Zu "25 Jahre Deutsche Einheit" bietet die ZDF-Familie einen umfassenden Programmschwerpunkt. Copyright: ZDF/imago/imagebroker mago
Zu "25 Jahre Deutsche Einheit" bietet die ZDF-Familie einen umfassenden Programmschwerpunkt. Copyright: ZDF/imago/imagebroker mago

25 Jahre Deutsche Einheit

Programmschwerpunkt in ZDF, ZDFinfo, ZDFneo und den Partnersendern

Was hat die Zusammenführung der beiden deutschen Staaten und die Wiedervereinigung am 3. Oktober 1990 erbracht, was ist im zurückliegenden Vierteljahrhundert gutgegangen, was gescheitert? Der ZDF-Programmschwerpunkt zu "25 Jahre Deutsche Einheit" geht diesen Fragen unter dem Label "Deutschland 25" nach – unter anderem in Dokumentationen wie "Ost und West

  • ZDF, Bis 4. Oktober 2015
  • ZDF neo, Freitag, 25. September 2015, 22.05 Uhr
  • ZDF info, Vom 27. September bis 3. Oktober 2015

Texte

"Was ist gescheitert, was ist gutgegangen?"
Interview mit ZDF-Chefredakteur Peter Frey zu "25 Jahre Deutsche Einheit"

25 Jahre Deutsche Einheit – wenn Sie noch einmal ein Viertel­jahrhundert zurückblicken: Wie haben Sie als Journalist damals den Wandel erlebt?

Als damals noch junger Journalist schon hier im ZDF. Es war eine Überraschung für uns alle – die Welt war schlagartig eine andere, als die Nachricht vom Mauerfall kam. Wir mussten schnell dafür sorgen, dass Kamerateams nach Berlin geschickt wurden und dort Live-Kapazitäten zur Verfügung standen. Ich erinnere mich auch noch, wie wir zwei Wochen nach dem Mauerfall unsere erste Live-Sendung aus Leipzig realisierten, um den Wandel dort zu begleiten: Es gab kein Internet, man konnte niemanden per Handy erreichen – ich bin von Haustür zu Haustür gegangen, um Gesprächspartner für unsere Diskussionssendung zu finden.

Sind 25 Jahre Deutsche Einheit auch ein Anlass, daran zu erin­nern, wie dankbar Deutschland und Europa sein können, dass die Einheit gekommen ist? Denn Ukraine-Krise und der Schulden­streit mit Griechenland zeigen ja aktuell an, dass dieser europäi­sche Einheitsgedanke an vielen Stellen bröckelt.

Es war ein Wunder, was damals passiert ist: die Auflösung der starren Machtblöcke in Ost und West. Europa fand sich zu einer Einheit zusammen, mit einem Deutschland im Mittelpunkt, durch das 40 Jahre die Grenze zwischen den Blöcken verlief, mit einer Mauer, die Berlin geteilt hat. Das alles hat sich friedlich aufgelöst – ohne Blutvergießen, ohne Revolution. Wir haben allen Grund dafür dankbar zu sein, nicht nur der Sowjetunion, sondern auch unseren westlichen Partnern. In den letzten Monaten ist mir umso mehr bewusst geworden, dass die Wiedervereinigung Deutsch­lands und die währungspolitische Einheit Europas durch den Euro zwei Seiten einer Medaille sind. Das geht mir in den Auseinan­dersetzungen um den Grexit zu oft unter: Der Euro ist das Instru­ment, das diesen Kontinent zusammenhält.

Gerade mit Blick auf diese jüngsten Krisen in Europa: Wieviel feierlicher Rückblick ist im Programmschwerpunkt zu 25 Jahre Deutsche Einheit nötig und wieviel politischer Ausblick zwingend?

Den emotionalen Rückblick bot unser Programm im vergangenen Jahr, als wir die 25 Jahre Mauerfall mit Blick auf den 9. November 1989 gewürdigt haben. In diesem Herbst geht es um die Zusam­menführung der beiden deutschen Staaten und die Wiederverei­nigung am 3. Oktober 1990 – an dieses Datum können wir mit mehr Nüchternheit herangehen und fragen: Was hat man sich damals vorgenommen, was ist gescheitert, was ist gutgegangen? Die Bilanz ist unterm Strich nicht schlecht: Deutschland ist ein einig‘ Vaterland geworden. Und wenn ich durch den Osten fahre, sehe ich auch eine Vielzahl blühender Landschaften. Aber es gibt trotzdem immer noch große Unterschiede zwischen West und Ost, gerade in wirtschaftlicher Hinsicht: die Unterschiede in den Einkommen, die ungerechte Verteilung der Vermögen, kein einzi­ges DAX-Unternehmen sitzt im Osten. Es ist viel Geld in die Infrastruktur geflossen, aber der Anschluss noch nicht in allen Bereichen geschafft. Andererseits ist auch im Westen dadurch manches liegengeblieben. Das freudige Datum "25 Jahre Deut­sche Einheit" ist also verbunden mit der Aufforderung, in den kommenden 25 Jahren für eine stärkere Angleichung der Lebens­verhältnisse zu sorgen.

"Sind wir ein Volk?", fragt der Live-Talk mit Maybrit Illner am 1. Oktober 2015, 20.15 Uhr im ZDF. Was würden Sie antworten?

Ja, wir sind ein Volk, eines, das aus der Verschiedenheit heraus lebt. Es gibt immer noch konfessionelle Gegensätze und Gren­zen, Deutschland hat sich zudem durch eine starke Migrationsbe­völke­rung verändert. Sachsen waren schon immer anders als Bayern und Mecklenburger anders als Rheinländer. Wir müssen diese Verschiedenheiten auch feiern. Hinzu kommen die politi­schen Unterschiede, die gerade auch der Osten mit eingebracht hat. Nicht alles ist da erfreulich. Die Zusammenführung der bei­den Staaten war aber eine Bereicherung, die von der Mehrzahl in der deutschen Bevölkerung auch so empfunden wird.

Mittlerweile ist eine ganze Generation im Rahmen der Deutschen Einheit erwachsen geworden: Wie ist dieser Zielgruppe online und im TV zu vermitteln, wie wichtig das "Wunder von Berlin" war?

Der Zauber der Bilder hat nicht nachgelassen. Die Aufnahmen von den Geschehnissen am 9. November 1989 sind immer noch stark und ergreifen auch die junge Generation. Denn damit be­gann etwas, das am 3. Oktober 1990 noch nicht zu Ende war, sondern weiter wirkt. Und wir spüren zum Beispiel bei ZDFinfo, wie interessiert jüngere Zuschauer an der Geschichte der DDR sind. Dieses andere Deutschland war aus deren Perspektive ein merkwürdiges, kurioses Deutschland – damit wollen sich die nachwachsenden Generationen durchaus beschäftigen. Auch die Bundesrepublik war ein eigenes Biotop mit einer eigenen politi­schen Kultur. Darauf einzugehen und daran zu erinnern, dass dieses Zusammenwachsen auch seine Zeit braucht – das ist un­sere Aufgabe.

Wie hat sich das ZDF selbst in den zurückliegenden 25 Jahren verändert – vom Aufbau der Landesstudios in der ehemaligen DDR bis zum heutigen Multimediahaus?

Auch das ZDF hat sich deutlich verändert und wurde ein gesamt­deutscher Sender, verankert in den Ländern, aber mit Berlin als Impulsgeber. Mit dem Aufbau der Landesstudios in den denkmal­geschützten Gebäuden leisteten wir in den neuen Bundesländern tatsächlich einen ganz praktischen Beitrag. Ich selbst konnte 1992 das "ZDF-Morgenmagazin" mit einer Mannschaft aus Ost und West gründen – ein Drittel der Kollegen kamen vom Deut­schen Fernsehfunk, dem DDR-Fernsehen. Auch da war zu erle­ben, was es bedeutet, zwei Mentalitäten zusammenzuführen. Das ist mittlerweile nicht nur im "ZDF-Morgenmagazin", sondern im ganzen ZDF gelungen. Was die Entwicklung der Medien betrifft – Internet, Smartphone, Digitalisierung: Das ZDF ist längst kein Ein-Kanal-Sender mehr, sondern ein Medienhaus, das mittler­weile acht Sender, zwei Websites und die wichtigen sozialen Netzwerke bedient. Und übrigens: Im Wendejahrzehnt, in den 90er Jahren, schien RTL uneinholbar. 25 Jahre später liegen die Öffentlich-Rechtlichen wieder vorne – und das ZDF ist schon im vierten Jahr Marktführer. Wir haben es mit Beharrlichkeit, Innova­tionskraft und einem guten gemeinsamen Spirit geschafft, zur Nummer eins in Deutschland zu werden.

Blicken wir auf den politischen Journalismus in Deutschland seit 1990. Hat er die vielfältigen Veränderungsprozesse angemessen begleitet oder musste er auch mit Glaubwürdigkeitskrisen kämp­fen, wie sie zuletzt rund um die Ukraine-Krise von manchen be­schworen wurde?

Glaubwürdigkeit kann man nur durch Verlässlichkeit erreichen und das bedeutet: An jedem einzelnen Tag müssen Nachrichten-, Magazinsendungen und Dokumentationen ihren Wert für den Zu­schauer beweisen. Vor allem müssen sie richtig sein. Das ist die Grundlage für alles, was wir tun. Ich habe an dieser Stelle sehr großes Vertrauen sowohl in unsere Redaktionen als auch in un­sere Korrespondenten. Was wir im vergangenen Jahr im Zuge der Ukraine-Krise an Anfeindungen erlebt haben, war vor allem Folge einer propagandistischen Anstrengung einer bestimmten Seite. Doch wir müssen uns immer auch selbstkritisch an das annähern, was wir tun, und uns mit der Kritik und den Argumenten aus­einandersetzen, die an uns herangetragen werden. Das diskutie­ren wir sorgfältig und intensiv – und das gehörte auch in den zu­rückliegenden 25 Jahren immer dazu. In diesem Jahr haben wir zudem die Korrekturen-Rubrik auf der heute.de eingerichtet: Wenn wir über etwas falsch berichtet haben, stellen wir es dort richtig. Wenn man aber die dort aufgeführten Fehler in Relation setzt zu unserem Sendevolumen und der Zahl der Nachrichten­sendungen, kann ich nur sagen: Wirklich viele Fehler machen wir nicht.

Und Ihr Ausblick anlässlich "25 Jahre Deutscher Einheit": Werden wir in weiteren 25 Jahren über ganz andere Themen reden?

Ich bin ein Europäer – und deshalb lautet meine Hoffnung: dass in weiteren 25 Jahren das europäische Projekt, die Europäische Union, tiefer beisammen ist – auch in Richtung politischer Union. Ich wünsche mir, dass die Grenzen, die wir zuletzt wieder zwi­schen West- und Osteuropa gespürt haben, dann überwunden sind und dass ein demokratisches Russland zu diesem Europa gehört.

Mit Peter Frey sprach Thomas Hagedorn.

