Die Geiselnehmer bringen ihre Geiseln aus der U-Bahn in eine im Bau befindliche Bahnstation - Copyright: ZDF/Christian Geisnaes
Die Geiselnehmer bringen ihre Geiseln aus der U-Bahn in eine im Bau befindliche Bahnstation - Copyright: ZDF/Christian Geisnaes

Countdown Copenhagen

Dänisch-deutsche Thriller-Serie - acht Folgen

In einer Kopenhagener U-Bahn nehmen drei bewaffnete und maskierte Männer 15 Geiseln und verlangen von der Regierung vier Millionen Euro Lösegeld. Eine Task-Force, geleitet von Philip Nørgaard, einem Terrorexperten und ehemaligen Kriegsgefangenen, übernimmt die Ermittlungen. Parallel dazu macht sich die TV-Journalistin Naja Toft auf eigene Faust daran, Informationen zu sammeln. Über Skype stellt sie Kontakt zu den Geiseln her und lässt die Öffentlichkeit an der Geiselnahme teilhaben.

"Countdown Copenhagen" wird in acht Folgen täglich ausgestrahlt - identisch mit der Erzählweise, die den Serieninhalt in die acht Tage der Geiselnahme

  • ZDF neo, Ab Freitag, 6. Oktober 2017, 23.15 Uhr
  • ZDF Mediathek, Alle acht Folgen sind ab Freitag, 6. Oktober 2017, 20.15 Uhr, in der Mediathek abrufbar.

Texte

Menschen wie du und ich
Vorwort von ZDF-Redakteur Frank Seyberth und Wolfgang Feindt

Es sind ungewohnt moralische Fragen, die die Handlung der ersten internationalen Koproduktion von ZDFneo über acht Tage, respektive TV-Episoden, vorantreiben: Wie weit sollte man gehen, um sein vermeintliches Recht zurückzuerhalten? Wieviel ist ein Menschenleben wert? Und was bedeutet Freundschaft im Angesicht von Erpressung und Terror?

Während der Buchentwicklung und Produktion der dänischen Serie waren wir immer wieder überrascht und irritiert, wie nah sich die fiktionalen Ideen im Drehbuch an einer traurig aktuellen Realität bewegen. Es ist dabei der besondere Verdienst des Autorenteams rund um den Showrunner Kasper Barfoed, dass die Serie in all ihren Einzelaspekten immer eine gute Balance zwischen spekulativem, actiongeladenen Plot und psychologischer Feinzeichnung findet. So unterbrechen immer wieder Rückblenden die "tickende Uhr" des Entführungsthrillers. Durch diese Multiperspektive wird es möglich, in jeder Folge einen Protagonisten genauer unter die Lupe zu nehmen. Und so erfährt der Zuschauer von ganz unterschiedlichen biografischen Ereignissen, die sich bis in die brisante Gegenwart auswirken.

Letztlich sind es jedoch Menschen wie du und ich, die im beschaulichen Kopenhagen aus ihrer jeweiligen Normalität gerissen werden. Sie verbindet nur, dass sie an einem leicht verregneten Morgen zufällig im gleichen U-Bahn-Wagon sitzen. Von einer Sekunde auf die andere werden sie zum Faustpfand von drei Kidnappern. Und auch deren Motivation ist allzu menschlich: alte Bekannte wie die Gier nach dem schnellen Geld, aber auch komplexere, wie die Frage nach verlorener Solidarität unter Gefangenen. Denn unter den aktuellen Ereignissen liegt eine andere Schuld. Die beiden Antagonisten dieses Konflikts, Philip und Mark, kennen sich aus einem früheren Leben. Beide waren selbst Gefangene – als Soldaten in Afghanistan. Scheinbar mit dem gleichen Schicksal geschlagen, gab es für sie jedoch ganz verschiedene Rettungswege zurück in die Heimat. Philip, beeindruckend verkörpert durch Schauspieler Johannes Lassen, wird, zurück in Dänemark, in wiederkehrenden Alpträumen von seinen grausamen Erinnerungen gequält. Er hat sich scheinbar gut eingerichtet in einer Sicherheit, die er nicht zuletzt seiner Zugehörigkeit einer großbürgerlichen und männerbündlerischen Kaste verdankt. Es sind nicht zufällig zwei starke Frauenfiguren, die daran mitarbeiten seine Selbstlügen zum Vorschein zu bringen. Zum einen der skandinavische Star Paprika Steen, die in der Rolle der Enthüllungsjournalistin Naja, die Öffentlichkeit und die Angehörigen über die Vorgehen informiert. Und zum anderen die bezaubernde Sara Hjort Ditlevsen als Polizeipsychologin Louise, deren Liebe zu Philip sie nicht blind macht für dessen Dilemma.

