Sibel & Max

Neue interkulturelle Familienserie

In "Sibel & Max" werden Geschichten vom ganz normalen Wahnsinn Alleinerziehender und dem turbulenten Alltag in einer Notarzt-Kiez-Praxis mitten in Hamburg St. Georg erzählt: Dr. Sibel Aydin (Idil Üner) und Dr. Max Walther (Marc Oliver Schulze) raufen sich sowohl privat als auch beruflich zusammen, nachdem klar ist, dass seine sechzehnjährige Tochter vom siebzehnjährigen Sohn Yunus (Salah Massoud) der Kollegin schwanger ist.

  • ZDF, Ab 03. Januar 2015, samstags, 19.25 Uhr

Texte

"Herzlichen Glückwunsch – Sie sind schwanger!"

Wenn man 16 Jahre alt ist, den ersten Freund hat, zur Schule geht und später mal studieren will, dann bedeutet dieser Satz erst einmal eine Katastrophe. Der erste Sex – und dann das! Für Dr. Sibel Aydin und Dr. Max Walther, die sich bis zu diesem Zeitpunkt noch gar nicht kannten, bedeutet es zunächst, dass sie offensichtlich wichtige Entwicklungen im Leben ihrer Teenagerkinder nicht mitbekommen haben. Jana und Yunus bekommen ein Baby und das Leben der Familien Aydin und Walther wird damit komplett auf den Kopf gestellt.

Was dieser Satz mit Familien macht, erzählt die neue, interkulturelle ZDF-Vorabendserie „Sibel & Max“. Hier treffen mit unseren beiden Protagonisten – authentisch und lebensnah verkörpert von Idil Üner und Marc Oliver Schulze – nicht nur sehr unterschiedliche Temperamente aufeinander, sondern auch zwei Kulturen, zwei differenzierte Lebens- und Liebeswege und zwei Alleinerziehende. Sibel und Max müssen als Eltern nach dem ersten Schock nicht nur Trost spenden und mit Rat und Tat zur Seite stehen. Sie müssen auch eigene Zweifel und Ängste bekämpfen, persönliche Lebensträume hinterfragen und sich selbst und das neue Gegenüber akzeptieren lernen. Dabei geht es in der Auseinandersetzung miteinander weniger um den Clash der Kulturen, sondern eher um die unterschiedlichen Ansichten und Handhabungen. Warum sollte es einer Hamburgerin mit türkischen Wurzeln mit dem Satz „Sie werden Großmutter“ und allen daraus folgenden Konsequenzen anders gehen als dem hanseatischen Witwer als werdendem Opa? Die Sorgen und Nöte, aber auch die glücklichen Momente sind dieselben.

"Familie ist Fleisch", sagt Berkan, Sibels jüngerer Bruder, zu seinem 17-jährigen Neffen Yunus. Darin steckt viel Wahrheit – in wohl jeder Kultur der Welt. Die Schwangerschaft lässt zwei Familien buchstäblich zusammenwachsen und die Befruchtung findet nicht nur biologisch, sondern in der Folge auch emotional, kulturell und sozial durch alle Generationen statt. "Sibel & Max" ist damit Patchwork einmal anders interpretiert: temporeich, gefühlsecht, ehrlich und auch mal unbequem. Nicht auf alle Fragen werden Antworten präsentiert. Und man sieht, dass Ärzte in erster Linie auch nur Menschen sind, wenn es in ihrem Privatleben gerade drunter und drüber geht. Dafür ist der Kiez von Hamburg St. Georg in seiner Lebendigkeit, kulturellen Vielfalt und liebevollen Rauheit das perfekt unperfekte Pflaster für die neue urbane Vorabendserie.

Berit Teschner, HR Fernsehfilm/Serie II

Stab und Besetzung

Buch   Astrid Ruppert, Verena S. Freytag, Bülent Aladag, Michel Birbæk , Hagen Moscherosch
RegieFelix Herzogenrath, Holger Schmidt, Ulrike Hamacher
Kamera Heinz Wehsling, Olaf Klein, Nicolai Kätsch, Florian Klos, Robert Brinkmann
MusikAli N. Askin, Maurus Ronner
TonUlrich Fengler
SzenenbildUwe Berthold
KostümKatja Waffenschmied
MaskeAnnette Oehlkers, Tatjana Kraus, Michaela Häusler, Christine Rose
SchnittAndrea Schriever, Mareile Marx-Scheer, Bernd Schriever
ProduktionNeue Deutsche Filmgesellschaft mbH, Unterföhring
ProduzentRudi Pitzl
Producer Maik Homberger
Koordination ZDF Johannes Frick-Königsmann
Redaktion  Berit Teschner
Länge12 x 45 Minuten
Durchgehende Rollen/Darsteller
Dr. Sibel AydinIdil Üner
Dr. Max WaltherMarc Oliver Schulze
Jana WaltherKatherina Unger
Yunus AydinSalah Massoud
Nena Walther Yolande Andrae
Dr. Tobias Olsen  Claes Bang
Sophie Stein Sandra Borgmann
Paula HansenNina Petri
Olaf JensenGerhard Garbers
Berkan Aydin  Cem-Ali Gültekin
Klara   Pauline Rénevier
Stefan Mannhardt Mike Hoffmann
Dimitri   Willi Gerk
Frau Rotbaum Katharina Kaali

Sendetermine und Folgentitel

Samstag, 03. Januar 2015, 19.25 Uhr: Andere Umstände

Samstag, 10. Januar 2015, 19.25 Uhr: Positiv

Samstag, 17. Januar 2015, 19.25 Uhr: Lauffeuer

Samstag, 24. Januar 2015, 19.25 Uhr: Schief gewickelt

Samstag, 31. Januar 2015, 19.25 Uhr: Kinderwünsche

Samstag, 14. Februar 2015, 19.25 Uhr: Schwere Entscheidung

Samstag, 21. Februar 2015, 19.25 Uhr: Eltern auf Probe

Samstag, 28. Februar 2015, 19.25 Uhr: Schlagabtausch

Samstag, 07. März 2015, 19.25 Uhr: Lügen und Geheimnisse

Samstag, 14. März 2015, 19.25 Uhr: Verlorene Väter

Samstag, 21. März 2015, 19.25 Uhr: Spurensuche

Samstag, 28. März 2015, 19.25 Uhr: Zeit für Veränderungen

Allgemeiner Inhalt

Eine Familienserie um eine alleinerziehende türkisch-deutsche Ärztin und einen verwitweten deutschen Arzt in Hamburg, deren Kinder unverhofft schwanger werden.

Am Anfang steht ein verrutschtes Kondom. Dr. Max Walthers 16-jährige Tochter Jana bekommt ein Kind von Dr. Sibel Aydins 17-jährigem Sohn Yunus. Der Schock ist erst einmal riesig. Sibel und Max, die sich bisher nicht kannten, kriegen sich in die Haare und schieben sich gegenseitig - als Erziehungsberechtigte - die Schuld an dem "Desaster" in die Schuhe. Doch Sibel, selbst jung Mutter geworden und alleinerziehend, beschließt: Nichts so heiß essen, wie es gekocht wird. Notgedrungen raufen sie sich zusammen, sowohl privat als auch beruflich. Denn Jana wird sich entscheiden, ihr Baby zu bekommen, zunächst gegen den Willen von Yunus, dem das alles über den Kopf zu wachsen scheint.