Übersicht der Sendetermine zum Programmschwerpunkt "25 Jahre Deutsche Einheit"

ZDF

Sonntag, 6. September 2015, 23.30 Uhr
Deutschland 25
ZDF-History: Franz Josef Strauß und der Milliardendeal

Dienstag, 15. September 2015, 20.15 Uhr
Deutschland 25
ZDFzeit: Tödliche Grenze – Der Schütze und sein Opfer

Dienstag, 22. September 2015, 20.15 Uhr
Deutschland 25
ZDFzeit: Ost und West – der große Check

Sonntag, 27. September 2015, 23.30 Uhr
Deutschland 25
ZDF-History: Geheimakte Deutsche Einigung

Montag, 28. September 2015, 00.25 Uhr
Deutschland 25
Westwind
Ost-West-Melodram von ZDF/Das kleine Fernsehspiel

Dienstag, 29. September 2015, 20.15 Uhr
Deutschland 25
ZDFzeit: Auf den Spuren der Einheit – mit Christopher Clark

Dienstag, 29. September 2015, 23.00 Uhr
Deutschland 25
Wieder vereint!
Hans-Dietrich Genscher, Theo Waigel und Lothar de Maizière
im Gespräch mit Markus Lanz

Donnerstag, 1. Oktober 2015, 20.15 Uhr
Deutschland 25
Sind wir ein Volk?
Aus Berlin mit Maybrit Illner

Donnerstag, 1. Oktober 2015, 22.15 Uhr
Deutschland 25
Der wilde Osten – das letzte Jahr der DDR

Freitag, 2. Oktober 2015, 13.00 Uhr
Deutschland 25
ZDF-Mittagsmagazin feiert 25 Jahre Wiedervereinigung
Live aus Berlin und Bitterfeld

Samstag, 3. Oktober 2015, 12.00 Uhr
Deutschland 25
Festakt zum Tag der Deutschen Einheit
Übertragung aus der Alten Oper in Frankfurt

Samstag, 3. Oktober 2015, 18.30 Uhr
Deutschland 25
Potsdam – Preußenpracht und Plattenbau 

Samstag, 3. Oktober 2015, 19.10 Uhr
Deutschland 25
ZDF spezial: Einheits-Jubiläum – Deutschland feiert
Moderation: Matthias Fornoff

Samstag, 3. Oktober 2015, 20.15 Uhr
Deutschland 25
Der Quiz-Champion - Deutschland-Special

Sonntag, 4. Oktober 2015, 18.00 Uhr
Deutschland 25
ZDF.reportage: Rübergemacht
Umzug in ein unbekanntes Deutschland

 

ZDFinfo
(Erstausstrahlungen)

Sonntag, 27. September 2015, 18.45 Uhr
Zweite Heimat – Wie die Einheit Deutschland verändert hat

Sonntag, 27. September 2015, 23.00 Uhr
Luxusliner der Arbeiterklasse – Kreuzfahrt in der DDR

Dienstag, 29. September 2015, 18.45 Uhr
Der wilde Osten – Aufbruch und Anarchie in der Wendezeit

Dienstag, 29. September 2015, 19.30 Uhr
Der wilde Osten – Konsumrausch und Abzocke in der Wendezeit

Mittwoch, 30. September 2015, 17.15 Uhr
Die Macht der Stasi

Mittwoch, 30. September 2015, 18.00 Uhr
In den Fängen der Stasi

Mittwoch, 30. September 2015, 18.45 Uhr
Geschichte treffen:
Leipzig `89 – Die verbotenen Demo-Bilder

Mittwoch, 30. September 2015, 23.15 Uhr
Geschichte treffen:
Ringen um die Deutsche Einheit – Der 2+4-Vertrag

Freitag, 2. Oktober 2015, 20.15 Uhr
Berlin, Berlin: Die Besatzer

 

ZDFneo

Freitag, 25. September 2015, 22.05 Uhr
Zurück zum Augenblick

 

ARTE

Samstag, 3. Oktober 2015, 21.45 Uhr
B-Movie – Lust & Sound in West-Berlin

Samstag, 3. Oktober 2015, 23.15 Uhr
Bäm Bäm Westbam! – Der DJ und die Macht der Nacht

 

3sat

Dienstag, 29. September 2015, 22.25 Uhr
Bewegte Republik Deutschland
1. Schuld und Wunder 1945 – 1965
2. Zur Waffe Schätzchen 1962 – 1983
3. Geteilter Himmel 1949 – 1989
4. Die Deutschland-Maschine 1989 – 2014

 

phoenix

Samstag, 3. Oktober 2015, 11.00 Uhr
HISTORY LIVE: 25 Jahre Wiedervereinigung

 

KiKA

Samstag, 3. Oktober 2015, 19.50 Uhr
logo! Extra: Aus zwei wurde eins: 25 Jahre Deutsche Einheit

ZDF-Programm zu "25 Jahre Deutsche Einheit"

Sonntag, 6. September 2015, 23.30 Uhr, ZDF

Deutschland 25

ZDF-History: Franz Josef Strauß und der Milliarden-Deal

Autoren: Florian Hartung, Heike Nelsen-Minkenberg
Redaktion: Carl-Ludwig Paeschke
Leitung: Stefan Brauburger, Friedrich Scherer

Zwei Jubiläen fallen in diesem Herbst zusammen: 25 Jahre deut­sche Einheit, und am 6. September 2015 wäre Franz Josef Strauß 100 Jahre alt geworden. Anlass für "ZDF-History", eines der spektakulärsten Kapitel seiner politischen Laufbahn zu betrach­ten, das deutsch-deutsche Geschichte schrieb: der Milliardenkre­dit für die DDR.

Bis heute sind das Zustandekommen dieses Kredites und seine Hintergründe nebulös. Hat er den Bankrott des zweiten deutschen Staates hinausgezögert, wie immer wieder behauptet wird? Neu entdeckte Dokumente und Analysen von Wirtschaftshistorikern sprechen dagegen.

Die Gespräche, die Franz Josef Strauß mit Alexander Schalck-Golodkowski, dem kürzlich verstorbenen Devisenbeschaffer der DDR, hinter verschlossenen Türen geführt hat, hat Schalck da­mals für die DDR-Führung in geheimen Aufzeichnungen doku­mentiert. Öffentlich darüber gesprochen hat er nie. Seine Unter­lagen werden jetzt erstmals umfassend veröffentlicht, wichtige Inhalte vorab für "ZDF-History" verfilmt: Spielszenen, die Origi­nalzitate wiedergeben, lassen die Geheimgespräche zwischen Strauß und Schalck für die Zuschauer lebendig werden. Für die Rolle des Franz Josef Strauß konnte der Kabarettist Thomas Freitag gewonnen werden.

Welche Motive hatte der CSU-Vorsitzende wirklich? Die Autoren Florian Hartung und Heike Nelsen-Minkenberg entschlüsseln an­hand der Protokolle Strauß' Beweggründe und binden sie ein in die politische Biografie des bayrischen Ministerpräsidenten, der Zeit seines politischen Lebens Kanzler werden wollte

 

Dienstag, 15. September 2015, 20.15 Uhr, ZDF

Deutschland 25

ZDFzeit: Tödliche Grenze – Der Schütze und sein Opfer

Buch: Thomas Gaevert, Volker Schmidt-Sondermann
Regie: Volker Schmidt-Sondermann
Wissenschaftliche Fachberatung: Dr. Jochen Maurer
Redaktion: Stefan Mausbach
Leitung: Stefan Brauburger 

Am 8. Dezember 1979 beschließen zwei 15-jährige Schüler aus Halle die Flucht aus der DDR. Heimlich verschwinden Heiko Runge und Uwe Fleischhauer von zu Hause, um sich in den Harz durchzuschlagen. Dort wollen sie über die innerdeutsche Grenze flüchten. Doch anstatt die Bundesrepublik zu erreichen, endet ihre Flucht zwischen den Grenzzäunen. Zwei Soldaten nehmen die Jungen unter gezieltes Feuer, so wie es von ihrem Kompanie­chef, einem berüchtigten "Scharfmacher", immer wieder befohlen wurde. Heiko Runge stirbt durch einen Schuss in den Rücken, Uwe Fleischhauer überlebt unverletzt und wird festgenommen.

Bis zum Ende der DDR kamen mindestens 13 Kinder und Ju­gendliche unter 18 Jahren bei Fluchtversuchen an der innerdeut­schen Grenze ums Leben. Heiko Runges Geschichte steht exemplarisch für diese Fälle. Doch wie war es möglich, dass aus unbescholtenen jungen DDR-Bürgern, die ihren Grundwehrdienst an der Grenze verrichten mussten, Todesschützen wurden?

Neben der Rekonstruktion der damaligen Vorgänge erkundet der Film die psychologisch-menschliche Dimension, die hinter den tragischen Ereignissen an der Grenze im Harz steht. Dabei wird deutlich: Der "Schießbefehl" allein erklärt nicht, weshalb Heiko Runge sterben musste. Viele der ehemaligen DDR-Grenzsoldaten haben den Konflikt, in dem sie sich damals als 20-jährige junge Männer befanden, bis heute nicht auflösen können.

Erstmals brechen ehemalige Soldaten und Offiziere der 7. Grenz­kompanie Sorge das Schweigen und berichten nicht nur über ihre eigene Dienstzeit, sondern auch über die Umstände, die aus ihrer Sicht zum Tod von Heiko Runge führten. Zu den im Film zu Wort kommenden Zeitzeugen gehört auch ein Hauptfeldwebel, der – um die Flucht eines russischen Soldaten zu stoppen – wenig später selber zum Todesschützen wurde.

 

Dienstag, 22. September 2015, 20.15 Uhr, ZDF

Deutschland 25

ZDFzeit: Ost und West – Der große Check

Buch: Bettina Küter, Steffi Lischke
Regie: Gerd Gerlach
Redaktion: Lisa Borgemeister
Leitung: Christian Deick

Seit 25 Jahren ist Deutschland wiedervereint. 1990 fielen sich die Menschen aus Ost und West in die Arme, doch eigentlich waren sie sich fremd. Zu groß waren die gesellschaftlichen und kultu­rellen Unterschiede. Und heute, ein Vierteljahrhundert später? Wirtschaft, Bildung und Lebensstandard haben sich angenähert, doch die Klischees von Ossi und Wessi halten sich hartnäckig auf beiden Seiten – allen voran das Bild vom "Jammerossi" und "Bes­serwessi". Aber gelten die Klischees heute noch? Sind die Men­schen in Ostdeutschland geselliger, hilfsbereiter und auch leicht­gläubiger? Weiß der Westdeutsche alles besser, fühlt er sich überlegen? Blutet der Westen aus, während in Ostdeutschland die Landschaften blühen. War früher alles besser? Gibt es in Ost­deutschland wirklich mehr Rechtsradikale als im Westen?

In einer unterhaltsamen Mischung aus Umfragen, Tests und kur­zen Reportagen macht der Film den Check: Wie sehen sich Ost- und Westdeutsche heute selbst und gegenseitig? Wie groß ist das Interesse am jeweils anderen Teil des Landes?

Auf einer Reise durch ganz Deutschland zu Volksfesten, Festi­vals, Messen und Konzerten trifft das Filmteam auf Menschen aus den unterschiedlichsten Milieus und holt überraschende, gängige und provozierende Meinungen, Erwartungen und Vorurteile ein. Tests mit versteckter Kamera in Ost und West stellen einzelne Klischees unterhaltsam und augenzwinkernd auf die Probe: Eine fingierte Autopanne am Straßenrand – ist der Ostdeutsche hilfs­bereiter? Am Bratwurststand eine halbe Wurst zum Preis einer ganzen – wer protestiert, wer lässt es sich bieten? Oder ein nacktes Pärchen am Textilstrand: Reagieren die Ostdeutschen gelassener als die vermeintlich prüden Wessis?

Zwei Experten ordnen die Stimmungsbilder ein: die Politologin Prof. Dr. Rebecca Pates von der Universität Leipzig und Prof. Dr. Klaus Schroeder, Zeithistoriker und Leiter des Forschungsverbundes SED-Staat von der Freien Universität Berlin. Aktuelle Statistiken und reprä­sentative Meinungsumfragen ergänzen den Ost-West-Check mit harten Fakten: Sind wir nach 25 Jahren endlich ein Volk?

