Der Gottesdienst am Pfingstsonntag wird aus der Kirche Sankt Hedwig in Bonn ausgestrahlt. Foto: ZDF/Ulrich Fischer
Der Gottesdienst am Pfingstsonntag wird aus der Kirche Sankt Hedwig in Bonn ausgestrahlt. Foto: ZDF/Ulrich Fischer

Kirchliche Themen

Katholikentag, Gottesdienste, Lesch sieht Schwartz

Vom 25. bis 29. Mai 2022 findet in Stuttgart der 102. Deutsche Katholikentag unter dem Motto "Leben teilen!" statt. "Wer braucht noch die Kirche?" fragt ZDF-Moderatorin Dunja Hayali in einer Diskussionsrunde auf dem Katholikentag, die das ZDF am Donnerstag, 26. Mai 2022, 13.00 Uhr, live überträgt. Hinzu kommen am 25. und 29. Mai 2022 weitere Berichte vom Katholikentag. Und noch andere Sendungen im ZDF beschäftigen sich von Mitte Mai bis Mitte Juni 2022 mit kirchlichen Themen. Zudem startet am Donnerstag, 16. Juni 2022, 17.45 Uhr im ZDF, das neue Feiertags-Talkformat "Lesch sieht Schwartz".

  • ZDF, Donnerstag, 26. Mai 2022, 13.00 Uhr / Donnerstag, 16. Juni 2022, 17.45 Uhr
  • ZDF Mediathek, Donnerstag, 26. Mai 2022, 13.00 Uhr / Donnerstag, 16. Juni 2022, 17.45 Uhr

Texte

Übersicht über die nächsten ZDF-Sendungen mit kirchlichen Themen

Sonntag, 22. Mai 2022, 9.30 Uhr, ZDF und ZDFmediathek

Evangelischer Gottesdienst
Glauben weitergeben

Aus der St. Michaelskirche Fürth

Produktion: ZDF
Redaktion: Charlotte Magin
Länge: ca. 45 Minuten

 

Mittwoch, 25. Mai 2022, 0.45 Uhr, ZDF
Ab Mittwoch, 25. Mai 2022, 8.00 Uhr, ZDFmediathek

Schwache Kirche, starker Glaube
Zum Auftakt des Katholikentages in Stuttgart

Produktion: Kablitz, Marcus - MARCVSFILM
Redaktion: Karoline Knop, Jürgen Erbacher
Länge: ca. 14.30 Minuten

 

Donnerstag, 26. Mai 2022, 12.45 Uhr, ZDF
Ab Donnerstag, 26. Mai 2022, 8.00 Uhr, ZDFmediathek

Leben ist mehr!

Das erste Mal den Himmel sehen

Film von Nathalie Sutor

Produktion: benstar media GmbH Köln
Redaktion: Silvia Schmidt-Kahlert
Länge: ca. 13.30 Minuten

 

Donnerstag, 26. Mai 2022, 13.00 Uhr, ZDF und ZDFmediathek

Wer braucht noch die Kirche?
Diskussion vom Katholikentag mit Dunja Hayali

Produktion: ZDF
Redaktion: Brigitte Duczek
Länge: ca. 13.00 Minuten

 

Sonntag, 29. Mai 2022, 9.33 Uhr, ZDF 
Ab Freitag, 27. Mai 2022, 8.00 Uhr, in der ZDFmediathek

37°Leben
Oh mein Gott, ich glaube!

