Nächste "ZDF.reportage" über "Die Erben-Ermittler". Foto: ZDF
Nächste "ZDF.reportage" über "Die Erben-Ermittler". Foto: ZDF

ZDF.reportage

Die Erben-Ermittler – Wenn der Nachlass-Detektiv klingelt

Erben finden – klingt einfach. Doch oft muss ein Nachlass-Detektiv ganze Archive durchforsten, alte Telefonbücher wälzen, gar Stadtviertel absuchen oder im halben Dorf klingeln und ehemalige Nachbarn befragen. Alles, um ein Puzzle aus Familienverhältnissen zu lösen. Die "ZDF.reportage" begleitet am Sonntag, 16. September 2018, 18.00 Uhr "Die Erben-Ermittler – Wenn der Nachlass-Detektiv klingelt".

  • ZDF, Sonntag, 16. September 2018, 18.00 Uhr / sonntags 18.00 Uhr
  • ZDF Mediathek, Ab Sonntag, 16. September 2018

Texte

Die nächsten "ZDF.reportagen" / Sendetermine und Stab

Sonntag, 16. September 2018, 18.00 Uhr, ZDF

ZDF.reportage: Die Erben-Ermittler
Wenn der Nachlass-Detektiv klingelt

Film von David Gern

Produktion: Preussfilm
Redaktion: Heike Schnaar
Länge: ca. 30 Minuten

 

Sonntag, 23. September 2018, 18.00 Uhr, ZDF

ZDF.reportage: Nirgendwo willkommen – Roma in Deutschland

Film von Michael Beck und Michael Hawich

Produktion: i & u tv
Redaktion: Heike Schnaar
Länge: ca. 30 Minuten

 

Sonntag, 30. September 2018, 18.00 Uhr, ZDF

ZDF.reportage: Vorsicht, Ladendiebe!
Einzelhändler schlagen Alarm

Film von Robert Heller

Produktion: MAZ ab!
Redaktion: Leo Spors
Länge: ca. 30 Minuten

 

Sonntag, 7. Oktober 2018, 18.00 Uhr, ZDF

ZDF.reportage: Spurensuche
Wenn Angehörige plötzlich verschwinden

Film von Michael Hawich

Produktion: 99pro Media
Redaktion: Heike Schnaar
Länge: ca. 30 Minuten

 

Sonntag, 21. Oktober 2018, 18.00 Uhr, ZDF

ZDF.reportage: Die Schiffsbauer
Vom Stahlklotz zum Luxusliner

Film von Ralf Wilharm

Produktion: doclights
Redaktion: Heike Schnaar
Länge: ca. 30 Minuten

Die Erben-Ermittler – Wenn der Nachlass-Detektiv klingelt

Sein Job ist eine Mischung aus Detektiv, Fachanwalt und Klinkenputzer. Seine Arbeit verlangt Hartnäckigkeit und Geduld. Und am Ende steht er vielleicht vor Ihrer Haustür: Sie haben geerbt!

Erben finden – klingt einfach. Doch oft muss ein Nachlass-Detektiv ganze Archive durchforsten, alte Telefonbücher wälzen, gar Stadtviertel absuchen oder im halben Dorf klingeln und ehemalige Nachbarn befragen. Alles, um ein Puzzle aus Familienverhältnissen zu lösen.

In Deutschland wird so viel vererbt wie noch nie - jedes Jahr rund 250 Milliarden Euro. Tendenz steigend: Nach neuesten Studien wird das Erbvolumen künftig 400 Milliarden Euro jährlich erreichen. Bei einem Viertel der Erbfälle existiert weder ein gültiges Testament noch ein direkter Erbe. Dann muss der Profi ran.

