Copyright: ZDF/Frank Dicks - Collien Ulmen-Fernandes (M.) fragt sich in ihrem neuen ZDFneo-Social: "Rabenmütter oder Super Moms?
Copyright: ZDF/Frank Dicks - Collien Ulmen-Fernandes (M.) fragt sich in ihrem neuen ZDFneo-Social: "Rabenmütter oder Super Moms?

Rabenmütter oder Super Moms?

Zweiteiliges Social Factual mit Collien Ulmen-Fernandes

Collien Ulmen-Fernandes begleitet vier berufstätige Mütter mit unterschiedlichen Lebensentwürfen und beobachtet ihren Alltag

  • ZDF neo, Donnerstag, 6. Mai 2021, ab 20.15 Uhr, beide Folgen am Stück. - ZDFneo wiederholt das Social Factual am Sonntag, 9. Mai 2021, ab 14.20 Uhr.
  • ZDF Mediathek, Ab Donnerstag, 6. Mai 2021, 10.00 Uhr, beide Folgen verfügbar

Texte

Stab

Buch: Babette Urban

Regie: Babette Urban

Produktion: Fabiola GmbH im Auftrag von ZDFneo

Produzentin/Produzent: Ina Eck, Oliver Fuchs

Tortengrafik: Katja Berlin

Redaktion ZDF: Brigitte Duczek

Koordination ZDFneo: Fabian Strauß

Länge: 2 x ca. 45 Minuten

Inhalt

Warum werden berufstätige Mütter häufig mit dem Vorwurf konfrontiert, Rabenmütter zu sein? Diese Erfahrung hat Moderatorin Collien Ulmen-Fernandes wiederholt selbst gemacht und fragt nach.

Mütter versuchen täglich, Job, Kindererziehung und Haushalt unter einen Hut zu bringen. Damit meistern sie Herausforderungen, die sie eigentlich zu "Super Moms" machen. Doch die Bezeichnung "Rabenmutter" hat in Deutschland eine lange Tradition. Besteht hierzulande noch immer ein konservatives Frauen- und Mutterbild?

Auf der einen Seite werden Frauen immer besser ausgebildet und erobern sich spannende Berufsfelder. Die Lebenshaltungskosten, gerade in Großstädten, steigen, so dass Frauen ihren Teil dazu beitragen wollen und müssen. Auf der anderen Seite steht für Mütter der Vereinbarung von Familie und Beruf vieles entgegen: Kindergarten- und Betreuungsplätze sind nicht leicht zu bekommen und müssen bezahlt werden und Schulen sind oft nicht als Ganztagsschule konzipiert. Somit lastet ein Großteil der Fürsorge für die Kinder auf den Schultern der Mütter.

Für die Frauen, die sich von der Vorhaltung, eine Rabenmutter zu sein, schrecken lassen, und in ihrer beruflichen Laufbahn für ihre Familie zurückstecken, kann die Quittung später bitter ausfallen. Dann nämlich, wenn eine Scheidung oder Trennung dazu führt, nicht ausreichend fürs Alter vorgesorgt zu haben.

Die Folgen im Überblick

Teil 1

Donnerstag, 6. Mai 2021, ab 10 Uhr, in der ZDFmediathek, um 20.15 Uhr in ZDFneo

Collien Ulmen-Fernandes stellt vier Familien vor, die sich für unterschiedliche Modelle entschieden haben: Der Vater als Haupternährer, die Mutter dazu verdienend, beide Vollzeit, beide Teilzeit, die Mutter als Alleinverdienende.

Collien fragt die Kinder der Familien: Was stellen sie sich unter einer Rabenmutter vor? Und was erwarten sie von ihrer Mutter? Und sie versucht in einem Experiment herauszufinden, ob es für die Selbstständigkeit der Kinder förderlich ist, wenn die Mutter berufstätig ist oder nicht?

In einem Test beantworten Mütter und Väter, wer in der Familie für was verantwortlich ist oder sich verantwortlich fühlt. Selbst für Eltern, die versuchen, die Aufgaben, die in einer Familie für Kinder und Haushalt anfallen, gerecht zu verteilen, sind die Ergebnisse überraschend.

 

Teil 2

Donnerstag, 6. Mai 2021, ab 10 Uhr, in der ZDFmediathek, um 21.00 Uhr in ZDFneo

Wie kommt es, dass berufstätige Mütter häufig von einem schlechten Gewissen begleitet werden, wenn sie zwischen Berufsausübung und Kinderbetreuung pendeln? Und wie viel Zeit nehmen Mütter sich persönlich, um ihre Akkus aufzuladen? Und tun sie es überhaupt?

Moderatorin Collien Ulmen-Fernandes versucht herauszufinden, wann Mütter sich in ihrem Alltag besonders gestresst fühlen. Sind es die großen Dinge, die sie unter Druck setzen oder die vielen kleinen, wenn ein Glas Milch umfällt oder die Wand bemalt ist? Und können sie ein Entspannungsangebot, das Collien Ulmen-Fernandes anbietet, überhaupt annehmen?

Die Moderatorin

"Ich bin eine berufstätige Mutter. Eine Mutter, die oft weg ist. Macht mich das zur Rabenmutter? Ein Vorwurf, den ich mir immer wieder anhören muss."


Collien Ulmen-Fernandes ist Moderatorin, Schauspielerin, Kolumnistin und Mutter einer Tochter im Grundschulalter.
In "Rabenmütter oder Super Moms?" beobachtet sie Mütter und ihre alltäglichen Herausforderungen.

Die Frage, die sie persönlich in ihrem Beruf am meisten nervt, ist: "Du bist hier? Und wer ist bei den Kindern?"

