10 Fakten zum Christentum

Dokumentation mit Petra Gerster

In einer Zeit, in der sich immer mehr Europäer von der Kirche abwenden und immer weniger über die christlich geprägte Geschichte wissen, blickt Journalistin Petra Gerster auf 2000 Jahre Christentum. Die Dokumentation gibt Antworten auf die zehn wichtigsten Fragen zum Christentum. 

  • ZDF, Ostermontag, 2. April 2018, 18.15 Uhr

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Ostermontag, 2. April 2018, 18.15 Uhr

10 Fakten zum Christentum
Dokumentation mit Petra Gerster

Wer hat sich nicht schon mal gefragt, wo die Kirche eigentlich herkommt, seit wann es einen Papst in Rom gibt, wer das Kreuz als Symbol erfunden hat oder warum der Gott der Christen als "Heilige Dreifaltigkeit" auftritt?

Fakt ist: Der 2000-jährige Aufstieg des Christentums von einer kleinen jüdischen Sekte zur größten Weltreligion ist eines der bedeutendsten historischen Phänomene überhaupt. Aber wie wurde eigentlich aus dem jüdischen Wanderprediger Jesus von Nazareth der Stifter einer Weltreligion? Woher kommt der Glaube an die Auferstehung Jesu Christi von den Toten? Warum wird die Bibel von den Christen als Wort Gottes verstanden? Und wodurch wurde der Glaube an Christus, den Erlöser, im antiken "Supermarkt der Religionen" zum unschlagbaren Angebot? Wieso waren Märtyrer die beste Werbung für den neuen Glauben? Wann wurden die Nachfolger des Fischers Petrus zu Päpsten? Und was war so Tiefgreifendes vorgefallen, dass es mit Orthodoxen und Protestanten zu den zwei großen Abspaltungen in der Geschichte des Christentums kam?

Die Dokumentation beantwortet zehn Kernfragen zum Christentum.

"Eine Dokumentation für alle" Interview mit Petra Gerster
Warum es 10 Dinge sind, die man über das Christentum wissen sollte

In der Dokumentation geht es um Basiswissen über das Christentum. Für wen ist sie gemacht?

Unsere Doku ist für alle, die sich für das Christentum als kulturelle Prägung interessieren, aber viele Einzelheiten vergessen oder vielleicht auch nie gelernt haben. Und ganz gleich, ob man mit Kirche etwas am Hut hat oder nicht, ob man einen anderen Glauben hat oder vielleicht auch keinen: Es sind zehn Dinge, die jeder über das Christentum wissen sollte.

Warum zehn Dinge und wie haben Sie die wichtigsten Aspekte des Christentums ausgewählt?

Die Zehn ist einfach schöner als acht oder 14. Sie wirkt so endgültig. Ihre starke Wirkung beruht auf den zehn Fingern unserer Hände. Die Zehn hat sich schon bei den Zehn Geboten bewährt. Also eine sehr passende, fast magische Zahl.

Zur Auswahl haben wir uns in großer Runde zusammengesetzt und überlegt, was die entscheidenden Basics sind, die jeder wissen sollte. Da gibt es vieles, was sicher interessant ist, uns aber nicht so zentral erschien wie etwa die Jungfrau Maria. Anderes kommt nur als Unterthema vor, etwa die Frage: Seit wann gibt es Kirchen? Für diese Kapitel haben wir uns entschieden:

1.     Jesus von Nazareth – die zentrale Figur des Christentums
2.     Das Kreuz – Hauptsymbol der Christen
3.     Die Auferstehung – Zentrum des Glaubens
4.     Die Mission – Werbung für das Christentum
5.     Ein Gott in dreifacher Gestalt – Vater, Sohn und Heiliger Geist
6.     Die Bibel – Heilige Schrift der Christen
7.     Die christlichen Werte – Attraktivität und Alleinstellungsmerkmal
8.     Der Durchbruch – unter Kaiser Konstantin, nachdem es vorher Christenverfolgungen gab
9.     Der Papst – Stellvertreter Gottes auf Erden?
10.    Vielfalt – katholisch, evangelisch, orthodox – und noch viel mehr

Das ist natürlich eine subjektive Auswahl. Aber nach bestem Gewissen und intensiven Diskussionen getroffen.

Haben Sie bei den Dreharbeiten noch etwas gelernt?

Das ist das Schöne an solchen Arbeiten: Man lernt immer dazu. Zumindest habe ich mich an das meiste erinnert. Neu aber waren für mich wunderbare Orte wie die wunderschöne Biblioteca Casanatense in der Nähe des römischen Pantheons, die Kirche San Clemente, unter der sich eine weitere, ältere Kirche befindet und unter der wiederum ein uraltes Mithras-Heiligtum liegt – faszinierend! Oder auch die überraschend schöne evangelische Christuskirche im sonst ja katholischen Rom. Interessant war auch die Begegnung mit dem Chefrabbiner von Rom, Riccardo Di Segni.

Mich hat beeindruckt, wie aussichtslos die Erfolgschancen des jungen Christentums in einer antiken Welt schienen, die geradezu überfüllt war mit zahllosen Kulten und Göttern. Mich hat überrascht, dass die Kreuzigung Jesu zunächst eine Peinlichkeit war, über die man sich gegenüber den Christen lustig machte. Und neu für mich war, dass die Christenverfolgung und die christlichen Märtyrer mit die beste Werbung für den neuen Glauben waren.

Die Fragen stellte Magda Huthmann

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