Copyright: ZDF / Willi Weber
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Professor T.

Vierte und letzte Staffel der Krimiserie

Noch einmal zieht Matthias Matschke (Foto Mitte) als Jasper Thalheim die blauen Handschuhe an und begibt sich in die Abgründe der Kriminalpsychologie: "Professor T." meldet sich auf dem Bildschirm zurück! In vier neuen Fällen - den letzten dieser Serie - löst er die kniffligsten Fälle und unterstützt die Kölner Ermittler (Foto von links): Daniel Winter (Helgi Schmid), Greta Lindbergh (Cornelia Ivancan), Christina Fehrmann (Julia Bremermann) und Simon Zander (Simon Böer).

  • ZDF, Vier neue Folgen ab Freitag, 15. Mai 2020, 20.15 Uhr
  • ZDF Mediathek, Die 1. und 2. Staffel ab 6. April, die 3. Staffel ab 12. April und die neue, 4. Staffel ab 8. Mai 2020

Texte

Statement von Matthias Pfeifer, ZDF-Redaktion Fernsehfilm/Serie I

Am 15. Mai 2020 ist es soweit: Ein letztes Mal streift Professor T. alias Matthias Matschke für vier Folgen seine blauen Gummihandschuhe über und begibt sich in die Abgründe der Kriminalpsychologie. Mit der finalen vierten Staffel erreicht die Geschichte von Polizeiberater Jasper Thalheim, seinen wendungsreichen Fällen, seinen größten Feinden und großartigen Frauen ihren erzählerischen Höhepunkt. Sämtliche Fäden der Serie laufen in diesen letzten vier Folgen mit großer Spannung zusammen.

Schon bei der Buchentwicklung zur vierten Staffel zeichnete sich für Produktion, Redaktion, Autor und Regisseur Thomas Jahn sowie Hauptdarsteller Matthias Matschke ab, dass die Geschichte dramaturgisch auf ein Finale hinausläuft, wenn die besondere Mischung aus episodischen Krimifällen und starker horizontaler Erzählung der außergewöhnlichen Hauptfigur beibehalten wird. Gerade diese moderne Erzählweise kam bei den nonlinearen Binge Watchern sehr gut an. "Professor T." erreichte 2019 in der ZDFmediathek die höchste Nutzung aller ZDF-Freitagskrimi-Formate. Auch die gesamte vierte Staffel wird neben der linearen Ausstrahlung wieder eine Woche vorab als Paket zum Bingen in der ZDFmediathek abrufbar sein.

Im Kontext von Pandemie und Social Distancing erhält die Figur des sonderbaren Professors, der aus Furcht vor Ansteckung niemanden die Hand reicht, stets Handschuhe trägt und die meiste Zeit für sich alleine ist, eine unerwartete Aktualität.

Stab

Buch, Kamera und Regie     Thomas Jahn
SchnittJürgen Winkelblech
KostümeMatthias Vöcking
MusikJens Oettrich
Szenenbild

Debbie Holler, Andrea Weitz

ProduzentSam Davis
RedaktionMatthias Pfeifer

Eine ZDF-Auftragsproduktion der Rowboat Köln

Die durchgehenden Rollen und ihre Darsteller

"Professor T." Jasper Thalheim     Matthias Matschke
Greta LindberghCornelia Ivancan
Daniel WinterHelgi Schmid
Christina FehrmannJulia Bremermann
Simon ZanderSimon Böer
Debbie SchwarzHaley Louise Jones
Christian FröhlichDietrich Hollinderbäumer
Martha SchönfeldHedi Kriegeskotte
Nina LehmannVanessa Rottenburg
Ezequiel MoralesDiego Wallraff
RamonKleber Valim
Kai Schilling (ab Folge 2)Gustav Peter Wöhler
Ingrid SchneiderAlexandra von Schwerin

1. Folge: "Die Zeugin" (Freitag, 15. Mai 2020, 20.15 Uhr)

In Episodenrollen:

Karoline Gerber    Pegah Ferydoni
Ralf SchmelichTorben Liebrecht
Florian BausPaul Wollin
Staatsanwalt HollerKlaus Nierhoff
Melanie WiesnerJana Klein
und andere

 

Episodeninhalt:

Ein brutaler Anblick bietet sich der Kölner Mordkommision, als sie die Leiche einer jungen Frau findet. Ihr wurde durch den Türspion ins Gesicht geschossen, eine Identifizierung scheint kaum möglich.

