Joe Bausch und der ehemalige Drogendealer Sick. Fotocredit: ZDF/Andrzej Krol.
Joe Bausch und der ehemalige Drogendealer Sick. Fotocredit: ZDF/Andrzej Krol.

Ein Sommer voller Doku-Highlights in ZDFinfo

Ein Dutzend neuer Dokus in den Ferienwochen

Sommerloch? Nicht bei ZDFinfo! Der Digitalsender zeigt ein Dutzend neuer Dokus zwischen dem 20. Juli und dem 7. September 2017 – darunter "Mythos Darknet", "Zeugenschutz – Abschied vom alten Leben", "Die sieben größten Tricks der Populisten", "Was spielt Deutschland? – Moorhühner, Siedler und Planer" oder "Dianas Tod – Sieben Tage, die die Welt bewegten".

  • ZDF info, Vom 20. Juli 2017 bis 7. September 2017
  • ZDF Mediathek, Ab Donnerstag, 20. Juli 2017

Texte

Die Sendetermine im Überblick

Donnerstag,20. Juli 2017, 20.15 Uhr:Mythos Darknet – Verbrechen, Überwachung, Freiheit
Samstag,22. Juli 2017, 20.15 Uhr:Zeugenschutz – Abschied vom alten Leben
Mittwoch,26. Juli 2017, 20.15 Uhr:Macht und Machenschaften – Das geheime System der Kartelle
Freitag,28. Juli 2017, 20.15 Uhr:Der Fall Susanne Albrecht
Dienstag,1. August 2017, 20.15 Uhr:Geheimnisse der Seefahrt – Das Doku-Quiz
Samstag,5. August 2017, 20.15 Uhr:Überführt – Der Kaufhaus-Erpresser Dagobert
Dienstag,8. August 2017, 20.15 Uhr:Millionenstadt über den Wolken
Mittwoch,9. August 2017, 20.15 Uhr:Die sieben größten Tricks der Populisten
Mittwoch,23. August 20117, 20.15 Uhr:Was spielt Deutschland? – Moorhühner, Siedler und Planer
Samstag,26. August 2017, 21.00 Uhr:Überführt – Der Drogendealer Sick
Donnerstag,31. August 2017, 20.15 Uhr:Dianas Tod – Sieben Tage, die die Welt bewegten
Donnerstag,7. September 2017, 20.15 Uhr:Die unsichtbare Macht – Lobby-Republik Deutschland

Mythos Darknet – Verbrechen, Überwachung, Freiheit

Stab

Erstausstrahlung:   Donnerstag, 20. Juli 2017, 20.15 Uhr
BuchAndreas Wagner
Produktion: AVE Publishing
RedaktionImke Meier
Länge: ca. 44 min

 

Inhalt

Es ist eine wieder gebrauchsfähig gemachte Theaterwaffe von der Marke Glock 17, die an einem Nachmittag im Hochsommer 2016 traurige Berühmtheit erlangte: In den Händen des 18-jährigen Schülers David S. wurde sie zur tödlichen Waffe des später als Amoklauf von München bekannten Ereignisses. Mit dieser Waffe hatte S. am Ende des 22. Juli 2016 neun Menschen getötet, 32 weitere waren verletzt. Der letzte Schuss aus der Glock galt dem 18-Jährigen selbst, er richtete sich vor den Augen der eintreffenden Polizisten.

Eine Frage unter vielen, die die Öffentlichkeit in den Nachwehen der schrecklichen Tat beschäftigen: Wie kam David S., ein Schüler ohne Waffenschein, an die Pistole? Die Antwort wird wenige Tage später nachgeliefert: Er bezog die Waffe im Darknet, einem nur durch einen speziellen Browser zugänglichen Teil des Internets. Aus Anlass des ersten Jahrestags der Schreckenstat von München, liefert ZDFinfo in dieser 45-minütigen Dokumentation Einblicke in den "Mythos Darknet" und blickt hinein in die vermeintlich "dunkle Seite des Internets".

