Terra X: Ungelöste Fälle der Archäologie

Zweiteilige Dokumentation mit Harald Lesch

Seit Jahrtausenden versuchen Menschen den Verfall des menschlichen Körpers nach dem Tode aufzuhalten. Weltweit stoßen Forscher immer wieder auf Mumien. In der ersten Folge beleuchtet Harald Lesch die Sehnsucht nach dem ewigen Leben.

Die Landkarte der Geschichte hat noch weiße Flecken. So gibt das sagenumwobene Atlantis seit Jahrhunderten Rätsel auf. Das untergegangene Inselreich ist nur eine von unzähligen "verlorenen Welten", die Entdecker, Forscher und Archäologen in Atem halten. In der zweiten Folge begibt sich Harald Lesch auf die Suche nach legendären Stätten und untergegangenen Reichen.

  • ZDF, Sonntag, 7. und 14. Februar 2021, jeweils 19.30 Uhr
  • ZDF Mediathek, ab Mittwoch, 3. Februar 2021

Texte

Folge 1: Mumien

Sonntag, 7. Februar 2021, 19.30 Uhr

Terra X: Ungelöste Fälle der Archäologie
Zweiteilige Dokumentation mit Harald Lesch

Film von Gisela Graichen und Peter Prestel

1. Mumien

Seit Jahrtausenden versuchen Menschen, den Verfall des menschlichen Körpers nach dem Tode aufzuhalten. Dabei gehen sie die unterschiedlichsten Wege. Allen gemein scheint die Vorstellung, dass mit der Existenz des Körpers ein Weiterleben nach dem Tod gesichert wird.

Egal ob im alten Ägypten, in Mittel- oder Südamerika oder in Russland - Mumien sind überall zu finden. Für die Pharaonen war die Erhaltung des Leichnams Grundvoraussetzung für ein Weiterleben im Jenseits. Über drei Jahrtausende perfektionierten sie die Kunst der Mumifizierung. Schließlich mumifizierten sie nicht nur die Tiere, die ihren Göttern heilig waren, sondern auch das Fleisch für die Verpflegung im Jenseits. 

Sie verwendeten vor allem Natronsalz, das dem Körper alle Feuchtigkeit entzieht. Das Gehirn sowie alle inneren Organe wurden entfernt, da die Verwesung zuerst bei ihnen einsetzt. Nur das Herz wurde im Körper belassen, da es beim Totengericht die überlebenswichtigen Fragen des Totengottes beantworten musste. 

Die Mumie, die bis heute die meisten Fragen aufwirft, ist die Mumie der chinesischen Lady Dai. Die Gemahlin eines chinesischen Adligen wurde nach ihrem Tod in eine Flüssigkeit gelegt, deren Ingredienzen noch heute nicht vollständig bestimmt sind. Das Besondere an dieser Mumie ist: Noch Jahrtausende nach dem Tod der Marquise, die im 2. Jahrhundert vor Christus starb, wurde in ihren Adern Blut gefunden, und die inneren Organe waren in einem erstaunlich guten Zustand, so als wäre sie erst kürzlich gestorben. Zudem waren ihre Gelenke noch immer beweglich und die Haut elastisch. 

Sehr viel jünger, aber ebenso mit Fragen behaftet, ist die Mumie eines buddhistischen Mönchs in Russland. Nach Ansicht seiner Glaubensbrüder lebt Hambo Lama Daschi-Dorscho Itigelow auch noch fast 100 Jahre nach seinem Tod weiter. Als Itigelow 1927 starb, ließ er sich im Lotussitz hockend in einer Kiste aus Zedernholz und mit Salz bedeckt bestatten. Er verfügte, dass sein Leichnam nach einigen Jahren exhumiert werden sollte. Als dies 1955 zum ersten Mal geschah, stellte man keine Anzeichen von Verwesung fest. Das gleiche wurde bei der zweiten Exhumierung 1973 beobachtet. 2002 wurde der Leichnam zum dritten Mal exhumiert und die Ergebnisse erstmals veröffentlicht. Ein Forscher stellte bei dieser dritten Exhumierung fest, dass der Körper in einem Zustand ist, als sei er erst vor wenigen Stunden verstorben. Für seine Mitbrüder aber lebt Itigelow bis heute und wird als heilige Person verehrt. An hohen buddhistischen Feiertagen ist die Mumie auch für Besucher des Klosters zugänglich und darf sogar berührt werden. 

Geheimnisumwittert sind auch die sogenannten weißen Mumien aus Nazca, die in der Nähe der weltberühmten Nazca-Linien in Peru gefunden wurden. Geklärt ist hingegen die Frage nach der Herkunft einer Mumie auf einem niedersächsischen Dachboden im Jahre 2013.

