Copyright: ZDF/Hendrik Heiden
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An seiner Seite

Der Fernsehfilm der Woche

Zum 80. Geburtstag von Senta Berger präsentierten ZDF und ARTE den Fernsehfilm "An seiner Seite" mit der Schauspielerin sowie mit Thomas Thieme und Peter Simonischek in den Hauptrollen. Regie führte Felix Karolus, der auch das Drehbuch gemeinsam mit Florian Iwersen verfasste.

Rund um diese Erstausstrahlung als Fernsehfilm der Woche zeigen ZDF, ARTE und 3sat weitere Filme mit Senta Berger anlässlich ihres Geburtstages.

  • ZDF, Montag, 10. Mai 2021, 20.15 Uhr
  • ZDF Mediathek, ab Montag, 3. Mai 2021, 10.00 Uhr
  • ARTE, Freitag, 7. Mai 2021, 20.15 Uhr

Texte

Was im Leben zählt

Wie wichtig es ist, andere zu sehen, gesehen zu werden und sich zu sehen, ist uns erst durch Covid-19 schmerzlich (wieder) klargeworden. Obwohl lange vor der Pandemie erfunden, handelt der Film "An seiner Seite" auch von der Frage "Wie soll ich leben?" – und das ist keine Frage des Alters.

Charlotte Kler hat ihr Leben an der Seite ihres Mannes, dem Stardirigenten Walter Kler, genossen, privilegiert gelebt, aber ist mit ihm auch rast- und ruhelos um die Welt gejettet. Sie freut sich, dass jetzt damit Schluss sein soll und die Familie in München wieder zusammenrückt. Doch es kommt alles anders, als sie denkt: Ihr Mann macht heimlich Pläne einen Job in New York anzunehmen, ihre Tochter macht ihr gewaltige Vorwürfe und ihre Enkelin interessiert sich nicht für sie. Kein guter Start für Charlotte. Aber eine Zufallsbekanntschaft mit einem ehemaligen Bademeister bringt sie zur Besinnung auf das, was im Leben wirklich zählt. Senta Berger spielt die Rolle der Charlotte mit so viel Hingabe, dass es fast wehtut, ihr zuzusehen, wie all ihre positive Energie zunächst ins Leere läuft.

Nachdem wir im Jahr 2019 – schweren Herzens – gemeinsam mit Senta Berger beschlossen hatten, die Reihe "Unter Verdacht" zu beenden, ahnte ich, wie sehr mir die fast 20-jährige Zusammenarbeit mit Senta Berger fehlen würde. Als dann Felix Karolus, der gefühlt die Hälfte der 30 Filme als Regieassistent begleitet hatte, auf mich zukam und von seiner Idee erzählte, aus seinem Kurzfilm "Menuett" mit Senta Berger und Thomas Thieme einen abendfüllenden Film zu machen, schlug mein Herz sofort höher. Und dann ging alles ganz schnell. Zum Team gesellten sich viele Bekannte aus dem "Unter Verdacht"-Kosmos: Florian Iwersen als Co-Autor, Wolfgang Aichholzer als Kameramann, Germaine Mouth und Barbara Spenner als Maskenbildnerinnen, Manu S. Scheidt als Produktionsleiterin, Gerald Slovak als Cutter und Sören Blüthgen als Mischmeister und viele andere, die alle bei mehreren oder gar bei allen Filmen mitgearbeitet hatten. Das war eine wunderbare Fügung, denn mit Oliver Vogel als Produzent an unserer Seite versprach es eine unkomplizierte Produktion zu werden. Und dann kam Corona. Felix Karolus hatte sich die Vorbereitung und die Dreharbeiten seines ersten Langfilms anders vorgestellt, aber seine Routine, seine Gelassenheit und sicher auch die Vertrautheit des Teams haben dazu beigetragen, dass davon nichts zu sehen oder zu spüren ist.

"An seiner Seite" ist ein besonderer Film geworden, der Senta Berger, Peter Simonischek und Thomas Thieme eine Bühne bietet, die sie komplett ausfüllen und so souverän wie unterhaltend bespielen. Dabei nehmen sie das Publikum mit und gewähren ihm einen Blick in ihre Seelen, ohne jemals indiskret oder aufdringlich zu werden. Ein besonderer Film für eine wundervolle Schauspielerin: Senta, wir sehen Dich!