Der Autor Andreas G. Wagner (der für ZDFinfo bereits die Dokumentation "Hacker, Freaks und Funktionäre: Der Chaos Computer Club" realisierte) hat sich dafür mit Unterstützern der Darknet-Technologie getroffen, hat IT-Sicherheitsexperten am Londoner King's College befragt und mit Europol-Ermittlern in Den Haag über ihre Arbeit im digitalen Schattenreich gesprochen. Herausgekommen ist ein Film, der detailliert aufzeigt, wie das Darknet von einem Projekt des amerikanischen Verteidigungsministeriums zu einem florierenden Marktplatz für menschliche Abseitigkeiten werden konnte. Er zeigt aber auch, welchen positiven Nutzen das Darknet beispielsweise in repressiven Regimen für die dort arbeitenden Journalisten hat.

Zeugenschutz – Abschied vom alten Leben

Stab 

Erstausstrahlung:  Samstag, 22. Juli 2017, 20.15 Uhr
Autor: Sven Markmann
Produktion: medi-cine
Redaktion:Natalie Zinkand
Länge:  ca. 45 min

 

Inhalt

Zeugenschutz – kaum ein Bereich bei der Polizei ist derart geheimnisumwoben. Die Beamten, die als Zeugenschützer arbeiten, müssen unerkannt bleiben, ihre Vorgehensweisen geheim. Denn Kronzeugen bewegen sich in großer Gefahr – durch ihre Aussage landen Schwerkriminelle hinter Gittern. Für die Staatsanwaltschaft sind solche Insider – häufig selbst Kriminelle – unverzichtbar, um in die Strukturen organisierter Kriminalität vorzudringen.

Um diese Zeugen vor Gewalt zu schützen, wurden im BKA und in den LKAs Zeugenschutzdienststellen eingerichtet. Die dort tätigen Zeugenschützer erarbeiten maßgeschneiderte Zeugenschutzprogramme für ihre Schutzbefohlenen. Falls sich die Betroffenen für das Zeugenschutzprogramm eignen, müssen sie jegliche Verbindungen zu ihrem alten Leben kappen. Sie werden von den Zeugenschützern an einen Ort gebracht, an dem sie sich ein neues Leben aufbauen sollen. Auch wenn das Leben in der neuen Heimat auf Dauer angelegt ist – das Programm endet mit der Aussage der geschützten Zeugen vor Gericht.

Da sowohl Schützer als auch Beschützte zu absoluter Verschwiegenheit verpflichtet sind, dringen Geschichten erfolgreicher Zeugenschutzprogramme nicht an die Öffentlichkeit. Wer sich offenbart, hat in der Regel schlechte Erfahrungen mit dem Zeugenschutz gemacht. So wie die Deutsch-Syrerin Nourig Apfeld. Entgegen mündlicher Absprachen soll sie nach ihrer Aussage bezüglich eines Ehrenmords keine neue Identität bekommen haben. Als sie sich einen Anwalt nimmt, wird sie aus dem Programm geworfen. Ebenso Janus, ein Versicherungsbetrüger, der gegen seine Bandenmitglieder aussagt, um seine Familie vor ihnen zu schützen. Viktor, der ebenfalls im Zeugenschutzprogramm ist, hat mit seinem neuen Leben zu kämpfen: Albträume, Angst vor Vergeltung und Einsamkeit prägen seine neue Existenz.

Macht und Machenschaften – Das geheime System der Kartelle

Stab

Erstausstrahlung: Mittwoch, 26. Juli 2017, 20.15 Uhr
Autor:Thorsten Eppert
Auftragsproduktion:  nordend
Redaktion:  Imke Meier
Länge:  ca. 45 min

 

Inhalt

In der ZDFinfo-Reihe "Macht und Machenschaften" begibt sich Presenter Thorsten Eppert in den Dunstkreis der Mächtigen im Land und geht der Frage nach, was hinter dem pauschalen Satz steckt, der immer mal wieder durch die Medien geistert: "Die da oben machen, was sie wollen..." In jeder Folge geht es um einen Skandal, eine Machenschaft, bei der man auf genau diesen Gedanken kommen könnte. ZDFinfo geht einen Schritt weiter und fragt nach, was wirklich hinter dem Vorwurf steckt.

Die erste Folge beschäftigt sich mit Wirtschaftskartellen: illegale Absprachen zwischen Firmen, um dem Wettbewerb zu entgehen und künstlich die Preise hochzutreiben. Die Liste der überführten europäischen Wirtschaftskartelle ist lang: von alltäglichen Dingen wie Waschmittel, Matratzen, Süßigkeiten und Zucker bis zu Produkten wie Bahnschienen oder LKWs.

