Terra X: Ein perfekter Planet

Fünfteilige ZDF-BBC-Koproduktion

Wie einzigartig die Erde ist, lässt sich kaum ermessen. Wissenschaftler schätzen, dass nur ein Planet in einer Milliarde die Voraussetzungen für die Entstehung von komplexem Leben bietet. Die neue ZDF-BBC-Koproduktion stellt den perfekten Planeten Erde vor und erklärt seine Regelsysteme. Nur wenn alle Faktoren in dieser Komposition zusammengreifen, bleibt das Wunderwerk Natur intakt. Die fünf Filme zeigen, wie Vulkane, Sonne, Wetter und Ozeane Leben ermöglicht haben und es bis heute formen. Die letzte Folge beschäftigt sich mit der Wirkung des Menschen als dem neuen prägenden Faktor auf dem Planeten.

  • ZDF, ab 3. Januar 2021, sonntags, 19.30 Uhr
  • ZDF Mediathek, ab 31. Januar 2021

Texte

Folge 1: Vulkane

Sonntag, 3. Januar 2021, 19.30 Uhr

Terra X: Ein perfekter Planet

Fünfteilige ZDF-BBC-Koproduktion

1. Vulkane

Buch und Regie: Huw Cordey
Kamera: Matt Aeberhard, Tom Beldam, Tom Crowley, Dawson Dunning, Rolf Steinmann, Sam Stewart, Tom Walker, Darren Williams, Richard Wollocombe
Schnitt: Andreas Lupczyk, Sam Rogers
Farbkorrektur: Frank Flick
Tonmischung: Marcus Wüst
Graphic Design: Moonraker
Komponist: Ilan Eshkeri
Sprecher: Simon Roden
Produktion ZDF: Cora Szielasko-Schulz, Claudia Comprix
Producer: Huw Cordey
Produzent: Alastair Fothergill, Keith Scholey
Deutsche Bearbeitung: Ruth Omphalius
Redaktion ZDF: Friederike Haedecke
Länge: 43'30''

Ohne Vulkane gäbe es kein Leben auf der Erde. Sie sorgen für ausreichend Wärme, fruchtbare Böden und gestalten als Architekten die Oberfläche des Planeten immer wieder neu. Unzählige Tierarten sind von den Feuerbergen abhängig. In Tansania schuf der Ol Donyo Lengai den Natronsee, Nistplatz für Millionen von Zwergflamingos. Auf den Galapagosinseln klettern weibliche Landleguane in den Krater des La Cumbre, um dort ihre Eier abzulegen. Die erste Episode der "Terra X"-Reihe "Ein perfekter Planet" zeigt, wie tiefgreifend Vulkane Einfluss auf die Entstehung und Entwicklung des Lebens auf der Erde nehmen.

Die Feuerberge spielen bis heute eine zentrale Rolle bei der Entstehung neuer Arten. Sie erschaffen beispielsweise neues Land, indem sie Magma aus dem Inneren der Erde auftürmen und in den Weiten der Ozeane neue Inseln erschaffen. Solche Vulkaninseln machen nur fünf Prozent der gesamten Landmasse aus, beherbergen aber fast 25 Prozent aller Arten. Die neueste Spezies weltweit ist der bluttrinkende Vampirfink. Ohne ausreichend pflanzliche Nahrung auf einer Vulkaninsel gestrandet, verwandelte sich der einstige Körnerfresser zum Dracula unter den Vögeln.

Wenn Vulkaninseln vom unterseeischen Magmafluss abgeschnitten werden, tragen die Erosionskräfte von Wind und Meer sie wieder ab – so entstehen Atolle. Eines der größten ist Aldabra im Indischen Ozean. Hier sind Riesenschildkröten zu Hause, die auf ihrem Eiland zwar gut geschützt vor Feinden leben, aber durch den kontinuierlichen Verlust ihres Lebensraums zunehmend unter Druck geraten. Nahrung gibt es zwar noch genug für die stattlichen Pflanzenfresser, aber weil immer weniger Bäume auf den schwindenden Inselresten wachsen können, fehlt zunehmend der Schatten. Er bewahrt die Reptilien davor, in ihren Panzern gekocht zu werden.

