ZDF/Svea Pietschmann
ZDF/Svea Pietschmann

Sommernachtsmusik

Jonas Kaufmann in der Waldbühne und "Die Zauberflöte" in Salzburg

Der Superstar der Klassik, Jonas Kaufmann, lässt in der Berliner Waldbühne das "Dolce Vita" aufleben - der Konzert-Höhepunkt der ZDF-Sommernachtsmusik. Begleitet wird er vom Rundfunk-Sinfonieorchester Berlin.

  • ZDF, Nächste Sendung: Sonntag, 15. Juli 2018, 22.00 Uhr
  • 3sat, "Jonas Kaufmann in der Waldbühne" am 15. September 2018, 20.15 Uhr, 3sat

Texte

Jonas Kaufmann in der Waldbühne" - Stab, Besetzung, Inhalt

Sonntag, 15. Juli 2018, 22.00 Uhr

Jonas Kaufmann in der Waldbühne

"Dolce Vita"

 

Mitwirkende:

Jonas Kaufmann, Tenor
Anita Rachvelishivili, Sopran
Rundfunk-Sinfonieorchester Berlin
Musikalische Leitung: Jochen Rieder

Moderation: Désirée Nosbusch

Regie: Henning Kasten

 

Jonas Kaufmann ist zu Gast in der Berliner Waldbühne (Konzert am 13. Juli). Wenn der beliebte Tenor im Flair einer Open-Air-Sommernacht italienische Arien und Canzonen singt, sind große Gefühle garantiert.

Fast 20.000 Klassik-Fans werden live dabei sein, wenn der bekennende Italien-Fan Jonas Kaufmann unsterbliche Melodien und das Lebensgefühl des Dolce Vita auf die Bühne bringt. Mit dabei: die Mezzosopranistin Anita Rachvelishvili und das Rundfunk-Sinfonieorchester Berlin, geleitet von Jochen Rieder.

Italien ist das Mutterland der Oper und die Heimat stimmungsvoller Canzonen, von Klassikern wie "Torna a Surriento" bis hin zu dem Welthit "Volare". Mit dem breiten Repertoire dieser italienischen Nacht befindet sich Jonas Kaufmann auf den Spuren von Caruso und Pavarotti, setzt aber mit dem Timbre seiner brillanten Stimme ganz eigene Akzente.

Als Gast wird ihn dabei Anita Rachvelishvili unterstützen. Die in Tiflis geborene Mezzosopranistin feierte 2009 ihren internationalen Durchbruch, als sie an der Seite von Jonas Kaufmann die Carmen an der Mailänder Scala sang. Die Presse schwärmt von ihrer Bühnenpräsenz und schreibt: "Eine Stimme wie ein Vulkan!"

Seine große Liebe zu Italien umschreibt Jonas Kaufmann mit folgenden Worten: "Italien ist für mich gelebte Leidenschaft auf höchstem Niveau! Ob das Liebesbeziehungen oder Dramen sind, ob Kunst, Essen oder das süße Nichtstun am Strand: Man hat plötzlich das Gefühl, man muss ständig lächeln..."

Interview mit Jonas Kaufmann (auch als Audio-Datei .mp3 abrufbar)

 

Das nachfolgende Interview liegt auch als mp3-Datei für Radiosender zur kostenlosen Nutzung, auch auszugsweise, nur im Zusammenhang mit der Sendung vor. BITTE KLICKEN SIE HIER.