Elke Müller
Hauptredaktion Fernsehfilm

Stab und Besetzung

Regie   Felix Karolus
BuchFlorian Iwersen, Felix Karolus
KameraWolfgang Aichholzer
SchnittGerald Slovak
MusikRenzo Vitale
TonRoman Schwartz
SzenenbildVerena Barros de Oliveira
KostümbildSilke Schmelzer
ProduktionBavaria Fiction GmbH
ProduzentenOliver Vogel, Jan Kruse
HerstellungsleitungSascha Ommert
ProduktionsleitungManu S. Scheidt
RedaktionElke Müller
Länge

ca. 89 Minuten

Die Rollen und ihre Darsteller*innen
Charlotte Kler   Senta Berger
Walter Kler Peter Simonischek
Martin Scherer Thomas Thieme
Viola FrankenbergAntje Traue
Grit Scherer Marlene Morreis
Herr Schneider    Florian Karlheim
Natalie Noirot  Petra Michelle Nérette
Lisa FrankenbergLaila Padotzke
Clemens von Glaubitz René Dumont
Irene von GlaubitzKatrin Anne Hess
Annemarie MühlingAndrea Beblo Krause
Andi Maximilian Allgaier
StefanMarkus Ertelt
Antonio  David Verhoeven
und andere

Inhalt

Charlotte ist überglücklich, nach vielen Jahren nach München zurückzukehren. Ihr gesamtes Leben hat sie in den Dienst der Karriere ihres Mannes, des Stardirigenten Walter Kler, gestellt.

Nach internationalen Engagements hat er die Orchesterleitung in München angenommen. Charlotte hat genug von dem luxuriösen Nomadenleben und wünscht sich ein echtes Zuhause, um endlich mehr Zeit mit ihrer Tochter Viola und Enkelin Lisa verbringen zu können.

Walter scheint es allerdings nicht so ernst zu sein mit der Sesshaftigkeit. Er liebäugelt insgeheim bereits mit einem Engagement in New York, von dem er seiner Frau allerdings nichts erzählt. Durch einen Zufall erfährt Charlotte davon und ist zutiefst enttäuscht.

Erst der Besuch eines Fremden rüttelt Charlotte auf: Der frisch verwitwete Martin Scherer bittet um ein wenig Erde aus dem Garten der Klers für das Grab seiner Frau, die in dem Haus aufgewachsen ist. Der bodenständige Bademeister hilft Charlotte nicht nur beim Auspacken von Umzugskisten, er wird auch zur Lebenshilfe, als Charlotte sich den heftigen Vorwürfen ihrer Tochter Viola ausgesetzt sieht, sie vernachlässigt zu haben.

Viola ist in Internaten groß geworden, weil ihre Eltern davon überzeugt waren, dass ihr künstlerisches Nomadenleben nichts für ein Kind wäre. Martin Scherers Rat führt zum klärenden Gespräch zwischen Mutter und Tochter. Auch Walter, der den neuen Bekannten seiner Frau eher misstrauisch beäugt, erkennt nach einem Gespräch mit Martin eigene Fehler.

Am 13. Mai 2021 wird die in Wien geborene Schauspielerin Senta Berger 80 Jahre alt. Seit über 60 Jahren steht sie vor der Kamera. Nach ersten Erfolgen in Österreich in den 1950er-Jahren führte sie ihr Weg nach Hollywood, wo sie in den 60er-Jahren an der Seite von Weltstars wie Yul Brynner, Charlton Heston, Alain Delon, John Wayne und Kirk Douglas spielte, und in die Cinecittà Roms. 1966 heiratete sie den Regisseur Michael Verhoeven.

Unvergessene Fernsehauftritte folgten – so als Sängerin Susanne in dem Straßenfeger "Babeck", Baby Schimmerlos' Freundin Mona in der Kultserie "Kir Royal" oder als Taxifahrerin Gerdi unter der Regie ihres Mannes. Von 2003 bis 2019 spielte sie 30 mal die interne Ermittlerin Dr. Eva Maria Prohacek in der von ZDF und ARTE koproduzierten Reihe "Unter Verdacht".

Auch das Kino kam weiterhin nicht zu kurz. An der Seite von Bruno Ganz brillierte sie 2011 in dem Drama "Satte Farben vor Schwarz" und in dem deutschen Blockbuster von 2016/17, "Willkommen bei den Hartmanns", spielte sie unter der Regie ihres Sohnes Simon Verhoeven die benevolente Arztgattin Angelika Hartmann.