 

Sonntag, 27. September 2015,  23.30 Uhr, ZDF

Deutschland 25

ZDF-History: Geheimakte Deutsche Einheit

Autor: Uli Weidenbach
Redaktion: Johanna Kaack
Leitung: Friedrich Scherer, Stefan Brauburger

25 Jahre nach der deutschen Wiedervereinigung im Oktober 1990 geben manche Entscheidungsmomente auf dem Weg zur Einheit immer noch Rätsel auf. Was bewegte Kreml-Chef Michail Gor­batschow wirklich dazu, der Einigung zuzustimmen? War es das Versprechen, die NATO nicht über Deutschland hinaus nach Os­ten zu erweitern oder war es Geld für die marode Sowjetunion? Wel­che Zusagen machten Bundeskanzler Helmut Kohl und US-Präsi­dent George Bush? Neu veröffentlichte Dokumente und For­schun­gen geben jetzt tiefere Einblicke in die Motive und Handlun­gen der wichtigsten Akteure dieses größten Umbruchs in der jün­geren deutschen Geschichte.

Als am 9. November 1989 die Berliner Mauer fiel, war eine bal­dige Wiedervereinigung der beiden deutschen Staaten für die meisten zunächst unvorstellbar. Weder in Bonn, Moskau oder Washington lagen Pläne vor, wie es nach dem Fall der Mauer weitergehen könne. Mit seinem 10-Punkte-Plan setzte Kohl einen starken Im­puls in Richtung Einheit, der auf ein geteiltes Echo stieß. Zum wichtigsten Stolperstein wurde die Bündniszugehörig­keit eines wiedervereinigten Deutschlands. Gorbatschow ver­langte, dass die Nato nicht auf das Gebiet der DDR ausgeweitet werde. Bush war gegen eine solche Abmachung, und Kohl stand dazwischen. Was dann passierte, darüber diskutieren die Histori­ker noch heute. Sicher ist: Das wiedervereinigte Deutschland bleibt in der NATO und Bonn gewährt Moskau zinslose Milliar­denkredite. Doch wie hängt das eine mit dem anderen zusam­men? Und was wurde Gorbatschow vielleicht unter der Hand ver­sprochen?

Der Film gibt Antworten auf eine Frage, die seit der Ukraine-Krise neue Aktualität gewonnen hat: die NATO-Osterweiterung. Zeitzeu­gen und namhafte Historiker aus Deutschland, den USA und Russland erklären und diskutieren, wie es wirklich war.

 

Dienstag, 29. September 2015, 20.15 Uhr, ZDF

Deutschland 25

ZDFzeit: Auf den Spuren der Einheit mit Christopher Clark

Buch: Gero von Boehm, Mario Sporn
Regie: Gero von Boehm
Moderation: Christopher Clark
Redaktion: Anja Greulich
Leitung: Stefan Brauburger

Als Christopher Clark 1985 als Student nach Berlin kam, waren die Stadt und Deutschland noch geteilt. Die Mauer, ausgebaut zu einem Bollwerk, gesichert mit Stacheldraht, von bewaffneten Posten, zerriss nicht nur die Stadt in zwei Teile, sondern war auch Symbol für die Spaltung des Landes und trennte die Men­schen brutal voneinander. Für den gebürtigen Australier eine ab­surde Situation – schließlich ist das Land seiner Herkunft ein ganzer Kontinent, der keine Binnengrenzen kennt.

Vielleicht erklärt dies das Interesse und die Faszination Clarks für die Geschichte der deutschen Teilung und Wiedervereinigung. "Niemand konnte sich damals eine deutsche Einheit vorstellen", erinnert sich der Historiker, der heute an der renommierten Uni­versity of Cambridge Europäische Geschichte lehrt.

Wie es dann doch so schnell zum Mauerfall und zur Wiederverei­nigung kam, warum vor allem die europäischen Nachbarn Furcht vor einem geeinten Deutschland hatten, welche Versprechungen gemacht wurden und welche Hoffnungen sich nach 25 Jahren wirklich erfüllt haben, dem spürt Christopher Clark in der Doku­mentation nach.

Ein Jahr nach seiner Reise durch die "Saga" der Deutschen macht er sich erneut auf den Weg durch unser Land. Im Gepäck hat er einen Spickzettel mit Stichworten, die immer wieder Anlass zu Debatten gaben oder geben: Sind die Deutschen nach einem Vierteljahrhundert wirklich ein Volk? Wie hoch waren die "Kosten der Einheit" tatsächlich? Und wie viel davon haben die Bürger im Osten selbst getragen? Was wurde aus den verheißenen "blü­henden Landschaften"? Und blüht es im Osten da und dort nicht sogar schöner als im Westen? Wie steht es um die oft beklagten "Mauern in den Köpfen"? Wie viel Osten regiert über Deutschland angesichts des leitenden Personals der Republik? Dabei stützt sich Clark auf aktuelle Zahlen aus Studien und Um­fragen, die manches Klischee überraschend widerlegen – oder bestätigen.

Auf seiner Reise durch die Geschichte der deutschen Einheit be­sucht Clark Schauplätze in Ost und West. Er reist von der ge­samtdeutschen Hauptstadt Berlin in die alte westdeutsche nach Bonn. Vom darbenden Duisburg geht es ins perfekt restaurierte Dresden, vom schrumpfenden Hoyerswerda in das boomende Jena, vom einst geteilten Mödlareuth an die Unstrut, wo die Rot­käppchen-Sektkellerei eine gesamtdeutsche Erfolgsgeschichte schrieb. Dabei trifft er Menschen, die ihre ganz persönliche Bilanz der deutschen Einheit ziehen, darunter den Schriftsteller Thomas Brussig.

Einmal mehr stellt Clark unter Beweis, dass manche Fragen mit dem "fremden Blick" des gebürtigen Australiers besser zu beant­worten sind als von den Beteiligten selbst.

 

Dienstag, 29. September 2015, 23.00 Uhr, ZDF

Deutschland 25

Wieder vereint!

Hans-Dietrich Genscher, Theo Waigel und Lothar de Maizière
im Gespräch mit Markus Lanz

Redaktion: Susanne Krummacher, Stefan Bayerl

Hans-Dietrich Genscher, Theo Waigel und Lothar de Maizière erzählen, wie sie die Wie­dervereinigung erlebt haben. Im Ge­spräch erfährt Markus Lanz unterhaltsame Anekdoten aus dem Bonn und Ostberlin der 80er und 90er Jahre – unbekannte Episo­den der deutschen Geschichte.

Die drei Gesprächspartner waren an dem Prozess der Wiederver­einigung unmittelbar beteiligt. Der Film orientiert sich an der Chronologie der Ereignisse, wobei das Hauptaugenmerk auf den persönlichen Eindrücken dieser drei Männer liegt, auf ihrer Hoff­nung (Hans-Dietrich Genscher: "Diese Begegnung mit Gor­batschow hat mich tief bewegt – ich dachte, wir haben zum ersten Mal eine reale Chance, die deutsche Vereinigung zu erleben."), auf ihren Zweifeln (Lothar de Maizière: "Ich dachte nur: Hoffent­lich geht das gut!") und auf ihrem Mut (Theo Waigel: "Man wusste nie so recht, was könnte noch passieren – bei 500.000 russischen Soldaten auf deutschem Boden.")

 

Donnerstag, 1. Oktober 2015, 20.15 Uhr, ZDF

Deutschland 25

Sind wir ein Volk?

Aus Berlin mit Maybrit Illner

Redaktion: Katrin Helwich, Volker Wilms 

25 Jahre Deutsche Einheit – ein Anlass, unser Land unter die Lupe zu nehmen: Ein Vierteljahrhundert nach der Wiedervereini­gung sind wir fast selbstverständlich "ein Volk", aber was für eins? Wie tolerant, weltoffen, stolz, unsicher, besserwisserisch, ja wie einig sind wir eigentlich? Das fragen ZDF-Moderatorin Maybrit Illner und Lutz van der Horst in einem ZDF-Themenabend: Sie werden deutsche Wirklichkeit im 25. Geburtstagsjahr ergründen – in einer Mischung aus Ana­lyse, Bestandsaufnahme und einer Portion Humor!

Auf der Suche nach der "deutschen Seele" reist Lutz van der Horst, bekannt als unerschrockener Reporter der "heute-show", quer durch die Republik und transportiert Stimmen und Stimmun­gen. Maybrit Illner begrüßt ihn und prominente Gäste aus Politik, Sport und Show in der "Malz­fabrik", einem historischen Gebäude am Berliner Südkreuz, das heute Treffpunkt für Menschen aus Kunst, Wirtschaft und Alltags­kultur ist.

Die Runde blickt nicht nur zurück, sondern diskutiert: Wo stehen wir heute? Ist die innere Einheit zwischen West- und Ostdeutschen tatsächlich geschafft? Schaffen wir auch die nächste Herausforderung, wenn unser Land zur neuen Heimat von hunderttausenden Flüchtlingen wird? Wie verändert das unser Land – 25 Jahre nach der Deutschen Einheit.

Das diskutiert Maybrit Illner mit Bundesfinanzminister Wolfgang Schäuble, dem Historiker Heinrich August Winkler, den Schauspielerin Katrin Sass und Jan Josef Liefers, dem Kabarettisten Michael Mittermeier und den Journalisten Özlem Topcu und Hans-Ulrich Jörges.

 

Freitag, 2. Oktober 2015, 13.00 Uhr, ZDF

Deutschland 25

ZDF-Mittagsmagazin feiert 25 Jahre Wiedervereinigung

Live aus Berlin und Bitterfeld mit Christina von Ungern-Sternberg und Norbert Lehmann

Seit einem Vierteljahrhundert wächst nun zusammen, was zusammengehört. Deutschland hat dabei eine große Aufbauleistung gestemmt. Das wird besonders an zwei Orten offenbar, die gegensätzlicher kaum sein könnten: Berlin und Bitterfeld. Die eine Stadt wurde zur angesagten Metropole und zum neuen europäischen Machtzentrum, die andere eine schrumpfende Kommune in der ostdeutschen Peripherie. Aber ein zweiter Blick erzählt eine andere, erfolgreiche Geschichte von Bitterfeld, die seit 1989 vom "schmutzigsten Flecken Europas" zur blühenden Landschaft wurde. Die Stadt im Chemie-Dreieck Halle-Merseburg-Bitterfeld stand vor 25 Jahren wie keine andere für die heruntergewirtschaftete DDR. Heute, restauriert und subventioniert mit Hunderten Transfermillionen, strahlt längst nicht alles. Aber die Wiedervereinigung hat die Region weit vorangebracht.

Das "ZDF-Mittagsmagazin" schaut in Berlin, dem neuen politischen Machtzentrum Europas, und im sachsen-anhaltinischen Bitterfeld auf 25 Jahre Deutsche Einheit, um dort nachzuzeichnen, wo Deutschland heute steht.

"MiMa"-Moderatorin Christina von Ungern-Sternberg in Berlin und "MiMa"-Moderator Norbert Lehmann in Bitterfeld befragen Zeitzeugen und Akteure der politischen Wende aus Politik und Unterhaltung zu ihrer Perspektive auf das Deutschland der Gegenwart. Eingeladen sind in ein Gläsernes Studio auf der Wiese am Reichstag in Berlin unter anderem Bundestagspräsident Norbert Lammert und Gregor Gysi, scheidender Fraktionsvorsitzender der Linksfraktion im Bundestag. Am Goitzsche-See in Bitterfeld sind die dortige Oberbürgermeisterin Petra Wust und Schauspieler Wolfgang Stumph zu Gast.

 

Samstag, 3. Oktober 2015, 18.30 Uhr, ZDF

Deutschland 25

Potsdam – Preußenpracht und Plattenbau

Eine Stadt sucht ihren Weg

Film von Britta Hilpert

Redaktion: Claudia Ruete

Es gibt wohl kaum eine Stadt in Deutschland, die sich seit 1989 so sehr verändert hat wie Potsdam. Ein Drittel der Bevölkerung ist ausgetauscht, die Stadt wächst, wird aber auch teurer. Auf den Titel UNESCO-Weltkulturerbe sind Alt- und Neu-Potsdamer stolz. Diese Stadt lieben sowohl die, die sie noch aus DDR-Zeiten ken­nen, wie etwa Matthias Platzeck, als auch Neu-Potsdamer mit westdeutscher Vergangenheit, wie zum Beispiel Günther Jauch oder Wolfgang Joop.

