Copyright: ZDF/Jan Prillwitz
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Neue Heimat. Neue Zukunft

Schwerpunkt mit Reportagen, Dokumentationen und Autoren-Dokumentarfilmen im Programm und in der ZDFmediathek

Unter "Neue Heimat. Neue Zukunft" wird im Oktober und November 2019 im ZDF-Programm, in 3sat und in der ZDFmediathek (unter doku.zdf.de) von Menschen erzählt, die die gleichen Träume und Hoffnungen haben wie wir, auch wenn sie von weit her gekommen sind. Aus verschiedenen Blickwinkeln wird berichtet über ihr Ankommen, ihre Erfolge und die Hindernisse, die sie auf ihrem langen Weg überwinden müssen. Einige Filme gehen auch auf die Situation in den Herkunftsländern ein.

  • ZDF, Ab Montag, 11. November 2019, 0.15 Uhr
  • ZDF Mediathek, Ab Dienstag, 12. November 2019, auch alle neuen Filme

    Texte

    Übersicht
    Die Sendetermine und -titel im ZDF und ZDFmediathek

    Montag, 11. November 2019, 0.15 Uhr, ZDF
    Ab Sonntag, 10. November 2019, 10.00 Uhr, ZDFmediathek
    Congo Calling

    Das kleine Fernsehspiel

    Dienstag, 12. November 2019, 22.15 Uhr, ZDF
    Ab Dienstag, 12. November 2019, 8.00 Uhr, ZDFmediathek
    37°: Dann wäre ich ein gemachter Mann – Samirs Lehrjahre in Deutschland

    Montag, 18. November 2019, 0.35 Uhr, ZDF
    Ab Sonntag, 17. November 2019, 10.00 Uhr, ZDFmediathek
    Auf dünnem Eis – Die Asylentscheider
    Das kleine Fernsehspiel

    Montag, 4. November 2019, 23.10 Uhr, 3sat
    Ab Sonntag, 3. November 2019, ZDFmediathek
    Ab 18! – Motorcycle Woman

    Dienstag, 5. November 2019, 23.25 Uhr, 3sat
    Ab Montag, 4. November 2019, ZDFmediathek
    Ab 18! – Ich will Gerechtigkeit!

    Samstag, 26. Oktober 2019, 6.00 Uhr, ZDF
    Ab Freitag, 25. Oktober 2019, ZDFmediathek
    PUR+: Mein neuer Bruder ist Flüchtling

    Übersicht
    Die Sendetermine und -titel in der ZDFmediathek

    Bereits in der ZDFmediathek
    Forum am Freitag: "Oray"

    Bereits in der ZDFmediathek
    37°: Ohne Eltern im fremden Land – Jugendliche auf der Flucht

    Bereits in der ZDFmediathek
    37° Araber im Allgäu – Wie Flüchtlinge heimisch werde
    n

    Bereits in der ZDFmediathek
    ZDFzoom: Neue Heimat, fremdes Land – Flüchtlinge in Deutschland

    Bereits in der ZDFmediathek
    plan b: Neuer Job im neuen Land – Fachkräfte von morgen

    Bereits in der ZDFmediathek
    Berlin und wir!
    Jugendreihe

    Ab Sonntag, 27. Oktober 2019, ZDFmediathek
    stark!: Ibrahim und Jeremia – Brüder auf Zeit, Teil 1

    Bereits in der ZDFmediathek
    stark!: Ibrahim und Jeremia – Brüder aus zwei Welten, Teil 2

    Im ZDF und in der ZDFmediathek

    Montag, 11. November 2019, 0.15 Uhr, ZDF
    Ab Sonntag, 10. November 2019, 10.00 Uhr, für drei Monate in der ZDFmediathek (https:doku.zdf.de )

    Congo Calling
    Dokumentarfilm, Deutschland 2019

    Das kleine Fernsehspiel

    Buch und Regie Stephan Hilpert
    Kamera  Daniel Samer
    Schnitt Miriam Märk
    Musik Sebastian Fillenberg
    Ton Andreas Goldbrunner
    Redaktion   Eva Katharina Klöcker
    Länge ca. 89 Minuten

    Inhalt
    "Congo Calling" erzählt die Geschichten dreier Entwicklungshelfer aus Europa, die im Herzen des Krisengebiets im Osten der Demokratischen Republik Kongo arbeiten.

    Der Deutsche Peter wird nach 30 Jahren in Afrika in den Ruhestand versetzt, will aber unbedingt bleiben. Während der junge Spanier Raúl gerade ein neues Forschungsprojekt startet, stellt die Belgierin Anne-Laure den Sinn der europäischen Entwicklungshilfe infrage.

