Die Harzer Schmalspurbahn auf dem Weg zum Brocken. Foto: ZDF/Annegret Oster
Die Harzer Schmalspurbahn auf dem Weg zum Brocken. Foto: ZDF/Annegret Oster

Dokus zum Tag der Deutschen Einheit

HARZ-lich willkommen / Vereint und doch nicht eins?

Der Harz, das höchste Gebirge Norddeutschlands, wird in der Dokumentation "HARZ-lich willkommen – Eine Reise um den Brocken" am Tag der Deutschen Einheit, am Mittwoch, 3. Oktober 2018, 19.15 Uhr im ZDF, auch als ein Schauplatz der deutsch-deutschen Teilung sichtbar – der Brocken war damals militärisches Sperrgebiet. Direkt im Anschluss an diese Doku begibt sich ab 19.30 Uhr "heute"-Moderatorin Barbara Hahlweg in "Vereint und doch nicht eins? auf eine Reise in den Osten Deutschlands. ZDFinfo hat im Vorfeld des Einheits-Feiertages die neue dreiteilige Doku-Reihe "Feind ist, wer anders denkt – Geheimnisse der Stasi" im Programm.

  • ZDF, Mittwoch, 3. Oktober 2018, 19.15 Uhr und 19.30 Uhr
  • ZDF info, Dienstag, 2. Oktober 2018, 12.45 bis 15.00 Uhr
  • ZDF Mediathek, ab Mittwoch, 3. Oktober 2018

Texte

Sendetermine im ZDF

Mittwoch, 3. Oktober 2018, 19.15 Uhr, ZDF

HARZ-lich willkommen – Eine Reise um den Brocken

Film von Annegret Oster

Kamera: Markus Müller-Engelke, Andrea Schrade
Produktion: ZDF
Redaktion: Halim Hosny, Markus Wenniges
Länge: 13:30 Minuten

 

Mittwoch, 3. Oktober 2018, 19.30 Uhr, ZDF

Vereint und doch nicht eins?
Barbara Hahlweg unterwegs im Osten Deutschlands

Film von Bettina Wobst

Kamera: Mirko Schernickau
Produktion: Bewegte Zeiten
Redaktion: Beate Höbermann, Andrea Schreiber
Länge: 43:30 Minuten

 

Mittwoch, 3. Oktober 2018, 0.40 Uhr, ZDF

Reklame fürs Volk – Die bunte Werbewelt der DDR

Film von Andreas Schnögl

Produktion: Eikon Südwest
Redaktion: Lisa Borgemeister, Susanne Krause-Klinck
Länge: ca. 45 Minuten

HARZ-lich willkommen – Eine Reise um den Brocken

Höchstes Gebirge Norddeutschlands, Touristen-Hotspot für Outdoor-Action, sagenumwobenes Wanderparadies, Schauplatz der deutsch-deutschen Teilung – der Harz hat viele Gesichter.

Auf ihrer Harz-Reise trifft ZDF-Autorin Annegret Oster Actionliebhaber auf schwankenden Hängeseilbrücken, wandert mit einem früheren DDR-Grenzer auf den Brocken, besucht eine Theaterpremiere im Wald und fliegt mit dem Gleitschirm über die Fachwerkstadt Goslar.

"3-2-1 und los!" Egal, ob Madeline Hinze ihre Kunden an einer Zipline über den Rappbode-Stausee rasen oder per Pendelsprung 75 Meter in die Tiefe stürzen lässt – der Adrenalin-Kick ist garantiert. Die quirlige 28-Jährige ist Teamleiterin in einem Freizeitpark für Actionhungrige. Damit es beim Nervenkitzel bleibt und alle Knochen heil bleiben, arbeiten Madeline und ihre Kollegen im Sommer zehn Stunden täglich: Sicherheitsgurte anziehen, Seilwinden montieren, sichern, abbremsen. Klingt anstrengend? Ist anstrengend! Und doch: "Ich habe den besten Job der Welt", sagt die junge Harzerin: "Ich bringe den Menschen Spaß! Ich kann mir nicht vorstellen, etwas anderes zu machen oder aus meiner Heimat wegzuziehen!"