Potsdams Schönheit war 1988 ernsthaft bedroht. Das holländi­sche Viertel, die Schlösser und Alleen sind nun Touristenmagnet und Heimat vieler beneideter Potsdamer. Doch wächst hier zu­sammen, was zusammengehört? Mischt sich hier Ost mit West vor atemberaubend schöner Kulisse?

Die Stadt streitet um ihre "Kulisse". Es geht dabei um Grundsätz­liches. Was ist schön? Was gehört zu unserer Geschichte? Und wie gehen wir damit um? Es geht um Potsdams Wiederaufbau, denn jeder, der dort wohnt, hat eine andere Vorstellung.

Wie unterschiedlich die Menschen denken, zeigt sich zum Bei­spiel an der Garnisonkirche. Der Wiederaufbau des barocken Schmuckstücks ist sehr umstritten. Die Kirche ist für die einen ein Symbol des alten, militaristischen Preußens, mehr noch, der Ver­einigung der Elite mit der Nazi-Herrschaft, da diese dort 1933 – am "Tag von Potsdam" – besiegelt wurde. Ein Wiederaufbau sei deswegen fehl am Platze. Für andere hingegen ist die Kirche ein Verlust für Potsdams Stadtsilhouette, verantwortet durch Ulbricht selbst, der die Sprengung der Restruine angeordnet hatte. Der DDR Frevel müsse behoben werden. Die Diskussion zeigt, wie eine Stadt mit ihren Widersprüchen zu kämpfen hat und nur lang­sam zusammenwächst.

 

Samstag, 3. Oktober 2015, 19.10 Uhr, ZDF

Deutschland 25

ZDF spezial: Einheits-Jubiläum – Deutschland feiert

Moderation: Matthias Fornoff

Der Deutsche Bundestag richtet am 3. Oktober vor dem Westportal des Reichstagsgebäudes in Berlin eine Festveranstaltung zum Tag der Deutschen Einheit aus. Das Programm wird unter anderem von dem Musiker Peter Fox, der Poetry-Slammerin Julia Engelmann, der Band Laing sowie der Jungen Deutschen Philharmonie gestaltet. Es spricht Bundestagspräsident Norbert Lammert. Das "ZDF spezial" berichtet live von den Feierlichkeiten.

 

Samstag, 3. Oktober 2015, 20.15 Uhr, ZDF

Deutschland 25

Der Quiz-Champion - Deutschland-Special

Moderation: Johannes B. Kerner

Redaktion: Nadine Berner

Mit einem "Deutschland-Special" feiert "Der Quiz-Champion" mit Johannes B. Kerner 25 Jahre Deutsche Einheit. Kluge Köpfe treten gegen prominente Experten an. Wer weiß mehr über Deutschland?
Die Deutschland-Experten sind: Bastian Pastewka (Film/Fernsehen), Prof. Hellmuth Karasek (Literatur), Franziska van Almsick (Sport), Michael Kessler (Erdkunde) und Prof. Guido Knopp (Zeitgeschichte). Kann jemand diese Experten schlagen und 100 000 Euro gewinnen?

 

Sonntag, 4. Oktober 2015, 18.00 Uhr, ZDF

Deutschland 25

ZDF.reportage: Rübergemacht Umzug in ein unbekanntes Deutschland

Film von Andreas Postel

Der Osten der Republik ist für viele im Westen immer noch ein weißer Fleck auf der Landkarte. Es gibt Bundesbürger, die noch nie in den "neuen Ländern" waren.

Thorsten hat schon in vielen Städten gelebt und ist oft umgezogen, doch jetzt zieht er mit Ehefrau und drei Kindern zum ersten Mal in den "Osten" – der Karriere wegen. Er hat eine gut dotierte Professur in Weimar angenommen. Von Nordrhein-Westfalen ins Zentrum der deutschen Klassik: Weimar ist eine schmucke Stadt mit perfekt renovierten Altbauten, niedrigen Preisen und der gleichen Lebensqualität wie im Westen, aber zum halben Preis.

Wenn Westdeutsche in den Osten ziehen, ist der Grund oft ein beruflicher Aufstieg. Für die Jugend im Osten ist es meist der berufliche Neuanfang. Und wenn junge Leute jobmäßig durchstarten, ist das meist mit einem Ortswechsel verbunden.

Nadine aus Jena zieht es nach dem abgeschlossenen Lehramtsstudium in den Westen. Sie hat sich vergeblich in Thüringen beworben – es gab keine freie Stelle für sie. Jetzt fängt sie an einer Schule in Wolfsburg an – und das Gehalt ist in Niedersachsen ohnehin höher.

Spielt es 25 Jahre nach der deutschen Einheit noch eine Rolle, in welchen Teil Deutschlands man zieht? Sind Ost und West gerade für junge Leute, die nur ein Deutschland kennen, noch mehr als Koordinaten auf der Karte? Insbesondere reflektiert der Film, wie die jungen Leute mit Vergangenheit ihrer Familien in einem anderen Deutschland umgehen und was für sie Heimat heute noch bedeutet.

ZDFinfo mit langen Doku-Strecken Richtung Feiertag

ZDFinfo würdigt den Tag der deutschen Einheit mit drei themati­schen Programmstrecken sowie einem Schwerpunkttag zum 25-jährigen Jubiläum. Der Digitalsender bietet dabei ein umfassen­des Bild der Wiedervereinigung. Der Schwerpunkttag am Sonn­tag, 27. September 2015, ist zunächst thematisch etwas weiter gefasst und bietet ein Wiedersehen mit den Reihen "Die Deut­schen" und "Deutschland-Saga", ergänzt durch weitere "ZDF-History"-  und "Terra X"-Sendungen zum Thema. Hinzu kommen zwei Erstausstrahlungen: Am 27. September 2015, 18.45 Uhr "Zweite Heimat – Wie die Einheit Deutschland verändert hat", ein Film von Christhard Läpple, der die Lebenswege von Menschen nachzeichnet, die vom ehemaligen Osten in den ehemaligen Westen gezogen sind und umgekehrt. Und um 23.00 Uhr die Do­kumentation "Luxusliner der Arbeiterklasse – Kreuzfahrten in der DDR" von Sylvia Bleßmann, Leiterin des ZDF-Studios in Meck­lenburg-Vorpommern, die veranschaulicht, wie verdiente DDR-Bürger diesen Seefahrt-Luxustrip zuerkannt bekamen.

Die Programmstrecken an den Tagen 29. und 30. September so­wie 2. Oktober 2015 widmen sich jeweils einem besonderen Schwerpunkt aus der Zeit vor der Einheit. Am Dienstag, 29. Sep­tember 2015, geht es unter der Überschrift "Leben im geteilten Deutschland" um die ganz reale Situation, die die Menschen in Ost und West erlebt haben. In Erstausstrahlung ist dann ab 18.45 Uhr der Zweiteiler "Der wilde Osten" zu sehen, der sich dem letzten Sommer der DDR widmet. Der Mittwoch, 30. September 2015, steht bei ZDFinfo ganz "Im Schatten der Stasi" – mit vier Erstausstrahlungen: Um 17.15 Uhr geht es los mit der Dokumen­tation "Die Macht der Stasi", der um 18.00 Uhr der Film "In den Fängen der Stasi" folgt, bevor um 18.45 Uhr Wolf-Christian Ulrich in seinem neuen zeitgeschichtlichen Presenter-Format "Ge­schichte treffen" zu erleben ist – "Leipzig '89 – Die verbotenen Demo-Bilder" ist dann das Thema. Um 23.15 Uhr folgt noch ein weiterer Beitrag aus der ersten Staffel "Geschichte treffen: Rin­gen um die Deutsche Einheit – Der 2+4-Vertrag".

"Die Mauer" ist die Programmstrecke von ZDFinfo am Freitag, 2. Oktober 2015, überschrieben, darin ist als Erstausstrahlung um 20.15 Uhr "Berlin, Berlin: Die Besatzer" zu sehen, ein Film über die Nachkriegszeit in Berlin.

 

Sonntag, 27. September 2015, 18.45 Uhr, ZDFinfo

Zweite Heimat – Wie die Einheit Deutschland verändert hat

Film von Christhard Läpple

Am 3. Oktober feiern die Deutschen aus Ost und West ihre Sil­berhochzeit. Ein Grund zum Feiern? Zur ungeteilten Freude? Oder ist die Liebe merklich abgekühlt?

Die Dokumentation zieht anhand von vier ausgewählten Biogra­fien Bilanz. Gezeigt werden Hoffnungen, Erwartungen und Ent­täuschungen – angereichert mit historischen Archivbildern aus den "wilden" 90er Jahren und aus den Jahren des mühsa­men Zusammenwachsens.

 

Sonntag, 27. September 2015, 23.00 Uhr, ZDFinfo

Luxusliner der Arbeiterklasse – Kreuzfahrten in der DDR

Film von Sylvia Bleßmann

Sie waren sozialistische Inseln des Glücks im Meer des Kapita­lismus: die Urlauberschiffe der DDR. Insgesamt drei Kreuzfahrt­schiffe hielt die DDR unter Dampf. Hauptreiseziel: Kuba. Etwa 280.000 DDR-Bürgern war es vergönnt, eine für DDR-Verhält­nisse teure Seefahrt zu unternehmen. Vermittelt wurden die Rei­sen über die Gewerkschaft. Vom einfachen Arbeiter bis zum Pro­fessor waren alle vertreten. Manche nutzten die Reise zum Fluchtversuch, manche erlebten einfach nur die Reise ihres Le­bens. 25 Jahre nach der Wiedervereinigung erzählt die Doku­mentation von Sylvia Bleßmann einige dieser Geschichten.

 

Dienstag, 29. September 2015, 18.45 Uhr, ZDFinfo

Der wilde Osten

Folge 1: Aufbruch und Anarchie in der Wendezeit

Folge 2: Konsumrausch und Abzocke in der Wendezeit

3. Oktober 2015, ein historisches Datum: Deutschland ist seit 25 Jahren vereint. Ein Vierteljahrhundert, das euphorisch begann, in Frust umschlug und bis heute nicht jeden beglückt. Das war ein­mal anders: Wenn man heutzutage die Ostdeutschen fragt, an was sie sich besonders gut erinnern können, dann ist es "der letzte Sommer der DDR" – die Zeit zwischen Mauerfall und Wäh­rungsumstellung bis hin zur Wiedervereinigung. Warum? Weil in dieser Zeit jeder mehr oder weniger machen konnte, was er wollte: Es gab keine funktionierende Bürokratie, kein Ordnungs­amt, 16 Millionen DDR-Bürgern stand über Nacht die Welt offen, alles schien möglich. Eine Anarchie, die letztlich auch ihre Opfer forderte.

Das ZDF sendet am Donnerstag, 1. Oktober 2015, 22.15 Uhr Teil 1 unter dem Titel "Deutschland 25: Der wilde Osten – Das letzte Jahr der DDR".

 

Mittwoch, 30. September 2015, 17.15 Uhr, ZDFinfo

Die Macht der Stasi – Jagd auf einen Staatsfeind

Film von Angelika Schmidt-Biesalski

Wolfgang Welsch ist 1964 gerade 20 Jahre alt, als er die Flucht aus der DDR versucht. Er wird festgenommen und ins Stasi-Ge­fängnis nach Schwerin gebracht, von dort aus nach Berlin-Pan­kow. Vier Monate später wird er zu zwei Jahren Haft verurteilt und ins Gefängnis Rummelsburg überstellt. Ein weiterer Prozess folgt, der Vorwurf lautet "Spionage für den CIA". 1967 soll Welsch frei­gekauft werden.

