Terra X: Rom am Rhein

Dreiteilige Doku-Reihe von Christian Feyerabend

Fast 500 Jahre herrschten die Römer am Rhein. Viele unserer Städte wurden von römischen Kaisern gegründet, nach dem Vorbild Roms. In Städten wie Köln entstand gar eine eigene, römisch-germanische Welt. Mit den römischen Soldaten hielten zum Beispiel Annehmlichkeiten wie Fußbodenheizung, fließendes Wasser, aber auch Wein und frisches Gemüse Einzug. In der dreiteiligen Dokumentation begibt sich Autor Christian Feyerabend mit dem Archäologen Matthias Wemhoff auf Spurensuche.

  • ZDF, Sonntag, 20. / 27. März und 3. April 2016, jeweils 19.30 Uhr

    Texte

    Teil 1 - Krieg und Frieden

    Sonntag, 20. März 2016, 19.30 Uhr, ZDF

    Samstag, 5. März 2016, 20.15 Uhr, Arte

    AutorChristian Feyerabend
    ProduktionGruppe 5
    RedaktionGeorg Graffe, Heike Schmidt

     

    Fast 500 Jahre herrschten die Römer am Rhein. In Städten wie Köln entsteht eine eigene, römisch-germanische Welt. Doch diese wird durch aufständische Germanenstämme 69 n. Chr. bedroht. Damals verlangen aufständische Germanen von den Ubiern in Köln, freien Einlass in ihre Stadt sowie die Auslieferung und Tötung aller Römer. Die Ubier waren einer der ersten Germanenstämme, die mit den Römern nicht nur Handel trieben sondern auch Hilfstruppen für die Armee stellten. Dies trug ihnen den Hass ihrer Nachbarn ein, so dass Kaiser Augustus sie auf das linksrheinische Ufer übersiedelte. Ihre Hauptsiedlung war das Oppidum Ubiorum. Aus diesem wurde 50 n. Ch. die "Colonia Claudia Ara Agrippinensium", die "Claudische Kolonie und Opferstätte der Agrippinenser", heute kurz Köln genannt. Als der Stamm der Bataver die Stadt belagert, müssen sich die Ubier entscheiden, ob sie sich dem germanischen Aufstand anschließen oder weiter treu zu Rom stehen.

    In Köln, wie in vielen anderen von den Römern gegründeten Städten, lebten "Einheimische" und Römer friedlich miteinander, viele waren auch durch verwandtschaftliche Beziehungen miteinander verbunden. Seit der Schlacht im Teutoburger Wald, in der Arminius die Römer vernichtend geschlagen hatte, sind sechs Jahrzehnte vergangenen. In dieser Zeit hat sich die römische Kultur auf dem linksrheinische Ufer ausgebreitet.

    Die Ubier haben sich längst an den "Roman way of life" gewöhnt und schätzten Annehmlichkeiten wie frisches, fließendes Wasser, geheizte Häuser und eine geregelte Abwasserversorgung. Schließen sie sich dem Aufstand an, laufen sie Gefahr all das zu verlieren. Schließen sie sich nicht an, drohen die Bataver sie zusammen mit den Römern zu töten.

    Teil 2 - Blüte und Bedrohung

    Sonntag, 27. März 2016, 19.30 Uhr, ZDF

    Samstag, 5. März 2016, 21.00 Uhr, Arte

    AutorChristian Feyerabend
    ProduktionGruppe 5
    RedaktionGeorg Graffe, Heike Schmidt

     

    Herrsche und teile: Nach diesem Prinzip regieren die Römer auch am Rhein. Aber als Rom im 3. Jahrhundert n. Chr. einen Großteil seiner Truppen abziehen muss, werden aus Verbündeten wieder Feinde.

    Die Pax Romana, der "Römische Frieden" beschert auch den Städten am Rhein eine Zeit der Blüte. Römische Villen zeugen vom hohen Lebensstandard der Bewohner. Aber auch die Industrie florierte, Glasprodukte vom Rhein waren im ganzen römischen Imperium begehrt.

    Während das Reich auf der linksrheinischen Seite prosperierte, kam es auf dem rechten Rheinufer immer wieder zu Überfällen der dort ansässigen Stämme der Franken und Alemannen. Um das fruchtbare Land dennoch nutzen zu können, errichteten die Römer im 2. Jahrhundert n. Chr. den Limes. 150 Jahre lang schützte der Grenzwall das sogenannte Dekumatenland, doch als die Römer einen Großteil ihrer Truppen in den Osten des Reiches abkommandieren müssen, lässt sich der Limes nicht mehr halten. Der Rhein wird zur nassen Grenze des Reiches, geschützt durch eine regelmäßig patrouillierende Rheinflotte.

    Teil 3 - Zentrum des Imperiums

    Sonntag, 3. April 2016, 19.30 Uhr, ZDF

    Samstag, 5. März 2016, 21.45 Uhr, Arte

    Autor Christian Feyerabend
    ProduktionGruppe 5
    RedaktionGeorg Graffe, Heike Schmidt

     

    Im 4. Jahrhundert n. Chr. wird die römisch-germanische Provinz zum Zentrum des weströmischen Imperiums. Von der Hauptstadt Trier aus wird die Christianisierung des Abendlandes vorangetrieben.

    Die "Römer am Rhein" haben nicht nur unzählige Bauwerke hinterlassen, man findet ihre Spuren auch in der Küche. Sie bauten an Mosel, Rhein und Nahe Wein an, der sogar bis nach Rom exportiert wurde, und sorgten für frisches Gemüse in Form von Rucola und Giersch. Das schönste literarische Denkmal setzte der Provinz der römische Präfekt und Geschichtsschreiber Ausonius im 4. Jahrhundert nach Christus mit seinem Gedicht "Mosella", einer Reisebeschreibung in Versform. In dieser Zeit wird Germanien auch zur Keimzelle des katholischen Christentums. Eine wichtige Rolle kommt dabei wahrscheinlich dem Kölner Bischof Maternus zu, der als Vertrauter Kaiser Konstantins gilt.

    Während die römischen Kaiser in früheren Zeiten die Christen verfolgten, gewähren sie spätestens ab 313 nach Christus mit dem sogenannten Toleranzedikt von Mailand jedermann die freie Religionsausübung. Im Jahre 380 folgt die Ausrufung des Christentums zur Staatsreligion. Von diesem Zeitpunkt an beginnt die Verfolgung Andersgläubiger durch Christen, in deren Verlauf fast alle gallo-römischen Heiligtümer in der Provinz zerstört oder mit christlichen Kirchen überbaut werden. Die damals eingerichteten römischen Bistümer bestehen bis heute. Roms Herrschaft am Rhein endet im 5. Jahrhundert nach Christus, doch sie prägt die "Provinz" bis heute.

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