Copyright: ZDF / Marion von der Mehden
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Reich oder tot

Der Fernsehfilm der Woche

Diller und Kessel erfahren von ihrer alten Bekannten Dalida, dass Mohammed mit zwei anderen Kriminellen unterwegs ist, um eine Bank auszurauben. Ausgerechnet die Bank, bei der auch Claire Kessel Kunde ist. Die will zusammen mit ihrer Tochter Ruby gerade das Gebäude verlassen, als die Gangster in die Filiale stürmen. Ruby wird als Geisel genommen, dank Mohammeds Protest aber einige Straßen weiter ausgesetzt. Ruby erleidet einen Krampfanfall und muss ins Krankenhaus. Kessel ist außer sich.

  • ZDF, Montag, 27. Mai 2019, 20:15 Uhr
  • ZDF Mediathek, Freitag, 24. Mai 2019, ab 10:00 Uhr

Texte

Stab und Besetzung

Buch & Regie: Lars Becker               

Kamera: Andreas Zickgraf                  

Kostümbild: Claudia González Espíndola

Maske: Adella Selzer, Anja Hoppe

Ton: Jörn Martens 

Musik: Stefan Wulff, Hinrich Dageför                    

Szenenbild: Sabine Pawlik

Schnitt: Sanjeev Hathiramani

Casting: Sandra Köppe

Produktion: Network Movie Film- und Fernsehproduktion GmbH & Co. KG, Köln   

Produktionsleitung: Frank W. Mähr

Herstellungsleitung: Andreas Breyer                                 

Produzenten: Bettina Wente, Wolfgang Cimera

Redaktion: Daniel Blum

Länge: 88:50 Minuten

 

Mario Diller: Nicholas Ofczarek

Erich Kessel: Fritz Karl

Claire Kessel: Jessica Schwarz

Maren Diller: Anna Loos

Paul Epstein: Martin Brambach

Soraya Nazari: Melika Foroutan

Mohammed Medjoub: Sahin Eryilmaz

Dalida Medjoub: Narges Rashidi

Celine Dialo: Lorna Ishema

Randy Schenker: Felix Everding

Gani Kartal: Tedros Teclebrhan

Luka Dragovic: Francis Fulton-Smith

Max Kessel: Moritz Uhl

Ruby Kessel: Cya Emma Blaack

Joey Z: Milton Welsh

Filialleiter: Patrick von Blume

und andere

Drei Geschichten um Diller & Kessel

Nach "Unter Feinden" und "Zum Sterben zu früh" erzählt der renommierte Autor Lars Becker in seinem Film "Reich oder tot" den dritten Teil der Ballade um die Polizisten Diller und Kessel.

Inhalt

Die beiden Polizisten Diller und Kessel erfahren von ihrer alten Bekannten Dalida, dass Mohammed mit zwei anderen Kriminellen unterwegs ist, um eine Bank auszurauben. Ausgerechnet die Bank, bei der auch Claire Kessel Kunde ist. Die will zusammen mit ihrer Tochter Ruby gerade das Gebäude verlassen, als die Gangster in die Filiale stürmen. Ruby wird als Geisel genommen, dank Mohammeds Protest aber einige Straßen weiter ausgesetzt. Ruby erleidet einen Krampfanfall und muss ins Krankenhaus. Kessel ist außer sich. Er stürmt in Mohammeds Möbelladen, wo die Täter  das erbeutete Geld zählen. Einer der Täter kann fliehen, aber der andere eröffnet das Feuer und wird von Kessel erschossen. Bei der Untersuchung durch die Staatsanwältin Soraya belastet Mohammed Kessel schwer. Er widerspricht dessen Notwehr-These und unterstellt ihm eine klare Tötungsabsicht. Unterdessen wendet sich der Geflohene an den Dealer Dragovic. Sie wollen Kessel eine Falle stellen und schieben ihm ein halbes Kilo Kokain unter, kurz bevor Soraya und die Drogenfahndung bei Kessel auftauchen. Kessel wird suspendiert und vorläufig festgenommen. Vom Gefängnis aus kann Kessel seine Familie zwar nicht schützen, aber er kann jemanden in die Pflicht nehmen, dies an seiner Stelle zu tun: Diller! Und der tut es.

"Schnell, überraschend, unsentimental" - Interview mit Lars Becker

Der Film "Unter Feinden" (2013) entstand nach dem gleichnamigen Roman von Georg M. Oswald. 2015 folgte das Prequel "Zum Sterben zu früh". An welchem der beiden Filme knüpft die Geschichte von "Reich oder tot" an?

"Reich oder Tot" schließt sich "Zum Sterben zu früh" an. Eine Fortsetzung von "Unter Feinden" war anfangs nicht geplant, aber nach dem Erfolg dann die logische Konsequenz, daraus eine Trilogie zu entwickeln.

