Tief durchatmen, die Familie kommt

Der Fernsehfilm der Woche

Weihnachten wie jedes Jahr – die Eltern, die Schwiegermama, Bruder und Schwägerin, Kind und Kegel sitzen im Wohnzimmer. Alte Konflikte kommen zum Vorschein  und das Chaos steigert sich. Und Gundula (Andrea Sawatzki) und Gerald (Axel Milberg) fragen sich: Wie macht man dem bloß ein Ende?

  • ZDF, Montag, 21. Dezember 2015, 20.15 Uhr

Texte

Die geliebte Familie - ein chaotischer Alptraum?

Weihnachten wie jedes Jahr – die Eltern, die Schwiegermama, Bruder und Schwägerin, Kind und Kegel sitzen im Wohnzimmer. Es muss gekocht werden. Der Gin Tonic geht schnell aus. Alte Konflikte kommen zum Vorschein und werden mit Inbrunst ausgetragen. Das Chaos steigert sich bis zur Implosion. Wie macht man dem Chaos bloß ein Ende? Lieber ein Ende mit Schrecken, denken sich Gundula und Gerald; aus Fehlern kann man ja lernen...

Vivian Naefe hat für diese turbulente Weihnachtskomödie ein fulminantes, spielfreudiges Schauspielerensemble gesucht und gefunden. Neben Andrea Sawatzki überzeugen Axel Milberg, Günther Maria Halmer, Judy Winter, Christine Schorn, Stephan Grossmann und Eva Löbau als geliebt-gehasste Nervensägen-Familie. Mit Verve und Vitalität verkörpern sie ihre Figuren, lebendig, glaubwürdig und dem Leben abgeschaut!

Andrea Sawatzki schrieb den gleichnamigen Roman, der die Grundlage für das Drehbuch des Films bildet. Und sie verkörpert ihre Hauptfigur, die chaotische Gundula Bundschuh, auch selbst!

Gabriele Heuser, Redaktion Fernsehfilm I

Stab und Besetzung

Buch   Mathias Klaschka nach dem Roman von Andrea Sawatzki
Regie Vivien Naefe
KameraPeter Döttling
SzenenbildPatrick Steve Müller
MusikMartin Probst
SchnittRobert Rzesacz
ProduktionZiegler Film, Berlin
ProduzentenRegina Ziegler und Gabriele Lohnert
RedaktionGabriele Heuser
Länge89'32 Minuten
Rollen / Darsteller
GundulaAndrea Sawatzki
GeraldAxel Milberg
Ilse Christine Schorn
EdgarGünther Maria Halmer
SusanneJudy Winter
Hadi Stephan Grossmann
RoseEva Löbau
MatzClaudio Schulte
RicardaAmber Marie Bongard
Herr Mussorksi Uwe Ochsenknecht
und andere

Inhalt

Wie jedes Jahr feiern Gerald und Gundula gemeinsam mit der Familie Weihnachten. Doch Heiligabend entwickelt sich zum Desaster, bei dem Gundula die Nerven verliert.

Zwei köstliche Bio-Enten, Harmonie und gute Gespräche. So hat Gundula sich Weihnachten mit ihrer Familie vorgestellt.

Dass ihre Mutter und ihre Schwiegermutter die alten Geschichten aufwärmen würden und ihr Mann Gerald nicht mal in der Lage ist, den Christbaum aufzustellen, damit war nicht zu rechnen.

Gerald hatte von Anfang an keine Lust auf Weihnachten mit der Familie. Gundulas religiöser Bruder Hadi und Gattin Rose gehen ihm notorisch auf die Nerven. Dass Heiligabend aber insgesamt so aus dem Ruder laufen würde, das hätte selbst Gundula nicht gedacht. Hadi und Rose werden vom Weihnachtsmann überfallen, die Tochter verweigert das Familienessen, Vater Edgar kämpft mit seiner leichten Alzheimer-Erkrankung, Mutter Ilse zankt sich mit Geralds Mutter Susanne – kurz, es ist eigentlich so wie jedes Jahr. Die einzige echte Überraschung ist, dass Gundulas handfeste Ehekrise angesichts dieses Weihnachtsdesasters nochmal deutlich an Schärfe zunimmt. Gundula und Gerald streiten sich. Und die Verwandtschaft reist ab, nur Papa Edgar darf bleiben.

Fröhliche Weihnachten!

