Copyright: ZDF/Susanne Schramke
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Über Land

Heimatgeschichten

Bayerisch unterhaltsam: Das ZDF zeigt eine weitere Folge der Reihe "Über Land" in Spielfilmlänge. Richter Hans Bachleitner (Harald Krassnitzer) muss sich wieder mit kuriosen Fällen im bayerischen Amtsgericht auseinandersetzen – eine Schwangere möchte den Erzeuger ihres Kindes finden, und ein Dorfbewohner muss sich wegen irrer Raserei verantworten. Nebenbei kümmert sich Bachleitner um seine Fahrerin Frieda (Maria Simon), die versehentlich mit den Gesetzeshütern in Konflikt gerät.

  • ZDF, Karfreitag, 10. April 2020, 21.15 Uhr
  • ZDF Mediathek, Ab 9. April 2020, 10.00 Uhr, für drei Monate

Texte

Krimiunterhaltung am Karfreitag

Franz X. Bogners Reihe "Über Land" hat einen neuen Richter: Harald Krassnitzer verkörpert Hans Bachleitner, der nach dem Tod seines Vorgängers dessen liegengebliebene Fälle übernehmen muss. Hans Bachleitner "erbt" von ihm nicht nur die Akten, sondern auch seine Fahrerin. So treffen wir wieder auf Frieda Mirko (Maria Simon): Jene Frau, die im Namen der Justiz auf den Straßen Bayerns unterwegs ist, sich in dieser Funktion aber aufgrund ihrer eigenen Vergangenheit nicht immer wohl fühlt.

Hans Bachleitner tritt sein neues Amt direkt in Spielfilmlänge an. Damit setzen wir am Karfreitag bewusst auf Krimiunterhaltung ohne Mord und Totschlag – sondern eben auf "Kleine Fälle".

Nina Manhercz
HR Fernsehfilm / Serie II

Stab, Besetzung und Inhalt 

Buch und Regie          Franz X. Bogner 
KameraKay Gauditz
SchnittMelanie Landa
SzenenbildMartin Schreiber 
KostümeBirgitta Lohrer-Horres
Musik Dominik Giesriegl, Michael Lauterbach
TonLutz Pape, Till Ortner-Zintel
Produktion mecom fiction GmbH
Herstellungsleitung Fabian Post 
ProduktionsleitungGeorge Hiller 
ProducerinNina Rothermund
ProduzentenHeike Richter-Karst
RedaktionNina Manhercz
Längeca. 88 Minuten

         

Die Rollen und ihre Darsteller

Hans Bachleitner Harald Krassnitzer
Frieda MirkoMaria Simon
Dr. Bettina SchackSuzanne von Borsody 
Albert RösslerJohannes Allmayer
Rosalinde Schwan Katja Studt
Rüdiger Thure Riefenstein
Milan TornicFranz-Xaver Brückner 
Nick Zwerenz Michele Oliveri 
Kathi SteinmeierVanessa Eckart 
Titus Breil   Florian Brückner
Peter Kogel Maximilian Laprell
Lothar Hajek Dominik Maringer
Anna Halbinger  Angela Ascher
Philipp KirchnerWowo Habdank
Hubertus Müller-HauserOliver Clemens 
Protokollführerin Sara Sommerfeldt 
Flavio  Jonathan Beck
Rezeptionistin Teresa Sperling
und andere

                                                                       

Inhalt

Im bayerischen Amtsgericht werden erneut skurrile Fälle behandelt: Eine Schwangere möchte den Erzeuger ihres Kindes finden, und ein Dorfbewohner muss sich wegen irrer Raserei verantworten. Nebenbei muss sich der neue Richter Hans Bachleitner auch noch um seine Fahrerin Frieda Mirko kümmern, die versehentlich in Konflikt mit den Gesetzeshütern gerät. Mit zwei Vorstrafen im Gepäck hat Frieda schlechte Karten.

