Sven Voss und Lydia Benecke im Gespräch. Copyright: ZDF/Lukas Beckmann
Sven Voss und Lydia Benecke im Gespräch. Copyright: ZDF/Lukas Beckmann

Das Böse im Menschen

True Crime-Talk in vier Folgen

Wie viel Böses steckt im Menschen? Warum wird er zum Mörder? In vier Folgen des True Crime-Talks analysiert Sven Voss mit der Kriminalpsychologin Lydia Benecke außergewöhnliche Kriminalfälle.

  • ZDF, Montag, 27. Juli 2020, ab 1.10 Uhr
  • ZDF Mediathek, Ab Sonntag, 26. Juli 2020, Folge 1 und 2 von 22.00 Uhr bis 6.00 Uhr, Folge 3 und 4 ganztags

Texte

Stab und Inhalt

Buch und Regie   Miriam Weinandi, Bernd Reufels
ProduktionKelvinfilm
ProduzentinMiriam Weinandi
RedaktionPetra Erschfeld, Nadja Grünewald-Kalkofen, Sonja Roy
ModeratorSven Voss
KriminalpsychologinLydia Benecke
Länge4 x ca. 30 Minuten

 

Inhalt

Wie viel Böses steckt im Menschen? Warum wird er zum Mörder? In vier Folgen des True Crime-Talks analysiert Sven Voss mit der Kriminalpsychologin Lydia Benecke außergewöhnliche Kriminalfälle.

Lydia Benecke erklärt, wie Menschen zu Egoisten, Narzissten, Psychopathen oder Sadisten werden. Sie ordnet die Fälle in einen wissenschaftlichen oder gesellschaftlichen Kontext ein. Manchmal ist es ein scheinbar unauflösbares Beziehungsgeflecht, welches in die Katastrophe führt. Der Zuschauer kann in die Gefühlswelt von Menschen eintauchen, die mit erschreckenden Verbrechen Schlagzeilen machten – Menschen ohne kriminelle Vorgeschichte, die scheinbar unauffällig unter uns leben.

Die Themen

Montag, 27. Juli 2020, 1.10 Uhr 
Das Böse im Menschen (1)

In der ersten Folge wird der Fall Gertrude Baniszewski geschildert: Die 37-Jährige wird 1965 wegen vorsätzlichen Mordes zu lebenslanger Haft verurteilt. Sie hat ihr Pflegekind wochenlang gefoltert und zu Tode gequält.

Montag, 27. Juli 2020, 1.40 Uhr 
Das Böse im Menschen (2)

Aufgerollt wird der Fall Manfred S. Er wurde von den Bewohnern seiner Gemeinde als "ganz normaler Nachbar" beschrieben. Jahrelang war er Mitglied in einer Jazz-Combo. Nach seinem Tod will die Tochter eine angemietete Garage ausmisten und stößt auf Leichenteile.

Montag, 27. Juli 2020, 2.10 Uhr
Das Böse im Menschen (3)

In diesem Teil des Talks geht es um den Serienmörder Howard Holmes. Er hat in den 1890er-Jahren mindestens 27 Menschen getötet und gilt als einer der ersten Serienmörder der USA.

Montag, 27. Juli 2020, 2.40 Uhr
Das Böse im Menschen (4)

Diese Ausgabe vergleicht die Entwicklung zweier jugendlicher Serienmörder: Jürgen Bartsch wächst in der BRD auf und tötet mit 15 Jahren sein erstes Opfer, drei weitere Morde folgen. Etwa zur gleichen Zeit gibt es in der DDR einen ähnlichen Fall: Erwin Hagedorn.

"Dinge, die meine Vorstellungskraft bisher überstiegen"
Interview mit Sven Voss

Sven Voss, Sie moderieren erstmals für das ZDF einen True Crime-Talk. Was ist die besondere Herausforderung dabei?

Die besondere Herausforderung liegt allein schon im Thema: Wir sprechen über Serientäter und ihre unglaublich schrecklichen Verbrechen. Über Dinge, die meine Vorstellungskraft bisher überstiegen. Für den Talk habe ich mich in die Täterprofile und Mordserien hineingearbeitet und kam immer wieder zur selben Frage: Wie kann ein Mensch einem anderen so etwas antun? Im Talk wird diese Frage beantwortet.

Was erwartet die Zuschauerinnen und Zuschauer?

Wir nehmen uns pro Talk jeweils einen Kriminalfall vor. Wir sprechen hier von wirklich außergewöhnlichen Verbrechen, bei denen es immer noch viele Fragezeichen gibt. Vor allem, wenn es um die Motivation der Täter geht. Nehmen wir den Fall Manfred S., der Serienmörder von nebenan. Er quält, ermordet und zerstückelt über Jahrzehnte hinweg Prostituierte aus dem Frankfurter Bahnhofsmilieu. Nebenbei ist er aber der nette Nachbar, Familienvater und Mitglied in einem Jazz-Ensemble. Wie er diese zwei Leben führen konnte und warum er zwischendurch eine Mord-Pause einlegte, erklären wir in "Das Böse im Menschen".

Wie haben Sie sich gemeinsam mit Lydia Benecke auf die Fälle vorbereitet?

Lydia kennt die Fälle alle in- und auswendig. Durch ihre Arbeit als Kriminalpsychologin und Autorin kann sie immer wieder auch Rückschlüsse ins Hier und Jetzt ziehen und beurteilen, wie sich ein Mensch mit Gewaltfantasien zu einem Mörder entwickeln kann. Ich habe die Fragen, die sich mir selbst stellten, im Talk an Lydia gestellt. Ich habe also während des Talks recherchiert und gelernt. Es war ein unglaublich spannendes Thema für mich und das ist es bestimmt auch für die Zuschauer.

Sie drehen derzeit die neue ZDF-Doku-Reihe "Tod in..", in der Sie Kriminalfälle am Ort ihres Geschehens beleuchten. Auch hier steht Ihnen Lydia Benecke als Expertin zur Seite. Wie würden Sie dieses Format beschreiben?

Der Ansatz ist ähnlich, aber hierbei zeichnen wir auf sehr aufwendige Weise unglaubliche Kriminalfälle am Ort des Geschehens nach. Wir erzählen von den Mordserien und lassen die Szenen von Schauspielern nachspielen. Lydia und ich tauchen an den Originalschauplätzen in die Geschichte ein und erklären das Verhältnis von Täter und Opfer sowie die Tat an sich. Hierbei beleuchten wir zwei Fälle in Deutschland und zwei im Ausland. Es handelt sich um besonders schwerwiegende und verstörende Verbrechen. Am Ende soll der Zuschauer nicht die Abscheu vor der Tat verlieren, sondern etwas über die Motivation der Täter erfahren. Dabei hangeln wir uns an den Ermittlungen der Kriminalisten entlang und erklären die jeweiligen Schritte bis zur Aufklärung der Tat. "Tod in..." ist ein kriminalistisches Roadmovie für mich.

Neue Dokureihe "Tod in…"

Darüber hinaus drehen Sven Voss und Lydia Benecke derzeit die vierteilige ZDF-True Crime-Dokureihe "Tod in…". Am Ort ihres Geschehens werden Verbrechen und die damit zusammenhängenden Ermittlungsschritte nachvollzogen, die in den letzten Jahrzehnten die Menschen in Deutschland und Europa besonders beschäftigt haben. "Tod in…" ist eine Produktion der Kelvinfilm (Produzentin: Miriam Weinandi) im Auftrag des ZDF. Die Redaktion im ZDF haben Nadja Grünewald-Kalkofen und Petra Erschfeld. Sendetermine stehen noch nicht fest.

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