Copyright: BBC 2016
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Terra X: Eine Erde – viele Welten

Sechsteilige Naturdokureihe

Zehn Jahre nach „Planet Erde“ geht „Terra X“ auf eine atemberaubende Weltreise, um extreme Lebensräume und deren Bewohner in ihrer Einzigartigkeit zu dokumentieren. Drei Jahre lang, in 2089 Drehtagen und auf 117 Drehreisen durch 40 Länder waren die Teams für diese Produktion im Einsatz. Mit Hilfe von Drohnen, Kamerafallen, Teleobjektiven und Hochgeschwindigkeitskameras konnten sie unsere geheimnisvolle Welt mit außergewöhnlichen Bildern aus nächster Nähe erfassen.

  • ZDF, Folge 1: Sonntag, 1. Januar 2017, 19.15 Uhr / 5 weitere Folgen ab 8. Januar, sonntags, 19.30 Uhr

    Texte

    Folge 1: Inseln

    Sonntag, 1. Januar 2016, 19.15 Uhr

    Terra X: Eine Erde - viele Welten

    1. Inseln

    Stab

    Buch und Regie: Elizabeth White
    Kamera: Mark MacEwen, Max Hug Williams, Jonathan Jones, Mateo Willis, Richard Wollocombe, Pete McCowen, Warwick Sloss, Paul Stewart, Derek Frankowski, John Shier, Tom Fitz, Tom Crowley, Toby Strong, David McKay, Robin Cox, Kevin Flay, Michael Haluwana
    Executive Producer: Michael Gunton
    Produktion: Clare Bean, Billy Clarke, Natalie Cross, Samantha Davis, Stacey Emiliou, Cleone Fox, Louis Labrom, Ruth Peacey, Miraca Walker, Lexi Walling, Sarah-Jane Walsh
    Schnitt: Matt Meech, Jack Roberts
    Musik: Hans Zimmer, Jacob Shea & Jasha Klebe, Chamber Orchestra of London
    Archive und Institute: Christmas Island National Park, Cousine Island, Department of Conservation, New Zealand, Galapagos National Park, Government of South Georgia and the South Sandwich Islands, Hawaiian Volcano Observatory Nature Seychelles
    Deutsche Fassung: Uta von Borries, Michael Leja
    Schnitt: Walter Freund
    Sprecher: Christian Schult
    Produktion ZDF: Claudia Comprix, Cora Szielasko
    Redaktion: Uta von Borries
    Länge: ca. 60'

    Eine Koproduktion von BBC Natural History Unit mit ZDF, BBC America, Tencent and France Télèvisions

    Inhalt

    Auftakt der sechsteiligen Reihe bilden die Inseln. Vom Meer umgeben, entwickelten sie Welten für sich. Sie sind Heimat hochspezialisierter Wildtiere. Ob Wüsteneiland, Vulkan-oder Gletscherinsel: Durch ihre Isolation sind ganz eigenständige Lebensformen entstanden.

    Auf Madagaskar existieren beispielsweise Lemuren mit Fakir-Qualitäten: Larven-Sifakas, die mehrere Meter weit von Dornenstrauch zu Dornenstrauch springen, ohne sich zu verletzen. Eine ungewöhnliche Fähigkeit, die ihnen ihr Überleben sichert. Nur sie erreichen die exklusiven Futterplätze in luftiger Höhe.

    Um einen beinahe echten Drachen vor das Objektiv zu bekommen, mussten die Teams zu einigen der über 17 000 Inseln des Archipels Indonesiens reisen. Die größte und furchterregendste noch lebende Echse ist der Komodowaran. Er hatte vier Millionen Jahre lang Zeit für seine Entwicklung. Diese gigantischen Inseldrachen liefern sich heftige Kämpfe.

    Auf der Weihnachtsinsel führen die eingeschleppten Gelben Spinnerameisen einen chemischen Vernichtungsfeldzug gegen die Roten Inselkrabben. Zeuge eines dramatischen, noch nie gesehenen Wettlaufs ums Überleben wird das Team auf Fernandina. Kaum ist eine kleine Meerechse geschlüpft, jagen ganze Rudel von Galapagos-Nattern das Junge.

    Auf Zavodovski Island im Südpolarmeer beweisen Zügelpinguine Todesmut, um unter Einsatz ihres Lebens bei mörderischer Brandung auf Futtersuche für ihren Nachwuchs zu gehen.