Er lehnt jedoch ab, denn er will in der DDR Widerstand leisten, einen DDR-kritischen Film drehen. Ende 1967 wird er erneut fest­genommen und im Juli 1968 zu fünf Jahren Haft verurteilt. Ein freigekaufter Mitgefangener setzt sich bei Amnesty International für ihn ein, Welsch wird „Gefangener des Jahres“, erhält erneut ein Freikauf-Angebot und kann im März 1971 die gehasste DDR verlassen. In der Bundesrepublik betätigt er sich als Fluchthelfer, nun macht die Stasi "Jagd" auf ihn. Der IM Peter Haack wird auf ihn angesetzt. Zwei Mordversuche misslingen, einen dritten überlebt Welsch nur knapp.

Wolfgang Welsch hat seine Geschichte im Buch "Ich war Staats­feind Nr.1" veröffentlicht erzählt seine Geschichte in der Doku­mentation an den Original-Orten.

 

Mittwoch, 30. September 2015, 18.00 Uhr, ZDFinfo

In den Fängen der Stasi

Film von Bettina Renner

Die Dokumentation blickt hinter die Kulissen der Stasi-Haftan­stalten und lässt Menschen zu Wort kommen, die in das Netz des Ministeriums für Staatssicherheit gerieten.

Wer von der Stasi zur, im Amtsdeutsch, "Klärung eines Sachver­haltes" aufgefordert wurde, musste massive Repressalien über sich ergehen lassen. In den 17 Untersuchungshaftanstalten des Ministeriums für Staatssicherheit wurden politische Gefangene gedemütigt und gequält.

 

Mittwoch, 30. September 2015, 18.45 Uhr, ZDFinfo

Geschichte treffen: Leipzig `89 – Die verbotenen Demo-Bilder

Mit Wolf-Christian Ulrich

Nach seiner Abschiebung in den Westen im Jahr 1983 – in Kne­belketten in einen Zug verfrachtet – ließ der Regimekritiker Ro­land Jahn Video-Kameras zu seinen Freunden und Bürgerrecht­lern Siegbert Schefke und Aram Radomski schmuggeln. Die da­raufhin ent­stehenden Bilder und Reportagen über verfallene Städte, die Un­terdrückung Andersdenkender und die Umweltzer­störung in der DDR finden ihren Weg ins Westfernsehen und da­mit auch zurück in die Wohnzimmer der Ostdeutschen. Ein intelli­genter Akt der Subversion.

Der wichtigste Tag ihrer langjährigen Zusammenarbeit markiert der Montag, 9. Oktober 1989: Durch Leipzig ziehen 70 000 Men­schen, skandieren "Wir sind das Volk". Von einem Kirchturm aus filmen die Ostberliner Bürgerrechtler Siegbert Schefke und Aram Radomski das Geschehen – heimlich, denn die Führung unter­drückt seit Wochen Berichte über die Montagsdemos. Schefke und Radomski selbst haben eine abenteuerliche Irrfahrt hinter sich. Wie im besten Spionagethriller verließen sie ihre Wohnung über das Dach und wechselten dreimal das Auto, um ihre Verfol­ger von der Staatssicherheit abzuschütteln.

Die Staatsmacht war längst alarmiert, Auslandskorrespondenten war die Fahrt nach Leipzig ohnehin verboten worden. Nachts schmuggelt dann der "Spiegel"-Korrespondent Ulrich Schwarz das Video, versteckt in seiner Unterhose, in den Westen. Dort nimmt es Roland Jahn in Empfang und reicht das Videomaterial an die ARD weiter. Dort sorgt Peter Wensierski, damals "Kontraste"-Re­dakteur, dafür, dass die Bilder über den Sender gehen.

Es sind weltberühmte und ikonographische Bilder, die um die Welt gehen. Und sie besitzen eine enorme Sprengkraft. Via West-Fernsehen sehen nun alle (auch im Osten), was die SED und sämtliche DDR-Medien bisher zu verbergen versuchten: Dass der Widerstand gegen die Diktatur zur Massenbewegung geworden ist. Ermuntert dadurch gehen Menschen im ganzen Land auf die Straße. Es ist das Signal zum Sturz des SED-Re­gimes, die Initial­zündung der friedlichen Revolution, hinter der sich eine großar­tige Geschichte verbirgt.

 

Mittwoch, 30. September 2015, 23.15 Uhr, ZDFinfo

Geschichte treffen: Ringen um die Deutsche Einheit: Der 2+4-Vertrag

Mit Wolf-Christian Ulrich

Der Krimi um die Wiedervereinigung. Der Zwei-plus-Vier-Vertrag wird heute als „Meisterwerk der Diplomatie“ gewürdigt und ist 2011 von der UNESCO in das Programm "Memory of the World" aufgenommen worden. Er zählt damit zum Weltdokumentenerbe.

War die Wiedervereinigung getrieben vom wirtschaftlichen Zu­sammenbruch oder logische Folge von Kohls Zehn-Punkte-Plan? Erstaunlich, dass bis zum Sommer noch nicht klar war, wann denn genau die Einheit kommt. Schließlich wurde es der 3. Oktober. Der Westen fürchtete eine Entmachtung von Gor­batschow. Es musste schnell gehen.

Wie war das, mit den "Zockern" hinter den Kulissen? Einerseits gab es den sensiblen Umgang der Bundesregierung mit den Part­nern in der DDR. Viele dachten dort noch an Reformen – nicht gleich an Einheit. Wie funktionierte die neue deutsch-deut­sche Partnerschaft? Auch die Partner im Ausland mussten über­zeugt werden. Erheblicher Widerstand kam aus Polen. Und wie hat Kohl Gorbatschow überzeugt? Margret Thatcher war "not amused". Wie haben die Amerikaner sie herumgekriegt?

Die Fragen stellt Wolf-Christian Ulrich, die Antworten gibt es von folgenden Protagonisten: Horst Teltschik war bis Ende 1990 Lei­ter der Außen- und Sicherheitspolitik im Kanzleramt. Vom 9. No­vember 1989 bis zum 3. Oktober 1990 schrieb er Tagebuch – die­ses gab er 1991 unter dem Titel „329 Tage“ frei. Markus Meckel wird aller Voraussicht nach der einzige deutsche Außenminister bleiben, der als Revolutionär in dieses Amt kam, um an der Ab­schaffung des Staates mitzuwirken, dessen auswär­tige Angele­genheiten er zu vertreten hatte. In den 2+4-Gesprä­chen setzte sich Meckel immer wieder für osteuropäische Befind­lichkeiten vor allem der Russen und Polen ein. Wladislaw Terechow war vom 6. Juni 1990 bis 1997 Botschafter in Bonn – also der letzte Bot­schafter der Sowjetunion in der Bun­desrepublik und der erste Missionschef, der das neue Russland im wiedervereinigten Deutschland vertrat. Terechow gehörte auch zur sowjetischen Delegation beim Treffen zwischen Kohl und Gorbatschow in des­sen Heimat Archys im Kaukasus.

 

Freitag, 2. Oktober 2015, 20.15 Uhr, ZDFinfo

Berlin, Berlin: Die Besatzer

Film von Stefanie Renner

Berlin blickt auf eine 50-jährige Besatzungszeit zurück – so lang wie in keinem anderen europäischen Land. Mit Kriegsende im Mai 1945 teilen die Siegermächte das Land in vier Zonen. Amerika­ner, Briten, Franzosen und Russen sind die Besatzungsmächte. Ebenso wird Berlin geteilt, die ehemalige Hauptstadt. Anfangs arbeiten die Alliierten Hand in Hand, doch bald bilden sich zwei Blöcke: West-Alliierte und Sowjets.

Der Mauerbau im August 1961 besiegelt endgültig den Bruch: Berlin ist geteilt, der West-Teil von der Mauer eingeschlossen. Aus früheren Alliierten sind Gegner geworden. Fortan gibt es ein West- und ein Ost-Berlin. Die Besatzungsmächte verfolgen unter­schiedliche politische Richtungen und setzen ihre Interessen ent­sprechend durch. Aus den West-Alliierten wird eine Schutzmacht, die Sowjets bleiben bis zum Schluss Besatzungsmacht. Am 9. November 1989 fällt die Mauer. Die Besatzer ziehen ab und wer­den am 30. und 31. August 1994 feierlich verabschiedet.

Berlin ist nach wie vor die Stadt in Europa, die neben Paris und London die meisten Touristen anzieht. Die geschichtliche Ent­wicklung fasziniert dabei genauso wie die heutige Entwicklung der Stadt.

ZDFneo und die Lebensgeschichten in Ost und West

Freitag, 25. September 2015, 22.05 Uhr, ZDFneo

Zurück zum Augenblick

Fotos, die drei Menschen in Schlüsselszenen ihres Lebens zei­gen, stehen im Mittelpunkt von "Zurück zum Augenblick". Die Porträtierten erzählen ihre Lebensgeschichte rund um die Teilung und Wiedervereinigung Deutschlands. Am Ende intensiver Ge­spräche stellt jeder Protagonist sein zentrales Erinnerungsfoto mit der Fotografin Einat Schneppenheim nach – über 25 Jahre spä­ter.

ZDFneo trifft dafür den Journalisten Berthold Dücker, der in Geismar aufwuchs, direkt an der deutsch-deutschen Grenze. Schon in sei­ner Jugend litt er unter der Enge des DDR-Systems. Im Alter von 16 Jahren entschloss er sich zur Flucht – über den verminten To­desstreifen robbte er in die Freiheit.

Regina Albrecht, heute wohnhaft in Wendeburg, wollte nicht ohne ihre große Liebe leben. Doch Regina lebte im Ostteil der Stadt, Eckard im Westen. Versteckt im Tank eines Autos gelang der jungen Frau über Rumänien und Jugoslawien die Flucht in die Bun­desrepublik – zu  Eckard. Mit ihm ist sie bis heute glücklich ver­heiratet.

Für die Ost-Berlinerin Gisela Bragenitz kam eine Flucht nicht in Frage. Die Angst war zu groß, dass ihren Kindern etwas zustoßen könnte. Also arrangierte sie sich mit einem Leben in der DDR. Groß war der Schock, als ihre erwachsenen Töchter sich kurz vor dem Mauerfall entschieden, die DDR zu verlassen – ohne ihre Mutter.

ZDFneo und der Tag der Deutschen Einheit

Am Tag der deutschen Einheit richtet ZDFneo anlässlich des 25-jährigen Jubiläums den Blick auf Gesamtdeutschland.

Neben dem Highlight-Programm "Zurück zum Augenblick", das ZDFneo am 3. Oktober 2015, 14.45 Uhr wiederholt, sendet der Digitalsender am Jubiläumstag ausgewählte Geschichtsdokus und deutsche Krimifiction.

Eine Woche vor dem Feiertag, am Sonntag, 27. September 2015, zeigt ZDFneo um 21.45 Uhr das Krimidrama "Für immer ein Mör­der – der Fall Ritter" und im Anschluss, um 23.15 Uhr, das ZDF-Melodram zum Thema DDR-Verbrechen "Zwischen den Zeiten".

Westwind: Ost-West-Melodram von ZDF/Das kleine Fernsehspiel

Montag, 28. September 2015, 0.25 Uhr, ZDF

Film von Robert Thalheim 

Mit dem Spielfilm "Westwind" lässt Das kleine Fernsehspiel des ZDF die Zeit kurz vor der Maueröffnung wieder lebendig werden. Basierend auf einer wahren Geschichte von Susanne Schimk erzählt Regisseur Robert Thalheim von einer abenteuerlichen Liebe während der deutsch-deutschen Teilung.

Der Sommer 1988 verändert für die ostdeutschen Zwillinge Isabel (Luise Heyer) und Doreen (Friederike Becht) alles. Zusammen reisen sie aus der DDR zum ersten Mal ins sozialistische Ausland. Während ihrer Ferien am Balaton-See in Ungarn lernen sie Arne (Franz Dinda) und Nico (Volker Bruch) aus Hamburg kennen. Trotz Ausgehverbotes schleichen sich die Mädchen aus dem Pionierlager, um sich heimlich mit den Westdeutschen zu treffen. Aus einer Sommerromanze zwischen Doreen und Arne wird das Ringen um eine Republikflucht. Die unzertrennlichen Schwestern müssen die folgenschwerste Entscheidung ihres Lebens treffen.