    Anne-Laure hat ihre Stelle als Entwicklungshelferin aufgegeben und kämpft nun mit ihrem regimekritischen Freund Fred und anderen Einheimischen für eine bessere Zukunft. Im Gegensatz zu der jungen Belgierin hat Peter den Glauben an die Wirksamkeit ausländischer Hilfsprojekte noch nicht verloren. Er sucht nach einem neuen Job, denn nach Deutschland zurückkehren will er auf keinen Fall. Raúl arbeitet derweil an seinem Projekt über Rebellengruppen, muss aber feststellen, dass die Forschungsgelder seine kongolesischen Mitarbeiter in Versuchung führen. Denn wo die Menschen so arm sind, dass sie jede Möglichkeit zu überleben ergreifen müssen, ist schnelles Geld am Ende wichtiger als alles andere.

    In drei sehr persönlichen Geschichten hinterfragt "Congo Calling" die scheinbar eindeutig verteilten Abhängigkeitsverhältnisse zwischen den einheimischen Hilfsempfängern und den ausländischen Helfern – und erzählt ganz nebenbei von der Liebe, vom Altern und der Suche nach dem richtigen Platz im Leben.

    Preise und Nominierungen
    - Publikumspreis Dokumentarfilm (Stephan Hilpert), Filmfestival Max Ophüls 2019

    - Beste Bildgestaltung Dokumentarfilm: Daniel Samer, Filmkunstfest Mecklenburg-Vorpommern 2019

    - FFF Förderpreis Dokumentarfilm, DOK.fest München 2019

    - Nominiert für den Deutschen Dokumentarfilmpreis 2019

    Festivals
    - Achtung Berlin – new berlin film award, dokumentarfilm-Wettbewerb

    - Dok.Fest München 2019

    - Fernsehworkshop Entwicklungspolitik

    - Dokka Karlsruhe 2019

    - Deutscher Dokumentarfilmpreis SWR Doku Festival 2019

    - Fünf-Seen-Filmfestival

    - Afrikatage Heidelberg-Mannheim

    Statement von Regisseur Stephan Hilpert
    Mit Raúl, einem der Protagonisten des Films, bin ich schon seit langer Zeit befreundet. Er hat mir immer wieder von seiner Arbeit im Ostkongo erzählt. Mit über fünf Millionen Todesopfern ist der Konflikt in dieser Region der blutigste seit dem Zweiten Weltkrieg. Viele Helfer aus der westlichen Welt arbeiten hier – und viele von ihnen haben große Zweifel an ihrer eigenen Rolle. Bald war klar, dass wir einen Film über die Beziehung von uns Europäern zu einem so fernen und fremden Ort und seinen Menschen machen wollen. Was zieht uns dorthin, was haben wir da zu suchen? Was machen wir mit diesem Ort und dieser Ort mit uns?

    Biografie von Stephan Hilpert
    Stephan Hilpert, geboren 1980 in Böblingen, studierte Dokumentarfilmregie an der Hochschule für Fernsehen und Film München (HFFM) und schloss nebenbei ein Bachelor-Studium in Volkswirtschaftslehre ab. Es folgte eine filmwissenschaftliche Promotion über Ulrich Seidl und Christian Petzold an der Universität Cambridge. Im Rahmen des Studiums an der HFFM entstanden verschiedene Dokumentarfilme (unter anderen 2007 "Weil der Mensch ein Mensch ist", gemeinsam mit Frauke Finsterwalder, in Zusammenarbeit mit ZDF/3sat, und 2012 "Die Schachspielerinnen"). "Congo Calling" ist Stephan Hilperts Abschlussfilm.

     

    Dienstag, 12. November 2019, 22.15 Uhr, ZDF
    Ab Dienstag, 12. November 2019, 8.00 Uhr, ZDFmediathek (https://doku.zdf.de)

    37°: Dann wäre ich ein gemachter Mann – Samirs Lehrjahre in Deutschland
    Dokumentation, Deutschland 2019

    Film von Ulrike Schenk

    RedaktionGeorg Graffe
    Länge ca. 28 Minuten

    Inhalt

    Über Samirs erste Jahre in Deutschland hat Autorin Ulrike Schenk im "37°"-Film "Ohne Eltern im fremden Land" berichtet. Der zweite Film, "Dann wäre ich ein gemachter Mann", beginnt mit einem Termin bei Rechtsanwalt Eberhard Kunz, der seinen Mandanten mit einem Schreiben vom Bundesamt für Migration und Flüchtlinge konfrontiert. Gerade wurde Samirs Asylantrag mit der Begründung abgelehnt, dass Afghanistan ein sicheres Land sei.

