Bad Banks

Zweite Staffel des Serien-Events

"Bad Banks" nimmt die Zuschauer auch in den neuen Folgen mit auf eine waghalsige Reise in die Welt der Hochfinanz, die nach der Krise mehr denn je vor einem gewaltigen Umbruch steht. Neue Player wirbeln das althergebrachte System auf, und das Spiel um Macht, Manipulation und persönlichen Ehrgeiz dreht sich weiter. Doch geht es diesmal für unsere Figuren um alles oder nichts. Ein Kampf der Generationen, bei dem am Ende die Frage bleibt, wer die Zukunft des Systems bestimmen wird.

  • ZDF, Samstag, 8. Februar 2020, 21.45 Uhr
  • ZDF Mediathek, Freitag, 31. Januar 2020
  • ARTE, Donnerstag, 6. Februar 2020, 20.15 Uhr

Texte

Sendetermine

TV-Erstausstrahlung ARTE:
Donnerstag, 6. Februar 2020, ab 20.15 Uhr Folgen 1-3
Freitag, 7. Februar 2020, ab 20.15 Uhr Folgen 4-6

TV-Erstausstrahlung ZDF:
Samstag, 8. Februar 2020, ab 21.45 Uhr, Folgen 1-2
Sonntag, 9. Februar 2020, ab 22.15 Uhr, Folgen 3-4
Montag 10. Februar 2020, ab 22.15 Uhr, Folgen 5-6

Alle Folgen sind ab dem 31. Januar 2020 in der ZDF Mediathek verfügbar, ab dem 30. Januar 2020 online bei Arte.

 

Sendetermin der Begleit-Doku im ZDF:

Montag, 10. Februar 2020, 23.55 Uhr

Stab

Regie: Christian Zübert
Autor:Oliver Kienle
Produzenten: Lisa Blumenberg, LETTERBOX FILMPRODUKTION, Nicolas Steil, IRIS Productions
Story created by: Oliver Kienle
Nach einer Idee von Lisa Blumenberg
Konzeptentwicklung: Jana Burbach, Jan Galli,
Ron Markus (auch Koautor Folge 4), Wolf-Alexis Puttfarken
Fachberatung: Wolf-Alexis Puttfarken
Bildgestaltung: Ngo The Chau, Moritz Kaethner
Montage: Jens Klüber, Julia Karg, Kai Minierski
Musik: Kyan Bayani
Ton: Max Meindl
Kostümbild: Sabine Keller
Szenenbild: Silke Buhr
Maskenbild: Katja Reinert, Hannah Fischleder, Jana Filipp
Casting: Anja Dihrberg
Executive Producer: Günther Russ
Co-Executive Producer: Christian Friedrichs
Producer: Lisa Arndt, Katharina Haase
Creative Producer            Oliver Kienle
Redaktion: Caroline von Senden, Alexandra Staib (ZDF), Olaf Grunert (ZDF/ARTE)
Länge: 6 x 52 Min.

"Bad Banks" ist eine Produktion der LETTERBOX FILMPRODUKTION und IRIS Productions in Koproduktion mit der REAL FILM Berlin, in Koproduktion mit dem ZDF in Zusammenarbeit mit ARTE, gefördert durch Film Fund Luxembourg, German Motion Picture Fund, HessenFilm und Medien, Medienboard Berlin Brandenburg und Creative Europe – Media Programme of the European Union.
Im Weltvertrieb von Federation Entertainment.

Besetzung

Jana Liekam - Paula Beer
Gabriël Fenger -  Barry Atsma
Christelle Leblanc - Désirée Nosbusch
Adam Pohl - Albrecht Schuch
Thao Hoang - Mai Duong Kieu
Quirin Sydow - Tobias Moretti
Robert Khano - Jean-Marc Barr
Luc Jacoby - Marc Limpach
Ties Jacoby - Germain Wagner
Alexander Schunk - Trystan Pütter
Ben Kaufmann - Noah Saavedra

In weiteren Rollen:
Shantimay - Utsav Agrawal
Peter Richard - Tobias Langhoff
Vicky - Mathilde Irrmann
Felix Bender - Christoph Schechinger
David Kubiak - Tedros Teclebrhan
Lilou Guerin - Elisabet Johannesdottir
Pascal Rubens - Anton von Lucke
Isabelle - Larisa Faber
Maria - Canan Samadi
Mohamed - Hadi Khanjanpour
Herr Hoang - Pham Manh Cuong
Frau Hoang - Hue Nguyen Minh
Taemin - Johannes Ahn
Karin Kaufmann - Angela Roy
Sabine Pohl - Annika Olbrich
sowie Sandra Navidi, Hermann-Josef Tenhagen
und andere

