Von links: Tülay Yildrim (Idil Üner), Erichsen (Armin Rohde), Lulu Koulibaly (Sabrina Ceesay), Copyright: ZDF/Marion von der Mehden
Von links: Tülay Yildrim (Idil Üner), Erichsen (Armin Rohde), Lulu Koulibaly (Sabrina Ceesay), Copyright: ZDF/Marion von der Mehden

Nachtschicht - Blut und Eisen

Der Fernsehfilm der Woche

Kevin sucht seit Monaten eine neue Stelle. Sturmhaube auf, Nazi-Tattoos am Hals, Pistole in der Hand - so droht er in einem Video, den Personalchef umzulegen, wenn er heute im Bewerbungsgespräch wieder eine Absage kassiert. Wenig später sitzt der Koch Personalchef Mübariz gegenüber. Der freut sich über Kevins Qualifikation. Allerdings müssen die Nazi-Tattoos weg, sonst kann er den Job nicht kriegen. Eine Mitarbeiterin ruft derweil die Polizei. Sie hat das Drohvideo im Netz gesehen und Kevin erkannt. Erichsen und sein neues Team, Nachwuchspolizistin Lulu und Hauptkommissarin Tülay, müssen zum Einsatz.

  • ZDF, Montag, 29. März 2021, 20.15 Uhr
  • ZDF Mediathek, ab Montag, 22. März 2021, 10.00 Uhr

    Texte

    Stab und Besetzung

    Buch und Regie   Lars Becker
    KameraSimon Guy Fässler
    TonBenedikt Gaußling
    MusikStefan Wulff und Hinrich Dageför
    SzenenbildDaniela Herzberg
    SchnitttSanjeev Hathiramani
    KostümbildClaudia González Espíndola
    MaskeAdella Selzer, Anja Hoppe
    CastingSandra Köppe
    ProduktionNetwork Movie Film- und Fernsehproduktion GmbH, Köln
    Produzentin/ProduzentBettina Wente, Wolfgang Cimera
    HerstellungsleitungAndreas Breyer
    ProduktionsleitungFrank Mähr
    RedaktionDaniel Blum
    Länge

    ca. 89 Minuten

    Die Rollen und ihre Darsteller*innen
    Erichsen   Armin Rohde
    Tülay YildirimIdil Üner
    Lulu KoulibalySabrina Ceesay
    Ömer Kaplan Özgür Karadeniz
    Walter  Albrecht Ganskopf
    Kevin KruseAurel Manthei
    Mabel Kruse     Marleen Lohse
    Mübariz PettekayaKais Setti
    Dexter Herold   Tristan Seith
    Park Ali Singh   Navid Navid
    Roland Herzog    Bernhard Schir
    Svetlana Herzog  Jule Böwe
    Mike Steiner Frederic Linkemann
    Peggy Steiner   Katharina Heyer
    und andere

    Inhalt

    "Ich liebe meinen Job", sagt der Koch in die Videokamera – Sturmhaube auf, Nazi-Tattoos am Hals, Pistole in der Hand. Er sucht seit Monaten eine neue Stelle. Und wenn er heute im Bewerbungsgespräch wieder eine Absage kassiert, dann legt er den Personalchef um. Versprochen!

    Wenig später sitzt Koch Kevin Personalchef Mübariz gegenüber. Der freut sich über Kevins Qualifikation, aber neben dessen Vorstrafen machen ihm vor allem die Nazi-Tattoos Sorgen. Die müssen weg. Vorher kann er den Job nicht kriegen. Kevin greift schon nach der Pistole, da klingelt das Telefon. Eine Mitarbeiterin hat das Drohvideo im Netz gesehen und Kevin erkannt. Während Mübariz die Absage flugs zur Zusage umformuliert, wird im Nebenzimmer die Polizei gerufen.

    Erichsen sucht derweil seinen Schreibtisch im neuen KDD und findet stattdessen ein neues Team: Nachwuchspolizistin Lulu und Hauptkommissarin Tülay warten schon auf ihn. Die drei müssen zum Einsatz.