Beide Filme "Zum Sterben zu früh" und "Reich oder tot" basieren auf Motiven des Romans "Unter Feinden". Wie dürfen wir uns die Zusammenarbeit mit Georg M. Oswald vorstellen?

Georg Oswald ist einer der besten deutschen Thriller-Autoren, der schnörkellose "hard boiled"-Prosa spannend erzählt und die Drehbuchentwicklung dramaturgisch mit begleitet hat.

Wieder einmal ist es Ihnen gelungen, die exzellente Stammbesetzung mit Nicholas Ofczarek, Fritz Karl, Jessica Schwarz, Anna Loos, Martin Brambach und Melika Foroutan zusammenzubringen. Welche Voraussetzungen müssen erfüllt sein, damit man am Ende mit seiner Wunschbesetzung arbeiten kann?

Eine gute Besetzung hat aus meiner Sicht folgende Gründe: Ein gutes Drehbuch, eine gute Produktion, ein gutes Ensemble und Teamspirit.

Wie so oft gibt es in Ihren Filmen immer wieder Überraschungen in der Besetzung. Zum Beispiel Felix Everding. Er ist Soap-Fans aus "Roten Rosen" und "Sturm der Liebe" bekannt. Sie haben ihn ganz anders besetzt. Wie sind Sie auf ihn aufmerksam geworden?

Wie viele talentierte Schauspieler unterliegt auch Felix Everding dem überflüssigen Vorurteil, zu schnell auf ein bestimmtes Image festgelegt zu werden.

Aber auch Francis Fulton-Smith überrascht. Er spielt in "Reich oder Tot" einen jugoslawischen Drogen-Mogul. Wie kam es zu dieser Besetzung?

Francis Fulton Smith ist ganz einfach einer der besten deutschen Schauspieler seiner Generation.

Was macht die Freundschaft zwischen Kessler und Diller so außergewöhnlich und lässt sie auch die härtesten Proben überstehen?

Diller und Kessel sind Figuren einer schicksalhaft verknüpften "Noir"-Welt. Selbst das stärkste Zerwürfnis lässt ihre Freundschaft noch überleben.

Neben einer starken Story bietet "Reich oder Tot" dem Zuschauer einen ganz eigenen Look, der durch die Musik noch intensiviert wird. Wie sah Ihr filmisches Gesamtkonzept aus?

Das filmische Konzept war eine Weiterentwicklung der Chronik "Unter Feinden" und "Zum Sterben zu früh": schnell, überraschend, unsentimental.

Der Film feierte auf dem Filmfest Hamburg seine Premiere. Was bedeutet es Ihnen, Ihren Film auf großer Leinwand vor Publikum vorzustellen?

Es ist immer wieder ein Privileg, den eigenen Film im Kino zu sehen.

Die Vorläufer "Unter Feinden" und "Zum Sterben zu früh" - Stab, Besetzung, Inhalt

Unter Feinden - Der Fernsehfilm der Woche, Montag, 10. März 2014, 20.15 Uhr

Stab & Besetzung

Buch & Regie: Lars Becker nach dem gleichnamigen Roman von Georg M. Oswald

Kamera: Andreas Zickgraf

Kostüme: Fana Becker

Ton: Michael Kunz

Szenenbild: Sabine Pawlik

Schnitt: Sanjeev Hathiramani

Musik: Stefan Wulff, Hinrich Dageför

Casting: Sandra Köppe

Produktionsleitung: Olaf Kalvelage          

Herstellungsleitung: Andreas Breyer

Produzenten: Wolfgang Cimera, Bettina Wente

Producer: Annett Neukirchen

Produktion: Network Movie, Köln

Redaktion: Daniel Blum

Länge: 89 Minuten

 