Karoline Gerber, die Freundin der Toten, ist geschockt, als sie ihre Wohnung betritt. Später stellt sich heraus, dass das Mordopfer Zeugin beim Mordprozess gegen Drogenboss Ezequiel Morales ist. Hat der Schuss die Falsche getroffen? Ist Karoline noch in Gefahr?

Professor T. ist seit den jüngsten Ereignissen verschollen. Mit Hilfe von Ingrid Schneider kann Daniel Winter seinen Standort bestimmen und fährt kurzerhand - mit Karoline auf dem Beifahrersitz - los, um ihn zurückzuholen. Er schafft es tatsächlich, Jasper Thalheim davon zu überzeugen, wieder mit zurück nach Köln zu kommen und ihn bei seinen Ermittlungen zu unterstützen.

Hauptkommissar Simon Zander interessiert sich unterdessen für die Drogengeschäfte von Ezequiel Morales und stattet ihm einen Besuch im Gefängnis ab, um ihn zu Karoline Gerber und dem Mordfall in ihrer Wohnung zu befragen. Natürlich ist es Professor T., der den Fall durch seine logischen Schlüsse lösen kann. Doch statt zu einer Festnahme kommt es vor dem Präsidium zu einem Schuss und einem weiteren dramatischen Todesfall.

2. Folge "Mütter" (Freitag, 22. Mai 2020, 20.15 Uhr)

In Episodenrollen:

Hans Gruber    Oliver Mommsen
Fred SchmerbeckMilton Welsh
Sophie GruberChristina Capitain
und andere

 

Episodeninhalt:

Sophia Gruber hatte große Pläne, als sie die Firma ihrem Sohn überließ und sich der Kunst hingab. Doch nun ist die Millionärin tot und liegt zwischen stinkendem Abfall auf der Müllhalde.

Ihr Sohn Hans ist geschockt. Der Alleinerbe der Firma "Gruber Zünder" ist für Professor T. kein Unbekannter. Auf dem Internat teilten sich die beiden ein Zimmer - und die Mordfantasien an ihren Müttern. Das ist lange her und kein Grund für T. sich zu duzen.

Persönlich geht es Jasper Thalheim blendend, er fühlt sich befreit und stürzt sich in neue Zukunftspläne mit Christina. Daniel Winter sucht weiter nach Antworten im Fall seiner ermordeten Kollegin Anneliese Deckert und kommt dank Professor T. der Wahrheit immer näher. Die Schlinge um Simon Zanders Hals zieht sich langsam zu, als der jüngst wieder freigelassene Ezequiel Morales bei ihm auftaucht und eine unmissverständliche Forderung stellt.

Im Mordfall Gruber bringt ein DNA-Test neue Erkenntnisse. Als Greta durch Überwachungskameras beweisen kann, dass Sohn Hans am Tatort war, scheint das Motiv klar und der Fall geklärt. Doch das ändert sich überraschend, als die Kommissare zu einem vermeintlichen Selbstmord in ein Hotel gerufen werden. Nur Professor T. kann Licht in das Dunkel bringen und den entscheidenden Hinweis zur Überführung des Mördern liefern.

3. Folge "Mathilde Möhring" (Freitag, 29. Mai 2020, 20.15 Uhr)

In Episodenrollen:

Barbara Stenzel    April Hailer
Mandy PrzybillaClara Große
Lukas PommerMoritz Otto
AntonioMark Zak
Niels BlomkampSlavko Popadic
Leni WahlbergAmrei Haardt
und andere

 

Episodeninhalt:

Kai Schilling ist tot. Der Kölner Boulevard-Journalist hatte kürzlich nicht nur Fußballstar Lukas Pommer auf dem Kieker, sondern ist obendrein Urheber der Veröffentlichungen mit der Schlagzeile "Mörder-Professor". Stadtbekannt und unbeliebt durch seine Zeitungsartikel, sehen sich die Kommissare mit einer langen Liste von Feinden des Mordopfers konfrontiert, darunter Professor T.. Wurde Jasper doch selbst Opfer von Kai Schillings Veröffentlichungen über das rätselhafte Geheimnis seiner Familie.

