Copyright: ZDF/ [F] Manju Sawhney/ [M] Fr. Klinke
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SOKO Hamburg

Vorabendserie, 2. Staffel

Die "SOKO Hamburg" ermittelt wieder. In der zweiten Staffel löst das Ermittlerteam - Oskar Schütz (Marek Erhardt), Lena Testorp (Anna von Haebler), Max Nordmann (Garry Fischmann), Sarah Khan (Pegah Ferydoni) und Franzi Berger (Paula Schramm) - länderübergreifend in Schleswig-Holstein, Hamburg und Niedersachsen Mordfälle und andere Verbrechen.

  • ZDF, Ab 24. September 2019, dienstags, 18.00 Uhr
  • ZDF Mediathek, Ab Montag, 16. September 2019, Folgen 1 - 3

Texte

Stab und Besetzung

Stab  
BuchAntoine Dengler & Regina Dietl, Meriko Gehrmann, Niels Holle, Sören Hüper & Christian Prettin, Frederik König, Jacob Schreier, Daniel D. Wissmann, Miko Zeuschner
RegieSven Nagel, Tini Tüllmann, Esther Bialas
KameraMonika Plura, Ralph Kaechele, Martin Neumeyer
MusikJohannes Brandt, Hansjörg Kohli
TonThomas Thutewohl
SchnittGeraldine Sulima, Johannes Schäfer, Sebastian Bonde
SzenenbildLars Brockmann, André Barthel
Kostümbild Isabella Mirja Hirt
ProduktionNetwork Movie Film- und Fernsehproduktion GmbH, Hamburg
ProduzentinJutta Lieck-Klenke
ProdcuerPolli Elsner, Moritz Mihm
Herstellungsleitung Roger Daute
ProduktionsleitungFrank B. Bosselmann, Stefan Hoffmann
RedaktionPeter Jännert
Länge

10 x 45 Minuten

Durchgehende Rollen / Darsteller                    
Oskar Schütz                     Marek Erhardt
Lena Testorp                      Anna von Haebler
Max Nordmann                   Garry Fischmann
Sarah Khan                        Pegah Ferydoni
Franzi Berger                     Paula Schramm
Paula Schütz                      Marla Erhardt
Eddin Khan                        Altamasch Noor

Allgemeiner Inhalt

Die Elbe ist das verbindende Element zwischen Hamburg, Schleswig-Holstein und Niedersachsen. Deshalb ist die "SOKO Hamburg" auch am Hafenrand in einem alten Backstein-Gebäude direkt am Fluss untergebracht – zwischen Stadt und Land, mit Ausblick auf die vorbeiziehenden Schiffe. Die Elbe führt die Er­mittler aber nicht nur nach St. Pauli, zum Hafen oder zu den No­belvillen an der Elbchaussee, sondern auch zu den Obstplanta­gen flussabwärts im Alten Land oder nach Dithmarschen. Um schnell zu diesen verstreut liegenden Einsatzorten entlang der Elbe zu gelangen, steht den Ermittlern auch ein Schnellboot zur Verfügung, das der "SOKO Hamburg" eine zusätzliche Dynamik verleiht.

Die Referenz der "SOKO Hamburg" ist das Wasser und die Men­schen, die entlang des Flusses leben und in Verbrechen verwi­ckelt oder mit ihrer Aufklärung beschäftigt sind. Die Ermittler ha­ben von ihrem Revier aus stets einen transparenten Blick auf das, was Hamburg ausmacht und all seine Bezirke und Milieus verbin­det. Und natürlich auch auf das Verbrechen. Stadt, Land, Fluss einmal anders: Großstadtflair, Lokalkolorit und Landleben gleich­ermaßen modern inszeniert. Anregend, unterhaltend und bodenständig. Das ist die Vielfalt der Fälle dieser Dreiländer-SOKO.

Rollenprofile

Sarah Khan (Pegah Ferydoni)

Die Erste Kriminalhauptkommissarin und Chefin der "SOKO Hamburg" besticht durch selbstbewusstes Auftreten, überragende Schlagfertigkeit und einen unbeugsamen Willen. Sie ist in der Hamburger High Society gut vernetzt und kann auf kurzen Dienstwegen viel erreichen.

