Zweimal "WISO plus" zu "Notfall Krankenhaus"

"Der Impfstreit" und "Kampf der Keime"

"Der Impfstreit" und der "Kampf der Keime". Mit zwei neuen "WISO plus"-Dokus im Doppelpack stimmt ZDFinfo am Donnerstag, 5. November 2015, auf den ZDF-Themenabend "Notfall Krankenhaus – Wie gut sind unsere Kliniken?" ein. Im ersten Film untersucht Arzt und Medizinjournalist Dr. Christoph Specht die Vor- und Nachteile des Impfens im Spannungsfeld von Glauben und Wissen. Direkt im Anschluss geht es um die Frage, inwiefern Antibiotika als effektivstes Medikament bei Infektionskrankheiten aufgrund des massenhaften Einsatzes in der Tiermast an Wirksamkeit verliert.

  • ZDF info, Donnerstag, 5. November 2015, 8.45 Uhr, 9.30 Uhr

    Texte

    Sendetermine und mehr

    Donnerstag, 5. November 2015, 8.45 Uhr, ZDFinfo 

    WISO plus:
    Der Impfstreit – Zwischen Glauben und Wissen

    mit Dr. Christoph Specht

    Produktion: medicine
    Redaktion: Frauke Dexheimer 

     

    Donnerstag, 5. November 2015, 9.30 Uhr, ZDFinfo

    WISO plus:
    Kampf der Keime!

    Produktion: Autorenkombinat
    Redaktion: Claudia Davies 

    Der Themen-Vormittag in ZDFinfo

    ZDFinfo stimmt am Donnerstag, 5. November 2015, vormittags auf den Themenabend "Notfall Krankenhaus – Wie gut sind unsere Kliniken?" ein, der am selben Tag abends um 22.15 Uhr im ZDF startet, moderiert von Maybrit Illner.

    Die ZDFinfo-Sendungen am Donnerstag, 5. November 2015, von 7.15 bis 12.45 Uhr:

    07.15 Uhr: Helicopter Heroes Down Under – Unfall in der Wildnis
    07.45 Uhr: Die Flugretter von Südtirol – Zwischen Leben und Tod
    08:15 Uhr: Jede Sekunde zählt – Notärzte in der Großstadt
    08:45 Uhr: Der Impfstreit – Zwischen Glauben und Wissen
    09:30 Uhr: Kampf der Keime
    10.15 Uhr: Blut – Geheimnis des Lebens
    11.00 Uhr: Der Diagnose-Doc – Miyukis beschwerlicher Weg
    11.30 Uhr: Impfen – nein danke?
    12.15 Uhr: Abkassiert beim Zahnarzt

    Der Impfstreit – Zwischen Glauben und Wissen 

    Impfungen gehören zu den häufigsten medizinischen Eingriffen überhaupt. Für die meisten Ärzte zählen sie zu den bedeutsamsten Errungenschaften der modernen Medizin. Krankheiten wie Polio und Masern wurden durch großangelegte Impfkampagnen erfolgreich zurückgedrängt. Dennoch gibt es eine wachsende Verunsicherung und Skepsis gegenüber dem Impfen. In Deutschland besteht keine Impfpflicht, es ist jedem selbst überlassen, ob er sich oder seine Kinder impfen lässt.

    Medizinjournalist und Arzt Dr. Christoph Specht will wissen, was wirklich dran sein könnte an der Impfkritik. Welche Impfungen sind wichtig, welche verzichtbar?

    Sollten alle jungen Frauen gegen das HPV-Virus geimpft werden, das unter Verdacht steht, Gebärmutterhalskrebs auszulösen? Eine teure Impfung, die der Pharmaindustrie viel Geld in die Kasse bringt. Wie viel Sinn macht eine Impfung gegen Rotaviren, die für Durchfallerkrankungen verantwortlich sind?

    Dr. Christoph Specht besucht in der "WISO plus"-Doku ein Kind, das unter den schweren Folgen einer Maserninfektion leidet, sowie einen Jungen, der nach einer Schweingrippeimpfung schwer erkrankt ist.

    Von den Impfstoff-Herstellern will der Mediziner wissen: Welche Nebenwirkungen können beim Impfen auftreten und wie können Impfstoffe gesünder und verträglicher werden? Was machen Zusatzstoffe wie Aluminium und Quecksilber im Impfserum?

    Christoph Specht trifft Eltern, die vor einer Impf-Entscheidung stehen und diskutiert mit Experten der Ständigen Impfkommission (STIKO). Er setzt sich mit den Argumenten der Impfgegner auseinander und ordnet impfkritische Studien wissenschaftlich ein.