Redaktionsnotiz

"Bad Banks" – dieser Titel ist zum Synonym für herausragende Qualität im Bereich der deutschen Serienproduktion geworden. Das kreative Team der ersten Staffel hat einen Wurf hingelegt, der Publikum und Kritik gleichermaßen begeistert. Die Macher*innen durften daher zahllose Nominierungen und Preise entgegen nehmen. Ein Erfolg, der zugleich die Latte hoch legte für die zweite Staffel. Dem Geschenk, auf Großartigem aufbauen zu können – einem so noch nicht erzählten Kosmos, einem tollen Figurenensemble und einer fantastischen Visualität – stand also die Herausforderung gegenüber, an dieser Erstklassigkeit in der zweiten Staffel gemessen zu werden.
Alle Beteiligten haben sich mit großer Freude dieser Herausforde­rung gestellt. Creator Oliver Kienle hat faszinierende Erzählansätze aus einer Finanzwelt im Umbruch recherchiert und entwickelt, die die Charaktere in noch extremere Entscheidungs-situationen treiben als in der ersten Staffel.

So hoffen wir, dass die Fans und Freunde von "Bad Banks" bekommen, was sie zu Recht erwarten, und wir auch noch neue ZuschauerInnen begeistern können.

Caroline von Senden, Redaktionsleiterin Fernsehspiel I,
Alexandra Staib, Redakteurin

Producer's Note

Bereits bei den Recherchen zur ersten Staffel hat sich angedeutet, dass die gesamte Bankenbranche vor einem gewaltigen Umbruch steht. Neue wendige Player, sogenannte FinTechs, drängen mit Gewalt auf den Markt. Das haben wir hautnah miterlebt. Drei unserer Fachberater, die vor zwei Jahren noch Investmentbanker waren, haben mittlerweile bei FinTech-Start-ups angeheuert und dort neue Aufgaben gefunden. Die digitale Revolution wirbelt die althergebrachten Großbanken mit derselben unerbittlichen Konsequenz durcheinander, wie sie dies in der Vergangenheit mit anderen Branchen wie zum Beispiel der Musikbranche getan hat.
Das wahre Asset (so würden es Banker sagen) unserer Serie aber sind die Figuren. Und die hatten nach den ersten sechs Folgen wahrlich einige offene Rechnungen und sich weiter hochschaukelnde Konflikte hinterlassen. Die krisenhafte Zuspitzung, die in der ersten Staffel in eine Bankenkrise mündete, findet jetzt bei unseren Figuren statt. Es geht ans Eingemachte.

Im Kern von "Bad Banks" geht es um Macht und noch mehr um persönliche Erfüllung. Ein Hauch von Revolution hat unsere jungen Banker ergriffen. Sie haben in der ersten Staffel erlebt, wie instabil das Finanzsystem ist, das sie selbst fast an die Wand gefahren haben. Hat es in der alten Form überhaupt noch eine Zukunft? Die Führungsriege klebt an ihren Stühlen und versucht mit allen Mitteln, ihre Macht zu erhalten für die wenigen Jahre im Beruf, die ihnen noch bleiben. Aber Jana, Thao und Adam müssen weiter denken, um ihre Karriere als Banker (denn das sind sie aus Überzeugung) zu sichern. Wir haben in der ersten Staffel erlebt, was sie antreibt und wie weit sie bereit sind zu gehen. Zudem haben sie viel von den Alten gelernt. Wir werden sehen, ob – wie so oft – die Revolution ihre eigenen Kinder frisst.

Lisa Blumenberg, Produzentin

Kurzinhalt

In der zweiten Staffel erzählt Oliver Kienle, wie sich die Finanzwelt sechs Monate nach der Krise, mit der die erste Staffel endete, neu erfindet. Verschärfte Auflagen machen das Geschäft der fusionierten Deutschen Global Invest (DGI) extrem mühsam. Der ersehnte Aufstieg in den Vorstand rückt für die neue Investmentchefin Christelle Leblanc (Désirée Nosbusch) in weite Ferne. Auch für Jana Liekam (Paula Beer) läuft es in Frankfurt nicht nach Plan. Doch längst hat sie sich mit ihrem Team in Stellung gebracht. Während die alte Bankenwelt nur noch mit halber Kraft fährt, erlebt die junge Finanzbranche in kleinen beweglichen Start-ups und FinTechs einen fundamentalen Wandel. Um die riesige Herausforderung der Digitalisierung zu meistern, baut die DGI einen Inkubator in Berlin auf, einen "Brutkasten" für junge FinTechs, die mit dem Investment der Bank großgezogen und an den Markt gebracht werden sollen. Jana soll die Leitung eines FinTechs übernehmen, das auf nachhaltige Finanzprodukte setzt. Doch heimlich fährt sie ihre eigene Agenda – schließlich hat sie noch eine Rechnung mit Leblanc offen. Die schillernde, turbulente Hauptstadt wird für Jana Chance und Herausforderung zugleich, nicht zuletzt weil ein alter Bekannter wieder in ihr Leben tritt, der charismatische Gabriël Fenger (Barry Atsma).

