Copyright: ZDF / Thorsten Eifler
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aspekte - on tour: Europäische Kulturhauptstädte 2018

In diesem Sommer macht "aspekte" das, was viele seiner Zuschauerinnen und Zuschauer tun: verreisen. "aspekte" macht sich auf zu wichtigen Kulturereignissen und Kulturorten, trifft Sängerinnen und Sänger, Schauspielerinnen und Schauspieler in Festspielstädten, erkundet Kulturlandschaften und zeigt, was in vermeintlich toten Ecken alles los ist. Kultur lebt und be-lebt, das ist das Motto der dritten Sommerausgabe von "aspekte-on tour".

Daniel Fiedler, Leiter Redaktion Kultur Berlin

  • ZDF, Freitag, 17. August 2018, 23.15 Uhr

Texte

aspekte – on tour: Bundesland Bayern

Moderation_____Katty Salié
Redaktion_____Monika Unkelbach
Leitung_____Daniel Fiedler
Sendelänge_____ ca 45 Minuten
Sendetermin_____Freitag, 27. Juli 2018, 22.55 Uhr

Der "Freistaat Bayern" wird in diesem Jahr 100 Jahre alt und feiert diesen Geburtstag und sich selbst. Anlass für "aspekte", den Blick einmal gezielt auf den Südosten der Republik zu richten und das Bundesland und seine Kultur zu erkunden.
Moderatorin Katty Salié ist in ganz Bayern unterwegs – von Franken bis zur Zugspitze, von der Landeshauptstadt bis in die hintersten Winkel im Bayerischen Wald. Den musikalischen Rahmen setzen die Musiker Loisach Marci – mit Alphorn und E-Gitarre vor spektakulärer Bergkulisse.

"Mythos Bayern – Wald, Gebirg und Köngistraum" – so ist die Landesausstellung im bayerischen Kloster Ettal zum Jubiläumsjahr überschrieben. Doch was hat es mit diesem "Mythos" eigentlich auf sich? Wie ist es entstanden, das Bild vom urwüchsigen Bayern in Lederhose und Trachtenjanker und den feschen Madeln im Dirndl? Welche Rolle spielen Traditionen im 21. Jahrhundert und für die Generation "Internet"?

Den "Freistaat" Bayern hat vor 100 Jahren kein Bayer, sondern ein zugereister Preuße ausgerufen: der Demokrat, Schriftsteller und Journalist Kurt Eisner. Ein Denkmal haben die Bayern ihm dafür nicht gesetzt – den Begriff "Freistaat" im Lauf der Jahrzehnte jedoch mit großer Bedeutung aufgeladen. Ging es ursprünglich um die Freiheit von der Monarchie, die Gründung eines demokratischen Staates, steht der Titel heute eher für den Anspruch auf eine Sonderrolle Bayerns im Gefüge der Bundesrepublik.

Bayern ist nicht nur das größte Bundesland, es nimmt auch kulturell einen wichtigen Platz ein. Im Focus steht dabei vor allem die Landeshauptstadt München mit ihren bedeutenden Kunstmuseen und der Bayerischen Staatsoper. Das renommierte Haus ist nicht nur das größte im Land, sondern auch "Opernhaus des Jahres". "aspekte" trifft dort drei Weltstars der Oper: Jonas Kaufmann, Christian Gerhaher und die Sopranistin Diana Damrau. Wie sehen sie das Haus? Was verbindet sie mit ihm? Alle drei gastieren immer wieder in München und alle drei stammen aus Bayern.

aspekte – on tour: Salzburger Festspiele 2018

Moderation_____Jo Schück
Redaktion/Leitung_____Daniel Fiedler
Sendelänge_____ ca. 45 Minuten
Sendetermin_____Freitag, 3. August 2018, 22.55 Uhr

Am 27. Juli 2018 werden die diesjährigen Salzburger Festspiele offiziell mit einer Neuinszenierung von Mozarts "Die Zauberflöte" eröffnet. Markus Hinterhäuser, der nach der triumphalen Aufführungsserie von Mozarts "Titus" im vergangenen Jahr seine zweiten Festspiele in Salzburg als Intendant verantwortet, hat ein spektakuläres Programm für die diesjährigen Festspiele zusammengestellt, das nicht nur hochkarätige Stars an der Salzach versammelt, sondern auf einem intellektuell anspruchsvollen und gut durchdachtem Konzept basiert.

