Terra X: Eine kurze Geschichte über...

Dreiteilige Dokumentationsreihe mit Mirko Drotschmann

Geschichtliche Zusammenhänge zu verstehen, kann schwierig sein. Deswegen gibt Mirko Drotschmann, der bei YouTube als "MrWissen2Go" bekannt ist und zum ersten Mal für "Terra X" vor der Fernsehkamera steht, in drei Folgen einen kompakten Überblick über das Mittelalter, die Hexenverfolgung in Deutschland und das Alte Ägypten. In der "Terra X"-Reihe geht es um die Geschichte von Pyramiden, Burgen und Palästen, von Pharaonen und Königen. Es geht aber auch um die Lebenswelt der einfachen Menschen. Experimente, aktuelle Forschungsprojekte und archäologische Funde liefern neue spannende Erkenntnisse.

  • ZDF, ab 29. März 2020, sonntags, 19.30 Uhr
  • ZDF Mediathek, ab Mittwoch, 25. März 2020, 10.00 Uhr, alle drei Folgen vorab

    Texte

    Sendedatum, Stab

    Ab Sonntag, 29. März 2020, 19.30 Uhr, ZDF
    Ab Mittwoch, 25. März 2020, 10.00 Uhr, alle drei Folgen vorab in der ZDFmediathek

    Terra X: Eine kurze Geschichte über...

    Dreiteilige Dokumentationsreihe mit Mirko Drotschmann

    Buch: Sabine Klauser ("Das Alte Ägypten"), Daniel Sich ("Das Mittelalter", "Die Hexenverfolgung"), Nina Koshofer ("Die Hexenverfolgung")
    Regie: Nina Koshofer, Robert Wiezorek
    Producer: Sabine Klauser
    Moderation: Mirko Drotschmann
    Kamera: Martin Christ, Torbjörn Karvang, Achim Seck
    Schnitt: Fabian Reisch ("Das Alte Ägypten", "Die Hexenverfolgung"), Claudia Spoden ("Das Mittelalter")
    CGI: Faber Courtial, Andreas Hougardy, Felix Brüggen, Kristina Kister
    CGI und Grafik Gruppe 5: Julian Balducci, Alexandra Hamann
    Musik: Paul Rabiger
    Wissenschaftliche Beratung: Dr. Tarek Sayed Tawfik ("Das Alte Ägypten"),Dr. Carl Dietmar ("Das Mittelalter"), Dr. Kai Lehmann ("Die Hexenverfolgung")
    Produktionsleitung Gruppe 5:
    Sabine Eisner
    Produktionsleitung ZDF:
    Kerstin Schönborn, Cora Szielasko-Schulz
    Redaktionelle Mitarbeit:
    Birgit Eggerding
    Produzent: Alexander Hesse
    Redaktion ZDF:
    Georg Graffe, Claudia Moroni
    Länge: 43'30''

    1. Eine kurze Geschichte über... Das Mittelalter

    Sonntag, 29. März 2020, 19.30 Uhr

    Terra X: Eine kurze Geschichte über... Das Mittelalter

    Das Mittelalter gilt als dunkel, rückständig und grausam. Aber war es das wirklich? Mirko Drotschmann erzählt in einer filmischen Reise durch 1000 Jahre die Geschichte einer Epoche, die erstaunlich bunt und vielgestaltig war.

    Das Mittelalter reicht vom 5. Jahrhundert nach Christus – als die Antike mit dem Untergang des Römischen Reiches im Westen zu Ende ging – bis zur Erfindung des Buchsdrucks mit beweglichen Lettern durch den Mainzer Johannes Gutenberg. Gewaltige Burgen und mehr als hundert Meter in den Himmel ragende Kathedralen zeigen eindrücklich, zu welchen Leistungen die Menschen im Mittelalter bereits fähig waren. Computeranimationen lassen auch die Bereiche der damaligen Welt wieder sichtbar werden, die heute längst verschwunden sind oder schon immer im Verborgen lagen. Dazu gehören auch Himmel und Hölle. Für die Menschen im Mittelalter waren sie so real, wie die Welt, die sie umgab. Mirko Drotschmann erklärt, was diese Weltsicht mit den Menschen gemacht hat.

