Mein härtester Weg

Pilgern nach Santiago de Compostela

Fünf Menschen machen sich auf den Weg zusammen den Camino de Santiago, den 800 Kilometer langen Jakobsweg, zu laufen. Carsten (50), Monika (41), Brigitte (61), Michael (29) und Annikó (35) kommen aus unterschiedlichen Lebenssituationen, haben ihre eigenen Geschichten und jeweiligen Gründe, den Weg zu laufen. Sie kennen sich nicht und wollen das Abenteuer Jakobsweg zusammen bewältigen. Das Filmteam ist Teil der Pilgergruppe und somit immer dabei, auch wenn die Stimmung kippt oder wenn die Körper der ungewohnten Belastung nicht standhalten. Eine Dokumentation über eine Reise zu sich selbst.

  • ZDF, Pfingstmontag, 10. Juni 2019, 18.15 Uhr
  • ZDF Mediathek, ab Montag, 10. Juni 2019, 10.00 Uhr

Texte

Sendedatum, Inhalt

Pfingstmontag, 10. Juni 2019, 18.15 Uhr, ZDF
ab Montag, 10. Juni 2019, 10.00 Uhr, ZDFmediathek

Mein härtester Weg Pilgern nach Santiago de Compostela

Film von Susanne Bohlmann

Die Strecke von Saint-Jean-Pied-de-Port in Frankreich bis nach Finisterre hinter Santiago de Compostela ist so populär wie nie zuvor. Waren es in der Vergangenheit religiöse Motive, die die Pilger zu der beschwerlichen Reise bewegten, wollen heute viele Menschen einfach raus aus ihrem Alltag. Der Weg von den französischen Pyrenäen nach Santiago de Compostela bis zum "Ende der Welt" kann so zu einem Weg zu sich selbst werden. Pilgern bedeutet auch Verzicht und ungewohnte Strapazen. Jeder muss sein ganzes Gepäck auf dem Rücken tragen. Geschlafen wird in einfachen Herbergen – oft zu fünft in einem Raum.

In den sechs Wochen der Dreharbeiten durchwandern die Protagonisten Carsten, Monika, Brigitte, Michael und Annikó bei Sonne, Regen, Nebel und Schnee die verschiedenen Regionen Nordspaniens. Mit den wechselnden atemberaubenden Landschaften von Navarra, Rioja, Nordkastilien und Galicien ändern sich auch ihre Stimmungen, die Dynamik der Gruppe, die körperlichen Konditionen und das innere Erleben.

Jeder hat ein anderes, ein eigenes Tempo und nicht alle schaffen es bis ans Ende. Jeder wird ein Stück weit mit sich selbst konfrontiert, man spricht über Angst, Vertrauen, Liebe und Tod. Immer wieder wird auch die Gruppe auf ihren Zusammenhalt geprüft, und Konflikte sind unausweichlich. Momente des Glücks, der Trauer und der Erkenntnis werden geteilt, man lacht, weint und lernt zusammen in dieser Zweckgemeinschaft auf Zeit.

Während beim Kennenlernen zu Hause oft die erste Frage die nach dem Beruf ist, lautet sie hier: "Warum läufst Du den Weg?" Und die Antworten könnten unterschiedlicher kaum sein. Manche wollen Klarheit, wollen Antworten, wollen raus aus der Komfortzone, oder sie suchen die Stille.

Der Camino gibt dir, was du brauchst, nicht was du suchst – so heißt es. Und so stellen auch Carsten, Michael, Brigitte, Monika und Annikó fest, dass ihre Erwartungen wenig mit dem zu tun hatten, was sie auf ihrer Reise erlebten.

Fotos sind erhältlich über ZDF Presse und Information, Telefon: 06131 – 70-16100, und über https://presseportal.zdf.de/presse/pfingstprogramm

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