Produktion: strandgutmedia
Redaktion: Katrin Müller-Walde
Länge: ca. 27 Minuten

 

Sonntag, 29. Mai 2022, 10.00 Uhr, ZDF und ZDFmediathek

Katholischer Gottesdienst
Sie sollten alle eins sein – damit die Welt erkennt

Aus Stuttgart zum Abschluss des Katholikentages 2022

Produktion: ZDF
Redaktion: Anne Katrin Hansen
Länge: ca. 88.30 Minuten

 

Sonntag, 29. Mai 2022, 0.35 Uhr ZDF
Ab Sonntag, 29. Mai 2022, 20.00 Uhr, in der ZDFmediathek

Bericht vom Katholikentag
Zwischen Krieg und Frieden 
Der Katholikentag 2022 in Stuttgart

Produktion: ZDF
Redaktion: Rita Döbbe, Isabel Löchte
Länge: ca. 28.30 Minuten

 

Sonntag, 5. Juni 2022, 9.03 Uhr, ZDF 
Ab Freitag, 3. Juni 2022, 8.00 Uhr, in der ZDFmediathek

37°Leben
Leben für Gott – Was junge Menschen ins Kloster zieht

Produktion: LaboM
Redaktion: Harald Hamm
Länge: ca. 27 Minuten

 

Sonntag, 5. Juni 2022, 9.30 Uhr, ZDF und ZDFmediathek

Katholischer Pfingstgottesdienst
Geistes Gegenwart

Aus der Kirche Sankt Hedwig in Bonn

Produktion: ZDF
Redaktion: Brigitte Duczek
Länge: ca. 60 Minuten

 

Montag, 6. Juni 2022, 18.15 Uhr, ZDF
Ab Montag, 6. Juni 2022, 8.00 Uhr, in der ZDFmediathek

Leben mit Passion
Collien Ulmen-Fernandes in Oberammergau

Film von Babette Urban

Produktion: Ifage Filmproduktion
Redaktion: Harald Hamm, Jürgen Erbacher
Länge: ca. 43.30 Minuten

 

Sonntag, 12. Juni 2022, 9.30 Uhr, ZDF und ZDFmediathek

Evangelischer Gottesdienst
Gott segne dich!

Aus der Deutschen Kirche in Helsinki

Produktion: ZDF
Redaktion: Catherine Bralant
Länge: ca. 44.30 Minuten

 

Donnerstag, 16. Juni 2022, 17.45 Uhr, ZDF
Ab Donnerstag, 16. Juli 2022, 8.00 Uhr, in der ZDFmediathek

Lesch sieht Schwartz
Hysterie ist auch keine Lösung

Produktion: Gruppe 5
Redaktion ZDF: Anne Katrin Hansen, Harald Hamm
Länge: ca. 13.30 Minuten

Evangelischer Gottesdienst: Glauben weitergeben

Aus der St. Michaelskirche Fürth

Glaube kann Berge versetzen, Kraft geben im Leben. Doch Glaube existiert nicht von Anfang an und bleibt unverändert ein Leben lang. Er wandelt sich, lebt davon, weitererzählt zu werden.

Der Austausch über den Glauben kennt viele Richtungen: Ältere erzählen den Jüngeren von ihren Erfahrungen, aber auch umgekehrt. Jugendliche werden inspiriert von Vorbildern in der Schule oder in der Kirchengemeinde. Auf dem Fürther Kirchenplatz wird das gelebt.

Pfarrerin Stefanie Schardien fördert das in ihrer Gemeinde und macht Angebote zur Begegnung. Im Gottesdienst werden einige Gemeindeglieder vorgestellt, denen es wichtig geworden ist, darüber im Dialog zu bleiben. Sie erzählen von ihren Glaubensgeschichten.

Pfarrerin Stefanie Schardien leitet den Gottesdienst und hält die Predigt. Musikalisch wird ein Kinderchor unter der Leitung von Tobias Kraft den Gottesdienst gestalten.

Nach dem Gottesdienst gibt es bis 18.00 Uhr ein telefonisches Gesprächsangebot der Gemeinde unter der Telefonnummer 0700 – 14 14 10 10 (6 Cent/Minute aus dem deutschen Festnetz. Mobilfunkkosten abweichend.)

Weitere Informationen zu diesem Gottesdienst finden Sie im Internet unter http://www.zdf.fernsehgottesdienst.de. 