Sibel und Max wollen beiden helfen, die schwierige Zukunft als werdende Eltern zu meistern. Die Wege, die sie dabei wählen, sind allerdings ziemlich unterschiedlich. Wie Sibel und Max auch: Sie, die selbstbewusste und temperamentvoll-chaotische Türkin, er der leicht überforderte und distanzierte Hanseat, Witwer mit zwei Töchtern. Gemütlich sieht anders aus. Ein Chaos aus Gefühlen, Ängsten, Enttäuschungen, Zweifel, aber auch ganz viel Liebe, Freundschaft und Humor. Familienprobleme am laufenden Band – nicht nur rund um das Thema Teenagerschwangerschaft – auch emotionale und spannende Patientenfälle in der Notfallpraxis, die das Leben der Menschen im Kiez von St. Georg widerspiegeln und natürlich die Liebe mit ihren vorhersehbaren und vor allem unvorhersehbaren Folgen treiben unsere Helden um.

Rollenprofile

Dr. Sibel Aydin (Idil Üner)

Sibel ist 39, Ärztin der inneren Medizin und alleinerziehende Mutter des 17-jährigen Yunus. Dessen Vater war zwar eine große, aber kurze Liebe Sibels, die mit dem Beginn der Schwan­gerschaft ein schmerzliches Ende nahm.

Sibel hat ihr Leben im Griff. Sie ist temperamentvoll, manchmal chaotisch, warmherzig, aber auch aufbrausend, schlagfertig und vor allem verantwortungsvoll. Ihren Sohn liebt sie aus vollem Herzen. Als sie erfährt, dass er Vater wird, fällt sie erst einmal aus allen Wolken, doch dann tut sie alles, damit Yunus und seine Freundin Jana in ihrem neuen Leben glücklich werden.

In die Notfallpraxis in St. Georg von Dr. Max Walther und Dr. Tobias Olsen steigt sie als neue Ärztin ein und fühlt sich beruf­lich endlich angekommen.

Sibel ist eine schöne, kluge Frau. In Deutschland geboren, mit türkischen Wurzeln, lebt und liebt sie das Leben zweier Kulturen. Sie hat eine Affäre mit dem verheirateten Geschäftsmann Stefan. Die Unverbindlichkeit ihrer geheimen Treffen kommt Sibel gele­gen, da sie nicht auf der Suche nach einer festen Bindung ist.

 

Dr. Max Walther (Marc Oliver Schulze)

Max ist 40, Arzt der inneren Medizin und Vater der 16-jährigen Jana und der 12-jährigen Nena. Seine Frau Anna ist vor zwei Jah­ren an Krebs gestorben und hat in der Familie eine große Lücke hinterlassen. Auch in der Notfallpraxis, die Max und Anna ge­meinsam mit Tobias im Hamburger Kiez St. Georg eröffneten, wird sie sehr vermisst. Obwohl ihn der Alltag mittlerweile wieder zurück hat, fehlt Max seine Frau noch immer. Überfordert und unsicher reagiert der alleinerziehende Vater daher zunächst auf die Nachricht, dass Jana schwanger ist.

Max ist ein attraktiver Mann mit trockenem Humor, der Gelassen­heit ausstrahlen kann, wenn die Umstände stimmen. Ins Gegen­teil schlägt die um, wenn einer seiner Töchter Unrecht geschieht. Zu seinem Vater hat er ein angespanntes Verhältnis, da dieser mit dem Karriereweg, den Max mit der Praxis im Kiez eingeschla­gen hat, nicht zufrieden ist. Als Arzt ist Max engagiert, geht aber mit einer ironisch geprägten Distanz an seine Patienten und ihre Schicksale heran. Als er Sibel einstellt, geht ihm ihre ausgeprägte Empathie darum oft einen Schritt zu weit.

 

Jana Walther (Katherina Unger)

Mit ihren 16 Jahren hat Jana schon einiges erleben müssen. Vor allem der frühe Tod ihrer Mutter und das Gefühl, sich danach um ihren Vater Max in seiner Trauer kümmern zu müssen, hat sie früh erwachsen werden lassen. Für die jüngere Schwester Nena hat sie ein großes Verantwortungsgefühl entwickelt und versucht, ihr ein Stück weit die Mutter zu ersetzen. Janas größter Traum ist es, eines Tages als Meeresbiologin zu arbeiten. Sie ist eine gute Schülerin, fleißig und zielgerichtet. Mit ihrer besten Freundin Klara teilt sie normalerweise Freud und Leid. Als sie sich in ihren Klassenkameraden Yunus verliebt und den ersten Sex hat, wird Jana schwanger. Zunächst ist sie hin- und hergerissen, ob sie das Kind bekommen soll oder nicht. Zunächst gegen den Willen von Max, aber letztlich mit seiner Unterstützung, entscheidet sie sich schließlich für das Kind. Für die Teenagerin beginnt ein auf­regender und schwieriger Weg.

 

Yunus Aydin (Salah Massoud)

Yunus, 17, ist Sibel Aydins sympathischer, aufgeweckter und ge­witzter Sohn. Ein junger Mann an der Grenze zum Erwachsen­werden, der sehnsüchtig auf seinen 18. Geburtstag wartet. Yunus liebt seine Mutter sehr und würde alles für sie tun. Nur eben nicht Aufräumen, Lernen und abends zu Hause bleiben. Yunus boxt für sein Leben gern und zieht mit seinem Freund Dimitri gern um die Häuser in St. Georg. Seinen Vater hat Yunus nie kennen gelernt, aber in seinem Onkel Berkan hat er einen Vertrauten und Freund, der ihm stets als Vater-Ersatz zur Seite steht. Die Schule absol­viert er quasi nebenbei, was ihm eine Ehrenrunde in der 10. Klasse einbrachte. Yunus hat sich sofort in Jana verliebt. Sie ist nicht das erste Mädchen in seinem Leben, aber jetzt die Einzige. Als er erfährt, dass er Vater wird, ist er geschockt und versucht Jana davon zu überzeugen, dass sie das Kind abtreiben soll. Doch mit der Zeit wächst Yunus gemeinsam mit Jana in die El­ternrolle und lernt Verantwortung zu übernehmen.

 

Sophie Stein (Sandra Borgmann)

Sophie Stein ist Innenarchitektin und Sibels beste Freundin seit Kindertagen. Die beiden waren schon zu Schulzeiten unzertrenn­lich, gingen gemeinsam durch Dick und Dünn und teilten sich als Studentinnen eine WG. Sophie, die für ein BWL-Studium nach Weimar gegangen war, vermisste den Norden und begann schließlich an der Hochschule für bildende Künste Architektur und Design in Hamburg zu studieren. Als Sibel unerwartet schwanger wurde, stand Sophie ihr zur Seite. Sie ist Yunus Patentante. So­phie wünscht sich sehnlichst einen Mann, mit dem sie eine Fami­lie gründen kann. Als Single flirtet sie gerne und oft, aber in ihren ehrlichen Momenten gibt sie zu, einsam zu sein. Als sie über Sibel Dr. Max Walther kennen lernt, ist sie Feuer und Flamme.