    Zum Zeitpunkt der Ablehnung lebt der junge Afghane, der 2014 vor den Taliban floh, schon seit drei Jahren in Deutschland und hat hier einiges erreicht: den Realschulabschluss geschafft, eine qualifizierte Lehre begonnen und ein WG-Zimmer gefunden. Rechtsanwalt Kunz reicht eine Klage beim Verwaltungsgericht ein. Auch Samirs Personalchef Ulrich Koch kündigt an, dass er sich "auf die Hinterbeine stellen werde", sollte sein Lehrling ausgewiesen werden. Denn es herrscht Fachkräftemangel in Deutschland, und der mittelständische Handwerksbetrieb in Wiesbaden braucht seinen Azubi dringend. Die Firma hat in ihren Lehrling investiert und möchte ihn, wenn alles gut läuft, nach der Ausbildung weiterbeschäftigen. Es gibt viel zu wenig geeignete deutsche Bewerber für eine Lehre zum Kälteanlagenbauer: "Da ist es völlig sekundär, ob es ein Flüchtling ist, ob er aus Afghanistan kommt oder aus Afrika. Wir haben einfach einen jungen Mann gesucht, der bereit ist, eine harte Arbeit auf sich zu nehmen", so Ulrich Koch.

    "Wenn Afghanistan sicher wäre und ich keine Angst hätte, dann wäre ich nicht hier", sagt Samir, der davon träumt, zu studieren oder zumindest seine Ausbildung erfolgreich abzuschließen und danach seinen Meister zu machen. "Meine Zukunft steht auf so einem Stück Papier, ich kann ja gar nichts planen, weil ich nicht weiß, wie morgen die Politik aussieht und ob ich dann noch da bin."

    Gerade rechtzeitig vor Beginn seiner Lehre hat er ein WG-Zimmer mitten in Wiesbaden gefunden. Seine Mitbewohnerin Dinah lotst ihn durch den komplizierten Alltag und macht ihn mit dem Einmaleins der Haushaltführung vertraut. "Wie sinnfrei wäre es, diese schon mittlerweile Jahre hier lebenden jungen Menschen wieder auszuweisen?", fragt Dinah. Doch auch sie kann Samir nicht die eigene Familie ersetzen.

    Samir ist zunächst zusammen mit seiner Mutter und seinem kleinen Bruder von Afghanistan in den Iran geflohen, wo die kleine Familie illegal lebte und die Kinder nicht in die Schule gehen konnten. Der Vater war zuvor bei Auseinandersetzungen mit den Taliban in der Provinz Ghazni im Osten Afghanistans ums Leben gekommen. Vom Iran aus schickte Samirs Mutter ihren ältesten Sohn über die risikoreiche Mittelmeeroute in ein sicheres Leben. Seitdem hat er keinen Kontakt mehr zu Mutter und Bruder. Es gibt keine feste Adresse und keine Handynummer von ihnen. Samir vermutet, dass die beiden sich nach wie vor illegal im Iran aufhalten. Als ältester Sohn sieht sich Samir in der Verantwortung, seiner Familie zu helfen. Er fühlt sich ständig schuldig, weil er nicht weiß, wie er das bewerkstelligen soll.

    Mittlerweile ist Samir ins zweite Lehrjahr gekommen, die Zwischenprüfung steht bevor, viel Zeit für ein Privatleben oder eine Freundin bleiben dem 20-Jährigen nicht. Noch bekommt er einen kleinen Zuschuss vom Staat für sein WG-Zimmer. Spätestens im dritten Lehrjahr möchte er sich aber komplett selbst finanzieren können. Seine Berufsausbildung und die Klage seines Anwalts schützen ihn vor einer möglichen Abschiebung.

    Auf einen Termin für seine Gerichtsverhandlung wartet er inzwischen seit mehr als zwei Jahren. Die Verwaltungsgerichte sind aufgrund der vielen Klagen gegen abgelehnte Asylbescheide überlastet und stehen kurz vor dem Kollaps. "Das Schlimmste ist die Ungewissheit", findet Samir, der zumindest alles daransetzen will, seine Ausbildung "nicht zu vermasseln".

    Wie wird das Wiesbadener Verwaltungsgericht in seinem Asylverfahren entscheiden? Wird er eine dauerhafte Aufenthaltsgenehmigung bekommen? Seit fünf Jahren lebt, lernt und arbeitet Samir in Deutschland. Hier ist er erwachsen geworden. Offiziell angekommen ist er noch nicht.

    Der erste 37°-Film über Samirs erste Jahre in Deutschland, Ohne Eltern im fremden Land", ist in der ZDFmediathek (https://kurz.zdf.de/gMp/)abrufbar.

