Terra X: Spione im Tierreich

Zweiteilige Dokumentation

Die zweiteilige Dokumentation wartet mit einer außergewöhnlichen Filmtechnik auf: Mehr als 30 ultrarealistische Tierroboter werden, ausgestattet mit Mini-Kameras, bei Wildtieren ausgesetzt. Die technischen Wunderwerke imitieren Aussehen, Duft und Verhalten der Tiere so genau, dass sie von den meisten akzeptiert werden. So kommen die Kameras den Wildtieren hautnah. Durch diese außergewöhnlichen Kameraperspektiven finden sich die Zuschauer mitten in Rudeln, Herden oder Familien wieder und erleben Erstaunliches aus dem "Privatleben" der wilden Zeitgenossen. Die Dokumentation erklärt auch die innere Anatomie der Roboter.

  • ZDF, Montag, 1. Januar 2018, 19.15 Uhr / Sonntag 7. Januar 2018, 19.30 Uhr

Texte

Sendedatum, Stab, Inhalt

Montag, 1. Januar 2018, 19.15 Uhr, und Sonntag, 7. Januar 2018, 19.30 Uhr

Terra X: Spione im Tierreich

Zweiteilige Dokumentation

Buch und Regie: John Downer
Kamera: Rod Clarke, Philip Dalton, Stephen Downer, Richard Jones, Thomas Miller, Simon Niblett, Frederique Olivier, Michael W. Richards,
Neil Rettig (nur Folge 1), Roger Horrocks (nur Folge 2), Brian McClatchy (nur Folge 2)
Schnitt: Stuart Napier, Imogen Pollard

Ton: Paul Cowgill, Peter Davies, Owen Shirley

Musik: Will Gregory, BBC National Orchestra of Wales

Animatronics: John Nolan Studios

Robotics: Biorobotics Laboratory, EPFL, Switzerland, Masahiro Ishida

Produktion: Anna Thomas, Emma Balinger, Helen Drew
Series Producer: Philip Dalton, Matthew Gordon, Robert Pilley

Produzent: John Downer

Deutsche Fassung ZDF: Michael Leja
Schnitt: Walter Freund
Ton: Bruno Hebestreit
Redaktions-Assistenz: Martina Müller
Sprecher: Frank Glaubrecht
Produktion: Cora Szielasko-Schulz, Freda Wiethoff
Redaktion: Georg Graffe
Leitung der Sendung: Friederike Haedecke
Länge: 60' (Folge 1), 43'30 (Folge 2)

Das ZDF zeigt mit "Spione im Tierreich" eine zweiteilige Kompilation aus den besten und überraschendsten Storys des BBC-Vierteilers "Spy in the Wild" von John Downer. Im ZDF-Zweiteiler sind auch einige Passagen aus dem Making-of-Film "Meet the Spies" zu sehen. Drei zusätzliche Outtakes stehen als Clips online in der ZDFmediathek unter terra-x.zdf.de zur Verfügung.

Folge 1: Große Gefühle

Montag, 1. Januar 2018, 19.15 Uhr

Terra X: Spione im Tierreich - Große Gefühle

Bei den afrikanischen Wildhunden erlebt ein Roboter als "Undercover-Welpe" liebevolle Schmusestunden der großen Kinderschar mit ihren Eltern, aber auch bedrohliche Momente bei Angriffen von Löwen.

Zwischen den Zähnen hindurch schauen künstliche Krokodilbabys einer Panzerechse aus dem Maul, die als fürsorgliche Mutter den vermeintlichen Nachwuchs ins Wasser trägt. Lebendig scheinende Reiher- und Schildkröten-Imitate beobachten zwischen den Beinen einer Elefantenherde hingebungsvolle Zuwendung von Mutter, Tanten und Cousinen zu einem neugeborenen Elefanten.

Ob Babysitten, Mutterliebe und Trauer bei Languren, Sinn für Behaglichkeit und Hygiene bei Flusspferden und Warzenschweinen, zärtliches Küssen oder Freudentänze bei Präriehunden und viele andere nahezu unbekannte Verhaltensweisen bei Tieren - die Kameras der "Spionage-Roboter" sind stets direkt dabei und interagieren sogar mit ihrem lebendigen Gegenüber.

Folge 2: Schlaue Köpfe

Sonntag, 7. Januar 2018, 19.30 Uhr

Terra X: Spione im Tierreich - Schlaue Köpfe

Bei einem "Fake-Orang" muss man zweimal hinschauen, um ihn als Roboter zu erkennen. Er beobachtet lebendige Orang-Utans beim Nachahmen menschlicher Tätigkeiten wie dem Gebrauch von Seife oder dem Zersägen von Holz.

Künstliche Seeschildkröten und Kugelfische beschatten Delphine beim Drogenkonsum.