Die einzelnen Folgen

Sendetermine, Titel, Episodendarsteller und Inhalte

 

Samstag, 3. Januar 2015, 19.25 Uhr: Sibel & Max - Andere Umstände

Buch    Astrid Ruppert
RegieFelix Herzogenrath
Episodenrollen/Darsteller
Esther HansenAnne Schramm
Georg Hansen Holger Stockhaus
Felix Marian Meder
Chefarzt PetersenOliver Hermann

Jana Walther ist fassungslos: Die 16-Jährige stellt nach einem Schwangerschaftstest fest, dass das Ergebnis positiv ist. Weil ihre kleine Schwester Nena petzt, nimmt das Verhängnis seinen Lauf. Janas Vater Dr. Max Walther, der nach dem Tod seiner Frau seine beiden Töchter allein großzieht, fällt aus allen Wolken. Wutentbrannt will er Dr. Sibel Aydin, die alleinerziehende Mutter von Janas 17-jährigem Freund Yunus, mit der Tatsache konfron­tieren und platzt in ihre Geburtstagsfeier. Bevor die vermeintli­chen Großeltern das Problem jedoch ausdiskutieren können, kippt die hochschwangere Esther um. Sibel entdeckt bei der anschlie­ßenden Untersuchung in der Notfallpraxis in St. Georg, die von Max Walther und seinem Kollegen Dr. Tobias Olsen geleitet wird, dass Esther von ihrem Mann geschlagen wird. Yunus erfährt von Jana, dass er tatsächlich Vater wird, und Max sucht wenig erfolg­reich das Gespräch mit seiner Ältesten. Während sich die Eltern am nächsten Morgen um die Patientin kümmern, setzen sich ihre Kinder in den Zug nach Holland.

 

Samstag, 10. Januar 2015, 19.25 Uhr: Sibel & Max - Positiv

Buch   Astrid Ruppert
RegieFelix Herzogenrath
Episodenrollen/Darsteller
Paul WesslingLucas Prisor
MiraLore Richter
Dr. KleefeldKatinka Auberger
Chefarzt PetersenOliver Hermann

Die Gefühle kochen hoch: Die Familien Aydin und Walther treffen bei der Frauenärztin das erste Mal aufeinander. Während Jana erfährt, dass sie in der siebten Schwangerschaftswoche ist, nimmt sich ihr Vater Max Yunus zur Brust. Während Yunus klar formuliert, dass er das gemeinsame Kind nicht will, ist Jana unsi­cher. Als sie darüber in Streit geraten, wird Nena zufällig Zeugin und schnappt vermeintlich auf, dass Yunus gar nicht der Vater von Janas Baby ist. Sibel Aydin gerät unterdessen mit ihrem Chef, Klinikleiter Petersen, aneinander: Er weigert sich den Pati­enten Paul Wessling, einen ehemaligen Drogenabhängigen, der über Schmerzen in der Bauchgegend klagt, zu behandeln, weil er ihn für rückfällig und renitent hält. Sibel rät Pauls Freundin Mira, es in der Notfallpraxis in St. Georg zu probieren, sie glaubt Paul. Doch Dr. Olsen ordnet dort einen Drogentest an: Positiv.

 

Samstag, 17. Januar 2015, 19.25 Uhr: Sibel & Max - Lauffeuer

Buch   Verena S. Freytag
RegieFelix Herzogenrath
Episodenrollen/Darsteller
Roswitha Ruchs Regula Grauwiller
Aaron FuchsOskar Bökelmann
ZeckeDaniel Michel

Sibel Aydin tritt bei Max Walther und Tobias Olsen in der Notfall­praxis ihre Probeschicht an. Sprechstundenhilfe Paula ist alles andere als begeistert über die "Neue", vor allem, weil sie im Zim­mer von Anna, der verstorbenen Frau von Max, praktizieren soll. Auch Max selbst reagiert emotional auf die Anwesenheit einer Frau in der Praxis. Jana ist von Schwangerschaftsübelkeit geplagt und hat dazu noch Streit mit Yunus wegen der ausstehenden Ent­scheidung. Als sich Frau Rotbaum, Janas Lehrerin, an Max wen­det, weil sich deren Noten rapide verschlechtert haben, vertraut er ihr den Grund an. Dummerweise ist Janas guter Freund Aaron krank und hustet sich neben ihr die Seele aus dem Leib. Frau Rotbaum verplappert sich aus Sorge. Die Bombe platzt: Jetzt weiß in Sekundenschnelle die gesamte Schule, dass Jana und Yunus ein Kind bekommen. In der Praxis verschreibt Sibel Aaron wegen einer Angina und bakteriellen Lungenentzündung ein Anti­biotikum und gerät daraufhin mit Aarons Mutter aneinander, die jede Medikamentengabe verweigert. Die Lage spitzt sich zu, als der Junge mit einer heftigen Allergie reagiert.

 

Samstag, 24. Januar 2015, 19.25 Uhr: Sibel & Max - Schief gewickelt

Buch   Bülent Aladag
RegieFelix Herzogenrath
Episodenrollen/Darsteller
Aliye Demirci Sila Sahin
Birol YaserSerkan Sahan
Elif  Narges Rashidi
Theresa Jana Reinermann
Frau Atzinger  Helga Boettiger

Als Sibel Aydin erfährt, dass die Versetzung von Yunus gefährdet ist, re­agiert sie mit einer flammenden Rede vor seiner Lehrerin – und leider auch der versammelten Klasse. Hochnotpeinlich für Yunus, der sich fragt, was eigentlich los ist, als ihm Jana dazu noch die neueste Idee ihres Vaters unter die Nase hält: Eine Säuglingssi­mulationspuppe. Max Walther will seiner Tochter damit helfen, die "richtige" Entscheidung zu treffen. Sowohl seine Tochter als auch Sibel sagen ihm deutlich, was sie von dieser blödsinnigen Idee halten. Und bald treibt die schreiende Puppe nicht nur Jana und Yunus in den Wahnsinn, sondern auch Nena, Sibel und die Pra­xis. Sprechstundenhilfe Paula tut sich mit Dr. Aydin immer noch schwer. Doch Sibel und Max haben nicht wirklich Zeit, sich damit auseinander zu setzen, denn im Brautladen nebenan ist bei der Anprobe ihres Kleides die junge Türkin Aliye Demirci umgekippt. Am nächsten Tag findet die große Hochzeit statt, doch die Diag­nose ist heikel: Syphilis. Das ist zwar behandelbar, aber wichtiger ist die Frage: Wer hat die junge Frau angesteckt?

 

Samstag, 31. Januar 2015, 19.25 Uhr: Sibel & Max - Kinderwünsche

Buch   Verena S. Freytag
RegieHolger Schmidt
Episodenrollen/Darsteller
Wibke Schumann Theresa Sophie Albert
Matthias Schumann Enno Kalisch
Ulrike Weiß Anna Böger
Frau HelwigJessica Kosmalla

Sibel Aydin bekommt überraschend die Zusage für ihre Bewer­bung als Chefärztin in Dakar – zum Unmut von Max Walther, der sich plötzlich mit der alleinigen Verantwortung im Stich gelassen fühlt. Sibel muss sich entscheiden: Traumjob oder Familie? Da Jana in der zwölften Schwangerschaftswoche ist, steht auch hier eine Entscheidung zwingend bevor: Gemeinsam mit Yunus geht sie zur Schwangerschaftsberatungsstelle, um sich informieren zu lassen. Jana will nicht abtreiben, soviel steht fest, aber behalten will sie das Kind auch nicht. Und was ist mit Adoption? Als Jana bei einer Familienkonferenz verkündet, dass sie das Baby be­kommt, aber nur, wenn Sibel es adoptiert, rastet Yunus aus. Auch Max und ihre Schwester Nena sind vor den Kopf geschlagen. Obwohl die Zeichen auf Sturm stehen, versucht Sibel gemeinsam mit ihrer besten Freundin Sophie auf das überforderte Mädchen zuzugehen.

