Terra X: Russland von oben

Dreiteilige Dokumentation

Wie kann man ein Land porträtieren, das vor geografischen Superlativen nur so strotzt? Die "Terra X"-Antwort liegt auf der Hand: aus der Luft. Neun Monate war das Team unterwegs, mit Hubschraubern und 4K-Kameras, mit speziellen Stabilisatoren und den weltweit führenden Luftbildkameramännern. Sie haben Orte und Gegenden dokumentiert, von denen viele schon gehört haben, aber vor allem solche, in die vielleicht noch kein Mensch je einen Fuß gesetzt hat. Die Eindrücke liefern ein Bild von Russland, das so noch nie gesehen wurde – der Höhepunkt der bisherigen "Terra X-von-oben"-Reihe.

  • ZDF, Sonntag, 25. November, 2. und 9. Dezember 2018, jeweils 19.30 Uhr
  • ZDF Mediathek, alle drei Folgen vorab ab Samstag, 24. November 2018

Texte

Ein besonderer Blick auf unendliche Weiten
Vorwort von Prof. Peter Arens, Leiter der ZDF-Hauptredaktion Geschichte und Wissenschaft

Wie kann man ein Land porträtieren, das vor geografischen Superlativen nur so strotzt? Russland ist das größte Land der Erde, fast 50 Mal so groß wie die Bundesrepublik. Es umfasst das umfangreichste zusammenhängende Waldgebiet, vom Nordosten Sibiriens bis zur chinesischen Grenze, mit dem Baikalsee den tiefsten See der Welt, mit dem Elbrus den höchsten Berg Europas und mit der Wolga den längsten und wasserreichsten Fluss des Kontinentes.

Die "Terra X"-Antwort liegt auf der Hand: Wir tun es aus der Luft. Neun Monate waren unsere Autoren der Firma ColourField in der Luft, mit Hubschraubern und 4K-Kameras, mit speziellen Stabilisatoren und den weltweit führenden Luftbildkameramännern. Sie haben Orte und Gegenden dokumentiert, von denen wir alle schon gehört haben, aber vor allem solche, in die vielleicht noch kein Mensch je einen Fuß gesetzt hat. Ein mehr als ambitioniertes Unternehmen und darüber hinaus ein bislang einmaliges. Das Ergebnis ist nicht nur der Höhepunkt unserer bisherigen "von oben"-Reihen, sondern für "Terra X" eine echte Sternstunde: Die unterschiedlichen Eindrücke fügen sich zu einem Bild von Russland, das wir so noch nie gesehen haben. Aus der Luft betrachtet gibt das Land plötzlich etwas von seinem Innersten preis.

Wer die "Russland von oben"-Reise mit antritt – über die glanzvollen Metropole St. Petersburg und das pulsierende Moskau, die wilden Gipfel des Kaukasus- und Altaigebirges, die psychedelischen Salzmuster in der Steppe von Kalmückien, die rauchenden Vulkane auf Kamtschatka, die trotzigen Felsnadeln an der Lena, die spiegelglatte Fläche des zugefrorenen Baikalsees, die Eisbärenbabys auf Wrangel, die Singschwäne im Wolga-Delta, und die im ewigen Eis lebenden Nenzen auf der Polarhalbinsel Jamal, über die nicht enden wollende Tundra und die rauchenden Schlote von Norilsk, um nur einige der Orte zu nennen – dem wird klar, warum von Russland seit jeher eine Faszination ausgeht. Es bleibt einer der Sehnsuchtsorte der Deutschen, nicht nur weil die Geschichte unseres Landes mit der Russlands seit Jahrhunderten auf wechselvolle Weise verknüpft ist, sondern weil die Stärke und Erhabenheit dieses Lands nicht zu leugnen sind. Dass Distanz auch Nähe schaffen kann, zeigt einmal mehr diese ganz spezielle Produktion.

Vielleicht darf man in besonders politischen Zeiten genau das machen, was wir mit dem "Terra X"-Dreiteiler "Russland von oben" wagen. Einen Schritt zurücktreten, die Perspektive ändern und sich dem widmen, was das Land fernab seiner politischen Struktur und Ziele ausmacht: seiner Weite, seiner Schönheit und der wilden Faszination seiner Städte und Landschaften.

