Terra X: Tatort Steinzeit

Deutschland vor 7000 Jahren

Archäologen finden an Skeletten aus frühen Epochen wie der Steinzeit immer wieder Spuren von Gewalt, die in diesem Ausmaß lange unbekannt waren. Welche Veränderungen in der Lebensweise der Menschen in dieser Zeit führten zu Konflikten, die so brutal ausgetragen wurden? Ausgehend von Funden prähistorischer Massengräber in Baden-Württemberg, Rheinland-Pfalz und Niederösterreich entwirft der Film das Panorama einer Epoche, in der Menschen erstmals auf dem Gebiet des heutigen Deutschlands sesshaft wurden.

  • ZDF, Sonntag, 15. September 2019, 19.30 Uhr
  • ZDF Mediathek, ab Mittwoch, 11. September 2019, 10.00 Uhr

    Texte

    Sendedatum, Stab, Inhalt

    Sonntag, 15. September 2019, 19.30 Uhr

    Terra X: Tatort Steinzeit

    Dokumentation

    Buch: Stefan Schulze, Friedrich Steinhardt
    Regie: Gabriele Wengler
    Kamera: Namche Okon, Hans Jakobi, Thomas Bresinsky, Holger Neuhäuser
    Schnitt: Jan-Philipp Stahl
    Fachberatung: Christian Meyer
    Sprecher: Tom Vogt
    Produktionsleitung: Kerstin Schönborn (ZDF), Freda Wiethoff (ZDF), Hendrik Niklas (Caligari Film)
    Producer: Friedrich Steinhardt
    Produzentin: Gabriele M. Walther
    Produktion: Caligari Film- und Fernsehproduktions GmbH
    Redaktion: Georg Graffe
    Länge: 43'30''

    2013 entdeckten Forscher bei Halberstadt in Sachsen-Anhalt ein Massengrab mit elf Skeletten aus der Jungsteinzeit. Spuren an den Knochen zeugen von gezielter Tötung von Gefangenen. Sie zeigen , dass die Auseinandersetzungen der frühen Ackerbauern mit großer Brutalität geführt wurden. In anderen Teilen Deutschlands wurden ähnliche Gräber gefunden. Die Menschen scheinen alle zur selben Zeit brutal ermordet worden zu sein. Was ist hier vor knapp 7000 Jahren passiert?

    Wissenschaftler sprechen von der "neolithischen Revolution", als sich Menschen etwa 9000 vor Christus im Gebiet des Fruchtbaren Halbmonds erstmals dauerhaft an einem Ort niederließen. Ungefähr 5500 Jahre vor Christus erreichte diese radikale Veränderung in der Lebensweise der Menschen auch Europa und erstreckte sich über ein Gebiet von der heutigen Ukraine im Osten bis zum Pariser Becken im Westen. Wo sich vorher noch Jäger und Sammler am Vorrat der Natur bedienten, wurden jetzt Hütten gebaut, Getreide kultiviert und Tiere gezüchtet. Siedlungen wuchsen, und der Handel florierte.

    Aber die Sesshaftwerdung führte offenbar zu neuartigen Konflikten. Erstmals in der Geschichte entstand Privateigentum in einem Umfang, wie ihn die nomadisierenden Jäger und Sammler nicht kannten: Landbesitz, Häuser, Viehherden und so weiter. Mit dem Anspruch auf Eigentum schlich sich auch – das scheint die Botschaft der Massengräber zu sein – die Kehrseite des Besitzes ein: die Bereitschaft, ihn mit Gewalt gegen den Zugriff anderer zu verteidigen.

    Starke Klimaschwankungen am Ende der Jungsteinzeit, die auf Ernteausfälle und Notstände hinweisen, verstärkten die Konflikte.

    Am Beispiel der Funde von Halberstadt und anderer Massengräber rekonstruiert die Dokumentation das Leben der Menschen vor 7000 Jahren. Viele Fakten überraschen, etwa die Zeugnisse eines schon existierenden Fernhandels, technische Fertigkeiten und Kenntnisse sowie die Hinweise auf eine komplexe Religion. Angelegt als kriminalistische Spurensuche bringt der Film dem Zuschauer eine kaum bekannte, aber enorm folgenreiche Epoche der Menschheitsgeschichte in ihrer ökonomischen, sozialen und spirituellen Komplexität nahe.

    ZDFmediathek und YouTube

    Der Film ist ab Mittwoch, 11. September 2019, 10.00 Uhr, in der ZDFmediathek unter terra-x.zdf.de zu finden.

    Zur Dokumentation gibt es auch ein Webvideo, das am Samstag, 14. September, um 10.00 Uhr in der ZDFmediathek und am Sonntag, 15. September 2019, auf dem YouTube-Kanal "Terra X Natur & Geschichte" https://www.youtube.com/c/terra-x veröffentlicht wird.

    Alle Filme in der ZDFmediathek und bei YouTube sind zum Embedding mit Verweis auf "Terra X" für alle Interessierten freigegeben. Weitere Informationen: https://ly.zdf.de/Lai/.

    Fotos

    Fotos sind erhältlich über ZDF Presse und Information, Telefon: 06131 – 70-16100, und über https://presseportal.zdf.de/presse/terrax

    Weitere Informationen

    "Terra X" in der ZDFmediathek: https://terra-x.zdf.de

    "Terra X" bei YouTube: https://youtube.com/c/terra-x

    "Terra X" bei Facebook: https://facebook.com/ZDFterraX

    "Terra X" bei Instagram: https://instagram.com/terraX

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