Vor allem Mutter Martha Schönfeld leidet darunter, dass Jasper sich dieser unliebsamen Presse stellen muss. Doch was hatte Christian Fröhlich mit dem Toten zu tun und warum haben die beiden sich getroffen? Durch die Ermittlung im Fall Schilling stößt Professor T. auf einen Namen, der ihn schlussendlich zur emotionalen Wahrheit hinter dem Mord an Kai Schilling führt.

Hauptkommissar Simon Zander wird eingekreist und muss seinen Drogendeal mit Ezequiel Morales durchziehen, bevor es zu spät ist. Daniel ist ihm dabei dicht auf den Fersen und bewegt sich dafür mit Jasper Thalheim am Rande der Legalität. Die Ermittlungen tragen Früchte und Daniel bekommt endlich Antworten auf seine Fragen im Mordfall Anneliese Deckert.

4. Folge "Christina" (Freitag, 5. Juni 2020, 20.15 Uhr)

In Episodenrollen:

 

Klaus Fehrmann      Robert Seeliger
Timo JacobsKasem Hoxha
Elke JacobsUlrike Volkers
Marius GermerJürgen Becker
und andere

Episodeninhalt:

Christina wurde angeschossen. Durch die Spuren am Tatort ist den fassungslosen Kommissaren klar: Sie muss den Täter gekannt haben! Es muss jemand gewesen sein, dem sie vertraute.

Daniel versucht im Krankenwagen einen Namen von ihr zu erfahren, doch Christinas letzte Worte, bevor sie in den OP geschoben und in ein künstliches Koma versetzt wird, gelten einzig und allein Professor T.. Der setzt daraufhin alle Hebel in Bewegung, um diese Tat aufzuklären.

Er weiß, dass Christina seit einiger Zeit neben ihrem alltäglichen Dienst alte Fälle hervorgeholt und bearbeitet hatte, zulletzt einen Banküberfall, bei dem es zu Ungereimtheiten kam. Hat Christina zu tief gegraben und wurde damit für jemanden zur Gefahr? Die Kommissare suchen den damaligen Angeklagten Timo Jacobs, der seine Strafe abgesessen hat, sowie dessen Anwalt auf. Jasper Thalheim findet heraus, dass auch Christian Fröhlich, der Anwalt seiner Familie, wegen des Banküberfalls mit Christina in Kontakt stand. Hängt der alte Fall überhaupt mit den Schüssen auf Christina zusammen? Daniel und Greta vernehmen Christinas Ex-Mann. Der hat immer noch verarbeitet, dass seine Frau die Familie für Jasper Thalheim verlassen hat. Doch Professor T. kann die Zeichen längst deuten. Nur er versteht, wie die Puzzleteile zusammengehören, und durchschaut das perfide Spiel eines einst geliebten Menschen.

Interview mit Hauptdarsteller Matthias Matschke

Am 15. Mai startet die neue Staffel von "Professor T." – es wird die letzte sein.  Sind Sie traurig?

In erster Linie fühle ich Stolz. Eine gewisse Art von Stolz, dass wir eine Mini-Serie geschaffen haben, die über vier Staffeln die große Geschichte von Jasper Thalheim erzählt. Diese Chance, eine Figur so lange zu begleiten und sie durch die unterschiedlichsten Gefühle und verschiedensten Situationen zu treiben, bietet sich einem nicht so oft. Für mich war das eine spannende Aufgabe, für die ich viel Verantwortung gespürt habe. Und jetzt zu sehen, wie die Geschichte in einem – wie ich finde - so fantastischen Finale mündet, erfüllt mich mit einer geschwellten Brust.

Was macht diese vierte Staffel so besonders?

Das Besondere an dieser letzten Staffel ist, dass sie auf etwas zusteuert, womit niemand gerechnet hat. Die Figur nicht, aber auch der Zuschauer nicht. Zwar behandelt jede einzelne Folge auch weiterhin einen abgeschlossenen Fall, aber auf seltsame Weise hängen diese Fälle zusammen.

Wie hat sich Ihr Verhältnis zu der Figur im Laufe der Zeit verändert?