     

    Montag, 18. November 2019, 0.35 Uhr, ZDF
    Ab Sonntag, 17. November 2019, 10.00 Uhr, bis Montag, 25. November 2019, in der ZDFmediathek
    https://doku.zdf.dehttps://doku.zdf.de)

    Auf dünnem Eis – Die Asylentscheider
    Dokumentarfilm, Deutschland 2017

    Das kleine Fernsehspiel

    Buch und Regie  Sandra Budesheim, Sabine Zimmer
    KameraMarcus Winterbauer
    SchnittJulia Wiedwald
    Ton  Ulla Kösterke, Moritz Springer, Oliver Stahn
    RedaktionChristian Cloos, Diana Kraus
    Längeca. 95 Minuten

    Inhalt
    Es ist der vorläufige Höhepunkt jeder Fluchtgeschichte, die mit Asyl in Deutschland enden soll: die Anhörung durch den Entscheider im Bundesamt für Migration und Flüchtlinge (BAMF). Antragsteller und Entscheider sitzen sich nur ein einziges Mal gegenüber. Wer um Asyl bittet, muss dort glaubhaft machen, in seiner Heimat verfolgt worden zu sein. Der Ausgang entscheidet über die Chance auf ein neues Leben in Deutschland oder die Rückkehr in Krieg, Verfolgung oder hoffnungslose Armut. Die Mitarbeiter des BAMF haben für diese Entscheidung das Gesetz, ihren Verstand und den ihnen zustehenden Ermessensspielraum.

    Die Zuschauer verfolgen den Entscheidungsprozess von der Anhörung bis zum Bescheid und lernen dabei auch die Menschen kennen, deren Lebensweichen neu gestellt werden.

    Der Dokumentarfilm bricht große Politik auf den Einzelfall herunter und zeigt, was dies für die betroffenen Menschen bedeutet. "Auf dünnem Eis – Die Asylentscheider" ist ein Film über Zwänge, Gerechtigkeit und die unmögliche Aufgabe, immer das richtige zu tun.

     

    Montag, 4. November 2019, 23.10 Uhr, 3sat
    Ab Sonntag, 3. November 2019, ZDFmediathek (https://doku.zdf.de)

    Ab 18! – Motorcycle Woman
    Dokumentarfilm, Deutschland/Pakistan 2019 

    Buch und RegieSabiha Sumar
    Redaktion Katya Mader
    Länge  ca. 34 Minuten

    Inhalt
    Mit dem Motorrad durch ihr Land zu fahren, ist für die 24-jährige Zenith Irfan eine Selbstverständlichkeit. Doch ist auch die Gesellschaft Pakistans bereit, Frauen diese Freiheiten zuzugestehen? Im Juni 2019 begibt sich Zenith Irfan auf einen Roadtrip und reist von ihrer Heimatstadt Lahore aus in die unwegsamen Regionen des Himalaya. Dabei gilt ihr besonderes Interesse den Begegnungen mit den Frauen dieser traditionell geprägten Gegend. Sie hält an ihrer Überzeugung fest: Lebe deinen Traum!

      

    Dienstag, 5. November 2019, 23.25 Uhr, 3sat
    Ab Montag, 4. November 2019, ZDFmediathek (https://doku.zdf.de

    Ab 18! – Ich will Gerechtigkeit!
    Dokumentarfilm, Deutschland 2019 

    Regie       Nuray Sahin
    Ko-Regie         Ira Tondowski
    RedaktionUdo Bremer
    Längeca. 44 Minuten

    Inhalt
    Ekhlas ist Jesidin und geriet mit 14 Jahren in die Gefangenschaft des IS. Über Monate hinweg erlebte sie Unvorstellbares. Dann gelang ihr die Flucht. Heute ist die 19-Jährige eine Überlebende und eine Kämpferin. Ekhlas' ältere Schwester Makboule ist erst vor kurzem aus der IS-Gefangenschaft entkommen. Ekhlas reist von Deutschland in den Irak, um Makboule zum ersten Mal wieder zu treffen.

     

     

    Samstag, 26. Oktober 2019, 6.00 Uhr, ZDF
    Ab Freitag, 25. Oktober 2019,ZDFmediathek  (https://doku.zdf.de)

    PUR+: Mein neuer Bruder ist Flüchtling
    Das Entdeckermagazin mit Eric Mayer
    Deutschland 2016

    BuchCarina Schulz
    ModerationEric Mayer
    RedaktionSilke Penno
    Längeca. 34 Minuten

    Inhalt 

    Wie leben Flüchtlingskinder in Deutschland? "PUR+"-Moderator Eric Mayer besucht eine syrische Familie, die er 2015 in einer Erstaufnahmeeinrichtung kennengelernt hat. Wie hat sich ihr Leben seitdem verändert? Die Jungs der Familie besuchen die Schule, machen Judo, spielen Schach. Haben sie schon deutsche Freunde? 