Angesichts der Umbrüche in unserer Welt steht der Satz "O ew'ge Nacht! Wann wirst Du schwinden?" aus der "Zauberflöte" wie ein Motto über dem gesamten Festspielprogramm. "aspekte"-Moderator Jo Schück trifft die Pamina der diesjährigen "Zauberflöte", die Sopranistin Christiane Karg, und spricht mit ihr über ihre Mozart-Leidenschaft, ihr Verhältnis zu Salzburg und über die Arbeit an ihren Rollen. Zusammen mit dem Tenor Mauro Peter, der den Tamino singt, erzählt uns Christiane Karg, was von der neuen Inszenierung zu erwarten ist.

Sandra Hüller spielt die Titelrolle in Kleists "Penthesilea", die am 29. Juli 2018 am Salzburger Landestheater Premiere hat. Die Arbeit ist die Fortsetzung der langjährigen Zusammenarbeit von Sandra Hüller mit dem international gefeierten, belgischen Regisseur Johann Simons. Schon vor elf Jahren haben die beiden zusammen in Salzburg Kleists "Prinz Friedrich von Homburg" gezeigt. Die Besonderheit der diesjährigen "Penthesilea"-Inszenierung: Das Stück wird nur von zwei Schauspielern gespielt. Neben Hüller tritt Jens Harzer auf – auch er kein Neuling bei den Salzburger Festspielen. Das Festspielpublikum kennt ihn aus dem "Jedermann".

Festspiel-Intendant Markus Hinterhäuser ist auch Konzertpianist. In dieser Funktion widmet er der russischen Komponistin Galina Ustwolskaja eine Hommage. Ustwolskaja ist eine der großen Unbekannten der russischen Musikwelt. Das Gesamtwerk der 2006 gestorbenen Komponistin umfasst gerade einmal 25 Werke mit einer Gesamtspielzeit von wenig mehr als sieben Stunden. Dennoch gilt sie als eine der bedeutendsten Komponistinnen des 20. Jahrhunderts. Sie fühlte sich keiner Schule verbunden, ihre Musik gilt als markant einzigartig. Markus Hinterhäuser  zeigt , warum das so ist.

Bei den Salzburger Festspielen gibt es auch ein Wiedersehen mit der Koloraturkönigin Cecilia Bartoli. Die Italienerin, die die Salzburger Pfingstfestspiele leitet, feiert ihr Salzburger Wiedersehen erneut mit einer Paraderolle aus dem Schaffen von Gioachino Rossini. In der Oper "Die Italienerin in Algier", die das Publikum heute noch genauso wie vor 200 Jahren zu rasender Begeisterung hinreißen kann, treffen siegessicherer Machismo und emanzipierte Weiblichkeit aufeinander und schöpfen das komische Potential dieses Zusammenpralls ausgiebig aus. Cecilia Bartoli erzählt "aspekte" von ihrer Leidenschaft zu Salzburg und zu Rossini.

Die Salzburger Festspiele 2018 dauern bis zum 30. August.

aspekte – on tour: Europäische Kulturhauptstädte 2018

Moderation_____Katty Sallié (Valletta, Malta), Jo Schück (Leeuwarden, Holland)
Redaktion_____Maren Beuscher, Gerald Giesecke, Stefan Münker, Philipp Rimmele
Leitung_____Daniel Fiedler
Sendelänge_____ca. 45 Minuten
Sendetermin_____Freitag, 17. August 2018, 23.15 Uhr

Licht und Schatten der Europäischen Kulturhauptstädte 2018: Katty Salié und Jo Schück berichten aus Valetta auf Malta und dem niederländischen Leeuwarden, den Europäischen Kulturhauptstädten 2018.
Bis auf das für beide große Thema "Wasser" und mit Friesisch und Malti "kleinen" eigenständigen Sprachen haben die beiden Städte im Kulturjahr wenig gemeinsam. Leeuwarden und Valetta – sie stehen für Licht und Schatten im Europa der Gegenwart.

