Terra X: Der Wormser Wunderbau

1000 Jahre Kaiserdom

Die Dokumentation erzählt die Geschichte des Wormser Doms, der im Lauf seiner 1000-jährigen Geschichte immer wieder Zeuge dramatischer Ereignisse und epochaler Entwicklungen wurde. Bischof Burchard ließ an der Stelle einer fränkischen Basilika im 11. Jahrhundert den Wormser Dom errichten. 2018 sind seit der Einweihung tausend Jahre vergangen. Zum Jubiläum erhielt der Dom St. Peter fünf zusätzliche, neue Glocken. Nach Dokumentationen über den Mainzer und den Speyerer Dom vervollständigt "Terra X" mit diesem Film die Trilogie über die drei großen rheinischen Kaiserdome.

  • ZDF, Pfingstsonntag, 20. Mai 2018, 19.30 Uhr
  • ZDF Mediathek, ab Samstag, 19. Mai 2018, 19.30 Uhr

Texte

Sendedatum, Stab, Inhalt

Pfingstsonntag, 20. Mai 2018, 19.30 Uhr

Terra X: Der Wormser Wunderbau

1000 Jahre Kaiserdom

Dokumentation

Buch: Alexander Hogh
Regie: Hannes Schuler
Kamera: Ralf Gemmecke, Marc Francke
Schnitt: Hannes Schuler
Animation: Jörg Faber Courtial, Michael Schlesinger, Philipp Clermont, Timm Schwehm
Musik: Mathias Rehfeldt
Aufnahmeleitung: Fynn Siemoneit, Dagmar Wendelmuth
Sprecher: Udo Wachtveitl
Fachberater: Prof. Dr. Stefan Weinfurter, Tobias Schäfer
Producerin: Pia Schädel
Produzenten: Andrea Haas-Blenske, Volker Schmidt-Sondermann
Produktionsleitung: Katharina Bork (IFAGE), Petra Ziegler (ZDF)
Redaktion: Georg Graffe, Susanne Hillmann
Länge: 43'30

Im Jahr 1000 wurde Burchard zum Bischof von Worms ernannt. Er war der Meinung, dass die vorhandene Kirche weder groß genug noch zeitgemäß sei, und ließ an ihrer Stelle in rund 15 Jahren ein neues Gotteshaus erbauen. Für die damalige Zeit ein extrem kurzer Zeitraum. Der Wormser Dom wurde als kreuzförmige Basilika mit zwei halbrunden Chören in Ost- und Westrichtung und Rundtürmen geplant. Die feierliche Einweihung des romanischen Doms wurde am 9. Juni 1018 in Anwesenheit des Kaisers vollzogen.

Schon drei Jahre später kam es zu einem ersten Teileinsturz mit Bauschäden im Westwerk. Um 1105 wurde der Burchard-Dom nach und nach abgerissen und wieder aufgebaut, mit Kreuzrippengewölben im Langhaus und einem Westchor mit großer Rose. Dem neuen Dom kam eine fortschrittliche Technik zugute, so konnten die Baumeister statt einer flachen eine gewölbte Decke einziehen. Anhand mittelalterlicher Gerüsthölzer, deren Reste bis heute in den Mauern stecken, können Wissenschaftler die Baugeschichte des Doms exakt nachvollziehen. Geweiht wurde der umgebaute "zweite" Dom im Jahr 1181. Das Meisterwerk der Spätromanik entspricht weitgehend dem heutigen Erscheinungsbild.

Die nächsten Jahrhunderte hinterließen sichtbare Spuren am Wormser Dom. Im Verlauf des Pfälzischen Erbfolgekrieges (1688 bis 1697) verwüsteten französische Truppen den Dom. Der Versuch, ihn zu sprengen, misslang, allerdings brannte er völlig aus. Dies ist auch der Grund, warum die Inneneinrichtung heute fast ausschließlich in barockem Stil gehalten ist.

1792 wurde Worms erneut von den Franzosen erobert. Der Dom diente den Revolutionstruppen als Pferdestall und Lagerspeicher. Im Jahr 1886 begann eine gründliche Innen- und Außensanierung des Doms. Der Westchor musste sogar bis auf die Grundmauern erneuert werden. 1935 waren diese Arbeiten abgeschlossen. Zehn Jahre später, kurz vor Ende des Zweiten Weltkrieges, wurde der Dom durch Fliegerangriffe erheblich beschädigt: Das Dach verbrannte, und die Glocken schmolzen. Doch wie durch ein Wunder wurde das Bauwerk nicht direkt von Bomben getroffen. Schon 1949 bekam der Dom drei neue Glocken als Symbol des Neuanfangs.

Warum Quedlinburg?

Für die Dreharbeiten der szenischen Elemente unserer Dokumentation wurde ein Dom gesucht, dessen Innenraum in etwa dem Wormser Dom im Jahr 1018 entspricht. Der Wormser Dom selbst kam dafür leider nicht in Frage: Sein ursprünglich romanischer Kirchenraum wurde erst gotisiert und schließlich durch prächtige Barockeinbauten "modernisiert". Im romanischen Dom gab es auch noch keine Kirchenbänke, die zwar heute den Besuchern Bequemlichkeit verschaffen, aber vor 1000 Jahren weder vorgesehen noch vorhanden waren. Die Suche nach einem Dom im romanischen Urzustand, ohne feste Einbauten und mit Aussicht auf eine Drehgenehmigung führte am Ende nach Quedlinburg, wo das Drehteam schließlich ideale Drehbedingungen vorfand.

Hannes Schuler, Regisseur

Fotos

Fotos sind erhältlich über ZDF Presse und Information, Telefon: 06131 – 70-16100, und unter https://presseportal.zdf.de/presse/terrax

Weitere Informationen

ZDFmediathek: Die Dokumentation ist ab Samstag, 19. Mai 2018, 19.30 Uhr, in der ZDFmediathek unter terra-x.zdf.de abrufbar.

Webvideo embedden: Zum Film gibt es auch ein Webvideo, das am Samstag um 10.00 Uhr in der ZDFmediathek und am Sonntag, 20. Mai 2018, um 12.00 Uhr auf dem YouTube-Kanal "Terra X Natur & Geschichte" https://www.youtube.com/terrax veröffentlicht wird. Das Video ist zum Embedding mit Verweis auf "Terra X" für alle Interessierten freigegeben.

Weitere Informationen über den Wormser Dom auf zdf.de: https://www.zdf.de/nachrichten/heute/1000-jahre-wormser-dom-100.html

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