Mit einer angenehmen Portion Selbstironie

Producer's Note von Oliver Vogel

"An seiner Seite" ist eine kleine Geschichte, basierend auf der Idee des Kurzfilmes "Menuett". Ein Mann klingelt an einer fremden Tür und fragt nach etwas Erde aus dem Garten für das Grab seiner Frau, die in diesem Haus aufwuchs. Auf Grundlage dieser Idee schrieben Felix Karolus und Florian Iwersen ein sehr schönes Drehbuch, und wir konnten, neben Senta Berger, einen großartigen Cast gewinnen: Peter Simonischek, Thomas Thieme, der auch im Kurzfilm mitwirkte, und Antje Traue, um nur einige zu nennen.

Mit diesem hochkarätigen Ensemble ist Felix ein sehr emotionaler Film gelungen, der einige Fragen aufwirft, die er aber nicht alle beantwortet. Das überlässt der überraschend routinierte Regisseur bei seinem Debut weitgehend seinem Publikum. Er selbst erzählt lediglich die Geschichte einer Frau, die ihr Leben lang an der Seite ihres Mannes verbracht hat und sich nun fragt, ob sie auch bis zum Tod ein Leben an seiner Seite verbringen will. Ein Film über die viel zu selten erzählte vierte und letzte Phase des Lebens.

Auffällig ist vor allem, dass die Hauptdarsteller eins werden mit ihren Rollen und zeitweilig alle Technik der Schauspielerei vergessen, oder sie zumindest nicht erkennen lassen. Von Beginn an wirken sie dadurch wahrhaftig. Dabei spielt vor allem Senta Berger ihre Rolle mit einer sehr angenehmen Portion Selbstironie. Auch wenn sie manchmal in ihrer Rolle der High Society-Lady auf normal sterbliche Menschen wirkt, als käme sie von einem anderen Planeten, sie wirkt dadurch immer sympathisch und bezaubernd.

Auch kinematografisch ist der Film ein großer Genuss. Die Kamera von Wolfgang Aichholzer und das Szenenbild von Verena Barros de Oliveira ergänzen sich perfekt und machen aus dem Film einen Edelstein, der dank Felix Karolus Gespür für Details, und nicht zuletzt auch dem letzten Feinschliff, der Filmmusik von Renzo Vitale, zu einem kleinen Juwel wird.

"Senta Berger war von Anfang an in die
Drehbuchentwicklung miteinbezogen"

Director's Note von Felix Karolus

Angefangen hat alles mit einer Zufallsbekanntschaft auf dem Weihnachtsmarkt in Halle an der Saale. Ein älteres Paar, das ich dort kennengelernt hatte, feierte gerade sein Achtjähriges und erzählte mir, wie es sich das erste Mal begegnet ist. Er, ein Pfälzer, kam nach Halle, um seiner verstorbenen Frau, einer gebürtigen Hallenserin, einen letzten Wunsch zu erfüllen. Sie wollte in ihrem Grab etwas Erde aus dem Garten ihrer Kindheit. Und so kam es, dass er an dem ehemaligen Haus der Familie seiner Frau klingelte und ihm eine Frau die Tür öffnete, die heute seine Partnerin ist.

Ich war so begeistert von dieser anrührenden Geschichte, dass ich einen Film daraus machen wollte. Zunächst einen Kurzfilm. Beim Schreiben stellte ich mir dann immer Senta Berger und Thomas Thieme vor, die sich so kennenlernen. Dass beide dann auch wirklich zusagten, war großartig, denn sie gaben dem Film mit ihrem feinfühligen Spiel die Emotionalität, die ich mir gewünscht hatte. Der Film "Menuett" gewann mehrere Preise, lief weltweit auf über 60 Festivals, und erhielt das Prädikat "besonders wertvoll" der FBW.

Beflügelt von diesem Erfolg, war das nächste Ziel gesteckt: der Langfilm. Von Anfang an war Senta Berger mit in die Drehbuchentwicklung einbezogen, ihre Rolle sollte der Mittelpunkt der Geschichte sein. Nachdem wir noch einen Mann für die Rolle der Charlotte einbauen wollten und Senta Berger Peter Simonischek vorschlug, war er von nun an beim Schreiben in unseren Köpfen. Dass er später dann auch wirklich mit dabei war, verdeutlicht, unter welch' gutem Stern das Projekt stand.