Schwache Kirche, starker Glaube – Zum Auftakt des Katholikentages in Stuttgart

Immer mehr Menschen sagen: "Glaube ja, Kirche nein!" Sie treten aus, wollen aber weiter ihren Glauben leben. Andere hadern, weil sie Opfer von Gewalt sind oder unter Kirchenregeln leiden.

Johanna Beck erlebte sexualisierte Gewalt in der katholischen Kirche und setzt sich für Reformen ein. Das macht auch Lisa Kötter, obwohl sie ausgetreten ist. Jens Ehebrecht-Zumsande arbeitet für die Kirche und darf darum seinen Mann nicht heiraten. Ist das okay?

Vom 25. bis 29. Mai 2022 findet in Stuttgart der 102. Deutsche Katholikentag statt. "Leben teilen" lautet das Motto. Mit Blick auf die katholische Kirche gibt es immer weniger Menschen, die die Positionen der Kirche teilen. Die Austrittszahlen sind nach den Debatten um die Missbrauchsaufarbeitung in den Erzbistümern Köln und München im Jahr 2021 noch einmal gestiegen. Mittlerweile kehren auch immer mehr Katholiken ihrer Kirche den Rücken, die über Jahrzehnte sehr engagiert mitarbeiteten. An drei Beispielen werden die aktuellen Herausforderungen der katholischen Kirche aufgezeigt.

Lisa Kötter ist Mitbegründerin von "Maria 2.0". Sie engagiert sich für die Beendigung der Diskriminierung von Frauen und die Demokratisierung innerhalb der katholischen Kirche. Kötter ist aus der Kirche ausgetreten, lebt ihren Glauben aber immer noch in der Gemeinde. Sie stellt die Frage, wem die Kirche gehört: dem Klerus oder den Menschen?

Johanna Beck spricht von sich selbst als Missbrauchsüberlebende. Systematisch wurden sie und ihre Schwester bei der Katholischen Pfadfinderschaft Europas von einem Ordensmann missbraucht. Als Mitglied des Betroffenenrates der Deutschen Bischofskonferenz will sie die Kirche von innen heraus verändern. Doch fragt sie sich, wie lange sie noch Mitglied der katholischen Kirche bleiben kann.

Jens Ehebrecht-Zumsande ist Mit-Initiator der Initiative #OutInChurch. Er lebt mit seinem Partner seit 14 Jahren in Hamburg und arbeitet seit 25 Jahren für die katholische Kirche. Sein Ziel ist es, das kirchliche Arbeitsrecht in Deutschland zu verändern. Erste Bischöfe haben eine Selbstverpflichtungserklärung unterschrieben, queeren Personen nicht zu kündigen. Für Jens Ehebrecht-Zumsande ist dies nur ein "Gnadenakt", denn er läuft immer noch Gefahr, gekündigt zu werden, wenn er und sein Partner jetzt heiraten würden.

Leben ist mehr! Das erste Mal den Himmel sehen

Christi Himmelfahrt erinnert daran, dass Hoffnung auf ein neues Leben möglich ist. Dazu gehört auch der Schutz der Schöpfung. Diese Aufgabe ist eine Herzensangelegenheit für die evangelische Pastorin Jeannette Querfurth aus Bremen: "Alle Tiere sind Geschöpfe Gottes, die ein würdevolles Leben verdient haben." Nach dieser Überzeugung lebt sie.

Deswegen rettet sie todgeweihte Hühner aus der Massentierhaltung. "Es bricht mir jedes Mal das Herz, wenn ich diese Geschöpfe sehe, und ich bin entsetzt, weil wir, also die Menschen, ihnen das antun."
Derzeit leben neun gerettete Hühner bei ihr im Garten, der inzwischen zu einem kleinen Hühnerparadies geworden ist. Jetzt wird sie wieder zwei aufnehmen und so vor dem sicheren Tod bewahren. Darauf freuen sich ihr Mann Thomas und sie schon. "Es macht mich glücklich, zu sehen, wie sie sich erholen und dass wir ihnen einen schönen Lebensabend schenken können."

