Bettina Schausten und Matthias Fornoff führen durch die Wahl-Sendungen im ZDF. Foto: ZDF/Klaus Weddig
Bettina Schausten und Matthias Fornoff führen durch die Wahl-Sendungen im ZDF. Foto: ZDF/Klaus Weddig

Landtagswahlen 2017 live im ZDF

Nächste Wahl in Nordrhein-Westfalen

Mit der Wahl im bevölkerungsreichsten Bundesland gibt es am 14. Mai in Nordrhein-Westfalen einen echten Stimmungstest gut vier Monate vor der Bundestagswahl. Bei den ersten beiden Landtagswahlen in diesem Super-Wahljahr 2017 wirkte sich sowohl im Saarland als auch in Schleswig-Holstein die Aufbruch-Stimmung nicht aus, die Kanzlerkandidat Martin Schulz Anfang des Jahres verbreiten konnte. Nun richten sich die Blicke auf NRW. Das ZDF berichtet auch am kommenden Wahl-Sonntag erneut live.

  • ZDF, Sonntag, 14. Mai 2017, 17.45 Uhr

Texte

Sendetermine und Stab

Die dritte von drei Landtagswahlen 2017 live im ZDF

Sonntag, 14. Mai 2017, 17.45 Uhr, ZDF

Wahl in Nordrhein-Westfalen
Live aus dem ZDF-Wahlstudio in Düsseldorf

Moderation: Bettina Schausten

Hochrechnungen und Analysen: Matthias Fornoff und die Forschungsgruppe Wahlen

Produktion: ZDF
Redaktion: Ralph Schumacher
Länge: ca. 75 Minuten

 

Die erste der drei Landtagswahlen 2017 fand am 26. März statt und war live im ZDF zu verfolgen, die zweite der drei Landtagswahlen 2017 folgte am 7. Mai, ebenfalls live im ZDF.

Infos dazu unter: heute.de

Landtagswahl in Nordrhein-Westfalen

13,2 Millionen Wahlberechtigte entscheiden, wie es an Rhein und Ruhr weitergehen soll. Wird es für die SPD die geglückte Generalprobe vor der Bundestagswahl?  Das ZDF sendet ab 17.45 Uhr live aus dem Wahlstudio im Düsseldorfer Landtag.

Es scheint, als würde bereits jetzt jedes Wort auch Richtung Berlin weisen. Dabei ist es doch erst einmal Landtagswahl Nummer drei in diesem Jahr. Aber so ist es, wenn Nordrhein-Westfalen wählt: Irgendwie ist es immer auch eine Generalprobe für die Bundestagswahl. 

Nervös vor diesem Test muss die SPD nicht sein: Die Sozialdemokraten liegen in den Umfragen vor den Christdemokraten, bei den Beliebtheitswerten schneidet Ministerpräsidentin Hannelore Kraft besser ab als ihr Herausforderer Armin Laschet. Und dann hoffen die Genossen ja noch auf den vielzitierten Schulz-Effekt. Doch die Frage nach dem möglichen Koalitionspartner treibt die SPD um.

Der jetzige grüne Partner schwächelt. In Umfragen waren dessen Werte im Vergleich zum letzten Wahlergebnis nahezu halbiert. Eine rot-grüne Landesregierung unter dem Damen-Duo Hannelore Kraft und Sylvia Löhrmann könnte damit Geschichte sein. Einen Plan B, so betont Kraft stets, habe sie nicht. Eine große Koalition mit der CDU scheint für sie zum jetzigen Zeitpunkt nicht denkbar. Deren Spitzenkandidat Armin Laschet konnte zwar nach der Saarland-Wahl und dem ausgebliebenen Schulz-Effekt seine Erleichterung kaum verbergen. Dennoch: Mehr als Platz zwei scheint für die CDU im bevölkerungsreichsten Bundesland derzeit nicht drin zu sein.

Auch die AfD ist keine Alternative fürs Regieren. Deren Spitzenmann Marcus Pretzell sorgt immer wieder für Schlagzeilen mit Provokationen nach außen und mit Querelen innerhalb des Landesverbandes. Die Fünf-Prozent-Hürde dürfte die AfD wohl aber nehmen.

