch eine Ampel-Koalition.

Vielleicht aber sind drei Farben so oder so eine zu viel. Denn dank "Schulz-Effekt" könnte es sogar für Rot-Grün reichen. Der SSW wäre damit raus aus der Regierung, im Landtag aber sicher drin. Er ist von der Fünf-Prozent-Klausel befreit. Die Linken dagegen könnten den Wiedereinzug ins Parlament verpassen.

Eine neue Fraktion wird wohl die AfD stellen. Allerdings ist man hier im Norden weit entfernt von zweistelligen Wahlergebnissen. Innerparteilicher Streit prägt das Bild der Alternative, und der Rückenwind aus Berlin hat spürbar nachgelassen. Für welche Farbkonstellation wird es am Ende reichen?

Der Wahlabend in Kiel verspricht viel Spannung. Analysen und Fakten dazu gibt es live aus dem ZDF-Wahlstudio im Landtag. Hauptstadtstudioleiterin Bettina Schausten und ZDF-Politikchef Matthias Fornoff führen durch die Sendung, bieten neueste Zahlen und viele Gesprächsgäste.

Die Spitzenkandidaten der Landesparteien werden um 19.00 Uhr in den "heute"-Nachrichten zum ersten Schlagabtausch erwartet. Gegen 19.40 Uhr begrüßt der stellvertretende ZDF-Chefredakteur Elmar Theveßen Vertreter der Bundesparteien zur "Berliner Runde". Welches Signal sendet Schleswig-Holstein Richtung Nordrhein-Westfalen, und was bedeutet das alles für die Bundestagswahl?

Immer aktuelle Zahlen und Analysen gibt es auf heute.de.

"Berliner Runde" am 7. Mai 2017 – Moderation: Elmar Theveßen

Schleswig-Holstein hat gewählt. Ist das Ergebnis ein Signal für die nur eine Woche später stattfindende Landtagswahl in Nordrhein-Westfalen? Und was bedeutet es für die Bundestagswahl? In der "Berliner Runde" begrüßt der stellvertretende ZDF-Chefredakteur Elmar Theveßen Vertreter der Bundestagsparteien, um mit ihnen aus bundespolitischer Sicht das Wahlergebnis von Schleswig-Holstein zu diskutieren.

"Landtagswahlen ganz im Zeichen der Bundestagswahl"
Statement von ZDF-Chefredakteur Peter Frey

"Selten verspricht ein Wahljahr so viel Spannung wie 2017. Die Themen 'Gerechtigkeit', 'Innere Sicherheit' und 'Flüchtlingsfrage' treiben die Menschen in Deutschland um – und mit Martin Schulz steht Angela Merkel nun ein Herausforderer im Umfragehoch gegenüber. Dazu kommt die zunehmende Verlagerung des Wahlkampfs ins Netz und die Sorge vor Fake News, Social Bots und gezielten Hacker-Attacken. So verschieden die Problemlagen und politischen Konstellationen vor Ort sind: Auch die Landtagswahlen im Saarland, in Schleswig-Holstein und Nordrhein-Westfalen stehen ganz im Zeichen dieser Bundestagswahl."

ZDF-Chefredakteur Peter Frey

"Das Thema 'soziale Gerechtigkeit' wird die Wahlen bestimmen"
Statement von ZDF-Hauptstadtstudioleiterin Bettina Schausten

"Bereits jetzt ist abzusehen, dass eine der besonders heftig diskutierten Wahlkampf-Fragen in diesem Jahr lautet: Wie gerecht geht es in Deutschland wirklich zu? Das Thema 'soziale Gerechtigkeit' wird nicht nur den Bundestagswahlkampf und den Wettlauf zwischen der Kanzlerin und dem SPD-Herausforderer bestimmen, sondern auch bei den drei Landtagswahlen bereits eine Rolle spielen. In diesem Jahr werden wir vermutlich einen der härtesten Wahlkämpfe erleben, seit Angela Merkel Kanzlerin ist. Ein spannendes Wahljahr – und das verspricht hochinteressante Wahlsendungen im ZDF."

