Copyright: ZDF/Imago Stock People_Westend
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Superbauten der Geschichte: Der Kreml

ZDFzeit-Dokumentation

Er ist das Symbol russischer und sowjetischer Machtentfaltung. Kein anderes Bauwerk verkörpert Triumph und Tragödie Russlands mehr als der Moskauer Kreml.
Hier entstanden und endeten Imperien: das Reich der Zaren, die rote Sowjetmacht, gefolgt vom neuen Russland. Auch wenn St. Petersburg lange die Rolle der Hauptstadt übernahm, bildete der Moskauer Kreml stets das historische Zentrum.

Die neue Reihe porträtiert weltbekannte historische Gebäude und blickt hinter die Kulissen der "Superbauten". Sie lädt ein zu einer Zeitreise, zu Ereignissen und Menschen, die dort Geschichte machten.

  • ZDF, Dienstag, 20. März 2018, 20.15 Uhr

Texte

Über die neue Reihe "Superbauten der Geschichte"
von Stefan Brauburger, Leiter der ZDF-Redaktion Zeitgeschichte

Die "Superbauten" sind nicht nur Schauplätze großer historischer Wendepunkte, hier entschied sich auch das Schicksal von Menschen, die in ihren Räumen wirkten, berühmte und unbekannte Zeitgenossen. Es sind Symbolorte der Völker und bedeutende Zentren der Macht. Millionen von Besuchern aus aller Welt stehen jährlich Schlange, um sich selbst ein Bild zu machen. Das liegt nicht nur an der Faszination für das architektonische Monument oder am politischen Stellenwert. Der Reiz kommt auch durch das Wissen um die Vergangenheit, um das Geschehen, das sich in früheren Epochen hinter den Mauern abspielte, durch das, was man den "Atem der Geschichte" nennen könnte, der durch die Räume weht – ob im Moskauer Kreml oder im Berliner Reichstagsgebäude. Hier entschieden Herrscher und Parlamente über das Schicksal von Staaten und Völkern.

Die Reihe lässt die Historie berühmter Gebäude und ihrer "Bewohner" wieder aufleben. Es geht um Schlüsselmomente und ihre Hauptakteure, aber auch scheinbar Nebensächliches, kleine Anekdoten in großer Kulisse. Szenische Rekonstruktionen und Computergrafiken zur Baugeschichte sind ebenso Bestandteil der Filme wie Interviews mit Historikern, Architekten und Zeitgenossen, die "ihren" Superbau aus eigenem Erleben kennen. Es sind Filme, in denen das berühmte Gebäude zur "Hauptperson" wird.

Der Reichstag: Stab, Besetzung, Inhalt

Dienstag, 27. Februar 2018, 20.15 Uhr
Superbauten der Geschichte: Der Reichstag
ZDFzeit-Dokumentation

Autor/Regie (Doku)_____Friedrich Scherer
Kamera (Doku)_____Anthony R. Miller
Regie (Szene)_____Saskia Weisheit
Kamera (Szene)_____Jürgen Rehberg
Schnitt_____Christoph Schuhmacher
Grafik______Fritz Göran Vöpel
Ausstattung______Stefanie Probst
Kostüm______Lena Wolf
Maske______Anne Wenzel
Produktionsleitung_____Mirko Mikelskis (Story House), Carola Ulrich (ZDF), Philipp Müller (ZDF)
Produzent_____Jens Afflerbach (Story House)
Redaktion_____Anja Greulich
Leitung_____Stefan Brauburger

Die Rollen und ihre Darsteller
Paul Wallot_____Michael Moritz
Kaiser Wilhelm II._____Markus von Lingen
Kaiserin Auguste Viktoria_____Nadine Hammer
Jewgeni Chaldej_____Moritz Gabriel
Rotarmist_____Christian Novopavlovski
und andere

Inhalt

Wie kaum ein anderes Gebäude verkörpert der Berliner Reichstag die Geschichte Deutschlands vom Kaiserreich bis heute. Vor allem ist er ein "Überlebenskünstler". In Brand gesetzt, zerschossen und erobert, fast abgerissen, ummauert und verlassen, verhüllt und am Ende auferstanden wie Phönix aus der Asche, bildet er die Höhen und Tiefen deutscher Vergangenheit ab – und nicht nur der parlamentarischen. Er ist ein Zeuge guter und schlechter Zeiten, ein Ort der Wendepunkte deutscher Geschichte.