In der Notfallpraxis hält ein brisanter Fall das Ärzteteam auf Trab: Die hochschwangere Wibke Schumann hat einen Blutschwamm im Gehirn, der auf das Sprachzentrum drückt. Eine Medikamen­tengabe zur Auflösung würde dem Ungeborenen schaden, eine OP kommt wegen blutverdünnender Medikamente, die Wibke ein­genommen hat, nicht in Frage. Das Leben der Mutter steht gegen das des Kindes. Aber Ehemann und Schwester der Patientin sind sich nicht einig, welche Entscheidung zu treffen ist.

 

Samstag, 14. Februar 2015, 19.25 Uhr: Sibel & Max - Schwere Entscheidung

Buch    Michel Birbæk & Hagen Moscherosch
Regie Holger Schmidt
Episodenrollen/Darsteller
Mareike SievertMalin Steffen
Herr Sievert Hanns Jörg Krumpholz
Alex  Frederic Schönleben

Dr. Sibel Aydins Tag beginnt radikal: Dr. Max Walthers Patientin Mareike Sievert verweigert die Untersuchung, weil die Ärztin tür­kisch aussieht. Sibel bittet das Mädchen daraufhin, wieder im Wartezimmer Platz zu nehmen, bis Dr. Walther kommt, doch Ma­reike verlässt die Praxis. Als ihr Vater sie ein paar Stunden später in schlechtem Zustand wieder in die Notfallpraxis bringt, kommt es zwischen Sibel und Max zu Missverständnissen. Wer hat was gesagt, und war wirklich alles so gemeint? Tobias Olsen fürchtet, dass sich Sibel aufgrund der rassistischen Tendenzen der Sie­verts gegen ihr Jobangebot, in die Notfallpraxis einzusteigen, und für Afrika entscheidet. Obwohl Max schnell realisiert, dass Mareikes ausländerfeindliche Haltung auf der ihres Vaters zu beruhen scheint, bemüht er sich gemeinsam mit Sibel herauszufinden, worunter Mareike leidet. Die 12-jährige Nena Walther fühlt sich von ihrem Vater und ihrer Schwester vernachlässigt. Es scheint sich alles nur noch um die Schwangerschaft zu drehen. Jana darf alles, sie nichts. Als sie ihren Vater um Erlaubnis bittet, auf die Zombie-Party des coolen Alex gehen zu dürfen, sagt dieser natürlich Nein. Nena büxt von zu Hause aus, erlebt aber eine böse Überraschung.

 

Samstag, 21. Februar 2015, 19.25 Uhr: Sibel & Max - Eltern auf Probe

Buch  Michel Birbæk & Hagen Moscherosch
RegieHolger Schmidt
Episodenrollen/Darsteller
Bogdana Maria Magdalena Wardzinska
Pascal  Frank Richartz
Helene  Cya Emma Blaack
Frau Fechter   Karin Nennemann

Jana und Yunus, die werdenden Teenie-Eltern, wollen endlich mal wieder ungestört zusammen sein, aber das Schäferstündchen endet peinlich: Zuerst steht Nena in der Tür, dann platzt auch noch Max ins Zimmer. Jana, genervt von ihrer Familie, beschließt spontan, zu Yunus und dessen Mutter Sibel in die Dachwohnung zu ziehen. Zu den Ärzten kommt das ukrainische Kindermädchen Bogdana in die Notfallpraxis. Ihr Schützling, die 6-jährige Helene, hat nur einen Wespenstich, aber Bogdana selbst erleidet einen Zusammenbruch. Sibel und Max vermuten, dass die junge Frau illegal in Deutschland arbeitet und deshalb die weitere Untersu­chung verweigert. Auch wenn die Praxis die Behandlungskosten selbst tragen muss, ist klar: Bogdana muss behandelt werden, denn sie hat ein allergisches Asthma. Und wer kümmert sich um Helene? Sibel verbindet das Notwendige mit dem Praktischen: Yunus und Jana sollen auf die Kleine aufpassen und gleich mal für die nahe Zukunft als Eltern üben. Die Erziehungsmethoden der beiden Teenager scheinen nicht wirklich kompatibel zu sein. Das scheint auch auf die Pläne von Sibel und ihrem Liebhaber Stefan zuzutreffen: Der hat seine Ehefrau verlassen, eine schicke Luxuswohnung in Hamburg gemietet und bittet sie, zu ihm zu zie­hen – leider hat er diese Entscheidung ohne Sibel getroffen.

 

Samstag, 28. Februar 2015, 19.25 Uhr: Sibel & Max - Schlagabtausch

Buch   Bülent Aladag
RegieHolger Schmidt
Episodenrollen/Darsteller
Karl Walther    Bernd Stephan
Jutta Walther Angelika Thomas
Fatih AydinVedat Erincin
Gül AydinSema Poyraz
Günther MatuskeMarkus Knüfken
Ben HaimMartin Baden
Walter Brix Alexander Grünberg

Bei Familie Aydin wird Kurban Bayrami, das Opferfest, gefeiert. Sibel drängt Yunus, diesen Tag der Versöhnung zu nutzen und seinen Großeltern endlich zu erzählen, dass er Vater wird. Doch nicht nur Yunus hat Angst vor diesem Gespräch, auch Sibel ist nervös. Schließlich hat ihre eigene ungewollte Schwangerschaft vor 17 Jahren zu einem heftigen Streit mit ihren Eltern Fatih und Gül geführt. Bei Familie Walther wird unterdessen der Geburtstag von Großmutter Jutta wie immer mit einem Segeltörn gefeiert. Doch Wasserratte Jana übergibt sich, bevor das Boot überhaupt abgelegt hat und lehnt auch den eiskalten Champagner zur Kreislaufstimulierung ab. Das Geheimnis bleibt nicht lange eins, es kommt zum Streit zwischen Max und seinem Vater Karl. Als sich dann noch herausstellt, dass Jana bei Yunus wohnt, hängt der Haussegen beträchtlich schief. Jutta entscheidet, dass sie die Aydins kennen lernen will. Die staunen nicht schlecht, als sie se­hen, wer vor ihrer Haustür steht. Das Aufeinandertreffen der Ge­nerationen und Kulturen stellt alle Beteiligten vor Herausforde­rungen, aber ergeben türkische Meze und Schwarzwälder Kirschtorte vielleicht das perfekte Menü?! Währenddessen be­handelt Dr. Tobias Olsen in der Notfallpraxis den Boxer Ben, der vor einem wichtigen Wettkampf steht, aber Anzeichen eines Herzproblems zeigt. Obwohl ihm das weitere Training untersagt wird, hält sich Ben nicht an die ärztliche Anweisung und bricht bei einem Trainingskampf zusammen. Tobias realisiert schnell, dass Ben Amphetamine eingenommen hat. Doch dieser bestreitet das vehement.