Am Anfang war mir Jasper ein sehr unangenehmer Mensch, und er ist es auch geblieben. Aber so, wie bei einem unangenehmen Arbeitskollegen, entwickelt man durch die Nähe einfach eine Art Interesse, warum er denn so ist, wie er ist. Und vielleicht auch eine gewisse Form von Milde gegenüber seinen Marotten. Außerdem hat er meine Sympathie gewonnen, weil er versucht hat, an sich zu arbeiten. Und zwar wirklich, weil er merkt, dass das sein Wiedereintritt in das Zusammenleben mit anderen Menschen ist. Ansonsten habe ich immer noch den amüsanten Moment in mir, dass ich es sehr lustig finde, wie er und seine Mutter miteinander sprechen. Die beiden können so alt werden, wie sie alt werden wollen, es hört sich immer so an, als wäre er acht Jahre alt und sie seine junge Mutter.

Gibt es etwas, das Sie von der Figur "Professor T." gelernt haben?

Gelernt habe ich, dass man Menschen mit Fakten konfrontieren kann. Indem man sie vor die Nase stößt, kann man auch etwas Klärendes in ihnen bewirken. Die Konsequenz, mit der Jasper fragt, ist für mich sehr lehrreich gewesen. Für mich war es gut zu lernen: Menschen auf den Kopf zuzufragen, ist nicht schlimm, einfach nur ehrlich.

Professor T. und die Frauen – ein ewiges Thema. Sie haben einmal gesagt, dass Jaspers Beziehungen zu Frauen von einer Mixtur aus Eitelkeit, Arroganz und kindlicher Hilflosigkeit geprägt sind. Doch jetzt hat er Christina – was hat sich bei ihm geändert?

Durch die Auseinandersetzung mit dem Mord an seinem Vater, beziehungweise die Tötung seines Vaters, hat er etwas über sich verstanden. Für Jasper ist daraus überhaupt erst die Möglichkeit entstanden, etwas über andere Menschen zu verstehen. Thalheim ist einer, der immer in großer Abhängigkeit war, von den Frauen, seinen nächsten Sozialbeziehungen, obwohl er so sehr seine Unabhängigkeit gelebt und betont hat. Er braucht Christina, er brauchte sie in der Distanz, in der Abwendung von ihr.

Das Bild von Professor T. mit seinen blauen Gummihandschuhe hat sich in Millionen Köpfe eingebrannt. Nutzen Sie diese in Zeiten der Corona-Epidemie auch nach Drehschluss?

Im privaten Leben sind meine Handschuhe schwarz, aber ansonsten habe ich Jaspers Marotte sehr zu schätzen gelernt. Denn Handschuhe haben den angenehmen Nebeneffekt, dass man sich nicht dauernd ins Gesicht greift, was ich früher sehr oft getan habe. Und wenn man dann dieses dünne Plastik zwischen Handhaut und Gesichtshaut hat, merkt man erst, was man da die ganze Zeit treibt. Ich habe mir die Handschuhe schon sehr früh besorgt – und hoffe nun, dass ich nicht die ganze Packung aufbrauchen muss.

Wie gehen Sie mit dieser Corona-"Zwangspause" um?

Ich sitze in selbstgewählter Quarantäne, weil ich denke, dass nichts anderes momentan zählt, als die Verbreitung dieses Virus möglichst gering zu halten. Niemand von uns weiß damit umzugehen, und es ist wichtig, dass wir die Menschen schützen, die möglicherweise besonders gefährdet sind. Ich selbst denke da an meinen 83-jährigen Vater, der vorerkrankt ist. Ich tue es für ihn – und alle Menschen, die in einer ähnlichen Situation sind wie er. Wenn es uns eine Lehre sein kann, was uns gerade widerfährt, dann das: Der Zusammenhalt macht gesellschaftliches Leben aus. Das bedeutet auch, im Alltag Einschränkungen hinzunehmen – für jemand anderen. Unsere Aufgabe, der Sinn des Lebens, ist doch ganz einfach: sich so zu benehmen, wie man es auch vom anderen erwartet. Das heißt in diesen Tagen Disziplin, dass man trotz schönem Wetter halt zu Hause bleibt. Damit würdigt man auch die Arbeit der Menschen, die für uns im Gesundheitssystem kämpfen, und das, was sie täglich leisten.

Das Interview führte Karoline van Baars.

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