Matthias Fornoff und Bettina Schausten führen durch die Live-Sendung "Wahlen in Baden-Württemberg und Rheinland-Pfalz". Foto: ZDF/Simon Vu
Matthias Fornoff und Bettina Schausten führen durch die Live-Sendung "Wahlen in Baden-Württemberg und Rheinland-Pfalz". Foto: ZDF/Simon Vu

Wahlen in Baden-Württemberg und Rheinland-Pfalz

Wahl 2021 im ZDF

Sechs Landtags- und eine Bundestagswahl – das Superwahljahr hat begonnen: Am 14. März 2021 starten Baden-Württemberg und Rheinland-Pfalz – auch ein erstes Stimmungsbild für die Bundestagswahl. Zudem sind es die ersten Wahlen in Pandemie-Zeiten: Kein Straßenwahlkampf, alles auf Abstand und digital. Wie schaffen es die Parteien, ihre Wähler zu mobilisieren? Für die Amtsinhaber könnte es ein Vorteil sein – sie sind in diesen Zeiten immer präsent. Das ZDF berichtet am Wahlsonntag, 14. März 2021, ab 17.30 Uhr live aus Stuttgart und Mainz. Und auch in der ZDFmediathek und auf ZDFheute lassen sich die beiden Landtagswahlen jederzeit verfolgen.

  • ZDF, Sonntag, 14. März 2021, 17.30 Uhr
  • ZDF Mediathek, Sonntag, 14. März 2021, 17.30 Uhr

    Texte

    Sendetermine und Stab

    Wahl 2021 im ZDF

    Sonntag, 14. März 2021, 17.30 Uhr, ZDF

    Wahlen in Baden-Württemberg und Rheinland-Pfalz

    Live aus den ZDF-Wahlstudios in Stuttgart und Mainz

    mit Bettina Schausten

    Hochrechnungen und Analysen:
    Matthias Fornoff und die Forschungsgruppe Wahlen e.V., Mannheim

    Produktion: ZDF
    Redaktion: Ralph Schumacher
    Länge: ca. 89 Minuten

     

    Sonntag, 14. März 2021, 19.00 Uhr, ZDF

    heute

    mit Wahlen in Baden-Württemberg und Rheinland-Pfalz

    Moderation: Barbara Hahlweg

    Produktion: ZDF
    Redaktion: Thomas Heinrich
    Länge: ca. 19 Minuten

     

    Sonntag, 14. März 2021, 19.25 Uhr, ZDF

    Wahlen in Baden-Württemberg und Rheinland-Pfalz

    Live aus den ZDF-Wahlstudios in Stuttgart und Mainz

    dazwischen ab 19.35 Uhr

    Berliner Runde

    Leitung: Theo Koll

    Produktion: ZDF
    Redaktion: Ralph Schumacher
    Länge: ca. 49 Minuten ("Berliner Runde" ca. 30 Minuten)

     

    Sonntag, 14. März 2021, 21.45 Uhr, ZDF

    heute journal

    mit Marietta Slomka

    Produktion: ZDF
    Redaktion: Wulf Schmiese
    Länge: ca. 28 Minuten

    Das Superwahljahr 2021: Auftakt im Zeichen des Coronavirus
    Von ZDF-Chefredakteur Peter Frey

    Die Coronakrise bestimmt auch das Superwahljahr 2021 mit – vom Wahlkampf bis zur Stimmabgabe. Gerade mit Blick auf die beiden ersten Landtagswahlen Mitte März in Baden-Württemberg und Rheinland-Pfalz zeichnet sich bereits ab: Aufgrund der Corona-Beschränkungen werden es wohl vor allem Wahlen per Brief und Wahlkämpfe mit Abstand. In unserer Berichterstattung darüber nutzen wir neue Formen und bauen noch stärker die digitalen Wege aus, die wir mit dem Relaunch unseres Online-Nachrichtenportals ZDFheute im vergangenen Jahr bereits erfolgreich erneuert haben.

    Wenn das Superwahljahr in seinen ersten Monaten nur Wahlkämpfe in sozialer Distanz zulässt, heißt das auch, dass wir die Vermittlung und Diskussion der politischen Inhalte auf den öffentlich-rechtlichen Plattformen noch nachhaltiger stärken wollen, um unserem Programmauftrag gerecht zu werden: die Vielfalt der in der Gesellschaft bestehenden Meinungen überparteilich, möglichst breit und vollständig darzustellen. Dieser Aufgabe stellen wir uns 2021 mit digitaler Kreativität und faktenbasierter Berichterstattung.

