Operation Naked

Mockumentary - ZDF Quantum / Das kleine Fernsehspiel

In dem Film "Operation Naked" erfindet die Unternehmerin Michelle Spark eine Brille, die alle Daten ihres Gegenübers, die im Netz verfügbar sind, in Echtzeit anzeigt. Von der Politik und von den Medien wird sie gefeiert und umworben. Aber dann werden kritische Stimmen laut und die Technologie entwickelt eine Eigendynamik. Bei dem Filmprojekt wirken viele bekannte Gesichter aus ZDF-Sendungen mit unter anderem Claus Kleber, Markus Lanz, Martin Leutke, Dunja Hayali, Elmar Theveßen, Jan Böhmermann, Oliver Welke, Norbert Lehmann, Rudi Cerne und Harald Lesch. Ab 15. Februar schon in der ZDF-Mediathek und auf http://operationnaked.zdf.de zu sehen.  

  • ZDF, Montag, 22. Februar 2016, 23.55 Uhr

    Texte

    Stab

    Regie: Mario Sixtus

    Buch: Mario Sixtus

    Kamera:  Patrick Jasim

    Musik: Mario Sixtus, Dominik Lenarczyk

    Produzenten: Mario Sixtus, Florian Schneider, Maren Lüthje, Andreas Hörl

    Produktion:  Blinkenlichten Produktion in Ko-Produktion mit lüthje schneider hörl-Film im Auftrag des ZDF/Das kleine Fernsehspiel

    Redaktion: Lucia Haslauer, Lucas Schmidt (ZDF/Das kleine Fernsehspiel),

    Länge: ca. 50 Minuten

    Ausstrahlungstermine

    15. Februar 2016 - Online auf http://operationnaked.zdf.de und in der ZDF-Mediathek zu sehen

    16. Februar 2016 - Themenabend auf Arte mit den Filmen
                                    "Ich weiß, wer du bist"
                                    "Der gläserne Patient"

    22. Februar 2016, 23. 55 Uhr im ZDF - "Operation Naked"

    Mitwirkende

    Sarah Rebecca Gerstner, Gábor Biedermann, Sinan Al Kuri, Hans Hohlbein, Olaf Burmeister, Sven Fechner, Claus Kleber, Markus Lanz, Martin Leutke, Dunja Hayali, Elmar Theveßen, Tim Niedernolte, Jo Schück, Norbert Lehmann, Andrea Meier, Babette von Kienlin, William Cohn, Jan Böhmermann, Oliver Welke, Gernot Hassknecht, Petra Gerster, Barbara Hahlweg, Kay-Sölve Richter, Rudi Cerne, Mario Sixtus, Peter Hahne, Gert Scobel, Antje Pieper, Yve Fehring, Harald Lesch.

    Inhalt

    Facebook, Google und Co. experimentieren seit längerer Zeit mit Softwareprogrammen für Gesichtserkennung, die die Physiognomie menschlicher Gesichter erfassen und mit Daten aus dem Internet verbinden. 

    Mario Sixtus erzählt die dramatische fiktive Geschichte von Michelle Spark (Sarah-Rebecca Gerstner), der deutschen Entwicklerin einer solchen Datenbrille. Als durch die Nutzung ihrer Erfindung sehr private Geheimnisse eines Bürgers an die Öffentlichkeit gelangen und das für ihn schwere Folgen hat, wird die Sprengkraft dieser neuen Technologie deutlich: Die anfängliche Begeisterung schlägt rasant um in radikale Ablehnung durch Politik und Teile der Gesellschaft. Zu fundamental sind die Veränderungen im Alltag, die die neue Transparenz mit sich bringt, zu groß die Herausforderungen für Politik, Bürokratie und den Rechts-Staat.

    Mit "Operation Naked" betritt Mario Sixtus, Regisseur und Autor, formal neue Wege: Der Film wird ausschließlich mit speziell dafür produzierten Ausschnitten aus rund 24 ZDF-Formaten erzählt, die sich zu einem spannenden Drama zusammenfügen. Die dafür notwendigen Szenen wurden gemeinsam mit den ZDF-Moderatoren und Sendungsverantwortlichen eigens gedreht.