Thorsten Eppert geht verschiedenen Fällen nach – zum Beispiel dem Feuerwehrfahrzeuge-Kartell, durch das die kleine bayrische Gemeinde Erding viel zu viel für ihre Löschfahrzeuge zahlte. Er zeichnet auch die Vorgänge rund um das sogenannte Schienenkartell nach, eines der skandalträchtigsten Kartelle der jüngeren deutschen Geschichte. Und er trifft Menschen, deren Job es ist, die Machenschaften der Kartelle aufzudecken, wie Andreas Mundt, Präsident des Bundeskartellamts, und Magrethe Vestager, seit 2014 die EU-Kommissarin für Wettbewerb und bekannt für ihre harte Linie gegen Kartellabsprachen. Die Fragen an die Wettbewerbshüter: Wie gefährlich sind Kartelle wirklich, nicht nur in Bezug auf den finanziellen Schaden für die Bevölkerung? Wer steckt in den Firmen hinter den Absprachen? Und sind die hiesigen Strafen Abschreckung genug?

Der Fall Susanne Albrecht

Stab

ErstausstrahlungFreitag, 28. Juli 2017, 20.15 Uhr
Ausstrahlung in phoenix:Sonntag, 30. Juli 2017, 14.00 Uhr
AutorenFranziska von Tiesenhausen, Bernd Reufels
Produktionkelvinfilm
RedaktionSusanne Krause-Klinck (ZDFinfo), Jean-Christoph Caron (phoenix)
Länge:ca. 45 min

 

Inhalt

Am 30. Juli 1977 verschaffte sich Susanne Albrecht in Begleitung von zwei RAF-Terroristen Zutritt zum Haus von Jürgen Ponto, dem Chef der Dresdner Bank. Er war ihr gut bekannt. Denn Jürgen Ponto war ein Freund der Familie, der Patenonkel ihrer Schwester. Das Ziel: Ponto sollte entführt werden, um die Top-Leute der RAF aus dem Gefängnis freizupressen. Der Plan scheiterte – Jürgen Ponto wurde erschossen.

Der Film zeigt, wie es zu dem Verrat kommen konnte und wie diese Entscheidung das Leben von Susanne Albrecht bis heute geprägt hat. Mit Blick auf heutige Terroristen, sind die Passagen interessant, in denen die Filmautoren die allmähliche Radikalisierung Albrechts nachzeichnen. Akribisch wird die Phase im Leben der gebürtigen Hamburgerin rekonstruiert, die sie zu dem Verrat an dem langjährigen Familienfreund führt. Ein kleiner Kreis von RAF-Terroristen setzte die damals 26-jährige Albrecht im Sommer 1977 massiv unter Druck, die Türöffnerin für die geplante Gewalttat zu spielen. Dr. Nahlah Saimeh, forensische Psychiaterin und Expertin für Extremismus und Terrorismus, erläutert im Film, wie und warum solche Radikalisierungsprozesse ablaufen.

Neue Zeitzeugen präsentiert die Dokumentation auch zu Susanne Albrechts Leben auf der Flucht, während der sie mit Hilfe der ostdeutschen Stasi unter neuem Namen zunächst ab 1980 in der DDR und später in der Sowjetunion untertauchte. Darunter Barbara Dörr, die Albrecht als Arbeitskollegin an einer DDR-Ingenieurhochschule erlebte. Als Barbara Dörr und andere Kolleginnen Albrecht 1986 in einem Fernsehbericht über die RAF wiedererkennen, musste die Aussteigerin weiter fliehen. Die Stasi versteckte Albrecht und ihre Familie in der Sowjetunion, nördlich von Moskau. Auch dahin führt die Dokumentation den Zuschauer, gemeinsam mit dem Physiker Peter Michel, der auf einer Spurensuche zeigt, wo die RAF-Terroristin seit 1988 in der russischen Stadt Dubna abgetaucht war und seine Nachbarin wurde. Während deutsche Sicherheitsbehörden die Terroristin lange Zeit im Nahen Osten vermuteten, verhalf die Stasi Albrecht hier zu einer neuen Identität als Chemielaborantin an einem sowjetischen Kernforschungszentrum. Albrecht hatte einen DDR-Physiker geheiratet, mit ihm einen Sohn bekommen. Doch ihre neue Familie erfuhr erst nach ihrer Verhaftung in Berlin im Juni 1990 die ganze Wahrheit über Albrechts Vergangenheit als Terroristin.