So klingelte Erbenermittler Holger Siebert auch eines Tages an der Tür von Peter L. Der Fachanwalt hat ihn als Alleinerbe seiner Westberliner Großtante aufgespürt. Er erbt ein Vermögen. Doch dann taucht plötzlich Dorota K. auf. Sie kümmerte sich zu Lebzeiten um die Verstorbene. Auch sie will Erbin sein, doch das angeblich handschriftliche Testament ist nicht mehr auffindbar. Weil die Pflegerin keine weiteren Beweise vorlegen kann, spricht das Gericht Peter L. das Erbe zu. Die junge Frau geht nicht nur leer aus, sondern muss auch die Gerichtskosten übernehmen: "Das Schlimmste ist", sagt Dorota K., "dass das Geld jetzt dort ist, wo es nie hin sollte." Nämlich bei der unbekannten Verwandtschaft der Verstorbenen.

Streitfälle wie diese erlebt Siebert als Fachanwalt für Erbrecht oft: Ungenaue, gar ungeregelte Verhältnisse können Anlass für erbitterte Auseinandersetzungen werden. In jedem vierten Erbfall bricht in Familien der Streit um Geld und Gerechtigkeit derart offen aus, dass dieser nicht mehr außergerichtlich gelöst werden kann: "Beim Erben geht es nicht in erster Linie ums Geld", erklärt Siebert, "sondern um all die Dinge, die zuvor in der Familie schiefgelaufen sind und die jetzt mit dem Erbe ausgeglichen werden sollen".

Auch Junggeselle Andreas S. kämpft momentan vor Gericht um sein Erbe. Seit Jahrzehnten lebt er im Haus seiner Familie im Berliner Umland. Er pflegte Mutter und Stiefvater bis zu deren Tod. Laut Testament sollen Andreas und seine Schwester das bescheidene Barvermögen samt Haus erben. Doch plötzlich tauchen die Söhne des Stiefvaters aus erster Ehe auf und melden Ansprüche an. Einen Vermittlungsversuch lehnen sie ab und klagen. Die Kosten für das Verfahren fressen mittlerweile das kleine Erbe auf. Nun ist nicht einmal mehr sicher, ob Andreas in seinem Zuhause bleiben kann.

Nirgendwo willkommen – Roma in Deutschland

Etwa 120 000 Roma und Sinti leben in Deutschland, die meisten kommen aus Rumänien. Dort leben sie oft in Armenvierteln. In Deutschland hoffen sie auf ein besseres Leben.

Im Ruhrgebiet leben größere Roma-Gruppen in heruntergekommenen Schrottimmobilien und beziehen zum Teil zu Unrecht Sozialleistungen vom Staat. Oft wissen sie davon gar nichts, denn sie werden dabei von gewieften Betrügern ausgenutzt.

Viele Roma wurden durch die Ausweitung der Arbeitnehmer-Freizügigkeit innerhalb der EU gelockt. Die gilt seit 2014 – und der Zustrom von Armutseinwanderern aus Osteuropa und dem Balkan ist ungebrochen. Immer wieder führt das zu Problemen, die das Bild der Roma in der Öffentlichkeit negativ prägen.

In Städten wie Stuttgart und Köln leben die Elendszuwanderer aus Rumänien unter Hecken in den Stadtparks – selbst im Winter. In Köln fielen sie eine Zeitlang immer wieder durch exzessiven Alkoholkonsum und aggressives Verhalten auf. Als Bettler in den Fußgängerzonen werden sie seit Jahren als Ärgernis empfunden.

Die Antipathie gegenüber Sinti und Roma ist deutlich stärker als zum Beispiel gegenüber Muslimen und Asylbewerbern. Und: Die Abneigung zieht sich durch alle Bevölkerungsschichten. Viele sind der Meinung, dass sie "durch ihr Verhalten" für diese Feindseligkeit selbst verantwortlich sind: Bei Muslimen denken das 51 Prozent der Bevölkerung, bei Sinti und Roma 49 und bei Asylbewerbern 41 Prozent."

Die "ZDF.reportage" begibt sich auf eine Spurensuche und will Antworten auf die Frage finden: Wie müssen die Roma in Rumänien leben und leiden, dass sie sich auf den Weg in ein Land machen, in dem sie nicht willkommen sind und entweder unter dünnen Decken im Park überwintern müssen oder, von Betrügern ausgebeutet, am Ende doch wieder in Rumänien landen? Kann das alles besser sein als dort, wo sie herkommen? Und wie reagieren die Bundesbürger auf die ungeliebten Übernachtungsgäste in Parks? Über mehrere Monate hat ein Kamerateam Roma in Deutschland und Rumänien begleitet.