    Wirklich wissen, wie der andere tickt, kann man nur, wenn man sich kennenlernt und gemeinsam etwas erlebt. Malina lebt in Berlin, Rashad ist vor zwei Jahren mit ihrer Familie aus Syrien gekommen. Rashad und Malina werden gute Freundinnen. Die beiden Mädchen lernen sich beim KiKA-Projekt "Berlin und wir!" kennen. Sie erleben, wie viele Gemeinsamkeiten, aber auch Unterschiede es zwischen ihnen gibt.

    Zusammen leben –  unter einem Dach. Dafür hat sich die Familie von Mila aus Wiesbaden entschieden. Mila ist zwölf Jahre alt und bekommt einen neuen älteren Bruder:  Mohammad, der ohne Eltern aus Syrien geflohen ist. Er zieht bei Mila zuhause ein. Wie läuft der Familienalltag? Gibt es Reibungspunkte? Wie stellen sich alle aufeinander ein?

    In der ZDFmediathek

    Bereits in der ZDFmediathek (https://kurz.zdf.de/ACo/)
    Forum am Freitag: "Oray"

    Moderation Nazan Gökdemir
    Redaktion Abdul-Ahmad Rashid
    Länge15 Minuten

    Inhalt
    Der Film "Oray" erzählt von dem nach Halt, Orientierung und Liebe suchenden jungen Muslim Oray in der Welt einer Kölner Männer-Moschee. Nazan Gökdemir begleitet Regisseur Mehmet Akif Büyükatalay zur Film-Premiere in seiner Heimatstadt Hagen und besucht mit ihm seine Familie. Ihm geht es um eine differenzierte Darstellung des Islam in Deutschland. Oray wurde bei der Berlinale als bestes Erstlingswerk ausgezeichnet und lief in den deutschen Kinos.

     

    Bereits in der ZDFmediathek (https://kurz.zdf.de/gMp/)
    37°: Ohne Eltern im fremden Land – Jugendliche auf der Flucht

    Dokumentation, Deutschland 2016

    Film von Ulrike Schenk 

    Redaktion Michael Petsch, Ulrike Schenk
    Länge ca. 28 Minuten

    Inhalt
    Weit weg von den Eltern zu sein, allein im fremden Land, ist für die meisten Kinder und Jugendlichen schwer vorstellbar. Für viele junge Flüchtlinge ist dies jedoch Realität.

    Samir aus Afghanistan, Abdifatah aus Somalia und Yeshi, ein Waisenmädchen aus Tibet, sind ohne ihre Familien in Deutschland. Sie sind sogenannte "minderjährige unbegleitete Flüchtlinge", die vor Terror und Gewalt in ihrer Heimat fliehen mussten.

    Nach Schätzungen des zuständigen Bundesfachverbands sollen 2015 schon über 30.000 Kinder ohne Eltern nach Deutschland gekommen sein. Die meisten von ihnen werden nach der ersten "Inobhutnahme" durch die Jugendämter in betreuten Wohngemeinschaften in der Jugendhilfe untergebracht.

    "Was hättest du an meiner Stelle getan, wenn du nie weißt, ob du abends noch lebst?", fragt Samir. "37°" erzählt er seine Geschichte. Er berichtet, wie er im Alter von 15 Jahren in der letzten Sekunde vor den Taliban aus dem besonders gefährlichen Osten Afghanistans geflohen ist, dass sein Vater tot ist und wie er seine Mutter auf der Flucht verloren hat. Samir hat in nur zehn Monaten so gut Deutsch gelernt, dass er es in die neunte Klasse einer Wiesbadener Realschule geschafft hat. Er ist fleißig und macht sogar in seinen Ferien Praktika. Aber der sensible Junge setzt sich stark unter Druck und leidet darunter, dass sich sein Asylverfahren so lange hinzieht. Seine Betreuerin, eine Sozialpädagogin, hilft ihm bei Behördengängen, wie der üblichen "erkennungsdienstlichen Behandlung" beim Bundesamt für Migration und Flüchtlinge. Und sie versucht, ihm eine Perspektive in Deutschland zu geben, um ihn so gut wie möglich von seinen Problemen abzulenken.

