Copyrigt ZDf/Oliver Ziebe
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Lotta & ...

Zwei neue "Lotta"-Filme: "Lotta & der schöne Schein" (18. April 2019): Lotta wächst das Leben über den Kopf. Mit Kind und Job als Ärztin bleibt keine Zeit für den Rest: Freizeit! Ein neues Jobangebot ändert alles. Und dann stehen plötzlich auch noch Papa Meinolf und Bruder Sebastian vor der Tür.
"Lotta & der Mittelpunkt der Welt" (25. April 2019): Lotta und ihre Tochter Lilo haben endlich Sommerferien. Das Landleben ruft! Richtig erholsam ist es bei Lottas Papa und seiner esoterischen neuen Freundin Maren jedoch nicht. Der Zusammenhalt der Familie wird auf die Probe gestellt.

Texte

Lotta & der schöne Schein
Nach Motiven des Romans "Die letzten Dinge" v. Annegret Held
Donnerstag, 18.4.2019, 20.15 Uhr

Stabliste
Schnitt: Diana Matous
Musik: Ali N. Askin
Kamera: Julia Baumann
Drehbuch: Birgit Maiwald
nach einer Idee von: Anika Soisson, Markus Staender
Regie: Christina Schiewe

Lotta wächst das Leben über den Kopf. Mit Kind und Job als Ärztin bleibt keine Zeit für den Rest: Freizeit. Aber ist der Rest nicht auch das Leben? Ein neues Jobangebot ändert alles. Mitbewohnerin Mona hat Beziehungen zum Dekan der Uni. Lotta darf eine Probevorlesung halten. Ausgerechnet die Tochter ihrer Chefin ist nun ihre Studentin. Magda ist natürlich Musterstudentin. Lotta findet heraus, dass sie dafür einen sehr hohen Preis bezahlt. Als wäre die neue berufliche Situation nicht aufregend genug, stehen plötzlich Papa Meinolf und Bruder Sebastian vor der Tür. Beide mit eigenen Problemen im Gepäck, für die Lotta sich natürlich gleich verantwortlich fühlt. Immer rein in die Bude - vorübergehend wohnen jetzt alle Brinkhammers in Lottas WG. Meinolf wird von schweren Schlafproblemen geplagt und irrt zu Lottas Leidwesen nächtelang durch die Wohnung. Sebastian, frisch verlassen von seiner Frau, lässt sich erst einmal von Mona ins Berliner Nachtleben entführen. Lotta muss schließlich schmerzvoll erfahren, dass sie nicht alle Probleme der Welt gleichzeitig lösen kann.

Die Rollen und ihre Darsteller
Lotta Brinkhammer - Josefine Preuß
Meinolf Brinkhammer . Frank Röth
Sebastian Brinkhammer - Bernhard Piesk
Maren - Catherine Flemming
Mona - Carol Schuler
Danny - Dennis Moyen
Dr. Gloria Rubens - Kirsten Block
Magda Rubens - Camille Dombrowsky
Dekan Ingenberg - David Bunners
Lilo Brinkhammer - Sophia Louisa Schillner
und andere

Lotta & der Mittelpunkt der Welt
Nach Motiven d. Romans "Die letzten Dinge" von Annegret Held
Donnerstag, 25.4.2019, 20.15 Uhr

Stabliste
Schnitt: Ulrike Leipold
Musik: Ali N. Askin
Kamera: Eddie Schneidermeier
Drehbuch: Birgit Maiwald
Regie: Andreas Menck

Lotta und ihre Tochter Lilo haben endlich Sommerferien. Das Landleben ruft! Richtig erholsam ist es bei Lottas Papa mit seiner neuen esoterischen Freundin Maren jedoch nicht. Ständig geraten die studierte Ärztin Lotta und die alternative Heilerin Maren aneinander. Ein vordergründiger Streit: Lotta wird durch die neue Frau im Haus vor allen Dingen schmerzvoll an ihre viel zu früh verstorbene Mutter erinnert. Alte Wunden reißen auf, und der Haussegen bei den Brinkhammers hängt mal wieder gewaltig schief. Auch Lottas Bruder Sebastian bewegt sich auf wackeligen Füssen. Frisch getrennt entdeckt er neue Seiten an sich, die ihn mehr erschrecken als erfreuen. Als Maren eine unerwartete Diagnose erhält, müssen sich die Brinkhammers entscheiden, ob sie zusammenhalten wollen.

Die Rollen und ihre Darsteller:
Lotta Brinkhammer - Josefine Preuß
Meinolf Brinkhammer - Frank Röth
Sebastian Brinkhammer - Bernhard Piesk
Maren - Catherine Flemming
Rüdiger - Ulrich Friedrich Brandhoff
Lilo Brinhammer - Sphia Louisa Schillner
Maike - Sylta Fee Wegmann
Gerdy - Jytte-Merle Böhrnsen
Frau Bergmann - Hildegard Schroeter
Gunnar - Johannes Suhm
und andere

Interview mit Josefine Preuß

Dieses Mal kommt „Lotta“ gleich im Doppelpack mit zwei neuen Filmen im ZDF. Sie sind von Anfang an in der Rolle der Lotta dabei. Wie ist das für Sie?

Josefine Preuß: „
Ich freue mich sehr darüber. Es gibt immer noch so viel zu erzählen, wunderbare Geschichten, die in und um Lottas Leben herum passieren. Das liegt sicherlich an der Unstetigkeit von Lotta. Sie ist immer noch nicht angekommen und das ist auch gut so. Der Ankerpunkt der Geschichten ist die Familie Brinkhammer - Lotta, ihr Bruder Basti und deren Vater Meinolf. In den nächsten beiden Folgen steht die Familie wieder mehr im Mittelpunkt und es passiert viel.