Doch Vulkane bauen nicht nur Land auf, sie erwärmen es auch und ermöglichen Leben an Orten, an denen es sonst viel zu kalt wäre. Die Bären von Kamtschatka sind nach ihrem Winterschlaf auf das frische Gras im Frühling angewiesen, das im Tal der Geysire nur deshalb sprießen kann, weil es von den heißen Fontänen gleichzeitig gewärmt und gedüngt wird.

Trotz all ihrer lebenspendenden Eigenschaften sind Vulkane auch gefährlich. Sieben Mal haben sie in der Erdgeschichte Massensterben verursacht. Zu viel Kohlendioxid in der Atmosphäre führte zu tiefgreifendem Klimawandel, an den sich die allermeisten Arten nicht anpassen konnten. Heute ist es der Mensch, der durch zu viel CO2 das nächste Massensterben provozieren könnte.

Folge 2: Sonne

Sonntag, 10. Januar 2021, 19.30 Uhr

Terra X: Ein perfekter Planet

Fünfteilige ZDF-BBC-Koproduktion

2. Sonne

Buch und Regie: Nick Shoolingin-Jordan
Kamera: Sophie Darlington, Richard Kirby, Alastair MacEwen, Ivo Nörenberg, Jacky Poon, Rolf Steinmann, Tom Walker
Schnitt: Andreas Lupczyk, Nigel Buck
Farbkorrektur: Frank Flick
Tonmischung: Marcus Wüst
Graphic Design: Moonraker
Komponist: Ilan Eshkeri
Sprecher: Simon Roden
Produktion ZDF: Cora Szielasko-Schulz, Claudia Comprix
Producer: Huw Cordey
Produzent: Alastair Fothergill, Keith Scholey
Deutsche Bearbeitung: Ruth Omphalius
Redaktion ZDF: Friederike Haedecke
Länge: 43'30''

Von den gefrorenen Polen bis zu den brütend heißen Wüsten: Tiere haben erstaunliche Strategien entwickelt, um das Beste aus dem unterschiedlichen Angebot von Sonnenenergie zu machen.

Polarwölfe und Moschusochsen gehören zu den Kältespezialisten, die monatelang ohne Sonnenlicht auskommen. Silberameisen dagegen sind an extreme Sonneneinstrahlung in der Wüste angepasst. Sie erbeuten die Hitzeopfer in der Sahara.

Das Leben auf der Erde ist völlig von der Sonne abhängig. Jeder Fleck auf dem Planeten erhält im Verlauf eines Jahres 4.380 Stunden Sonnenlicht, aber in sehr unterschiedlicher Dosierung. Die zweite Episode von "Terra X: Ein perfekter Planet" zeigt, wie die Verteilung des Lichts ganz unterschiedliche Lebensräume erschafft und die Tiere zu außergewöhnlichen Anpassungen zwingt.

Am Äquator bleibt die Länge von Tag und Nacht das gesamte Jahr über gleich. Zwölf Stunden garantiertes Sonnenlicht täglich sorgen dafür, dass Regenwälder gedeihen und eine unglaubliche Artenvielfalt hervorbringen. Eine der wichtigsten Pflanzen im Dschungel ist der Feigenbaum. Er nutzt das Sonnenlicht, um ganzjährig Früchte zu tragen, die vielen Tieren als Nahrung dienen. Von den akrobatischen Gibbons über zahlreiche Vogelarten bis hin zu den kleinsten Bewohnern des Urwaldes, den Feigenwespen, sind alle auf die ganzjährig reifenden Feige angewiesen.