 

Jonas Kaufmann:

„Musik ist ein unglaublicher Schlüssel zur Seele –
mit ihr wollen wir einen Zauber über die Arena legen!“

 

 

(Anmoderation:

Für viele Musikliebhaber ist er der Tenor unserer Zeit: Jonas Kaufmann. Ganz gleich ob im deutschen, italienischen oder französischen Repertoire - der 49-Jährige begeistert mit seiner farbenreichen Stimme und einer stets makellosen Diktion. Nach seinen Lehrjahren in Saarbrücken ist Jonas Kaufmann auf allen großen Bühnen dieser Welt unterwegs – von der Mailänder Scala bis zum Londoner Royal Opera House in Covent Garden. Den großen Durchbruch schaffte er 2006 an der New Yorker Metropolitan Opera als Alfredo in Verdis „La Traviata“. Die internationale Presse war begeistert und kürte ihn danach zum „neuen König der Tenöre“. Am 13. Juli kommt der „Wundertenor“, wie ihn die französische Zeitung Le Monde betitelte, zu einem unvergesslichen Konzertabend nach Deutschland. Unter dem Motto „Dolce Vita“ lädt der Startenor in der Berliner Waldbühne zu einer musikalischen Hommage an das Sehnsuchtsland der Deutschen ein: Italien. Zwei Tage später, am 15. Juli, wird das Klassikhighlight ab 22 Uhr im ZDF ausgestrahlt. Am 15. September wird das Konzert dann in einer 120-Minuten-Version auf 3sat gezeigt. Hannes Brühl hat sich mit Jonas Kaufmann über das Konzert in der Waldbühne, seinen Umgang mit dem Status als Weltstar sowie über die Bedeutung des 3sat- Festspielsommers unterhalten.)

 

Kritiker, Musikliebhaber und Fans überschlagen sich mit Superlativen, wenn von Ihnen die Rede ist. „Superstar der Opernszene“, "Wundertenor“, „deutscher Weltstar“ – wie gehen Sie mit diesen Superlativen um?

Ich habe mich daran gewöhnt, soweit man sich daran gewöhnen kann. Ich versuche aber, dem auch immer wieder zu widersprechen: Es gibt viele großartige deutsche Sänger wie René Pape, Anja Harteros, Diana Damrau. Es gibt da schon sehr viele, die auch in diesem großen Aquarium der Oper ganz oben mitschwimmen. Nun bin ich halt der Tenor unter denen, vielleicht ist das ja der Unterschied. Ansonsten muss ich damit leben, auch mit dem Druck, der dadurch entsteht. Ich sehe es jedenfalls manchmal als Druck, denn natürlich ist es schön, wenn einem dadurch viele Türen und Tore geöffnet werden, aber natürlich ist die Erwartungshaltung eine ganz enorme. Denn immer, wenn „Kaufmann“ draufsteht, muss auch etwas ganz Besonderes drin sein. Aber das Schöne ist natürlich auch dabei, dass ich auch diese Aufmerksamkeit bekomme und ich das auch alles nutzen kann, wenn es mir gut geht und alles gut läuft. Es hat alles seine guten und schlechten Seiten. (0:50)

Sie sind auf der ganzen Welt unterwegs, singen in den bedeutendsten Opernhäusern und vor Millionen von Fernsehzuschauern. Kennen Sie eigentlich so etwas wie Lampenfieber?

Das ist, Gott sei Dank, nie so extrem gewesen. Während des Studiums schon noch, während der allerersten Konzerte und Aufführungen, die ich gemacht habe, daran kann ich mich noch erinnern. Das hat dann aber aufgrund der vielen positiven Erfahrungen, die ich über die Jahre gesammelt habe, aufgehört. Es gibt spezielle Anlässe, zum Beispiel eine Premiere oder ein ganz spezielles Konzert, wo man dann ein bisschen Aufregung spürt. Aber Lampenfieber kann ja auch etwas sehr Behinderndes sein, etwas, das einen sehr belastet und einen hindert, die Leistung zu bringen, die man leisten könnte. Und das ist, Gott sei Dank, nie der Fall gewesen und deshalb bin ich froh drum, dass ich so genannte starke Nerven habe und eigentlich dafür verschrien bin, immer cool zu bleiben. (0:41)

Mitte Juli laden Sie unter dem Motto „Dolce Vita“ in der Berliner Waldbühne zu einer musikalischen Hommage an das Sehnsuchtsland Italien ein. Auf was dürfen sich die Zuschauer in Berlin und zwei Tage später im ZDF und dann im September auf 3sat freuen?