    Kevin spendiert unterdessen seiner hochschwangeren Freundin Mabel Burger und Pommes und verkündet breit grinsend die frohe Botschaft: endlich Arbeit. Da werden die Beiden auch schon von Erichsen und Tülay eingesackt und aufs Präsidium gebracht. Fall gelöst? Mitnichten. Kevins Video geht viral und ruft nicht nur seinen brandgefährlichen Freund Dexter auf den Plan, sondern auch die Gesinnungsgenossen und Parteikollegen Roland und Mike, die um ihre Reputation fürchten. Zu allem Überfluss besorgt sich Mübariz eine Waffe – aus Angst, dass die Polizei ihn nicht vor Kevin schützen kann – und setzt diese auch ein.

    Audio-Interview mit Lars Becker

    Hier finden Sie das Interview mit Lars Becker als Audio-Datei und die Abschrift des Interviews als Word-Datei.

    Interview mit Armin Rohde

    Die 17. "Nachtschicht" war im Juni 2020 eine der ersten Produktionen, die unter Pandemiebedingungen gedreht wurde. Woran erinnern Sie sich noch besonders?

    An unsere Hygienebeauftragte. Sie war toll. Sie war wie eine Dompteuse, denn sie musste überall gleichzeitig sein und auf uns aufpassen, uns daran erinnern, wann und wo wir Masken tragen mussten, welche Abstände einzuhalten sind, was wir anfassen durften und was nicht. Wie wir alle, hatte sie das noch nie gemacht. Es gab bis dahin ja kein Beispiel, wie man es richtig macht. Wir hätten das im Film natürlich auch noch mehr thematisieren können, aber das hätte bei der Art von Komik, die der "Nachtschicht" zu eigen ist, nicht funktioniert. So haben wir die im Sommer noch ungewohnte Situation einfach spielerisch mit einfließen lassen.

    Erichsen bekommt zwei neue Kolleginnen, Tülay und Lulu. Wie kommt er mit dieser neuen Situation klar?

    Erichsen braucht ein wenig, um sich auf diese neue Situation einzustellen. Er kommt aus einer anderen Zeit und ist nicht so geübt darin, einen 30 Jahre jüngeren Menschen als Vorgesetzten zu akzeptieren. Eigentlich begegnet Erichsen allen Menschen immer auf Augenhöhe, aber in der Situation kommen einige Dinge zusammen. Neue Räumlichkeiten, die alten, geliebten Kolleginnen wurden versetzt, plötzlich sind da zwei Neue. Er ist sich nicht sicher, ob die junge Kollegin Lulu, die gerade von der Uni kommt, schon soweit ist, um einen Fall zu lösen. Man merkt der Figur diese erste Verunsicherung an. Erichsen fehlt anfangs seine gewohnte Souveränität.

    Die Fälle im KDD können nur im Team gelöst werden. Wie wichtig ist Teamwork für Sie und Ihre Arbeit?

    Überragend wichtig! Einer meiner ältesten Sprüche in meinem Beruf ist: "Du kannst allein nicht gut sein!" Ich kann spielen wie ein junger Gott, wenn aber das Licht nicht stimmt oder ich die falsche Perücke aufhabe, dann funktioniert das ganze Stück nicht. In diesem Beruf ist man unglaublich darauf angewiesen, dass jeder Einzelne weiß, was er zu tun hat und sein Handwerk aus dem FF beherrscht. Film geht nur im Team. Ich glaube, der Erfolg der "Nachtschicht" ist auch darin begründet, dass wir als Team vor und hinter der Kamera nach so langer Zeit einfach sehr gut eingespielt sind.

    Überall in der Welt, auch in Deutschland, sind Populisten und Rechte auf dem Vormarsch. Sie haben sich dazu schon häufiger geäußert. Wie wichtig ist es, dass Künstler diese Themen aufgreifen?

    Gerade als Künstler sollte man seinen Bekanntheitsgrad dafür nutzen, sich gegen diese verbohrte, geschichtsleugnende Großmäuligkeit zu stellen, die von rechts kommt. Es gibt sie zwar, die AfD-Anhänger, Rechtsradikalen, Nazis und gewaltbereite Konsorten, die daran arbeiten, die Demokratie zu destabilisieren und die Institutionen zu unterwandern. Aber sie sind längst nicht so viele, wie sie tun. Wir sollten uns nicht verwirren und ängstigen lassen.

    Das Interview führte Ellen Wirth.