 

Samstag, 7. März 2015, 19.25 Uhr: Sibel & Max - Lügen und Geheimnisse

Buch    Verena S. Freytag
Regie  Ulrike Hamacher
Episodenrollen/Darsteller
Herr Ilmer  Frank Auerbach
Frau BendixKatharina Schütz

Die Konflikte unter dem Dach der Aydins eskalieren. Sibel kommt - erschöpft von einem Kongress – ins totale Chaos zurück. Ent­nervt stellt sie Yunus und Jana ein Ultimatum, entweder es wird aufgeräumt oder die beiden ziehen aus. Die Teenager geraten wegen Sibels Aufforderung in Streit. Yunus packt genervt seine Sachen und quartiert sich bei seinem Onkel Berkan ein, den er aggressiv nach Informationen über seinen ihm unbekannten Vater ausfragt. Berkan weicht zunächst aus, verplappert sich dann aber seinem Neffen gegenüber, dass Sibel und sein Vater lediglich eine Affäre hatten. Diese Information wirft Yunus völlig aus der Bahn und sorgt für neuen Zündstoff im Verhältnis zu seiner Mut­ter. Streit auf der einen Seite, Melancholie auf der anderen: Max Walther vermisst seine Tochter und kommt auf den Gedanken, das Zimmer seiner verstorbenen Frau Anna zu einem Kinderzim­mer umzugestalten. Er bittet Sibels Freundin, die Innenarchitektin Sophie Stein, das zu übernehmen. Die freut sich über den Auftrag sehr, hat sie doch schon länger ein Auge auf den attraktiven Wit­wer geworfen. Doch Sophie hat die Rechnung ohne Nena ge­macht. Sibels schlechte Laune und die Grübeleien von Max geraten schnell in Vergessenheit, als sich herausstellt, dass Olaf Jensen, der gute Geist der Praxis, aufgrund einer schweren Immunsyste­merkrankung eine Stammzellentransfusion benötigt. Was nie­mand in der Notfallpraxis geahnt hat: Der Rentner ist wohnungs­los und lebt in Obdachlosenheimen. Sprechstundenhilfe Paula und die Ärzte reagieren betroffen, aber sie sind auch gewillt, für Olaf einen passenden Spender zu finden.  

 

Samstag, 14. März 2015, 19.25 Uhr: Sibel & Max - Verlorene Väter

Buch     Bülent Aladag
Regie Ulrike Hamacher
Episodenrollen/Darsteller
Bea KörberRike Schmid
Hannes Körber  Torben Krämer
Tim Körber Niklas Post
MichaMilton Welsh

Der Streit zwischen Dr. Sibel Aydin und ihrem Sohn Yunus kocht hoch. Der 17-Jährige, der nun selbst bald Vater wird, akzeptiert nicht länger, dass seine Mutter keine Fragen nach seinem ihm unbekannten Vater beantwortet. Er macht sich eigenmächtig auf die Suche. Sophie Stein rät ihrer Freundin endlich zu Offenheit, zum einem, weil sie versteht, warum diese Informationen für Yunus wichtig sind, zum anderen, weil sie als Einzige weiß, dass Sibel seit damals mit einer Lüge lebt. Sie hat ihre Familie im Glauben gelassen, dass Mike sie damals schwanger hat sitzen lassen. Wahr ist jedoch, dass Sibel aus Stolz und einer großen Verletzung heraus ihrer damaligen großen Liebe nie erzählt hat, dass er Vater wird. Dr. Max Walther registriert, dass im Hause Aydin schlechte Stimmung herrscht, ist aber abgelenkt: Dass die attraktive Innenarchitektin Sophie sich zunehmend für ihn be­geistert, überfordert ihn. Dennoch lässt er sich zu einem gemeinsamen Abendessen überreden. In der Notfallpraxis beschäftigen sich die Ärzte währenddessen mit Tim. Seine Erkältungssymptome ver­schlechtern sich, trotz Behandlung. Ein Lungenfunktionstest lässt die Vermutung aufkommen, Tim könnte an LCM leiden, einer vi­ralen Infektionskrankheit, die durch Kleintiere wie Hamster oder Mäuse übertragen wird. Tims Mutter Bea Körber ist mit Job und krankem Kind überfordert, verweigert aber die Einbindung von Hannes, dem von ihr getrennt lebenden Vater.

 

Samstag, 21. März 2015, 19.25 Uhr: Sibel & Max - Spurensuche

Buch     Michel Birbæk & Hagen Moscherosch
RegieUlrike Hamacher
Episodenrollen/Darsteller
Hanna Berger  Stephanie Stumph
Thorsten ReimersMarlon Kittel
Mike Brandt Adam Bousdoukos
Fatih AydinVedat Erincin

Turbulenter Tagesbeginn für Dr. Max Walther: Ihm fährt jemand direkt vor der Praxis ins Auto. Aus erster Wut wird schnell Be­sorgnis, denn Thorsten Reimers, der Unfallfahrer, hat einen schlimmen Krampfanfall und verliert immer wieder das Bewusst­sein. Max und sein Kollege Tobias entdecken eine Wunde an Reimers‘ Handgelenk und vermuten einen giftigen Stich oder Biss. Dr. Sibel Aydin macht Hanna, die Ex-Freundin des Patienten ausfindig, die noch einen Schlüssel zu seiner Wohnung hat. Dort findet Sibel eindeutige Beweise dafür, dass Reimers offensichtlich im Zigarettenschmuggel aktiv war. Eine Spur führt an den Hafen und dort zu einem Container, der unter Quarantäne steht.

Gegen den Willen seiner Mutter Sibel sucht Yunus ein zweites Mal das Tonstudio auf, um diesmal den richtigen Mike, seinen Vater, zu treffen. Doch das erste Zusammentreffen verläuft schwierig. Mike behauptet, nichts von Sibels Schwangerschaft gewusst zu haben. In Yunus wachsen Zweifel, denn das steht im Widerspruch zu dem, was seine Mutter ihm und ihrer Familie er­zählt hat. Hat Sibel etwa die ganze Zeit gelogen?

 

Samstag, 28. März 2015, 19.25 Uhr: Sibel & Max - Zeit für Veränderungen

Buch    Verena S. Freytag
Regie  Ulrike Hamacher
Episodenrollen/Darsteller
Dr. Kleefeld Katinka Auberger
Mike Brandt    Adam Bousdoukos

Jana Walther ist in der zwanzigsten Schwangerschaftswoche und gemeinsam mit ihrem Freund Yunus Aydin zu einem Ultraschall­termin bei ihrer Frauenärztin. Bei der Untersuchung fallen Dr. Kleefeld Plexuszysten am Kopf des Embryos auf. Da sie Jana und Yunus nicht beunruhigen will, informiert sie zunächst die werden­den Großeltern Max und Sibel. Beide versuchen, ihren Kindern schonend beizubringen, dass es Hinweise auf einen möglichen Chromosomenfehler bei dem Baby gibt. Der Schock bei Jana und Yunus ist groß. Beide freuen sich mittlerweile sehr auf das Baby. Um Gewissheit zu bekommen, gibt es die Möglichkeit weiterer Untersuchungen, die aber das Risiko einer Fehlgeburt beinhalten. Jana reagiert verunsichert. Wollen sie überhaupt Gewissheit und falls sich der Verdacht auf eine Behinderung bestätigt, was dann? Und will sie das Leben des Babys dafür riskieren?

Der Konflikt zwischen Sibel und Yunus schwelt unterdessen wei­ter. Sibel will Mike Brandt nicht in ihrem Leben haben. Doch für Yunus ist das nicht so einfach. Er macht sich nicht nur Gedanken um Jana und das Baby, auch die Begegnung mit seinem Vater arbeitet in ihm. Sein Kumpel Dimitri ermuntert ihn, Mike noch einmal aufzusuchen, auch gegen den Willen seiner Mutter. Es kommt  zu einem ersten, intensiven Gespräch zwischen Vater und Sohn.