    Inseln bieten in ihrer Isoliertheit Heimat für Arten, die nur in einer bestimmten Region, einem Archipel oder gar auf einer einzigen Insel leben. Daher kommen etwa 20 Prozent der Vogel-, Reptilien- und Pflanzenarten auf Inseln vor, obwohl diese weniger als ein Sechstel der Erdoberfläche ausmachen. Durch die oft hermetische Abgeschiedenheit reagieren die kleinen Welten und ihre Bewohner auf plötzliche Eingriffe von außen höchst empfindlich. Etwa 80 Prozent aller während der letzten Jahre ausgestorbenen Arten waren Inselarten.

    Folge 2: Wüsten

    Sonntag, 8. Januar 2017, 19.30 Uhr, ZDF

    Terra X: Eine Erde – viele Welten

    2. Wüsten

    Stab

    Buch und Regie: Ed Charles
    Kamera: John Shier, Jonathan Jones, Barrie Britton, Lianne Steenkamp, Will Steenkamp, Alastair MacEwen, Justin Maguire, Rob Drewett, Mateo Willis, Christian Muñoz-Donoso, Christiaan Muñoz Salas, Bernt Bruns, Justine Evans, Mike Holding, Jamie McPherson, Mark Smith, Nick Wolcott

    Produktion: Lydia Baines, Clare Bean, Billy Clarke, Tom Crowley, Cleone Fox, Joanna Hayley, Louis Labrom, Lexi Walling, Darren Williams
    Schnitt: Dave Pearce, Jack Roberts
    Musik: Hans Zimmer, Jacob Shea & Jasha Klebe, Chamber Orchestra of London
    Archive und Institute: Arizona-Sonora Desert Museum, Ben Gurion University, Desert Campus, Brown Hyena Research Project, Las Cruzes Bureau of Land Management, New Mexico, Elephant Human Relations Aid, Food & Agricultural Organization of the United Nations, Gobabeb Research & Training Centre, Government of Botswana, Ministry of Environment, Wildlife & Tourism, Living Desert Snake Park, Namibia, Namibia Ministry of Environment & Tourism, Namibrand Nature Reserve, NASA, Navajo Nations Tribal Parks, El Servicio Nacional de Áreas Naturales Protegidas por
    Deutsche Fassung: Uta von Borries, Michael Leja
    Schnitt: Walter Freund
    Sprecher: Christian Schult
    Produktion ZDF: Claudia Comprix, Cora Szielasko
    Redaktion: Uta von Borries
    Länge: Ca. 43'30

    Eine Koproduktion von BBC Natural History Unit mit ZDF, BBC America, Tencent and France Télèvisions

    Inhalt

    Wüsten zählen zu den lebensfeindlichsten Gebieten der Erde. Dennoch behaupten sich geniale Anpassungskünstler in diesen extremen Arealen. Löwen setzen ihr Leben aufs Spiel bei der Giraffenjagd, Bussarde gehen in Gruppen zwischen tödlichen Kakteenstacheln auf Beutezug, Fledermäuse liefern sich Kämpfe mit Skorpionen. Um in dieser rauen Umgebung überleben zu können, haben Wüstenbewohner einige außergewöhnliche Strategien entwickelt.

    Wüsten bedecken etwa ein Drittel der Landmasse unseres Planeten. Die extremen Bedingungen verlangen den dort lebenden Tieren alles ab. Nahrung und Wasser sind knapp und fehlen zeitweise vollständig. Flughühner transportieren daher Wasser aus über 100 Kilometern Entfernung im Brustgefieder zu ihren Jungen. Nebeltrinkerkäfer machen eine Art „Morgen-Yoga“, um in genau gestylter Körperhaltung die Luftfeuchte an ihren Körpern kondensieren zu lassen. Chamäleons stillen ihren Durst, indem sie die „betankten“ Käfer einfach fressen. Wüstenelefanten haben sich körperlich an die klimatischen Verhältnisse angepasst. Sie sind etwas kleiner und leichter, haben längere Beine und größere Füße und finden Wasserlöcher, die sie einst selbst gegraben haben, nach vielen Jahren wieder. Löwen wagen sich auch an sehr große Beute wie Giraffen heran, weil andere Tiere schwierig aufzufinden sind. Dabei riskieren sie ihr Leben, denn ein Tritt einer Giraffe kann eine Raubkatze töten. Erstmals gefilmt wurden die Jagd von Wüstenlangohr-Fledermäusen nach tödlichen Skorpionen in der Wüste Negev und der Wanderzug eines Super-Schwarms biblischen Ausmaßes von Milliarden Wüstenheuschrecken.