Mit feierlichem Zeremoniell wurde das Gebäude am 5. Dezember 1894 eingeweiht. Auf dem Königsplatz vor dem Reichstag in Berlin stand das Militär in Reih und Glied, die gesamte Regierung, Abgeordnete, Heerscharen von Journalisten und viele Schaulustige waren erschienen, um die Schlusssteinlegung zu erleben, die Kaiser Wilhelm II. höchstpersönlich vornahm. Der jedoch war alles andere als begeistert von dem neuen Bau. "Reichsaffenhaus" nannte er ihn abschätzig und ließ auch den Architekten Paul Wallot seine Missbilligung spüren. Der neue Sitz des Parlaments war Wilhelm II. ein Dorn im Auge, am liebsten hätte er ohne die Volksvertreter geherrscht. Doch ließ sich das Rad der Zeit nicht mehr zurückdrehen.
Otto von Bismarck hatte die Deutschen 1871 unter preußischer Führung geeint. Das deutsche Kaiserreich war als Bündnis zwischen preußischer Königsmacht und bürgerlicher Nationalbewegung entstanden. Zwar hatte der Reichstag als gesamtdeutsches Parlament nur beschränkte Befugnisse, aber er bot auch der Opposition, etwa den Sozialdemokraten, ein Forum.

Im Tiergarten, auf einem ehemaligen Exerzierplatz, wurde 1884 mit dem Bau des Parlamentsgebäudes begonnen. Der Frankfurter Architekt Paul Wallot hatte sich mit seinen Entwürfen gegen die Konkurrenz durchgesetzt. Seine Kuppel aus Stahl und Glas war damals Hightech, rund 74 Meter überwölbte sie den Sitzungssaal im Zentrum des Baus. Auf dem Giebel plante Wallot die Inschrift "Dem deutschen Volke", doch bei der Einweihung des Reichstags war die Marmortafel leer. Der Kaiser hatte die Widmung verhindert. Erst im Ersten Weltkrieg genehmigte er zähneknirschend die Inschrift. Doch da waren seine Tage bereits gezählt.

Am 9. November 1918 verkündete der Sozialdemokrat Philipp Scheidemann von einem Fenster des Reichstages aus den Zusammenbruch der Monarchie. Die Ausrufung der Republik gilt als Sternstunde des "Superbaus". Fünfzehn Jahre danach, am 27. Februar 1933, wurde der Brandanschlag auf das Gebäude zum Fanal der Hitlerdiktatur. Bis heute sind die Umstände ungeklärt. Der Film geht den Spuren nach: Wie konnte es einem Einzeltäter gelingen, einen so verheerenden Brand auszulösen? Oder steckten doch die Nazis hinter dem Anschlag? Das Hitler-Regime erklärte die Kommunisten zu den Schuldigen. Noch in der Nacht rollte eine Verhaftungswelle über Deutschland hinweg. Am 1. März 1933 wurde die "Notverordnung zum Schutze von Volk und Staat" erlassen, die wichtige Grundrechte außer Kraft setzte. Der Reichstagsbrand beschleunigte den Prozess hin zu einer Diktatur. So geriet das Gebäude zum Symbol für den Anfang und den Untergang der ersten Demokratie auf deutschem Boden. Am Ende des von den Nazis entfesselten Vernichtungskrieges hissten Rotarmisten auf dem Dach des Reichstages die sowjetische Siegesfahne. Der russische Kriegskorrespondent Jewgeni Chaldej machte ein Foto, das zur Ikone wurde. Der Film spürt dem berühmten Bild noch einmal nach und rekonstruiert, wie es wirklich entstanden ist.