Etwas ganz anderes verbindet Dietmar Schultke mit dem Begriff "Heimat". Der 51-Jährige wurde in der DDR groß. Mit 19 Jahren wurde er zum Hundeführer ausgebildet, leistete seinen Wehrdienst als Grenzsoldat am höchsten Berg Norddeutschlands. "Der Brocken war militärisches Sperrgebiet. Die Russen hatten dort oben eine Abhörstation. Auch die Stasi war dort", erzählt Schultke. "Ich habe meine eigene Gefangenschaft bewacht." Auf denselben Wegen wie damals bietet Schultke heute Wanderungen auf den Brocken an, auf denen er sehr persönlich von einem überwundenen Kapitel deutscher Geschichte erzählt.

Auch für Benno Schmidt ist der Brocken ein Schicksalsberg. Fast jeden Tag läuft der 86-Jährige aus Wernigerode auf "seinen" Berg - über die steilste Strecke, das Eckerloch. Unglaubliche 8500 Mal war er schon oben - das kann er beweisen: Jeden Aufstieg lässt er sich oben abstempeln. Im Harz ist "Brocken-Benno" bekannt wie ein bunter Hund – und ein Ende seiner Wanderleidenschaft ist nicht in Sicht: "Immerhin konnte ich 28 Jahre lang nicht hoch – ich hab noch viel nachzuholen", sagt er.

Doch der Harz hat nicht nur Natur zu bieten, sondern auch Kultur. Das Festival "Theaternatur" verbindet beides und präsentiert zeitgenössisches Theater mitten im Wald. Der Regisseur Janek Liebetruth, der in diesem Jahr Shakespeares "Sturm" inszeniert, bringt die Welten zusammen. Der 38-Jährige stammt aus dem Harz, hat in den USA studiert, lebt in Berlin – und hat die jahrelang im Dornröschenschlaf versunkene "Waldbühne" seines Heimatdorfs Benneckenstein reaktiviert. "Wenn ich nicht von hier stammen würde, würde ich hier keinen Fuß auf den Boden kriegen. Aber ohne draußen in der weiten Welt gewesen zu sein, könnte ich das hier auch nicht machen."

In Goslar sind Annika und Karsten Hoffmeister zu Hause. Beide leben für ihr gemeinsames Hobby – das Gleitschirmfliegen. Dabei haben sie sich auch kennengelernt und ineinander verliebt. Mittlerweile lebt das Paar in Goslar, der Heimatstadt von Karsten – in einem alten Fachwerkhaus, am Fuß des Rammelsbergs. Nordwestwind brauchen sie – dann hält sie nichts mehr: Magisch zieht es sie auf "ihren" Berg, und an ihren Schirmen gleiten sie herunter – über die pittoreske Fachwerkstadt Goslar, am liebsten bei Sonnenuntergang. "Mit Extremsport hat das nichts zu tun. Das ist reine Entspannung. Und Genuss pur!"

Vereint und doch nicht eins? – Barbara Hahlweg unterwegs im Osten Deutschlands

Am 3. Oktober 2018 feiert Deutschland 28 Jahre Einheit – in Ost und West. Aber ist da wirklich zusammengewachsen, was zusammengehört? Dieser Frage geht ZDF-Moderatorin Barbara Hahlweg nach.

Sie macht sich auf den Weg in den Osten Deutschlands. Im Gepäck neueste Wirtschaftsstudien und Zahlen, die aufhorchen lassen. Viele Emotionen kochen derzeit im Osten hoch: Enttäuschung, Wut, aber auch Stolz auf das, was geschaffen wurde und noch immer entsteht.

Was Einkommen, Besetzung der Chefetagen oder Zukunftsaussichten betrifft, geht nach wie vor ein Riss durch Deutschland. Wer ist dafür verantwortlich? Wie gehen die Menschen damit um? Fühlen sich die Menschen im Osten auf Augenhöhe mit denen im Westen? Diese Fragen stellt Barbara Hahlweg immer wieder. Die Antworten fallen unterschiedlich aus, so unterschiedlich, wie die Interviewpartner sind, mit denen sie spricht.