Hintergrundinformationen

Robert Thalheim über seinen Film: "Mein Anliegen war es, das Aufeinandertreffen der zwei deutschen Welten so unprätentiös wie möglich zu erzählen. In der Reflexion der deutsch-deutschen Geschichte stehen wir aus meiner Sicht erst ganz am Anfang eines genaueren Hinsehens, welches sich eben - jenseits großer Flucht- und Unterdrückungsdramen - an solchen persönlichen Geschichten schulen muss."

Bereits mit seinem Langfilmdebüt "Netto" gewann Robert Thalheim zahlreiche Preise. Sein zweiter Spielfilm "Am Ende kommen Touristen" entstand in Zusammenarbeit mit dem Kleinen Fernsehspiel. Er wurde nach Cannes eingeladen, als bester Spielfilm für den Deutschen Filmpreis nominiert und mit dem Grimme-Preis ausgezeichnet. "Westwind" ist Robert Thalheims dritter Spielfilm.

Aus zwei wurde eins: "logo! extra" zu 25 Jahre Deutsche Einheit

KiKA

Samstag, 3. Oktober 2015, 19.50 Uhr

logo! extra: Aus zwei wurde eins – 25 Jahre Deutsche Einheit

"logo!"-Moderatorin Jennifer Steindorf geht für die "logo!"-Zu­schauer auf Entdeckungsreise. Entlang der ehemaligen deutsch-deutschen Grenze trifft sie verschiedene Zeitzeugen, die ihr er­zählen, wie sie die deutsche Teilung, den Fall der Mauer und die Deutsche Einheit erlebt haben.

"logo!" erklärt, wieso Deutschland überhaupt zweigeteilt war, wie unterschiedlich das Leben in den beiden Ländern war und wie es dazu kam, dass Deutschland wiedervereinigt wurde.

ARTE mit einem popkulturellen Schwerpunkt

Den 25. Jahrestag der deutschen Wiedervereinigung begeht ARTE mit zwei Schwerpunkttagen am Dienstag, 29. September 2015, und am Samstag, 3.Oktober 2015. Der deutsch-französi­sche Kultursender würdigt das Jubiläum gezielt mit ausgewählten hochwertigen Programmen.

Das ZDF gestaltet auf ARTE am 3. Oktober 2015, dem Tag der Deutschen Einheit, einen popkulturell geprägten Schwerpunkt zum Jubiläum. So führt die 90-minütige Dokumentation "B-Movie – Lust & Sound in West-Berlin" den Zuschauer um 21.45 Uhr in eine Stadt, die zum Schmelztiegel für eine kreative Kunst- und Musikszene wurde. Obwohl Berlin vom Eisernen Vorhang einge­schlossen war, konnten sich Kreative dort so frei ausleben wie nirgendwo sonst in Europa. In umfassendem Archivmaterial, Ton- und Bilddokumenten folgt der Zuschauer dem britischen Musiker Mark Reeder in die letzte Dekade der geteilten Stadt, lernt ihre wichtigsten Protagonisten kennen und spürt dem Lebensgefühl von damals nach. Die Dokumentation endet mit dem Fall der Mauer und der Wiedervereinigung.

Im Anschluss folgt die 52-minütige Dokumentation "Bäm Bäm Westbam!" über den einflussreichsten DJ Deutschlands, dessen Karriere als Westbam (alias Maximilian Lenz) in der Zeit der Wende begann und ihn zu einer lebenden Techno-Legende machte. 2015 feiert der Mitinitiator der "Loveparade" seinen 50. Geburtstag und blickt in der Dokumentation zurück auf sein Le­ben.

Abgerundet wird der Schwerpunkt durch ein einstündiges Konzert aus der neuen ARTE-Reihe "Berlin Live". "Berlin Live" bringt in­ternationale Pop-Künstler nach Berlin auf die Bühne des "SchwuZ" und ins Fernsehen – von Indie-Perlen wie dem franzö­sischen Duo "The Dø" bis hin zu Größen wie "Apocalyptica" oder Eric Burdon. 1977 als erster alternativer Schwulen-Club West-Berlins gegründet, bietet das "SchwuZ" eine szenige Location für gute Popmusik.

Samstag, 3. Oktober 2015, 21.45 Uhr, ARTE

B-Movie – Lust & Sound in West-Berlin

Dokumentarfilm, Deutschland 2014

Zusammengestellt und produziert von Jörg A. Hoppe, Klaus Maeck und Heiko Lange

Eine DEF MEDIA Produktion in Koproduktion mit ZDF in Zusam­menarbeit mit ARTE, Interzone Pictures und 'scenes from'

Redaktion: Wolfgang Bergmann

Deutsche und französische Erstausstrahlung

"B-Movie" ist ein Dokumentarfilm über Musik, Kunst und Chaos im wilden West-Berlin der 80er-Jahre. Bevor der Eiserne Vorhang fiel, tummelten sich dort Künstler und Kommunarden, Hausbeset­zer und Hedonisten jeder Couleur. "B-Movie" erzählt die letzte Dekade der geteilten Stadt, von Punk bis zur Love Parade, mit authentischem Filmmaterial und Originalinterviews.

 

Samstag, 3. Oktober 2015, 23.15 Uhr, ARTE

Bäm Bäm Westbam! – Der DJ und die Macht der Nacht

Dokumentation, Deutschland 2015

Film von Maren Burghardt und Rickmer Roscher

Redaktion: Jule Broda

Deutsche und französische Erstausstrahlung

Westbam alias Maximilian Lenz ist einer der einflussreichste DJ Deutschlands und eine lebende Techno-Legende. Er ist Vorreiter, Querdenker, Musikliebhaber, Party-Macher und König der Turn­tables. Im März 2015 feierte der Mitinitiator der Loveparade sei­nen 50. Geburtstag. In einer sehr persönlichen Dokumentation schaut Westbam zurück auf seine 30-jährige Karriere, mit zahlrei­chen bekannten Wegbegleitern und Freunden: Bäm Bäm West­bam!

3sat - Filme, Dokumentationen, Kulturzeit zu 25 Jahre Deutsche Einheit

Ausführliche Informationen zu den einzelnen Sendungen können Sie hier downloaden.

Sonntag, 27. September 2015, 15.15 Uhr, 3sat

Das Wunder von Berlin
Fernsehfilm, Deutschland 2007

Sonntag, 27. September 2015, 17.00 Uhr, 3sat

"Die Todesautomatik"
Fernsehfilm, Deutschland 2007

 

Montag, 28. September 2015, 17.45 Uhr, 3sat
Tannbach - Die Dokumentation

Film von Florian Hartung und Heike Nelsen-Minkenberg

Montag, 28. September 2015, 20.15 Uhr, 3sat
TANNBACH - Schicksal eines Dorfes (1/3)

Der Morgen nach dem Krieg
Fernsehfilm, Deutschland 2014

Montag, 28. September 2015, 22.25 Uhr, 3sat
Kulturzeit extra: Der Geist von Prora

Vom Umbau der Geschichte
Film von Nico Weber
Erstausstrahlung

 

Dienstag, 29. September 2015, 20.15 Uhr, 3sat
TANNBACH - Schicksal eines Dorfes (2/3)

Die Enteignung
Fernsehfilm, Deutschland 2014

Dienstag, 29. September 2015, 22.45 Uhr, 3sat
Bewegte Republik Deutschland (1/4)

Schuld und Wunder 1945 - 1965
Film von Thomas von Steinaecker

Dienstag, 29. September 2015, 23.10 Uhr, 3sat
Bewegte Republik Deutschland (2/4)

Zur Waffe, Schätzchen 1962-1983
Film von Thomas von Steinaecker

Dienstag, 29. September 2015, 23.55 Uhr, 3sat
Bewegte Republik Deutschland (3/4)

Geteilter Himmel 1949-1989
Film von Thomas von Steinaecker

Dienstag, 29. September 2015, 0.40 Uhr, 3sat
Bewegte Republik Deutschland (4/4)

Die Deutschland-Maschine 1989-2014
Film von Thomas von Steinaecker

 

Mittwoch, 30. September 2015, 20.15 Uhr, 3sat
TANNBACH - Schicksal eines Dorfes (3/3)

Mein Land, dein Land
Fernsehfilm, Deutschland 2014

Mittwoch, 30. September 2015, 22.25 Uhr, 3sat
Deckname Luna (1/2)

Fernsehfilm, Deutschland 2012

 

Donnerstag, 1. Oktober 2015, 22.25 Uhr, 3sat
Deckname Luna (2/2)

Fernsehfilm, Deutschland 2012

 

Samstag, 3. Oktober 2015

Thementag „Film ab: Deutschland“, 3sat
BRD, DDR und 25 Jahre Deutsche Einheit: 3sat zeigt Klassiker der deutschen Filmgeschichte.

 

6.35 Uhr
Das schwarze Schaf

Spielfilm, BRD 1960

8.05 Uhr
Er kann's nicht lassen

Spielfilm, BRD 1962

9.35 Uhr
Die Fastnachtsbeichte

Spielfilm, BRD 1960

11.15 Uhr
Der letzte Fußgänger

Spielfilm, BRD 1960

12.40 Uhr
Der brave Soldat Schwejk

Spielfilm, BRD 1960

14.15 Uhr
Der Untertan

Spielfilm, Deutschland 1951

16.00 Uhr
Die Sünderin

Spielfilm, BRD 1950

17.25 Uhr
Männer

Fernsehfilm, Deutschland 1985

19.00 Uhr
Zur Sache, Schätzchen

Spielfilm, BRD 1967 

20.15 Uhr
Rossini - Oder die mörderische Frage, wer mit wem schlief

Spielfilm, Deutschland 1996

22.05 Uhr
Barbara

Spielfilm, Deutschland 2012

23.45 Uhr
Die Brücke

Spielfilm, BRD 1959

phoenix-Thementag: 25 Jahre vereint - Silberhochzeit für Deutschland

Deutschland feiert Silberhochzeit: Ein Vierteljahrhundert ist seit der Unterzeichnung des Vertrags zur Deutschen Einheit vergangen. Wie steht es um die Beziehung zwischen Ost und West? Einen ganzen Tag lang zieht phoenix am 3. Oktober Bilanz und schaut zurück auf die beiden Staaten.

Dokumentationen wie "Poker um die deutsche Einheit", "Abgewickelt. Das letzte Länderspiel der DDR" und "Geh doch nach drüben!" zeigen Momente deutscher Wirklichkeit der vergangenen Jahrzehnte. Das phoenix-Thema "Der Weg zur Einheit" zeichnet die Tage des Umbruchs nach und verdeutlicht, wie aus zwei Staaten einer wurde. In "History Live" diskutiert Guido Knopp mit seinen Gästen die Frage "Die deutsche Einheit - endlich vollendet?". Zeitversetzt im Programm ist der zentrale Festakt zum Tag der Deutschen Einheit aus der Alten Oper in Frankfurt am Main. Was waren die Voraussetzungen, damit die beiden deutschen Staaten wieder zusammenfinden konnten? Wie war das Lebensgefühl, als die Mauer eine unüberwindliche Barriere zwischen Ost und West zu sein schien?

Seit der Deutschen Einheit vor 25 Jahren hat sich vieles verändert. Aber welche Hoffnungen haben sich erfüllt? Fühlen wir uns wirklich als ein Volk? Zur Primetime um 20.15 Uhr folgt der bekannte Historiker Christopher Clark den Deutschen "Auf den Spuren der Einheit". Als der gebürtige Australier 1985 zum ersten Mal zu Besuch in Berlin war, empfand er die brutale Trennung durch die Mauer als völlig absurd. "Niemand konnte sich damals eine deutsche Einheit vorstellen", sagt er. Mit dem "Blick von außen" macht sich Clark auf eine spannende Entdeckungsreise quer durch die Republik und besucht viele Schauplätze der Einigung in Ost und West.

