Copyright: ZDF / Sandra Hoever
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Ein Lächeln nachts um vier

Herzkino

Dezember in Hamburg: Die Stadt erstrahlt im Lichterglanz, die Menschen treffen sich auf den Weihnachtsmärkten. Jule hat ihr Juraexamen endlich in der Tasche und einen Plan fürs Leben: Ein guter Job, dann irgendwann 'mal ein Mann und eine Familie. Dann lernt sie den attraktiven, aber arroganten Schauspieler Max kennen. Die gemeinsame Nacht könnte der Beginn einer wunderbaren Liebesgeschichte sein, wäre da nicht Jules Plan fürs Leben – und in den passt Max, der lässige, aber wenig zuverlässige Luftikus nicht hinein.

  • ZDF, Sonntag, 10. Dezember 2017, 20:15 Uhr

Texte

"Alle Jahre wieder… - Filme, auf die man sich freut"

Alle Jahre wieder laufen Filme, auf die man sich freut, die zur Adventszeit gehören wie Plätzchenbacken, Kaminfeuer, Glühwein und Lichterglanz. Wenn der kleine Lord seinen mürrischen Großvater um den Finger wickelt, wenn der Geizhals Scrooge den Geistern der Weihnacht begegnet und der Brückensprung eines Mutlosen dazu führt, dass ein Engel seine Flügel zurückbekommt. Woran liegt es, dass man sich an Weihnachten kindlich über etwas freut, was man im restlichen Fernsehjahr oftmals kritisiert: dauernde Wiederholungen? Vielleicht daran, dass wir offener sind für die Botschaften, die in diesen Filmen stecken: Du kannst ein besserer Mensch werden, du kannst deine Vergangenheit hinter dir lassen, du kannst dein Herz öffnen und die Liebe finden. Genau das tut auch Jule im Herzkino-Film "Ein Lächeln nachts um vier". Ihr begegnen keine Engel, und mutlos ist sie auch nicht. Im Gegenteil, das Leben wartet auf sie, mit all seinen Herausforderungen. Eine davon ist Max, der richtige Mann zur falschen Zeit. Alle Jahre wieder treffen sich Jule und Max, die sich nicht loslassen, sich aber auch nicht füreinander entscheiden können. Jule wird ihr Herz öffnen müssen, um die Liebe zu finden, und das fühlt sich für sie fast an wie ein Brückensprung. Leise, ruhig und warmherzig erzählt, passt "Ein Lächeln nachts um vier" perfekt in die Adventszeit. Wie schrieb schon der US-amerikanische Politiker und Jurist William Turner Ellis? "Erst wenn Weihnachten im Herzen ist, liegt Weihnachten in der Luft".

Statement von Berit Teschner, Redaktion HR Fernsehfilm

Stab und Besetzung

Buch: Manfred Kosmann, Stephanie Blöbaum, Hardi Sturm

Regie: Jan Ruzicka               

Kamera: Gunnar Fuß               

Kostümbild: Astrid Möldner                     

Maske: Miriam Kluge, Ulrich Ritter

Ton: Kai Nührmann          

Musik: Micki Meuser        

Szenenbild: Sonja Strömer           

Schnitt: Marcel Peragine

Casting: Gitta Uhlig    

Produktion: Relevant Film Produktionsges. mbH           

Produktionsleitung: Peter Nawrotzki                                

Producer: Tobias Rosen

Produzentin: Heike Wiehle-Timm                         

Redaktion: Berit Teschner

Länge: 90 Minuten

Rollen / Darsteller

Jule: Natalia Belitski

Max: August Wittgenstein

Rosi: Cornelia Froboess

Walter: Tilo Prückner

Lexa: Lucie Heinze

Daniel: Nicholas Reinke

Sebastian: Till Butterbach

Bernd Severin: Max Herbrechter

Petra Hagen: Kotti Yun

Martin Weise: Joachim Raaf

und andere

Inhalt

Dezember in Hamburg: Die Stadt erstrahlt im Lichterglanz, die Menschen treffen sich auf den Weihnachtsmärkten. Jule hat ihr Jura-Examen endlich in der Tasche und einen Plan für ihr Leben. Ein Job in einer Nichtregierungsorganisation soll es sein, dann irgendwann mal der Mann und auch Kinder. Auf dem nächtlichen Nachhauseweg von ihrer Geburtstags- und Examensfeier, die ihre Freundin Lexa organisiert hat, trifft Jule an der Elbe auf den Weihnachtsmann. Unter dem Weihnachtsmannkostüm steckt der Schauspieler Max Severin: charmant, verführerisch und sich seiner Attraktivität durchaus bewusst. Und Jule erliegt der Faszination dieser nächtlichen Zufallsbegegnung. Es könnte der Beginn einer wunderbaren Liebesgeschichte sein, wäre da nicht Jules Plan fürs Leben – und in den passt Max, der lässige, aber wenig zuverlässige Charmeur, nicht hinein.

Dagegen wissen Jules Großeltern, Rosi und Walter Claasen, bei denen Jule nach dem Unfalltod der Eltern aufgewachsen ist, eines sicher: Planbar ist das Leben nicht. Aber wie können sie das ihrer Enkelin beibringen und sie auf den richtigen Weg schubsen? Als Jule die Stelle im Ausland tatsächlich bekommt, entscheidet sie sich, zu gehen, und das zarte Flämmchen der Verliebtheit zwischen ihr und Max erstickt. In den folgenden Jahren begegnen sich Jule und Max in der Adventszeit immer wieder. Beide leben ihr Leben, versuchen glücklich zu werden mit anderen Partnern und mit ihrer Arbeit. Es dauert vier Jahre mit Höhen und Tiefen, bis beide verstehen, akzeptieren und es im gleichen Moment empfinden: dass es sich ohne einander niemals richtig anfühlen wird, das Leben.