ZDF-Hauptstadtstudioleiterin Bettina Schausten, Moderatorin der Live-Sendungen "Wahl 2017 im ZDF"

"Im Politbarometer die Stimmungen treffend erfassen"
Statement von ZDF-Politikchef Matthias Fornoff

"Das Wahljahr 2017 wird spannend und stellt uns vor große Herausforderungen. Ein Parteiensystem in Bewegung, ein internationales Umfeld, das kompliziert und fordernd ist. Die Ungewissheiten, die seit dem 'Brexit' und der Wahl Donald Trumps immer mitschwingen. Der rasante Aufstieg von rechtspopulistischen Parteien in Europa. In Deutschland ist die AfD in zehn Landesparlamenten vertreten und in Umfragen relativ konstant. Die AfD und eine wieder stärkere FDP bedeuten auf Bundesebene: Mindestens sieben Parteien haben Chancen auf den Einzug in den Bundestag und verändern die Bedingungen für eine Regierungsbildung. Mit Blick darauf erhalten die drei Landtagswahlen im Frühjahr einen zusätzlichen Reiz – über die länderspezifischen Konstellationen hinaus. In unserem 'Politbarometer' wollen wir genau das erfassen und möglichst treffend über die Stimmungen  im Saarland, in Schleswig-Holstein, in Nordrhein-Westfalen und in ganz Deutschland informieren."

ZDF-Politikchef Matthias Fornoff, Präsentator der "Zahlen" in den Live-Sendungen "Wahl 2017 im ZDF"

"Wir produzieren in der jeweiligen Landeshauptstadt"
Fragen an Ralph Schumacher, Redakteur der ZDF-Live-Sendungen "Wahl 2017"

Politisch gesehen lässt 2017 kaum Zeit zum Luftholen – ein Wahltermin reiht sich an den nächsten. Wie planen Redaktion und Produktion die Live-Berichterstattung von den drei Landtagswahlen – mit vergleichbarem Aufwand in Saarbrücken, Kiel und Düsseldorf?

Der Countdown zur Bundestagswahl läuft und die drei Landtagswahlen auf dem Weg dorthin sind wichtige Stimmungstests. Der technische und redaktionelle Aufwand für die einzelnen Landtagswahlen ist dabei durchaus vergleichbar. Wir produzieren vor Ort in der jeweiligen Landeshauptstadt, unser Wahlstudio ist immer ungefähr gleich groß. Logistische Unterschiede ergeben sich lediglich aus dem jeweiligen "Spielort": In Saarbrücken wird es die Saarlandhalle sein, weil der Landtag zu klein ist für den Medienandrang an diesem Sonntag. In Kiel und Düsseldorf bauen wir unsere Studiosets im Landtag auf.

Ergeben sich Unterschiede also allein aus der Frage, ob das ZDF – wie  am Wahlsonntag 7. Mai – zusätzlich noch die "Berliner Runde" überträgt?

Die Wahl in Schleswig-Holstein wird eine besondere Herausforderung für unser Wahl-Team. Wenn wir als ZDF an einem Wahltag die Berliner Runde übertragen, gibt es dafür ein zweites Set im ZDF-Hauptstadtstudio. Die dortige Diskussionsrunde mit den Generalsekretären der im Bundestag vertretenen Parteien integrieren wir über unseren Ü-Wagen in Kiel in die Wahlsendung. Außerdem soll am 7. Mai unser neu-designtes Wahlstudio Premiere haben.

Inwiefern muss bei der inhaltlichen Planung der Live-Berichterstattung berücksichtigt werden, dass diese drei Landtagswahlen immer auch als Stimmungsbarometer für die Bundestagswahl im September wahrgenommen werden?

Natürlich wächst die Nervosität in den Parteizentralen, je näher der 24. September rückt. Andererseits geht es bei den Landtagswahlen in erster Linie um die Neubestimmung von Landesregierungen, und da gelten für uns in der Wahlberichterstattung die gleichen journalistischen Kriterien wie immer – egal, ob wir in einem Bundestagswahljahr sind oder nicht.

Und was ist an den Wahlabenden die besondere Herausforderung für den Leiter der Live-Sendungen – alle Monitore im Blick zu haben, um möglichst schnell die relevanten O-Töne auf den Sender zu bekommen?

Ja, Schnelligkeit ist natürlich gefragt, aber auch ein kühler Kopf. Wir haben klar den Ehrgeiz, die entscheidenden O-Töne als erster auf den Sender zu bringen. Egal, ob vor Ort in Saarbrücken, Kiel oder Düsseldorf oder aus den Berliner Partei-Zentralen. Ebenso wichtig ist aber auch die Zeit für Analyse auf Basis der frischen Zahlen. Welche Trends erkennen wir, welche Verschiebungen in den politischen Lagern? Und welche Koalitionsoptionen ergeben sich und weisen womöglich Richtung Bundestagswahl?