    Dr. Christoph Specht setzt sich als Arzt und Journalist kritisch mit dem Thema Impfen auseinander. Er gibt einen umfassenden Überblick über den aktuellen Stand der Wissenschaft und informiert über die Zukunftsperspektiven des Impfens. Gibt es vielleicht bald eine Impfung gegen bestimmte Krebsarten?

    "Nicht alle Impfungen sind gleichwertig" – Drei Fragen an Dr. Christoph Specht

    Was haben Sie bei der Recherche und dem Dreh der Doku über das Impfen gelernt, was Ihnen vorher so nicht klar war?

    Ich bekenne freimütig: Ich bin eher ein Befürworter des Impfens, das war ich schon vorher und bin es auch nach der Recherche. Allerdings sehe ich das Thema Impfen heute differenzierter. Ich habe gelernt, dass nicht alle Impfungen gleichwertig sind. Es gibt unverzichtbare, wie etwa die gegen Masern, Mumps und Röteln, aber auch solche, über die man diskutieren kann, wie zum Beispiel die geradezu reflexhaft häufig wiederholte Tetanusimpfung bei jungen und mittelalten Menschen oder die relativ neue Impfung gegen Rotaviren. Als Arzt sehe ich natürlich erst einmal die Wissenschaft. Doch bei der Beurteilung von Impfungen muss man heute auch wirtschaftliche Aspekte mit berücksichtigen. Kann auf Bevölkerungsebene derselbe Effekt vielleicht mit anderen, billigeren Maßnahmen erreicht werden? Hier muss zum Beispiel die zumindest heute noch recht teurere HPV-Impfung zur Verhinderung des Gebärmutterhalskrebses kritisch betrachtet werden, auch wenn ich aus wissenschaftlicher Sicht von ihr überzeugt bin.

    Was stört Sie bei dem Glaubens- und Wissensstreit ums Impfen am ehesten?

    Schon früher hatte ich es immer wieder mit sogenannten Impfgegnern zu tun, die man aber nicht alle in einen Topf werfen sollte. So gibt es Kritiker, die auf dem Boden der Wissenschaft argumentieren und mit denen deshalb auch ein Streitgespräch möglich ist. Diese Gruppe lehnt auch nur selten jegliche Impfung ab. Die weitaus kleinere, aber deutlich lautstärkere Gruppe ist die der "esoterischen Verschwörungstheoretiker", deren Vertreter wohl nie Sachargumenten gegenüber aufgeschlossen sein werden. Leider verunsichern diese Wenigen viele Menschen, die den Unterschied zwischen Wissenschaft und pseudowissenschaftlichen Theorien nicht sofort erkennen.

    Was hat Sie bei den Dreharbeiten besonders bewegt?

    Die Dreharbeiten mit Aliana haben mich ohne Frage am meisten bewegt. Dieses früher so lebensfrohe Mädchen ist nach einer Masernerkrankung nun ein schwerer Pflegefall – mit einer unausweichlich zum Tod führenden Hirnentzündung. Wie rührend sie von ihren Eltern betreut wird, das ist schon ergreifend. Aliana infizierte sich mit Masern, als sie noch zu jung war, um dagegen geimpft zu werden. Die Aufopferung der Eltern, aber auch die unglaubliche innere Stärke, mit der sie ihr schweres Schicksal annehmen, nötigt mir jeden Respekt ab und hat mich tief berührt.

    Biografische Angaben zu Dr. Christoph Specht

    Dr. Christoph Specht, Jahrgang 1961, kam schon früh mit der Medizin und dem Arztberuf in Kontakt, denn nicht nur seine Eltern, sondern auch alle seine Geschwister haben sich dem Heilberuf verschrieben. Nach dem Medizinstudium in Gießen, Frankfurt und den USA sowie einem Forschungsaufenthalt zur Magnetresonanz-Technik (Kernspin) am Mt. Sinai Medical Center, Cleveland, Ohio studierte Christoph Specht Wissenschaftsjournalismus an der Universität Mainz.

    In den folgenden Jahren sammelte er Erfahrungen in den Bereichen Klinik, Forschung sowie in der Praxis und promovierte im Fach Orthopädie. In diese Zeit fallen auch erste Filmprojekte. Für seine Wissenschaftsfilme erhielt er zweimal den Filmpreis der Bundesärztekammer sowie zahlreiche internationale Preise.

    Eine zweite Leidenschaft, Afrika, führte Dr. Specht zunächst nach England für eine Zusatzausbildung in Tropenmedizin und seitdem immer wieder auf den schwarzen Kontinent. Für eines seiner tropenmedizinischen Projekte reiste er wochenlang in einem zur mobilen Klinik umgebauten Zug quer durch Südafrika in die entlegensten Gebiete des riesigen Landes, um der dortigen Bevölkerung zumindest eine medizinische Basisversorgung zu ermöglichen. Außerdem engagiert er sich in der Bekämpfung von Tuberkulose und HIV.