    Folge 3: Berge

    Sonntag, den 15. Januar 2017, 19.30 Uhr, ZDF

    Terra X: Eine Erde – viele Welten

    3. Berge

    Stab

    Buch und Regie: Justin Anderson
    Kamera: John Shier, Mateo Willis, Barrie Britton, Duncan Parker, Nick Guy, Tom Walker, Rolf Steinmann, Michael Kelem, David McKay, Jon Griffith, Davide Demassi, Aaron Durogati, Armin Holtze, Christian Muñoz-Donoso, Chistiaan Muñoz Salas, Jacques-Olovier Travers
    Produktion: James Brickell, Billy Clarke, Cleone Fox, Louis Labrom, Carmen Locke, Isabell Rogers, Lexi Walling
    Schnitt: Nick Carline
    Musik: Hans Zimmer, Jacob Shea & Jasha Klebe, Chamber Orchestra of London
    Archive und Institute: Jigmet Tapka IFS Hemis National Park, Government of Jammu and Kashmir, Wildlife Protection Department, Government of India, Ministry of External Affairs XFM, Snow Leopard Conservancy of India Trust, Ein Gedi Nature Reserve, Israel’s Nature and Parks Authority, Yellowstone National Park, Alberta Tourism, Parks and Recreation, Shoshone National Forest, Grand Teton National Park, Corporación National Forestal, Chile
    Deutsche Fassung:
    Uta von Borries, Michael Leja
    Schnitt: Walter Freund
    Sprecher: Christian Schult
    Produktion ZDF: Claudia Comprix, Cora Szielasko
    Redaktion: Uta von Borries
    Länge: Ca. 43'30

    Eine Koproduktion von BBC Natural History Unit mit ZDF, BBC America, Tencent and France Télèvisions.

    Inhalt

    In den Hochgebirgsregionen der Erde müssen Pflanzen und Tiere härteste Anforderungen erfüllen – eine großartige Welt, aber nur für extreme Spezialisten. In den Rocky Mountains, Anden und im Himalaya herrschen raue Witterungsbedingungen. Zerklüftete Terrains, steile Hänge und ein Mangel an Sauerstoff, Futter und Wasser bilden die größten physischen Herausforderungen des Planeten. Nur extreme Kletterkünstler wie der Nubische Steinbock oder der gewandte Schneeleopard können sich hier behaupten. Die gewaltigen Gebirgsregionen zählen zu den beeindruckendsten Landschaften der Erde, doch nur wenige Pioniere sind zäh genug dort zu siedeln.

    Steinadler gleiten pfeilschnell durch Schluchten und Täler. Im Sturzflug erreichen sie über 300 Kilometer pro Stunde. Sie sind die zweitschnellsten Tiere der Welt. Da sie vom Säuger bis zu Aas alles fressen, gehören sie zu den erfolgreichsten Greifvögeln. Um ihre Flugkünste aus der Nähe zu filmen, hat sie ein Kameramann mit einem Gleitschirm verfolgt und war fast so wendig wie die Adler.

    Nubische Steinböcke verfügen über weiche konkave Hufe, die eine bessere Griffigkeit aufweisen als jeder Kletterschuh. Selbst steilste Felswände turnen sie geschmeidig hinauf und hinunter.

    Der Schneeleopard, das stärkste Raubtier des Hochgebirges, kann dank seiner Fellzeichnung mit der Umgebung optisch verschmelzen. Er ist dann so gut wie unsichtbar. Schneeleoparden sind besonders schwer zu filmen. Mit Hilfe von Kamerafallen ist es der Crew gelungen, Einblicke in die Welt dieser seltenen Wildtiere zu gewinnen.

    Grizzlybären trotzen heftigsten Lawinen, indem sie weit oben in Höhlen an schneebedeckten Abhängen überwintern. Flamingos führen in eiskalten Salzseen in über 4000 Meter Höhe Tanzparaden auf. Die zerbrechlich wirkenden rosafarbenen Schönheiten trotzen widrigsten Bedingungen. Sie alle sind Bergspezialisten, die erstaunliche Antworten auf die extremen Herausforderungen der Bergwelten gefunden haben.