Bad Banks" nimmt die Zuschauer auch in den neuen Folgen  mit auf eine waghalsige Reise in die Welt der Hochfinanz, die nach der Krise mehr denn je vor einem gewaltigen Umbruch steht. Neue Player wirbeln das althergebrachte System auf, und das Spiel um Macht, Manipulation und persönlichen Ehrgeiz dreht sich weiter. Doch geht es diesmal für unsere Figuren um alles oder nichts. Noch nie lagen Aufstieg und Fall so nah beieinander und treiben unsere Helden in noch tiefere Abgründe. Ein Kampf der Generationen, bei dem am Ende die Frage bleibt, wer die Zukunft des Systems bestimmen wird.

Inhaltsangaben

Folge 1: Schöne neue Welt
Ein halbes Jahr nach dem Crash und der staatlichen Rettung der Deutschen Global Invest werden die Karten neu gemischt. Gabriël Fenger sitzt in U-Haft, die große Strippenzieherin, Christelle Leblanc, steht als Leiterin des Investmentbankings auf dem Abstellgleis – und Jana, Adam und Thao gleich mit ihr. Das Vertrauen in die Banken ist schwer beschädigt, aber die wirkli­chen Drahtzieher der Krise sind davongekommen. Doch dann sieht Jana endlich eine Möglichkeit, sich an Leblanc zu rächen und gleichzeitig aus Frankfurt in den Berliner "Inkubator" zu wechseln, wo neue Formen des Bankings entwickelt werden. Der Haken an der Sache ist: Sie müssen das hippe, idealistische Start-up GreenWallet und dessen schmierigen Investor davon überzeugen, sich der DGI anzuschließen und alles zu verraten, wofür sie kämpfen – koste es, was es wolle.

Folge 2: Bankensterben
Kaum ist GreenWallet in den Inkubator gezogen, steht das Start-up vor einem riesigen Problem. Das Team braucht personelle Verstärkung. Der Versuch, eine Spitzenkraft bei der Konkurrenz "Fin21" abzuwerben, führt zu einer unangenehmen Begegnung mit einem alten Bekannten. Jana läuft die Zeit davon, denn Ties Jacoby will schnelle Erfolge sehen und setzt das Team zusätzlich unter Druck. Gleichzeitig müssen Jana und Adam ihr Konto auf Mauritius verschwinden lassen, auf dem das Schwarzgeld aus dem Insiderdeal der ersten Staffel geparkt ist, um nicht länger erpressbar zu sein. Dabei müssen die beiden erneut zu illegalen Mitteln greifen, was zunehmend einen Keil zwischen sie und Thao treibt. Die wiederum hat mit privaten Problemen zu kämpfen, von denen Jana auf keinen Fall erfahren soll. Um Zeit zu gewinnen, lässt Jana sich auf einen Deal mit Leblanc ein. Doch auch diese spielt ein doppeltes Spiel.

Folge 3: Kollateralschaden
Um die Konkurrenz zu schlagen, muss GreenWallet international aktiv sein. Adam fliegt nach London, um eine Zulassung für den britischen Finanzmarkt zu erwirken, allerdings machen ihm private Probleme einen Strich durch die Rechnung. Auch Jana wird von ihrer Vergangenheit eingeholt, als plötzlich Fenger bei ihr auftaucht und ihre Beziehung zu ihrem Kollegen Ben verkompliziert. Jana findet heraus, dass es für Ben bei GreenWallet um mehr geht als seine professionelle Karriere. Währenddessen geht Leblancs Racheplan in die nächste Runde. Sie zwingt Jana und Thao, kompromittierende Daten zum Bankencrash auf Ties Jacobys Tablet zu verstecken. Gleichzeitig versucht sie, Fenger ins Boot zu holen, und rekrutiert Janas ehemaligen Kollegen Luc, der sich von seinen alten Freunden im Stich gelassen fühlt.

Episode 4: Die Gewinner von heute
Die Schwierigkeiten für GreenWallet häufen sich. Jana und Adam müssen ihren Plan, ihr Schwarzgeld zu verstecken, erst einmal auf Eis legen. Sie brauchen es, um sich gegen die Konkurrenz durchzusetzen. Doch dann steht das Start-up vor dem Aus, denn es gibt größere Interessen. Ben und Janas Beziehung wird auf eine harte Belastungsprobe gestellt. Leblanc kommen die Veränderungen im Inkubator dagegen sehr zugute. Sie will Ties Jacoby und Jana ein für alle Mal loswerden. Sydows Plan, sich die Finanzaufsicht vom Hals zu halten, wird währenddessen durch Fengers Einmischung verkompliziert. Und auch Thaos doppeltes Spiel nimmt ein abruptes Ende, was Jana dazu zwingt, ihre eigenen Pläne zu beschleunigen. Parallel gerät die Situation auf Mauritius zunehmend außer Kontrolle.