Vom Glück der Produzentin - von Regina Ziegler

Als mir Andrea Sawatzki – sie wohnt zwei Häuser weiter -  die Druckfahnen zu ihrem Roman "Tief durchatmen, die Familie kommt" in die Hand drückte, habe ich die Geschichte natürlich sofort gelesen. Ich war beeindruckt, weil Andrea eine so wunderbare Komödie geschrieben hatte. Unmittelbar nach meiner Lektüre habe ich Sie um eine Option für die Verfilmungsrechte gebeten, die sie mir auch gleich erteilte. Wir sind sofort einig geworden.

Nachdem ich mit "Pommery und Putenbrust", der 2004 als Weihnachtsfilm im ZDF lief, einen großen Erfolg gelandet hatte, lag es nahe, mit "Tief durchatmen…" noch einmal so einen Versuch zu machen. Mein Instinkt hatte mich offenbar nicht im Stich gelassen. Reinhold Elschot war von meinem Vorschlag sehr angetan und gab grünes Licht. Mit meinen Kolleginnen Gabriele Heuser (Redaktion) und Gabriele Lohnert (Produzentin) ist nun ein Film entstanden, an dem eigentlich alles stimmt: das Buch, die Regie, die Besetzung und die Temperatur. Soviel Glück haben auch erfahrene Produzenten nicht jeden Tag.

Inzwischen hat Andrea Sawatzki den Folgeroman der Familie Bundschuh geschrieben; unter dem Titel "Von Erholung war nie die Rede" setzen sich die humorvollen Abenteuer in einer gemeinsamen Urlaubsreise fort. Wenn daraus eine neue Familienreihe entstehen könnte, wäre das Glück der Produzentinnen unglaublich!

Keine gefallsüchtige Harmonie - Interview mit Romanautorin und Hauptdarstellerin Andrea Sawatzki

Wie entstand die Idee zu Ihrem Roman?

Ich wollte ursprünglich eine Ehegeschichte schreiben. Zwei Menschen, die sich auseinandergelebt haben und nicht mehr zusammenfinden. Dazu brauchte ich aber Störfaktoren von außen, und da kam mir die Familie gerade recht. Ich vergleiche die Situation bei diesem Weihnachtsfest gerne mit einem Wespenschwarm, den man in ein Einmachglas gesperrt hat.

Ist Ihnen die Figur Gundula vertraut oder eher nicht?

Ja, die Gundula ist mir nah. Manche Frauen setzen sich oft selbst unter gewaltigen Druck. Dieser unerfüllbare Traum nach Perfektion, die Kontrollsucht, die Sehnsucht nach Harmonie. Da kommt das eigene Leben manchmal zu kurz. Ich habe die Möglichkeit, beruflich ab und zu auszubrechen. Gundula jedoch ist an die Familie, an ihr Zuhause und an die unglückliche Ehe gebunden.

Wie ist es, eine Figur zu spielen, die Sie selbst erfunden haben?

Es ist auf jeden Fall merkwürdig, eine Figur zu spielen, die man gut zu kennen glaubt. Aber da ich das Drehbuch nicht geschrieben habe, war die Gundula dann doch etwas verfremdet und neu definiert. Auch habe ich beim Schreiben des Romans kein Bild der Gesichter vor mir gehabt. Nur durch Schauspieler werden sie zu richtigen Menschen.

Wie gefällt Ihnen der Film?

Ich mag den Film. Zumindest wiedersetzt er sich konsequent gefallsüchtiger Harmonie. Die Schauspieler sind klasse, es ist ein großartiges Ensemble zusammengekommen, das sich unter Vivien Naefes Regie herrlich austoben konnte. Kamera, Maske, Kostüm, Szenenbild - alles ist toll.

Welche neuen Projekte verfolgen Sie momentan?

Gegenwärtig drehe ich eine herrliche schräge Komödie für das ZDF. Regie führt die großartige Sylke Enders. Ansonsten hoffe ich, dass wir nach "Tief durchatmen..." den zweiten Teil auch drehen können. Da fahren alle zusammen in die Ferien. Zumindest das Drehbuch wäre fertig. Gerade arbeite ich am dritten Teil.

Und ich habe den Thriller "Der Blick fremder Augen" geschrieben. Da gibt es eine Kommissarin, Melanie Fallersleben, die in meinem Alter ist.

Mit der Autorin und Hauptdarstellerin sprach Gabriele Heuser

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