    Eine Gesellschaft wird verändert
    Statement von Regisseur Mario Sixtus

    "Operation Naked" hat zwei Hauptpersonen: die Berliner Start-Up-Gründerin Michelle Spark, die eine Datenbrille mit Gesichtserkennung auf den Markt bringen will - und die Technologie selbst, die diese Brille antreibt. Wir erleben in "Operation Naked" zum einen, wie Michelle Spark als Unternehmerin von der Politik und von den Medien gefeiert und umworben wird - zumindest so lange bis kritische Stimmen laut werden und die Stimmung in der Bevölkerung zu kippen droht. Andererseits sehen wir, wie diese Technologie eine Eigendynamik entwickelt, wie sie damit beginnt, die Gesellschaft zu verändern und sich dabei naturgemäß nicht die Bohne um Politik, Medien oder die Volksmeinung schert - fast so wie ein freigelassener Virus.

    Ich bin der festen Überzeugung, dass die Digitalisierung für unsere Gesellschaft und für unser aller Leben noch einige Überraschungen mitbringen wird, an die wir jetzt noch gar nicht denken - weil wir sie uns nicht vorstellen können. Und genau so fest bin ich davon überzeugt, dass dieser Prozess keine Pause- oder gar Stopp-Taste besitzt. Es fängt alles gerade erst an. Der Film "Operation Naked" ist ein Produkt dieser Überzeugung.

    Die Geschichte von "Operation Naked"erlebt der Fernsehzuschauer aus der Perspektive eines Fernsehzuschauers. Der Film ist ein TV-Timeline-Forward-Zapping: Er springt auf der Zeitlinie immer weiter nach vorne, durch unterschiedliche Sendungen mit unterschiedlichen redaktionellen Schwerpunkten. Hier hat es mich gereizt, durchzuspielen, wie sich das Fernsehen mit all seinen verschiedensten journalistischen Blickwinkeln und vielfältigen Ansätzen solch einem Phänomen nähert: Die einen Redaktionen interessieren sich hauptsächlich für den Menschen hinter dem Unternehmen, andere beleuchten den wirtschaftlichen Aspekt, wieder andere bieten Skeptikern und Kritikern ein Podium. Das große Bild ergibt sich für jene Zuschauer, die diese verschiedenen Perspektiven für sich kombinieren und zusammenführen. Wenn man will, kann man "Operation Naked" also auch als Appell an den selbstbestimmten Mediennutzer begreifen.

    Dass "Operation Naked" aus einer kleinen Idee zu einem ausgewachsenen Fernsehfilm werden konnte, verdanke ich der Redaktion Quantum / Das kleine Fernsehspiel. Die Kollegen dort haben mir nicht nur die drei wichtigsten Produktionsfaktoren für kreatives Arbeiten zur Verfügung gestellt - Freiheit, Feedback und Rückhalt -, sie haben auch mit einer buddhistischen Geduld und dem Durchhaltevermögen von Atlantikschwimmern die verschiedensten ZDF-Redaktionen für eine Mitarbeit bei diesem Projekt begeistern können. Das war ganz fabulös.

    Informationen über Mario Sixtus 

    Als Blogger und Video-Journalist beschäftigte sich Mario Sixtus bereits sehr früh mit Technik, Netzpolitik, Gesellschaft sowie neuen Playern und Geschäftsmodellen im Internet. 2006 startete er die Webvideo-­Reihe "Elektrischer Reporter", ein Magazin für Netzkultur­ und -politik. Für dieses Format wurde Sixtus 2007 mit dem Grimme Online Award in der Kategorie "Wissen und Bildung" ausgezeichnet. Seit 2008 wird das Format von ZDFinfo produziert und gesendet. "Operation Naked" ist Mario Sixtus' Debüt als Fiction-Regisseur.

    Bildhinweis

    Fotos sind erhältlich über ZDF Presse und Information, Telefon: 06131 - 701 6100, oder über

    https://presseportal.zdf.de/presse/operationnaked

    Weitere Informationen

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