Inhalt

Ein vermeintlich normaler Tag in der Kopenhagener Innenstadt. Völlig unerwartet wird eine U-Bahn gestoppt, und drei maskierte Männer ziehen ihre Waffen. Wenige Minuten später werden alle 15 Fahrgäste aus dem Zug geführt und in eine im Bau befindliche U-Bahnstation gebracht. Die Entführer stellen eine Lösegeldforderung in Höhe von vier Millionen Euro an die dänische Regierung, doch die offiziellen Stellen sind nicht bereit, darauf einzugehen. Sie setzen eine Taskforce ein, die vom Kriegsveteranen Philip Nørgaard geleitet wird. An seiner Seite die junge Psychologin Louise Falck, die die Verhandlungen führen soll und zudem mit Philip eine Affäre hat. Parallel zu den Verhandlungen benutzen die Geiselnehmer die Journalistin Naja Toft, um die Geiselnahme öffentlich zu machen und ermöglichen ihr Skype-Interviews mit einzelnen Geiseln. Ein Interview läuft aus dem Ruder und eine erste Geisel wird erschossen. Die dänische Öffentlichkeit reagiert geschockt, und es wird ein inoffizieller Spendenaufruf gestartet, um das Lösegeld privat zu beschaffen.

Stab

AutorenKasper Barfoed  - Folgen 1,2
Per Daumiller - Folge 1,2,3,4,6,8
Michael W. Horsten - 1,2,5,7
Lars K. Andersen - Folge 3
Astrid Øye - Folgen 1,2
Regie     Kasper Barfoed - Folgen 1,2
Christian E. Christiansen - Folgen 3, 4, 5
Roni Ezra - Folgen 6,7,8
Kamera Niels A Hansen - Folgen 1,2,6,7,8
Ian Hansen - Folgen 3,4,5,
Produzenten      Meta Louise Foldager Sørensen
Adam Price
Søren Sveistrup
Producer            Morten Kjems Hytten Juhl
Redaktion ZDF                 Wolfgang Feindt, Frank Seyberth
Koordination ZDFneo      Carina Bernd
Länge 8 x 45 min

Rollen und ihre Darsteller

Philip Nørgaard                                          Johannes Lassen
Naja Toft                                         Paprika Steen
Louise Falck                                 Sara Hjort Ditlevsen
Alpha                   Jakob Oftebro
Denise   Sus Wilkins 
Garnov                       Esben Dalgaard Andersen
Charlie         Muhamed Hadzovic
Daniel   Kenneth M. Christensen
Bravo         Adnan Haskovic     
Marie      Alba August  
Leon          Tommy Kenter 
Hans       Flemming Enevold 
Sp                        Alexandre Willaume
Ricco                               Anders Nyborg
Simon                                  Peder Thomas Pedersen
Joachim                                   Michael Asmussen

Inhalte der einzelnen Folgen

Tag 1

In Kopenhagen wird gewaltsam eine mit Fahrgästen besetzte U-Bahn gestoppt. Die schwer bewaffneten und maskierten Kidnapper verschanzen sich mit ihren Geiseln in einer noch im Bau befindlichen Bahnstation. Vom Verfassungsschutz wird eine Taskforce eingerichtet, die vom Kriegsveteranen Philip Nørgaard geleitet und von der Polizeipsychologin Louise Falck unterstützt wird. Parallel zu den Verhandlungen benutzen die Geiselnehmer die Journalistin Naja Toft, um ihre Geiselnahme öffentlich zu machen.

Tag 2

Die Journalistin Naja wurde für ihr unautorisiertes Interview gefeuert und startet darauf eine Online-Plattform, um das Lösegeld privat zu sammeln. Unter den Geiseln regt sich Widerstand: Der selbstbewusste Adel versucht, einen der Kidnapper zu entwaffnen. Er scheitert jedoch und wird später von Naja interviewt. Dabei provoziert er den Anführer der Geiselnehmer so stark, dass die Lage eskaliert.