 

Oskar Schütz (Marek Erhardt)

Kriminalhauptkommissar Oskar Schütz – geschieden und Vater einer 16-jährigen Tochter – ist der Leitwolf und die gute Seele der SOKO. Er ist kernig, korrekt und geradeaus – der erfahrenste Polizist im Kommissariat, auch wenn die Zeit etwas an ihm ver­beigegangen ist. Ein absoluter "Instinktbulle" und ein unkonventioneller Einzelgänger, der auch mal allein auf Täterjagd geht.

 

Lena Testorp (Anna von Haebler)

Kriminalhauptkommissarin Lena Testorp – Single, keine Kinder – verfügt über eine ausgeprägte Beobachtungsgabe, ist intelligent, ehrgeizig und empathisch. Sie hat sich im Polizeidienst zu einer Art emotionalem Sherlock Holmes entwickelt und kann sich in nahezu alle Menschen hineinversetzen.

 

Max Nordmann (Garry Fischmann)

Kriminaloberkommissar Max Nordmann ist glücklicher Vater eines vierjährigen Sohnes und ein leidenschaftlicher Polizist. Das lässt sich nicht immer unter einen Hut bringen und sorgt auch mal für Stress auf dem Revier.

 

Franzi Berger (Paula Schramm)

Kriminalkommissarin und IT-Expertin Franzi Berger kommt frisch von der Polizeischule, versteht sich selbst als Hackerin und ist das freche und nerdige Computer- und Technik-Genie im Team.

Die einzelnen Folgen

Dienstag, 24. September 2019 , 18.00 Uhr:  "Mann über Bord"

Kapitän Andreas Haber wird während seiner Lautsprecheransage an der Schiffsbegrüßungsanlage "Willkomm Höft" erschossen. Die SOKO Hamburg ermittelt. Hat der Mord etwas mit der Schiffs­kollision in einem brasilianischen Hafen zu tun, wegen der Haber vor dem Internationalen Seegerichtshof aussagen soll? Immerhin geht es hier um Millionen. Doch Habers Erster Offizier bringt die Ermittler auf eine andere Spur. Eine junge Brasilianerin scheint etwas mit dem Mord zu tun zu haben. Hat sie versucht, den Ka­pitän zu erpressen? Aber wieso sollte sie den Mann erschießen? Drohte Andreas Haber mit der Polizei? Oder geht es um Eifer-sucht? Erst als die Ermittler der SOKO Hamburg den Anwalt des Toten unter die Lupe nehmen, erkennen sie, wer der wahre Mör­der ist.

 

Dienstag, 1. Oktober 2019, 18.00 Uhr:  "Der Pferdeflüsterer"

Kurz nachdem der Stallbursche Torben Linsler tot auf einem Reiterhof in Schleswig-Holstein aufgefunden wird, liegt auch das teure Springpferd Antigone tot in seiner Box. Für den Besitzer des Reitstalls Rainer Gerhardt ist Antigones Tod eine finanzielle Katastrophe, immerhin hätte er mit dem Verkauf des Pferdes seine Schulden begleichen können. Doch auch Jolie, die beste Freundin seiner Tochter Hannah, wollte das Tier unbedingt haben, und ihr Vater stand kurz vor dem Kauf des Pferdes.

Als bei dem Pferd eine Vergiftung festgestellt wird und an den Händen der Leiche ähnliche Spuren gefunden werden, ist klar, dass die Todesfälle miteinander in Verbindung stehen. Hat Rainer Gerhardt einen Versicherungsbetrug begehen wollen, den Torben durchkreuzt hat? Oder hat die konkurrierende Reit­stallbesitzerin Silke Schreiber etwas damit zu tun?