Die Dokumentation "Der Fall Susanne Albrecht", eine Koproduktion von ZDFinfo und phoenix, präsentiert neues Foto- und Filmmaterial aus jenen Jahren, als die RAF-Terroristin ganz oben auf den Fahndungsplakaten prangte. Entscheidende Szenen aus jener Zeit haben die Filmautoren auf Grundlage von Prozessunterlagen und Stasi-Dokumenten mittels grafischer Szenarien faktengetreu rekonstruiert. Ein Film über einen furchtbaren Verrat, und den verzweifelten Versuch, der eigenen Verantwortung zu entkommen.

Geheimnisse der Seefahrt – Das Doku-Quiz

Stab 

Erstausstrahlung:   Dienstag, 1. August 2017, 20.15 Uhr
Autor:Sabine Bier und Martin Becker
Produktion:Gruppe 5
Redaktion: Susanne Krause-Klinck
Länge:  ca. 45 min

 

Inhalt

"Das Doku-Quiz" bei ZDFinfo ist diesmal den Geheimnissen der Seefahrt auf der Spur: Was macht Schiffe hochseetauglich? Was hilft bei der Navigation? Wer kämpfte in der Schlacht bei Actium? Dies sind nur einige der kniffligen Fragen, die es zu beantworten gilt. Das Spielprinzip ist bewährt: Passanten geben ihre Tipps ab, Zuschauer können mitraten.

Beim "Doku-Quiz" gibt es Antworten auf alle Fragen, die man schon immer mal stellen wollte. Mitraten und -rätseln ist ausdrücklich erwünscht. Aus vier Antwort-Varianten muss die richtige herausgefunden werden. Filme zu jeder Frage sorgen für Erhellung. Zunächst geht es mit leichteren Fragen los, anschließend steigert sich der Schwierigkeitsgrad.

Überführt – Der Kaufhaus-Erpresser Dagobert

Stab

Erstausstrahlung:Samstag, 5. August 2017, 20.15 Uhr
Presenter:Joe Bausch
Produktion:Nordend Film
Redaktion:Natalie Zinkand
Länge:ca. 45 min

 

Inhalt

Unter seinem Spitznamen "Dagobert" wurde der Kaufhauserpresser von der Boulevardpresse gefeiert. Seine Idee: große Kaufhäuser erpressen. Sein erstes Ziel war das berühmte Berliner Kaufhaus des Westens. Ende Mai 1988 ließ er in dem Kaufhaus eine selbstgebaute Bombe hochgehen, verlangte 500.000 D-Mark, die die Polizei aus einer fahrenden S-Bahn werfen sollte. Die Geldübergabe gelang, Funke konnte unentdeckt fliehen. Von 1988 bis 1994 lieferte sich der Berliner ein Katz-und-Maus-Spiel mit der Polizei, wie es die Bundesrepublik noch nicht gesehen hatte. Am 22. April 1994 wurde Funke schließlich verhaftet. Die Gutachter attestierten ihm einen IQ von 120. Wegen schwerer räuberischer Erpressung wurde er zu neun Jahren Haft verurteilt, nach knapp sechs Jahren kam er auf Bewährung frei. Heute arbeitet der 67-Jährige unter anderem als Karikaturist, geht humorvoll mit seiner Geschichte um und hat ein Buch über seine Taten geschrieben. Er unterhält sein Publikum in Talkshows und auf Buchmessen. Alles nur ein großer Spaß und von Reue keine Spur?

Überführt – Der Drogendealer Sick

In der nächsten neuen "Überführt"-Folge widmet sich Joe Bausch am Samstag, 26. August 2017, 21.00 Uhr dem Drogendealer Sick.  

