Terra X: Zeitreise – Die Welt im Jahr 1000 v. Chr. und im Jahr 1800

Zweiteilige Dokumentation

Der Blick auf zeitgleiche Kulturen weltweit, die sich weit voneinander entfernt entwickeln und nichts voneinander wissen, eröffnet ein spannendes Geschichtsbild. Erstaunliche Gemeinsamkeiten werden offenbar, aber auch grundlegende Unterschiede. In der dritten Staffel der "Terra X"-Zeitreise taucht der Berliner Archäologe Matthias Wemhoff wieder in die Parallelgeschichte der Zivilisationen ein dieses Mal in das Jahr 1000 vor Christus und in das Jahr 1800. Er zeigt auch, welche kulturellen Errungenschaften von damals heute noch in unserem Alltag zu finden sind. Eine Zeitreise, die im Heute endet.

  • ZDF, Sonntag, 3. und 10. September 2017, jeweils 19.30 Uhr
  • ZDF Mediathek, Samstag, 2. und 9. September 2017, jeweils 19.30 Uhr

Texte

Sendedatum, Stab

Sonntag, 3. und 10. September 2017, 19.30 Uhr

Terra X: Die Welt im Jahr 1000 vor Christus und 1800

Zweiteilige Dokumentation mit Matthias Wemhoff

Buch und Regie: Andreas Sawall
Kamera: Hans Jakobi
Ton: Jan Wichers, David Kammerer
Schnitt: Andreas Bremer, Andreas Sawall
Produzent: Kay Siering
Produktion SPIEGEL TV: Holger Kreit
Produktion ZDF: Cora Szielasko-Schulz, Freda Wiethoff
Redaktion: Susanne Hillmann, Jens Monath
Länge: 43'30'' 

1. Die Welt im Jahr 1000 vor Christus

Sonntag, 3. September 2017, 19.30 Uhr

Terra X: Zeitreise Die Welt im Jahr 1000 vor Christus

Um 1000 vor Christus soll König David Jerusalem erobert und den Ort im Bergland Palästinas zum religiösen und politischen Mittelpunkt seines aufstrebenden Reiches gemacht haben. Heute wird die gesamte Ära nach einer neuen Metall-Legierung benannt: die Bronzezeit. Aber gab es tatsächlich schon überall Bronze?

Matthias Wemhoff zeigt, wie die Menschen nördlich der Alpen vergeblich versuchten, die aus Ägypten importierten kupfernen Schwerter mit Stein zu kopieren. Archäologische Funde zeigen, dass Waren und Ideen bereits 1000 vor Christus von den Regionen rund um das Mittelmeer in den Norden wanderten.

So gelangte vielleicht auch das Wissen um den Lauf der Gestirne in das Gebiet des heutigen Deutschland. Hier fanden Archäologen riesige Goldhüte, anhand derer es Weisen wahrscheinlich gelang, den Lauf der Jahreszeiten zu bestimmen und Sonnenfinsternisse vorauszusagen.

Die Gestirne lesen zu können, war auch für eine weit entfernte Kultur auf der anderen Seite der Erde wichtig. Die Menschen der Lapita-Kultur, die späteren Polynesier, hatten sich vor 3000 Jahren mit einfachen Kanus aufgemacht, um größere Distanzen zu überwinden. Die Sterne waren ihr "Navi", und ihre Seefahrerkünste sind bis heute bewundernswert.

Die Lapita hatten ebenso wenig Kenntnis von Bronze wie die mysteriösen Olmeken, die zur gleichen Zeit in Mexiko lebten. Lange vor den Maya bauten die Olmeken die ersten Pyramiden Mittelamerikas und fertigten gigantische Kopfskulpturen. Sie waren auch die ersten Menschen Amerikas, die Schrift verwendeten. Zur gleichen Zeit erfanden die Phönizier in Nordafrika ein Alphabet mit nur 22 Zeichen, das über die schon damals existierenden Handelswege zur Grundlage für unser ABC wurde.

Doch viele Geschichten aus dieser Zeit sind nur durch Mythen und Legenden überliefert. Etwa die der sagenumwobenen Königin von Saba, deren Sohn Menelik die Bundeslade mit den Zehn Geboten nach Äthiopien gebracht haben soll. In Äthiopien trifft Matthias Wemhoff auf ein Team deutscher Archäologen, die beeindruckende Tempel untersuchen und so tatsächlich eine Verbindung vom Königreich Saba nach Äthiopien nachweisen können.

2. Die Welt im Jahr 1800

Sonntag, 10. September 2017, 19.30 Uhr

Terra X: Zeitreise Die Welt im Jahr 1800

Um 1800 ist Europa bereits durch Fortschritt und Technik geprägt. Aber gegen Naturgewalten sind die Menschen machtlos. Im Sommer des Jahres 1816 verursacht ein Vulkanausbruch in Indonesien einen Ascheregen, der weltweit zu Missernten und Hungersnöten führt. Menschen und Tiere hungern, viele sterben.

Aus dieser Not heraus erfindet Karl Drais in Mannheim ein Fahrzeug ohne Pferde: Seine Laufmaschine wird zum Vorläufer des ersten Fahrrads. Die Technik nimmt weltweit an Fahrt auf. Vielerorts herrscht Aufbruchsstimmung, geografische Distanzen werden immer schneller mit Hilfe der Eisenbahn und ersten Fluggeräten überwunden. Neue Navigationsgeräte helfen den Kolonisten, zielsicher entfernte Winkel der Erde anzusteuern, wo alte und neue Welten aufeinanderprallen Kulturen, die manchmal kaum unterschiedlicher sein könnten.

So herrscht im Tausende Kilometer von Deutschland entfernt gelegenen Hawaii König Kamehameha aufgrund einer sehr ungewöhnlichen Legitimation: Er surft. Wellenreiten gehört zu den gesellschaftlichen Codes, die das Leben auf Hawaii über viele Jahrhunderte regeln, wie Matthias Wemhoff anhand von Petroglyphen zeigen kann.

Ein neuer Zeitgeist erfasst damals auch die Politik. In Frankreich wird die Revolution ausgerufen, die Europa heftig durcheinanderwirbelt. Schließlich bringt Napoleon als Konsul und Kaiser fast ganz Europa unter seine Kontrolle.

Aber weder von Napoleon noch von Kamehameha I. dürfte damals ein Chinese gehört haben. 1793 schickt der englische König George III. eine Delegation zu Kaiser Qianlong, aber der will keinen Handel mit England. Mit Hilfe von Opium erringt die britische Ostindien-Kompanie schließlich den wirtschaftlichen Sieg über das riesige Reich, indem sie Zehntausende Chinesen zu Abhängigen macht. Die Handelsgesellschaft entwickelt sich zum weltweit größten Drogenhändler. Immer wieder wird deutlich, dass die Begegnung mit der westlichen Welt für viele alte Kulturen ein zweischneidiges Schwert ist.

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