Das kleine Fernsehspiel: Barrierefrei

Berg Fidel - Eine Schule für alle

In Deutschland ist fast jeder Zehnte körperlich oder geistig behindert. Bei einem so großen Bevölkerungsanteil umso erstaunlicher, wie wenig selbstverständlich Inklusion manchmal noch ist. Das kleine Fernsehspiel zeigt ab 1. Dezember 2014 immer montags gegen Mitternacht drei Filme über Menschen mit Behinderungen, die zeigen, wie sie mit ihren unterschiedlichen Handicaps den Alltag meistern und wo die Schwierigkeiten liegen, an allen gesellschaftlichen Bereichen gleichberechtigt teilzuhaben.

  • ZDF, ab Montag, 1. Dezember 2014, 00.05 Uhr

    Texte

    Be My Baby - Montag, 1. Dezember 2014, 00.05 Uhr

    Den Auftakt der dreiteiligen Reihe im Kleinen Fernsehspiel bildet der Spielfilm "Be My Baby" von Christina Schiewe. Er erzählt die Geschichte von Nicole, einer selbstbewussten jungen Frau mit Down-Syndrom. Die 18-Jährige möchte einen Freund haben, heiraten, ein Baby bekommen und einfach normal sein.

    Sie ist mit dem Nachbarsjungen Nick aufgewachsen, und als Kinder haben sie geplant, einmal zu heiraten. Doch jetzt ist alles anders. Nick ist 15 und will cool sein, ist aber ein Außenseiter und im permanenten Druck, allen zu genügen. Ausgerechnet Nicole sieht in ihm etwas Besonderes und gibt ihm das, was er sich insgeheim wünscht: bedingungslose Liebe und Zuneigung.

    Nicoles direkte und ehrliche Art steht im Gegensatz zu ihrem Umfeld, in dem alle ihre wahren Gefühle verleugnen und sich in ihren "ganz normalen" Abgründen verstricken. Als Nicole von Nick ein Baby erwartet, wird die Offenheit und Toleranz der Familien auf eine harte Probe gestellt. Es beginnt ein Wettlauf gegen Sterilisation, Abtreibung und festgefahrene Ansichten und für das Recht auf Selbstbestimmung - einer jungen Frau mit Down-Syndrom.

    "Be My Baby" ist der Debütfilm von Regisseurin Christina Schiewe. Für Hauptdarstellerin Carina Kühne ist es die erste Filmrolle. Sie hat das Down Syndrom und engagiert sich gesellschaftlich für Akzeptanz und Inklusion.

    Der Film wurde im Juli auf dem Filmfest München 2014 mit dem "Förderpreis Neues Deutsches Kino" in der Kategorie Drehbuch ausgezeichnet. Anfang November 2014 erhielt er bei den 36. Biberacher Filmfestspielen den Publikumspreis und den Preis der Schüler-Jury.  

     

    Besetzung

     

    Nicole Carina Kühne
    Monique Christina Große
    Olaf Holger Stockhaus
    IngeGitta Schweighöfer
    NickFlorian Appelius
    Willi Paul Faßnacht
    BurgaCornelia Köndgen
    HermannNico Randel
    und andere

     

    Stab

     

    BuchChristina Schiewe, Petra Brix
    RegieChristina Schiewe
    SchnittDorothee Bröckelmann
    KameraJulia Baumann
    MusikMartina Eisenreich
    TonNic Nagel
    SzenenbildPierre Brayard

    Eine ganz normale WG - Montag, 8. Dezember 2014, 00.30 Uhr

    Der Dokumentarfilm „Eine ganz normale WG“ führt in eine Wohngemeinschaft für geistig Behinderte in Berlin. Sechs Frauen zwischen 26 und 60 Jahren werden hier von drei Sozialarbeiterinnen behutsam betreut, meistern ihren Alltag jedoch weitgehend alleine. Der Filmemacher Georg Schönharting hat die Frauen nicht nur ein Jahr lang mit der Kamera begleitet, sondern ihnen selbst Kameras in die Hand gedrückt, damit sie ihren eigenen Alltag dokumentieren. Herausgekommen ist eine Collage, deren Magie im vorurteilsfreien Eintauchen in die Welt der sechs Frauen besteht – in eine Welt mit Glanzlichtern, Spannungen und Tiefpunkten, die entstehen, wenn Menschen auf engem Raum zusammenleben.

    Anne-Marie, Bernadette, Delia, Doris, Sarah und Gabi leben in einer ganz normalen Wohngemeinschaft in Berlin. Sie sind zwischen 26 und 60 Jahren alt. Anne-Marie hat einen Ausweis, der ihr einen Behindertengrad von 70 Prozent attestiert, sie arbeitet in einer geschützten Werkstätte, Bernadette ist lernbehindert und erledigt ihre Bankgeschäfte und Online-Käufe am iPhone. Delia ist Autistin und interessiert sich für die Regeln, die die Welt im Innersten zusammenhalten. Doris singt im Chor, arbeitet ehrenamtlich in einer Begegnungsstätte und mag Kuscheltiere. Sarah war eine Frühgeburt und ist Analphabetin. Aber was heißt schon Behinderung?

    Berg Fidel - Eine Schule für alle - Montag, 15. Dezember 2014, 00.15 Uhr

    Der Dokumentarfilm „Berg Fidel – Eine Schule für alle“ berichtet über die Schüler einer inklusiven Grundschule im Münsteraner Stadtteil Berg Fidel. Drei Jahre lang hat die Regisseurin Hella Wenders vier dieser Kinder mit der Kamera begleitet. Mit Witz und Charme erzählen sie aus ihrem Schulalltag und sagen in ihrer unvergleichlichen Weise mehr als so mancher Erwachsene. Ob hochbegabt oder lernschwach, geistig oder körperlich beeinträchtigt - sie lernen zusammen in altersgemischten Gruppen und lösen gemeinsam ihre Probleme. Sie lernen von- und füreinander, übernehmen Küchendienste, halten Klassenrat, helfen sich gegenseitig und werden sich selbst zum Lehrer. Mit den Augen von Anita, David, Jakob und Lucas erlebt der Zuschauer ihren Alltag in Schule und Familie. 

    „Berg Fidel – Eine Schule für alle“ ist der Abschlussfilm von Hella Wenders an der Deutschen Film- und Fernsehakademie Berlin. Er war im Kino und bei der Kritik erfolgreich und wurde unter anderen mit dem Publikumspreis des Filmfestes Lünen ausgezeichnet.

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