Was denn genau?

Jeder der Brinkhammers versucht, seinen Platz im Leben zu finden: Lotta will sich beruflich etwas verändern und versucht sich als Medizin-Dozentin an der Uni. Meinolf hat wieder einmal eine neue große Liebe, mit der er nach Thailand auswandern möchte, weshalb er das gemeinsame Elternhaus verkaufen will. Darunter leidet Lotta mehr, als sie sich eingestehen möchte. Und ihr Bruder Basti steht vor seinem Ehe-Aus und gesteht sich vielleicht nun endlich ein, homosexuell zu sein.

Wie bringen Sie im Spiel immer wieder frischen Wind in Ihre Rolle, die sie ja nun schon sehr viele Jahre begleitet
?
Um Lotta herum gibt es ein eingespieltes Schauspieler-Team. Wir lieben, kennen und verteidigen unsere Rollen und müssen gar nicht viel machen - starke Charaktere, die wir verinnerlicht haben. Mit der Zeit werden auch die Rollen älter und machen eine Entwicklung durch. „Älterwerden“ mit einer Rolle macht unheimlich viel Spaß. Das ist super, das hat man selten. Außerdem können die Zuschauer wichtige Lebensstadien durch Lotta erleben: die Orientierungsphase nach der Schule, Aushilfsjobs, Studium, Arbeitssuche, Leben in einer WG, Mutter werden, Liebesbeziehungen etc.

Wie ergeht es Ihnen als Schauspielerin inzwischen mit Lotta?

Lotta ist so schön impulsiv, das mag ich sehr gern an ihr. Sie rennt mir nur zu oft, da sie ständig zu spät dran ist. Deshalb muss ich für die Dreharbeiten einfach fit sein, damit ich mit Lottas Tempo mithalten kann. Ich bin von Natur aus viel ruhiger, auch wenn sich manche das nicht vorstellen können. Und ich mag ihre Unerschütterlichkeit: sie wird gern „getriggert“ und lässt sich nichts sagen, sondern lebt nach dem Motto: “Jetzt erst recht“ und legt los, um eine neue Lösung zu finden.

Auch in den neuen Folgen werden wieder lebensnahe Themen behandelt.

Das mag ich an dieser Reihe. In diesen Filmen wird der Finger immer ganz tief in die Wunden gelegt, die Geschichten sind nie oberflächlich. Es gibt so viele Bereiche. Besonders wichtig finde ich, dass die gesundheitspolitischen Probleme in unserer Gesellschaft und die schlechte Gesundheitspolitik hier ganz unverschönt angesprochen werden. Gerade in Folge 8 geht es um den Notstand von Ärzten auf dem Land. Was machen die Bewohner auf dem Land, wenn sich gerade mal wieder kein Arzt niederlassen will? Oder Altersarmut, Pflegenotstand, demographischer Wandel und die inzwischen 5 Pflegegrade, weshalb sich viele im Alter die Pflege nicht mehr leisten können - das sind Themen, die richtig weh tun. Und mittendrin Lotta, die fast schon neurotisch die Welt retten will.

Und dann wird über Lotta noch eine andere, hochaktuelle Thematik transportiert: Schulmedizin versus Naturheilkunde. Die
Ärztin Lotta ist ja eher die klassische Schulmedizinerin.
Auch so eine Thematik, die ich super interessant finde, da es zwischen den beiden Ansätzen die größt mögliche Diskrepanz gibt und damit die meisten Reibungspunkte zwischen den beiden Frauen.

Und was halten Sie presönlich von Naturheilkunde?

Ich halte es nach dem Motto: Jeder, woran er glaubt! Ich persönlich bin der Meinung, Medikamente wurden dazu gemacht, um uns zu helfen. Bestimmte Sachen reichen bei der Naturheilkunde einfach nicht aus, da muss dann wieder die Schulmedizin her. Die Natur hilft, aber es gibt Grenzen. Sie zu kennen, ist wichtig. Am besten ist es, mehrere verschiedene Meinungen einzuholen. Jeder sollte auf seine innere Stimme hören und darüber entscheiden, was richtig und gut ist.

Lotta will dem Konzept der "Work-Life-Balance"gerecht werden, indem sie weniger arbeiten möchte, um mehr Zeit mit ihr Tochter verbringen zu können. Wie gelingt Ihnen der Ausgleich zwischen Berufs- und Privatleben?

Ich bin super glücklich in meinem Beruf als Schauspielerin und möchte das noch sehr lange machen. Da ich nicht wie viele andere Montag bis Freitag von neun bis fünf arbeite, kann ich mir so immer zwischendrin kleine Ruheinseln schaffen. Als Ausgleich mache ich dann viel Kultur oder bin mit meinen Freunden und meiner Familie zusammen. Ich reise gern und viel, um andere Kulturen kennen zu lernen. Die Wintermonate sind meine Reisezeit.

Für Lotta ist die Vorstellung, dass Meinolf das Elternhaus verkaufen will, schwer zu ertragen. Warum?
Lottas Elternhaus ist ihre Basis, der Ort, an den sie nach Hause kommen kann. Ihr Elternhaus ist ihr Zufluchtsort, ihr Rückgrat.

Und was bedeutet für Sie Heimat?
Früher hätte ich gesagt: Wo mein Bett steht, ist Heimat. Heute ist sie da, wo meine Freunde sind. Es ist nicht unbedingt ein Haus oder der Ort, an dem ich aufgewachsen bin. Ich brauche bestimmte Leute um mich herum, um mich heimisch zu fühlen.

Was wünschen Sie sich für Lotta?

Dass sie nie ankommt. Sie ist immer im Fluss und bewegt sich und damit auch andere.

Das Interview führte Silvia Schumacher.

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