Millionenstadt über den Wolken

Stab 

Erstausstrahlung:      Dienstag, 8. August 2017, ab 20.15 Uhr
Autor: Russell Leven, Matt Barrett
Produktion: BBC
Redaktion:  Michael Petsch, Antje Böhning-Nüsse
Länge:  3 x ca. 45 min

 

Inhalt

20:15 Uhr: Wunderwelt Luftverkehr (Teil 1)

Rund um den Globus sind circa eine Million Menschen ständig in der Luft. Der internationale Luftverkehr hat enorme Ausmaße angenommen und die Welt sowie den Luftverkehr verändert. Die Folge "Wunderwelt Luftverkehr" wirft einen Blick hinter die Kulissen der Flughäfen. An Beispielen internationaler Drehkreuze wird deutlich, welche Mechanismen dort ineinandergreifen.

Um tagtäglich rund 100.000 Passagiermaschinen in der Luft zu koordinieren, wird gezeigt, wie ausgeklügelte Systeme dafür sorgen, dass Millionen Menschen und Gepäckstücke ihr Reiseziel sicher erreichen oder auf welchen ungewöhnlichen Wegen Tonnen von Kerosin zu den Flugzeugen gelangen. Auch geht es um die Frage, was geschieht, wenn es beispielsweise auf einem Transatlantikflug zu einem medizinischen Notfall an Bord kommt.

 

21.00 Uhr: Faszination Fliegen (Teil 2)

Als Fluggast ärgert man sich über Verspätungen oder Flugausfälle. Man denkt kaum darüber nach, wie das System Luftfahrt, das so selbstverständlich geworden ist, überhaupt funktioniert. Die Folge "Faszination Fliegen" macht deutlich, dass der Platz in der Luft immer enger wird: Jährlich steigt die Zahl der Flugreisen um mehr als vier Prozent. Daran gemessen kommt es extrem selten zu Unglücken – weitaus seltener als mit Verkehrsmitteln am Boden.

 

21.45 Uhr: Abenteuer Landung (Teil 3)

Für viele unerklärlich: Wie kann ein viele hundert Tonnen schweres Flugzeug überhaupt sicher landen? Welche Technik und Logistik sich hinter diesem Wunderwerk verbergen, macht die Folge "Abenteuer Landung" deutlich. Sie zeigt auch, wie empfindlich das Zusammenspiel im Landeanflug ist: Wenn nur ein kleines technisches Element ausfällt, kann es theoretisch schnell zur Katastrophe kommen.

Die sieben größten Tricks der Populisten

Stab

Erstausstrahlung:      Mittwoch, 9. August 2017, 20.15 Uhr
Autor:Svaantje Schröder
Produktion: Bewegte Zeiten Filmproduktion
Redaktion:  Imke Meier
Länge: ca. 45 min

 

Inhalt

Populisten verachten demokratische Strukturen, scheren sich nicht um Political Correctness und schon gar nicht um Minderheiten: Es gibt sie schon immer und überall auf der Welt. Doch ob Le Pen, Wilders, Petry oder Trump – gerade jetzt scheinen Populisten auf dem weltpolitischen Parkett präsenter denn je. Woran liegt das? Warum sind Populisten so erfolgreich? Was ist ihr Geheimrezept?

Die Dokumentation "Die sieben größten Tricks der Populisten" geht der Frage nach, welche Methoden Populisten einsetzen, um an die Macht zu kommen und macht dabei sieben wirkungsvolle Themenfelder aus: Abgrenzung, Sprache, Angst, Tabubrüche, Verschwörung, Inszenierung und Fake-News. Interviewpartner unterschiedlichster Fachrichtungen ordnen die sieben Tricks ein, erklären und durchleuchten sie. Unter ihnen sind zum Beispiel Heribert Prantl, Mitglied der Chefredaktion der Süddeutschen Zeitung, die Neurolinguistin Elisabeth Wehling, der Politikberater und Wahlkampfexperte Frank Stauss sowie der ehemalige CSU-Politiker Peter Gauweiler, der sich selbst als Populist bezeichnet.

Die Doku zeigt aber auch, wann und wo Populismus beginnt, wann er gefährlich wird und mit welchen Mitteln man gegen ihn angehen kann.