Sophie Stein taucht mit einer angeblichen Krankheit  in der Not­arztpraxis auf. Bei einer Untersuchung könnte man sich näher kommen, doch Max hat aufgrund seiner angespannten familiären Situation gar keine Zeit für sie. So landet Sophie in den fürsorgli­chen Händen von Dr. Tobias Olsen, der von der attraktiven Frau sofort angetan ist. Doch sein sonst so durchschlagender Erfolg bei Frauen zieht bei Sophie vermeintlich nicht.

"Moin, moin" und "Ciao, ciao"

Interview mit Idil Üner

Karrierefrau, alleinerziehende Mutter, Geliebte und plötzlich Oma mit 39. Was hat Sie besonders an der Figur der Sibel gereizt, was haben Sie während der dreimonatigen Drehzeit besonders an ihr liebgewonnen?

Sibel verfolgt konsequent ihren eigenen Lebensweg – trotz aller aktuellen Umstände und Beziehungen, in denen sie gerade steckt. Damit kommt sie ständig in neue Situationen und auch Emotionen. Für eine Schauspielerin ist das natürlich ein gefundenes Fressen, um verschiedenste Bandbreiten zu zeigen.

"Familie ist Fleisch", sagt Ihr Filmbruder Berkan in einer Szene. "Familie ist Patchwork" würde "Sibel & Max" am passendsten beschreiben und spiegelt damit auch unsere moderne Lebenswirklichkeit. Was bedeutet für Sie das Wort "Familie"?

Das Wort "Familie" beschreibt für mich persönlich etwas sehr Wichtiges, denn Familie hat für mich immer oberste Priorität. Danach würde sicherlich mein Beruf folgen, aber meine Familie steht in jedem Fall noch darüber. "Familie" bedeutet gegenseitige Unterstützung, in welcher Form auch immer. Den Begriff definiert ja auch jeder anders, und ich würde es mir nie anmaßen, all die verschiedenen Familienformen zu bewerten. Aber ich glaube, grundsätzlich geht es doch immer um Rückhalt und Unterstützung - darum, sich bestimmte Freiräume zu gewähren, sich gegenseitig zu inspirieren und für den anderen da zu sein.

In "Sibel & Max" stehen zwei charismatische Charaktere und Identifikationsfiguren im Mittelpunkt, die den Irrungen und Wirrungen des Beruf- und Privatlebens mit viel Humor trotzen. Was ist Ihr Rezept für die ideale Balance aus Karriere und Familienleben?

Puh, wenn ich das Rezept hätte, könnte ich Bestseller schreiben und würde extrem schnell extrem reich werden (lacht). Aber im Ernst: Ich glaube, das muss jeder für sich selbst beantworten. Im Grunde geht es auch hier um Prioritäten: Was ist einem wichtiger – Familie oder Karriere? Das eine schließt das andere zwar nicht aus, aber ich glaube, dass es keine perfekte Balance gibt, sondern letztlich das eine zumindest etwas über dem anderen steht. Und wenn die Familie an erster Stelle kommt, dann braucht man definitiv liebevolle helfende Hände. Es ist ja in vielen Teilen der Welt so, dass Familien nicht nur zu zweit oder zu viert zusammenleben, sondern in großen Sippen. Ich sage nicht, dass ich nun lieber in einer Sippe leben würde (lacht), aber bei dieser Familienform schauen eben nicht nur zwei Leute auf die Kinder, sondern ganz viele. Aber wenn die Sippen etwas kleiner sind, wie bei uns, können wir uns ja zum Glück auch oft auf die liebevollen Hände von Freunden und Nachbarn verlassen.

Sibel ist unkonventionell und impulsiv, Max hanseatisch gelassen und eher nachdenklich. Durch ihre Kinder Jana und Yunus und die Teenagerschwangerschaft finden sie recht unfreiwillig zueinander. Was lernen sie über die Zeit aneinander zu schätzen?

Als Ärzte teilen Sibel und Max in jedem Fall die berufliche Professionalität. Egal, was bei den beiden gerade ansteht: In ihrem Job sind sie immer da und zeigen vollstes Engagement. Sie entdecken aber auch, dass sie denselben Humor haben. So ging es mir und meinem Kollegen Marc Oliver Schulze übrigens auch privat, und ich glaube, die gute Chemie hat sich auf unsere Figuren übertragen. Überhaupt ist Humor ja ein integraler Bestandteil der Serie.

Sie haben vier Monate fast am Stück für "Sibel & Max" gedreht. Inwieweit bildet man über die Wochen als Team mit seinen Ko-Darstellern selbst eine Art Familie?

Inwieweit? Total! Und zwar nicht erst nach vier Monaten, sondern sehr schnell. Ich muss dazu sagen, dass das Team von "Sibel & Max" fantastisch war. Während der Drehzeit habe ich alle sehr, sehr lieb gewonnen. Da ich bis zuletzt noch von morgens bis abends gedreht habe, hieß es irgendwann nur noch "Moin, moin!" und "Ciao, ciao!" (lacht). Wir waren wirklich wie eine Familie.

Salah Massoud spielt Ihren Filmsohn Yunus, es ist seine erste Rolle. Die Mutter-Sohn-Szenen sind turbulent, liebevoll, dramatisch, humorvoll. Was ist Ihre schönste, witzigste, berührendste Erinnerung an den gemeinsamen Dreh?

Da fällt mir unsere Begegnung am ersten Drehtag ein. Wir hatten ein Fotoshooting für gemeinsame Mutter-Sohn-Bilder, die wir in der Serie als Requisiten verwenden wollten. Salah und ich waren definitiv sehr schnell vertraut miteinander – das zeigte sich auch an den Fotos, die später in meiner Spielwohnung an der Wand hingen. Jedes Mal, wenn ich daran vorbeiging, dachte ich mir, wie toll diese Bilder aussehen. Das passte einfach mit uns. Salah war wirklich toll.

"Sibel & Max" spielt in Hamburg-St. Georg, einem Stadtteil in stetem Umbruch, ähnlich wie Berlin-Kreuzberg. Was macht für Sie das typische St. Georg aus? Haben Sie während der Dreharbeiten Lieblingsorte entdeckt?

Das typische St. Georg ist für mich die Lange Reihe, wo wir neben dem Steindamm sehr viel gedreht haben. Leider konnte ich St. Georg nicht in Gänze erkunden, aber ich hatte dort mein absolutes Lieblingscafé, das "Lohas". Das kann ich wirklich wärmstens empfehlen, denn dort gibt es unheimlich leckere vegane Kuchen!

Das Interview führten Simone Bachofner und Franziska Weck

Dreh mit Spaßfaktor

Interview mit Marc Oliver Schulze

Sie spielen den jungen Witwer Max, der mit seinen beiden Töchtern so manches Mal überfordert ist. Wie turbulent ging es bei den Dreharbeiten zu?

Die Turbulenzen der Geschichte wirken sich eigentlich nicht auf die Arbeit am Set aus. Da waren alle, gerade meine beiden Töchter, hoch professionell. Natürlich gab es, besonders bei temporeichen Szenen, das eine oder andere Missgeschick, das zur allgemeinen Erheiterung beitrug, aber ohne einen gewissen Spaßfaktor kann man so eine Strecke von vier Monaten Drehzeit auch gar nicht bewältigen.