Folge 5: Paranoia
Der neue dynamische Finanzminister rüttelt die Bankenwelt ordentlich auf. Die Regularien sollen gelockert, gleichzeitig die Haftungsregeln für Banker verschärft werden. Während die einen in Panik ausbrechen, versuchen die anderen, der Bankenaufsicht zuvorzukommen. Jana und Adam können dagegen aufatmen. Ihre Konten auf Mauritius wurden gelöscht, und Leblanc hat eigentlich nichts mehr gegen sie in der Hand. Allerdings zu einem hohen Preis. Adam ist kurz davor, die Nerven zu verlieren und entscheidet sich für einen Alleingang. Er sieht seine persönliche und berufliche Existenz bedroht und ist zum Äußersten bereit. Auf der anderen Seite werden Fenger und Sydow zu unfreiwilligen Komplizen, was Sydow zu einer folgenschweren Planänderung bewegt. Und auch mit Leblancs nächstem Schachzug hat niemand gerechnet.

Folge 6: Long live the Queen
Der Machtkampf in Frankfurt spitzt sich zu. Ein raffinierter Schachzug bringt alle Kontrahenten an einen Tisch. Doch wer hat am Ende die besten Allianzen geschmiedet? Wer bei diesem Spiel verliert, der verliert alles. Auch für Jana hat sich das Blatt erneut gewendet. Doch es gelingt ihr einfach nicht, die von Leblanc angelegten Fesseln vollständig abzuwerfen. Adam hat nichts mehr zu verlieren und gerät völlig außer Kontrolle. Am Ende muss Jana nach einer aufgewühlten Nacht eine schwierige Entscheidung treffen – wie weit wird sie gehen, um sich ihre Freiheit zu erkämpfen? Als könnten die Abgründe nicht mehr tiefer werden, macht ausgerechnet Leblanc Jana ein unmoralisches Angebot.

Statement von Drehbuchautor Oliver Kienle

Die europäische Bankenbranche ist im Umbruch. Während große deutsche Banken versuchen, würdevoll zu schrumpfen, sich auf ihr altes Kerngeschäft zu konzentrieren und das Investmentban-king weiter zu verstümmeln, erlebt die junge Finanzbranche in Start-ups, FinTechs und Blockchain-Technologien eine Revolution. Die alte, in Verruf geratene Bankenwelt auf der einen Seite, die junge, digitale Technologiewelt auf der anderen. Ein Spannungsfeld, wie geschaffen für unsere zweite Staffel: Alteingesessene Vorstandsbanker, die den Umbruch ausbremsen, weil sie selbst nur noch wenige Jahre in der Branche haben, kämpfen gegen unsere jungen, hungrigen Hauptfiguren, die Jahrzehnte in die Zukunft blicken und keine Sekunde zögern, stabile Säulen einzureißen.

Nach Ausstrahlung der ersten Staffel der Serie haben sich einige "Insider" bei mir gemeldet, die über illegale Machenschaften in der Finanzbranche sprechen wollten. Manche haben sich darüber amüsiert, wie harmlos das war, was ich in der ersten Staffel erzählt habe. In meiner jahrelangen Recherche bin ich immer auf dasselbe Muster kriminellen Handelns gestoßen, von der ersten Ausnahmetat bis hin zur Selbstverständlichkeit des Betrügens, Stehlens oder Diffamierens. Die Grenzen, die man heute überschreitet, werden morgen zum Status quo. So geht es auch den Figuren von "Bad Banks". Alle werden von ihren bisherigen Taten heimgesucht, und alle müssen bereit sein, die nächste Grenze zu überschreiten, um im Spiel zu bleiben.

Die Arbeit an der zweiten Staffel, von der ersten Drehbuchfassung bis zum letzten Schnitt, war noch herausfordernder und intensiver als die an der ersten. Als großer Serienfan weiß ich, dass man in jeder Staffel die Figuren und ihre Geschichten gleichzeitig weiterführen und neu erfinden muss. Ich habe all meine Energie darauf verwendet, dem Zuschauer das Serienerlebnis zu geben, das ich selbst gerne haben würde.

Kurzinterview mit Regisseur Christian Zübert

Wie war Ihre Herangehensweise an den komplexen Stoff von "Bad Banks"? Welche persönlichen Schwerpunkte setzen Sie?

Mein Ansatz beim Regieführen sind immer die Figuren. Ich nehme mir jede einzelne Figur in einem Drehbuch vor und schaue mir an, wo sie anfängt und wo sie endet und ob ich die Schritte dazwischen emotional nachvollziehen kann, ob mich das packt. Zudem ist es wichtig, dass die Welt, in der sich diese Figuren bewegen, höchst präzise und authentisch erzählt wird. Was die Bankenwelt anbelangt, hat die erste Staffel da schon gut vorgelegt und ich konnte auf die Recherchen von Produktion und Schauspielern aufbauen. Deswegen habe ich mich bei meiner Recherche vor allem auf die neue Welt, die wir erzählen, konzentriert, die FinTech-Welt. Dafür haben wir viele Leute getroffen, haben an Konferenzen teilgenommen und auch einfach mal einen halben Tag in einem FinTech verbracht, um die Atmosphäre dort aufzusaugen.

Wie haben Sie sich der Bankszene angenähert? Und gibt es für Sie eine Ästhetik von Macht und Geld?