Was spielt Deutschland? – Moorhühner, Siedler und Planer

Stab

Erstausstrahlung:          Mittwoch, 23. August 2017, 20.15 Uhr
Autor:Christian Schiffer
Produktion:AVE
Redaktion: Imke Meier
Länge:  ca. 45 min

 

Inhalt

USA, Japan, Kanada, Frankreich, Großbritannien: Das sind die großen Zentren der internationalen Computerspielindustrie. Doch auch in Deutschland hat die Produktion von digitalen Spielen eine lange Tradition. Hierzulande sind Klassiker entstanden, wurden Genres geprägt und Hits gelandet. Die Dokumentation "Was spielt Deutschland?" von Christian Schiffer (Autor der ZDFinfo-Doku-Reihe "Killerspiele!") blickt auf die deutsche Computerspiel-Geschichte zurück und trifft dafür Pioniere des Genres, Spiele-Liebhaber und Programmierer.

In den 80er-Jahren boomen die Konsolen von Atari und Nintendo – nur nicht in Deutschland. Zwar werden die Konsolen auch hierzulande gut verkauft, der Boom aber findet im Bereich der Home-Computer statt. Eine Weichenstellung, die die Spiele-Produktionen aus Deutschland für Jahrzehnte prägen wird. Während in anderen Ländern auf PCs vor allem Tabellenkalkulationen und Schreibprogramme laufen, daddeln die Deutschen an Maschinen, die eigentlich zum Arbeiten gedacht sind. Konsolenspiele sind eher actionbetont, PC-Spiele hingegen wollen realistisch sein, sie sind komplexer und manchmal vielleicht auch etwas bieder. Und so entsteht die Basis für all die Genres, für die Deutschland irgendwann auf der ganzen Welt bekannt wird: Wirtschaftssimulationen, Strategiespiele und Fußballmanager.

Für seine Dokumentation hat Christian Schiffer unter anderem Michael Schmidt getroffen, besser bekannt als Smudo. Der Musiker der "Fantastischen Vier" kam, als Sohn eines Nixdorf-Angestellten früh mit Home-Computern in Berührung und programmierte schon zu Schulzeiten. Schiffer spricht außerdem mit Kai Foerst, Sohn von Rainer Foerst, der 1975 mit dem Rennsimulator "Nürburgring 1" das erste deutsche Computerspiel-Patent anmeldete und dessen Unternehmen noch heute hochwertige Fahrsimulatoren produziert. Schiffer erzählt ebenfalls die Geschichte von Frank Ziemlinski. Er ist der Kopf hinter einem der größten Erfolge deutscher Computerspielgeschichte: dem Moorhuhn. Das typische Bürospiel wird zur Jahrtausendwende ein Millionen-Erfolg, der Ziemlinski kurzzeitig zu einem reichen Mann macht – bevor die Blase des Neuen Marktes die Erfolgsgeschichte abrupt beendet und Ziemlinski um 30 Millionen Mark ärmer ist.

Überführt - Der Drogendealer Sick

Stab

Erstausstrahlung: Samstag, 26. August 2017, 22.30 Uhr
Redaktion: Natalie Zinkand
Längeca. 45 min

 

Inhalt

Sicks unbeschwerte Jugend endet mit 15 Jahren: Auf einer Party in Hannover raucht er zum ersten Mal Heroin. Er wird sofort süchtig. Von nun an werden die Drogen sein Leben bestimmen.
Als jugendlicher Heroinabhängiger finanziert er sich seinen nächsten Rausch mit Einbrüchen. Manchmal sind es bis zu drei Stück in einer Nacht. Mit seiner Bande versetzt er Hannovers Innenstadt in Aufregung.

Zu Hause findet sich Sick, der seinen bürgerlichen Namen nicht nennen möchte, immer weniger zurecht. An seinem 18. Geburtstag setzt ihn der Lebensgefährte seiner Mutter vor die Tür. Auf sich alleine gestellt, gibt er sich jetzt hemmungslos seiner Sucht hin. Die Drogen machen das Leben auf der Straße erträglich. Das Geld dafür beschafft er sich auf seinen nächtlichen Diebestouren.

Unterbrochen wird dieser Kreislauf nur durch seine regelmäßigen Haftstrafen. Nach fast sieben Jahren hinter Gittern, gelungenen und missglückten Ausbrüchen aus dem Knast, landet der Junkie in Osnabrück. Von Ladendiebstählen hat er genug. Mit Mitte 20 will er mit den Drogen auch sein Geld verdienen. Er steigt ins Cannabisgeschäft ein und macht Geschäfte mit niederländischen Großdealern. Sick verdient mehrere Tausend Euro im Monat. Er hat es geschafft - vom Junkie von der Straße zum erfolgreichen Drogengangster. Lange Zeit gefällt er sich in der Rolle des erfolgreichen Dealers und verbringt sein Leben im Drogenrausch.