    Folge 4: Dschungel

    Sonntag, 22. Januar 2017, 19.30 Uhr, ZDF

    Terra X: Eine Erde – viele Welten

    4. Dschungel

    Stab

    Buch und Regie: Emma Napper
    Kamera: Tom Crowley, Mark MacEwen, John Brown, John Aitchison, Tim Laman, Alastair MacEwen, Gavin Thurston, Mark Payne-Gill, Michael Sanderson, Robin Cox, Paul Stewart, Stephen Axford, Guy Alexander, Ewan Donnachie, David McKay, Kevin Flay, Ann Prum, Richard Lynch
    Produktion: James Brickell, Victoria Bromley, Linda Dale, Sandra Forbes, Louis Labrom, Laura Meacham, Ruth Peacey, Lexi Walling

    Schnitt: Nigel Buck, Jack Roberts
    Musik: Hans Zimmer, Jacob Shea & Jasha Klebe, Chamber Orchestra of London
    Archive und Institute: Andasibe-Mantadia National Park, ARCAS, Association Mitsinjo, Cornell University, Instituto Araguaia, Instituto Natureza do Tocantins, NATURATINS, Jungle Run, KSDA, La Selva Biological Station, Organisation for Tropical Studies, Pacha Quindi Nature Refuge, Reserva Las Brisas, Termas Papallacta, The Malaysian and Sarawak Governments, Sarawak Tourism Board and Forestry Dept, Toucan Rescue Ranch, University of Malaysia, Sarawak

    Deutsche Fassung: Uta von Borries, Michael Leja
    Schnitt: Walter Freund
    Sprecher: Christian Schult
    Produktion ZDF: Claudia Comprix, Cora Szielasko
    Redaktion: Uta von Borries  
    Länge: ca. 43'30              

    Eine Koproduktion von BBC Natural History Unit mit ZDF, BBC America, Tencent and France Télèvisions.

    Inhalt

    Kein Lebensraum an Land beherbergt größeren Artenreichtum als tropische Regenwälder. Dort liefern sich die Bewohner intensive Konkurrenzkämpfe. Die großen Wälder sind Orte voller dramatischer Geschichten und überraschender Ereignisse. Jaguare fangen Kaimane, Delphine schwimmen durch Baumkronen, und Frösche verteidigen in Ninja-Manier ihren Nachwuchs.

    Die Reise führt von den Dschungelgebieten Südamerikas und Südostasiens bis zu den Regenwäldern Australiens. Einige von ihnen gehören zu den komplexesten Lebensräumen auf unserem Planeten. Von den rund 8,7 Millionen Tier- und Pflanzenarten leben über die Hälfte in tropischen Regenwäldern.

    Aber diese Habitate sind keine Paradiese, auch wenn das Leben in unglaublicher Fülle wuchert. Gerade weil dies so ist, muss jedes einzelne Geschöpf und jede Pflanze hart um den eigenen Platz in diesen komplizierten Beziehungsgeflechten kämpfen. Glasfrösche fighten in Ninja-Manier gegen räuberische Wespen, die es auf die Larven der Lurche abgesehen haben.

    Dem Team gelang es, Jaguare dabei zu beobachten, wie sie schwarze Kaimane vom Ufer aus im Wasser jagen. Selten wurden Flugdrachen so lange und nah verfolgt, wenn sie durch die Baumlabyrinthe Malaysias segeln.

    Auch eine seltene und schwer fassbare Spezies, die erst 2014 wissenschaftlich beschrieben wurde, konnte das Team mit der Kamera einfangen: die Araguaia-Delphine. Im Rio Araguaia Zentralbrasiliens schwimmen sie durch die Baumkronen überfluteter Wälder. Die Delphine überhaupt zu finden und dann auch noch zu filmen, zählte zu den schwierigsten Unternehmungen der gesamten Reihe „Eine Erde – viele Welten“.

    Und nachts konnten die internationalen Filmemacher im Herzen des Dschungels eine märchenhafte Welt festhalten: Erstmals drehten sie Leuchtpilze, die den Waldboden in mystischer Atmosphäre illuminieren .

