Copyright: ZDF / Guido Engels
Copyright: ZDF / Guido Engels

Marie Brand und die Liebe zu viert

Krimireihe

Darf ich bitten? Die Kölner Hauptkommissare Marie Brand (Mariele Millowitsch) und Jürgen Simmel (Hinnerk Schönemann) legen in der Tanzschule eine kesse Salsa-Sohle aufs Parkett eine willkommene Ablenkung von ihren anstrengenden Ermittlungen in einem besonders komplexen Mordfall. Das Opfer: ein Catering-Koch, der mit einer Ärztin und einem Geschäftsmann in einer offenen Dreiecksbeziehung lebte.

  • ZDF, Ostersamstag, 11. April 2020, 20.15 Uhr
  • ZDF Mediathek, Ab Karfreitag, 10. April 2020, 10.00 Uhr

Texte

Stab

Buch     Christian Schiller, Marianne Wendt
RegieJudith Kennel
KameraNicolay Gutscher
SchnittJan Henrik Pusch
MusikSven Rossenbach, Florian Van Volxem
SzenenbildThomas Schmid
KostümeKerstin Westermann
ProduzentinnenIris Wolfinger, Micha Terjung
RedaktionWolfgang Feindt

Eine ZDF-Auftragsproduktion der Warner Bros. ITVP Deutschland GmbH, Köln

Die Rollen und ihre Darsteller

Marie Brand     Mariele Millowitsch
Jürgen SimmelHinnerk Schönemann
Andi DietrichMarcus Mittermeier
Laura WaaserIdil Üner
Malve LindowSophie Lutz
Fritzi LindowEmilie Neumeister
Greg WaaserLukas Hupfeld
Bert StolzJan Messutat
Konstantin StarkManuel Rubey
und andere

Inhalt

Die Leiche des Catering-Kochs Silvio Meinert wird in einem Kölner Parkbrunnen gefunden. Die Hauptkommissare Marie Brand und Jürgen Simmel nehmen die Ermittlungen auf.

Im privaten Umfeld des Toten finden die Kommissare heraus, dass Silvio in einem polyamoren Haushalt lebte. Die Ärztin Laura, der Geschäftsmann Andi und Silvio führten seit mehreren Jahren eine offene Dreiecksbeziehung.

Lauras Sohn Greg akzeptierte beide Männer als seine Väter und sah die Lebensform seiner Familie als Gewinn. Immer wieder gab es für die Erwachsenen auch weitere Partner, die der Kernbeziehung der drei aber untergeordnet waren. Kommissar Simmel, der mit der Polyamorie reichlich überfordert ist, vermutet sofort eine Eifersuchtstat. Alle beteuern, dass dieses Beziehungskonstrukt, das auf Offenheit und Vertrauen basiert, sehr gut funktioniert habe. Marie Brand findet heraus, dass sich die Verhältnisse verändert haben, als Silvios neue Liebe Malve mit ihrer Tochter Fritzi in das Haus einzog. Malve wollte Silvio für sich allein haben, und Silvio schien nicht abgeneigt, sich darauf einzulassen. Für Laura, die ihr Lebenskonzept in Gefahr sah, durchaus ein Motiv.

Aber es gab auch geschäftliche Probleme, die Andi als möglichen Täter in den Mittelpunkt rücken. Silvio wollte den insolventen Catering-Service, den er gemeinsam mit Andi betrieben hat, verlassen und eine Karriere als Fernsehkoch starten. Hat Andi, aus Wut über den Verrat, seinen Partner und Freund im Brunnen ertränkt?

Ebenfalls verdächtig ist der Lebensmittelhändler Bert Stolz, mit dem Andi einen betrügerischen Deal eingegangen ist und den Silvio aufgedeckt hat.

Während Marie und Simmel damit beschäftigt sind, sich durch das Geflecht von Beziehungen zu arbeiten, erkennen sie fast zu spät, dass die beiden Jugendlichen Greg und Fritzi durch Silvios Tod jeden Halt verloren haben und auf ihrer überstürzten Flucht von zu Hause in große Gefahr geraten.

Interview mit Mariele Millowitsch

Zu Beginn und am Ende des neuen "Marie-Brand"-Krimis legen Sie mit Hinnerk Schönemann eine heiße Sohle aufs Tanzparkett.

Ich tanze gerne und es hat mir großen Spaß gemacht, für die Rolle ein paar Tanzstunden zu nehmen. Hinnerk und ich hatten beide große Freude daran, diese Szenen zu drehen.

Wenn Sie diese unbeschwerten Szenen in diesen Tagen sehen, was geht da in Ihnen vor?

Es wird einem bewusst, wie schnell die Dinge sich ändern können. Gestern konnten wir tanzen und feiern, heute sieht alles anders aus. Man kann sich auf nichts verlassen.

Auch Ihre Produktion ist von der Epidemie betroffen. Warner musste die Dreharbeiten für den nächsten "Marie-Brand"-Film am 16. März abbrechen. Finden Sie diese Maßnahme gerechtfertigt – eine Frage an eine Schauspielerin, die aufgrund ihres ursprünglichen Berufes medizinische Vorkenntnisse hat?

Sie wird gerechtfertigt sein – wir haben es hier mit einer Pandemie zu tun. Es ist notwendig, an die Menschen zu denken, die man infizieren kann und die das möglicherweise mit ihrem Leben bezahlen.

Wie sieht Ihr Alltag jetzt aus?

So schnell verliere ich die Nerven nicht. Ich lese viel, gehe wandern, bepflanze den Garten, mache zu Hause Sport.

Wie schon der Sendetitel andeutet, spielt der aktuelle Krimi "Marie Brand und die Liebe zu viert" in besonderen Familienverhältnissen. Wie wirkte für Sie die Dreiecksbeziehung des ermordeten Cateringkochs: befremdlich oder gar interessant?

Für Frau Brand ist das natürlich interessant. Sie urteilt nicht, sondern beobachtet. Was mich persönlich betrifft, gilt dieser Spruch auch.

Was halten Sie von einer polyamoren Lebensform?

Das wäre nichts für mich. Ich bin eine passionierte Einzelgängerin.

Simmel und die Frauen – in der neuen Folge wird ein weiteres Kapitel bei seiner Suche nach der Richtigen aufgeschlagen. Mit ihrem Besuch in der Tanzschule unterstützt Marie ihren Kollegen sogar ein bisschen.

Natürlich tut er Frau Brand leid, er hätte so gerne eine schöne Beziehung. Aber leider liegt er oft daneben, und dann steht sie ihm mit Rat und Tat zur Seite.

Wenn der "Corona-Sturm" vorbei ist: Worauf freuen Sie sich am meisten – auf der einen Seite beruflich, auf der anderen persönlich?

Ich freue mich darauf, wieder soziale Kontakte pflegen und wieder arbeiten zu können, eben auf die "Normalität".

Das Interview führten Gitta Deutz und Christian Schäfer-Koch.

Fotohinweis

Fotos über ZDF Presse und Information
Telefon: (06131) 70-16100 oder über
https://presseportal.zdf.de/presse/mariebrand

Impressum

ZDF Hauptabteilung Kommunikation
Presse und Information
Verantwortlich: Alexander Stock
E-Mail: pressedesk@zdf.de
© 2020 ZDF

Ansprechpartner

Name: Christian Schäfer-Koch
E-Mail: schaefer-koch.c@zdf.de
Telefon: 06131-70 1 5380