    Abdifatah wurde mit 13 Jahren von seiner Mutter auf die Flucht geschickt. "37°" vertraut er an, dass sein Vater in Somalia vor seinen Augen von Al-Shabaab-Milizen ermordet wurde. Seine Mutter lebt inzwischen mit den beiden kleinen Geschwistern in einem Flüchtlingslager in Kenia. Abdifatah ist gerade 16 geworden und kämpft mit Unterstützung einer Hamburger Anwältin für ein Wiedersehen mit der Familie. Aber dann kommt ein Brief von der Ausländerbehörde, der erst mal alle Hoffnung zunichtemacht. Zuspruch erfährt er von einem pensionierten Lehrer, der auch sein privater Vormund geworden ist. Er macht Abdifatah immer wieder Mut – und spornt ihn an, weiter zu trainieren für seinen Traum von einer Fußball-Karriere beim HSV.

    Yeshi ist aus Tibet geflohen. Sie schildert, wie ihre Mutter bei einer Demonstration gegen die chinesischen Machthaber spurlos verschwand und Yeshi ihren Vater pflegte, bis er schließlich an den Folgen chinesischer Haft starb. Yeshi war 16 Jahre alt und seit Monaten ohne Eltern, als ihr eine Freundin der Familie Geld für die Flucht in ein sicheres Land gab.

    Yeshi ist Buddhistin und möchte Krankenschwester werden. Eine "harmonische Beziehung zu anderen Menschen" ist ihr wichtig. Sie liebt alte Leute und geht liebevoll mit den Patienten in der Klinik um, in der sie ein Praktikum macht. In München besucht sie die "Schlauschule" für unbegleitete Flüchtlinge. Obwohl sie schon vor über einem Jahr eine sechsstündige Anhörung beim BAMF in Karlsruhe hatte, weiß Yeshi immer noch nicht, ob sie bleiben darf.

    "37°" begleitet die Jugendlichen über einen Zeitraum von vier Monaten, dokumentiert ihr Leben im für sie so fremden Land, zeigt ihre Sorgen – und ihre Hoffnungen auf eine bessere Zukunft. Wie wird ihr langwieriges und kräftezehrendes Asylverfahren ausgehen? Die 37°-Dokumentation "Dann wäre ich ein gemachter Mann – Samirs Lehrjahre in Deutschland", die am Dienstag, 12. November 2019, 22.15 Uhr, im ZDF und ab Dienstag, 12. November 2019, 8.00 Uhr, in der ZDFmediathek zu sehen ist, ist die Fortsetzung dieses Films.

     

    Bereits in der ZDFmediathek (https://kurz.zdf.de/kjaw/)
    37°: Araber im Allgäu – Wie Flüchtlinge heimisch werden

    Dokumentation, Deutschland 2015

    Film von Tine Kugler und Günther Kurth 

    Redaktion  Silvia Schmidt-Kahlert
    Länge   ca. 28 Minuten

    Inhalt
    Seit einem Jahr begleitet "37°" syrische Flüchtlinge in dem Allgäuer Dorf Fischen. Die Gemeinde stellt sich der Herausforderung und zeigt im Kleinen, was Deutschland in Zukunft erwartet. Was kommt nach der Willkommenskultur? Was bedeutet es, wenn Flüchtlinge nicht nur ankommen, sondern auch dauerhaft bleiben, wenn sie zu Kollegen, Nachbarn und Schulkameraden werden? Und wie geht man hier mit der angespannten Stimmung im Land um?

    Muhannad, der gelernte Computeringenieur, hat endlich die Anerkennung als Asylbewerber und verdient sein eigenes Geld mit einer Vollzeitstelle als Fahrradmechaniker. "Ich habe die besten fünf Jahre meines Lebens durch den Krieg verloren, ich muss vergessen und neu anfangen." Jetzt will er nur noch raus aus der Unterkunft, eine eigene Wohnung finden. Doch das ist schwieriger als gedacht.

    Ibrahim, der Familienvater, kann endlich seine Frau und die fünf Kinder aus einem türkischen Flüchtlingscamp zu sich ins Allgäu holen – und er hat einen Job als Maler gefunden. Mit dem Deutsch hapert es noch, aber mit den Kollegen und einer Kollegin versteht er sich bestens. Was hier anders ist als in Syrien? "Eine Frau, die malt und Chef ist."

    Als Ibrahim und die anderen Flüchtlinge in Fischen ankamen, ging man für ganz Deutschland noch von 300.000 Flüchtlingen für das Jahr 2015 aus. Mittlerweile liegen die Schätzungen bei über einer Million Geflüchteten, die nach Deutschland kamen. Das bekommt man auch rund um Fischen zu spüren. Eine Tennishalle im Nachbarort ist zur Notaufnahme für 200 Menschen umfunktioniert worden.