    Drei Fragen an Idil Üner

    Mit welchen Gefühlen sind Sie Ihren Dienst als neue Kommissarin in der "Nachtschicht" angetreten?

    Ich wollte schon lange mal mit Lars Becker zusammenarbeiten. Ich kenne ihn seit langer Zeit, hatte aber noch nie die Gelegenheit, mit ihm zu arbeiten. "Nachtschicht" ist ein außergewöhnliches Format. Dabei zu sein und dann auch noch im Hauptcast – wer will das nicht? Armin ist ein toller, leidenschaftlicher Schauspieler, die anderen Schauspieler sind auch alle hochkarätig. Da reihe ich mich gerne ein.

    Was qualifiziert Tülay für die Arbeit im Kriminaldauerdienst? Wie ist Tülay als Mensch?

    Tülay hat hohe Ansprüche an sich, denen sie auch zum größten Teil gerecht wird. Wenn's um ihre Kinder und ihren Ex geht, schwappen die Gefühle hoch, und sie muss sich zusammenreißen. Aber diese Empathie-Fähigkeit sowie ihre fundierten Erfahrungen aus der Polizeilaufbahn helfen ihr, neben Erichsen mitzuhalten beziehungsweise ihn zu ergänzen. Die Nachtschicht ist eine abwechslungsreiche Herausforderung nach ihrer Zeit beim LKA.

    Lars Becker behandelt immer wieder gesellschaftsrelevante Themen in der "Nachtschicht". Wie wichtig ist es Ihrer Meinung nach, dass Filme Themen wie Rechtsradikalismus in unserer Gesellschaft behandeln?

    Dass Filme gesellschaftsrelevante Themen wie Rechtsradikalismus behandeln, ist sehr wichtig! Wie Nachrichten, Beiträge oder Dokumentationen schärfen Spielfilme die Sensibilität der Zuschauer für diese Themen. Vielleicht sogar noch tiefgehender, da sie durch die dramatische Struktur die Emotionen auf anderer Ebene erreichen.

    Die Fragen stellte Ellen Wirth.

    Drei Fragen an Sabrina Ceesay

    Welche Fähigkeiten bringt Lulu in das neue Team ein? Wie ist sie als Mensch?

    Lulu bringt auf jeden Fall Direktheit mit, und ich glaube, auch ein bisschen ungefilterte Ehrlichkeit. Zudem hat sie definitiv ein Gerechtigkeitsbedürfnis, von dem sie ganz schwer abweichen kann. Sie ist auf ihre Art und Weise eine Kämpferin und hat sich viel in Ihrem Leben erarbeiten müssen. Deshalb ist es ihr auch so wichtig, angstfrei Themen anzusprechen beziehungsweise recht zu haben. Ich konnte mich teilweise in ihr wiederfinden, deshalb war es total spannend für mich, ihre Geschichte zu kreieren und herauszufinden, weshalb sie so ist, wie sie ist, und woher sie sich das Recht herausnimmt, sich ihrem Vorgesetzten so frech entgegenzustellen.

    Ömer Kaplan, der Chef des KDD, spricht von der Frauenquote, als er Erichsen Lulu und Tülay als seine neuen Kolleginnen vorstellt. Was denken Sie über Frauenquote?

    Ich finde eine Frauenquote gut, genauso wie ich eine Diversitätsquote gut finde. Es gab viel zu lange eine männerdominierte Welt – die es immer noch gibt. Durch Quoten kann man erst mal gewisse Strukturen aufbrechen. Das unterstütze ich und glaube auch, dass Quoten der Anfang von Gleichberechtigung sind. Irgendwie muss frau anfangen und sich durchsetzen – von allein wird sich nichts ändern. Das heißt man muss Möglichkeiten schaffen, und dieser Weg läuft, denke ich, erstmal über die Quote. Genauso, wie man gewisse Worte neu untersuchen muss, damit man sich dann zusammen auf eine gemeinsame Sprache einigen kann. Es muss erst ein Bewusstsein für etwas entstehen und dann kann aus diesem Bewusstsein eine Art von neugefundener Selbstverständlichkeit erschaffen werden.