Dolce Vita steht drauf und natürlich ist auch ganz viel Dolce Vita drin. Es ist sozusagen Italien, aber ein sehr vierseitiges Italien. Nun sind die Songs aus diesem „Dolce Vita“-Album von mir größtenteils ja sehr positiv und romantisiert, was ja auch sehr schön ist, denn wir lieben ja auch alle dieses Italien. Es gibt aber auch das schmachtende, das leidende, das schmerzvolle Italien. Das ist im Verismo und davon werden wir im ersten Teil auch etwas zeigen. Neapel, Palermo – also der Süden Italiens wird da sehr zu Wort kommen in all seiner Emotion. Und dann leiten wir weiter zu der leichteren, der milderen Muse, die nicht minder effektvoll ist, aber eben doch auf eine andere Tiefgründigkeit abzielt als die Oper. (0:50)

Die Berliner Waldbühne hat eine ganz besondere Atmosphäre, bis zu 20.000 Zuschauer passen in die Arena. Mal Hand aufs Herz: In so einer Location zu singen ist doch auch für einen Star wie Sie etwas ganz Einzigartiges, oder?

Ja, das stimmt, das ist natürlich etwas Besonderes. Denn auch wenn oftmals Übertragungen im Fernsehen oder im Radio stattfinden, ist es doch ein anonymes Publikum, was da vor den Geräten zu Hause sitzt. Dementsprechend ist natürlich eine Situation wie die in der Waldbühne ein besondere. Das hat man nicht oft, ich würde einmal sagen, in meiner ganzen Karriere sind es vielleicht zehn Konzerte gewesen, die ich in so einer Größe gemacht habe. Das extremste war wohl 2012 das Champions-League-Finale in München, das leider verlorene. Dazu kommt natürlich: Kein Saal kann das bieten, was so ein Sternenhimmel bietet, der Mond, der aufgeht, eine milde Sommernacht. Das kann kein Bühnenbildner und kein Lichtdesigner so effektvoll hinkriegen wie die Natur selbst. Und dementsprechend ist das auch für uns als Sänger auf der Bühne, aber natürlich auch für das Publikum immer ein besonderer Moment, weil man einfach gemeinsam mit der Natur etwas unter freiem Himmel erlebt. (1:00)

Und diese einzigartige Atmosphäre wird durch die unsterbliche Musik noch verstärkt. Wie würden Sie die Macht beschreiben, die Musik auf uns ausüben kann?

Musik ist ja ein unglaublicher Schlüssel zur Seele, mit Musik kann man Stimmungen erzeugen. Man kann sehr manipulativ mit seinem Publikum umgehen und sie in das Wechselbad der Gefühle stürzen. Von Tränen der „Traviata“ bis hin zum Jubel über die gewonnene Schlacht. Dieses ganze Wechselbad macht das Publikum mit, weil durch die Musik eben dieser direkte Zugang zu den Emotionen gegeben ist. Und damit kann man natürlich dann einen Zauber über eine Arena legen, den man nur mit Worten sicherlich nicht finden könnte. (0:35)

Beim Festspielsommer 2018 haben die 3sat-Zuschauer Gelegenheit, sich von diesem Zauber zu überzeugen. Noch bis zum 15. September stehen herausragende Konzerte sowie Opern- und Ballettaufführungen großer Festivals auf dem Programm. Wie wichtig ist so ein Format, um einem breiten Publikum den Zugang zu klassischer Musik und Oper zu erleichtern?