Vorsicht Ladendiebe! – Einzelhändler schlagen Alarm

Ladendiebstahl verursacht im Einzelhandel Schäden in Milliardenhöhe – die Täter werden immer professioneller und sind oft bandenmäßig organisiert. Offenbar stehlen diese Diebe nicht aufs Geratewohl, sondern gehen planvoll vor. Bestimmte teure Waren, wie etwa Rasierklingen, Parfums und edle Süßigkeiten werden gezielt "auf Bestellung" erbeutet.

Immer mehr Einzelhändler sind verzweifelt. Ihr Vorwurf: Die Polizei sei nicht präsent genug, und die Strafen für Ladendiebe seien generell zu gering. Allzu oft werde das Verfahren wegen der verhältnismäßig geringen Schadenssumme eingestellt, die Diebe wüssten das und wiegten sich daher in Sicherheit. Weder Videoüberwachung noch elektronische Sicherungen scheinen zu helfen. Die oft osteuropäischen Banden agieren professionell und schrecken bisweilen auch vor Gewalt nicht zurück, wenn sie entdeckt werden.

Ladendiebstahl hat es immer gegeben, aber mittlerweile werden die Profi-Langfinger für Händler zur echten Herausforderung. Und was schon für die großen Ladenketten schwer einzudämmen ist, kann für kleine Einzelunternehmer drastische Folgen haben. Denn Ladendiebstahl kostet: Nicht nur den Verlust der Ware, auch Kosten für Sicherungsmaßnahmen und zusätzliches Personal schlagen zu Buche.

Die "ZDF.reportage" spricht mit Einzelhändlern darüber, wie Ladendiebstähle ihre Existenz bedrohen, und zeigt, wie sie sich dagegen wehren: So haben sich etwa 40 Geschäfte in Bielefeld zusammengeschlossen und eine Detektei engagiert, die nun täglich Ladendiebe auf frischer Tat ertappt. In München lassen Geschäfte ihre Mitarbeiter durch einen "Testdieb" schulen. Der zeigt ihnen, wie leicht er sich seine Einkaufstüte mit teuren Waren füllen kann und wie er die Sicherungssysteme austrickst.

Außerdem begleitet die "ZDF.reportage" Zivilfahnder und Ermittler bei der Jagd nach professionellen Ladendieben. Die Reportage deckt deren Maschen auf und zeigt die Diebstahlutensilien der Täter.

Spurensuche – Wenn Angehörige plötzlich verschwinden

Mehr als elftausend Menschen gelten in Deutschland aktuell als vermisst. Sie gehen aus dem Haus - zur Arbeit, zum Einkauf, zur Party - und kommen dann einfach nicht mehr wieder. Sie bleiben verschwunden, tage-, wochen-, jahrelang. Jedes Jahr gehen bei der Polizei etwa 100 000 Vermisstenanzeigen ein. War es ein Verbrechen? Ein Unglück? Für die Angehörigen bleiben unendliche schlaflose Nächte mit endlosen Fragen.

Wer innerhalb eines Jahres nicht zurückkehrt, bleibt laut Statistik des Bundeskriminalamtes meist für immer verschollen und wird spätestens nach zehn Jahren sogar für tot erklärt. Viele Angehörige geben aber die Hoffnung nie auf, dass der Vermisste doch irgendwo gefunden wird.

Zum Beispiel Sandra Mittank. Vor drei Jahren ist ihr Sohn Lars im Bulgarien-Urlaub spurlos verschwunden. Das letzte Lebenszeichen: ein Video der Überwachungskamera am Flughafen. Was dann passiert ist, weiß keiner. Auch eine Suche innerhalb der ZDF-Sendung "Aktenzeichen XY" brachte bisher keine Aufklärung. Jetzt hat Sandra einen Privatdetektiv eingeschaltet. Er sucht vor Ort nach Sandras Sohn. Seine Vermutung: Der 28-Jährige hatte eine Amnesie und weiß nicht mehr, wer er ist. Der Detektiv dreht in Bulgarien jeden Stein um, spricht mit Behörden und der Polizei. Welche Bemühungen gab es, Lars zu finden, und warum hat man die Suche eingestellt? Gibt es eine neue Spur?