Bei den Linken muss genau dafür das Spitzenduo Özlem Demirel und Christian Leye noch um viele Stimmen werben. Sonst verpasst man erneut den Einzug ins Parlament.

Bliebe für die SPD als weitere Option ein sozial-liberales Bündnis. Und das hat durchaus Tradition am Rhein. Schon dreimal gab es in Nordrhein-Westfalen Regierungskoalitionen zwischen SPD und FDP.

FDP-Spitzenmann Christian Lindner signalisierte bereits Bereitschaft. Selbstbewusst, mit der klaren Ansage, lieber in die Opposition gehen zu wollen, als liberale Werte zu verraten. Eine Regierungsbeteiligung in Nordrhein-Westfalen wäre für die FDP allerdings auch eine mehr als gelungene Generalprobe für die Bundestagswahl im September.

Die Frage bleibt also spannend: Wie gut schneidet die SPD ab und mit wem kann sie nach der Landtagswahl Mitte Mai regieren? Aus dem ZDF-Wahlstudio begrüßen Hauptstadtstudioleiterin Bettina Schausten und Politikchef Matthias Fornoff zu einem abwechslungsreichen Wahlabend mit immer aktuellen Zahlen und Analysen. Erste Koalitionsangebote könnten dann schon bei der Spitzenkandidatenrunde in der 19-Uhr-"heute"-Sendung auf den Tisch kommen.

Alle Zahlen, Daten und Fakten gibt es jederzeit auf heute.de.

"Landtagswahlen ganz im Zeichen der Bundestagswahl"
Statement von ZDF-Chefredakteur Peter Frey

"Selten verspricht ein Wahljahr so viel Spannung wie 2017. Die Themen 'Gerechtigkeit', 'Innere Sicherheit' und 'Flüchtlingsfrage' treiben die Menschen in Deutschland um – und mit Martin Schulz steht Angela Merkel nun ein Herausforderer im Umfragehoch gegenüber. Dazu kommt die zunehmende Verlagerung des Wahlkampfs ins Netz und die Sorge vor Fake News, Social Bots und gezielten Hacker-Attacken. So verschieden die Problemlagen und politischen Konstellationen vor Ort sind: Auch die Landtagswahlen im Saarland, in Schleswig-Holstein und Nordrhein-Westfalen stehen ganz im Zeichen dieser Bundestagswahl."

ZDF-Chefredakteur Peter Frey

"Das Thema 'soziale Gerechtigkeit' wird die Wahlen bestimmen"
Statement von ZDF-Hauptstadtstudioleiterin Bettina Schausten

"Bereits jetzt ist abzusehen, dass eine der besonders heftig diskutierten Wahlkampf-Fragen in diesem Jahr lautet: Wie gerecht geht es in Deutschland wirklich zu? Das Thema 'soziale Gerechtigkeit' wird nicht nur den Bundestagswahlkampf und den Wettlauf zwischen der Kanzlerin und dem SPD-Herausforderer bestimmen, sondern auch bei den drei Landtagswahlen bereits eine Rolle spielen. In diesem Jahr werden wir vermutlich einen der härtesten Wahlkämpfe erleben, seit Angela Merkel Kanzlerin ist. Ein spannendes Wahljahr – und das verspricht hochinteressante Wahlsendungen im ZDF."

ZDF-Hauptstadtstudioleiterin Bettina Schausten, Moderatorin der Live-Sendungen "Wahl 2017 im ZDF"

"Im Politbarometer die Stimmungen treffend erfassen"
Statement von ZDF-Politikchef Matthias Fornoff

"Das Wahljahr 2017 wird spannend und stellt uns vor große Herausforderungen. Ein Parteiensystem in Bewegung, ein internationales Umfeld, das kompliziert und fordernd ist. Die Ungewissheiten, die seit dem 'Brexit' und der Wahl Donald Trumps immer mitschwingen. Der rasante Aufstieg von rechtspopulistischen Parteien in Europa. In Deutschland ist die AfD in zehn Landesparlamenten vertreten und in Umfragen relativ konstant. Die AfD und eine wieder stärkere FDP bedeuten auf Bundesebene: Mindestens sieben Parteien haben Chancen auf den Einzug in den Bundestag und verändern die Bedingungen für eine Regierungsbildung. Mit Blick darauf erhalten die drei Landtagswahlen im Frühjahr einen zusätzlichen Reiz – über die länderspezifischen Konstellationen hinaus. In unserem 'Politbarometer' wollen wir genau das erfassen und möglichst treffend über die Stimmungen  im Saarland, in Schleswig-Holstein, in Nordrhein-Westfalen und in ganz Deutschland informieren."