Ich könnte mir nicht vorstellen, dass man ein klassisches Kulturleben in der Form, wie wir es über viele Jahrzehnte und Jahrhunderte in Deutschland gepflegt haben, so aufrechterhalten könnte, wenn es keine Klassik in den großen Medien gäbe. Trotzdem ist es natürlich so, dass die – ich nenne es immer „Einstiegsdroge“ – für dieses süchtig machende Medium klassische Musik über den Zufall erfolgen muss. Und was bietet sich da besser an als eine Übertragung, die vielleicht im ersten Moment gar nicht so nach Klassik riecht und aussieht, sondern einfach nur nach einem schönen Abend. Das könnte auch Gianna Nannini sein oder Helene Fischer. Und in dem Moment, wo man sozusagen hängen geblieben ist, weil man Näheres erfahren möchte, schlägt die Musik schon zu und die Klassik hält einen gefangen und man kann nicht mehr wegschalten. So, hoffe ich, wird es auch diesen Sommer wieder passieren und wir werden viele Fans gewinnen, die dann anfangen, auch mal eine Konzertkarte zu kaufen oder eine Opernaufführung zu sehen. Eben weil sie sich doch mehr damit beschäftigen wollen und darin etwas sehen, was ihren Alltag einmal von einem ganz neuen Licht betrachtet. (1:17)

Das Interview führte Hannes Brühl (all4Radio, Tel. 0711-3277759-0)

 

 

Salzburger Festspiele 2018: "Die Zauberflöte"  - Stab, Besetzung, Inhalt

Sonntag, 5. August 2018, 22.00 Uhr

 

Mozarts "Zauberflöte" aus Salzburg

 

Musikalische Leitung: Constantinos Carydis
Regie: Lydia Steier
Bühnenbild: Katharina Schlipf
Kostüme: Ursula Kudrna
Licht: Olaf Freese
Video: fettFilm
Dramaturgie: Ina Karr
Redaktion: Katharina Klaas

 

 

Besetzung:

Bruno Ganz (Großvater)
Wiener Sängerknaben (Drei Knaben)

Matthias Goerne, Sarastro
Mauro Peter, Tamino
Albina Shagimuratova, Die Königin der Nacht
Christiane Karg, Pamina
Adam Plachetka, Papageno
Maria Nazarova, Papagena
Michael Porter, Monostatos
Tareq Nazmi, Sprecher
Simon Bode, Zweiter Priester / Erster geharnischter Mann
Birgit Linauer, Alte Papagena
Ilse Eerens, Erste Dame
Paula Murrihy, Zweite Dame
Geneviève King, Dritte Dame

 

Ein Klassiker und das Highlight der Salzburger Festspiele 2018: "Die Zauberflöte". Das ZDF zeigt die Höhepunkte der Neuinszenierung mit Bruno Ganz.

Für ihr Salzburg-Debüt hat sich Regisseurin Lydia Steier etwas Besonderes einfallen lassen: Schauspieler Bruno Ganz führt durch den Abend, in der Rolle eines Großvaters, der seinen Enkeln – den drei Knaben – Mozarts Singspiel als Gutenachtgeschichte erzählt.

Diese vier Personen sind eng miteinander verknüpft und fast durchgängig auf der Bühne präsent. Dadurch erhält Emanuel Schikaneders  bekanntes Libretto vom jungen Prinzen Tamino, der Königin der Nacht, ihrer Tochter Pamina und dem Vogelfänger Papageno eine ganz neue Perspektive und einen noch märchenhafteren Charme.

Aber was wäre die "Zauberflöte" ohne ihre Musik! Constantinos Carydis, hochgelobt für seine frischen Mozart-Interpretationen, dirigiert die Wiener Philharmoniker. Unter seiner  musikalischen Leitung singen u.a. Matthias Goerne (Sarastro), Christiane Karg (Pamina), Mauro Peter (Tamino) und Albina Shagimuratova (Königin der Nacht) die populären Arien der "Mutter aller Singspiele". Die Mischung aus prominenter Präsentation und den "Hits" verspricht ein ganz besonderer Glanzpunkt der diesjährigen Salzburger Festspiele zu werden.

Fotohinweis

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