Um Geld geht es den Bankern meiner Meinung nach nur peripher. Für die ist Geld nur Mittel zum Zweck. Die arbeiten keine 18 Stunden am Tag, um reich zu werden. Die arbeiten 18 Stunden am Tag, um sich zu spüren, um der Beste zu sein und Respekt zu bekommen. Um das zu verstehen, musste ich gar nicht lange suchen. Die Filmbranche funktioniert genauso. Auch dort arbeiten die Leute bis zur Selbstaufgabe und das auch nicht nur für Geld. Sondern um Teil von etwas Besonderem zu sein, um Anerkennung und Respekt zu bekommen.

Wie eng haben Sie im Vorfeld mit dem Autor Oliver Kienle zusammengearbeitet?

Ziemlich eng und sehr auf Augenhöhe. "Bad Banks" ist Olivers Baby, und es war mir sehr wichtig, dass er sich in der Umsetzung der Geschichte wiederfindet und das mag. Wir haben sehr viel über die Drehbücher diskutiert, ich habe meine Meinung dazu eingebracht, und zusammen haben wir eine Richtung gefunden, mit der wir beide glücklich sind.

Bad Banks – Die Dokumentation

Montag, 10. Februar 2020, 23.55 Uhr, ZDF

Bad Banks – Die Dokumentation

Wie neue Player die alte Bankenwelt herausfordern

Film von Hannes Vogel

Produktion: B.vision media
Redaktion: Beate Höbermann
Länge: ca. 45 Minuten

Anknüpfend an die zweite Staffel der Serie "Bad Banks" schaut die anschließende Back-to-back-Dokumentation auf die reale Situation in der Bankenbranche. Dabei greift die 45-minütige Doku immer wieder auf Szenen aus der Serie zurück. In der zweiten Staffel von "Bad Banks" trifft die alte Bankenwelt auf die neue FinTech-Branche. Welchen Einfluss üben beide Seiten aufeinander aus? Gelingt es den FinTechs, neue Impulse in die alte Finanzwelt zu bringen?

Im Schatten der globalen Bankenkrise entstand im Bereich der Finanzdienstleister ein neues Segment, das vor allem von Start-up-Unternehmen geprägt wird. Diese konkurrieren mit den Banken um Marktanteile oder genauer: Sie möchten den etablierten Häusern Marktanteile streitig machen. FinTechs sind Finanzdienstleister, die ihre Geschäfte ausschließlich über digitale Technologien, also online, abwickeln. Sie werben damit, durch weniger Bürokratie näher am Kunden zu sein und kostengünstiger zu arbeiten. In einigen Fällen sind Ideen von Nachhaltigkeit und Transparenz ein wichtiger Unterschied zu den traditionellen Finanzinstituten. Nach Großbritannien ist Deutschland mit über 340 aktiven Unternehmen das zweitwichtigste FinTech-Land in Europa und Berlin das deutsche Zentrum. Herkömmliche Bankenhäuser versuchen, durch Übernahmen bestehender oder der Gründung eigener FinTechs ihre Position auf dem Finanzmarkt zu verteidigen und auszubauen. 

Die Dokumentation beleuchtet zudem grundsätzliche Fragen wie: Was sind FinTechs? Wie funktionieren sie? Wer sind die Macher? Wodurch unterscheiden sich die neuen Player von den alten Banken?

Radio-Interview mit Désirée Nosbusch inkl. Audio-Datei

Link Audio-Datei Interview Désirée Nosbusch

Frau Nosbusch, nach dem grandiosen Erfolg der ersten Staffel von "Bad Banks", wie glücklich waren Sie, als Sie erfahren haben, dass die Serie fortgesetzt wird?

Wir haben es ja insgeheim gehofft und jeder war da auch ganz egoistisch, weil ich glaube jeder wollte wissen, wie es mit seiner Figur weitergeht. Es geht uns ja jetzt nach der Zweiten schon so, dass wir sagen, eine Dritte müsste es doch auch noch geben, weil man will unbedingt wissen, wie diese Figuren enden. Also, was passiert jetzt? Weil extreme Dinge können da jetzt noch kommen, nach all dem, was wir jetzt schon haben. Insofern haben wir uns tierisch gefreut, als es hieß, wir machen weiter. Man gewöhnt sich ja an so eine Figur. Man lebt ja doch eine geraume Zeit mit so einer Figur und die wird Teil von einem. Man hat auch selten so eine Figur, wo man sich so reinfallen lassen kann. Das ist ja ein Geschenk und dann will man die auch nicht mehr verlieren. (0:48)

Für alle, die "Bad Banks" noch nicht kennen: Was macht den unfassbaren Reiz dieses Finanzthrillers aus?