Leonie aus Bayern sucht seit über fünf Jahren nach ihrem Bruder Andreas. Im November 2012 verließ er am Morgen das Haus, um zur Arbeit zu gehen. Dort kam er jedoch nie an, meldete sich seitdem nicht bei seiner Familie oder bei Freunden. Der damals 18-Jährige nahm weder Gepäck noch sein Handy mit. Probleme im Freundeskreis waren der Familie nicht bekannt. Die Ermittlungen der Polizei ergaben bisher keine Erkenntnisse zum Verbleib des jungen Mannes. Auch Leonie hat einen Privatermittler mit der Spurensuche beauftragt. Sie hofft immer noch auf ein Lebenszeichen ihres Bruders.

Die "ZDF.reportage" begleitet die emotionale Suche nach verschwundenen Familienmitgliedern, zeigt, an welche bürokratischen Grenzen sie stoßen und welche Momente ihnen immer wieder Hoffnung geben, den vermissten Angehörigen doch wiederzufinden.

Die Schiffsbauer – Vom Stahlklotz zum Luxusliner

Die Kreuzfahrtbranche boomt seit Jahren. Weltweit reisen immer mehr Passagiere auf den schwimmenden Hotels. Gebraucht werden deshalb immer neuere und modernere Schiffe. Allein im Jahr 2018 werden 16 neue Hochseekreuzfahrtschiffe in Dienst gestellt. Doch Kreuzfahrtschiffe gelten als Dreckschleudern der Meere. Sie fahren meist mit billigem Schweröl und blasen Unmengen giftiger Abgase in die Luft.

Im Winter 2018 soll nun das erste Kreuzfahrtschiff mit reinem Gasantrieb in Dienst gestellt werden – die AIDA Nova. Es ist das weltweit erste Kreuzfahrtschiff, das zu 100 Prozent mit Liquefied Natural Gas (LNG)fahren soll, und damit deutlich umweltfreundlicher.

Gebaut wird dieser neue Ozeanriese auf der Meyerwerft in Papenburg. Das bedeutet Arbeitsplätze für die Region. Noch vor Jahren standen nämlich viele deutsche Werften vor der Pleite. Tausende Schiffsbauer bangten um ihre Arbeitsplätze. Zu groß war die "billigere" Konkurrenz aus Asien.

Heute ist die Meyerwerft ausgelastet, und für die Schiffsbauer gibt es neue Herausforderungen. Bei der AIDA Nova soll nicht nur der Antrieb umweltschonend sein, auch bei der Ausstattung der Kabinen, der Besucherdecks und der Freizeitanlagen will man in Sachen Umweltschutz zukunftsweisend sein.

Die "ZDF.reportage" ist während der Bauphase dieses ersten "grünen Kreuzfahrtschiffes" auf der Werft dabei und zeigt, welche Herausforderungen die Ingenieure und Schiffsbauer bewältigen müssen.

Infos zur "ZDF.reportage"

Die "ZDF.reportage" berichtet immer sonntags, 18.00 Uhr, aus der Alltagswirklichkeit der Zuschauer. Sie greift Themen auf, die aktuell und brisant sind und setzt sie spannend und emotional um. Dabei erzählt die "ZDF.reportage" immer aus der Perspektive der Betroffenen, von Menschen, ihren Lebenswegen und Schicksalen, ihren Konflikten, ihren Hoffnungen und Träumen. Die meisten Reportagen spielen in Deutschland, bei Auslandsthemen ist stets ein deutscher Bezug vorhanden. 

Die Redaktion der "ZDF.reportage" wird geleitet von Heike Schnaar.

Fotohinweis

Fotos sind erhältlich über ZDF Presse und Information, Telefon: 06131 – 70-16100, und über https://presseportal.zdf.de/presse/zdfreportage 

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