    Folge 5: Grasland

    Sonntag, 29. Januar 2017, 19.30 Uhr, ZDF

    Terra X: Eine Erde – viele Welten

    5. Grasland

    Stab

    Buch und Regie: Chadden Hunter
    Kamera: Martyn Colbeck, John Shier, Alastair MacEwen, Mateo Willis, Jonathan Jones, Richard Uren, Sandesh Kadur, Brad Bestelik, Michael Kelem, Sophie Darlington, Derek Frankowski, Dan Zatz, Susan Gibson, Mark Payne-Gill, Dale Hancock, Ewan Donnachie, Alastair Smith, Miguel Willis
    Produktion: Jo Avery, Clare Bean, James Brickell, Victoria Bromley, Linda Dale, Samantha Davis, Sandra Forbes, Cleone Fox, Louis Labrom, Will Lawson, Laura Meacham, Sarah-Jane Walsh, Theo Webb
    Schnitt: Nigel Buck, Jack Roberts
    Musik: Hans Zimmer, Jacob Shea & Jasha Klebe, Chamber Orchestra of London
    Archive und Institute: Government of India, Ministry of Environment & Forests, Wildlife Division, National Tiger Conservation Authority, High Commission of India, London, Assam State Forest Department, Kaziranga National Park, Adarsh NC, Environment Canada, Canadian Wildlife Services, Nunavut Impact Review Board, Aboriginal Affairs & Northern Development Canada, Government of Nunavut, Department of Environment, Government of Botswana, Ministry of Environment, Wildlife & Tourism, Maasai Mara National Reserve, Yellowstone National Park, Centro de Reabilitacâo de Animais Silvestres, Reserva El Bagual, Hoedspruit Endangered Species Centre, Cat Conservation Trust, Lalibela Game Reserve, Pensthorpe National Park
    Deutsche Fassung:
    Uta von Borries, Michael Leja
    Schnitt: Walter Freund
    Sprecher: Christian Schult
    Produktion ZDF: Claudia Comprix, Cora Szielasko
    Redaktion: Uta von Borries
    Länge: Ca. 43‘30

    Eine Koproduktion von BBC Natural History Unit mit ZDF, BBC America, Tencent and France Télèvisions.

    Inhalt

    Schneller und erbarmungsloser Wandel prägt die Graslandschaften. Dort zu überleben fordert größte Anpassung. Von mächtigen Elefanten bis zur kleinsten Zwergmaus müssen alle in diesen Gebieten lebenden Geschöpfe mit dramatischen Umbrüchen zurechtkommen. Eine erstaunliche Vielfalt von Lebewesen hat sich im Grasland herausgebildet. Von den weiten Ebenen der afrikanischen Savanne über die Pampas Südamerikas bis zu den Steppen Sibiriens und der Mongolei reist das Team zu den unterschiedlichsten Graslandschaften der Erde.

    Die Herausbildung dieser großen Habitate begann vor etwa acht Millionen Jahren, als ausgedehnte Wälder auszutrocknen begannen. Gräser zählen zu den widerstandsfähigsten Pflanzen. Sie verkraften Feuer und Überflutungen, Schnee und gnadenlose tropische Sonne. Das Überleben aller hängt davon ab, ob sie diese wechselnden Herausforderungen meistern können. Die meist verborgenen Kämpfe, die ausgetragen werden, um diese Wechsel zu überleben, gehören zu den fesselnden Geschichten dieser Folge. Im indischen Kaziranga-Nationalpark ist das Gras sechs Meter hoch, durch das Elefanten, Panzernashörner und Königstiger streifen. Perfekte Deckung auf der Jagd nach Beutetieren. Auch für das Kamerateam eines der gefährlichsten Drehorte.

    Einmal im Jahr überschwemmt der Okavango im afrikanischen Botswana die flache Grasebene und bringt beinahe zehn Millionen Tonnen Wasser mit sich. Löwen haben keine andere Wahl, als ins Wasser zu gehen. Einige Rudel haben eine eindrucksvolle Teamarbeit entwickelt, wenn es um die Jagd auf Kaffernbüffel und Flusspferde geht. In den weiten Steppen der mittleren Breiten Zentralasiens erlebt das Team die größten Temperaturschwankungen und die meisten Sandstürme. Von klirrendem Frost bis zu glühender Hitze erreichte die Spanne bis zu 80 Grad Celsius. Die Saigas sind dieser Härte gewachsen. Seit Zehntausenden von Jahren leben sie dort – mit Massengeburten und Massensterben. Dem Filmteam gelingt es auch in die Mikrowelten der kleinsten Bewohner dieser riesigen Landschaften einzutauchen. Ungewöhnliche Einblicke von den hoch organisierten Termitenkolonien bis hin zu Europas kleinstem Nagetier, der Zwergmaus.