 

Dienstag, 8. Oktober 2019, 18.00 Uhr:  "Herr Dückers"

Die Leiche des beliebten Deutschlehrers Dückers liegt nackt und übel zugerichtet in einem Waldgebiet am Hamburger Stadtrand. Was ist passiert, und wie ist er dort hingekommen? Weder seine Ex-Frau noch seine Kollegen oder Schüler, zu denen auch Oskars Tochter Paula gehört, haben eine Erklärung. An seiner ehemali­gen Schule hat es Gerüchte über Dückers gegeben. Hat er sich möglicherweise zu einigen seiner Schülerinnen mehr hingezogen gefühlt als erlaubt? Die Ermittler finden heraus, dass die Hinter­gründe seines Todes weitaus tragischer sind als gedacht.

 

Dienstag, 15. Oktober 2019, 18.00 Uhr:  "Mord nach Maß"

Der Unternehmensberater Tobias Körner wird in der Tiefgarage eines Luxushotels tot aufgefunden. Eine Telefonnummer führt die Ermittler auf die Spur von Agnes Meyer, einer jungen Frau, die mit dem Opfer eine Nacht verbracht hat. Ganz plötzlich taucht Agnes bei Körners Maßschneider Ritter als neue Auszubildende auf. Offenbar hatte sie nicht nur eine enge Bindung zu Körner, sondern auch zu dem Seniorchef der traditionsreichen Schnei-derei. War der alte Herr eifersüchtig auf seinen Stammkunden und hat ihn deshalb umgebracht? Oder hat Ritters Schwieger-tochter Charlotte etwas mit Körners Tod zu tun? Die Ermittlungen führen schließlich in eine andere Richtung, als ein Familienge-heimnis der Ritters ans Tageslicht kommt.

 

Dienstag, 22. Oktober 2019, 18.00 Uhr:  "Der Lottokönig"

Dauercamper Horst Wemmer möchte seiner Liebsten, einer Escort-Dame, von seinem Lottogewinn einen Oldtimer kaufen. Er kommt jedoch vorher zu Tode. Oskar beschließt kurzerhand, seinen Urlaub auf dem Campingplatz zu verbringen. Er ermittelt undercover vor Ort, fühlt dem Campingplatz-Besitzer auf den Zahn, bringt Interessantes über Horsts Freundin und seinen Sohn ans Tageslicht und kann damit die Ermittlungen seiner Kollegen Lena und Max von außen unterstützen.

 

Dienstag, 29. Oktober 2019, 18.00 Uhr:  "Wolf im Schafspelz"

Im niedersächsischen Gödelsdorf wird der Bürgermeister und Pferdehändler Joseph Maack tot aufgefunden. Zunächst deutet alles auf einen Raubmord hin. Dann stellt sich heraus, dass der Mann Ärger mit einer Umweltorganisation namens "Die heulenden Wölfe" hatte. Während Oskar sich an der Anführerin dieser Orga­nisation, der Schäferin Verena Berger, die Zähne ausbeißt, kommt Lena der Frau des Opfers näher. Dann taucht ein ehema­liger Jockey auf, mit dem das Opfer in der Vergangenheit möglicherweise Wett­betrug begangen hat. Ist er der Mörder? Die SOKO ermittelt in einem Sumpf aus Liebe und verlorenen Träumen.

 

Dienstag, 5. November 2019, 18.00 Uhr:  "Tödliche Wende"

Tamme Althuss wird tot im Hafenbecken eines Hamburger Yacht­hafens entdeckt. Er betrieb die Organisation "Afrika-Hilfe Hamburg" und verbrachte die meiste Zeit des Jahres in Sierra Leone. Nach Hamburg segelte er mit seiner Yacht immer nur für wenige Wochen, um Spender über Hilfsprojekte auf dem Laufen­den zu halten. Als herauskommt, dass der Tote eine Affäre mit der Betreiberin des Hafenrestaurants hatte, gerät deren Ehemann Lothar Meerpohl unter Verdacht. War es ein Verbrechen aus Eifersucht?

 

Dienstag, 12. November 2019, 18.00 Uhr:  "Unter Verdacht"

Der Aktivist Bjarne Zellner wird knapp zwei Monate, nachdem er das letzte Mal lebend gesehen wurde, tot aus der Elbe gezogen. Seine Leiche weist Spuren eines aufgesetzten Bauchschusses auf. Die SOKO startet mit den Ermittlungen und wird bald selbst Teil davon. Denn Zellner hatte unmittelbar vor seinem Verschwin­den an den Mai-Krawallen im Hamburger Schanzeviertel teilgenommen. Ist in der Demo-Nacht womöglich ein Schuss aus einer Polizeiwaffe gefallen?