Bei den Überlegungen zum Look des Films haben wir uns an klassischer Portraitmalerei orientiert. Die dunklen Wände, die minimierte Kamerabewegung und die Winkel, aus denen wir gefilmt haben. Charlotte und Walter bekamen ihre opulente Welt, in der die Villa gut mit dem Herkulessaal in der Münchner Residenz harmoniert. Martins Welt ist eine etwas bescheidenere, mit Architektur aus den 70ern. Wobei wir hier über das Freibad den Stil gefunden haben. Durch die geringe Anzahl an Motiven, entsteht der Eindruck eines in sich geschlossenen Kosmos. Lediglich das Freibad, in dem Martin sich so wohl fühlt, ist kein "geschützter" Raum.

Die Musik spielt eine wichtige Rolle im Leben von Charlotte und ihrem Mann Walter, und so hatten wir uns entschieden, mit einem Konzert, zu dem Charlotte zu spät kommt, anzufangen. In Rachmaninows Klavierkonzert Nr. 2, mit dem der Film beginnt, entlädt sich der Ballast einer tiefen Krise zu einem Meisterwerk. Sein erstes Klavierkonzert war verrissen worden und der sonst so erfolgsverwöhnte Rachmaninow war verunsichert und blockiert. Durch Hilfe von außen, in diesem Fall war es sein Psychiater, kam er aus dieser Krise heraus und schrieb sein wohl bestes Klavierkonzert. Für einen Film, bei dem Musik ein wichtiger Bestandteil der Geschichte ist, haben wir später darin verhältnismäßig wenig Musik eingesetzt, und auch die Instrumentierung ist sehr sparsam. Nach der anfänglichen Opulenz konzentriert sich die Musik im Verlauf des Films immer mehr auf das Essentielle.

Nun ist Charlotte nicht Rachmaninow, und sie muss auch kein Klavierkonzert schreiben, aber nach einem Leben im Klassik-Jet Set kommt sie nach Hause und muss sich von ihrer Tochter Viola sagen lassen, dass sie als Mutter versagt hat. Ihr Gatte Walter ist ihr keine große Hilfe, und so muss es die neue Bekanntschaft Martin richten, der es mit seiner Tochter Grit auch nicht fehlerfrei macht.

"Man irrt im Laufe eines Lebens, das geschieht. Ich bereue meine Irrtümer, meine Ungerechtigkeit gegenüber Menschen, denen ich nahestand, die sich um mich bemüht haben", so hat sich Senta Berger neulich der Presse gegenüber geäußert, und eigentlich hätte sich Charlotte am Ende des Films auch so äußern können. Es geht in "An seiner Seite" um das Sehen und Gesehen werden. Eine emotionale Reise zu sich selbst, um den anderen sehen zu können.

"Das Verständnis für den jeweiligen Beruf war
von Anfang an eine große Klammer unserer Ehe"

Interview mit Senta Berger

Frau Berger, im Fernsehfilm "An seiner Seite" spielen Sie die Frau eines international erfolgreichen Dirigenten. Was ist Charlotte für ein Mensch?

Gerade weil Charlotte selbst Musikerin ist, erkennt und versteht sie die große Kunst ihres Mannes, seine Begabung, die unterstützt und verwaltet werden muss. Darin sieht sie ihre Aufgabe. Charlottes Heimkehr in die Stadt, in der sie vor Jahren jung war, löst viele Gefühle bei ihr aus. Unter anderem auch die Frage nach ihrem eigenen Leben, ihren Wünschen und Erwartungen. Als Charlotte zufällig einen Mann kennenlernt, der so ganz anders ist, als ihr Mann und ein so anderes Leben führt, als sie es kennt, beginnt sie, über ihr Leben nachzudenken, und darüber, dass sie immer das Leben als Frau an seiner Seite geführt und ihr eigenes Leben versäumt hat.

Kennen Sie diese Art von Beziehung?

Es gibt diese Künstlerehen, ich kenne viele, in denen die Frau die praktischen, organisatorischen Aufgaben übernimmt, um dem Künstler an ihrer Seite Raum und Zeit zu lassen, sein Talent weiterzuentwickeln, seine Karriere auszubauen. Es sind zumeist sehr glückliche Ehen, zumindest dann, wenn diese Verabredung von beiden Seiten getroffen ist und von Liebe getragen wird.