Heute ist Sick nach eigenen Angaben clean. Auf YouTube erzählt er faszinierend und abschreckend zugleich von seinem Leben im Drogensumpf. Mit seinen Internettagebüchern avanciert der ehemalige Junkie zum Star, baut sich eine große Fangemeinde auf, gewinnt sogar den Grimme-Online-Award. Für sein neues Youtube-Projekt interviewt Sick Musikgrößen und kocht mit Promis, wie dem Rapper Sido und der Band Kraftklub, vor laufender Kamera.

Auch wenn es ihm gelingt, dauerhaft clean zu bleiben, das Thema Drogen spielt nach wie vor eine zentrale Rolle in seinem Leben. Der Presenter Joe Bausch findet heraus, wie Sick dem zermürbenden und jahrzehntelangen Kreislauf aus Drogen und Kriminalität entkommen konnte und wie er heute zu seiner kriminellen Karriere steht.

Dianas Tod – Sieben Tage, die die Welt bewegten

Stab

Erstausstrahlung:   Donnerstag, 31. August 2017, ab 20.15 Uhr
Redaktion:Amira Mesic
Länge:  2 x ca. 45 min

 

Inhalt

20.15 Uhr: Königreich unter Schock (Teil 1)
In zahlreichen Interviews mit Familienmitgliedern, engen Freunden, Politikern und Journalisten beleuchtet die Dokumentation die Woche von Prinzessin Dianas plötzlichem Unfalltod bis zu ihrer Beisetzung.

21.00 Uhr: Monarchie in Gefahr (Teil 2)

Die Dokumentation beleuchtet die Woche nach Prinzessin Dianas Tod und geht der Frage auf den Grund, wie es kam, dass Diana eine so außergewöhnliche Wirkung auf Menschen in aller Welt hatte. Dabei erzählen unter anderem ihre Söhne Prinz William und Prinz Harry sehr persönlich von ihrem Verhältnis zu ihrer Mutter und von ihrer Reaktion auf die Nachricht von ihrem Tod bis hin zum Tag der Beerdigung.

Die unsichtbare Macht – Lobby-Republik Deutschland

Stab

Erstausstrahlung:      Donnerstag, 7. September 2017, 20.15 Uhr
Autor:Stefan Jäger
Produktion:  medi-cine
Redaktion:  Imke Meier
Länge:  ca. 45 min

 

Inhalt

Lobbyismus – ein Begriff, der in der Gesellschaft eher negativ behaftet ist: Von der Einflussnahme auf politische Entscheidungen ist die Rede und von Propaganda-Mache, die die Bevölkerung verunsichert. Dabei ist Lobbyismus in Deutschland legal und sogar durch die Verfassung geschützt. Befürworter und Kritiker sind der Meinung: Lobbyismus gehört zu einer guten Demokratie dazu – nur müsse er – laut den Kritikern – transparenter werden. Denn oft findet er hinter den Kulissen statt, unter Ausschluss der Öffentlichkeit.

Dabei ist Lobbyismus dem Ursprung des Wortes nach eine transparente Sache: In der Lobby des Parlaments, in dessen Vorraum, sollten Bürger und Interessenvertreter ihre Anliegen an die Abgeordneten tragen. Das Ideal: Jeder hat Zugang zu seinen Abgeordneten, egal aus welcher gesellschaftlichen Gruppe. Doch die Realität sieht meist anders aus.

Rund 5000 Lobbyisten gibt es derzeit allein in Berlin – statistisch kommen damit auf einen Abgeordneten acht Lobbyisten. Doch sind Lobbyisten deswegen gleich als die "fünfte Macht" im Staat zu bezeichnen, die beim Essen in teuren Restaurants den Politikern  Entscheidungen einflüstern? Wie viel Einfluss nehmen Lobbyisten wirklich auf die Politik?

Auf der Suche nach Antworten auf diese Fragen geht Autor Stefan Jäger auf eine Reise zu den Machtzentren des Lobbyismus. Eine lobbykritische Stadtführung durch Berlin macht deutlich, was auf den ersten Blick nicht ersichtlich ist: Rund um den Reichstag haben sich viele Unternehmen, Verbände, PR-Agenturen und andere Lobbyisten angesiedelt. Was tut sich in Sachen Lobbyismus hinter den Häuserfassaden des Regierungsviertels?