Ich kann es jetzt nur aus meiner Warte sagen, aber ich fand vor ‚Bad Bank Eins‘ war ich jemand, der sich für die Finanzwelt am Rande interessiert hat, wenn es irgendwie mal wieder einen Crash gab, aber ansonsten war das jetzt keine Welt, in die ich Desirée unbedingt hätte eintauchen wollen. Klar wenn so ein Lehman-Prozess dann ist und man die ungeheuerlichen Dinge hört, dann sagt man: ‚Wow, wirklich?‘ Ich glaube das Geniale von ‚Bad Banks‘ ist, dass anhand von Figuren und Charakteren, die die Menschen berühren, einem eine Welt nahe gebracht wird, die man so nicht kannte. Durch diese Figuren lässt man sich auf diese Welt ein und dann ist man drin und dann will man mehr wissen. (0:46)

Sie haben in einem Interview einmal gesagt, die Rolle der Christelle Leblanc sei für Sie wie ein Sechser im Lotto. Wie war das gemeint?

Ich würde gerne noch hinzufügen: Mit Zusatzzahl. [lacht] Ich meine, man weiß ja, wie alt ich bin und die tollen Charakterrollen für Frauen und Kolleginnen in meinem Alter sind jetzt nicht so wahnsinnig oft vorhanden. Dann kommt dann so eine Rolle, die auf den ersten Blick erst einmal sehr weit von mir entfernt ist. Das liegt ja nicht so unbedingt auf der Hand, mich für Christelle Leblanc zu besetzen. Da bedarf es ja schon eines Regisseurs, der eine irre Vision hat von so einer Sache. Und Christian Schwochow war bereit etwas in mir zu sehen, was sehr mutig war, fand ich. Und das ist das Beste, was dir als Schauspieler passieren kann. (0:44)

Sie spielen die Christelle LeBlanc, eine elegante, etwas ältere Frau, die Geld hat und Macht und eine Meisterin im Intrigenspinnen ist - wie haben Sie sich eigentlich gefallen, als Sie sich das erste Mal "in älter" gesehen haben?

Ganz am Anfang, als dann die Idee mit der Perücke aufkam, habe ich schon geschluckt. Da dachte ich, jetzt kann ich endlich so eine coole Rolle spielen und jetzt muss ich diese hässliche Perücke tragen. Inzwischen sage ich, die Perücke ist das Beste, was mir in meinem Leben schauspielerisch passieren konnte. Es wird immer gesagt viel älter, aber die Christelle Leblanc ist nicht so wahnsinnig viel älter als ich. Und ich bin auch nicht auf älter gemacht worden. Das bin schon ich. Das bin ich Desirée, nicht unbedingt verschönert mit einer grauen Perücke auf dem Kopf und sicherlich vom Typ her anders, als Sie mich jetzt so erleben, aber das bin schon ich. Und ich saß teilweise da und habe in der Maske Züge von meinem Vater gesehen. Das ist jetzt nicht so, dass man mir eine Altersmaske aufgesetzt hat. Das ist das Tun, die Art, diese Rolle und natürlich diese Frisur, klar. (0:46)

In Staffel zwei wird alles noch fieser, noch abgebrühter. Auch Christelle Leblanc agiert noch rigoroser – hätten Sie gedacht, dass es nach Teil 1 noch eine Steigerung geben könnte?

Es war schon beim Lesen der sechs Bücher für die neue Staffel, für die Zweite, war es schon so, dass ich beim umblättern immer dachte: ‚Nein Christelle, du wirst doch jetzt nicht, nein Christelle nein nein!‘ Also so ging es mir andauernd. Die zweite Staffel ist einfach schon dadurch geprägt, das ist jetzt jeder gegen jeden. Da gibt es keine Allianzen mehr und jeder versucht seine Haut zu retten. Und der Christelle Leblanc, der geht es ja richtig an den Kragen und irgendwann hat sie das Wasser unterm Kinn und da greift auch sie natürlich zu Mitteln, die fragwürdig sind. (0:33)

Sie sind vor zwei Jahren erstmals in die Welt der "Bads Banks" eingetaucht. Wie war es, jetzt, wieder in den korrupten und intriganten Kosmos der Hochfinanz zurückzukehren?

Wir haben uns alle wahnsinnig aufeinander gefreut und haben trotzdem gemerkt, dass es auf einmal mehr Druck gab. Wenn so eine erste Staffel so einen Erfolg hat, dann hast du natürlich auf einmal Druck. Diese Leichtigkeit, diese Experimentierfreudigkeit, die wir beim ersten Mal hatten, die war nicht mehr ganz so da, weil wir dachten, wie wollen wir das jetzt toppen? Das musst du schon dann auch tragen können. Und es hat, glaube ich – zumindest ich für mich – länger gebraucht, bis ich das abschütteln konnte und einfach nur wieder drin war und vertraut habe auf meine Geschichte, meine Bücher, meine Rolle und dachte, wird schon werden. (0:37)

In beiden Staffeln wird, was ungewöhnlich für das deutsche Fernsehen ist, viel und ausführlich Englisch, Luxemburgisch und Französisch gesprochen. Wie wichtig ist das für die Authentizität von "Bad Banks"?