Die gesamte Region Friesland ist Kulturhauptstadt mit Leeuwarden (ca. 100.000 Einwohner) im Zentrum und zehn weiteren Städtchen inmitten einer flachen, grünen, weitgehend strukturschwachen Naturlandschaft, zu der das Weltnaturerbe Watt gehört. Neue visionäre Projekte im Umgang mit Landschaft und Natur sind gefragt, die Friesen – und auch "aspekte"-Moderator Jo Schück – betreten neues Terrain.

Herausforderungen gemeinsam zu bewältigen, das zieht sich durch das Programm im Kulturjahr. Die "Elfstedentocht", der berühmt gewordene Eislauf durch alle elf Städte auf Kanälen und Grachten, konnte seit 20 Jahren nicht mehr stattfinden. Schuld daran ist der Klimawandel. Nun haben internationale Künstlerinnen und Künstler zusammen mit den Bürgern stattdessen elf einzigartige Brunnen gestaltet. Sie thematisieren in jeder der friesischen Städte auf ihre Weise "die Gewalten".

"Holländisch", "Niederländisch", "Friesisch" – was bedeutet das eigentlich dieser Tage? Das Theaterkollektiv Wunderbaum hinterfragt laut und mit furiosem Hintersinn, was es im heutigen Europa mit Nation, Identität und patriotischen Klischees auf sich hat.

Wie könnte, sollte das Leben aussehen in der Zukunft? In der Ausstellung "Places of Hope" erkunden Besucher mit 3D-Brillen farbenfrohe Szenarien. "Dare to be different" ist eines der Leitmotive in Leeuwarden 2018.  "Different", so empfanden die Leeuwardener seinerzeit wohl auch den berühmtesten Sohn der Stadt, den Zeichner und Grafiker M.C. Escher. Ihm war es zu "eng" in der Weite Frieslands, er ging für mehrere Jahre nach Italien und Spanien, ließ sich dort zu seinen heute weltberühmten illusionistischen Grafiken inspirieren. "Escher auf Reisen", so der Titel der Ausstellung im renommierten Fries-Museum Leeuwarden.

Die gesamte maltesische Hauptstadt Valletta steht gehört zum UNESCO-Weltkulturerbe. Europas kleinste Hauptstadt zählt grade mal 6.000 Einwohner und erzählt von einer langen kulturellen Tradition.
 Die Renaissance-Stadt, 1566 gegründet und von einem Schüler Michelangelos am Reißbrett geplant, ist das steinerne Vermächtnis des Malteser-Ritterordens. Die sieben "Zungen" des Männerordens, also die Sprachen der Länder, aus denen die Ritter nach Malta kamen, bildeten schon vor Jahrhunderten einen Vorläufer der EU en miniature.

Leider ist von diesem internationalen Erbe im Programm der Kulturhauptstadt wenig bis kaum etwas zu ahnen. Seit Maltas Regierung im vergangenen Jahr das Leitungsteam der Kulturhauptstadt ausgetauscht hat, kommentarlos und ohne den Hauch einer Begründung, besteht das Programm aus einer Reihe mehr oder weniger glanzvoller Events. Ein Vorgehen, das auch bei der EU für Unmut sorgte: Der Vorsitzende des EU-Ausschusses, der Valletta einst ausgewählte, ruft offen zum Boykott auf.

Was macht eine europäische Kulturhauptstadt aus? Und was bietet Valletta? Katty Salié taucht ein in die wechselvolle Geschichte Maltas, trifft einen echten Ritter und spricht mit Machern sowie Kritikern der wahrscheinlich umstrittensten Europäischen Kulturhauptstadt seit Jahren.

Weitere Informationen

Fotos über: Telefon: (06131) 70-16100 oder über https://presseportal.zdf.de/presse/aspekteontour

Information: Die Sendungen sind zur Besprechung vorab verfügbar.

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