Folge 2: Verlorene Welten

Sonntag, 14. Februar 2021, 19.30 Uhr

Terra X: Ungelöste Fälle der Archäologie

Zweiteilige Dokumentation mit Harald Lesch

Film von Gisela Graichen und Peter Prestel

2. Verlorene Welten

Seit der griechische Philosoph Platon Atlantis vor mehr als 2000 Jahren erstmals erwähnte, beschäftigten sich Wissenschaftler mit der Frage, ob es die Seemacht, die über große Teile Europas und Afrikas geherrscht haben soll, überhaupt je gab.

Real ist hingegen das "deutsche Atlantis": Im äußersten Norden Deutschlands suchen Archäologen mitten im Wattenmeer nach den Überresten der Handelsmetropole Rungholt, die, zusammen mit einem ganzen Landstrich, im 14. Jahrhundert bei einer verheerenden Sturmflut in den Fluten der Nordsee verschwand. Nur bei Ebbe können die Forscher das ehemalige Siedlungsgebiet vermessen und etwaige Funde bergen.

Seit ihrer Erbauung zugänglich und trotzdem für Jahrhunderte so gut wie vergessen war eine der spektakulärsten Stätten des Inkareiches: Machu Picchu, erbaut auf dem Gipfel des gleichnamigen Berges in 2430 Metern Höhe. Lange suchten Wissenschaftler eine Antwort auf die Frage, warum die Inka gerade dort eine Stadt errichteten. Ist die relative Unzugänglichkeit in luftiger Höhe der einzige Grund, oder gibt es vielleicht noch andere Erklärungsmöglichkeiten?

In Kappadokien suchten die Bewohner nicht auf, sondern unter den Bergen Schutz vor ihren Feinden. Bereits seit vorgeschichtlicher Zeit trieben die Menschen hier Höhlen in den weichen Tuffstein. Besonders ab dem 4. Jahrhundert entstanden so riesige Höhlensysteme, in denen zwischen 3000 und 30.000 Menschen lebten. Über 100 Meter dringen die Schächte zum Teil in das Erdinnere vor. Archäologen vermuten, dass es mancherorts bis zu 19 Stockwerke tief nach unten geht. Wer genau sie wann angelegt hat, ist noch nicht vollständig erforscht.

Fragen wirft auch der Ursprung der sogenannten Baigong-Rohre in China auf. Der Öffentlichkeit erst seit 2002 bekannt, wird ihr Alter auf circa 150.000 Jahre geschätzt. Manche wollen in ihnen gar Artefakte von Außerirdischen sehen.

Ebenso rätselhaft, aber sehr viel jünger ist die sogenannte Megalithkultur, die im frühen 5. Jahrtausend vor Christus begann, tonnenschwere Steinmonumente zu errichten. Ihr besonderes Markenzeichen sind Menhire, riesige Steine mit bis zu 150 Tonnen Gewicht. Etwas mehr als 1000 Jahre später entstand auf dem südamerikanischen Kontinent mit Caral die bisher älteste bekannte Stadt der Neuen Welt. Begrenzt durch sechs pyramidenförmige Anlagen, entwickelte sich die Stadt wahrscheinlich zu einem regen Handlungszentrum. Doch um 1600 vor Christus verließen die Bewohner ihre Stadt, die erst Anfang des 20. Jahrhunderts wiederentdeckt wurde. 

"Terra X" in der ZDFmediathek und bei Youtube

Beide Folgen sind ab Mittwoch, 3. Februar 2021, in der ZDFmediathek unter terra-x.zdf.de abrufbar. Die erste Folge steht ab Sonntag, 7. Februar 2021, auch auf dem YouTube-Kanal "Terra X Natur & Geschichte" youtube.com/c/terra-x zur Verfügung.

Zum zweiten Teil gibt es auch ein Webvideo, das am Samstag, 13. Februar, 10.00 Uhr, in der ZDFmediathek und am Sonntag, 14. Februar, auf dem YouTube-Kanal youtube.com/c/terra-x veröffentlicht wird. 

Alle Filme in der ZDFmediathek und bei YouTube sind zum Embedding mit Verweis auf "Terra X" für alle Interessierten freigegeben. 

Fotohinweis

Fotos sind erhältlich über ZDF Presse und Information Telefon: 06131 – 70-16100, und unter https://presseportal.zdf.de/presse/terrax 

Weitere Informationen

"Terra X" in der ZDFmediathek: terra-x.zdf.de

"Terra X" bei YouTube: youtube.com/c/terra-x

"Terra X" bei Facebook: facebook.com/ZDFterraX

"Terra X" bei Instagram: instagram.com/terraX

"Terra X"-Clips unter Creative-Commons-Lizenz: TerraX-CC.zdf.de

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