Das ist so in der Welt. Die Leute sprechen dort alle Sprachen. Dann kommt der rein und hat einen französischen Satz und da ist mal Englisch und dann gibt es mal etwas Italienisches, das ist diese internationale Welt, wo so auch mit den Sprachen jongliert wird. Ich finde da ist ‚Bad Banks‘ auch das beste Beispiel für, wenn man das so einfließen lassen will. Das fand ich gerade so toll, dass auch Christian Schwochow sich sehr dafür eingesetzt hat, dass das so authentisch wie möglich bleibt. Dass eben nicht jetzt auf einmal alle Deutsch reden, weil wir für das deutsche Fernsehen eine Serie drehen. Nein, wir drehen eine internationale Serie fürs deutsche Fernsehen. Wenn wir authentisch sein wollen, dann müssen wir das auch so rüberbringen. Ich glaube deswegen ist das auch so ein Erfolg geworden und deswegen kann sich das auch messen mit all diesen Serien, die es da draußen gibt. (0:50)

"Bad Banks" handelt von Gier, Größenwahn, Lüge und Skrupellosigkeit. Mal ganz ehrlich: wie schwer fällt es Ihnen im wahren Leben, den Mann am Sparkassenschalter nicht böse und misstrauisch anzuschauen?

Dazu brauchte ich ‚Bad Banks‘ nicht. Also ich rede jetzt nicht von der kleinen Sparkasse an der Ecke, aber ich hatte noch nie Vertrauen in diese Finanzwelt auf der Ebene. Aus dem einfachen Grund, weil ich nicht daran glaube, dass jemand dein Geld verdoppelt ohne dass da ein Risiko bei ist und ohne dass er etwas davon hat und du im Notfall alles verlieren könntest. Irgendetwas muss ja auch diese ganzen Stahl- und Glaspaläste finanzieren. Da muss man nicht sehr intelligent und clever sein, um sich das sagen zu können. Und ich glaube, wenn man bereit ist dieses Spiel im Leben mitzuspielen, dann geht man einen Deal ein. Und den muss man so eingehen, dass man sich auch der Konsequenzen bewusst ist und mal gewinnt man und mal verliert man. Ich bin nicht so ein Typ. Ich spekuliere nicht, ich mag das nicht, ich kenne mich auch nicht genug aus, ich könnte es auch nicht kontrollieren und Geld interessiert mich auch nicht genug. (0:57)

Das Interview führte Hannes Brühl

Radio-Interview mit Paula Beer inkl. Audio-Datei

Link Audio-Datei Interview Paula Beer

Frau Beer, die erste Staffel von "Bad Banks" wurde hochgelobt vielfach ausgezeichnet – wie erklären Sie sich den Erfolg eines Stoffes, der in der für Laien ja eigentlich undurchsichtigen Finanzwelt spielt?

Ich glaube, weil es ja primär gar nicht nur um die Finanzwelt geht. Also, schon, dass es ein Bereich ist, mit dem man eigentlich nichts zu tun hat, was aber vielleicht auch interessant ist, weil irgendwie betrifft es jeden auch ein bisschen. Jeder hat irgendwo sein Geld, oder nicht Geld, oder Konto, oder nicht Konto. man kommt ja nicht drum herum, sich mit dieser Tauschware Geld auseinanderzusetzen und dann einmal zu sehen, wo werden eigentlich diese ganzen Geschäfte gemacht, wie sieht das da aus, wer sind diese Menschen? Das ist, glaube ich, per se erst einmal interessant. Und dann, dass es eben nicht nur ein verstaubter Büroalltag ist, sondern man da Menschen folgt, die vielleicht moralisch verwerfliche Dinge tun, aber irgendwie ja auch faszinierend sind, oder gerade durch ihren Abgrund sexy werden, weil man sich denkt: ‚Was machst du da?‘ Da hat man ja manchmal eine Faszination für den Abgrund und da einmal mit einer Figur mit rein zu lugen. (0:50)

Sie haben für Ihre Rolle der Jana Liekam den Grimme Preis bekommen, auch sonst wurde die Serie mit Preisen überschüttet – wie wichtig war und ist "Bad Banks" für Ihre Karriere?

Ich glaube Bad Banks, weil es eine Serie ist, die viel einfacher zu gucken ist, weil man es ja überall anklicken kann und dann guckt man es da weiter, oder macht mal kurz Pause, ist es einfach sehr viel komfortabler, als die Sachen, die ich bisher gemacht habe. Deswegen hat es eine größere Tragweite gehabt. Deswegen glaube ich geht da ein größerer Bekanntheitsgrad mit einher. (0:23)

"Bad Banks 1" war das Serienhighlight 2018. Wie groß war der Druck, mit Staffel zwei an das herausragende Niveau des ersten Teils anzuknüpfen?