Im Kalten Krieg wurde der Reichstag zum Sinnbild des geteilten Deutschlands. Während der Wendezeit geriet er zum Schauplatz der Wiedervereinigung. Die Bilder von der bewegenden Einheitsfeier am 3. Oktober 1990 gingen um die Welt. Nach kunstvoller Verhüllung durch das Künstlerehepaar Christo und Jeanne-Claude und aufwändigem Umbau mitsamt neuer Kuppel durch den britischen Stararchitekten Lord Norman Foster wurde das Reichstagsgebäude nicht nur Sitz des Deutschen Bundestags, sondern auch Anziehungspunkt für mehr als eine Million Besucher jährlich.

Für den Film ging Autor Friedrich Scherer sowohl den herausragenden Ereignissen der Reichstagshistorie als auch kleinen Episoden nach: So wird die Geschichte von Mareille Van der Wyst erzählt, die 1944 im Keller des Gebäudes zur Welt kam. Die Charité hatte dort eine bombensichere Entbindungsstation eingerichtet. Neben dem "Reichstagsbaby" Mareille Van der Wyst kommen Experten wie Historiker Michael Cullen, Architekt Lord Foster, Bundestagspräsident Wolfgang Schäuble, die ehemalige Präsidentin des Bundestages Rita Süssmuth und Verpackungskünstler Christo zu Wort.

Zitate zum Reichstag

"Die Geschichte unseres Reichstagsgebäudes ist für Deutschland, für die deutsche Geschichte im 20. Jahrhundert von einer unglaublichen Intensität im Guten und im Schlechten."
Wolfgang Schäuble, Bundestagspräsident

"Die erste Reaktion meines Vaters war ganz klar: Das haben die Nazis gemacht, die haben den Reichstag angezündet, weil sie ein solches Signal brauchten."
Edzard Reuter, Sohn von Ernst Reuter über die Reaktion seines Vaters auf den Reichstagsbrand 1933

 "Der Reichstag war für alle russischen Soldaten das entscheidende Ziel des Krieges. Die wussten, wenn wir am Reichstag sind, ist der Krieg zu Ende."
Ernst Volland (Freund von Jewgeni Chaldej, der die Rote Fahne auf dem Reichstag fotografierte)

"Der Reichstag ist ein ausdrucksvolles Symbol in Stein. (…) Ich kenne kein anderes Parlament auf der Welt, in das man in eine Kuppel hineingehen und sozusagen über den Politikern stehen kann."
Lord Foster of Thames Bank, Architekt

"Das Haus ist heute so sichtbar wie nie zuvor. Und es ist ein Symbol für Berlin, so wie das Brandenburger Tor, und nicht weniger als der Eiffelturm für Paris oder Big Ben für London."
Michael Cullen, Historiker, Experte für die Geschichte des Reichstags

Der Kreml: Stab, Besetzung, Inhalt

Dienstag, 20. März 2018, 20.15 Uhr
Superbauten der Geschichte: Der Kreml
ZDFzeit-Dokumentation

Autor/Regie (Doku)_____Daniel Maiterth
Kamera (Doku)_____Chris Valentien
Regie (Szene)_____Saskia Weisheit
Kamera (Szene)_____Jürgen Rehberg
Schnitt_____Stefan Reiling, Stefan Leuschel
Grafik_____Fritz Göran Vöpel
Ausstattung_____Stefanie Probst
Kostüm_____Lena Wolf
Maske_____Anne Wenzel
Produktionsleitung_____Mirko Mikelskis (Story House), Carola Ulrich (ZDF), Philipp Müller (ZDF)
Produzent_____Jens Afflerbach (Story House)
Redaktion_____Anja Greulich
Leitung_____Stefan Brauburger

Die Rollen und ihre Darsteller
Ivan IV._____Rostyslav Bome
Metropolit_____Ulrich Milde
Postnik Jakowlew _____Olek Konrad Witt
Fanny Kaplan_____Anjorka Strechel
Pawel Malinkow____Ilja Sorokin
Josef Stalin_____Márton Nagy

Inhalt

Der Kreml ist das herausragende Symbol russischer und sowjetischer Machtentfaltung. Ein architektonisches Ensemble aus Festungsanlagen, Palästen, Kirchen und Regierungsgebäuden. Kein anderes Bauwerk steht mehr für Triumphe und Tragödien Russlands, aber auch für prägende Figuren der Geschichte, große Herrscher, Revolutionäre und Diktatoren. Im Kreml endeten und entstanden Imperien: das Reich der Zaren, die rote Sowjetmacht und das neue Russland. Auch wenn St. Petersburg für Jahrhunderte die Rolle der Hauptstadt übernahm, bildete der Moskauer Kreml stets das historische Zentrum des Riesenreichs. Hier wurden mächtige Zaren gekrönt, von hier aus sah Napoleon die Stadt brennen, vor den Mauern des Kremls paradierte die siegreiche Rote Armee nach der Niederlage Hitler-Deutschlands. Seit dem Ende der Sowjetunion weht auf dem Großen Kremlpalast wieder die russische Flagge als Zeichen des Epochenwandels.