Allein im Frühjahr 2022 brauchen noch etwa 4500 andere aussortierte Legehennen über den Verein "Rettet das Huhn e.V." eine neue Bleibe. Einmal pro Jahr wird in Bodenhaltungs-, Freilandhaltungs- und Biohaltungsbetrieben der gesamte Hühnerbestand ausgetauscht. Normalerweise gehen die Hühner dann – im Alter von 18 Monaten – für maximal wenige Cent an den Schlachthof und enden als Tierfutter. Aber einige kooperierende Betriebe geben die Tiere inzwischen auch kostenlos an die Initiative "Rettet das Huhn" ab.

Die 48-jährige Stefanie Laab aus Wolfsburg ist eine der beiden Vorsitzenden des Vereins. Sie macht die Arbeit ehrenamtlich neben ihrem eigentlichen Beruf als Grundschullehrerin. "Wenn man gerettete Hühner hat, die ein Häufchen Elend waren, und man erlebt, wie sie das erste Mal im Sand baden, sich in der Sonne ausstrecken und das Tageslicht genießen, dann ist das das absolute Glück."

Das Motto des Vereins ist: Ein Tier zu retten verändert nicht die ganze Welt, aber die ganze Welt verändert sich für das Tier. Die Pfarrerin Jeannette Querfurth sieht darin genau den Zusammenhang zwischen Christi Himmelfahrt und dem Schutz der Schöpfung: "Die Bibel erzählt, dass Jesus Christus erhöht und verwandelt worden ist – also zu Gott aufgefahren. Seine Jüngerinnen und Jünger blieben zurück. Geblieben ist die Verantwortung für ihre Welt. Dazu gehört auch der Schutz der Schöpfung Gottes. Moderne Massentierhaltung erniedrigt Geschöpfe Gottes zu Dingen, die benutzt und weggeworfen werden. Sollte der verantwortliche Umgang nicht auch den Tieren ihre Würde als Geschöpfe wiedergeben?"

"Leben ist mehr!" begleitet die Aktivitäten von Menschen, die todgeweihte Hühner als Geschöpfe wahrnehmen und sie das erste Mal den Himmel sehen lassen.

Wer braucht noch die Kirche? Diskussion vom Katholikentag mit Dunja Hayali

Die katholische Kirche steckt in einer Vertrauenskrise. Durch knapper werdende Ressourcen muss sie Schulen und Sozialeinrichtungen schließen. Hat die Krise Auswirkungen auf die Gesellschaft?

Was passiert, wenn die Kirche als "Sinngeber" und Orientierungsinstanz ausfällt? Braucht es die Kirchen wirklich? Dunja Hayali diskutiert mit Gästen aus Kirche und Gesellschaft. Dabei geht es auch um die Frage, ob in der Krise auch eine Chance steckt.

Der 102. Deutsche Katholikentag findet vom 25. bis 29. Mai 2022 in Stuttgart statt. Wie selten zuvor steht die katholische Kirche im Spannungsfeld einer heftigen öffentlichen Debatte. Die Aufdeckung von sexuellem Missbrauch an Kindern und Jugendlichen in deutschen Diözesen und der unaufrichtige Umgang damit sowie die Diskussion um Kirchenmitarbeiter*innen, die sich als LGBTQ+ geoutet und ihren Arbeitsplatz verloren haben oder sich davor fürchten, ihn zu verlieren, haben große Wellen geschlagen.

Die Begeisterung für die Kirche als einen Ort des Glaubens schwindet seit Jahren. Die Zahl der Austritte steigt drastisch, auch weil die Kirche zunehmend Kritik ausgesetzt ist. Was muss die katholische Kirche tun, um ihre Glaubwürdigkeit und das Vertrauen ihrer Mitglieder, aber auch der Gesellschaft wiederzuerlangen? Welche Chance steckt in der Krise? Es geht in der Debatte auch um die Frage, ob es nicht eine noch stärkere Trennung von Staat und Kirche in Deutschland braucht, um den Einfluss der Kirchen zurückzudrängen angesichts des Neutralitätsgebotes des Staates.