"Familie ist Fleisch" sagt Sibels Bruder Berkan in einer Szene im Film. "Familie ist Patchwork" würde "Sibel & Max" am passendsten beschreiben und spiegelt damit auch unsere moderne Lebenswirklichkeit. Was bedeutet für Sie das Wort "Familie"?

Da denke ich durchaus ein wenig neidisch an Südeuropa, wo Familie – gerne auch Großfamilie – wirklich noch gelebt wird, wo sich geholfen wird, wo man füreinander da ist. Das strahlt Ruhe aus. Die hätte ich manchmal gern.

In "Sibel & Max" stehen zwei charismatische Charaktere und Identifikationsfiguren im Mittelpunkt, die den Irrungen und Wirrungen des Berufs- und Privatlebens mit viel Humor trotzen. Was ist Ihr Rezept für die ideale Balance aus Karriere und Familienleben?

Die Antwort steckt bereits in der Frage, das Rezept ist die Balance. Aber die Zubereitung gelingt trotzdem nicht immer...

Sie haben vier Monate fast am Stück für "Sibel & Max" gedreht. Inwieweit bildet man über die Wochen als Team mit seinen Ko-Darstellern selbst eine Art Familie?

Wir sind glücklicherweise wirklich zusammengewachsen. Das kann ja auch anders laufen. Das ist dann schon so eine Art Familie, allerdings muss sie keinen existentiellen Anforderungen standhalten.

"Sibel & Max" spielt in Hamburg-St. Georg, einem Stadtteil in stetem Umbruch, ähnlich wie Berlin-Kreuzberg. Was macht für Sie das typische St. Georg aus? Haben Sie während der Dreharbeiten Lieblingsorte entdeckt?

Mein Lieblingsort in St. Georg rührt noch aus der Zeit, in der ich regelmäßig nach Hamburg kam, um Theater zu gucken, und bei einem Kumpel auf dem Steindamm wohnte: Ein türkisches Restaurant, "Köz Ocakbaşı". Da war ich jetzt auch wieder das eine oder andere Mal. Damals, mit Ende 20, fand ich das Viertel aufregender und spannender als jetzt. Das liegt aber eher an mir als an St. Georg.

Der Schauspieler Bernd Stephan spielt in "Sibel & Max" ihren Vater und ist es auch im wahren Leben. Gab es beim Dreh lustige Parallelen, in denen Sie sich wiedererkannt haben?

Er musste in einer Szene in so einen türkischen Keks beißen, und ich dachte, wie bitte beißt der in diesen Keks? Was macht der da? Dann habe ich Ausschnitte gesehen, beim Nachsynchron, und da beiße ich in einer Szene auf einer türkischen Hochzeit in ein Baiser. Da dachte ich, okay, der Spruch mit dem Apfel und dem Stamm stimmt halt doch.

Das Interview führten Simone Bachofner und Franziska Weck

"Ein echt cooler Typ"

Interview mit Salah Massoud

Du bereitest Dich gerade aufs Abi vor und hast parallel zur Schule nun erstmals fürs Fernsehen gedreht. Und dann gleich eine Hauptrolle in einer 12-teiligen Serie. Wie kam es dazu?

Als ich in der 11. Klasse ein Auslandsjahr in Amerika gemacht habe, habe ich über einen Theaterkurs meine Leidenschaft für die Schauspielerei entdeckt. Zurück in Deutschland habe ich mir dann ein Herz gefasst und mich bei einer Schauspielagentur vorgestellt. Ich hatte das große Glück, dass mein jetziger Agent mich ohne Ausbildung oder Dreherfahrung nicht sofort abgewimmelt hat, sondern sich Zeit genommen hat, mich kennenzulernen und mir Tipps gegeben hat. Als "Sibel & Max" auf seinem Schreibtisch landete, rief er mich sofort an. Und nach einem halben Jahr Casting-Marathon kam dann der erlösende Anruf. Obwohl alles so unfassbar schnell ging, hat mich meine Schule zum Glück sehr unterstützt. Die Dreharbeiten waren ja doch sehr umfangreich, vor allem wenn man gerade kurz vorm Abi steht. Die vier Monate sind dann aber wie im Flug vergangen, und jetzt bin ich wieder ein ganz normaler Schüler, der sich nicht mit der Problematik herumschlagen muss, Vater zu werden. Im Vergleich dazu ist das Abi fast ein Spaziergang.

Yunus ist ein cooler Teenager, der plötzlich Verantwortung als Vater übernehmen muss. Was macht für Dich den Yunus aus? Was ist er für ein Typ?

Yunus ist ein sehr liebevoller und neugieriger Mensch, aber auch ein echt cooler Typ, mit dem man viel unternehmen und Spaß haben kann. Außerdem macht ihn aus, dass er, wenn man ihn braucht, für einen da ist und man auf ihn zählen kann. Als seine Freundin schwanger wird, muss er damit kämpfen, sich seiner Verantwortung zu stellen und sein bisheriges Leben als Teenager aufzugeben. Da ist er anfangs nicht ganz so zuverlässig. Was aber in Anbetracht der Situation auch nicht verwunderlich ist.

Ihr hattet am Set eine tolle Chemie untereinander, allen voran Du und Idil Üner. Was war Deine liebste gemeinsame Szene?

Idil ist eine großartige Schauspielerin. Es war mir ein großes Vergnügen, mit ihr arbeiten zu dürfen und ich habe viel von ihr lernen können. Ich hätte mir keine bessere Rollenmutter für meinen ersten Dreh vorstellen können. In meiner liebsten Szene mit ihr kommt sie nach einigen Tagen nach Hause und ist sauer, weil die Wohnung so unaufgeräumt ist. Dann nimmt sie mir den Joint, den ich diesem Moment angezündet habe, aus der Hand, steckt ihn sich selbst in den Mund und geht in ihr Zimmer. Einfach herrlich!

Mit seiner Mutter hat Yunus ein sehr inniges Verhältnis, aber es gibt auch immer wieder großen Zoff. Für Ratschläge wendet er sich da eher an seinen Onkel Berkan. Für Berkan ist "Familie Fleisch". Was bedeutet Familie für Dich?

Da ich Einzelkind bin, habe ich eine sehr enge Beziehung zu meinen Eltern. Der größte Teil meiner Familie ist leider über die ganze Welt verteilt und nicht einfach zu erreichen. Trotzdem, es ist mir sehr wichtig, die Beziehungen zu pflegen. Familie kann man sich nicht aussuchen, sie wird einem gegeben - so ist es auch mit dem Leben. Man muss es nehmen, wie es passiert und versuchen, daraus das Beste zu machen, auch wenn es manchmal nicht einfach ist. Familie ist mehr als Fleisch und Blut für mich. Sie hat mich zu dem gemacht, der ich heute bin. Und dafür bin ich dankbar.

Das Interview führten Simone Bachofner und Franziska Weck

"Ihre gute Laune ist ansteckend"

Interview mit Katherina Unger

Wie hast Du Dich darauf vorbereitet, eine Schwangere zu spielen? Das ist in deinem Alter ja alles andere als eine typische Rolle.

Zum Zeitpunkt des Drehs war ich 16 Jahre alt. Und im Grunde musste ich mich wie bei jeder anderen Rolle auch in dieses Thema und in die Situation als Jana hineindenken. Das fällt einem anfangs nicht ganz so leicht, aber wenn man erst einmal einige Szenen gespielt hat, bekommt man automatisch ein Gefühl für die Rolle. Ich dachte zwar zuerst auch, dass es komisch zu spielen sein wird, aber Jana ist ja auch nur ein Teenager wie ich.