Da ist ein Fotograf, der die Veränderung seiner Heimat Bitterfeld dokumentiert und dabei nicht mehr "Ruinenpornos" im Auge hat, sondern Bilder des positiven Wandels. Ein Dresdner Immobilieninvestor, der stolz ist auf seine Stadt, aber auch weiß, dass die meisten Wohnungen längst Westdeutschen gehören, oder eine Landwirtin an der Ostseeküste, die mit ihrer Agrar-GmbH Westbauern starke Konkurrenz macht.

Die Vertreter der "Dritten Generation Ost" sehen die Erfahrung des Umbruchs als Stärke des Ostens. Bei ehemaligen Bergleuten aus Bischofferode dagegen brodelt noch immer die Wut auf die Treuhand. Ein Münchener, der vor 28 Jahren nach Sachsen gezogen ist und sich nun als "Ostdeutscher" fühlt, wird von vielen noch immer als der "Wessi" wahrgenommen.

Barbara Hahlwegs Reise führt durch wunderschöne Landschaften, in denen der "Aufbau Ost" sichtbar ist, aber Menschen mit gebrochenen Biografien zu Hause sind. Es ist eine spannende und emotionale Reise durch den Osten Deutschlands, in dem Vergangenheit und Gegenwart miteinander verwoben sind und vieles noch im Wandel ist.

Reklame fürs Volk – Die bunte Werbewelt der DDR

Werbung in einem Land, in dem man eigentlich keine Werbung wollte, da sie ja dem Kapitalismus diente: Das klingt absurd. Und doch gab es in der DDR unendlich viel Reklame.

Die Werbung, das An-den-Mann-bringen von Produkten, hatte in der DDR jedoch eine andere Aufgabe als in West-Deutschland. Sie war gesteuert vom Zentralorgan der Partei und diente dazu, Missstände und Mangel an Produkten gut zu verkaufen.

Die Dokumentation "Reklame fürs Volk" geht folgenden Fragen nach: Wie haben Regisseure und Werbetexter Werbung gemacht, ohne dass sie sich aufmerksamkeitswirksame Spielereien ausdenken durften? Wer kontrollierte die Werbung? Wer sagte, was gut und was schlecht ist? Und wie war das Bild der DDR-Frau in der Werbung – im Vergleich zum Frauenbild im Westen?

ZDFinfo-Doku-Reihe zum Tag der Deutschen Einheit: Feind ist, wer anders ist

ZDFinfo bietet im Vorlauf zum Tag der Deutschen Einheit die neue dreiteilige Doku-Reihe "Feind ist, wer anders denkt – Geheimnisse der Stasi". Sie zeigt chronologisch die Entwicklung der Staatssicherheit der DDR. Was machte die Stasi zu einem der erfolgreichsten Geheimdienste der Welt? Welche Abgründe verbergen sich in den 111 Kilometern Akten, die nach dem Ende der Staatssicherheit vor der Vernichtung gerettet wurden?

Die Stasi verstand sich als "Schwert und Schild der Partei" und wollte ihrem Staat, der DDR, dienen und ihn mit allen Mitteln schützen. Das Ministerium für Staatssicherheit der DDR war Geheimpolizei und Nachrichtendienst in einer einzigen Institution. Beim Mauerfall beschäftigte sie über 91.000 Hauptamtliche und 189.000 inoffizielle Mitarbeiter. Das machte die Stasi zum größten Arbeitgeber der DDR.

Die Filme erzählen bekannte und unbekannte Fälle, von Schauprozessen und Entführungen, von Mordanschlägen und Bespitzelungen. Und von dem Mann, der fast 40 Jahre lang den Takt angab: Minister Erich Mielke, linientreuer Kommunist und skrupelloser Geheimdienst-Chef. Den Autoren ist es gelungen, für diese Doku-Reihe zahlreiche ehemalige Stasi-Mitarbeiter für Interviews zu gewinnen – darunter auch der Leiter des Auslandsgeheimdienstes, Werner Großmann. Mit welch ausgefeilter Technik die Agenten ihre Feinde bespitzelt haben, zeigt ein Spionage-Experte in der Dokumentation. Zu Wort kommen außerdem zahlreiche Opfer der Staatssicherheit und prominente Zeitzeugen, wie der frühere Bundespräsident Joachim Gauck und der ehemalige Bundestagspräsident Wolfgang Thierse. Hochrangige Historiker ordnen die brisanten Fälle ein.

