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Blochin - Das letzte Kapitel

Der Berliner Polizist Blochin (Jürgen Vogel) ist zerfressen von dem Wunsch nach Rache für den brutalen Mord an seiner Tochter. Nach zwei Jahren findet er endlich eine Möglichkeit, den Mörder Kyrill (Alexander Scheer) nach Berlin zu locken. Dazu nimmt er dessen Geliebte Pheline (Jasna Fritzi Bauer) als Geisel gefangen. Kurz darauf  wird Pheline erschossen aufgefunden. Blochin und sein Vorgesetzter Dominik (Thomas Heinze) stehen unter Mordverdacht und werden von der Internen Ermittlung festgesetzt. Ein Katz-und Maus-Spiel mit den Kollegen beginnt. Rache, Abbitte und Vergebung – das sind die großen Themen des Serienfinales.

  • ZDF, Montag, 5. August 2019, 22.15 Uhr

Texte

Stab

Buch und Regie: Matthias Glasner
Kamera: Jakub Bejnarowicz
Ton: Patrick Veigel
Szenenbild: Isabel von Forster
Schnitt: Heike Gnida
Musik: Lorenz Dangel
Produktionsleitung: Ira Wysocki
Producerin: Sibylle Stellbrink
Produzentin: Lisa Blumenberg
Produktion: Real Film Berlin GmbH
Redaktion: Caroline von Senden, Solveig Cornelisen
Länge: ca. 110 Minuten

Besetzung

Blochin - Jürgen Vogel
Dominik Stötzner - Thomas Heinze
Inka Blochin - Maja Schöne
Katrin Steinbrenner - Jördis Triebel
Magda Iwinska - Agnieszka Piwowarska
Yorik Geier - Christoph Letkowski
Nanette Jenisch - Gisa Flake
Dankwart Breitkreuz-Himmel - Jörg Pose
Bungartz - Thomas Lawinky
Shukshin - Rainer Bock
Pheline Nogly - Jasna Fritzi Bauer
Kyrill - Alexander Sheer
und viele andere

Inhalt

Rache, Abbitte und Vergebung – das sind die großen Themen des Serienfinales. Alle Figuren haben Schuld auf sich geladen. Die Rechnungen müssen beglichen werden.

Der Berliner Polizist Blochin (Jürgen Vogel) ist besessen von dem Wunsch nach Rache für den brutalen Mord an seiner Tochter. Nach zwei Jahren findet er endlich eine Möglichkeit, den Mörder Kyrill (Alexander Scheer) nach Berlin zu locken. Dazu nimmt er dessen Geliebte Pheline (Jasna Fritzi Bauer) als Geisel gefangen.

Kurz darauf  wird Pheline erschossen aufgefunden. Blochin und sein Vorgesetzter Dominik (Thomas Heinze) stehen unter Mordverdacht und werden von der Internen Ermittlung festgesetzt. Ein Katz-und Maus-Spiel mit den Kollegen beginnt. Es geht in den Verhören jedoch um mehr als um die Aufklärung des Mordes an Pheline. Blochin und Dominik müssen alles daran setzen, dass nicht auch ihre früheren Machenschaften ans Tageslicht kommen. Gleichzeitig  wird der schwer verletzte Blochin zunehmend von alptraumhaften Erinnerungen geplagt, die sich nach und nach zu einem verstörenden Puzzle zusammensetzen.

Schließlich ist es Dominik, der Blochins Rache zu Ende bringen will. Sie wird  viele unschuldige Opfer fordern, bevor Blochin endlich erfährt, wer er wirklich ist und auf welch schicksalhafte Weise er mit Kyrill verbunden ist.

Fünf Folgen "Blochin - Die Lebenden und die Toten" werden wiederholt.
Die Sendetermine:
Dienstag, 30. Juli
Mittwoch, 31. Juli
Donnerstag, 1. August
Freitag, 2. August
Sonntag, 4. August

Redaktionsnotiz

"Blochin" ist eine Serie über Schuld, Rache und Vergebung. Mit dem "Letzten Kapitel" findet die Serie ihren Schlussakkord, der die Genregrenzen einer Cop-Serie souverän überschreitet. Im rauschhaften Strudel der unausweichlich scheinenden Geschehnisse folgen wir dem Ensemble und vor allem Blochin in die verborgenen Tiefen ihres Selbst. Er wird sich erinnern, wer er ist. Das Geheimnis seiner Identität birgt auch die Hoffnung auf Erlösung, doch kann Blochin seinen Rachefeldzug noch stoppen?

Blochin – Das letzte Kapitel“ ist eine düstere, gegenwärtige Vision, in der niemand ohne Schuld bleibt. Matthias Glasner und sein Team führen die Serie in ein konsequentes Finale. Um die Serie in ihrer Gesamtheit präsentieren zu können, freuen wir uns auf die prominent platzierte Wiederholung der ersten fünf Folgen und die Onlinestellung der kompletten Staffel vorab in der Mediathek. Hochdramatisch und befreit von gängigen Erzählkonventionen setzt die Abschlussfolge darauf, ihren Helden Blochin zu sich selbst zu führen. Auf diesem Weg ist Blochin bereit, die ganze Welt in Brand zu setzen.