Auch die Herrschaft Iwans IV., "der Schreckliche" genannt, nahm im Kreml ihren Anfang. Als erster Großfürst von Moskau ließ er sich dort 1547 zum Zaren krönen und begründete damit eine neue Epoche. In den ersten Jahren zeigte er sich als umsichtiger Herrscher und Erneuerer. Im Laufe seiner Regentschaft verdoppelte er das Staatsgebiet und machte Russland zum Vielvölkerreich. Doch er regierte zunehmend grausam und unberechenbar. Am Ende scheiterten seine Feldzüge, er hinterließ einen geistig kranken Thronfolger, ein durch verheerende Brände zerstörtes Moskau und ein Land, das nach seinem Tod in einem 30-jährigen Bürgerkrieg versank. Begraben ließ er sich, wo alles begann, im Herzen des Kreml. Unter der Herrschaft Iwans des Schrecklichen wurde die Fürsten-Festung zur Wiege Russlands.

160 Jahre nach seinem Tod machte sich eine junge Deutsche auf, den Kreml zu erobern. 1744 reiste Prinzessin Sophie von Anhalt-Zerbst mit ihrer Mutter nach Moskau. Verwandtschaftsverhältnisse und Machtinteressen verschafften ihr einen besonderen Platz im Heiratskarussell des europäischen Hochadels und eine Audienz im Moskauer Kreml. Sophie sollte die Gattin des künftigen Zaren werden. Zuerst aber musste sie ihren Glauben und ihren Namen ablegen. Aus Sophie von Anhalt-Zerbst wurde Katharina, später "die Große" genannt. Nachdem Katharina 1762 ihren ungeliebten Ehemann Zar Peter III. vom Thron gestürzt hatte, ließ sie sich selbst im Moskauer Kreml krönen. 34 Jahre lang regierte sie das Land energisch und erfolgreich. Sie war für damalige Verhältnisse eine moderne Herrscherin, die sich mit den Ideen der Gewaltenteilung beschäftigte und mit Voltaire korrespondierte. Im Herzen des Kremls ließ die Herrscherin den Senatspalast errichten. Zu ihrer Zeit tagte dort bereits eine gesetzgebende Versammlung – Symbol des Aufbruchs in die Moderne, von dem allerdings die breite Bevölkerung wenig spürte.

1812 zog Napoleon mit einer Vielvölkerarmee von 600.000 Mann gegen Russland. In der Schlacht bei Borodino glaubte er den Zaren besiegt. Doch vergeblich wartete Napoleon auf die Emissäre, die ihm die Schlüssel des Kremls überbringen sollten. Moskau war inzwischen geräumt worden. Versprengte Armee-Einheiten und freigelassene Strafgefangene zündeten Stadt und Festung an. Im Herbst 1812 hatte Napoleon den Kreml erobert und dennoch verloren. Auf dem Rückzug wurde seine Armee fast vollständig aufgerieben. 

1917 wird der Kreml Schauplatz einer Zeitenwende: Ein Staatsstreich fegte über die russische Zarenfamilie hinweg. Wladimir Iljitsch Lenin, Führer der radikalen Bolschewiki, hatte im damals Petrograd genannten St. Petersburg die Macht erobert. Doch er wusste: Russland beherrschen konnte er nur vom Kreml aus. So ließ er die Hauptstadt wieder zurück nach Moskau verlegen. Die Bolschewiki übernahmen Büros und Wohnungen in der Kreml-Festung. Während draußen Chaos herrschte, ließen sich Lenin und seine Gefährten in den Gebäuden häuslich nieder – mit beheizter Innentoilette und modernem Lift. Rivalitäten traten zutage: Trotzki und seine Frau stritten sich mit dem jungen Stalin um eine Luxussuite.