Der gleichmäßige Tag-Nacht-Zyklus in der Äquatorregion ist allerdings nicht die Norm auf der Erde. Je weiter man sich vom Äquator entfernt, desto länger werden die Zeiten, in denen die Natur ohne das Licht der Sonne auskommen muss. An den Polen dauert der Verlust von Solarenergie nicht einen halben Tag, sondern ein halbes Jahr. Das führt dazu, dass sich die Atmosphäre in diesen Regionen während der Polarnacht abkühlt, die Temperaturen fallen und alles Wasser gefriert. Im Polarkreis wirkt unser perfekter Planet völlig unbewohnbar. Doch auch hier gibt es Kältespezialisten, die tatsächlich mehrere Monate ohne Sonnenlicht überstehen: Moschusochsen und Polarwölfe.

Zwischen Äquator und den Polen liegen die Zonen, in denen mehr oder weniger ausgeprägte jahreszeitliche Wechsel das Leben der Pflanzen und Tiere bestimmen. Die Überlebensstrategien der Bewohner in diesen Zonen sind vielfältig. Für Polarfüchse beispielsweise sind die wenigen Sommermonate von hektischer Aktivität erfüllt. Sie müssen ihre Jungen aufziehen, jagen und sich ausreichend Fett anfressen, damit sie vorbereitet sind, wenn das Licht erneut verschwindet.

Bei den Stumpfnasen-Affen in China dagegen entscheidet ein winziges Zeitfenster im Herbst über Leben und Tod im Winter: Wenn es den Stumpfnasen nicht gelingt, im herbstlichen Wald genug energiereiche Zapfen zu fressen, reichen ihre Fettreserven nicht für ein Überleben in der kalten Jahreszeit.

Einige Arten haben schließlich eine Möglichkeit entdeckt, dem solaren Shutdown einfach zu entfliehen. Der Dunkle Sturmtaucher ist einer dieser extremen Winterflüchtlinge. Wenn es ihm auf Snares Island in Neuseeland zu kalt wird, flüchtet er einfach nach Norden. Bis zu den Aleuten in Alaska legen die Sturmtaucher rund 14.000 Kilometer zurück und kommen dort im späten Frühjahr der Nordhalbkugel an. Als Pendler zwischen beiden Hemisphären leben sie in einem nie endenden Sommer.

Folge 3: Wetter

Sonntag, 17. Januar 2021, 19.30 Uhr

Terra X: Ein perfekter Planet

Fünfteilige ZDF-BBC-Koproduktion

3. Wetter

Buch und Regie: Ed Charles
Kamera: Matt Aeberhard, John Aitchison, Ryan Atkinson, Barrie Britton, John Brown, Bernt Bruns, Tom Crowley, Sophie Darlington, Justin Maguire, Braydon Maloney, Tom Rowland, John Shier, Lianne Steenkamp, Will Steenkamp, Sam Stewart, Tom Varley, Darren Williams
Schnitt: Andreas Lupczyk, Dave Pearce
Farbkorrektur: Frank Flick
Tonmischung: Marcus Wüst
Graphic Design: Moonraker
Komponist: Ilan Eshkeri
Sprecher: Simon Roden
Produktion ZDF: Cora Szielasko-Schulz, Claudia Comprix
Producer: Huw Cordey
Produzent: Alastair Fothergill, Keith Scholey
Deutsche Bearbeitung: Ruth Omphalius
Redaktion ZDF: Friederike Haedecke
Länge: 43'30''

Das Wetter ist der Motor für die Süßwasserverteilung auf der Erde und macht ein Leben an Land überhaupt erst möglich. Die dritte Folge stellt komplexe Wetterphänomene vor und zeigt, wie sehr die Tierwelt von verlässlich wiederkehrenden Mustern im Wettergeschehen abhängig ist – und welche verhängnisvollen Folgen selbst kleinste Veränderungen haben können.