    Noch heute sind viele mittelalterliche Redewendungen im Sprachgebrauch. Besonders viele stammen aus der Welt der Ritter wie zum Beispiel die Formulierung "jemandem mit offenem Visier begegnen" oder "mit offenem Visier kämpfen" oder auch "für jemanden eine Lanze brechen". Aber was hieß das eigentlich, als Ritter zu leben, Herr auf einer eigenen Burg zu sein oder für den König zu kämpfen? Aus bis zu 150 Einzelteilen bestand eine Rüstung, die den Ritter vor Lanzen, Schwerthieben oder Pfeilen schützen sollte. Um sich in die Zeit hineinzuversetzen, wird Mirko Drotschmann von Kopf bis Fuß in eine Rüstung gesteckt. Ein wissenschaftliches Experiment soll Klarheit bringen, wie beweglich ein Ritter in voller Montur noch war. Die Teststrecke ist ein 450 Meter langer Hindernisparcours. Das verblüffende Ergebnis: Die gut 30 Kilogramm schwere, auf Maß gefertigte Rüstung ermöglicht einen nahezu vollen Bewegungsumfang.

    Frauen führten im Mittelalter ein besonders hartes Leben. Selbst im Kloster, wo sie nicht heiraten mussten und damit vor männlicher Willkür besser geschützt waren, besaßen sie nur eingeschränkte Rechte. Zu ihren traditionellen Aufgaben gehörte die Versorgung der Kranken und Schwangeren aus den umliegenden Dörfern. Dass Nonnen aber auch in Männerdomänen eindrangen und wie Mönche im Skriptorium Bücher kopieren durften, haben Paläontologen am Max-Planck-Institut für Menschheitsgeschichte herausgefunden. Im Zahnstein einer Nonne, die vor rund 900 Jahren in einem Kloster auf dem Gebiet des heutigen Nordrhein-Westfalen begraben wurde, entdeckten sie Spuren von Lapislazuli. Aller Wahrscheinlichkeit nach gelangte der kostbare blaue Farbstoff beim Verzieren von Büchern in den Mund der Frau, beim Anlecken des Pinsels. Und das bedeutet, dass Frauen womöglich doch einen höheren Status hatten, als man bisher vermuten konnte.

    Das Mittelalter war alles andere als ein dunkles, düsteres Zeitalter. Vieles hat sich innerhalb der 1000 Jahre entwickelt: Städte sind wie Pilze aus dem Boden geschossen, Kathedralen in den Himmel gewachsen. Es gab große Fortschritte in Handwerk und Medizin. Und auch der Horizont der Menschen erweiterte sich: 1492 landete Kolumbus in der Neuen Welt, und Luthers Reformation rüttelte an der Vormachtstellung der katholischen Kirche. Die Menschen lenkten ihren Blick mehr und mehr auf das irdische Leben und stellten Überliefertes in Frage. Damit war der erste Schritt auf dem Weg in die Moderne getan.