Sendedaten, Stab, Kurzinhalt

Sonntag, 29. November, 2. und 9. Dezember 2018, jeweils 19.30 Uhr

Terra X: Russland von oben
Dreiteilige Dokumentation

Film von Petra Höfer und Freddie Röckenhaus

Senior Producer: Francesca D'Amicis, Susanne Rostosky
Line Producer:
Svenja Mandel
Schnitt:
Johannes Fritsche
Helikopter-Kamera:
Peter Thompson
Drohnen-Kamera: Andrew Efimov, Anton Elchaninov, Ivan Golubkov, Igor Volkov, Alexander Bratukhin, Vladimir Burkanov, Artem Filatov, Maksim Antipin
VFX Artist:
Sebastian Salanta
Producer:
Friederike Schmidt-Vogt
Animationen:
422 South, David Corfield, Liz Elkington, Craig Howarth
Compositing:
Marten Meiburg, Julian Laur de Manos, Douglas Stahl
Wissenschaftliche Beratung:
Vladimir Burkanov, Erich Hoyt, Helmut Kruckenberg, Marine Mammal Council, North Pacific Wildlife Consulting, LLC, Far East Russia Orca Project FEROP
Redaktionelle Mitarbeit: Claudia Friese
Redaktion:
Friederike Haedecke, Katharina Kohl
Leitung der Sendung:
Prof. Peter Arens
Länge:
43'30

Eine Produktion von ZDF / colourFIELD / Gazprom Media in Zusammenarbeit mit ARTE.

Russland ist das mit Abstand größte Land der Erde. Doppelt so groß wie die USA, fast 50 Mal größer als Deutschland. Von Kaliningrad an der Ostsee bis zur Meerenge der Beringstraße, von der aus man Alaska sehen kann, sind es elf Zeitzonen und 7000 Kilometer Luftlinie. Aber auch nur, wenn man die Abkürzung über den Nordpol nimmt. Dieses riesige Reich für "Terra X" zu porträtieren, erforderte in vielen Bereichen echte Pionierarbeit: Manche Orte schienen unerreichbar, viele hat vermutlich noch kein Mensch je gesehen, schon gar nicht aus der Luft. Dabei ist es vielleicht gerade die Perspektive "von oben", die die Seele des Landes und seine Vielfalt zumindest ein Stück weit greifbar werden lässt.

Gedreht wurde für den "Terra X"-Dreiteiler aus Hubschraubern und mit den besten Luftbild-Spezialkameras der Welt. Dabei entstanden spektakuläre Aufnahmen – von unberührten Landschaften, zauberhaften Städten, von wilden Tieren, Wüsten und Wäldern, aber auch von harter Arbeit in der Kälte Sibiriens, vom Leben in ewigem Eis und kargen Gebirgsregionen. In "Russland von oben" offenbart das Land sein Wesen und gibt etwas von seinem Innersten preis.

1. St. Petersburg, Moskau und die Wolga

Sonntag, 25. November 2018, 19.30 Uhr

Terra X: Russland von oben
Dreiteilige Dokumentation

1. St. Petersburg, Moskau und die Wolga

Zwei Drittel der Russen leben im europäischen Teil Russlands, zu dem die Metropolen St. Petersburg und Moskau gehören. Die erste Folge "Russland von oben" zeigt sie erstmals ausführlich aus der Vogelperspektive und erklärt ihre Entstehungsgeschichte, bevor es weiter über die alten Handelsstädte des Goldenen Rings geht und über den Lauf der Wolga – vorbei an Kazan, Wolgograd und Astrachan – bis zu ihrer Mündung im Kaspischen Meer. Dort, im 200 Kilometer breiten Wolga-Delta, überwintern jährlich mehr als zehn Millionen Vögel.

Der Film blickt aber auch auf den höchsten Gipfel Russlands, den 5.642 Meter hohen Elbrus im Kaukasus-Gebirge, schaut den Antilopenherden in der Steppe Kalmückiens auf der Suche nach Wasserstellen zu und zeigt mit Sotschi am Schwarzen Meer die Riviera Russlands. Der einzigartige Blick von oben verdeutlicht, wie vielfältig bereits dieser verhältnismäßig kleine Teil des riesigen Landes ist.

2. Sibirien und die weite Wildnis

Sonntag, 2. Dezember 2018, 19.30 Uhr

Terra X: Russland von oben
Dreiteilige Dokumentation

2. Sibirien und die weite Wildnis

Sibirien ist für manche ein Sehnsuchtsort, geprägt von weiter Wildnis, für andere ist es verbunden mit Schmerz und Zwangsarbeit. Aus der Luft betrachtet wirken die mehr als zehn Millionen Quadratkilometer unendlich und präsentieren sich in einer Weite, die selbst für Kameras aus der privilegierten Perspektive der Vögel nur schwer zu fassen ist. 36 Mal passt die Bundesrepublik Deutschland in die Fläche Sibiriens, das statistisch gesehen allerdings nur von drei Einwohnern pro Quadratkilometer bewohnt wird.