Zwölf Wochen jedes Jahr wird ein Wald in Sambia zum Garten Eden. Der pünktlich niedergehende Regen lässt zu dieser Zeit 300.000 Tonnen Früchte reifen. Zehn Millionen Palmenflughunde reisen extra für dieses Festessen an, das ohne den Niederschlag zur rechten Zeit nicht stattfinden würde. Die Flughunde legen Hunderte, manche sogar Tausende von Kilometern zurück, um rechtzeitig in Sambia zu sein. Wie sie besser als jeder Wetterfrosch den Regen aus großer Entfernung vorhersehen können, ist noch ungeklärt.

Andere Tiere sind eher davon abhängig, dass der Regen ausreichend Pausen macht. Wenn die Niederschläge am Amazonas für wenige Monate nachlassen, sinkt der Wasserspiegel im gesamten Flusssystem und ausgedehnte Sandbänke entstehen. Hierher kommen die Arrau-Schildkörten zur Eiablage, 50.000 sind es jährlich, ein Viertel der gesamten Weltpopulation. Durch die Erderwärmung beginnt die Regenzeit jedoch immer häufiger früher im Jahr. Viele der jungen Schildkröten schaffen es dadurch nicht rechtzeitig an die Oberfläche und ertrinken in ihren Höhlen.

Aber auch ausbleibender Regen kann großen Schaden anrichten. Im südlichen Afrika haben sich alle Lebewesen seit Tausenden von Jahren an die Trockenzeiten angepasst. Doch mittlerweile halten Rekordhitze und der geringste Niederschlag seit Jahrzehnten große Teile des Kontinents fest im Griff. Nilpferde drängen sich in engen Schlammlöchern. Die sandigen Ufer, in denen Bienenfresser brüten, trocknen zu stark aus und stürzen ein. Viele Wildtiere verdursten.

Folge 4: Ozeane

Sonntag, 24. Januar 2021, 19.30 Uhr

Terra X: Ein perfekter Planet

Fünfteilige ZDF-BBC-Koproduktion

4. Ozeane

Buch und Regie: Ed Charles
Kamera: Dough Anderson, Howard Bourne, Duncan Brake, Tom Crowley, Bertie Gregory, Roger Horrocks, Alastair MacEwen, Hugh Miller, Tom Rowland, John Shier, Lianne Steenkamp, Alexander Vail, Tom Walker, Richard Wollocombe
Schnitt: Andreas Lupczyk, Darren Flaxstone
Farbkorrektur: Frank Flick
Tonmischung: Marcus Wüst
Graphic Design: Moonraker
Komponist: Ilan Eshkeri
Sprecher: Simon Roden
Produktion ZDF: Cora Szielasko-Schulz, Claudia Comprix
Producer: Huw Cordey
Produzent: Alastair Fothergill, Keith Scholey
Deutsche Bearbeitung: Ruth Omphalius
Redaktion ZDF: Friederike Haedecke
Länge: 43'30''

Ozeane sind die größten Ökosysteme der Erde, sie bedecken zwei Drittel der Erdoberfläche und stellen die Hälfte des Sauerstoffs in der Atmosphäre zur Verfügung. Man nimmt an, dass sie rund 80 Prozent allen Lebens auf dem Planeten Erde beherbergen. Fast drei Milliarden Menschen sind von ihnen als primäre Nahrungsquelle abhängig. Das alles wäre nicht möglich ohne die Kräfte, die die Wassermassen in Bewegung halten. Die vierte Folge beschäftigt sich mit dem Ökosystem Ozean.

Alles marine Leben hängt von der kontinuierlichen Bewegung ab. Die Strömungen transportieren lebenswichtige Nährstoffe aus der Tiefsee an die Oberfläche, wo sie vor allem das Phytoplankton ernähren. Diese pflanzlichen Mikroorganismen nehmen wie die großen Landpflanzen enorme Mengen CO2 auf, produzieren Zucker und ganz nebenbei Sauerstoff. Damit verbessern sie nicht nur die Zusammensetzung der Atmosphäre, sondern stehen auch am Beginn jeder Nahrungskette in den Weltmeeren. 

