Nachtschicht - Wir sind alle keine Engel

Der Fernsehfilm der Woche

Die "Ab-in-die-Wüste-Schlussmacher-Woche" auf Radio-Mega: "Ruf' an und servier' Deinen Partner ab!", so das Motto der Sendung. Das lässt sich Mufti Korkmaz nicht zweimal sa­gen. Am besten gleich live in der Sendung die Freundin abservieren! Der Radio-Chef ist begeistert, dass bringt Quote. Bei Muftis Ex-Perle brennt allerdings eine Sicherung durch und sie bedient sich aus dem reichhaltigen Waffenarsenal ihrer Brüder… Eine rasante Verfolgungsjagd durch die heiße Hamburger Nacht wird live on Air begleitet. Plötzlich überschlagen sich die Er­eignisse.

  • ZDF, Montag, 27. April 2015, 20:15 Uhr

Texte

Inhalt

Die "Ab-in-die-Wüste-Schlussmacherwoche" auf Radio-Mega: "Ruf an und servier' Deinen ungeliebten Partner ab!", annonciert die Moderatorin Milla das aktuelle Motto der kultigen Radioshow. Das lässt sich Pizza-Bote Mufti Korkmaz nicht zweimal sa­gen. Am besten soll Milla gleich live in ihrer Sendung seiner Freundin Sharronda den Laufpass geben. Radio-Chef Simon ist begeistert - das bringt Quote! Dass bei Muftis Ex-Perle damit eine Sicherung durchbrennt, damit hat niemand gerechnet. Sie bedient sich aus dem reichhaltigen Waffenarsenal ihrer Brüder Dexter und Gordon und nimmt erst einmal ihre Blumenchefin Wilma als Geisel. Was sie genau von Wilma will, ist ihr selbst noch nicht ganz klar.

Lisa Brenner und Erichsen sind vor Ort, während Mimi Hu und Yannick Kruse bei Sharrondas einschlägig bekannten Nazi-Brüdern vorstellig werden. Obwohl Sharronda sich am Telefon wieder mit Mufti versöhnt, wollen Dexter und Gordon mit dem Typen ein Hühnchen rupfen. Ein Unbekannter kommt ihnen allerdings zuvor und erschießt Mufti auf offener Straße. Völlig geschockt heften sich die Brüder an die Fersen des Täters. Die rasante Verfolgungsjagd durch die heiße Hamburger Nacht wird live on Air von Radio Mega begleitet. Plötzlich überschlagen sich die Er­eignisse.

Stab

Buch und RegieLars Becker
KameraHannes Hubach
TonMichael Kunz
SzenenbildSabine Pawlik
KostümFana Becker
SchnittSanjeev Hathiramani
Musik Stefan Wulff, Hinrich Dageför
CastingSandra Köppe
ProduktionsleitungFrank W. Mähr
Herstellungsleitung Andreas Breyer
ProduzentenWolfgang Cimera, Bettina Wente
ProduktionNetwork Movie Film- und Fernsehproduktion  GmbH & Co. KG, Köln
RedaktionDaniel Blum
Länge 89' Minuten

Rollen & Darsteller

Erich Bo ErichsenArmin Rohde
Lisa BrennerBarbara Auer
Mimi HuMinh-Khai Phan-Thi
Yannick KruseChristoph Letkowski
Ömer KaplanÖzgür Karadeniz
Sharronda HeroldAlina Levshin
MillaKatrin Bauerfeind
Ronny VogelClemens Schick
Roswitha Herold Margarita Broich
Dexter HeroldTristan Seith
Gordon HeroldEdin Hasanovic
Roda GemayelKida Khodr Ramadan
WilmaChiara Schoras
Jan Simon KönigHans Jochen Wagner
Roda GemayelKida Khodr Ramadan
und andere

"Es gibt immer Überraschungen"

Interview mit Barbara Auer (Lisa Brenner)

Frau Auer, Sie schieben seit dem vierten Film "Der Ausbruch", also seit 2005, einmal im Jahr eine "Nachtschicht". Mögen Sie Ihre Figur Lisa Brenner immer noch?

Natürlich hadere ich inzwischen manchmal mit Lisa Brenner, so wie sie selbst auch manchmal müde ist und keine Lust mehr hat, Ordnung und Gerechtigkeit in einer kaputten Welt zu schaffen, um dabei dann doch immer wieder auf Ungerechtigkeit und Unbelehrbare zu treffen. Und nach über zehn Jahren haben wir viele unter­schiedliche Geschichten mit wechselndem Opfer- und Täter-Personal erzählt, nur wir Hauptfiguren sind im Grunde die Gleichen geblieben. Zumal es bei den Kommis­saren ja nie darum geht, ein Privatleben zu entwickeln. Da fragt man sich natürlich, ob jetzt vielleicht alles auserzählt ist, was es von einer Figur zu erzählen gibt...