    Die Wahlen in Baden-Württemberg und Rheinland-Pfalz am 14. März 2021 werden erste deutliche Hinweise geben, inwiefern die Bewertung des politischen Managements der Coronakrise die Wahlentscheidungen der Bürgerinnen und Bürger beeinflusst. Erst nach diesem Wahltermin wird die Bundestagswahl stärker in den Fokus rücken, wenn dann auch die CDU/CSU ihren Kanzlerkandidaten bestimmt hat.

    Das ZDF wird in den Sommermonaten bis hin zum Wahltermin am 26. September 2021 mit Kandidatenporträts und Dokumentationen sowie in verschiedenen Gesprächsformaten und in den aktuellen Sendungen umfassend berichten.

    Wahlen in Baden-Württemberg und Rheinland-Pfalz

    Sechs Landtags- und eine Bundestagswahl – das Superwahljahr hat begonnen. Am 14. März 2021 starten Baden-Württemberg und Rheinland-Pfalz – auch ein erstes Stimmungsbild für die Bundestagswahl.

    Und es sind die ersten Wahlen in Pandemie-Zeiten: Kein Straßenwahlkampf, alles auf Abstand und digital. Wie schaffen es die Parteien, ihre Wähler zu mobilisieren? Für die Amtsinhaber könnte es ein Vorteil sein – sie sind in diesen Zeiten immer präsent.

    So unterschiedlich die Ausgangslagen in Baden-Württemberg und Rheinland-Pfalz auch sind, es gibt durchaus Parallelen bei den anstehenden Landtagswahlen. Sowohl Ministerpräsident Kretschmann von den Grünen als auch Ministerpräsidentin Dreyer von der SPD können sich über hohe Beliebtheitswerte in ihren Ländern freuen, und das über Parteigrenzen hinweg. Und: Beide müssen ihre Staatskanzleien gegen die CDU verteidigen.

    Wahl in Rheinland-Pfalz

    In Rheinland-Pfalz liegt die Union zurzeit vor der SPD. Der CDU-Spitzenkandidat Christian Baldauf tingelte bereits im vergangenen Sommer übers Land, Wahlkampf vor Ort, als das noch ging. Er weiß, seine Partei muss am Ende deutlich vorne liegen, um die Chance auf eine schwarz-grüne Koalition in Mainz zu wahren.

    Rot-gelb-grün – das wären die bevorzugten Farben von Malu Dreyer. So viel hat sie bereits verraten. Seit acht Jahren ist sie die Ministerpräsidentin von Rheinland-Pfalz, und die SPD richtet den Wahlkampf ganz auf sie aus: "Wir mit ihr" lautet der Wahlkampfslogan.

    Für die Fortsetzung der Ampelkoalition müsste allerdings zunächst die FDP punkten. Keine leichte Aufgabe für die noch recht unbekannte Spitzenkandidatin Daniela Schmitt, die Volker Wissing nachfolgt und nun per Online-Wahlkampf um Aufmerksamkeit kämpft.

    Bei den Grünen dagegen geht mit Anne Spiegel ein bekanntes Gesicht ins Rennen. Sie leitet in Rheinland-Pfalz gleich zwei Ministerien. 2016 schaffte ihre Partei mit 5,3 Prozent nur knapp den Einzug in den Landtag, diesmal hofft sie auf Rückenwind aus Berlin.

    Die AfD zog vor fünf Jahren noch klar an den Grünen vorbei, schaffte aus dem Stand 12,6 Prozent. Ob dies wieder gelingen kann, ist fraglich. Der Landesvorsitzende Michael Frisch führt die Partei in den Wahlkampf.

    Wahl in Baden-Württemberg

    In Baden-Württemberg stellt sich Ministerpräsident Winfried Kretschmann erneut zur Wahl. Fünf Jahre lang führte er die erste grün-schwarze Regierung auf Landesebene. Mit 72 Jahren will er es nun noch einmal wissen. Den Koalitionspartner CDU bezeichnen seine Parteifreunde schon mal als Klotz am Bein. Eine Koalition mit SPD und FDP ist für einige Grüne durchaus eine Alternative.

    Sowohl SPD als auch FDP haben bereits Interesse signalisiert. Für die Sozialdemokraten und ihren Kandidaten Andreas Stoch ist das Ziel für diese Wahl klar: Man will zurück in die Regierung – als Juniorpartner. Auch die FDP könnte sich das vorstellen, erklärte bereits deren Spitzenkandidat Hans-Ulrich Rülke. Mit auffallend viel Lob für den grünen Ministerpräsidenten startete er in den Wahlkampf.