Als die Ermittler den Eigentümer des besetzten Hauses ins Visier nehmen und herausfinden, dass er einem Freund des Opfers Geld gegeben hat, damit er Zellner aus der Wohnung bekommt, steht plötzlich ein Auftragsmord im Raum.

 

Dienstag, 19. November 2019, 18.00 Uhr:  "Tod einer Unsichtbaren" (Arbeitstitel)

Bei einem privaten Restaurantbesuch wird Lena von einer Ob­dachlosen angesprochen. Auf dem Rückweg nach Hause finden sie und ihre Begleitung die auf Müllsäcken liegende Leiche der Frau. Sie wurde von einem spitzen, aus den Säcken ragenden Heizungsrohr durchbohrt. Ein tragischer Unfall unter Alkoholein­fluss? Die Ermittlungen der SOKO gestalten sich zunächst schwierig, denn die Tote kann nicht identifiziert werden. Erst als Franzi ihre Schwester ausfindig macht, wird das wahre Drama dieses Todes nach und nach offenbar.

 

Dienstag, 26. November 2019, 18.00 Uhr:  "Unter Fischern" (Arbeitstitel)

Meeresbiologe Heiner Lübbers wird durch die Explosion eines Druckluftkompressors in seinem Schuppen getötet. Steckt Tanja Lorenz, Vorstandsvorsitzende der Hamburger Terminalbetreiber und Anführerin der Elbvertiefungsbefürworter, dahinter? Heiner Lübbers hat bei seinen Tauchgängen in der Elbe Proben gesammelt, um zu beweisen, dass die bevorstehende Elbvertiefung das Ökosystem gefährlich stören würde. Gleichzeitig erfahren die Ermittler, dass der Meeresbiologe eine Affäre mit der zweiten Frau seines Vaters hatte. Dieser könnte aus Eifersucht gehandelt haben. Doch wäre der Mann wirklich in der Lage, seinen eigenen Sohn umzubringen?

Eine dritte Spur tut sich auf, als die Ermittler herausfinden, dass Heiner in Wirklichkeit gar nicht nach Proben getaucht hat, son­dern auf Schatzsuche war. War es ein Mord aus Habgier?

Fragen an Marek Erhardt und Anna von Haebler

Wie kamen Sie zur "SOKO Hamburg"?

Marek Erhardt: Ich hatte das große Glück, 2017 bereits bei der ersten Staffel dabei sein zu dürfen. Eine SOKO in meiner Heimatstadt – einfach großartig.

Anna von Haebler: Ich habe ganz klassisch eine Casting-Einladung erhalten. Darin war die Rolle beschrieben: Lena Testorp, eine junge Kommissarin, die vom Land kommt und auf einem Pferdehof aufgewachsen ist. Da dies meiner eigenen Kindheit ähnelt, habe ich zu meiner Tochter gesagt: "Wenn ich die Rolle bekomme, kaufe ich uns ein Pferd und fange wieder an zu reiten." Ein paar Wochen später auf dem Spielplatz – meine Tochter schaukelte gerade und ich stand rum – klingelte mein Telefon. Meine Agentin rief an, um mir mitzuteilen, dass ich die Rolle bekommen habe. Als ich auflegte, stand meine Tochter bereits vor mir, sah zu mir hoch und sagte: "Ich will einen Fuchs!"

Neues Team, andere Dynamik: Was macht das Team der "SOKO Hamburg" für Sie aus?

Marek Erhardt: Wir sind alle unterschiedliche Charaktere. Jeder geht beruflich und privat mit Dingen anders um, was auch mal zu Reibungen führen kann. Aber die Teamarbeit ist unschlagbar. Alle ziehen an einem Strang und haben nur ein Ziel: den Fall aufzuklären. Was wirklich schön ist, dass wir uns auch alle privat gut verstehen, und ich glaube, das spürt man in der Serie.