Die Veranstaltung findet im Foyer des Landtages von Baden-Württemberg in Stuttgart statt.

37°Leben – Oh mein Gott, ich glaube!

"37°Leben" fragt im Rahmen der Berichterstattung zum Katholikentag: Warum glauben Menschen überhaupt noch an Jesus – angesichts des Vertrauensverlustes beider großer Kirchen hierzulande?

Die Reportage-Reihe begleitet einen erwachsenen Gläubigen aus Sachsen, der sich in der Osternacht taufen lässt, und eine junge evangelische Pfarrerin aus Rheinland-Pfalz, die Mitglied des feministischen Andachtskollektivs fAK in Berlin ist und dort predigt.

Peter Möckel (25), Jurist, kommt über seine rumänische Freundin in Kontakt mit der katholischen Kirche und identifiziert sich mit dem Wertesystem der Christen. Ein kurzer Briefwechsel mit dem emeritierten Papst Benedikt motiviert ihn zum entscheidenden Schritt.

Lena Müller (30) studiert erst Mathematik, bevor sie auf evangelische Gemeindepädagogik umsattelt. Seit dem 1. Januar 2022 hält sie in Neukölln Andachten. Sie will die Kirche von innen reformieren, Gläubige dort erreichen, wo sie sind – in der Kirchenarbeit und über Social Media. Sie will "zu den Menschen gehen, so wie Jesus Christus es einst tat", sagt sie. Dabei scheut sie auch nicht den Konflikt mit Gläubigen, die die traditionelle Rolle der Frau in den Kirchen beibehalten möchten und mit Austritt drohen.

Katholischer Gottesdienst: Sie sollten alle eins sein – damit die Welt erkennt

Beim Abschlussgottesdienst des Katholikentags in Stuttgart geht es um den Gedanken der Einheit. Der heilige Martin, der seinen Mantel teilte, wird zum Vorbild für die Christen heute.

Im Symbol des Mantels, der beim Gottesdienst eine besondere Rolle spielt, wird der Auftrag der Christen für die Welt von heute verdeutlicht: Glaubensverkündigung und Nächstenliebe. Der 102. Katholikentag steht unter dem Motto "leben teilen".

Die Messe findet auf dem Stuttgarter Schlossplatz statt. Zu dem Gottesdienst mit dem Vorsitzenden der Deutschen Bischofskonferenz, Bischof Georg Bätzing, werden rund 30.000 Teilnehmende erwartet. Die musikalische Gesamtleitung hat Domkapellmeister Christian Schmitt.

Fünf Tage diskutieren vom 25. bis 29. Mai Christinnen und Christen in Stuttgart die aktuellen Herausforderungen von Kirche und Gesellschaft bei unzähligen Veranstaltungen in der Stadt.

Bericht vom Katholikentag 2022: Zwischen Krieg und Frieden

Der Krieg in der Ukraine prägt das Treffen. Christen diskutieren über Zeitenwende und Zusammenhalt, über Zustimmung zu Waffenlieferungen und Friedensengagement.

Was machen mit dem Patriarchen der russisch- orthodoxen Kirche, der Putin unterstützt? Wie agiert der Papst? Welche Antworten geben Christ*innen angesichts der Nöte in unsicheren Zeiten? Reporterin Nazan Gökdemir fängt Eindrücke, Einschätzungen und Standpunkte ein.

All diese Fragen treffen die katholische Kirche in einer existentiellen Krise. Durch massiven und vielfachen sexuellen Missbrauch, aber auch durch die schleppende Aufarbeitung ist sie in der Defensive. Hinzukommen andere Themen wie das Zölibat, die veraltete Sexualmoral, Machtmissbrauch und die Diskriminierung von Frauen. Katholikinnen und Katholiken verlieren das Vertrauen in die Institution und oft auch den Glauben. Nur 20.000 bis 30.0000 Gäste, inklusive der sogenannten Tagesgäste, werden erwartet.

