Mein gebrauchter Mann

Komödie

Sophie (Christiane Paul) beobachtet, wie um sie herum an Familienplanungen gefeilt wird: Männer, die mit über sechzig noch 'mal Vater werden, Kolleginnen, die sich mit über vierzig ihren Kinderwunsch auch ohne Partner erfüllen. Vieles scheint möglich. Auch Sophie hätte gerne Kinder – aber nur mit einem  Mann, den sie liebt. Dann lernt sie Fritz (Fritz Karl) kennen: Zahnarzt, geschieden - und Vater. Fritz sagt offen, dass er keine Kinder mehr will. Gibt es eine gemeinsame Zukunft?

  • ZDF, Donnerstag, 29. Oktober 2015, 20.15 Uhr

Texte

Stab

BuchNina Bohlmann
RegieLars Jessen
Kamera Kristian Leschner
MusikMartin Probst
KostümeAnette Schröder
TonMaarten van der Voort
SzenenbildDorle Bahlburg
SchnittSebastian Schultz
CastingGitta Uhlig Casting
MaskeJens Holstein, Ulla Röling
ProduktionsleitungRoman Gustke
Herstellungsleitung Lutz Weidlich
ProduktionConstantin Television GmbH, München
ProduzentinKerstin Schmidbauer
Redaktion Daniel Blum
Länge88:30 Minuten

Besetzung

Sophie MehnertChristiane Paul
Fritz MartensFritz Karl
VincentLouie Betton
NinaUrsula Strauss
JuliaDiana Staehly
Verleger KerstmannRudolf Kowalski
Frank BerlerMichael Prelle
SybilleRike Schmid
LillyLuisa Helmer
MarionCaroline Dibbern
KollegeTristan Seith
Mutter von Hans Yasmin Knoch
HansPaul Sanguinette
Zahnarzthelferin Angelika Thomas
und andere

Inhalt

 Sophie Mehnert ist eine erfolgreiche Lektorin eines Hamburger Verlags. Selbst partner- und kinderlos beobachtet Sophie, wie um sie herum an Familienplanung und der Optimierung von Le­bensentwürfen gefeilt wird: Männer, wie ihr Chef, der Verleger Kerstmann, der mit über sechzig nochmal Vater wurde; Frauen um die fünfzig, die ihre Familien verlassen, um mit einem jünge­ren Mann noch mal ganz neu anzufangen oder Kolleginnen, die sich mit über vierzig ihren Kinderwunsch auch ohne Partner mit Hilfe von Samenbanken erfüllen. Alles scheint möglich. Auch Sophie hätte gerne Kinder und wünscht sich eine Familie  – aber nur mit dem Mann, den sie liebt. Dann lernt sie Fritz Mertens kennen: Zahnarzt, geschieden - und Vater. Sein zwölfjähriger Sohn Vincent ist seit der Trennung seiner Eltern ein Kind mit Vielflieger-Status. Unter der Woche lebt er bei seiner Mutter Nina in München, am Wochenende fliegt er regelmäßig zum Vater nach Hamburg.

Ein klemmender Fahrstuhl bringt die beiden unterschiedlichen Pole zusammen und Sophie und Fritz verlieben sich ineinander: Sophie sieht in Fritz, mit seinen bereits erprobten Vater-Qualitäten, den idealen Partner für ihre anstehende Familienplanung. Fritz ist of­fen für eine neue Beziehung, allerdings ohne weitere elterliche Verpflichtungen. Doch das weiß Sophie nicht. Fritz glaubt wiede­rum, mit Sophie die Frau gefunden zu haben, die scheinbar auch ohne eigene Kinder glücklich ist, weil sie ganz in ihrem Beruf auf­zugehen scheint, und zudem rund um die Uhr in Beschlag ge­nommen wird von ihren Autoren, insbesondere von Berler, dem Starautor des Verlags.

Dass Vincent nicht gerade begeistert ist, sich an den Wochen­enden von nun an mit der Freundin seines Vaters arrangieren zu müssen, und entsprechend mauert, Fritz sich zunehmend zwi­schen Freundin, Sohn und Ex aufreibt und ein unfreiwilliger ge­meinsamer Familien- Wochenendausfug mit Nina, der Ex,  sorgen für weitere Spannungen.