Ein täuschend echter Ara dokumentiert mit seiner Augenkamera, wie seine Artgenossen, Pekaris und Tapire Mineralerde als Nahrungsergänzungsmittel nutzen.

Mit Kameras präparierte Fische nehmen auf, wie sie selbst von Fregattvögeln gejagt und geschnappt werden, während ein fliegendes Tropikvogel-Double die Fischräuber aus der Luft filmt.

Ein künstliches Affenkind ist Zeuge bei Schwimmunterricht und Turmspringen von Rhesus-Makaken.

Ob bei Nüsse knackenden Kapuzineraffen, ob bei Muscheln brechenden See-Ottern oder bei eigensinnigen Elefanten-Babys - die Kameras der "Spionage-Roboter" sind stets direkt dabei und interagieren sogar mit ihrem lebendigen Gegenüber. Die genialen Apparate liefern Bilder, die zeigen: Bei vielen Tieren geht es privat nicht viel anders zu als bei Menschen.

Animatroniks – möglichst lebensecht aussehende, elektro-mechanisch bewegte Figuren – gibt es schon lange. Der Begriff kombiniert die englischen Wörter animation (= Lebhaftigkeit, Bewegung) und electronic (= Elektronik). Berühmte Kino-Helden wie Godzilla, T-Rex und viele Figuren aus Jurassic Park waren Animatroniks. Die Realisation derartiger Kunstwesen wird im Fiktion-Bereich mittlerweile weitestgehend durch computergenerierte Bilder (CGI) übernommen. Animatroniks, gekoppelt mit ausgeklügelten Kamera-Systemen, in Tier-Dokumentationen einzusetzen, gilt hingegen als geradezu revolutionär.

Der britische Tierfilmer, Regisseur und Produzent John Downer belauschte bereits in "Lions – Spy in the Den" (2000) das intime Rudelleben von Löwen mittels einer ferngesteuert fahrbaren, als Felsblock getarnten Kamera. Seither werden solche Kamera-Roboter auch "BoulderCam" (boulder = Felsblock) genannt. Downer verfeinerte seine BoulderCams für seine folgenden Produktionen weiter. So kamen schließlich in "Trek – Spy in the Wildebeest" (2007) als Schildkröte und Krokodil getarnte Kameras zum Einsatz. Downer bezeichnet solche Animatronik-Kameras als "Spy Creatures". Mit ihnen ist es ihm möglich, die Objektive hautnah bei den Tieren zu positionieren – auch in Bewegung. Dadurch entstehen ungewöhnliche Aufnahmen aus dem Blickwinkel der Beobachtungsobjekte – authentisch und nicht verfälscht durch eventuelle Störeffekte durch die Anwesenheit des Filmteams.

Mit "Spy in the Wild" (2017) hat John Downer in Zusammenarbeit mit dem Animatronic-Designer John Nolan die Entwicklung bislang auf die Spitze getrieben. John Nolan schuf für die vierteilige BBC-Sendereihe mehr als 30 verschiedene "Spy Creatures" – ultra-realistische Animatroniks, die optisch, olfaktorisch und manche auch akustisch von ihren lebendigen Pendants kaum zu unterscheiden sind. Intensive Bewegungsstudien gingen der Konstruktion voraus. Anschließend wurden das metallene Innenskelett und die Außenhaut hergestellt. Bis zu 36 Stellmotoren sorgen für die arttypischen Bewegungsweisen bis hin zur Gesichtsmimik. Die Entwicklung einer einzigen "Spy Creature" nahm mehrere Monate in Anspruch. Am höchst entwickelten Animatronik, dem erwachsenen Orang-Utan in Lebensgröße, arbeiteten 12 bis 14  Spezialisten für Modellierung, Engineering, Programmierung, Mimik, Haut, Fell, Farbe etc. Manche der täuschend echt wirkenden Roboter konnten während der Dreharbeiten mit ihren lebendigen Artgenossen kommunizieren. Fast alle wurden von den Tieren zumindest nicht als störend wahrgenommen, oft sogar mit Interesse untersucht und manchmal anscheinend als Ihresgleichen akzeptiert. So entstanden einmalige Aufnahmen, die mit anderen Kameras nicht möglich gewesen wären.

Das ZDF zeigt mit "Spione im Tierreich" eine zweiteilige Kompilation mit den besten und überraschendsten Storys des BBC-Vierteilers "Spy in the Wild" von John Downer. Im ZDF-Zweiteiler sind auch einige Passagen aus dem Making-of-Film "Meet the Spies" zu sehen. Drei zusätzliche Outtakes stehen als Clips online in der ZDFmediathek unter terra-x.zdf.de zur Verfügung.

Fotos sind erhältlich über ZDF Presse und Information, Telefon: 06131 - 70-16100, und unter https://presseportal.zdf.de/presse/terrax

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