Der letzte Katholikentag vor dem Stuttgarter Treffen war 2018 in Münster mit 53.000 Dauer- und 35.000 Tagesgästen. Im Vorjahr gab es unter dem Vorzeichen der Coronapandemie in Frankfurt einen Ökumenischen Kirchentag (ÖKT), der weitestgehend digital war. Der Katholikentag 2022 wird in Präsenz stattfinden. Er wird veranstaltet vom Zentralkomitee der Deutschen Katholiken, Gastgeber ist das Bistum Rottenburg- Stuttgart.

37°Leben: Leben für Gott – Was junge Menschen ins Kloster zieht

Sie wollen mehr für Gott da sein und den Menschen helfen. Dafür geben sie ihr altes Leben auf und damit auch viele Freiheiten. Der Glaube leitet ihre Entscheidung, ins Kloster zu gehen.

Nach einer Lebenskrise, die auch zu Depressionen führt, hinterfragt Vanessa Jüstel (35) ihr Leben. Sie spürt, welche Anziehung Gott auf sie hat, und macht ein freiwilliges Ordensjahr bei den Zisterzienserinnen. Fühlt sie sich berufen, Ordensschwester zu werden?

Moritz Huber (26) dagegen ist sich sicher: "Ich werde Ordensbruder." Bei einer Pilgerreise trifft der gelernte Brauer auf den Orden der Kapuziner. Er spürt sofort eine tiefe Verbundenheit mit den Brüdern, ihrer Einstellung und Motivation. Ihm wird bewusst: Sein Glaube an Gott ist so stark, dass er dafür leben und den Menschen helfen möchte. Wo andere nur zuschauen, möchte er ganz vorne mit dabei sein und anpacken. Im Kloster arbeitet Moritz unter anderem in der Obdachlosenhilfe. Doch warum braucht er Gott, um sich sozial zu engagieren? Was gibt ihm das Leben im Kloster? Kommen ihm manchmal nicht doch Zweifel?

Die Reportage zeigt zwei junge Menschen, die sich selbst im Glauben gefunden haben, und fragt, was sie in das aussterbende Lebenskonzept eines Klosters zieht. Wie kommen sie damit klar, einem streng geregelten Tagesablauf zu folgen und nicht nach Lust und Laune ins Kino gehen oder spontan Freunde treffen zu dürfen? Wie ist der Alltag mit den Schwestern und Brüdern, die größtenteils doppelt so alt sind wie sie? Sehnen sie sich nicht doch nach Liebe und Geborgenheit in einer Partnerschaft?

Katholischer Pfingstgottesdienst: Geistes Gegenwart

Der Pfingstgottesdienst aus St. Hedwig in Bonn wird von Jugendlichen aus der Gemeinde mitgestaltet, die wenige Tage zuvor ihre Firmung erhalten haben. Gäste aus Bosnien sprechen die Fürbitten.

Mit dem Pfingstereignis, von dem in der Lesung erzählt wird, verbindet Pfarrvikar Markus Höyng die Statements der Firmlinge. Am Beispiel der Jugendlichen will er zeigen, wie Gottes Geist heute noch wirkt. Darüber hinaus sind für die Pfingstaktion des katholischen Hilfswerks für Osteuropa, Renovabis, drei junge Männer aus Bosnien zu Gast. Sie tragen ihre Gebetsanliegen durch Fürbitten in ihrer Muttersprache vor.

Das Motto dieser Aktion, "dem glaub' ich gern! Was Ost und West verbinden kann", wird so im Gottesdienst gelebt.