    Eine Ampel im einst tiefschwarzen Südwesten will Kultusministerin und Spitzenkandidatin Susanne Eisenmann verhindern und die CDU wieder vorne sehen. Im Wahlkampf gilt es für sie, die Unterschiede zwischen der Union und den in Baden-Württemberg meist doch konservativen Grünen aufzuzeigen.

    Spannend auch, wie die AfD abschneidet. 2016 kam sie auf 15,1 Prozent und wurde drittstärkste Kraft. Der starke Landesverband machte zuletzt aber eher mit internen Streitigkeiten und Machtkämpfen Schlagzeilen.

    Für die Linke könnte dieser Wahlsonntag ein bitterer Tag werden. Denn sowohl in Baden-Württemberg als auch in Rheinland-Pfalz müssen die Landesparteien um den Einzug in die Parlamente bangen.

    Wahlabend im ZDF

    Durch den Wahlabend am 14. März 2021 führt die stellvertretende ZDF-Chefredakteurin Bettina Schausten aus dem Wahlstudio in Stuttgart, an ihrer Seite Parteienforscher Karl-Rudolf Korte. Aus Mainz berichtet die dortige Landesstudioleiterin Susanne Gelhard. Immer die aktuellsten Zahlen und Hochrechnungen liefern ZDF-Politikchef Matthias Fornoff und die Forschungsgruppe Wahlen.

    Der Ausgang der Landtagswahlen ist auch Thema in den 19.00-Uhr-"heute"-Nachrichten. In beiden Wahlstudios stellen sich dafür die Spitzenkandidaten einer ersten Fragerunde.

    Wie stark schneiden die Grünen ab? Kann die CDU gegen beliebte Amtsinhaber punkten? Und welche Parteien schaffen es, trotz Corona ihre Wählerschaft zu mobilisieren? Der 14. März 2021 ist auch ein erster wichtiger Stimmungstest für die Bundestagswahl im September. Darüber spricht ZDF-Hauptstadtstudioleiter Theo Koll mit führenden Politikern der im Bundestag vertretenen Parteien ab 19.35 Uhr in der "Berliner Runde".

    Alle Informationen rund um die Landtagswahlen sind jederzeit abrufbar auf ZDFheute.de, ergänzt um Kurzanalysen der wichtigsten Wahlthemen. Aktuell abrufbar sind die interessantesten Stimmen der Gewinner und Verlierer ebenfalls auf facebook.com/ZDFheute. Der gesamte Wahlabend ist auch live in der ZDFmediathek zu verfolgen.

    "Wahlkampf in Pandemiezeiten – das gab es noch nie"
    Fragen an Eva Schiller, Leiterin des ZDF-Landesstudios Baden-Württemberg

    Am 14. März 2021 ist Landtagswahl in Baden-Württemberg: Wie bereitet sich ihr Studio auf diesen Großeinsatz unter Corona-Beschränkungen vor? Und welche Landtagswahl-Themen stehen für Sie im Fokus – ist dabei vieles auf die Frage ausgerichtet, ob der erste grüne Ministerpräsident zum insgesamt dritten Mal gewählt wird?

    Wahlkampf in Pandemiezeiten – das war noch nie da in der deutschen Fernsehgeschichte und ist Neuland für uns Journalist*innen aber auch für die Politiker*innen. Und wie so häufig in diesen Tagen: Wir fahren auf Sicht. Wir werden in der Berichterstattung den Spagat versuchen: Kontakte im Studio aber auch auf Drehs reduzieren, trotzdem aber so tiefe politische Einblicke vermitteln wie möglich. Gerade in Corona-Zeiten, wo den Bürger*innen die Begegnungen mit den Kandidat*innen fehlen, tragen wir als Fernsehjournalist*innen eine besondere Verantwortung. Es wird ein knappes Rennen: Winfried Kretschmann, der erste grüne Ministerpräsident, will zum dritten Mal gewählt werden. Aber wie schwer wiegt sein Amtsbonus? Er liegt in den meisten Umfragen nur leicht vor seiner CDU-Herausforderin Susanne Eisenmann, derzeit Kultusministerin. Die Umwelt schützen, den Klimawandel bremsen, aber zugleich die Wirtschaftskraft des Autolands aufrecht erhalten – geht das? Diese Frage stellen sich derzeit viele Baden-Württemberger. Neben den großen Konzernen schlägt im Ländle das Herz des Mittelstands. Die Autoindustrie steckt in der Transformationskrise, dazu jetzt noch Corona: Viele Menschen wünschen sich eine Zukunftsvision.