Nach Lenins Tod wurde Josef Stalin der starke Mann im Land. Wie andere Diktatoren seiner Zeit hatte auch er große Pläne zum Neubau der Hauptstadt. Im Kreml und rund um den Roten Platz ließ er Kirchen und Klöster sprengen und das Gold von den Kuppeln reißen. Die berühmte Basilius-Kathedrale Iwans des Schrecklichen entging nur knapp der Zerstörung. Doch ansonsten blieb im Herzen Moskaus kaum ein Stein auf dem anderen. Unter Stalin wurde der Kreml zur Roten Festung. Im Zweiten Weltkrieg sahen deutsche Soldaten vor Moskau 1941 – zunächst noch siegesgewiss – die Kuppeln des historischen Bauwerks.

50 Jahre später wurde die Rote Fahne auf dem Kreml eingeholt, als die Sowjetunion zusammenbrach. Heute weht dort wieder die russische Flagge, und Wladimir Putin lässt einst zerstörte Teile des Kremls rekonstruieren. Stalinistische Aufmarschplätze wurden mit historischen Gebäuden aufgefüllt. Der historische Schauplatz werde zum Symbol für das Streben nach alter Größe, meinen Experten. Auf Putins Kreml sitzt der Doppeladler der Zaren neben den roten Sowjetsternen und den Symbolen der Kirche.

Hinter den Mauern des Kremls liegt der Schlüssel, nicht nur zum Verständnis der wechselvollen Vergangenheit Russlands, sondern auch zum Wesen des riesigen Reiches. Der Film von Daniel Maiterth spiegelt, wie sich im Kreml immer wieder das Schicksal Russlands entschied. Historiker wie Catherine Merridale oder Orlando Figes ordnen die Ereignisse in den historischen Kontext ein. Zeitzeugen wie Edmund Stoiber oder Gabriele Krone-Schmalz berichten von ihren Erlebnissen vor Ort. Der ehemalige Kreml-Koch Viktor Beljaev und die Kustodin Anastasija Pavlova gewähren bislang unbekannte Einblicke und öffnen Türen, die für Kameras ansonsten verschlossen bleiben.

Zitate zum Kreml

"Die Idee von Iwan war, dass Russland als riesiges Land anders regiert werden muss als andere Länder. Dafür braucht man ein Machtzentrum, und der Kreml war das Symbol seiner Macht."
Wladimir Fedorovski, Historiker, und Autor von "Der Kreml: Russland und seine Herrscher"

"Ich denke, Stalin wollte den Kreml bewusst zu einem Zentrum imperialer Herrschaft ausbauen. Und zwar nicht nur über das Sowjetreich, er sollte die Machtzentrale des Weltkommunismus darstellen."
Orlando Figes, Historiker

"Der Kreml, die sowjetische Politik, hat sich unter Gorbatschow extrem verändert. Auch die Menschen in der westlichen Welt kennen ja die Begriffe Perestroika und Glasnost. Und das hat alles auf den Kopf gestellt."
Gabriele Krone-Schmalz, Journalistin und Publizistin

"Diese Art von symbolischem Mischmasch ist schon bemerkenswert. Die blau-rot-weiße Fahne, der Doppeladler, dann wieder Hammer und Sichel, Statuen von Stalin und Lenin. All dieser Symbole kann sich Putin nach Belieben bedienen, und er nutzt sie, wenn es darum geht, Zustimmung in der Bevölkerung zu gewinnen."
Orlando Figes, Historiker

"Der Kreml ist nach wie vor das Sinnbild und das Herzstück Russlands. Natürlich hat sich die weltpolitische Lage verändert. Aus dieser bipolaren Welt Washington – Moskau des Kalten Krieges ist eine globalere Welt geworden. Eine multipolare Welt mit sehr vielen Brennpunkten. Es gibt so viele Probleme auf der Welt. Und Russland ist immer ein Teil der Lösung und muss also betrachtet werden."
Edmund Stoiber, ehemaliger Ministerpräsident Bayerns

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