    Folge 6: Städte

    Sonntag, 5. Februar 2017, 19.30 Uhr, ZDF

    Terra X: Eine Erde – viele Welten

    6. Städte

    Stab

    Buch und Regie: Fredi Devas
    Kamera: John Aitchison, Rob Whitworth, Kevin Flay, Mark MacEwen, Gordon Buchanan, Gavin Thurston, Mateo Willis, Michael Kelem, Mark Smith, Sandesh Kadur, Louis Labrom, Duncan Parker, Luke Barnett

    Produktion: Sandra Forbes, Hanna Hoare, Laura Meacham, Manus Pitt, Lexi Walling

    Schnitt: Dave Pearce,
    Jack Roberts
    Musik: Hans Zimmer, Jacob Shea & Jasha Klebe, Chamber Orchestra of London

    Archive und Institute: Barbados Sea Turtle, Project Birdlife Townsville, Bosco Verticale, Gardens by the Bay, Government of India, Ministry of Environment, Wildlife Division, The Interchurch Centre, Sanjay Gandhi National Park, Borivali, Unicredit Tower

    Deutsche Fassung:
    Uta von Borries, Michael Leja
    Schnitt: Walter Freund
    Sprecher: Christian Schult
    Produktion ZDF: Claudia Comprix, Cora Szielasko
    Redaktion: Uta von Borries
    Länge: ca. 43‘30

    Eine Koproduktion von BBC Natural History Unit mit ZDF, BBC America, Tencent and France Télèvisions.

    Inhalt

    Städte wachsen schneller als jeder andere Lebensraum auf der Erde. Beinahe vier Milliarden Menschen leben in den urbanen Zentren. Auch die kühnsten unter den Wildtieren zieht es in diese aufregende Welt. Für die wagemutigen Anpassungskünstler offenbart sich eine Welt voller überraschender Chancen.
    Leoparden streifen durch die Straßen von Mumbai, Wanderfalken jagen zwischen New Yorks Wolkenkratzern und eine Million Stare führen spektakuläre Lufttänze über Rom auf.

    Einige der Geschöpfe werden sogar in unseren Städten willkommen geheißen. In Jodhpur im Nordwesten Indiens verehrt man die Hanuman-Languren. Sie spielen eine besondere Rolle in ihrer hinduistischen Kultur. In Harar leben einige Bewohner in enger Verbindung mit wilden Hyänen. Viele Tiere jedoch kämpfen täglich um ihr Überleben im Großstadtdschungel. Er ist laut, überbevölkert, kommt nie zur Ruhe und der natürliche Zyklus von Aktivität und Erholung ist aufgehoben. Eine Stadtlandschaft ist ständigem Wechsel unterworfen und bringt neue Gefahren, aber auch Möglichkeiten hervor. So werden die Lichter des Zentrums im chinesischen Shanghai oder dem kanadischen Toronto zu einer tödlichen Falle für Zugvögel. Sie werden von den Leuchttürmen angezogen, kollidieren mit den Wolkenkratzern und sterben. An den Stränden von Barbados verwirren die Lichter des Urlaubsresorts die Karettschildkröten. Die frisch geschlüpften Jungen laufen auf den hellsten Horizont zu. Heute ist es nicht mehr der Mond über dem Meer, sondern es sind die erleuchteten Hotels – und die kleinen Schildkröten wandern in ihr Verderben.

    Die frechsten Einwanderer, die den Menschen zeigen, wo der „Affe lang geht“, sind die Rhesusaffen. Sie sind an ihrer Dreistigkeit kaum zu überbieten und wurden auch für die Kamerakollegen zur echten Herausforderung. Sie stehlen nicht nur Lebensmittel im großen Stil, sondern sorgen auch für große Schäden und Unannehmlichkeiten.

    Die Teams reisten rund um die Welt, um die Veränderungen und eindrucksvollen Überlebensstrategien zu dokumentieren und den ungewöhnlichen Einwanderern ganz nah zu kommen. Mit Infrarot- und Wärmebildkameras fingen die Macher bislang noch nie gefilmte nächtliche Jagdgänge der Leoparden in Mumbai ein. 200 Menschen wurden in den letzten 25 Jahren von den Raubtieren angegriffen. Mithilfe von 4K „Low-Light“-Kameras konnten die Hyänen in Harar verfolgt werden. Zeitweise wurde das Team von über hundert kämpfenden Hyänen umringt. Um den Wanderfalken in New York zu dokumentieren, bemühten sich die Filmemacher allein neun Monate um Genehmigungen für den Dreh auf den Dächern der Wolkenkratzer und für den Überflug mit dem Helikopter. Es ist das erste Mal, dass jemand Luftaufnahmen vom schnellsten Vogel der Welt gemacht hat. Dabei erreichte er Spitzengeschwindigkeiten von 300 Stundenkilometern.

    Weitere Informationen

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