Tag 3

Nach der Ermordung einer Geisel schickt Einsatzleiter Philip ein bewaffnetes Team in den U-Bahn-Tunnel. Der Einsatz scheitert, und ein junger Mann wird angeschossen. Es gelingt Louise jedoch, seine Freilassung zu erreichen, so dass er wichtige Ermittlungshinweise geben kann. Die Journalistin Naja reagiert geschockt auf die Gewalt und will den Kontakt zu den Kidnappern abbrechen.

Tag 4

Die Ermittlungen kommen voran, als die Polizisten einen Zusammenhang zwischen den verwendeten Waffen der Kidnapper und dänischen Kriegsveteranen herstellen können. Naja lernt Jonas, einen vermeintlichen Angehörigen einer Geisel, besser kennen. Später wird dieser jedoch mit dem Anführer der Geiselnehmer in Kontakt treten und sich mit ihm abstimmen. Auf mysteriöse Weise laufen die Spuren der Ermittlungen in Philips Vergangenheit als Kriegsgefangener zusammen.

Tag 5

Die Verzweiflung unter den Geiseln ist mittlerweile so groß, dass sie sich entschließen, selbst einen Befreiungsversuch zu unternehmen. Einer von ihnen übernimmt die Führung und schafft es, einen Bewacher zu entwaffnen. Parallel plant Naja ein weiteres Interview. Beim Vorgespräch erkennt sie jedoch, dass Jonas ein doppeltes Spiel spielt. Sie warnt die Geiseln und rät zum Abbruch der Befreiungsaktion. Dennoch kann Naja nicht verhindern, dass es einen weiteren Toten gibt.

Tag 6

Jonas, der Komplize der Kidnapper, realisiert, dass seine Tarnung aufgeflogen ist und zwingt Naja gewaltsam, zu kooperieren. Es gelingt ihr, der Polizei ein Notsignal zu senden, so dass ein SWAT-Team eingreifen kann. Jonas ist in Wirklichkeit der Bruder eines in Afghanistan gefallenen Soldaten. Immer mehr Indizien sprechen dafür, dass die Geiselnehmer dänische Kriegsveteranen sein müssen.

Tag 7

Schließlich gelingt es der Polizei, die Identität des Anführers zu lüften: Mark. Phillip und er waren Mitgefangene im Kriegsgebiet Afghanistan. Mittlerweile unmaskiert, entsteht zwischen Mark und den beiden anderen Kidnappern Streit über ihre Fluchtoptionen. Als sich die Journalistin Naja bereit erklärt, selbst in den U-Bahn-Schacht zu gehen, schickt die Polizei in ihrer Deckung das SWAT-Team mit. Bei einem erneuten Befreiungsversuch kommt es zu einem wilden Schusswechsel. Einer der Kidnapper wird getötet, ein zweiter verhaftet. Es gelingt jedoch, ein Großteil der Gefangenen unverletzt aus dem U-Bahn-Schacht zu bringen.

Tag 8

Nun ist nur noch Mark mit wenigen Geiseln im unterirdischen Tunnelsystem. Er stellt die Bedingung, dass Philip zu ihm kommt. Er will ihn mit ihrer gemeinsamen Vergangenheit und seinen gebrochenen Versprechen konfrontieren. Reumütig entschuldigt sich Philip, so dass es kurzzeitig nach einer friedlichen Aufgabe von Mark aussieht. Doch dann erreicht Mark ein Anruf mit neuen Informationen aus Afghanistan, der alles in Frage stellt …

Impressum

Fotos über ZDF Presse und Information

Telefon: (06131) 70-16100 oder über https://presseportal.zdf.de/presse/countdowncopenhagen

 

ZDF Hauptabteilung Kommunikation

Presse und Information

Verantwortlich: Alexander Stock

Fotos: ZDF/Christian Geisnaes

E-Mail: pressedesk@zdf.de

© 2017 ZDF

 

 

Ansprechpartner

Name: Christina Betke
E-Mail: betke.c@zdf.de
Telefon: 06131 - 70 12717