Sie selbst sind eine erfolgreiche Schauspielerin. Wie darf man sich das vorstellen, an Ihrer Seite zu stehen?

Mein Mann kommt aus einer Künstlerfamilie. Theater, Film, Schauspiel, Regie waren ihm von klein auf vertraut. Wir haben uns sehr jung kennengelernt, wir haben uns gemeinsam entwickelt und nicht auseinandergelebt und sind nun gemeinsam alt geworden. Dennoch sind wir zwei geblieben und nicht eins geworden. Michael Verhoeven hat mich immer zu meiner Arbeit ermutigt und sich gefreut, wenn sie glückte. Umgekehrt war es genauso. Das Verständnis für den jeweiligen Beruf war von Anfang an eine große Klammer unserer Ehe.

Durch merkwürdige Zufälle habe ich eine kleine Rolle in einem amerikanischen Film mit Richard Widmark bekommen: "Geheime Wege" ("Secret Ways"). Ich war 18 Jahre alt. Die Szenenfotos dieses Films landeten bei einer englischen Filmfirma und ich bekam wenig später eine etwas größere Rolle in dem Film "Die Sieger" ("The Victors"). Der Film erregte großes Aufsehen in Hollywood, und ich erhielt meinen ersten Vertrag mit Columbia Studios. Im Januar 1964 drehte ich meinen ersten amerikanischen Fernsehfilm in Los Angeles – mit Walter Matthau. Für meine Entwicklung als Schauspielerin waren natürlich andere Arbeiten von Bedeutung und vor allem meine Arbeit am Theater, zu dem ich immer wieder zurückgekehrt bin.

Sie spielen im Film mit Peter Simonischek und Thomas Thieme. Was verbindet Sie mit den beiden Schauspielern?

Meine beiden Kollegen kommen vom Theater und arbeiten immer noch dort. Ich kenne beide von unvergesslichen Inszenierungen. Die Zwei kennen sich schon lange von ihren Engagements an der "Schaubühne" in Berlin, dort hatten sie vor Jahren eine gemeinsame Garderobe. Sie sind beide große Geschichtenerzähler, und das ganze Team wurde von ihnen unterhalten. Ich auch. Ich habe für beide große Sympathie und große Wertschätzung. Es ist eine Freude, mit so besonderen Schauspielern zu spielen. Alles fällt leichter. Sogar das frühe Aufstehen morgens um sechs Uhr, ich habe mich immer schon auf den Drehtag gefreut.

Regisseur Felix Karolus kennen Sie aus vielen Folgen von "Unter Verdacht" und dem Kurzfilm "Menuett", der offensichtlich als Vorlage für "An seiner Seite" gedient hat. Was schätzen Sie an seiner Arbeit?

Felix Karolus ist mir vertraut, als wäre er aus meiner Familie. In gewissem Sinne ist er das auch – das Team um "Unter Verdacht" ist in all den Jahren zusammengewachsen, und Felix war mit wenigen Unterbrechungen als Regieassistent von Anfang an dabei. Er war eine große Kraft für unsere Arbeit. Aber nun war er mein Regisseur, und das verändert natürlich das Verhältnis. Trotz aller Zusammenarbeit bleibt es doch sein Film. Und darauf hat der Regisseur auch ein Recht. Es gab keine großen Diskussionen und wenn, dann waren sie vor Drehbeginn, über das Drehbuch und in welche Richtung es sich entwickeln lassen würde. Mit Felix Karolus zu arbeiten, ist ein Vergnügen, das noch viele meiner Kollegen bestätigen werden.

Am 13. Mai feiern Sie Ihren 80. Geburtstag. Welche Pläne haben Sie für die Zukunft?

Mein einziger Plan ist, keine Pläne zu machen. Denn erstens, kommt es anders, und zweitens, als man denkt. Das Fazit aus Coronazeiten: Ich werde dem Leben begegnen und dankbar nehmen, was es mir bietet.

"Es ist große Freundschaft"

Statement von Thomas Thieme

Martin ist ein einfacher Mann aus dem Osten. Es ist ihm gelungen, sich seine Herzenswärme bis ins Alter zu erhalten. Natürlich hat er sich in Charlotte verliebt. Aber über eine Perspektive füreinander denken beide nicht nach. Es ist große Freundschaft.