Anna von Haebler: Frauenpower. 60 Prozent Frauen im Hauptcast, 70 Prozent von Frauen inszeniert und 30 Prozent von einer Frau gefilmt. Ich liebe Statistik!

Was glauben Sie, lieben die Zuschauer an der "SOKO Hamburg"?

Marek Erhardt: Ich denke, es ist eine Mischung aus allem. Dadurch, dass wir in drei Bundesländern ermitteln – Hamburg, Niedersachsen und Schleswig-Holstein – ist die Fallvielfalt besonders groß. Wir fahren häufig mit unserem Schnellboot zu den Einsätzen, sind im Alten Land, auf der Hamburger Reeperbahn oder auf einem Bauernhof in Schleswig-Holstein. Für jeden ist etwas dabei.

Anna von Haebler: Ich denke, dass das Gefühl, etwas zu lieben, mit Gewohnheiten einhergeht – dafür braucht die "SOKO Hamburg" wohl noch ein bisschen Zeit. Aber wenn die Zuschauer so viel Spaß beim Schauen wie wir beim Machen haben, reicht es bestimmt zum Verknallen.

Marek, in der zweiten Staffel steht Ihre Tochter Marla erstmals vor der Kamera und spielt die Tochter Ihrer Figur Oskar Schütz. Wie fühlt sich das an?

Marek Erhardt: Ich bin wahnsinnig stolz auf sie. Die Vater-Tochter-Situation ähnelt zum Teil schon sehr dem wahren Leben. Ich muss häufig lachen, wenn Marla in der Serie etwas gegen mich sagt. Weil ich das nämlich am Abend zuvor zu Hause auch von ihr gehört habe.

Anna, Ihr Kollege Marek Erhardt hat eine Art Praktikum bei der Hamburger Polizei gemacht. Hätten Sie darauf auch Lust?

Anna von Haebler: Bei jeder Rolle, die ich erarbeite, denke ich: "Ich würde so gerne mal ein paar Monate Praktikum machen." Klar, je besser ich den Alltag einer Figur kenne, desto "fleischiger" wird sie. Und dann macht es ja erst richtig Spaß. Weil mir aber leider nie die Zeit für Praktika bleibt, greife ich gerne zu den altbewährten Hausmitteln aller SchauspielerInnen: Vorstellungskraft und Behauptung.

Würden Sie sich den Job einer Polizistin im wahren Leben zutrauen?

Anna von Haebler: Ich habe sehr großen Respekt vor jeder Frau, die als Polizistin arbeitet und ebenso vor den Männern in diesem Beruf, denn die Verantwortung, die man für sein Land und seine Mitmenschen trägt, ist sehr hoch. Ärzte müssen mitunter über das Leben von anderen entscheiden, Anwälte über die Freiheit und Polizisten über die Würde.

Die Fragen stellte Dagmar Landgrebe.

Im Gespräch mit den neuen Ermittlern Pegah Ferydoni, Garry Fischmann und Paula Schramm

Pegah, was hat Sie an der Rolle der SOKO-Chefin besonders gereizt?

Pegah Ferydoni: Es war überfällig, eine "Chefin of Color" zu erzählen, wie es sie in der deutschen Polizeiarbeit längst gibt.

Würden Sie sich den Job einer Polizistin auch im wahren Leben zutrauen?

Pegah Ferydoni: Auf jeden Fall. Es ist ein wichtiger, sehr fordernder und ehrbarer Beruf. Polizisten werden meines Erachtens zu gering geschätzt.

Garry, Paula – war das Angebot, einen Kommissar/eine Kommissarin zu spielen, eine Überraschung für Sie?

Garry Fischmann: Ja, absolut. Die Rolle als Kommissar war aus zwei Gründen etwas völlig Neues für mich: Zum einen habe ich noch nie eine Rolle als Beamter, Polizist et cetera gespielt, und zum anderen wurde ich zuvor vorrangig als Figur des "love interests" besetzt. Daher habe ich mich sehr gefreut, bei der "SOKO Hamburg" eine Figur darzustellen, die mich in ungewohnter Weise fordert und von der ich viel Neues lernen kann – zum Beispiel als Teil eines eingeschworenen Ermittlerteams.