    Im Fernsehen erläutert Dr. Specht regelmäßig die medizinischen Hintergründe aktueller Nachrichten, ist häufiger Gast in verschiedenen Sendungen zum Thema Medizin und Gesundheit und Experte des ZDF-Vormittagsmagazins "Volle Kanne – Service täglich". Als "Der Diagnose Doc" hilft er Menschen mit ungeklärten Symptomen dabei, doch noch zu einer Diagnose zu kommen.

    Kampf der Keime

    Antibiotika gehören zu den effektivsten Medikamenten bei Infektionskrankheiten. Ihre hohe Wirksamkeit hat allerdings auch dazu geführt, dass sie massenhaft in der Tiermast eingesetzt werden – vor allem im Futter, um so Krankheiten vorzubeugen. Über das Fleisch der Tiere gelangt die Arznei auch in den menschlichen Körper und führt dort zu Resistenzen. Weltweit wird eine Zunahme solcher Resistenzen beobachtet, mit fatalen Folgen. Diese "WISO plus"-Doku geht auch der Frage nach, inwiefern Antibiotika deshalb beim Kampf der Keime nur noch bedingt helfen können. 

    Infos zu "WISO", "WISO plus" und ZDFinfo 

    Das Wirtschafts- und Verbrauchermagazin "WISO" bietet jeden Montag um 19.25 Uhr 45 Minuten Service und Verbraucherinformationen im ZDF. Das Magazin, das seit dem 3. Januar 1984 auf Sendung ist, stellt die Auswirkungen politischer und wirtschaftlicher Entscheidungen für die Verbraucher verständlich dar und gibt konkrete und umsetzbare Tipps. Mit dem Test von Produkten und Dienstleistungen deckt es außerdem regelmäßig Missstände auf. Eine "WISO"-Sendung kostet zirka 105.000 Euro.

    "WISO plus" ist der junge Magazin-Ableger auf ZDFinfo, der vom "Kampf der Start-ups" über "Was esse ich da eigentlich?" bis zu "Mein giftiger Alltag" viele junge Service-Themen innovativ aufbereitet. Erstmals am 6. Oktober 2015 waren dort "Die Zerleger" Bastian Bielendorfer und Reinhard Remfort aktiv, die eine neue radikale Verbraucherberatung bieten: Bestsellerautor und Lehrerkind Bastian Bielendorfer sowie der Physiker und Science-Slammer Reinhard Remfort zerlegen in der "WISO plus"-Doku je zwei Geschirrspüler, Koffer, Staubsauger und Sofas – einmal ein teures und einmal ein günstiges "Teil". Ein Service für junge Verbraucher, die kennenlernen wollen, was diese Gebrauchsgegenstände im Innersten zusammenhält.

    Am 5. September 2011 vollzog ZDFinfo seinen Neustart mit der crossmedialen Ausrichtung auf die Themenfelder Zeitgeschichte, Politik, Wissen und Service. Seitdem steigerte das neuprofilierte Angebot seinen Marktanteil kontinuierlich – auf mittlerweile ein Prozent. Der junge und erfolgreiche Digitalsender legt seinen Schwerpunkt auf zeitgeschichtliche Dokumentationen und bietet seinem Publikum die nachgefragten Hardfacts auf allen verfügba­ren Wegen an – über das Fernsehprogramm ebenso wie über on­line und Social Media. ZDFinfo, vor bald vier Jahren als "Fernse­hen zum Mitreden" neu durchgestartet, schlägt mit dieser konse­quenten crossmedialen Ausrichtung den Weg zum "betreuten Fernsehen" ein.

    Im Monat August 2015 hat ZDFinfo 1,0 Prozent Marktanteil im Gesamtpublikum erzielt und 1,2 Prozent Marktanteil bei den 14- bis 49-Jährigen. Im Digitalmarkt ist ZDFinfo bei den jüngeren Zuschauern der erfolgreichste öffentlich-rechtliche Digitalkanal. Täglich schalteten 2,69 Mil­lionen Zuschauer das Programm mit Fokus auf Zeitgeschichte, Politik, Wissen und Service ein.

    Künftig will ZDFinfo parallel zu seinen Sendungen verstärkt auf die Social-Media-Kommunikation setzen. Die Zuschauer sollen sich vor, während oder im Anschluss an Fernsehprogramme des Digi­talkanals in sozialen Netzwerken oder entsprechenden Plattfor­men über die Programminhalte informieren und austauschen kön­nen. 

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