Die musikalische Leitung liegt bei Kirchenmusiker Josef Weber. Eine Band um seinen Kollegen Jerzy Kukula sorgt mit vielen Liedern aus dem Gesangbuch der Salesianer Don Boscos, "God for You(th)", für Schwung.

Im Anschluss an den Gottesdienst wird es wieder ein Zuschauer-Telefon bis 18.00 Uhr unter der Nummer 0700 – 14 14 1010 geben (6 Cent/Minute aus dem Festnetz der Deutschen Telekom, abweichender Mobilfunktarif).

Weitere Informationen sind im Internet unter www.zdf.fernsehgottesdienst.de zu finden.

Leben mit Passion – Collien Ulmen-Fernandes in Oberammergau

Mehr als 2000 Menschen machen mit bei den Passionsspielen. In Oberammergau trifft Collien Ulmen-Fernandes "Jesus", "Maria" und andere Laiendarsteller – die Menschen hinter den Rollen. Die Moderatorin und Schauspielerin will wissen, wie die Passionsspiele das Leben der Mitwirkenden verändern. Dafür erlauben sie Collien einen Blick in ihr Innerstes, laden sie nach Hause ein, öffnen ihre Fotoalben und teilen Gefühle und Gedanken zu ihrer Passion.

Als professionelle Schauspielerin interessiert Collien Ulmen-Fernandes besonders, wie diese spektakuläre Aufführung auf die Beine gestellt wird. Sie kommt mit dem Regisseur Christian Stückl ins Gespräch und unterhält sich mit ihm über Tradition und Aktualität dieses christlichen Schauspiels.

Sie lernt den ältesten und den jüngsten Hauptdarsteller kennen, Peter Stückl und David Bender, sie schaut Holzschnitzerin Katrin Mangold bei der Entstehung einer neuen Skulptur über die Schulter, befragt Maria-Darstellerin Eva-Maria Reiser zu ihrem Frauenbild und begleitet Bibo Farman, der als jüdische Tempelwache, als Rottler, mitspielt, zu dem Kinderheim, wo er nach seiner Flucht aus dem Irak aufgenommen wurde. Außerdem erfährt Collien Ulmen-Fernandes von Claudia Hans, einer Hotelinhaberin in dritter Generation, wie sich Corona auf ihr Geschäft ausgewirkt hat.

Die letzten Wochen kurz vor der Premiere sind immer stressig für alle Beteiligten. Diesmal ist die emotionale Herausforderung besonders groß, weil die Aufführung wegen Corona vor zwei Jahren verschoben werden musste und das Warten spürbar an den Nerven zehrte. Alle fiebern dem Moment entgegen, den Besuchern aus dem In- und Ausland endlich die neu konzipierte Version präsentieren zu können.

Seit 1634 bringen die Oberammergauer die letzten Tage Jesu auf die Bühne. Der Brauch entstand in einer Zeit, die Parallelen zur jetzigen Coronapandemie hat. Denn damals, um 1630, wütete in Oberammergau die Pest, 84 Einwohner starben innerhalb kurzer Zeit. Damit Gott Krankheit und Tod ein Ende bereite, gelobten die Oberammergauer, alle zehn Jahre die Passion Jesu aufzuführen. Und das funktionierte: 1634 gab es die ersten Passionsspiele, und seitdem starb – der Legende nach – niemand mehr an der Pest-Erkrankung.

Evangelischer Gottesdienst: Gott segne dich!

Gott segne dich!" In der Deutschen Gemeinde in Helsinki feiern Jugendliche ihre Konfirmation. Mit ihrem "Ja" bekräftigen sie ihre Zugehörigkeit zur Kirche, die seit der Taufe besteht.

In Finnland sind für die Vorbereitung auf die Konfirmation in den vergangenen 30 Jahren herausragende Konzepte für Konfirmandenfreizeiten entstanden, die die Konfirmandenarbeit in ganz Deutschland geprägt haben.

Der Gottesdienst wird von Pastor Matti Fischer gehalten.