Der Boden strotzt nur so vor Reichtümern: Die Stadt Norilsk, einer der weltführenden Rohstofflieferanten, ist berühmt für ihr Nickel – und die Umweltverschmutzung, die mit dessen Produktion einhergeht. Bei Mirny wurde – mit einer Tiefe von 525 Metern – eines der tiefsten Tagebaulöcher der Welt geschaffen, um Diamanten zu fördern. Und der Baikalsee ist das größte Süßwasser-Reservoir der Erde. Sibirien war, ist und bleibt ein Land der Superlative.

Die zweite Folge "Terra X: Russland von oben" zeigt nicht nur einige dieser sibirischen Superlative, sondern begleitet auch die Transsibirische Eisenbahn auf ihrer Reise in den fernen Osten und folgt einer Nomadengruppe auf dem Weg ins Frühlingslager durch das einzigartige Altai-Gebirge.

3. Kamtschatka und das ewige Eis

Sonntag, 9. Dezember 2018, 19.30 Uhr

Terra X: Russland von oben
Dreiteilige Dokumentation

3. Kamtschatka und das ewige Eis

Die dritte Folge der "Terra X"-Reihe "Russland von oben" folgt der Küstenlinie von der mächtigen nordeuropäischen Hafenstadt Murmansk bis zur Halbinsel Kamtschatka im Pazifischen Ozean und zum südöstlichsten Eckchen des russischen Riesenreichs – nach Wladiwostok.

Über 25.000 Kilometer erstreckt sich die russische Küste allein entlang der Arktis. Dort wird es so kalt, dass die Hilfe eines Atomeisbrechers nötig ist, um den Schiffen ihren Weg zu bahnen. An dieser Küste liegt die Halbinsel Jamal mit ihren riesigen Erdgasvorkommen und Ureinwohnern, den Nenzen, und auch das Lena-Delta, dessen gefrorener Boden einzigartige Muster formt, die aus der Luft besonders eindrücklich sind. Eine ganz andere Welt offenbart sich weiter östlich auf der Landspitze Cape Schmidt in der Tschuktschensee, wo sich Eisbärfamilien und Walrosse tummeln. Nicht weit entfernt, auf der für russische Verhältnisse eher kleinen Insel Wrangel, lebten die letzten Mammuts in Eurasien, heute sind Eisbären und Moschusochsen die Herren des Eilands.

Wieder ganz anders präsentiert sich Kamtschatka in Russlands fernem Osten mit 29 aktiven und 150 nicht aktiven Vulkanen, Geysiren und Lachs fressenden Braunbären. Die Halbinsel besticht durch ihre bizarre Schönheit und Einsamkeit, die aus der Vogelperspektive ihre volle Wirkkraft entfalten. Genauso wie "von oben" das Gedrängel auf der winzigen Insel Tjuleni richtig sichtbar wird: Tausende von Seebären, Seelöwen und Lummen tummeln sich hier auf wenigen Metern, während vor der Küste von Magadan bis Wladiwostok Orcas auf Jagd gehen. Dort, an der Grenze zu Nordkorea und fast schon in Sichtweite zu Japan, ist das Riesenreich zu Ende und Wladiwostok – das "San Francisco" Russlands – blickt auf Asien.

ZDFmediathek und YouTube

Alle drei Folgen der Dokumentationsreihe "Terra X: Russland von oben" sind vorab ab Samstag, 24. November, in der ZDFmediathek unter terra-X.zdf.de abrufbar.

Zu jedem Film gibt es auch ein Webvideo, das jeweils am Samstag vorab um 10.00 Uhr in der ZDFmediathek und am jeweiligen Sendetag, sonntags, um 12.00 Uhr auf dem YouTube-Kanal "Terra X Natur & Geschichte" veröffentlicht wird. Das Video ist zum Embedding mit Verweis auf Terra X für alle Interessierten freigegeben.

Fotos

Fotos sind erhältlich über ZDF Presse und Information, Telefon: 06131 – 70-16100, und über https://presseportal.zdf.de/presse/terrax

Weitere Informationen

terra-x.zdf.de

Alle drei Folgen der Dokumentationsreihe "Terra X: Russland von oben" sind vorab ab Samstag, 24. November 2018, in der ZDFmediathek unter terra-X.zdf.de abrufbar.

Zu jedem Film gibt es auch ein Webvideo, das jeweils am Samstag vorab um 10.00 Uhr in der ZDFmediathek und am jeweiligen Sendetag, sonntags, um 12.00 Uhr auf dem YouTube-Kanal "Terra X Natur & Geschichte" veröffentlicht wird. Das Video ist zum Embedding mit Verweis auf Terra X für alle Interessierten freigegeben.

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