    Sie sind festes Ensemble-Mitglied am Staatstheater Hannover und waren bisher eher auf einer Theaterbühne als im Fernsehen zu sehen. Wie haben Sie die Arbeit mit Lars Becker vor der Kamera, ohne den direkten Kontakt zum Publikum, erlebt?

    Für mich war es eine sehr erfüllende und lehrreiche Zeit. Ich habe die Arbeit mit Lars als wahnsinnig angenehm empfunden. Es war und ist ein Geschenk mit einem Regisseur zu arbeiten, der eine Vision hat, einen mitnimmt und auch mit dem arbeitet, was die Person mitbringt. Wenn Regisseur*innen die Magie besitzen, das persönliche Etwas eines Schauspielers/einer Schauspielerin zu nehmen und daraus etwas entstehen zu lassen, dann erlebt man einen Zustand, der ganz lange im Herzen und im Kopf bleibt. Und diese Art von Zauber in einer Zusammenarbeit habe ich während der Dreharbeiten erlebt. Lars und das gesamte Team haben es geschafft, dass ich mich befreit und gleichzeitig beflügelt gefühlt habe. Es hat Spaß gemacht, mit ihm gemeinsam weiterzudenken und kreativ zu werden. Lars hat einfach eine Art mit Schauspieler*innen umzugehen, die ich unglaublich schätze. Natürlich gab es das direkte Publikum nicht, aber er hat die Vision so geteilt, dass man sich vorstellen konnte, wie es sein würde, wenn sich viele Leute den Film anschauen. Und es gibt dann doch mehr Publikum als man denkt, da die Crew am Set doch relativ groß sein kann und überall auf Monitore geschaut wird. Im Theater gibt es einen ähnlichen Prozess. Man probt darauf hin, dass ab der Premiere vor Publikum gespielt wird, aber es ist dann doch noch mal etwas ganz anderes. Im Film besteht die Möglichkeit, im Nachhinein viel verändern zu können, und ab da liegt es nicht mehr in meiner Hand. Ich konnte die Arbeit an Lars abgeben und war nicht besorgt darüber, was er daraus machen wird, weil ich weiß, was wir zusammen erschaffen haben und dass ich ihm vertraue.

    Die Fragen stellte Ellen Wirth.

    Interview mit Aurel Manthei

    Was für ein Mensch ist Kevin Kruse?

    Kevin ist Szeneaussteiger. Ein Mann Mitte/Ende Dreißig, der in seiner Vergangenheit durch Übermut, falsche Freunde und eine gehörige Portion Dummheit eine Menge Scheiße gebaut hat, die ihn heute einholt. Er ist völlig überfordert mit seiner schwangeren Frau, der Jobsuche und der Unfähigkeit mit den alten "Kameraden" endlich zu brechen. So schlittert er gleich in die nächste Katastrophe.

    Wieso ist der Job als Koch für ihn so wichtig?

    Kochen ist das, was Kevin kann. Wenn er kocht, vergisst er den ganzen rechten Mist und ist in seinem Element. Er braucht endlich einen Job, um seine kleine Familie über Wasser zu halten.

    Wie ist es um Ihre Kochkünste bestellt?

    Ich liebe Kochen! Am liebsten für zwanzig Leute und mehr. Entweder stehe ich in der Werkstatt oder in der Küche. Allerdings gibt’s bei mir kein "Chi Chi an Zitronengrastraum" oder so'n Käse. Kochen soll Spaß machen und schmecken – und darf auch satt machen. Alles andere ist Angeberei.

    Sie haben bereits mehrmals mit Lars Becker gearbeitet. Was schätzen Sie an ihm als Regisseur?

    Lars liebt die Figuren. Er liebt es, sie auf eine Reise zu schicken und ihnen gleichzeitig dabei zu helfen, diese zu meistern. Lars liebt es, lange zu arbeiten, weil er sehr genau ist, und weil er mit den Spielern gern immer wieder neue Dinge erfindet. Lars ist leise, wahnsinnig höflich und hat immer lachende Augen. Und er freut sich wie ein Kind, wenn man den richtigen Ton getroffen hat. Lars hat Vertrauen in seine Spieler. Lars ist toll!

    Für die Rolle hatten Sie Nazi-Tattoos auf ihrem Hals und Nacken. Wie hat sich das für Sie angefühlt?