Kantorin Agnes Goerke gestaltet zusammen mit Musikerinnen und Musikern aus Helsinki den Gottesdienst musikalisch.

Nach dem Gottesdienst gibt es bis 18.00 Uhr ein telefonisches Gesprächsangebot unter der Nummer 0700 – 14 14 10 10 (6 Cent/Minute aus dem deutschen Festnetz. Mobilfunkkosten abweichend.)

Weitere Informationen zu diesem Gottesdienst finden Sie im Internet unter http://www.zdf.fernsehgottesdienst.de 

Lesch sieht Schwartz – Hysterie ist auch keine Lösung

Wie kann ich bei Sinnen bleiben in diesen höchst aufgeladenen Zeiten? Naturwissenschaftler Harald Lesch und Theologe Thomas Schwartz suchen nach Wegen aus der medialen Überforderung.

Ukraine-Krieg, Klimakrise, Corona. Die Nachrichten bringen uns permanent auf den neuesten Stand, bieten aber kaum die Möglichkeit, die Geschehnisse einzuordnen und zu verarbeiten. Sie ängstigen uns. Wie kann es gelingen, in der Informationsflut nicht unterzugehen?

Wissenschaft und Glaube stehen seit jeher in einem Spannungsverhältnis. Sind sie Gegensätze, die sich ausschließen? "Nein", sagen der Naturwissenschaftler Harald Lesch und der Theologe Thomas Schwartz. Sie sind überzeugt, es braucht beides, um eine menschenfreundliche Zukunft zu gestalten.

Die Feiertage sind für Christen Anlass, über existenzielle Lebensfragen nachzudenken. Harald Lesch und Thomas Schwartz möchten in ihrem Gespräch einladen, sich mit theologischen und existenziellen Fragen zu beschäftigen, jeweils vor dem Hintergrund der aktuellen gesellschaftspolitischen Herausforderungen.

Vor der prächtigen Kulisse des Klosters Seeon widmen sie sich dem Informationsüberangebot und sagen: "Hysterie ist auch keine Lösung". Zunächst definieren sie die Herausforderung der Informationsflut und geben Einblick in ihren jeweils persönlichen Umgang damit. Sie diskutieren die Unterschiede zwischen gefühlten und echten Bedrohungen, beleuchten die Ursprünge von Angst und Verzweiflung, um dann die Kräfte herauszuarbeiten, die durch Vertrauen und Gottvertrauen frei werden. Mit ganz konkreten Angeboten bieten sie den Zuschauern zuletzt Möglichkeiten, eine innere Haltung zu finden, mit den Verhältnissen in der Welt und ihrer medialen Berichterstattung umzugehen.

Harald Lesch ist Astrophysiker, Naturphilosoph, Wissenschaftsjournalist und Fernsehmoderator. Er moderiert die ZDF-Wissenschaftsreihe "Leschs Kosmos", die "Terra X"-Reihe "Faszination Universum" und zahlreiche andere "Terra X"-Sendungen sowie die YouTube-Kanäle "Terra X Lesch&Co." Harald Lesch erhielt zahlreiche wissenschaftliche und journalistische Auszeichnungen, unter anderem den Deutschen Fernsehpreis 2018.

Thomas Schwartz ist römisch-katholischer Priester, Theologe, Honorarprofessor, Autor, Verleger und Fernsehmoderator. Zusammen mit Harald Lesch hat er mehrere Bücher veröffentlicht und die ARD-alpha-Reihe "Alpha bis Omega" moderiert. Thomas Schwartz ist außerdem Hauptgeschäftsführer der Hilfsorganisation Renovabis.

Drei weitere Folgen "Lesch sieht Schwartz" werden ausgestrahlt: zu Mariä Himmelfahrt, Allerheiligen und Dreikönig.

Fotohinweis

Fotos sind erhältlich über ZDF-Kommunikation 06131 – 70-16100 und über https://presseportal.zdf.de/presse/kirchlichethemen

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