In seinem ersten Fall muss Hans Bachleitner über die Klage einer schwangeren Frau entscheiden, die einen folgenschweren One-Night-Stand in einem Hotel hatte. Sie kennt lediglich den Vornamen des Mannes – doch der Hoteleigentümer verweigert die Herausgabe der Daten. Wütend über Hans Bachleitners Vorgehen in dem Fall reagiert Frieda Mirko ihre Wut an einer halbvollen Bierdose ab und trifft damit ausgerechnet einen Polizisten an der Stirn. Für Frieda eine Bagatelle, nicht aber für Polizei und Staatsanwaltschaft. Auch der zweite, vermeintlich "kleine" Fall entpuppt sich als vielschichtig und führt Bachleitner schließlich auf die Spur vieler weiterer Vergehen.

Kleine Fälle, ganz groß!

Statement der Produzentin Heike Richter-Karst

Franz X. Bogner – ein Regisseur mit Charme und Finesse. Dies stellt er auch dieses Mal in der neuen Folge “Kleine Fälle“ aus der Reihe "Über Land" in 90 Minuten unter Beweis. Seine einzigartige Fähigkeit, Figuren in alltäglichen Situationen durch Humor und Authentizität dem Zuschauer nahe zu bringen, ist unverkennbar und zeichnet dieses Unterhaltungsformat aus – für uns als Produzenten, ein großes Glück und eine tolle Herausforderung.

F. X. Bogner überlässt nichts dem Zufall. Vielmehr ist es seine Genauigkeit im Detail, durch die eine unvergleichbare Atmosphäre beim Zuschauen entsteht. Die großartigen Schauspieler, allen voran Harald Krassnitzer als Richter Bachleitner, Maria Simon als Frieda und Suzanne von Borsody als Gerichtspräsidentin Dr. Bettina Schack, scheinen seine Dialoge regelrecht einzuatmen. Somit kann der Zuschauer wie selbstverständlich in die Welt und die Fälle des Richters Bachleitner eintauchen, der gewitzt und mit viel Eigensinn das Gesetz vertritt.

Immer ein Gerichtsfall aus der Realität

Statement von Franz X. Bogner

Um gute Unterhaltung zu machen, braucht man, wie ein amerikanisches Sprichwort sagt, drei Dinge: Ein gutes Buch, ein gutes Buch und ein gutes Buch. Das meint: Die Figuren müssen stimmen, man muss ihnen das glauben, was sie tun, wie unterschiedlich sie auch sind und zueinander agieren. Und dann muss die Geschichte selbst stimmen.

Da haben wir den Vorteil, dass es sich um eine Gerichtsreihe handelt. Vorteil deshalb, weil im Handlungsmittelpunkt immer ein Gerichtsfall steht, der aus der Realität stammt. Der Fall ist zwar bearbeitet, hat aber im Wesentlichen einmal so stattgefunden und wirkt deshalb authentisch. Ich habe bei allen 147 Folgen der Serie "Café Meineid" (die ich vor Jahren für den BR gemacht habe) nur zweimal  einen Fall hergenommen, der aus juristischer Sicht und Finesse konstruiert war. Man hat letzten Endes das Künstliche gemerkt. Scheinbar muss alles, was in einem Film vor Gericht stattfindet, schon einmal gelebt sein.

In "Kleine Fälle" fährt Richter Hans Bachleitner "Über Land", um in den Bergen zwei Fälle zu verhandeln. Zum einen den einer schwangeren Frau, die nach einem One-Night-Stand den dazugehörigen Partner und Vater des Kindes sucht. Richter Hans Bachleitner findet eine außergerichtliche Lösung, um der Frau zu ihrem Glück zu verhelfen. Im zweiten Fall muss er sich mit lokalen Verhältnissen rumschlagen. Ein junger Bursche hat eine extreme Geschwindigkeitsüberschreitung begangen: 160 statt 80 Kilometer pro Stunde Hans Bachleitner kommt schnell dahinter, dass der Freund des Angeklagten gefahren ist. Zur gleichen Zeit wird seine Fahrerin Frieda verhaftet. Das zwingt den Richter, dazubleiben. Er deckt schlimme kriminelle Machenschaften auf und beweist seinen Wahlspruch: "Ich mag kleine Fälle, weil da manchmal das große Böse dahintersteckt".