Paula Schramm: Nö. Ich wollte schon immer eine Kommissarin spielen. Ich werde als kleine, fröhliche Frau oft unterschätzt. Es ist wirklich an der Zeit, dass ich endlich Männer festnehmen kann. Ich liebe körperliche Herausforderungen. Das Schießtraining und das Polizeipraktikum haben mir riesigen Spaß gemacht.

Welches sind die herausragenden Eigenschaften ihrer Ermittler-Figuren?

Pegah Ferydoni: Sarah Khan hat einen schnellen und kühlen Kopf, Einfühlung und Empathie, Stil und diplomatisches Geschick.

Garry Fischmann: Max Nordmann besitzt einen ausgeprägten Sinn für Gerechtigkeit, eine extrem charismatische, soziale und herzliche Art gegenüber seinen Kollegen und hat das Bedürfnis, ein guter Vater und gleichzeitig ein vollwertiges SOKO-Mitglied zu sein.

Paula Schramm: Franzi Berger ist schnell – manchmal zu schnell –, extrem ehrgeizig – was sie wiederum zu einer super verlässlichen Kollegin macht –, und sie trägt das Herz auf der Zunge oder wie Karl Lagerfeld mal sagte: "Ich rede so viel, damit keiner merkt, wer ich wirklich bin."

Garry, Paula – erkennen Sie sich selbst in einigen Szenen wieder, oder ist Max beziehungsweise Franzi ein ganz anderer Typ als Sie?

Garry Fischmann: Der Beruf und die tägliche Arbeit eines Kommissars haben mit meinem Alltag kaum etwas gemein. Daher freue ich mich umso mehr darüber, ein mir fremdes Berufsbild kennenlernen und mich darin hineindenken zu dürfen. Zur Vorbereitung meiner Rolle gehörte beispielsweise auch die Teilnahme an einem Schießtraining sowie ein zwölfstündiges Praktikum bei der Polizei Hamburg – das hätte ich ohne die SOKO wohl nie erlebt. Wenn man aber von Max als Kommissar absieht und nur die Person betrachtet, dann kann ich sehr wohl Gemeinsamkeiten feststellen. Beispielsweise kann ich mich sehr mit ihm als Familienmensch identifizieren. Und auch die Tatsache, ein vertrautes, freundschaftliches Verhältnis zu meinen Kollegen zu pflegen, ist typisch für mich.

Paula Schramm: Die größte Gemeinsamkeit liegt wohl in der Tatsache, dass wir beide gerne viel, manchmal auch zu viel reden. Und oft kommen Sprüche, über deren Wirkung wir uns erst bewusst sind, wenn sie den Mund – leider – bereits verlassen haben. Franzi ist ein extrem gut organisierter Technik-Nerd. Ich bin komplett das Gegenteil. Mein persönliches Technikwissen befindet sich noch auf dem Stand, als die ersten Fotohandys auf den Markt kamen. Privat bin ich sehr chaotisch und verträumt. Ich finde es auch grundsätzlich spannender, Charaktere zu spielen, die weit von mir entfernt liegen. Es ist doch viel aufregender, sich nicht mit sich selbst zu beschäftigen. Wobei ich fest daran glaube, dass jeder Film, jede Rolle, auch eine Reise zu sich selbst ist.

Was glauben Sie, warum werden die Zuschauer die SOKO Hamburg lieben?

Pegah Ferydoni: Weil es einfach richtig Spaß macht, uns zuzusehen!

Garry Fischmann: Weil wir dynamisch, cool und mit Freude dabei sind und weil wir nicht nur vor der Kamera ein echtes Team sind. Schon kurz nach Drehstart haben wir alle gemeinsam bei einer Kollegin gekocht und in intensiven Gesprächen einen echten Draht zueinander gefunden. Dieses Gefühl spüren sicher auch die Zuschauer.

Paula Schramm: Weil wir unsere Figuren lieben. Ich bin absolut davon überzeugt, dass der Spaß, den wir beim Dreh hatten, sich auch auf die Zuschauer überträgt. Außerdem sind wir alle jung, knackig und extrem attraktiv.

Die Fragen stelle Dagmar Landgrebe.

 

 

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