    Amjad, Palästinenser, und seit über 20 Jahren im Allgäu heimisch, ist hier im Dauereinsatz als Übersetzer – ehrenamtlich. Nie waren Helfer so wichtig wie zurzeit. Denn es fehlt überall an Personal. Ohne die Engagierten im Ort wäre kein Job vermittelt worden, hätten die, die sich schwertun, Fuß zu fassen, keine Chance.

    "Am Anfang dachte ich, ein bisschen Klamottenspende und Deutsch lernen. Dass es mal so viel Arbeit wird, hätte ich nie gedacht." Die Wirtin Steffi ist Ansprechpartnerin für Ibrahims Familie und hilft in ihrer Freizeit mit Behördengängen und Arztterminen. Immer dabei: Mohammad Ali, der Wirtschaftsstudent. Die beiden sind mittlerweile ein eingespieltes Team. Ihre unterschiedlichen Ansichten über Frauen, Männer, Hunde und Alkohol diskutieren sie mit viel Humor und Herz.

    Ein Unternehmer im Ort hat Mohammad Ali jetzt für die Akquise neuer Kunden eingestellt. Mit seiner Hilfe will er den arabischen Markt mit Spezialduschen erobern. "Da wär ich ja früher nie drauf gekommen."

    Nach einem heißen Sommer in Deutschland mit Zehntausenden neu angekommener Flüchtlinge hieß es 2015: Wir schaffen das! Doch wie schaffen wir das? Die Autoren Tine Kugler und Günther Kurth zeigen, was auf Deutschland in den nächsten Jahren zukommt: Die Menschen verlassen die Flüchtlingsheime, vis-à-vis in die direkte Nachbarschaft, in örtliche Betriebe und den Alltag der Einheimischen. Das verändert die Gesellschaft, nicht nur in Fischen.

     

    Bereits in der ZDFmediathek (https://kurz.zdf.de/yy2/)
    ZDFzoom: Neue Heimat, fremdes Land – Flüchtlinge in Deutschland

    Dokumentation, Deutschland 2018

    Film von Katja Nellissen

    RedaktionPaul Amberg, Markus Wenniges
    Längeca. 29 Minuten

    Inhalt
    Rund eine Million Flüchtlinge sind 2015 nach Deutschland gekommen. Anfangs waren sie überall präsent. Mittlerweile scheinen sie verschwunden. Wie sind sie aufgenommen worden in der Gesellschaft?

    Die "ZDFzoom"-Reporterin Katja Nellissen macht sich auf die Suche nach den Menschen, die vor drei Jahren hierher kamen und blieben. Wo und wie leben sie heute? Gelingt ihre Integration oder scheitern sie an der Sprache, an einer Wohnung oder an einem Arbeitsplatz?

    Auf ihrer Reise durch Deutschland lernt die Autorin junge Menschen kennen, die viel Hoffnung mit ihrem Leben hier verbinden und zum Teil viel Ernüchterung erfahren. Sie lernt engagierte und verzweifelte Helfer kennen und trifft einen straffällig gewordenen Flüchtling: Warum ist er mit den Normen und Gesetzen in Deutschland in Konflikt geraten?

    Es gibt viele Hindernisse auf dem Weg, ein neues Leben in einem fremden Land zu beginnen. Die Suche nach einer Wohnung zum Beispiel: für viele Flüchtlinge eine kaum zu überwindende Hürde. Der Versuch, mit Deutschen in Kontakt zu kommen, scheitert oft auch an kulturellen Missverständnissen und an der Sprachbarriere.

    Engagierte Modellprojekte schließen Lücken, die die Standardverfahren der Behörden offenlassen. Und sie erleichtern Flüchtlingen oft auch den Weg in den Arbeitsmarkt. Sprache, Arbeit und eine eigene Wohnung sind wichtige Voraussetzungen für die Integration. Doch ohne die Bereitschaft, sich an die Regeln der neuen Heimat anzupassen, kann sie nicht gelingen. Und auch die deutsche Gesellschaft ist herausgefordert. Wie offen begegnet sie den Menschen, die sich in einer neuen Umwelt und Kultur erst zurechtfinden müssen?

     

    Bereits in der ZDFmediathek (https://kurz.zdf.de/64F/)
    plan b: Neuer Job im neuen Land – Fachkräfte von morgen

    Dokumentation, Deutschland 2019

    Film von Kristina Forbat

    Redaktion   Christian Dezer
    Länge  ca. 29 Minuten

    Inhalt 
    Sie pflegen in Krankenhäusern, unterrichten an Schulen, arbeiten als Handwerker: Immer mehr Flüchtlinge entlasten den Arbeitsmarkt. Doch der Neustart ist nicht immer einfach.

    Bürokratische Hürden, Sprachprobleme, kulturelle Unterschiede: Wenn Geflüchtete ihren ersten Job antreten, braucht es viel Eigeninitiative und kreative Konzepte. "plan b" zeigt, was getan wird, damit Geflüchtete und Einheimische profitieren. 