    2. Eine kurze Geschichte über… Die Hexenverfolgung

    Sonntag, 5. April 2020, 19.30 Uhr

    Terra X: Eine kurze Geschichte über… Die Hexenverfolgung

    Verhöre, Folter, Scheiterhaufen – die Hexenprozesse der Vergangenheit schockieren heute. Kaum ein Thema ist so klischeebeladen wie die Hexenverfolgung. Noch lange sind nicht alle Fragen über die dunkle Epoche der Hexenjagd in Deutschland beantwortet. Wie konnte es dazu kommen? Wer waren die Opfer, wer die Täter? Waren es wirklich vor allem Frauen, die verfolgt wurden? Und was genau geschah hinter den Mauern der Gerichtssäle und Folterkammern? Bis 1780 fielen etwa 50.000 Menschen den Hexenverfolgungen in Europa zum Opfer – über die Hälfte davon im Heiligen Römischen Reich Deutscher Nation. Mirko Drotschmann räumt mit hartnäckigen Vorurteilen auf und erklärt, was man über Hexenwahn und Hexenverfolgung wissen muss. Er schildert, wie es dazu kam, dass Nachbarn oder Bekannte plötzlich andere als Hexen bezichtigten. Und er erzählt, warum Frauen und Männer plötzlich Taten gestanden haben, die sie nicht begangen hatten.

    Der Film rollt den tragischen Fall der "Bader-Ann" aus Veringenstadt auf der Schwäbischen Alb auf. Im Jahr 1680 wurde sie als Hexe verurteilt, enthauptet und auf dem Scheiterhaufen verbrannt. Mirko Drotschmann findet im Archiv der Stadt die Verhörprotokolle und Prozessakten. Es ist eine Expedition in ein düsteres Kapitel der Geschichte: Wer einmal in die Mühlen des juristischen Apparates geriet, war kaum noch zu retten. Die Verurteilung sollte auf einem Geständnis beruhen, doch das wurde in den meisten Fällen mit Folter erzwungen. Neben dem Richter spielte vor allem der Scharfrichter eine wichtige Rolle im Prozess. Die Henker waren mehr als reine Vollstrecker. Sie kannten sich mit der menschlichen Anatomie mindestens genauso gut aus wie Ärzte. Die perfide Aufgabe des Henkers war es, das Opfer so lange wie möglich am Leben zu halten, um das gewünschte Geständnis zu erpressen.

    Die Menschen der frühen Neuzeit lebten in einer Welt, die von Aberglaube und magischem Denken bestimmt war. Zudem versetzten Wetterkatastrophen, Missernten, Krieg und Pestepidemien viele in eine apokalyptische Stimmung. Die Archäologin Marita Genesis ist Expertin für Richtstätten – also Orte, an denen Verurteilte gehängt, gerädert oder enthauptet wurden. Sie hat Dutzende Skelette ausgegraben und herausgefunden, dass einige Tote aus Angst vor Wiedergängern mit magischem Abwehrzauber bestattet wurden.

    Zum Motor für die unmenschlichen Verfolgungen und massenhaften Hinrichtungen wurde ein Handbuch der Hexenjäger: der "Hexenhammer". Der Dominikanermönch Heinrich Kramer beschreibt darin detailliert, wie Hexen und Zauberer zu erkennen und zu verfolgen seien. Vor allem in Frauen sah er willfährige Opfer des Teufels. Mirko Drotschmann beschäftigt sich mit der Motivation des fanatischen Hexenverfolgers und analysiert, warum sein Werk so lange seine fatale Macht entwickeln konnte. Erst im Jahr 1775 wurde die letzte vermeintliche Hexe in Deutschland umgebracht.

    Doch wer glaubt, der Spuk sei heute vorüber, irrt sich. Tatsächlich gibt es auch heute noch Hexenverfolgungen, zum Beispiel in einigen Gebieten Südostasiens, Lateinamerikas und Afrikas. Auch dort ist es keine Seltenheit, dass überwiegend Frauen der Hexerei bezichtigt, verstümmelt oder sogar getötet werden. Es scheint in der Natur des Menschen zu liegen, sich einen Sündenbock zu suchen, Menschen in eine Schublade zu stecken, oder Feindbilder aufzubauen. Für erlebtes Leid wird oft ein anderer verantwortlich gemacht – so wie damals die Hexen.