Mit Expertinnen und Experten sucht sie nach Antworten, warum sich das Klischee der Rabenmütter in unserer Gesellschaft so hartnäckig hält.

Die Rubrik "Gefühlte Wahrheiten"

Katja Berlin, Kolumnistin und Bloggerin, bringt mit ihren grafisch dargestellten "Gefühlten Wahrheiten" auf den Punkt, wo beim Thema "Mutter" Ideal und Wirklichkeit auseinanderklaffen.

Die Mütter

"Als Rabenmutter bin ich auch schon mal betitelt worden, vom Vater meiner Kinder".

Desirée (39), genannt Daisy, lebt in einer typischen Patchworkfamilie. Mit ihrem Partner Paulo (51), einem LKW-Fahrer, lebt sie zusammen mit fünf Töchtern im Alter von acht bis 14 Jahren – ihren und seinen Kindern. Ihre älteste, erwachsene Tochter ist bereits ausgezogen. Um zum Familieneinkommen beizutragen, kellnert Desirée sechs Abende in der Woche. Sie würde diese Zeit lieber mit ihren Kindern verbringen.

 

"Immer, wenn es um die Kinder geht, werde ich als Mutter angesprochen. Dabei ist mein Mann oft die bessere Wahl."

Lila (37) hat ihren Mann Cao (34) beim Sport kennengelernt. Sie ist mehrfache Meisterin im Capoeira, einer brasilianischen Kampfsportart. Die beiden haben zwei Söhne, die sechs und zwei Jahre alt sind. Lila arbeitet als Unternehmerin und hat eine eigene Firma, ihr Mann ist Vorstand und Trainer in einem Capoeira-Sportverein. Sie arbeiten beide sechs Stunden am Tag und versuchen, sich die Erziehung ihrer Kinder und den Haushalt zu teilen. Theoretisch eine klare Sache, in der Praxis eine tägliche Herausforderung.

 

"Als Rabenmutter fühle ich mich immer dann, wenn andere Mütter immer so viel Zeit mit ihren Kindern verbringen und das als wirkliche Erfüllung empfinden. Ich kann das nicht, ich muss arbeiten, um mich wohl zu fühlen."

Magdalene (38), kurz "Leni", ist Mutter von zwei Töchtern, drei und vier Jahre alt. Ihren Mann Dominic (35) hat sie während des Studiums kennengelernt. Beide arbeiten Vollzeit, sie von zu Hause aus als Medizin-Statistikerin, er als Softwareentwickler und IT-Unternehmensberater, während der Coronazeit auch im Homeoffice. In ihrem Haushalt lebt auch immer ein Au-pair-Mädchen, das die Familie unterstützt.

 

"Man wird ja schon als Rabenmutter verurteilt, wenn man sein Kind mit dem Roller oder dem Fahrrad zu seinen Kumpels schickt."

Inga (44) ist alleinerziehend und hat zwei Söhne, die zehn und acht Jahre sind. Sie ist seit vier Jahren Witwe und arbeitet in Teilzeit als Bürokauffrau. Den Beruf, die Erziehung der Kinder und den Haushalt muss sie allein stemmen. Eine tägliche Herausforderung.

Die Expertinnen und Experten 

"Rabenmutter gilt als Schimpfwort. Ich würde es verbieten lassen."

Dr. med. Karella Easwaran ist Kinder- und Jugendärztin in Köln und Bestsellerautorin. Geboren und aufgewachsen ist sie in Äthiopien. Ihr Medizinstudium absolvierte sie in Ungarn, ihre Facharztausbildung machte sie in Deutschland. Die zweifache Mutter weiß durch ihre Arbeit in der eigenen Praxis, dass Mütter der Spagat zwischen Kindererziehung und eigener Berufstätigkeit oft verzweifeln lässt.

 

"Berufstätige Mütter verbringen in der kurzen Zeit, die sie für ihr Kind haben, fokussierter die Zeit mit ihm."

Dr. Lisa Yashadhora Haller ist Politikwissenschaftlerin. Sie forscht über die Berufstätigkeit von Frauen und Männern und wie sie sich auf das Familienleben auswirkt. Darüber hinaus berät sie Institutionen, die Ergebnisse der Forschung nutzen, um sie in praktische Familienpolitik umzusetzen.

 

"Es ist schwer für Frauen, ihre eigenen Bedürfnisse in den Vordergrund zu stellen, weil sie unter den Verdacht geraten, eine Rabenmutter zu sein."

Prof. Brigitt Riegraf ist Soziologieprofessorin und hat sich mit großem Engagement auch dem Thema der Geschlechterforschung gewidmet. 2009 wurde sie auf den Lehrstuhl für Allgemeine Soziologie an der Universität Paderborn berufen. Seit April 2018 ist sie dort die erste weibliche Präsidentin.

 

"Das Phänomen der Rabenmutter ist ein 'abwärts gerichteter sozialer Vergleich', der eigentlich immer den Zweck hat, sich selber aufzuwerten, indem wir jemand anderen abwerten."

Dr. Dr. Daniel Wagner ist Psychologischer Psychotherapeut in eigener Praxis in Köln, hat sich in Psychologie habilitiert (Priv. Doz.), mehrere akademische Abschlüsse (Dr. rer. nat., Dr. rer. medic. und M. Sc.-Psych.) und einen Lehrauftrag an der Universität zu Köln. Als Coach berät er unterschiedliche Berufsgruppen und hat sich auf Paarberatung spezialisiert.

Bildhinweis

Fotos sind erhältlich über ZDF Presse und Information, Telefon: 06131 – 70-16100,

und über https://presseportal.zdf.de/presse/rabenmuetter

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