Wenn ein neues Drehbuch von Lars Becker bei Ihnen ankommt, welche Ge­danken überwiegen dann bei Ihnen?

Ich bin auch nach Jahren immer noch gespannt, wenn ich ein "Nachtschicht"-Dreh­buch bekomme, denn selbst, wenn man das Thema vielleicht vorher kennt, gibt es immer Überraschungen. Lars Becker erzählt ja manche Geschichten sehr skurril, schräg und auch mit einer gewissen Leichtigkeit, andere dagegen sind düster, dre­ckig und ernst. Aber selbst wenn ein Drehbuch beim ersten Lesen schon ziemlich rund und stimmig erscheint, schreibt er es bis zum Drehbeginn noch mehrmals um. Dieser Perfektionismus ist beeindruckend. Und manchmal nimmt die Geschichte so noch eine ganz andere Wendung oder sie wird unglaublich aktuell, weil er aufgreift, was tagespolitisch gerade wichtig ist.

Der Geist jeder "Nachtschicht" ist ein anderer. Was ist das Besondere an die­ser Episode?

Diese Episode ist eine Mischung, sie kommt sehr leicht und komisch daher, ganz im Zeitgeist der Radiosendung, mit der sie beginnt. Und dennoch bleibt einem natürlich irgendwann das Lachen im Hals stecken. Auch hier wird man als Zuschauer wieder die Sympathie-Fronten wechseln. Und man ertappt sich dabei, Leute zu mögen, mit denen man eigentlich gar nichts zu tun haben möchte.

Die 12. "Nachtschicht" trägt den Titel "Wir sind alle keine Engel", was fällt Ihnen spontan zu diesem Satz ein? Sind Sie immer ein "Engel"?

Das klingt wie eine Ausrede. Eine Ausrede von Leuten, die ziemlich viel Dreck am Stecken haben. Und ob ich immer ein Engel bin? Natürlich nicht, auch wenn ich schon meistens ein ziemlich braves Mädchen bin, so wie Lisa Brenner.

Die Drehorte sind von Lars Becker und seinem Team sorgfältig ausgewählt und oft sehr speziell. Hat sich durch Ihre regelmäßige Arbeit mit Lars Becker Ihr Blick auf die Stadt Hamburg verändert? Und wenn ja, in welcher Weise?

Ja, ein bisschen. Man lernt durchaus andere Viertel und Gegenden von Hamburg kennen, in die man sonst kaum käme. Und dann weiß man manchmal nicht, was spannender ist: die Szene, die man grade dreht oder die Wirklichkeit drum herum.

Das Interview führte Ellen Wirth

"Ich mag ihn sogar sehr"

Interview mit Armin Rohde (Bo Erichsen)

Herr Rohde, das Dutzend ist voll. "Wir sind alle keine Engel" ist die 12. Epi­sode. Damit schieben Sie jetzt seit 2002 ein Mal im Jahr eine "Nachtschicht". Mögen Sie Ihren Erichsen immer noch?

Sonst würde ich ihn nicht spielen. Ich mag ihn sogar sehr. Da kann ich den Polizis­ten in mir ausleben, den eigentlich jeder in sich trägt.

Was kam Ihnen in den Sinn, als Sie das Drehbuch gelesen haben? Was ist aus Ihrer Sicht das Besondere an dieser Episode?

Dass sich die Kriminalhandlung parallelisiert mit einer Radioshow und beide Hand­lungsstränge sich auf höchst musikalische Weise hochschaukeln in einer Art und Weise, die einfach sämtliche Figuren brillieren lässt.

Die 12. "Nachtschicht" trägt den Titel "Wir sind alle keine Engel", was fällt Ihnen spontan zu diesem Satz ein? Sind Sie immer ein "Engel"?

Natürlich nicht. Aber mit Details möchte ich die Öffentlichkeit wirklich nicht verstö­ren. Ein Gentleman genießt und schweigt.

Die Drehorte sind von Lars Becker und seinem Team sorgfältig ausgewählt und oft sehr speziell. Hat sich durch Ihre regelmäßige Arbeit mit Lars Becker Ihr Blick auf die Stadt Hamburg verändert? Und wenn ja, in welcher Weise?

In der Art und Weise, dass ich selbst die schönsten Plätze in Hamburg als potenti­elle Tatorte ins Auge nehme.

Sie feiern im April Ihren 60. Geburtstag. Ein Grund zur Freude? 

Ja, natürlich. Die ersten 60 Jahre waren einfach zu gut, um mich nicht zu freuen. Und jetzt schauen wir mal, wie's mit der zweiten Hälfte weitergeht.

Das Interview führte Ellen Wirth

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