    3. Eine kurze Geschichte über... Das Alte Ägypten

    Sonntag, 12. April 2020, 19.30 Uhr

    Terra X: Eine kurze Geschichte über… Das Alte Ägypten

    3000 Jahre Hochkultur am Nil. Kein Reich existierte länger, keines war seiner Zeit so weit voraus. Monumentale Tempel, die Grabanlagen im Tal der Könige und vor allem die Pyramiden von Gizeh zeugen von den Leistungen der alten Ägypter. Mirko Drotschmann erzählt ihre faszinierende Geschichte. Was war das Geheimnis dieser einzigartigen "Erfolgsstory"? Welche Bedeutung hatte der Totenkult? Drotschmann geht auf Spurensuche in ägyptischen Museen, trifft Mumienforscher und ist dabei, wenn Ingenieure an der Uni Kassel eine geniale Technik entschlüsseln, die für den Bau der Pyramiden genutzt wurde. Computeranimationen zeigen, wie die Pyramiden von Gizeh zur Zeit der Erbauung ausgesehen haben und welche Geheimnisse noch heute in ihrem Inneren verborgen sind.

    Die Geschichte des Pharaonenreiches beginnt mit einem Schatz der Natur: dem Nil. Der majestätische Strom durchquert rund 1000 Kilometer trockene Wüste und schenkte Ägypten Fruchtbarkeit und Reichtum. An seinen Ufern entwickelte sich die ägyptische Hochkultur. Nach der Vereinigung von Ober- und Unterägypten herrschten die Pharaonen über den ersten zentral gelenkten Staat der Geschichte. Zum "Kitt" der Gesellschaft wurden die religiösen Mythen, die vielen Götter und die gottgleichen Pharaonen. Der Film zeigt, wie die wie Götter verehrten Herrscher lebten, wie ihr Leben im Palast aussah und warum Inzest zur gängigen Heiratspolitik gehörte.

    Für die toten Pharaonen entstanden prachtvolle Grabbauten wie die Pyramiden von Gizeh oder die unterirdischen Gräber im Tal der Könige. Tiefe Fallschächte und Scheintüren sollten Grabräuber in die Irre führen. Doch nur die Kammer eines eher unbekannten Pharao blieb bis Anfang des 20. Jahrhundert unentdeckt: das Grab des Tutanchamun. Aberhunderte Beigaben wie kostbarer Schmuck, Kultobjekte, Amulette, Waffen und Alltagsgegenstände ziehen bis heute in Bann. Mirko Drotschmann reist nach London, wo unter anderem auch dieser legendäre Grabschatz bis Mai 2020 ausgestellt wird.

    Die Toten im alten Ägypten wurden mit unglaublicher Akribie vor dem Verfall bewahrt. Einige Mumien sehen noch heute so aus, als wären sie erst vor wenigen Jahren gestorben. Für die Forscher des German Mummy Projects sind Mumien ganz besondere "Bio-Archive", die über das Leben und Leiden der alten Ägypter Aufschluss geben: Wie ernährten sie sich? Wie alt wurden sie? Woran sind sie gestorben? Hat man versucht, sie zu heilen? Und welche Medikamente nahmen sie ein, oder konsumierten sie Drogen? Der Zuschauer erfährt, dass die ägyptischen Ärzte ihrer Zeit weit voraus waren. Sie operierten am Kopf, amputierten Gliedmaßen und behandelten Knochenbrüche. Erfolgreich – wie Untersuchungen an Mumien beweisen.

    Knallharte Machtpolitik und der Totenkult hielten das Reich 3000 Jahre lang zusammen. Zwar versuchten immer wieder sogenannte Fremdländer, das reiche Ägypten zu erobern, aber erst ab 500 vor Christus gelang es zunächst den Persern, dann Alexander dem Großen und schließlich den römischen Cäsaren, das Pharaonenland zu schwächen und schließlich in die Knie zu zwingen. Die Eindringlinge prägten die Kultur und die Sprache. Aber haben sie sich auch in genetischer Hinsicht verewigt? Forschern des Max-Planck-Instituts für Menschheitsgeschichte ist es erstmals gelungen, das Erbgut von altägyptischen Mumien zu entziffern. Die Ergebnisse sind verblüffend.