    Die Ausbildung in der Krankenpflege ist für den 23-jährigen Syrer Ismaail Alali eine große Herausforderung. Gerade die körperliche Nähe zu Patienten machte ihm anfangs zu schaffen, denn angestellte Pflegekräfte konzentrieren sich in syrischen Krankenhäusern eher auf medizinische Tätigkeiten. "Bei der Körperpflege in meiner Heimat ist es so, dass die Angehörigen das meistens selbst machen." Mit den Patienten kann er sich mittlerweile gut verständigen – innerhalb von drei Jahren hat er Deutsch gelernt, doch die vielen medizinischen Fachbegriffe sind immer noch eine große Herausforderung für ihn. 

    Das Krankenhaus im nordrhein-westfälischen Düren hat das Ziel, Flüchtlinge wie Ismaail in Arbeit zu bringen und sie sprachlich und fachlich für heimische Anforderungen fit zu machen. Fünf Geflüchtete sind dort aktuell in der Pflege beschäftigt. Wegen des hohen Fachkräftemangels – 40.000 offene Pflegestellen bundesweit – könnte das Krankenhaus ohne ausländische Bewerber seine Ausbildungsplätze nicht mehr besetzen. 

    Wie wichtig die berufliche Perspektive für Flüchtlinge ist, erlebt auch Rufaida Mahmoud: "Wenn man arbeitet, besonders wir als Flüchtlinge hier, bekommen wir unsere Würde wieder zurück." Die ausgebildete Französischlehrerin sprach vor ihrer Flucht aus Syrien kein Wort Deutsch. Sie nahm an dem Bildungsprogramm "Lehrkräfte Plus" für geflüchtete Lehrer teil und unterrichtet inzwischen deutsche Schüler. 

    Deutschland braucht händeringend solche Fachkräfte. Innerhalb der EU zählt die Bundesrepublik zu den Spitzenreitern bei der beruflichen Integration von Flüchtlingen. Im Oktober 2018 waren 35 Prozent der neu zugezogenen Ausländer beschäftigt. Gleichzeitig steht das Land weiterhin vor der großen Aufgabe, eine hohe Anzahl junger, vornehmlich männlicher und niedrig qualifizierter Geflüchteter, in den Arbeitsmarkt zu bringen.

     

    Bereits in der ZDFmediathek (https://www.zdf.de/kinder/berlin-und-wir)
    Berlin und wir!

    Jugendreihe, 3 Staffeln. 1x8 Folgen und 2x6 Folgen

    Vier geflüchtete und vier deutsche Jugendliche kommen zusammen, um sich kennenzulernen. Die erste Staffel dreht sich um das Thema "Ankommen", die zweite beschäftigt sich stärker mit "Bleiben". Der Fokus der dritten Staffel liegt auf "Selbständigkeit". Welche Chancen und (berufliche) Möglichkeiten kann ein Leben in Deutschland für deutsche und geflüchtete Jugendliche bieten?

    Die Jugendreihe "Berlin und wir!" wurde mit 2018 mit dem International Emmy Kids Award ausgezeichnet.

     

    Ab Sonntag, 27. Oktober 2019, ZDFmediathek (https://doku.zdf.de)https://doku.zdf.de 
    stark!: Ibrahim und Jeremia – Brüder auf Zeit, Teil 1

    Der Film zeigt, wie der 14-jährige Ibrahim aus Syrien bei Jeremia (12 Jahre) und dessen Eltern in Deutschland eine neue Familie findet. Ibrahim wurde alleine nach Deutschland geschickt, seine Eltern blieben in der Türkei, denn die Reise war zu beschwerlich für sie. Der Film wurde 2017 mit einem Grimme-Preis ausgezeichnet.

     

    Bereits in der ZDFmediathek (https://kurz.zdf.de/i7g/)
    stark!: Ibrahim und Jeremia – Brüder aus zwei Welten, Teil 2

    Ein Jahr später: Ibrahim bekommt endlich einen Pass. Wird er ihn nutzen, um seine eigene Familie zu besuchen?

    Fotos

    Fotos sind erhältlich über ZDF Presse und Information, Telefon: 06131 – 70-16100, und über https://presseportal.zdf.de/presse/neueheimatneuezukunft

     

    Weitere Informationen

     

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    ZDF Hauptabteilung Kommunikation
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    E-Mail: pressedesk@zdf.de
    © 2019 ZDF

    Ansprechpartner

    Name: Cordelia Gramm
    E-Mail: gramm.c@zdf.de
    Telefon: (06131) 70-12145