Klar steht das im Raum, dass man denkt: ‚Ok die erste Staffel war jetzt ein Erfolg und wo kommt man jetzt mit der zweiten hin?‘ Gleichzeitig denke ich aber auch, man will ja bei jedem Projekt, dass es gut wird. Also ich hatte jetzt nicht den Druck, wir müssen da jetzt mithalten oder nachliefern oder wo ich mir selber Druck gemacht habe, oder sagte: ‚Oh da müssen wir mal gucken.‘ Weil ich das noch nie hatte, dass ich jetzt eine Figur ein zweites Mal spiele. Ich habe mich gefragt, ob das geht, dass ich jetzt zwei Jahre später in meine Aufzeichnungen gucke und überlege, wie ich Jana eigentlich gespielt habe. Was habe ich gemacht? Wie bin ich an diese Panikattacken rangegangen, wie habe ich die Geschäftsverhandlungsszenen gemacht? Jana hat sich auch schon weiterentwickelt und entwickelt sich ja innerhalb der Serie noch einmal weiter. Da habe ich mich gefragt: ‚Spiele ich dann eine andere Figur oder wie geht das dann am Ende wieder zusammen.‘ Das war eigentlich meine größte Sorge. (0:50)

Jana Liekham darf in Staffel zwei deutlich mehr Gefühle zeigen und erlebt eine Achterbahnfahrt aus Liebe, Angst, Hoffnung und Panikattacken. Wie intensiv und kräftezehrend waren die Dreharbeiten für Sie?

Was natürlich jetzt ein bisschen der Vorteil war, dass ich die erste Staffel schon gemacht habe und damit auch für mich ein Resümee ziehen konnte, wie gut bin ich mit Jana klar gekommen, was macht eine Figur, die man über vier Monate spielt und die eigentlich jede Szene unter Storm steht, was brauche ich als Schauspielerin dafür, dass das nicht abfärbt, oder dass ich da nicht den Spaß verliere? Für mich fordert die Figur natürlich schon Energie, weil jede Szene so auf Zack ist. Deswegen war eigentlich die Staffel wesentlich entspannter, weil ich ja schon wusste, was da kommen wird und wie ich vielleicht auch besser damit umgehen kann, oder auch entspannter mit dem Stress von Jana umzugehen. (0:43)

Sie sind vor zwei Jahren erstmals in die Welt der Hochfinanz eingetaucht. War die Vorbereitung auf die Rolle der jungen Investmentbankerin jetzt eine andere?

Natürlich habe ich vielleicht mehr Einsicht in dieses ganze Banken-Dasein, oder was Bänker machen. Wir hatten auch den riesen Vorteil, dass wir mit Leuten aus der Branche sprechen konnten und Fachberater hatten. Auch durch die Recherche lernt man natürlich total viel. Und trotzdem ist das für mich ein Ding der Unmöglichkeit, was da alles verhandelt wird und wie und warum. Deswegen heißt das ja auch Hochfinanz. Also so ganz durchblicke ich das nicht und ich glaube, selbst die Leute, die da arbeiten wissen manchmal auch nicht, was da gerade passiert, sondern da hat jeder irgendwie seinen Bereich. (0:38)

In beiden Staffeln wird, was ungewöhnlich für das deutsche Fernsehen ist, viel und ausführlich Englisch, Luxemburgisch und Französisch gesprochen. Wie wichtig ist das für die Authentizität von "Bad Banks"?

Ich glaube für die Finanzwelt kann man das gar nicht umgehen, weil das so international ist. Das gibt es auch keine Grenzen. Durch die Digitalisierung kann man ja mit jedem zu jeder Zeit sprechen. Und als Schauspieler hängt es halt davon ab, wie sicher man schon in der Sprache ist. Ich glaube, wenn ich jetzt auf Italienisch spielen sollte, wäre das so: ‚Ähm, nein.‘ Auf Englisch zu spielen ist jetzt nicht so das Problem, weil ich im Englischen sehr sicher bin. Man hat halt mit seiner Muttersprache eine ganz andere Verbindung. Dementsprechend, wenn man manche Worte sagt, reagiert man sowieso darauf. Und wen man die Verbindung zu der Sprache nicht hat, dauert das schon eine Weile, bis man seine Emotionalität an die Wörter koppelt. (0:45)

In Staffel zwei wird alles noch fieser, noch abgebrühter. Was glauben Sie, wie nahe an der Realität ist das Szenario von "Bad Banks"?

Absolut, ich glaube die moralischen Grenzen werden ein bisschen weiter ausgelotet und auch der Abgrund wird tiefer, weil mehr auf dem Spiel steht. Also die Gefälle werden höher. Ich glaube bei allen Figuren, ist dieses: ‚Was passiert wenn? Wenn ich das jetzt nicht mache, was hat das für Konsequenzen?‘ Und auch – was ich finde, das ganz präsent ist – dass das Scheitern einfach nicht akzeptiert wird. Also wenn die sich in den Kopf gesetzt haben, etwas zu machen, dann gibt es auch nur diese Option. Dann ist auch der Weg eigentlich irrrelevant und zweitranging, Hauptsache man kommt da an und dementsprechend passiert mit der Moral das ein oder andere.  (0:38)

Das Interview führte Hannes Brühl

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