    Zum Glück waren die Tattoos nur aufgeklebt. Sie gehören aber auf jeden Fall zur Figur und helfen enorm beim Spielen. Aussteiger Kevin muss sie mit sich rumschleppen oder irgendwann wegmachen lassen. Ich habe sie mir nach dem Dreh einfach abgerubbelt und war wieder der alte.

    Rechtsradikalismus ist mehr denn je auf dem Vormarsch – auch in Deutschland. Wird Ihrer Meinung nach genug getan, um diese Entwicklung zu stoppen beziehungsweise tritt unsere Gesellschaft dieser Entwicklung energisch genug entgegen? 

    Leider nein! Man kann nie genug gegen Rechtsradikalismus tun. Es fängt mit Bildung an und hört mit Liebe auf. Zurzeit schreien die Rechten einfach überall am lautesten, aber wir sind so viele mehr. Wir müssen sie davon überzeugen, dass sie verwirrt und verirrt sind, dass Hass, Ausgrenzung und Feindseligkeit niemals der Weg sein können, und sie auf unsere Seite holen.

    Das Interview führte Ellen Wirth.

    Drei Fragen an Marleen Lohse

    Sie spielen Mabel Kruse, die Frau von Kevin. Wer ist sie?

    Mabel Kruse ist im rechtsradikalen Milieu sozialisiert worden und hat auch als erwachsene Frau dieses Umfeld nie wirklich verlassen. Sie hat zwar keine Ausbildung, ist dafür aber "streetsmart" und zielstrebig. Sie hat Kevin in einem rechten Jugendclub kennengelernt, seitdem sind die beiden ein Paar. In Kürze erwarten sie ihr erstes gemeinsames Kind. Bereits während der Schwangerschaft ist Mabel eine absolute Löwenmutter und würde alles dafür tun, ihre kleine Familie zu beschützen. Ihr größter Wunsch ist es, dass Kevin endlich eine feste Anstellung als Koch bekommt, damit sie ihr Leben zu dritt beginnen können. Doch wie so oft baut Kevin Scheiße. Und Mabel muss ihn mal wieder herausziehen. Das ist ein altbekanntes Muster. Doch diesmal geht es um ihr gemeinsames Leben. 

    Was hat Sie an dieser Rolle besonders interessiert?

    Das Angebot für diese Rolle kam sehr spontan, und ich hatte kaum Vorbereitungszeit. Das Rollenfach der hochschwangeren Rechtsradikalen durfte ich bisher noch nicht so oft bedienen. Ich empfinde es als große Chance, eine Rolle spielen zu dürfen, die weit weg von meiner eigenen Persönlichkeit liegt. Die Arbeit ist dadurch vielschichtiger und auch anstrengender, aber darin liegt ein besonderer Reiz. Mir fiel es zunächst schwer, mich in Mabels Gedankenwelt hinein zu fühlen, bekam dann aber über ihren starken Familiensinn einen Zugang.

    Sie haben bereits mehrfach mit Lars Becker zusammengearbeitet. Was schätzen Sie an ihm als Regisseur?

    Es ist natürlich ein großes Glück, einen so erfahrenen, begeisterungsfähigen und sensiblen Regisseur wie Lars Becker an der Seite zu haben. Wir haben bereits öfter zusammengearbeitet, und ich kenne seine Herangehensweise. Man begibt sich immer wieder gemeinsam auf die Suche. Wenn es sich so anfühlt, dass man sich auf dem richtigen Weg befindet, geht die Arbeit erst richtig los. Da werden Texte spontan geändert oder neue gefunden. Wenn etwas nicht 100 Prozent passt, wird es passend gemacht. Lars achtet sehr genau auf die Sprache und die Betonung. Man muss flexibel, offen und hartnäckig bleiben. Ich liebe diese Arbeit. Es kann zwar anstrengend sein, aber ich hatte bei Lars noch keinen Drehtag, an dem ich unzufrieden nach Hause gegangen bin. Durch diese Art der Zusammenarbeit wird auch zwischen den Schauspielern ein großartiger Teamgeist geweckt. Mit Lars und dem tollen Cast aus der "Nachtschicht" würde ich immer wieder zusammenarbeiten.

    Die Fragen stellte Ellen Wirth.

     

     

     

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