Sophies Schwester Julia, die selbst ein reisendes Kind hat, ver­sucht Verständnis für Fritz’ Situation aufzubauen. Doch als sich herausstellt, dass Sophie nicht verhütet, kommt es zum Eklat zwi­schen dem Paar: Fritz sagt offen, dass er  keine Kinder mehr will. Und er hat Angst, nochmal als Familienvater zu scheitern und sein gutes Verhältnis zu Vincent mit einer neuen Familie womöglich zu gefährden. Sophie wirft Fritz vor, sie im Glauben gelassen zu ha­ben, er sei offen für Kinder. Zudem möchte Sophie nicht auf ihren Wunsch nach einer eigenen Familie verzichten. Als beiden klar wird, wie unterschiedlich sie in puncto Familiengründung ticken, stellt sich die Frage: Gibt es eine gemeinsame Zukunft? Und wenn ja, wer gibt nach?

Interview mit Christiane Paul

Der "gebrauchte Mann" zeichnet sich dadurch aus, dass er in der Regel eine Ehe hinter sich hat, eventuell auch zwei. Laut Statistik liegt die Anzahl der Ehescheidungen in Deutschland bei rund 170.000 pro Jahr. Das bringt viele frisch geschiedene "Gebrauchtmänner" – Tendenz steigend. Wie stehen Sie persönlich zu Männern mit Altlasten?

Gut! Unser Leben wird immer länger und gleichzeitig auch kom­plexer, man geht Beziehungen ein, löst sie wieder. Wir leben so viele verschiedene Möglichkeiten - und natürlich kommt es dann auch vor, wenn wir Männer oder Frauen in der Lebensmitte ken­nenlernen, dass diese schon Beziehungen mit Kindern oder ohne hinter sich haben. Würde es uns denn nicht auch irritieren, wenn ein Mann um die 40 noch gar keine Altlasten hätte? Es ist natür­lich nicht so leicht, damit umzugehen, aber so ist es eben. Je äl­ter man wird, umso schwerer ist es sicherlich, aufeinander zuzu­gehen; Kompromisse zu machen, sich auf einander einzustellen. Man hat schon so viel Gepäck, aber wie man auch an Sophie und Fritz sehen kann: irgendwie kriegt man das schon hin, und es lohnt sich.

Sophie ist erfolgreiche Lektorin, Anfang Vierzig, Single und steht mit beiden Beinen im Leben. Mit Familienplanung steht sie eigentlich auf Kriegsfuß – warum plötzlich der Sinneswandel?

Ich glaube nicht, dass es ein plötzlicher Sinneswandel ist. Ich glaube eher, es war eine verpasste Chance, die Möglichkeit, die berufliche Karriere voranzutreiben, vielleicht auch nicht der rich­tige Partner zur richtigen Zeit. Frauen sollen heute so viel auf einmal können, das klappt eben nicht immer. Und Sophie sieht sicher jetzt auch, dass ihr Leben ohne Familie ein Stück weit leer bleibt, was sie sich lange Zeit nicht eingestehen wollte. Aber ein­fach ein Kind zu bekommen, heißt eben noch lange nicht, Familie zu haben, so formuliert es ihre Schwester.

Sie sind immer wieder in sehr unterschiedlichen Rollen zu sehen und es gibt keinen Charakter, auf den man Sie festlegen kann. Was hat Sie speziell an der Rolle Sophie gereizt? Und steckt vielleicht auch ein bisschen Christiane in Sophie?

Ich mochte die Art der Komödie, der leichten Unterhaltung, die uns zum Lachen bringt, und trotzdem immer auch etwas Wahres in der Tiefe verborgen hält. So erzählt der Film ja doch schon das zeitgenössische Problem der Patchwork-Familien, das für alle Beteiligten eine Herausforderung ist, vor allem emotional. Auch die ungestillte Sehnsucht der Sophie hat mich interessiert, die irgendwie chaotisch, aber mit vollem Einsatz ihren Platz im Leben sucht. Und sicher steckt immer ein Wenig von einem selbst in der Figur, sonst würde man sie sicher nicht verstehen.

Dieser Film war Ihre erste Zusammenarbeit mit Fritz Karl. Erzählen Sie davon! Was schätzen Sie an Ihrem Kollegen?

Es war toll! Fritz ist einfach wunderbar! Er ist nicht nur ein so groß­artiger Schauspieler, er ist auch ein feiner Mensch und guter Kollege. Ich habe mich jeden Tag auf die Arbeit mit ihm gefreut. Zusammen mit Lars Jessen, dem Regisseur, haben wir versucht, alle kleinen und großen Hürden, die so ein Dreh mit sich bringt, zu meistern. Fritz hat einen unglaublichen Humor, er ist offen, weiß so viel, er ist so belesen... Es macht einfach Spaß, mit ihm zu arbeiten!

Das Interview führte Andrea Göser

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