    Welche Themen fern der Tagespolitik sind "Dauerbrenner" für Ihr Team? Reicht diese Themenpalette von Daimler bis Stuttgart 21, von schwäbischen Protestlern bis zu badischen Urlaubsregionen?

    Die Themen sind so vielfältig wie Baden-Württemberg. Von der Autoindustrie über den Mittelstand, vom Tübinger Cyber Valley über die vielen anderen hervorragenden Forschungsinstitute und Unikliniken, von der schwäbischen Alb über Baden und den herrlichen Bodensee: Die Themen, die unterschiedlichen Menschen und ihre Geschichten, sind zahlreich. Wie heterogen die Bevölkerung ist, zeigt sich auch an den Protestbewegungen von Stuttgart 21 und jetzt den Querdenkern. Auf der einen Seite sind vielen Baden-Württembergern Ordnung, Fleiß und Regeln wichtig, auf der anderen Seite herrscht aber auch eine große Skepsis gegenüber Obrigkeiten, ja, eine Protestkultur, die sich keinem politischen Lager zuordnen lässt. Ein goldenes Jahrzehnt liegt hinter den Menschen, jetzt ist die große Frage, wie es wirtschaftlich weitergeht: Das birgt weiteren Sprengstoff, quer durch alle Bevölkerungsschichten. Baden-Württemberg ist auch das Land der Tüftler und Denker: Es gibt aktuell hervorragenden Wissenschaftler zum Beispiel in den Bereichen Medizin(-Technik) und künstliche Intelligenz. Deren Arbeit möchten wir gerne stärker in den Blick nehmen.

    Neben Baden-Württemberg haben Sie von Stuttgart aus auch die Schweiz im Blick zu behalten: Was sind Themen und Anlässe, bei denen Sie sofort sagen würden: Darüber müssen wir aus dem Land der Eidgenossen berichten?

    Auch in der Schweiz gibt es sehr viele spannende Themen. Die Schweiz geht gerne einen Sonderweg, das zeigt sich auch jetzt in der Corona-Zeit. Freiheit, Föderalismus und das Wohlergehen der Wirtschaft sind den Menschen sehr wichtig, und es ist spannend zu sehen, wie unterschiedlich Schweizer*innen an politische Herausforderungen herangehen. Es gibt und gab viele Volksabstimmungen, die das widerspiegeln. Zum Beispiel die kürzlich knapp gescheiterte Konzernverantwortungsinitiative, die Schweizer Konzerne auf der ganzen Welt zu ethischem Handeln verpflichten wollte. Zudem ein Dauerbrenner in unserer Berichterstattung: Die herrliche Schweizer Bergwelt in allen Schattierungen, sei es in punkto Wintersport, Klimawandel oder das Leben in den Bergdörfern. Nicht zu vergessen: Die WHO und UN-Institutionen in Genf, die uns internationalen Themen nach Stuttgart tragen.

    (Interview: Thomas Hagedorn)

    "Corona wird viel überlagern"
    Fragen an Susanne Gelhard, Leiterin des ZDF-Landesstudios Rheinland-Pfalz

    Am 14. März 2021 finden in Rheinland-Pfalz Landtagswahlen statt. Wo sehen Sie die Herausforderung für sich und ihr Team? Und wie bereiten Sie sich auf das Ereignis vor?

    Diese Landtagswahl in Rheinland-Pfalz könnte eine ganz besondere werden. Wegen der Corona-Pandemie könnte sie in größeren Teilen als Briefwahl ablaufen. Die Wahlbüros bis hin zu den Wahlkabinen werden in jedem Fall Corona-konform vorbereitet. Sollten die harten Corona-Einschränkungen jedoch weiter anhalten, könnte diese Wahl auch als reine Briefwahl stattfinden. Der Wahlleiter jedenfalls hat entsprechende Vorbereitungen getroffen und will über drei Millionen Wahlbriefe drucken lassen. Der rheinland-pfälzische Landtag hat den Weg für eine reine Briefwahl bereits per Gesetz frei gemacht. Der Wahlkampf ist schon jetzt völlig anders: keine großen Veranstaltungen, keine engen persönlichen Begegnungen zwischen Wählern und Kandidaten. Für die rheinland-pfälzische Ministerpräsidentin Malu Dreyer zum Beispiel schwierige Bedingungen, die von sich sagt, gerade die Begegnung von Mensch zu Mensch sei ihr im Wahlkampf besonders wichtig. Für uns bedeutet dies, dass wir neue Formen der Berichterstattung nutzen müssen: weniger Reportagen von Wahlveranstaltungen, dafür mehr virtuelle Elemente wie etwa Skype-Interviews oder Online-Auftritte. Trotzdem haben wir uns fest vorgenommen, bei den Menschen vor Ort zu sein – so gut das die Corona-Regeln erlauben.