"Witzige Situationen und humorvolle Wechselspiele"

Interview mit Harald Krassnitzer und Maria Simon

Frieda Mirko bekommt mit Richter Hans Bachleitner einen neuen Vorgesetzten. Wie würden sie das Verhältnis der beiden beschreiben?

Harald Krassnitzer: Das Verhältnis könnte man als angespannt bezeichnen – im Sinne von neugierig, mit einer gewissen Zurückhaltung, aber auch Offenheit: ein eher ambivalentes Verhältnis, das aber im Wesentlichen von Zuneigung geprägt ist.

Maria Simon: Anfänglich ist Frieda forsch und unkontrolliert, misstrauisch – bis sich das Verhältnis auf Augenhöhe entwickelt und Vertrauen möglich ist.

Harald Krassnitzer: Das liegt wahrscheinlich daran, dass sie – ohne es am Anfang zu wissen – am Ende feststellen, dass sie eine gewisse gemeinsame Geschichte haben.

Herr Krassnitzer, Hans Bachleitner ist ein Freund des verstorbenen Max Althammer. Was für ein Typ ist Hans
Bachleitner? Beschreiben Sie ihn kurz.

Harald Krassnitzer: Hans Bachleitner ist ein Mensch mit einem ausgeprägten Gerechtigkeitssinn. Er weiß mit der Grundlage des Gesetzbuches umzugehen und findet im Dschungel der Paragraphen immer den richtigen Weg. 

Frau Simon, verändert sich Ihre Rolle durch die neue Figur Hans Bachleitner?

Maria Simon: Frieda bleibt weiter die Wahrhaftigkeit in Person, der sympathische Rebell, der die Legislative aufmischt und immer hinterfragt. Auch den Bachleitner.

Herr Krassnitzer, Sie sind Österreicher. Frau Simon, Sie stammen aus der ehemaligen DDR. Hand aufs Herz: Was passiert, wenn ein Österreicher und eine Berlinerin in der bayerischen Provinz aufeinandertreffen?

Maria Simon: Eine ganze Menge Leben…

Harald Krassnitzer: Wir haben vielleicht die ein oder andere sprachliche Verwirrung, aber im Grunde genommen sind wir in unserer Haltung gleich. Das birgt natürlich viele witzige Situationen, humorvolle Wechselspiele und Möglichkeiten.

Frau Simon, Sie standen erneut für "Über Land" vor der Kamera. Sie, Herr Krassnitzer, sind neu dabei. Wie waren die Dreharbeiten, und was schätzen Sie aneinander?

Harald Krassnitzer: Die Dreharbeiten empfand ich als sehr wohltuend. Mit Maria zu drehen war immer neu und spannend, weil sie so ein freier, offener, neugieriger und abenteuerlicher Mensch ist. Sie hat nicht immer von Grund auf eine Lösung parat, sondern probiert aus. Das bereichert das Spiel sehr. Mit ihr zu arbeiten war sehr angenehm und lustig – auf einem hohen Niveau der Uneitelkeit.

Maria Simon: Es war unsere erste gemeinsame Produktion in dieser Konstellation. Ich bin sehr dankbar: erstens für die Arbeit an sich mit dem Regisseur Franz X. Bogner und für die schöne Rolle. Und zweitens dafür, dass es mir viel Freude macht mit Harald zu spielen. Wir begegnen uns wirklich im Spiel, und das ist kostbar. Er ist ein feiner Mensch, tiefsinnig und wahnsinnig gebildet, fair und mitfühlend.

Harald Krassnitzer: Und mit Franz X. Bogner haben wir einen Regisseur und Drehbuchautor, der sehr in den Mikrokosmos der Menschlichkeit hineingeht, gepaart mit einer guten Portion Humor. Für mich war es eine Premiere und eine große Freude für ihn zu spielen.

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