Mit welchen Tricks wurde aus Katherina die schwangere Jana?

Jana trägt relativ weite und lockere T-Shirts, um ihren Bauch nicht so sichtbar zu machen, und ist ein eher natürlicher Typ. Sie schminkt sich nicht viel, was ich im Übrigen auch privat kaum tue. Um richtig schwanger auszusehen, trage ich ab einer bestimmten Folge einen Body, der mit einem Bäuchlein gepolstert ist. Für einige Aufnahmen bekam ich sogar einen maßangefertigten Silikonbauch. Der sieht sehr echt aus und kann auch vor der Kamera gezeigt werden, ohne dass ein schwangeres Double gebraucht wird.

Jana muss durch die Schwangerschaft erstmalig erwachsene Entscheidungen treffen. Eine nicht immer einfache Angelegenheit, wenn die ganze Familie und ihr Freund Yunus alles besser wissen. Was macht Jana für Dich aus, was ist sie für ein Mädchen?

Jana ist ein sensibles und sehr liebevolles Mädchen, das viel nachdenkt und sich dabei manchmal in ihren Gedanken verrennt. Wie jeder andere Teenie ist sie manchmal etwas stur und kriegt sich wegen vielleicht nicht ganz so wichtiger Dinge mit ihren Mitmenschen in die Haare. Obwohl sie immer loyal bleibt und alles richtig machen möchte, macht ihr die Situation sehr zu schaffen. Das merkt man ihr auch an, aber trotzdem gibt sie nie auf. Vielleicht trifft sie gerade deswegen am Ende immer eine gute Entscheidung für sich selbst. Alles in allem versucht sie einfach nur die Beziehung zwischen sich und Yunus aufrecht zu erhalten, denn sie liebt ihn wirklich sehr und findet in ihm immer eine Stütze. Was Jana außerdem auszeichnet, ist ihre gute Laune. Die ist nämlich ansteckend.

"Sibel & Max" spielt in Hamburg-St. Georg, du bist selbst Hamburgerin. Was sind Deine persönlichen Lieblingsorte?

In Hamburg gibt es wirklich viele schöne Orte, und ich finde immer wieder neue. Ich kann mich eigentlich nicht so ganz festlegen, aber ich denke, ein Platz auf der Hafenfähre oder die großen Parks sind toll zum Abschalten, um aus dem Alltag zu entfliehen. Sehr gerne mag ich auch die Schanze, obwohl ich mich nicht so oft dort aufhalte. Eigentlich ist es in Hamburg fast überall schön, solange man nur die richtigen Menschen um sich hat. Wohin ich mich gerne auch mal zurückziehe, ist das Kunst- und Gewerbemuseum, das unter 18 Jahren keinen Eintritt kostet.

Was war während des Drehs Euer bester Trick, um nach den Streitszenen wieder für gute Laune zu sorgen?

Die Streitszenen waren eigentlich nie ein Problem für unsere gute Stimmung. Wir haben es immer mit Humor genommen. Die eigentliche Schwierigkeit waren die Szenen, in denen man traurig wurde. Da war es für mich manchmal echt schwer, wieder richtig gute Laune zu bekommen. Der beste Trick ist, Späße mit dem Team zu machen. Mir persönlich tut es immer gut, eine Kleinigkeit zu essen, wenn es mir nicht so gut geht. Man braucht eigentlich keinen direkten Trick, weil irgendeiner vom Team immer etwas Lustiges erzählt hat oder etwas Witziges passiert ist.

Das Interview führten Simone Bachofner und Franziska Weck

"Ich werde alles und jeden vermissen"

Interview mit Yolande Andrae

Du hast nun vier Monate lang mit einer großen Film-Familie gedreht. Wie sah dein Tagesablauf am Set aus und was wirst Du am meisten vermissen?

Ich werde eigentlich den ganzen Alltag vermissen. Es fängt schon beim Begrüßen an, wenn ich erst mal allen Hallo sage und mir dann der Set-Aufnahmeleiter erklärt, wohin ich gehen muss. Meistens bin ich zuerst im Kostüm oder in der Maske und dann heißt es warten. Denn Drehen bedeutet zwar viel Spaß, aber manchmal auch langes Warten. Wenn ich mit dem Drehen fertig bin, umarme ich alle und fahre wieder zurück nach Hause. Da ich wirklich alle am Set sehr mag, werde ich alles und jeden vermissen. Es sei denn, es gibt eine zweite Staffel, dann sehe ich ja alle bald wieder.

Was war das Lustigste, das bei den Dreharbeiten passiert ist?

Puh, es gibt viele Dinge, die sehr lustig waren, aber am besten war eine Szene mit meinem Serien-Papa Max. Er stand neben dem Zimmer meiner Serienschwester Jana, und ich sollte eigentlich mit ihm sprechen. Doch ich bin einfach weiter bis zum Badezimmer gerannt, weil ich dachte, dass sich Jana mal wieder eingeschlossen hätte. Ich habe ihn wohl etwas verwirrt gesucht, denn als ich mich umdrehte, stand er ganz woanders und fragte mich, was ich da tue. Alle haben gelacht und wir mussten die Szene noch mal drehen. Es gab noch viele andere lustige Dinge, aber wenn ich die jetzt alle aufzähle, endet dieses Interview nie.

Das Interview führten Simone Bachofner und Franziska Weck

"Der Zuschauer wird unsere Figuren lieben"

Statement von Produzent Rudi Pitzl

Eine türkischstämmige Ärztin und ein deutscher Arzt, beide Ende 30 und alleinerziehend, werden Oma und Opa und betreiben eine Notfallpraxis im Hamburger Kiez St. Georg – gute Ideen lassen sich immer mit einem Satz beschreiben. Das ZDF gab uns, der neuen deutschen Filmgesellschaft, die Chance, unsere Idee zu einer modernen Familienserie umzusetzen.

Unsere Kreativen sind eine außergewöhnlich bunte Mischung. Die Musik stammt von Ali N. Askin sowie Maurus Ronner. Die Autoren sind Türken, Deutsche sowie ein Däne, teils erfahrene Serienau­toren, teils aus dem Independent-Film-Bereich (Verena S. Freytag, Bülent Aladag, Astrid Ruppert, Michel Birbæk und Hagen Moscherosch).

Wir haben uns sehr viel Zeit mit der Auswahl der Schauspieler gelassen, das Casting hierfür ging fast über ein Jahr. Mit Idil Üner als Sibel und Marc Oliver Schulze als Max konnten wir unver­brauchte, sehr sympathische Hauptdarsteller gewinnen, die mit ihrem Charisma und Talent die Serie entscheidend prägen. Idil Üner verkörpert perfekt das Bild einer modernen, türkischstämmi­gen Frau, die selbstbewusst ihren Weg geht. Eine Hauptfigur mit Migrationshintergrund ist eine Rarität im deutschen Fernsehen. Katherina Unger, Salah Massoud, Yolande Andrae, Claes Bang, Nina Petri, Sandra Borgmann, Cem-Ali Gültekin und Adam Bousdoukos bereichern unser besonderes Ensemble.

Der Zuschauer wird unsere Figuren, die alle auf der Suche nach dem Glück sind, kennen und lieben lernen.

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