    Was werden Ihrer Einschätzung nach vorrangige Themen und Fragestellungen in den letzten Wahlkampf-Wochen sein?

    Da wird Corona viel überlagern – auch das Thema Bildungspolitik zum Beispiel: die Situation in den Schulen und Kitas, die Ausstattung mit digitaler Technik und Infrastruktur. Oder das Thema Gesundheitswesen und Pflege – die Situation beim Personal in Krankenhäusern und Seniorenheimen und der Fortschritt beim Impfen. Und dann das Thema Wirtschaft: Wie kommen die Unternehmen, die Selbstständigen, die Kulturschaffenden durch die Zeit der Pandemie? Bisher hat sich die rheinland-pfälzische Ministerpräsidentin Malu Dreyer als Krisenmanagerin gut geschlagen, obwohl auch ihr einige Fehler unterliefen: zu Beginn der Pandemie zögerliche Entscheidungen wie etwa die späte Maskenpflicht. Doch bei den Wählern ist Malu Dreyer nach wie vor sehr beliebt. Zwei Drittel schätzen die Regierungsarbeit ihrer Ampelkoalition aus SPD, FDP und Grünen – darunter auch viele CDU-Anhänger. CDU-Herausforderer Christian Baldauf hingegen ist weit weniger populär und bei vielen noch nicht einmal bekannt. Und das, obwohl die Landes-CDU in Umfragen seit Monaten mit über 30 Prozent mehrere Punkte vor der SPD liegt. Christian Baldauf will die Wahl vor allem mit Bildungspolitik gewinnen und liebäugelt auch ab und zu mit Themen der Grünen. Die folgen an dritter Stelle und machen alternative Energien und Öko-Landwirtschaft zu ihrem Wahlkampfthema – gefolgt von einer AfD mit einstelligen Prognosen, mit der keine der Parteien im rheinland-pfälzischen Landtag paktieren will, und von einer FDP, die um den Einzug in den Landtag bangen muss. Noch ist der Ausgang der Wahl völlig offen. Es bleibt also spannend in Rheinland-Pfalz.

    Welche Themen prägen fern der Wahl die Berichterstattung aus Rheinland-Pfalz?

    Unser Team von acht Kolleginnen und Kollegen berichtet über ein Bundesland, das sich in den vergangenen Jahren sehr gewandelt hat. Früher hieß es: Rheinland-Pfalz, das bedeutet Reben, Rüben, Raketen. Aus den Reben ist mittlerweile ein hochmoderner innovativer Weinbau geworden – übrigens mit vielen Frauen an der Spitze der Unternehmen. Die Rüben haben sich zumindest in Teilen zu Ökolandbau gewandelt, der nach den Plänen der Landesregierung in den kommenden Jahren bis zu 20 Prozent der Landwirtschaft einnehmen soll. Die Raketen sind zum Glück bis auf den Standort Büchel fast ganz verschwunden. Hinzugekommen ist neben den bekannten großen Firmen BASF, Boehringer und Schott eine Vielzahl hoch spezialisierter Technologie-Unternehmen, von denen der Name Biontech nur einer ist, der im Moment mit dem als erstem zugelassenen Corona-Impfstoff international Schlagzeilen macht. Dazu kommen auch die Themen, die Rheinland-Pfalz zusätzlich so liebenswert und sympathisch machen: der Rhein mit der Loreley, die Mosel, der Regionen-Tourismus in Hunsrück, Eifel, Pfalz und Westerwald, der in diesen Zeiten immer wichtiger wird. Die Kultur mit dem Luther-Jahr, das in Worms gerade beginnt. Und natürlich die fünfte Jahreszeit, die es so nur bei uns gibt – und die wir am Rosenmontag im nächsten Jahr hoffentlich wieder feiern können.

    (Interview: Thomas Hagedorn)

    Biografische Angaben: Moderatorinnen und Moderator Landtagswahlen 14. März

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