Copyright: ZDF / Stefan Krüger
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Champions der Charts

Hinter den Kulissen der Musikindustrie

Wie entsteht ein Superhit? Hit-Garanten wie Felix Jaehn, die Fantastischen Vier (Panorama-Foto: Michi Beck) und viele andere verraten in der Dokumentation überraschende Geheimnisse. Branchen-Insider, Produzenten und eine Newcomerin erzählen ihre Sicht der Hit-Maschinerie.

  • ZDF, Freitag, 24. August 2018, 23.00 Uhr

Texte

Stab/Mitwirkende

Autorin: Katarina Schickling

Kamera: Oliver Biebl

Schnitt: Christian Bobsien

Redaktion: Susanne Becker, Holger Faber

 

Zur Wort kommen bzw. mitwirkend:
·         Wolfgang Niedecken
·         Clueso
·         Die Fantastische Vier
·         Felix Jaehn
·         Markus Kavka
·         Leslie Mandoki
·         Gestört aber Geil
·         Marie Bothmer
·         Ingo Politz
·         John Seabrook

Inhalt

Eine ganze Industrie sucht den richtigen Beat, die eingängige "Hookline", die perfekte "Bridge" - jene Elemente, die im digitalen Zeitalter den Weg an die Spitze der Charts ebnen. Wie funktioniert die Jagd nach dem Nummer-Eins-Hit? Die ZDF-Doku nimmt die Zuschauer mit hinter die Kulissen der Musikindustrie und zeigt, wie es dort zugeht. Und viele Stars wie Felix Jaehn, Wolfgang Niedecken und Macher kommen darin zu Wort. Ein schonungsloser Blick "backstage" im wahren Wortsinn.

DJ-Star Felix Jaehn erzählt, wie seine Songs entstehen, Wolfgang Niedecken sowie Michi Beck von den Fanta 4 vergleichen die heutige Musikszene mit der während ihren Anfängen, Newcomerin Marie Bothmer kämpft sich mit ihrem neuen Song ins Business. In einer Zeit, in der die deutsche Musikindustrie sich neu definiert und der Tod des jungen schwedischen DJ-Stars Avicii dunkle Schatten über die strahlenden Erfolge legt, ist die Frage aktueller und brisanter denn je: Wie  werden heute wirklich Hits gemacht? Welche Rolle spielen die Musiker, deren Songs auf Spotify reüssieren? Wie suchen Produzenten den nächsten Chartstürmer? Wie laufen Songwriters-Sessions, wo Profis fremde Songs pushen? Der Film begleitet Produzenten und Musiker bei ihrer Suche nach dem nächsten Superhit in einer Welt, die Zuschauern und Fans sonst verborgen bleibt.

Felix Jaehn, der Pop-Weltstar aus Hamburg, erinnert sich an die Studioarbeit bei seinem großen Hit: "'Cheerleader' war nicht einfach nur Recycling da ist außer den Vocals nicht viel vom Original übrig geblieben. Das ist, als ob man um einen Motor herum ein komplett neues Auto baut."

Wolfgang Niedecken, der BAP-Rocker aus Köln, gehen "Hits aus der Retorte" gegen den Strich. 1990 war es ein Skandal, dass Frank Farians Hit-Duo Milli Vanilli zu dem Playback nur getanzt, aber nicht wirklich gesungen hat und andere Sänger ihre Stimme dafür im Studio geliehen haben.

Leslie Mandoki, mit Ralph Siegels Grand-Prix-Formation "Dschinghis Khan" einst selbst Chartstürmer und inzwischen Betreiber eines der gefragtesten Tonstudios Europas, findet die Arbeitsweise heute ehrlicher, auch wenn er selbst weiß, dass eine sichere Live-Stimme noch kein Hitgarant ist, sondern auch ein zielgerichtetes Marketing: "Wichtig ist am Ende doch vor allem, ob ein Song seine Hörer erreicht!"

In den großen US-Hitfabriken ist es heutzutage Standard, dass Songs aus Fragmenten vieler verschiedener Schöpfer bestehen. Der preisgekrönte Journalist John Seabrook in New York hat jahrelang in der Musikszene recherchiert und entlarvt, wie Labels das schnelle Geld mit Sternchen machen, anstatt wie früher Künstler aufzubauen.

Michi Beck (Die Fantastischen Vier), der mit dem WM-Song "Zusammen" gemeinsam mit Clueso im Sommer 2018 in den deutschen Charts ganz weit oben ist, kennt diese schnelle Erfolgsstrategie als Juror für "The Voice of Germany" sehr genau: "Es geht um Einzigartigkeit. Das braucht man nicht nur, um in der Show zu bestehen, sondern auch in der Musikwelt. Viele können singen, aber die singen nur einen Song nach. Nicht jeder Ton muss unbedingt sitzen. Style geht vor Können." So sind auch seine beiden Schützlinge, die "The Voice of Germany" 2014 und 2015 gewonnen haben, nach ein, zwei Hits wieder in der Versenkung verschwunden.

Die Newcomerin Marie Bothmer schrieb schon als Teenager Songs. Seit sie einen Plattenvertrag mit einem "Major Label" hat (wie die großen "Plattenfirmen"-Giganten genannt werden), lernt sie die harte Realität des Musikgeschäfts kennen und wie wenig es mit der romantischen Vorstellung eines Künstlers zu tun hat, der mit der Gitarre in der Hand seine Geschichte einem möglichst großen Publikum erzählen will. Bei "Spotify" analysiert der Playlist-Manager für Deutschland, ob Marie Bothmers geplante Single Hit-Potenzial hat. Dazu erklärt Markus Kavka, warum der Einfluss von Spotify zu einer Vereinfachung der Musik, zu weniger Vielfalt und weniger Independents führt.

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