Caroline von Senden, Redaktionsleiterin

Solveig Cornelisen, Redakteurin

Statement der Produzentin Lisa Blumenberg

„Menschen, denen nicht bewusst ist, dass sie Schuld auf sich geladen haben, sind mir nicht geheuer…“ Matthias Glasner 2012 in einem Interview zu seinem Film „Gnade“.
Schuld -  und damit untrennbar verbunden die Sehnsucht nach Vergebung  und nach Erlösung  - ist das Thema von Autor und Regisseur Matthias Glasner. Auch  bei „Blochin“ ist sie auslösendes Moment  und Motor der gesamten Serienstaffel.
Glasners  Held Blochin - niemand anderes als Jürgen Vogel könnte ihn spielen -  kennt seine wahre Identität nicht. Aber ganz offensichtlich verzweifelt er nicht daran. Die Tatsache, dass der namenlose Junge, der in einem Leichenschauhaus aufwachte, sein „wahres  Ich“ und damit seine Schuld verdrängt, stellt sich als Überlebensstrategie heraus. Blochin kann leben, weil er nicht weiß, wer er ist. Und vielleicht auch nur, solange er es nicht weiß.
Das ist die eine Seite des Heldengespanns. Auf der anderen  Blochins Schwager und Chef, von Thomas Heinze in all seinen schillernden Facetten ausgeleuchtet, der „schuldig werden“ als logische Notwendigkeit des Lebens mit erschreckender Konsequenz  akzeptiert.
„Ich will weitergehen, als erlaubt ist“, hat Glasner einmal gesagt.   „Blochin – Das letzte Kapitel“  führt  die Geschichte der schuldig gewordenen Polizisten  in jeder Hinsicht radikal und konsequent weiter. „Blochin“ geht unter die Haut.

Drei Fragen an Jürgen Vogel

Im Laufe des Finales entfernt sich Blochin noch weiter als ohnehin schon von der Figur eines klassischen Ermittlers. Hat die Vorstellung, ein solcher zu sein, in der Arbeit an dieser Rolle je eine wichtige Bedeutung gehabt?

Uns war von Anfang an bewusst, dass Blochin niemals ein normaler Ermittler sein kann. Es ist ja das Grundkonzept der Serie, dass beide Hauptfiguren als Polizisten absolut anders handeln und ein anderer Typus sind als der, der sonst im deutschen Fernsehen vorkommt.

In der ersten Staffel von „Blochin“ umgibt die Figur ein großes Geheimnis. Im Finale wird er konkret von einem persönlichen Trauma getrieben. Wie sehr verändert dieser Wechsel der Disposition die Herangehensweise an die Rolle?

Wir wollten ganz klar diese Entwicklung der Figur haben. Anfangs wissen wir nicht genau, was Blochin eigentlich antreibt und warum er so handelt wie er es tut. Am Ende begreifen wir dann zumindest, dass die Dinge, die er als Kind erlebt hat, ein wichtiger Antrieb seines heutigen Handels sind.

Blochin ist schwer verwundet. Seine Aktionen richten sich nach vorne, sein Zustand versetzt ihn immer wieder in die Vergangenheit zurück. Hatten Sie das Gefühl, zwei verschiedene Rollen gleichzeitig zu spielen?

Nein, ich denke die Figur von Blochin ist sowieso schon sehr ambivalent und hat eine sehr große Freiheit in dem, wie sie auf Dinge reagiert und warum. Deswegen fand ich es sehr sehr spannend, eine Figur zu spielen, die so viele Möglichkeiten und Geheimnisse, aber auch Freiheiten für sich in Anspruch nimmt.

Drei Fragen an Thomas Heinze

Schon in der ersten Staffel schien Dominiks Loyalität stets eher der Familie, also Blochin und Anhang, zu gelten als dem Recht. Im Finale hat man den Eindruck, dass es diesbezüglich gar keinen Konflikt mehr gibt. Sehen Sie das auch so?

Ja, eindeutig. Wobei „Familie“ für Dominik natürlich ausschließlich Inka ist. Zumindest nach dem Tod von Grille. Und wie heißt es schon bei „Justiz“ von Dürrenmatt: „Die Gerechtigkeit wohnt in einer Etage, zu der die Justiz keinen Zutritt hat."

Dominik rückt im Finale noch stärker in den Fokus des Geschehens, steht aber noch stärker unter Beobachtung. Das setzt die Figur auf jeden Fall unter Druck. Erhöht es auch den Druck auf den Darsteller dieser Figur?

Nein. Es erhöht nur immens den Spaß zu spielen.

Es gibt im fiktionalen Erzählen made in Germany eigentlich keine Figur, die als Referenz für Dominik gelten könnte. Sie haben diese Figur in ihrer Zerrissenheit und Einsamkeit grandios zum Leben erweckt. Was steckt dahinter?

Danke, das freut mich sehr. Aber, in erster Linie steckt einer der großartigsten Autoren und Filmemacher dahinter, die wir in Deutschland haben. Matthias Glasner hat sich vor vielen Jahren entschlossen für Jürgen und mich, diese Figuren Blochin und Dominik zu entwickeln. Aber weder Matthias noch mir war klar, wie lange dieser Charakter Dominik und ich schon aufeinander gewartet hatten. Und als wir in der Arbeit dann Eins wurden, waren wir alle überrascht, wie sehr wir zueinander passten.

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