Das phoenix Thema "Der Weg zur Einheit" zeichnet ab 9.45 Uhr entscheidende Tage in der deutschen Geschichte nach. Nur 329 Tage vergingen zwischen dem Mauerfall am 9. November 1989 und der Wiedervereinigung der beiden deutschen Staaten am 3. Oktober 1990. Heinz Abel beschreibt in seiner Chronik die Zeit des Umbruchs, in der Geschichte auf der Überholspur gemacht wurde. Der Reporter ist in Berlin rund ums Brandenburger Tor unterwegs und spricht mit Zeitzeugen der friedlichen Revolution. Er besucht das alte Staatsratsgebäude in Berlin und den alten Bundestag in Bonn. Historische Fernsehnachrichten aus "Tagesschau", "heute" und "Aktueller Kamera" ergänzen die Sendung.

Guido Knopp diskutiert in einer neuen Ausgabe von "History Live" ab 11 Uhr die Frage "Die deutsche Einheit - endlich vollendet?". Wo steht Deutschland heute? Ist die Einheit politisch und gesellschaftlich vollendet? Wie weit sind die beiden Teile Deutschlands und die "Ossis" und "Wessis" noch voneinander entfernt? Was sind die Stärken Deutschlands heute?

Den zentralen Festakt zum Tag der Deutschen Einheit aus der Alten Oper in Frankfurt am Main zeigt phoenix ab 17 Uhr. Neben Bundespräsident Joachim Gauck und Bundeskanzlerin Angela Merkel werden dazu auch internationale Gäste wie der ehemalige russische Staats- und Parteichef Michail Gorbatschow und EU-Kommissionspräsident Jean-Claude Juncker erwartet.

Schon vor dem 3. Oktober zeigt phoenix in der Zeit von Montag, 28. September, bis Mittwoch, 30. September 2015, in der Primetime alle sechs Teile der ZDF-Reihe "Die Deutschland-Saga" (ZDF 2014). In der Reihe "Historische Ereignisse" gibt es am Sonntag, 27. September 2015, um 14 Uhr noch einmal den historischen Staatsakt zur deutschen Einheit vom 3. Oktober 1990 zu sehen.

Aus Ruinen mitten hinein ins volle Leben

Wie das ZDF aus "Bruchbuden" moderne Medienzentren in den Landeshauptstädten der östlichen Bundesländer schuf

Der ZDF-Staatsvertrag schreibt der "Länderanstalt ZDF" vor, in jedem deutschen Bundesland mit einem Studio vertreten zu sein. Damit bestand für das ZDF nicht die Frage, "ob" es in den Lan­deshauptstädten Studios errichten würde, sondern nur "wo". Die Einrichtung der ZDF-Landesstudios in den neuen Bundesländern verknüpfte der Sender mit einem denkmalpflegerischen Ansatz. Das ZDF wollte keine Neubauten aus Stahl, Beton und Glas auf der grünen Wiese errichten, sondern gab einer "historischen Lö­sung" den Vorzug. So bestand die Aufgabe darin, Bauruinen in moderne Medienkomplexe in restaurierten Gebäude umzuwan­deln – als  kleiner Beitrag zum Wideraufbau und zur Etablierung bürgerlichen Engagements.

Schon seit Anfang 1991 gab es in allen neuen Bundesländern sogenannte Korrespondentenstellen. Diese waren in Provisorien wie Baracken, Wohnungen, anfangs auch Hotelzimmern unterge­bracht. Der "erste Knotenpunkt" des ZDF außerhalb Berlins war die Korrespondentenstelle in Leipzig. Das ZDF produzierte und sendete ab dem 20. Oktober 1990 aus der Messestadt täglich Beiträge für die Nachrichten- und Magazinsendungen. Nebenbei musste Klaus Wilhelm als Leiter der Korrespondentenstelle auch nach geeigneten Räumen in Leipzig suchen. Und dies bei der damaligen katastrophalen Wohnungssituation. Da wurde dann auch eine eigentlich dem ZDF von der Stadt Leipzig zugesagte ehemalige Stasi-Wohnung in der "Handwerkerpassage" (Am Markt 10b), die plötzlich aber ein neues Türschloss besaß, mit einem Brecheisen aufgebrochen und für das ZDF in Beschlag genommen. Journalistische Kreativität der etwas anderen Art.

Daneben musste das ZDF seine Studios in den kommenden Lan­deshauptstädten der neuen Bundesländer aufbauen. Doch welche würden Landeshauptstadt werden? Heute fast vergessen, doch damals ein riesiger "Aufreger": Wird Halle oder Magdeburg die Landeshauptstadt von Sachsen-Anhalt? Wird Leipzig oder Dres­den Sitz der sächsischen Landesregierung?

Eine weitere Her­ausforderung war die Anschaffung der fernsehtechnischen Aus­stattung für die aufzubauenden Studios. Es fehlte anfänglich an allem, viel Improvisationstalent war gefragt (da konnten die ost­deutschen Mitarbeiter ihre jahrelange Erfahrung ausspielen). So wurde beispielsweise ein zur Aussonderung vorgesehener Re­portagewagen mit moderner Technik ausgestattet und stand dann ständig am Leipziger Gewandhaus, da dort der Deutsche Fern­sehfunk (wie das ehemalige DDR-Fernsehen nun hieß) techni­sche Einrichtungen unterhielt und vom nahen Universitätshoch­haus eine Leitungsstrecke nach Mainz geschaltet werden konnte. In Erfurt musste die ZDF-Reporterin ihre Beiträge hinter einem Duschvorhang einsprechen, da ein Studioraum fehlte. Auch die klassische Recherchemethode per Telefon versagte aufgrund fehlender Telefonanschlüsse oder inzwischen völlig überholter Telefonbücher. Selbst das aus Mainz mitgeschickte "hypermo­derne" Funktelefon nutzte nichts, da das notwendige C-Netz erst nach und nach aufgebaut wurde. Sollte aus Schwerin ein 30-Se­kunden-Beitrag nach Mainz überspielt werden, fuhr ein Techniker samt Recorder ans andere Ende der Stadt zum Fernsehturm und überspielte den Beitrag über einen provisorischen Kabelanschluss an der Eingangstür via Berlin nach Mainz. Aus jedem Studio könnten die damaligen Protagonisten viele Anekdoten erzählen. "Hilfsbereitschaft" war das Zauberwort. Überall erhielten die ZDF-Reporter selbstlos Unterstützung. Alle damals Aktiven berichten heute noch von dem besonderen Feeling der damaligen Zeit.

Es war allen Verantwortlichen in Mainz klar, dass der journalisti­sche Funktionsauftrag des ZDF, objektive Berichterstattung aus den östlichen Bundesländern zu gewährleisten, langfristig nur mit einer funktionierenden Infrastruktur vor Ort zu realisieren ist. So­mit wurde bereits Ende 1990/Anfang 1991 nach geeigneten Ge­bäuden gesucht. Das ZDF wollte Präsenz in den Stadtzentren zeigen, es musste finanzierbar sein, das Studio sollte aber auch fußläufig zu den politischen Hotspots der jeweiligen Landes­hauptstadt liegen. Wenn außerdem ein bauhistorisch wertvolles Gebäude erhalten werden konnte, war dies ein schöner "Neben­effekt" und Ausdruck der kulturellen Verantwortung des ZDF. So gingen die ZDF-Bauverantwortlichen auf die Suche, und auch die ZDF-Reporter vor Ort hörten sich nach geeigneten Häusern um. Hatte man endlich ein Objekt ins "Auge" gefasst, begann ein bü­rokratischer Marathon. Wem gehört das Gebäude? Hat die Treu­hand ihre Hand darauf? Sind Restitutionsansprüche angemeldet? Ist das Haus bewohnt oder genutzt? Gibt es Mitbewerber? Wie ist der bauliche Zustand? Wer ist in den sich immerzu verändernden Stadtverwaltungen zuständig für die Baugenehmigung? Die bauli­chen Fragestellungen sind dabei noch nicht einmal eingerechnet. Das ZDF fand "Bruchbuden", erwarb diese und machte daraus kleine, aber feine Medienzentren. "Aus Ruinen" entstanden bis Mitte der 1990er Jahre moderne Landesstudios.

Sachsen: Ein barocker Altersruhesitz wird zum ersten "neuen" Landesstudio des ZDF in Ostdeutschland

Der Anblick war erschreckend: überall verrottete Holzbalken, Risse in den Wänden und Bögen, die Lichtleitungen lagen in ble­chernen Kabelschächten auf dem Putz, die Tapete hing von den Wänden und kleine Bäume wuchsen aus der Dachrinne. So "empfing" das Gebäude, welches als zukünftiges ZDF-Landesstu­dio Sachsen vorgesehen war, die kleine Mainzer Delegation bei ihrem ersten Besuch 1991. Aus Sicht des angefragten Statikers schien es gar "fast unmöglich, ein hochtechnisches Medium in dieses standsicherheitsgefährdete historische Gebäude zu brin­gen. Hier stellt sich die Frage nach dem Machbaren in Beziehung zur Substanz und letztendlich auch nach der Verträglichkeit mit dem Denkmal".

Mit der Einweihung des "Lippert‘schen Hauses" in der Königs­straße 5a  erhielt das Landesstudio Sachsen am 29. August 1994 als erstes Studio in den neuen Bundesländern offiziell ein neues Domizil. Die DDR hatte das barocke Bürgerhaus – eines von vier sogenannten Hofhäusern – seit 1978 weitgehend dem Verfall preisgegeben. Über zehn Jahre war es unbewohnt, und bei Re­gen standen die Wände aufgrund defekter Leitungen unter Strom. Das vom Dresdner Kunstprofessor und Aufseher der Antiken­samm­lung, Philipp Daniel Lippert (1702 – 1785), als Altersruhe­sitz er­baute Haus hatte die Bombenangriffe im Zweiten Weltkrieg über­standen, doch am Ende der DDR stand das Gebäude kurz vor dem Einsturz. Mit viel Liebe zum Detail (so fanden die Res­taura­toren nach der Abtragung von bis zu 18 Farbfassungen noch ba­rocke Malereien und restaurierten diese) wurde die Königs­straße 5a zu einem offenen Haus mit moderner Studiotechnik. Bei seiner Einweihung war das Landesstudio in Dresden übrigens das schnellste ZDF-Landesstudio in Deutschland, denn es bekam als erstes Landesstudio einen digital arbeitenden Schnittplatz. Auch heute ist die Dresdner Technikausstattung mit zwei stationären Bearbeitungsplätzen, einem mobilen nonlinearen Schnittsystem sowie zwei Aufnahmeeinheiten immer noch "State of the Art". Alle anderen ostdeutschen Landesstudios sind übrigens ähnlich aus­gestattet. Im hochwassergeplagten Sachsen gehören aber auch Teamgummistiefel zur "Grundausrüstung".

Sachsen-Anhalt: "Mit Sensibilität und der gebotenen Um­sicht"

Rund einen Monat nach der Übergabe in Dresden erhielt das Landesstudio Sachsen-Anhalt offiziell als zweites Studio seine ersten richtigen Arbeitsräume übergeben. Seit mehr als zwei Jah­ren befand sich der provisorische "Arbeitsplatz" des Studioleiters im Magdeburger Hotel "International". Sowohl technisch als auch kostenmäßig war dies ein aus heutiger Sicht völlig untragbarer Zustand, der nur aus der damaligen Zeit heraus erklärbar ist: Das ZDF wollte nicht erst warten, bis das Landesstudio fertiggestellt ist, sondern sofort für die Menschen im Land und aus dem Land Sachsen-Anhalt berichten.