    "Unser Geschichtsbild ist überfrachtet mit Klischees"
    Interview mit Moderator Mirko Drotschmann

    Mirko Drotschmann alias "MrWissen2Go" ist Journalist, YouTuber und Webvideo-Produzent mit Schwerpunkt Geschichte, Politik und Gesellschaftsthemen. Für "Terra X" ist er bereits auf dem YouTube-Kanal "Terra X Natur & Geschichte" zu sehen. Für die dreiteilige "Terra X"-Reihe "Eine kurze Geschichte über…" steht er zum ersten Mal als "Terra X"-Moderator vor der Fernsehkamera.

    Du wechselst von Social Media zum klassischen Fernsehen – was ist da anders?

    Eigentlich bin ich ein eher untypischer YouTuber, da ich zuerst klassisches Fernsehen gemacht und dann erst mit Webvideos angefangen habe. Unter anderem war ich als Reporter und Moderator für die ZDF-Kindernachrichten "logo!" unterwegs. Aber natürlich gibt es Unterschiede in der Art und Weise, wie produziert wird. Fernsehen ist oft "großes Kino" mit einem großen Team, YouTube nicht selten eine "One-Man-Show".

    Hast Du "Terra X" schon vorher regelmäßig gesehen und gemocht?

    Definitiv. Ich bin schon sehr lange Fan der Sendung, vor allem der Ausgaben zu historischen Themen. Aufwendig produziert, inhaltlich wasserdicht und spannend erzählt – da kommt sehr viel Gutes zusammen. Deshalb ist es für mich auch eine große Ehre, mit an Bord sein zu dürfen.

    Ist "Terra X" ein Format für junge Leute? Wie könnte man das Format für sie noch attraktiver machen?

    Spannende Geschichten hört jeder gerne, egal, wie alt man ist. Und wenn diese Geschichten auch noch so bildgewaltig produziert werden wie bei "Terra X", interessiert das natürlich auch jüngere Leute. Was hier besonders wichtig ist, ist eine dynamische, bewegte Erzählweise. Genau das versuchen wir mit der neuen Reihe "Eine kurze Geschichte über ... " umzusetzen.

    Warum hast Du eigentlich einen Geschichtskanal eröffnet? Wen wolltest Du erreichen?

    Ich habe Geschichte studiert, weil ich ein absoluter "Historien-Nerd" bin. Schon in der Schule hat es mich fasziniert, mich mit der Vergangenheit auseinanderzusetzen. Ich bin der Meinung, dass man unsere Gegenwart erst dann richtig verstehen kann, wenn man weiß, was Generationen vor uns erlebt haben. Deshalb ist es mir wichtig, die meist komplexen historischen Zusammenhänge in leicht verständlicher Form vor allem an Jüngere zu vermitteln und sie für Geschichte zu begeistern. Und da die Jungen in der Regel mehr auf YouTube unterwegs sind als im klassischen Fernsehen, habe ich es einfach mal mit einem Kanal auf der Plattform probiert.

    Wie begeisterst Du Deine Fangemeinde für Geschichte?

    Geschichte muss man spannend erzählen: Geschichte als Geschichten. Dabei darf man nicht den Eindruck erweckten, wir wüssten heute zu 100 Prozent, wie es früher war. An den Diskussionen, die wir über aktuelle politische Themen führen, merken wir zum Beispiel, dass es immer unterschiedliche Ansichten gibt – und die bleiben natürlich auch in der Retrospektive bestehen. Geschichte ist nicht schwarz-weiß. Und genau das sollte vermittelt werden – so objektiv und wertungsfrei wie möglich.

    Wie bereitest Du Dich auf eine Moderation vor?