Zu seinen Gefühlen stehen - Natalia Belitski

Jule möchte strikt an ihrem Plan für ihr Leben festhalten, obwohl sie starke Gefühle für Max hat. Nun finden aber zunächst Lexa und Max zueinander. An welchem Punkt, glauben Sie, hätte Jule Max ihre Gefühle gestehen sollen?

Ich glaube, es gibt keinen Punkt, ab dem man zu seinen Gefühlen stehen soll, man sollte es ständig tun. Eigentlich hätte man das ganze Schlamassel ja verhindern und vielleicht auch beides unter einen Hut kriegen können, Karriere und Liebe, wenn Jule und Max sich einfach mal die Wahrheit gesagt hätten. Aber auch im echten Leben gelingen einem die Dinge nicht immer so, wie es am besten wäre.

Jules Großeltern scheinen in Sachen Liebe alles richtig gemacht zu haben. Was ist das Geheimrezept der älteren Generation?

Die Paare der älteren Generation sind oft aus anderen Gründen – zum Beispiel wegen gesellschaftlicher Konventionen oder viel härterer Lebensumstände, als wir sie heute erleben – so lange zusammengeblieben. Dadurch haben sie natürlich gelernt, zusammenzuhalten und durch alle Phasen im Leben miteinander zu gehen. Ich glaube nicht, dass man sagen kann, dass alle glückliche Liebespaare sind. Es haben sich gute Teams gebildet. Dass es in der heutigen Generation im Gegenzug viel Unverbindlichkeit gibt, meistens wegen eines enormen Selbstverwirklichungsdrangs, ist aber auch nicht abzustreiten. Ich denke, man hat heute alle Freiheiten und theoretisch die Möglichkeit, sich ohne jeglichen konventionellen Zwang für ein Konzept der Liebe zu entscheiden

Die Dreharbeiten fanden im Frühjahr in Hamburg statt. Kam bei Ihnen trotzdem Weihnachtsstimmung auf?

Ab und an. Hauptsächlich hatten wir mit Stürmen und Regen zu kämpfen, was dann eher an Herbst erinnerte. An den Drehtagen, wo wir draußen im Alten Land in der Hütte der Großeltern gedreht haben, kam aber tatsächlich eine weihnachtliche Stimmung auf, hauptsächlich durch den Schmuck, die Plätzchen und die Gemütlichkeit in diesem Zuhause.

Die Fragen stellte Friederike Zempel

Mut, ehrlich zu sein - August Wittgenstein

Jule und Max stehen sich einige Jahre selbst im Weg. Können Sie das nachvollziehen?

Manchmal passt der Fluss des Lebens im beruflichen Leben nicht so recht zum Privaten. Bei Max und Jule steht ein langer Auslandsaufenthalt zwischen ihnen und der generellen Chance, sich weiter gut kennenzulernen. Der Beziehung fehlt die Basis. Und Jahre später fehlt dann der Mut, ehrlich miteinander zu sein.

Sehen wir Sie in Zukunft nun öfter als Herzensbrecher im Fernsehen, oder wie sind Ihre Pläne für 2018?

Ich kann versichern, dass das Publikum mich 2018 in sehr unterschiedlichen Rollen zu sehen bekommt. Vom Anwalt bis zum U-Bootfahrer im Zweiten Weltkrieg ist alles dabei.

Die Fragen stellte Friederike Zempel

Schnee, Schnee, Schnee - Tilo Prückner

Warum ist es für Rosi und Walter einfacher und warum ist es für die Jüngeren so schwer, sich füreinander zu entscheiden, gegen alle Widerstände und Zweifel, beieinander zu bleiben und sich bis ans Lebensende so wahrhaftig zu lieben?

Die heutige Zeit bietet viel mehr Möglichkeiten und Freiheiten. Dadurch wird aber auch jede Entscheidung viel schwieriger.

Wäre "Ein Lächeln nachts um vier" ein Märchen, was wäre die Moral von der Geschicht'?

Ohne persönlichen Einsatz und Vertrauen gibt es keine tiefe Beziehung.

Welche Zutaten braucht ein romantischer Weihnachtsfilm, den die Zuschauer lieben?

Schnee, Schnee, Schnee, im Film aus Pappmaché…

Die Fragen stellte Friederike Zempel

Eine kleine Zeremonie - Cornelia Froboess

Wie unterscheiden sich die beiden im Film dargestellten Generationen in ihrem Blick auf Liebe und Beziehungen?

Sie sind höchst unterschiedlich – wie das Leben uns lehrt. Die heutige Jugend hat mit ganz anderen Schwierigkeiten zu kämpfen als die beiden vorangegangenen Generationen – als die von Kriegs- und Nachkriegserlebnissen geprägten Menschen. Sie wird überschüttet mit einer oft undurchschaubaren Fülle an Möglichkeiten für Berufs- und Partnerwahl – Freizeitprogrammen jeder Art, deren Inhaltslosigkeit die jungen Menschen oft nicht durchschauen. Das ist sehr gefährlich. Da ist es schwer, die innere Orientierung zu finden.

Warum gehen die Menschen so gern auf den Weihnachtsmarkt?

Dort findet sich ein Rest von Verbundenheit mit den Menschen, die man liebt. Er macht aus der Geschäftswelt und der "Ablenkungsindustrie" für ein paar Tage eine Wärmestube mit Zeichen der Verbundenheit. Da stören uns auch nicht die im Grunde inhaltslosen Klischees der Festlichkeit.

Die Fragen stellte Friederike Zempel

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