Wie in den anderen Bundesländern begann das ZDF sofort nach der Wiedervereinigung mit der Planung für ein Landesstudio. Bei der Suche nach einem geeigneten Gebäude entschied sich das ZDF für den Erhalt eines denkmalgeschützten Bürgerhauses aus der Gründerzeit im südlichen Stadtzentrum Magdeburgs. Seit 1993 waren unzählige sachsen-anhaltinische Handwerker damit beschäftigt gewesen, das zwar von Kriegseinwirkungen weitest­gehend verschont gebliebene, aber aufgrund unterlassener In­standhaltungen in einem desolaten Zustand befindliche Haus in der Einsteinstraße 15 für den Betrieb eines mittelgroßen ZDF-Landesstudios zu ertüchtigen. Dieses 1888 als Wohnhaus des Maurermeisters Liebscher erbaute Haus hatte im Laufe seiner Nutzung verschiedene bauliche Veränderungen erfahren. Dank einer strengen Baupolizei wurde der Gesamteindruck des Gebäu­des dadurch jedoch nur unwesentlich beeinflusst. Dies galt insbe­sondere für die sehr schöne und schützenswerte Fassade. Das ZDF setzte alles daran mit den historischen Details, die den be­sonderen Reiz dieser Fassade ausmachen, behutsam umzuge­hen. Bei Innenräumen war es aber gezwungen, sehr viel Neues zu gestalten. Beim Umgang mit dem mehr als 100 Jahre alten Haus zeigte das ZDF auch eine etwas andere Denkweise als häufig Mitte der 1990er Jahre im "wilden Osten" gelebt wurde. Im Gegensatz zu den Auswüchsen in anderen Lebensbereichen be­schrieb der damalige ZDF-Intendant Dieter Stolte beim Richtfest den Umbau des Landesstudios als ein sichtbares Zeichen für den Stil des ZDF im Umgang mit den neuen Bundesländern: "Nicht einfach alles niederreißen, sondern das Neue mit Sensibilität und der gebotenen Umsicht in das Vorhandene einfügen".

Auf drei Etagen verteilt befanden sich nach der offiziellen Eröff­nung des Landesstudios Sachsen-Anhalt am 28. September 1994 alle redaktionellen, produktionellen, technischen und verwal­tungsmäßigen Bereiche des Studios an einem Standort. Mit sei­ner Lage in unmittelbarer Nähe zum Magdeburger Dom und den politischen Zentren wie Landtag, Sitz des Ministerpräsidenten und der Ministerien waren nun ideale Bedingungen für eine optimale Berichterstattung aus dem Land Sachsen-Anhalt geschaffen. Nun konnten die ZDF-Reporter nicht nur optimal vom wirtschaftlichen Ab- und Aufschwung oder über die Existenz politischer Extreme berichten, sondern auch über die reiche Vergangenheit z.B. von Quedlinburg oder von Wittenberg. Auch das Pretziener Wehr ist in Zeiten des Elbhochwassers immer einen Bericht wert. 

Brandenburg: Die "Medien-Villa" im Grünen

Für Potsdam hatte das ZDF sich relativ schnell für eine Villa auf dem ehemaligen DEFA-Gelände als brandenburgisches Landes­studio entschieden. Im traditionsreichen Medienstandort Babels­berg erwarb es 1994 eine denkmalgeschützte Villa aus dem Jahr 1912, in der ursprünglich der erste UFA-Direktor logiert hatte. Eingerahmt von der Hochschule für Film und Fernsehen und dem Ostdeutschen Rundfunk Brandenburg baute das ZDF diese Villa zügig um, und am 28. April 1995 konnte der damalige ZDF-Inten­dant Dieter Stolte das Gebäude als dritte Studioeinweihung seiner neuen Bestimmung übergeben.

Wer das Wort Villa hört, mag dabei unwillkürlich an großzügige Platzverhältnisse denken. Tatsächlich werden praktisch alle Räume des Gebäudes für den Studiobetrieb benötigt. Die Kame­raleute haben sich im Kellergeschoss eingerichtet, der Studiobe­reich befindet sich im ersten Stock, im zweiten Obergeschoss arbeiten Redaktion, Verwaltung, der Teamleiter Technik und die Studioleiterin. Sogar das Dachgeschoss wird genutzt, denn dort hat sich der Landeskorrespondent des DeutschlandRadio einge­richtet.

Mecklenburg-Vorpommern: Den "kulturellen Staffelstab" übernommen

Als am 8. Juni 1995 das ZDF im Schwerin sein viertes ZDF-Lan­desstudiogebäude in den neuen Bundesländern offiziell eröffnete, übernahm es symbolisch einen "kulturellen Staffelstab". Das Ge­bäude an der Pfaffenteich-Promenade war schon immer eine kulturelle Begegnungs- und Arbeitsstätte. Eigentlich besteht das zu den ältesten neoklassizistischen Wohnhäusern Schwerins zählende Gebäude der Kücken-Stiftung aus zwei eigenständigen Hauskörpern, die August-Bebel-Straße Nr. 1 und die Friedrich­straße Nr. 2. Beide Häuser wurden in zwei Bauabschnitten er­richtet und bildeten die südöstliche Seite des Pfaffenteich-En­sembles. Nach der Rückkehr des großherzoglichen Hofes aus Ludwigslust nach Schwerin sollte die Stadt erweitert und ver­schönert werden. Für den Adel sowie das reiche Bürger- und Be­amtentum mussten qualitätsvolle Wohnhäuser geschaffen wer­den. Das Areal am Pfaffenteich wurde teilweise aufgeschüttet und u.a. ab 1868 mit einem sehr großzügig angelegten Mietswohn­haus bebaut. Der Bauherr, Hoftischlermeister Peters, vermietete die Wohnungen an wohlhabende Bürger, unter anderem an den Hofkapellmeister Friedrich Wilhelm Kücken. Dieser erwarb später das Haus, und auf dessen Wunsch sollte es nach seinem Tod in den Besitz einer Stiftung "für die Förderung der Musik in Meck­lenburg" gelangen, die mittellosen musikalischen Talenten eine Stipendium-Chance einräumen sollte. Bei seiner Übernahme stellte die ZDF-Abteilung Bauplanung bei diesem zu den wert­vollsten neoklassizistischen Wohnhäusern Schwerins gehörenden Gebäudekomplex Folgendes fest: "Nässeschäden durch ver­nachlässigte Pflege der Dachhaut und der Dachentwässerungen", Hausschwamm, größere Risse in der östlichen Außenwand und einen allgemeinen Zustand, der als "heruntergewirtschaftet" be­zeichnet wurde, aber auch Baufehler aus der Erbauungszeit im 19. Jahrhundert.

Seinem traditionellen Engagement für die Denkmalpflege in Deutschland und in besonderem Maße in Ostdeutschland treu bleibend, nahm sich das ZDF der Aufgabe an, das Gebäude der Kücken-Stiftung zu restaurieren und für den Betrieb des Landes­studios Mecklenburg-Vorpommern umzubauen. Als nach 14-mo­natiger Bauzeit am 22. Mai 1995 die ersten Mitarbeiter des Lan­desstudios einzogen und dann am 8. Juni 1995 die offizielle Eröff­nung stattfand, konnte jeder Schweriner sehen, welch historisch und städtebaulich wertvolles Gebäude am Pfaffenteich nun in "neuer alter Schönheit" erstrahlt. Mit der Eröffnung eines Cafés im Erdgeschoss der "Kücken-Stiftung" (wie das Gebäude um­gangssprachlich genannt wird) wurde dabei die Idee eines der ersten Mieter, des Konditormeisters Bode, wieder aufgenommen, der schon in den Jahren 1868/69 eine kleine Kaffeestube in sei­ner Wohnung betrieben hatte.

Thüringen: Das "schönste Landesstudio"

Mainz und Erfurt sind seit 1988 Partnerstädte. Um das Jahr 1000 wird der Erzbischof von Mainz, jahrhundertelang mächtigster Kir­chenfürst des Reiches und später einer der sieben Kurfürsten, auch der weltliche Herrscher über Erfurt. Sichtbarer Ausdruck dieser bis 1802 dauernden engen Verbindung ist das "Mainzer Rad", welches in beiden Stadtwappen zu finden ist. Neben dem staatsvertraglichen Auftrag als nationale Fernsehanstalt, in der thüringischen Landeshauptstadt ein Landesstudio zu unterhalten, gab es also eine emotionalere Verbindung vom Mainzer Lerchen­berg zum Ort der Bautätigkeit. Auch im Namen des Gebäudes, welches ab 1997 als Landesstudio dienen sollte, erscheint das Mainzer und Erfurter Wappensymbol.

Das Haus "Zum Güldenen Rade" in der Erfurter Marktstraße 50 ist ein schmuckes Patrizierhaus, welches aus dem Mittelalter stammt und zum Ensemble der Engelsburg gehört. Der Ortsunkundige erkennt dieses zwischen Domplatz und Fischmarkt gelegene typi­sche Erfurter Bürgerhaus mit der Giebelstellung zur Straße und mit Hof- und Nebengebäuden an dem in Stein gehauenen und vergoldeten Rad und dem darunter befindlichen Hausnamen über dem Renaissanceportal. Dem ZDF hatte die Stadt Erfurt auf seine Anfrage hin mehrere rekonstruktionswürdige Gebäude angeboten. Am Haus "Zum Güldenen Rade" hatte die Stadt Erfurt mit Hilfe von Finanzmitteln aus Rheinland-Pfalz schon vor dem Erwerb durch das ZDF im Jahr 1992 Notsicherungsmaßnahmen vorge­nommen. Bei der Planung musste das ZDF berücksichtigen, dass das Haus vom Mittelalter bis ins 20. Jahrhundert mehrmals um- und ausgebaut worden war. Ziel des ZDF war, dem Haus durch die Verbindung von moderner Fernsehtechnik, qualitätsvoller Landesberichterstattung und unverwechselbarer Identität auf­grund seiner Baugeschichte einen besonderen Charme zu geben – keine leichte Aufgabe.

So überraschte das Haus während der Sanierung mit bisher un­bekannten kunstvoll bemalten und ohne Nägel ineinander gefüg­ten Bohlenwänden mit eingelassenen Metallornamenten, aber auch mit unvorhergesehenem marodem Baugefüge. Dank der en­gagierten Arbeit der ZDF-Verantwortlichen und des beauftragten Architekturbüros sowie der zahlreich eingesetzten thüringischen Baufirmen wurde die wertvolle Bausubstanz erhalten – und trotz­dem konnten die Anforderungen an ein modernes Landesstudio erfüllt werden. So befinden sich beispielsweise im ältesten Teil der Gesamtanlage – im gotischen Steinturm – heute das Aufnah­mestudio, während im ersten und zweiten Übergeschoss des Vor­der- und Hinterhauses die Technik- und Verwaltungsbereiche untergebracht sind. Wie kompliziert der Umbau war, zeigt auch der relativ große Abstand von zwei Jahren Bauzeit zwischen dem Richtfest am 14. Juni 1995 und der offiziellen Einweihung am 28. Mai 1997. Als letzter Gebäudeteil im Haus "Zum Güldenen Rade" wurde die aus dem 18. Jahrhundert stammende Tabakmühle komplett restauriert. Die am 17. Mai 1999 übergebenen Räume werden für Ausstellungen und hausinterne sowie öffentliche Ver­anstaltungen genutzt.

Mit der "Lokalbrille" versehen bezeichnete der ehemalige Minis­terpräsident Thüringens und Mitglied im ZDF-Verwaltungsrat, Bernhard Vogel, die Thüringer ZDF-Dependance sogar als "das schönste ZDF-Landesstudio von allen".

Wer im Innenhof im Bier­garten des im Erdgeschoss unterge­brachten Restaurants sitzt, sieht stolz die Wetterfahne mit dem ZDF-Logo und der Jahreszahl 1997 über dem Steinturm wehen – Symbol für das Engagement des ZDF in und für Thüringen.

Veit Scheller,
Leiter des ZDF-Unternehmensarchivs

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