ZDF-Politikchef Matthias Fornoff, Präsentator der "Zahlen" in den Live-Sendungen "Wahl 2017 im ZDF"

"Wir produzieren in der jeweiligen Landeshauptstadt"
Fragen an Ralph Schumacher, Redakteur der ZDF-Live-Sendungen "Wahl 2017"

Politisch gesehen lässt 2017 kaum Zeit zum Luftholen – ein Wahltermin reiht sich an den nächsten. Wie planen Redaktion und Produktion die Live-Berichterstattung von den drei Landtagswahlen – mit vergleichbarem Aufwand in Saarbrücken, Kiel und Düsseldorf?

Der Countdown zur Bundestagswahl läuft und die drei Landtagswahlen auf dem Weg dorthin sind wichtige Stimmungstests. Der technische und redaktionelle Aufwand für die einzelnen Landtagswahlen ist dabei durchaus vergleichbar. Wir produzieren vor Ort in der jeweiligen Landeshauptstadt, unser Wahlstudio ist immer ungefähr gleich groß. Logistische Unterschiede ergeben sich lediglich aus dem jeweiligen "Spielort": In Saarbrücken wird es die Saarlandhalle sein, weil der Landtag zu klein ist für den Medienandrang an diesem Sonntag. In Kiel und Düsseldorf bauen wir unsere Studiosets im Landtag auf.

Ergeben sich Unterschiede also allein aus der Frage, ob das ZDF – wie  am Wahlsonntag 7. Mai – zusätzlich noch die "Berliner Runde" überträgt?

Die Wahl in Schleswig-Holstein wird eine besondere Herausforderung für unser Wahl-Team. Wenn wir als ZDF an einem Wahltag die Berliner Runde übertragen, gibt es dafür ein zweites Set im ZDF-Hauptstadtstudio. Die dortige Diskussionsrunde mit den Generalsekretären der im Bundestag vertretenen Parteien integrieren wir über unseren Ü-Wagen in Kiel in die Wahlsendung. Außerdem soll am 7. Mai unser neu-designtes Wahlstudio Premiere haben.

Inwiefern muss bei der inhaltlichen Planung der Live-Berichterstattung berücksichtigt werden, dass diese drei Landtagswahlen immer auch als Stimmungsbarometer für die Bundestagswahl im September wahrgenommen werden?

Natürlich wächst die Nervosität in den Parteizentralen, je näher der 24. September rückt. Andererseits geht es bei den Landtagswahlen in erster Linie um die Neubestimmung von Landesregierungen, und da gelten für uns in der Wahlberichterstattung die gleichen journalistischen Kriterien wie immer – egal, ob wir in einem Bundestagswahljahr sind oder nicht.

Und was ist an den Wahlabenden die besondere Herausforderung für den Leiter der Live-Sendungen – alle Monitore im Blick zu haben, um möglichst schnell die relevanten O-Töne auf den Sender zu bekommen?

Ja, Schnelligkeit ist natürlich gefragt, aber auch ein kühler Kopf. Wir haben klar den Ehrgeiz, die entscheidenden O-Töne als erster auf den Sender zu bringen. Egal, ob vor Ort in Saarbrücken, Kiel oder Düsseldorf oder aus den Berliner Partei-Zentralen. Ebenso wichtig ist aber auch die Zeit für Analyse auf Basis der frischen Zahlen. Welche Trends erkennen wir, welche Verschiebungen in den politischen Lagern? Und welche Koalitionsoptionen ergeben sich und weisen womöglich Richtung Bundestagswahl?