Es war außerordentlich angenehm, mit Senta Berger zu arbeiten. Besonders war, dass sie immer dialogisch gespielt hat. Und es gab keine falschen Töne.

"Eine Schönheit aus Wien
mit beiden Füßen am Boden"

Statement von Peter Simonischek

Walter Kler, den ich spiele, ist Dirigent. Er dirigiert in zweiter Reihe, dort aber an vorderster Front. Er ist nicht mehr jung, aber dennoch ehrgeizig. Für ein Opern-Dirigat an der Metropolitan Opera lässt er die Verabredung mit seiner Frau schon mal links liegen.

Er lässt sich gern feiern, er lässt sich gern beipflichten. Dirigenten sind es gewohnt, dass ihre Kommandos befolgt werden. Auch Walter Kler. Charlotte leidet darunter zunehmend. Die bedingungslose Gefolgschaft fällt ihr immer schwerer.

Bevor ich mit Senta Berger zum ersten Mal drehte, das war vor etwa 15 Jahren in Südafrika, war sie für mich die bewunderte und verehrte Schönheit. Die charismatische "Buhlschaft" im "Jedermann" auf dem Salzburger Domplatz und eine Wiener Schauspielerin mit Glamour und internationalem Flair. Von Nahe besehen, war sie dann auch noch eine liebenswerte, umgängliche Kollegin, mit der es Spaß machte zu spielen. Eine Frau, mit der man lachen konnte. Eine Schönheit aus Wien mit beiden Füßen am Boden. Und das hat sich bis zu ihrem 80. nicht geändert.

Die Sendetermine zum 80. Geburtstag von Senta Berger

"Unter Verdacht – Das Blut der Erde"
Freitag, 30. April 2021, 20.15 Uhr, ARTE

"Schlaflos"
Dienstag, 4. Mai 2021, 20.15 Uhr,3sat
Fernsehfilm mit Senta Berger, Carolin Peters,
Victoria Trauttmansdorff und vielen anderen

"Unter Verdacht – Verdecktes Spiel"
Mittwoch, 5. Mai 2021, 23.25 Uhr, 3sat

"Mama kommt!"
Samstag, 8. Mai 2021, 12.10 Uhr, ZDF
Komödie mit Senta Berger, Anja Kling,
Jella Haase und vielen anderen

"Almuth und Rita"
Samstag, 8. Mai 2021, 16.00 Uhr, 3sat
Fernsehfilm mit Senta Berger, Cornelia Froboess
und vielen anderen

"Almuth und Rita – Zwei wie Pech und Schwefel"
Samstag, 8. Mai 2021, 17.30 Uhr, 3sat
Fernsehfilm mit Senta Berger, Cornelia Froboess
und vielen anderen

"Mit fünfzig küssen Männer anders"
Sonntag, 9. Mai 2021, 17.00 Uhr, 3sat
Komödie mit Senta Berger, Ulrich Pleitgen,
Konstantin Wecker und vielen anderen

"Die Hochzeit meiner Eltern"
Sonntag, 9. Mai 2021, 21.45 Uhr, 3sat
Komödie mit Senta Berger, Günther Maria Halmer,
Anja Kling, Nicholas Ofczarek und vielen anderen

"An seiner Seite"
Der Fernsehfilm der Woche
Montag, 10. Mai 2021, 20.15 Uhr, ZDF
Freitag, 7. Mai 2021, 20.15 Uhr, ARTE

"Unter Verdacht – Evas letzter Gang"
Mittwoch, 12. Mai 2021, 23.30 Uhr, 3sat

"Zimmer mit Frühstück"
Donnerstag, 13. Mai 2021, 12.10 Uhr, ZDF
Komödie mit Senta Berger, Michael Gwisdek,
Gisela Schneeberger und vielen anderen

"Unter Verdacht – Ein Richter"
Donnerstag, 13. Mai 2021, 20.15 Uhr, ARTE

"Willkommen auf dem Land!"
Samstag, 15. Mai 2021, 12.10 Uhr, ZDF
Montag, 3. Mai 2021, 13.45, ARTE
Komödie mit Senta Berger, Günther Maria Halmer
und vielen anderen

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