Mario Diller: Nicholas Ofczarek

Erich Kessel: Fritz Karl

Maren Diller: Birgit Minichmayr

Didem Osmanoglu: Melika Foroutan

Idris Maher: Merab Ninidze

Layla Sharif: Halima Ilter

Gani Kartal: Tedros Teclebrhan

Amir Aslan: Olgu Caglar

Dino März: Bernd Stegemann

Ergün Aslan: Ulas Kilic

Aygün Aslan: Meral Perin

Luca Diller: Henry Stange

Ali Younes: Fahri Yardim

Walid Schukri: Kida Khodr Ramadan

Dragoslav: Tristan Seith

Lucius von Kern: Stephan Schad

und andere

Inhalt

Kessel ist wieder da. Nach längerer Krankheit sitzt er endlich wieder neben seinem alten Freund und Kollegen Diller im Auto. Die beiden Polizisten observieren ein Restaurant – der international gesuchte Idris Maher, Angehöriger des lybischen Geheimdienstes, soll hier regelmäßig verkehren. Gleich nebenan hängen ein paar Jugendliche ab, wie alle hier mit Migrationshintergrund. Es tut sich nichts. Nur Kessels Hände, die beginnen nach einer Weile zu zittern. Diller macht sich Sorgen: Ist sein Freund etwa immer noch drauf? Aber wie hat er es dann zurück in den aktiven Dienst geschafft? Diller sucht das Gespräch. Aber Kessel will nicht reden. Als Diller dem Freund und Kollegen eine Flasche Schnaps besorgt, nutzt Kessel die Gelegenheit und haut die Dealer an. Er braucht Stoff und zwar sofort. Bevor die Situation eskalieren kann, greift Diller ein. Er zerrt seinen Freund zurück ins Auto, während die Gang den beiden Männern hinterher grölt. Voller Adrenalin startet Kessel den Wagen und fährt den Dealer über den Haufen. Und jetzt? Diller bleiben nur ein paar Sekunden, um sich zu entscheiden: Soll er seine Pflicht tun oder dem Freund helfen?

Diller entscheidet sich für Kessel. Er bringt ihn nach Hause, lässt den Unfallwagen verschwinden und fährt dann heim. Dort warten Frau und Kind mit dem Essen und mit Schulproblemen, wie jeden Abend. Nur er ist plötzlich ein anderer. Sitzt wie ein Betrüger am Tisch der Familie und weiß nicht, wie er je wieder zu dem glücklich verheirateten Polizisten werden soll. Das kann nicht gut gehen – mit diesem sicheren Gefühl geht Diller am nächsten Morgen zum Dienst. Tatsächlich rückt die Staatsanwältin Didem Osmanoglu den beiden Polizisten auf den Pelz und erklärt den angeblichen Unfall mit Fahrerflucht zur Chefsache. Während Diller zusehen muss, wie sich das Netz um ihn immer enger zieht, kommt für Kessel ein "Hilfsangebot“, das er nicht ablehnen kann, wenn auch von der falschen Seite.

Zum Sterben zu früh - Der Fernsehfilm der Woche, Montag, 9. November 2015, 20.15 Uhr

Stab & Besetzung

Buch & Regie: Lars Becker, nach Motiven des Romans "Unter Feinden“ von Georg M. Oswald

Kamera: Ngo The Chau

Kostüme: Fana Becker

Maske: Adella Selzer und Anja Hoppe

Ton: Benjamin Schubert

Szenenbild: Sabine Pawlik

Schnitt: Sanjeev Hathiramani

Casting: Sandra Köppe

Produktionsleitung: Frank W. Mähr und Frank Nitz

Herstellungsleitung: Andreas Breyer

Produktion: Network Movie Film und Fernsehproduktion GmbH & Co. KG, Köln

Produzenten: Wolfgang Cimera, Bettina Wente

Redaktion: Daniel Blum

Länge: 89:55 Minuten

 

Mario Diller: Nicholas Ofczarek

Erich Kessel: Fritz Karl

Claire Kessel: Jessica Schwarz

Jamel Medjoub: Edin Hasanovic

Paul Epstein: Martin Brambach

René Novak: Juergen Maurer

Emma Diller: Anna Loos

Mohammed: Sahin Eryilmaz

Karim Medjoub: Omar El-Saeidi

Dalida Medjoub: Narges Rashidi

Mandy Bochorn: Marleen Lohse

Martin Stallbaum: Cornelius Obonya

Ringo Freese: Mark Keller

Kevin Droste: Aurel Manthei

Max Kessel: Jann Piet Puddu

und andere

Inhalt

Lars Becker erzählt in seinem Film "Zum Sterben zu früh" die Vorgeschichte zu dem erfolgreichen Polizeifilm "Unter Feinden". Der Film ist inspiriert durch den gleichnamigen Roman von Georg M. Oswald.

Eine nächtliche Verfolgungsjagd. Die Dealer in ihrem teuren Wa­gen kommen ins Schwitzen, denn die Kommissare Diller und Kessel haben sie im Visier. Ein Routineeinsatz für das einge­spielte Duo, für die langjährigen Freunde, die einander schon im­mer den Rücken freihalten. Und zurzeit hat Kessel Dillers Unter­stützung bitter nötig: Seine Tochter leidet an schwerer Epilepsie, die Behandlung ist kostspielig und seine Ehe droht, daran zu zer­brechen. Aber Kessel weiß, er kann auf Diller vertrauen, und er liebt seine Frau. Deshalb ist er sich sicher: Alles wird gut. Und plötzlich ergibt sich tatsächlich eine Gelegenheit, dem Schicksal nachzuhelfen. Mit einer Tasche voller Drogen, die Kessel im Auto der geflüchteten Dealer entdeckt. Er zögert nur kurz und lässt sie dann mitgehen. Doch statt seine Probleme zu lösen, stürzt ihn diese Tasche in neue, weitaus größere Konflikte – und reißt sei­nen Partner Diller und seine Familie mit ins Verderben.

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