Interview: Thomas Hagedorn

40 Jahre ZDF-"Politbarometer"

Seit vier Jahrzehnten misst das ZDF-"Politbarometer" regelmäßig die Einstellungen der bundesdeutschen Bevölkerung zu den aktuellen politischen Themen, zu den Parteien und deren Spitzenpolitikern. Im März 1977 startete die Forschungsgruppe Wahlen die Befragungen exklusiv für das ZDF, am 17. März gab es darüber erste Informationen im ZDF-Programm. Die erste eigenständige Ausgabe des "Politbarometers" war am 29. April 1977 im ZDF zu sehen.

ZDF-Politikchef Matthias Fornoff, der seit Juli 2014 das "Politbarometer" am Freitagabend im Anschluss an das „heute-journal“ präsentiert, sagt: "Das 'Politbarometer' informiert seit 40 Jahren verlässlich über Meinungen und Ansichten in der Bevölkerung zur politischen Situation in Deutschland. Der erfolgreiche 'Jubilar' ist nun im aktuellen Super-Wahljahr 2017 erneut umfassend gefordert, die Stimmungen in den Ländern und im Bund treffend zu erfassen."

Im Laufe der 40 Jahre hat sich nicht nur der Rhythmus des "Politbarometers" erhöht, es kamen auch neue Herausforderungen hinzu. Eine besonders einschneidende: die deutsche Wiedervereinigung. Da viele Bürger in den neuen Bundesländern damals noch kein Telefon hatten, fanden die Befragungen direkt an der Haus- oder Wohnungstür statt. Um den politischen Entwicklungen in Ostdeutschland Rechnung zu tragen, gab es außerdem von 1991 bis 1995 zusätzlich das "Politbarometer Ost", für das ausschließlich Bürger in den neuen Bundesländern befragt wurden. 

Seit Januar 2002 befragt die Forschungsgruppe Wahlen alle zwei bis drei Wochen die Bevölkerung für die Politzahlen-"Institution" im deutschen Fernsehen. Aktuelle Fragen gehören genauso dazu wie immer wiederkehrende Fragestellungen, die Langzeitanalysen hinsichtlich der Veränderungen im politischen Stimmungsbild ermöglichen. Damit die Umfrageergebnisse so aktuell wie möglich sind, werden die Daten jeweils dienstags bis donnerstags erhoben und das "Politbarometer" am Freitag im ZDF gesendet. Für die Umfragen werden in einem ersten Schritt die Haushalte zufällig ausgewählt. Innerhalb der Haushalte entscheidet ein weiteres Zufallsmerkmal über die zu befragende Zielperson: Befragt wird, wer als letztes Geburtstag hatte. Insgesamt werden für jedes "Politbarometer" rund 1250 Telefoninterviews unter Wahlberechtigten geführt, darin rund vierzig Fragen gestellt, teilweise mit, teilweise ohne Antwortvorgaben.

Neues Erscheinungsbild für das ZDF-Wahlstudio 

Bei der Landtagswahl in Schleswig-Holstein am 7. Mai 2017 berichtete das ZDF erstmals aus dem neu gestalteten ZDF-Wahlstudio. Das modulare System setzt auch in Zukunft auf das Konzept der "offenen Räume", bei dem die Redaktion die jeweiligen Standorte, sowohl innen als auch mit Blick nach draußen, in das Erscheinungsbild integriert. Zudem schafft das neu entwickelte Tischsystem zusätzlich eine optische Verbindung zwischen den verschiedenen ZDF-Wahlformaten – auch die "Berliner Runde" ist am Sonntag erstmals im neuen Erscheinungsbild zu sehen. Mit frischer Farbgebung und der Integration informativer Medienflächen bieten die neuen Erscheinungsbilder nicht nur im Wahljahr 2017 hohe Flexibilität, um an den verschiedenen Orten, in den Landtagen oder im Bundestag, Wiedererkennbarkeit zu garantieren und die Informationskompetenz des ZDF zu unterstreichen.  

Links zu den Biografien der Wahl-Moderatoren im ZDF

Fotohinweis

Fotos sind erhältlich über ZDF Presse und Information, Telefon: 06131 – 70-16100, und über https://presseportal.zdf.de/presse/wahlen2017

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Name: Thomas Hagedorn
E-Mail: hagedorn.t@zdf.de
Telefon: 06131/7013802