    Ich sauge alles wie ein Schwamm auf, was ich zu dem jeweiligen Thema finden kann. Natürlich gehört es dazu, in Fachbüchern zu stöbern. Ich bin aber auch ein großer Freund von auditiven und audiovisuellen Medien. Für mich könnte das Angebot von Podcasts, Hörbüchern und Dokumentationen im Genre Geschichte noch um ein Vielfaches größer sein, als das momentan der Fall ist.

    Was ist für Dich die Herausforderung beim aktuellen Format "Eine kurze Geschichte über…"?

    Wir sprechen über Epochen, die lange zurückliegen. Wie haben die Menschen damals gelebt, was haben sie gedacht – und wie sind sie miteinander umgegangen? Sich hier einzufinden, ist gar nicht so einfach. Dazu kommt die große inhaltliche Spannbreite, die sich aus den Themen ergibt. An einem Aufzeichnungstag haben wir zum Beispiel morgens ein Interview zum Alten Ägypten gedreht, mittags eine Moderation zum Mittelalter und abends ein Interview über Hexenverfolgung. Da muss man aufpassen, dass man am Ball bleibt.

    Was sollen die Zuschauer von Ägypten, vom Mittelalter und von den Hexen mitnehmen?

    Dass unser Geschichtsbild überfrachtet ist mit irreführenden Klischees: Hexen waren bucklige alte Frauen. Bei den Ägyptern haben Sklaven die Pyramiden erbaut. Das Mittelalter war finster und komplett frei von Innovationen. Das alles ist falsch – aber man bekommt es nur schwer aus den Köpfen. Wenn wir daran etwas ändern könnten, wäre das sehr schön.

    Die Fragen stellten Claudia Moroni und Magda Huthmann.

    Kurzbiografie Mirko Drotschmann

    Mirko Drotschmann studierte Geschichte und Kulturwissenschaft in Karlsruhe und absolvierte ein journalistisches Volontariat beim Südwestrundfunk. Er arbeitete vor und hinter Kamera für ARD und ZDF, von 2014 bis 2017 unter anderem als Reporter und Moderator für die ZDF-Sendereihe "logo!". Bekannt geworden ist er vor allem als "MrWissen2Go" auf seinem eigenen YouTube-Kanal, mit dem er 2012 an den Start ging. Seither erklärt Mirko Drotschmann Woche für Woche historische, gesellschaftliche und politische Themen und begeistert eine ständig wachsende Fangemeinde im Internet. Inzwischen hat sein Kanal über 1,1 Millionen Abonnenten. Im Online-Medienangebot funk von ARD und ZDF ist Drotschmann als "MrWissen2Go – Geschichte" ebenso fest verankert wie mit "#jahr100" auf dem YouTube-Kanal der ZDF-Marke "Terra X".

    ZDFmediathek und YouTube

    Alle drei Folgen sind ab Mittwoch, 25. März 2020, 10.00 Uhr, in der ZDFmediathek unter terra-x.zdf.de verfügbar.

    Die erste Folge "Das Mittelalter" wird ab Sonntag, 29. März 2020, auch auf dem YouTube-Kanal "Terra X Natur & Geschichte" unter youtube.com/c/terra-x zu sehen sein.

    Zu den weiteren Folgen gibt es je ein Webvideo, das jeweils am Sendetag auf dem YouTube-Kanal "Terra X Natur & Geschichte" youtube.com/c/terra-x online geht.

    Alle Videos in der ZDFmediathek und bei YouTube sind zum Embedding mit Verweis auf "Terra X" für alle Interessierten freigegeben. Weitere Informationen: https://ly.zdf.de/Lai/

    Fotos sind erhältlich über ZDF Presse und Information, Telefon: 06131 – 70-16100, und über https://presseportal.zdf.de/presse/terrax

    Weitere Informationen

    "Terra X" in der ZDFmediathek: terra-x.zdf.de

    "Terra X" bei YouTube: youtube.com/c/terra-x

    "Terra X" bei Facebook: facebook.com/ZDFterraX

    "Terra X" bei Instagram: instagram.com/terraX

    Impressum

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