Stoßen die großen Strömungen auf Land, laden sie dort ihre Nährstoffe ab. Die Küstenregionen gehören zu den produktivsten Teilen der Meere. Vor dem Galapagos Archipel befindet sich beispielsweise ein gut gedüngter Meeresboden. Hier wachsen so viele Algen und Tang, dass es sich sogar für Reptilien lohnt, unter Wasser zu weiden. Die Meerechsen sind ausdauernde Taucher. Gut eine halbe Stunde können sie es mit einem einzigen Atemzug unter Wasser aushalten. Dann allerdings müssen sie sich wieder in der Sonne aufwärmen.

Eine andere Bewegung, die die Küstenregionen prägt, ist die Brandungswelle. Sie entsteht meist weit entfernt auf dem offenen Ozean, wenn Wind über die Wasseroberfläche streift. Manche Wellen legen Tausende von Kilometern zurück, bevor sie auf eine Küste treffen. Für einige Raubfische, wie Schwarzspitzenriffhaie und Stachelmakrelen, bieten Brandungswellen ideale Jagdgründe. Kleinere Fischarten halten sich in ihnen versteckt und sind oft nur zu fassen, wenn sich die großen Räuber zusammentun.

Massive Brandungswellen können Feinde abwehren, wenn man auf einer einsamen Felsinsel wohnt. Sowohl Meerechsen als auch Felsenpinguine haben sich zu kraftvollen Kletterkünstlern entwickelt, um die anstrengende Pendelei zwischen Meer und Klippen trotz der Brandung zu schaffen.  

Außerdem werden die Ozeane von einer außerirdischen Kraft angetrieben – der Anziehungskraft des Mondes. Zwei Mal am Tag bewegen Ebbe und Flut die Wassermassen der Ozeane und schaffen so völlig neue Lebensräume in der Gezeitenzone. In Norwegen beispielsweise werden die Wassermassen durch einen Engpass gedrückt. Das schnell fließende Wasser bietet perfekte Voraussetzungen für Muscheln, die ihre Nahrung aus dem Wasser filtern. Die Muscheln sind wiederum das Leibgericht der Eiderenten. Und sie müssen die Leckerbissen mit niemandem teilen. Denn nur die Enten schaffen es, in den rasenden Fluten Kurs zu halten und zu den Muschelbänken zu tauchen.

Eher sanfte Gezeiten, wie beispielsweise rund um die Bahamas, bieten ideale Voraussetzungen für Zitronenhaie, um ihre Jungen zur Welt zu bringen. Die weiblichen Haie können bei Flut nahe an die gefluteten Mangrovenwälder heranschwimmen. Sobald die Jungen geboren wurden, flüchten sie sich in das dichte Wurzelnetzwerk der Mangroven, wo sie sicher aufwachsen können.

Folge 5: Menschen

Sonntag, 31. Januar 2021, 19.30 Uhr

Terra X: Ein perfekter Planet

Fünfteilige ZDF-BBC-Koproduktion

5. Menschen

Buch: Nick Shoolingin-Jordan, Daniel Rasmussen
Regie: Nick Shoolingin-JordanPressemappe
Kamera: Nick Shoolingin-Jordan, Julius Brighton, Johnny Rogers, Paul Williams, Simon de Glanville, Dough Anderson, Gavin Thurston, Oliver Richards, Marcus Coyle
Schnitt: Andreas Lupczyk, Sam Rogers, Jacob Parish
Farbkorrektur: Frank Flick
Tonmischung: Marcus Wüst
Graphic Design: Moonraker
Komponist: Ilan Eshkeri
Sprecher: Simon Roden
Produktion ZDF: Cora Szielasko-Schulz, Claudia Comprix
Producer: Huw Cordey
Produzent: Alastair Fothergill, Keith Scholey
Deutsche Bearbeitung: Ruth Omphalius
Redaktion ZDF: Friederike Haedecke
Länge: 43'30''

Menschen sind neben den natürlichen Kräften Vulkanismus, Sonnenlicht, Wetter und Ozeanströmungen immer mehr zum bestimmenden Faktor auf der Erde geworden. Menschen verändern die Regelsysteme, ohne die langfristigen Folgen ernsthaft zu erwägen. Der letzte Teil stellt Menschen vor, die mit ihren Projekten eine weitere Erderwärmung verhindern oder Arten retten wollen, die vom Klimawandel besonders bedroht sind.