Auch Lobbyisten, wie Thilo Bode zu Wort. Der ehemalige Chef von Greenpeace ist seit zehn Jahren Chef der Nichtregierungsorganisation „Foodwatch“. Er sagt, dass man nur durch Lobbyismus etwas im Sinne der Verbraucher ändern kann. Ist er der gute Lobbyist, nur weil er sich für gesunde und nachhaltige Ernährung engagiert? Kritiker werfen ihm vor, dass er mit unwahren Behauptungen nur eigene Interessen verfolgt.
Der SPD-Bundestagsabgeordnete Marco Bülow berichtet aus eigener Erfahrung, wie unterschiedlich Lobbyisten versuchen, ihre Interessen in der Politik durchzusetzen und ihn und andere Abgeordnete zu beeinflussen. „Politik wird immer mehr zu einem Spielball der großen Konzerne. Mal werden Parlamentarier unter Druck gesetzt, mal setzen Lobbyisten auf Schmeicheleien“, sagt er.
Ein zweites großes Machtzentrum des Lobbyismus ist Brüssel, Sitz des Europaparlaments. Vor Ort gibt Anwalt und Lobbyist  Andreas Geiger einen Einblick in seine Art der Lobby-Arbeit.
Weitere Protagonisten des Films sind:
Lobbyist Dominik Meier von der Deutschen Gesellschaft für Politikberatung (degepol)
Die „Seitenwechsler“ Andreas Breitner, ehemaliger Innenminister von Schleswig-Holstein und Stefan Kapferer, FDP-Politiker, beide sind jetzt Lobbyisten großer Unternehmen
Roman Ebener von der Nichtregierungsorganisation „abgeordnetenwatch.de
Prof. Hans-Jürgen Papier, ehemaliger Präsident des Bundesverfassungsgerichts
Harry Neumann, einst aktives Mitglied beim BUND, Bund für Umwelt und Naturschutz und Befürworter alternativer Energien. Er verlässt den BUND, nachdem er für sich feststellt, dass der BUND sich zum Mittel der Windenergielobby machen lässt.
Matthias Willenbacher, einst erfolgreicher Projektentwickler für alternative Energien, der am eigenen Leib erfahren hat, wie es ist, wenn man vom „Guten“ zum „Schlechten“ wird.

Infos zu ZDFinfo

ZDFinfo setzt seinen Wachstumskurs weiter fort: Im Jahr 2016 erreichte der Digitalsender einen Marktanteil von 1,2 Prozent sowohl bei den Zuschauern gesamt als auch bei den 14- bis 49-Jährigen. Im Jahr 2015 erzielte ZDFinfo 1,1 Prozent Marktanteil bei den 14- bis 49-Jährigen und 1,0 Prozent bei den Zuschauern gesamt. 2014 lag der Marktanteil sowohl bei den Zuschauern gesamt als auch bei den 14- bis 49-Jährigen noch bei 0,9 Prozent.

Im Monat Juni 2017 erreichte ZDFinfo einen Marktanteil von 1,2 Prozent, sowohl bei den gesamten Zuschauern als auch in der Zielgruppe der 14- bis 49-Jährigen.

Der Digitalsender mit hochwertigen Dokumentationen aus den Themenfeldern Zeitgeschichte, Politik, Wissen und Service hat dabei von seinem stetig wachsenden Programmangebot profitiert. Pro Monat starten rund 30 neue ZDFinfo-Dokus.

Robert Bachem, Leiter des Programmbereichs ZDFinfo, Gesellschaft und Leben: "Es freut mich, dass wir mit hochwertigem und anspruchsvollem Doku-Programm jüngere Zuschauergruppen für die ZDF-Programmfamilie zurückgewinnen können. Gerade Menschen, die mitten im Leben stehen, schätzen unser Programmangebot, bei dem man immer etwas lernt. Mit diesem klaren Profil wollen wir weiter erfolgreich sein."

Beim Start 2011 hatte ZDFinfo lediglich 0,1 Prozent Marktanteil und ist seitdem kontinuierlich gewachsen.

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