Interview: Thomas Hagedorn

Landtagswahl in Nordrhein-Westfalen

Auch die Wahl im bevölkerungsreichsten Bundesland verspricht Hochspannung – nicht nur, weil es der letzte große Stimmungstest vor der Bundestagswahl ist. In Wählerumfragen hat weder Rot-Grün noch Schwarz-Gelb eine Mehrheit – eine schwierige Ausgangslage sowohl für Ministerpräsidentin Hannelore Kraft von der SPD als auch für ihren Herausforderer Armin Laschet von der CDU. Hannelore Kraft regiert seit 2010 in Düsseldorf – zunächst mit einer Minderheitsregierung, seit der vorgezogenen Neuwahl 2012 mit rot-grüner Mehrheit.

40 Jahre ZDF-"Politbarometer"

Seit vier Jahrzehnten misst das ZDF-"Politbarometer" regelmäßig die Einstellungen der bundesdeutschen Bevölkerung zu den aktuellen politischen Themen, zu den Parteien und deren Spitzenpolitikern. Im März 1977 startete die Forschungsgruppe Wahlen die Befragungen exklusiv für das ZDF, am 17. März gab es darüber erste Informationen im ZDF-Programm. Die erste eigenständige Ausgabe des "Politbarometers" war am 29. April 1977 im ZDF zu sehen.

ZDF-Politikchef Matthias Fornoff, der seit Juli 2014 das "Politbarometer" am Freitagabend im Anschluss an das „heute-journal“ präsentiert, sagt: "Das 'Politbarometer' informiert seit 40 Jahren verlässlich über Meinungen und Ansichten in der Bevölkerung zur politischen Situation in Deutschland. Der erfolgreiche 'Jubilar' ist nun im aktuellen Super-Wahljahr 2017 erneut umfassend gefordert, die Stimmungen in den Ländern und im Bund treffend zu erfassen."

Im Laufe der 40 Jahre hat sich nicht nur der Rhythmus des "Politbarometers" erhöht, es kamen auch neue Herausforderungen hinzu. Eine besonders einschneidende: die deutsche Wiedervereinigung. Da viele Bürger in den neuen Bundesländern damals noch kein Telefon hatten, fanden die Befragungen direkt an der Haus- oder Wohnungstür statt. Um den politischen Entwicklungen in Ostdeutschland Rechnung zu tragen, gab es außerdem von 1991 bis 1995 zusätzlich das "Politbarometer Ost", für das ausschließlich Bürger in den neuen Bundesländern befragt wurden. 

Seit Januar 2002 befragt die Forschungsgruppe Wahlen alle zwei bis drei Wochen die Bevölkerung für die Politzahlen-"Institution" im deutschen Fernsehen. Aktuelle Fragen gehören genauso dazu wie immer wiederkehrende Fragestellungen, die Langzeitanalysen hinsichtlich der Veränderungen im politischen Stimmungsbild ermöglichen. Damit die Umfrageergebnisse so aktuell wie möglich sind, werden die Daten jeweils dienstags bis donnerstags erhoben und das "Politbarometer" am Freitag im ZDF gesendet. Für die Umfragen werden in einem ersten Schritt die Haushalte zufällig ausgewählt. Innerhalb der Haushalte entscheidet ein weiteres Zufallsmerkmal über die zu befragende Zielperson: Befragt wird, wer als letztes Geburtstag hatte. Insgesamt werden für jedes "Politbarometer" rund 1250 Telefoninterviews unter Wahlberechtigten geführt, darin rund vierzig Fragen gestellt, teilweise mit, teilweise ohne Antwortvorgaben.

Links zu den Biografien der Wahl-Moderatoren im ZDF

Fotohinweis

Fotos sind erhältlich über ZDF Presse und Information, Telefon: 06131 – 70-16100, und über https://presseportal.zdf.de/presse/wahlen2017

Weitere Informationen

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ZDF-Hauptabteilung Kommunikation
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Verantwortlich: Alexander Stock
Copyright: ZDF 2017

Ansprechpartner

Name: Thomas Hagedorn
E-Mail: hagedorn.t@zdf.de
Telefon: 06131/7013802
Telefax: 06131/7012413