In Kenia beispielsweise kämpft Angela Sheldrik um das Leben von Babyelefanten. Die länger anhaltenden Dürren setzen die Elefantenpopulationen immer stärker unter Druck. Viele verdursten und oft können überhaupt nur die Kleinsten gerettet werden. 150 der Minidickhäuter konnte Angela Sheldriks Team bereits aufziehen und wieder in die Wildnis entlassen. Wenn die derzeitige Entwicklung anhält, könnte es jedoch sein, dass immer mehr der verbleibenden geschützten Flächen verdorren und die Überlebenschancen der grauen Riesen weiter sinken.

Im Golf von Maine sind es Meeresschildkröten, die jedes Jahr durch klimatische Veränderungen in Lebensgefahr geraten. Das Wasser nahe der Küste wird aus kalten Strömungen der Arktis und Ausläufern des warmen Golfstroms gespeist und besaß bis vor einigen Jahren eine mittlere Temperatur. Heute kommt immer weniger kaltes Wasser aus der polaren Zone an. Deshalb reisen Schildkröten im Sommer auf der Suche nach Nahrung immer weiter nach Norden. Wenn dann allerdings der Herbst anbricht und die Temperaturen sinken, fallen die Tiere in einen Kälteschock. Viele ertrinken in den eisigen Fluten und nur die Schildkröten, die an die Küste geschwemmt werden, haben eine Chance zu überleben. Das New England Aquarium in der Nähe von Bosten hat mittlerweile eine eigene Rettungsstation für Schildkröten eingerichtet, weil die Zahl der gestrandeten Tiere stetig steigt. Hier werden sie medizinisch versorgt und dann in ihre ursprünglichen Verbreitungsgebiete im Süden ausgeflogen.

Grundsätzlicher gehen die Mitarbeiter des Projektes "Große Grüne Mauer" vor. Sie wollen nicht eine einzelne Art retten, sondern ganze Landschaften. Ein Band aus dürreresistenten Bäumen soll gepflanzt werden, das 8000 Kilometer quer durch Afrika verlaufen und die weitere Ausbreitung der Sahara stoppen soll. Erst 15 Prozent der Grünen Mauer sind fertiggestellt, doch schon jetzt kehrt das Leben in die betroffenen Gegenden im Senegal zurück: Brunnen, die längst ausgetrocknet waren, füllen sich wieder, die Landwirtschaft lohnt sich und die Menschen können in ihrem Zuhause bleiben.

"Terra X" in der ZDFmediathek und bei YouTube

Alle fünf Folgen sind ab Sonntag, 31. Januar 2021, in der ZDFmediathek verfügbar.

Zu jeder Folge gibt es ein Webvideo, das jeweils am Sendetag, 10.00 Uhr, in der ZDFmediathek veröffentlicht wird.

Alle Filme in der ZDFmediathek sind zum Embedding mit Verweis auf "Terra X" für alle Interessierten freigegeben.

Fotohinweis

Fotos sind erhältlich über ZDF Presse und Information Telefon: 06131 – 70-16100, und unter https://presseportal.zdf.de/presse/terrax

Weitere Informationen

"Terra X" in der ZDFmediathek: terra-x.zdf.de

"Terra X" bei YouTube: youtube.com/c/terra-x

"Terra X" bei Facebook: facebook.com/ZDFterraX

"Terra X" bei Instagram: instagram.com/terraX

"Terra X"-Clips unter Creative-Commons-Lizenz: TerraX-CC.zdf.de

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