Sendetermine in ZDFinfo:

Sonntag, 23. September 2018, 20.15 Uhr
Dienstag, 2. Oktober 2018, 12.45 Uhr
Feind ist, wer anders denkt – Geheimnisse der Stasi: Gegen die Faschisten
Film von Heike Nelsen-Minkenberg

Montag, 24. September 2018, 20.15 Uhr
Dienstag, 2. Oktober 2018, 13.30 Uhr
Feind ist, wer anders denkt – Geheimnisse der Stasi: Gegen den Klassenfeind
Film von Christin Köppen

Freitag, 28. September 2018, 20.15 Uhr
Dienstag, 2. Oktober 2018, 14.15 Uhr
Feind ist, wer anders denkt – Geheimnisse der Stasi: Gegen die Genossen
Film von Christin Köppen

Produktion: Februar-Film
Redaktion: Christian Deick, Udo Frank, Susanne Krause-Klinck
Länge: 3 x 45 Minuten

Callin' Mr. Brain: "Bedeutende Wenden" am Tag der Deutschen Einheit

In der zweiten Staffel der ZDFneo-Doku-Reihe "Callin' Mr. Brain" präsentiert William Cohn, bekannt aus dem "NEO MAGAZIN ROYALE", als schrulliger Mr. Brain erneut kuriose Fakten aus Geschichte und Wissenschaft.

Zum Tag der Deutschen Einheit stellt er fest, dass die Wiedervereinigung 1990 nicht die erste ihrer Art in Deutschland war. Vielmehr ist die deutsche Geschichte voller Teilungen und Vereinigungen. Von Kaiser Otto I. über Martin Luther bis zu Napoleon Bonaparte. Denn ironischerweise hat kaum einer mehr dazu beigetragen, dass die Deutschen zueinander finden, als der kleine Korse.

Die zweite Staffel der neoDoku-Reihe ist ab 30. September sonntagnachmittags in ZDFneo zu sehen (neun Folgen à 45 min). Folge 1: "Bedeutende Wenden" wird am Tag der Deutschen Einheit, Mittwoch, 3. Oktober 2018, 9.30 Uhr wiederholt. In den weiteren Folgen widmet sich Mr. Brain in gewohnt humorvoller Manier spannenden Themen, von revolutionären Trends bis zu geheimnisvollen Schurken. Alle Folgen sind in der ZDFmediathek verfügbar.

funk-Webserie: GERMANIA OST

Ihr Heimatland gibt es seit dem Mauerfall nicht mehr. Sie leben zwar noch immer am selben Ort, aber plötzlich in einem neuen Land. Bei "GERMANIA OST" erzählen der Rapper MC Bomber, Rapperin Sookee und der als Romano bekannte Sänger Roman Geike, wie es für sie war, in der DDR aufzuwachsen und mit der Wende auf einmal ein "Ossi" zu sein.

Was ist eigentlich deutsch? Danach fragte die funk-Webserie "GERMANIA" bislang konsequent Menschen mit Migrationshintergrund. Mit dem Special "GERMANIA OST" erweitert sich das Themenspektrum der Serie pünktlich zum Tag der Deutschen Einheit um einen neuen Aspekt: Wie steht es um die deutsch-deutsche Identität?

 

Die Protagonisten der einzelnen Folgen  

MC Bomber:    Mittwoch, 3. Oktober 2018, 15.00 Uhr
Sookee:Mittwoch, 10. Oktober 2018, 15.00 Uhr
Romano:Mittwoch, 17. Oktober 2018,  15.00 Uhr

Link zu den Biografien von Annegret Oster und Barbara Hahlweg

Fotohinweis

Fotos sind erhältlich über ZDF Presse und Information, Telefon: 06131 – 70-16100, und über https://presseportal.zdf.de/presse/einheit

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