Copyright: ZDF / Martin Rottenkolber
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Das ZDF auf dem Filmfest Hamburg 2018

Das ZDF ist mit neun Produktionen auf dem diesjährigen Hamburger Filmfest vom 27. September bis zum 6. Oktober 2018 vertreten: "Aufbruch in die Freiheit", "Blochin - Das letzte Kapitel", "Der Anfang von etwas", "Kaisersturz", "Nachtschicht - Es lebe der Tod", "Vermisst in Berlin" (Sektion "Televisionen"), "Der Unschuldige" (Sektion "Freihafen"), "Mir ist es egal, wenn wir als Barbaren in die Geschichte eingehen" (Sektion "Veto!") und "Was uns nicht umbringt".

    Texte

    Das ZDF auf dem Filmfest Hamburg 2018

    Mit neun Produktionen ist das ZDF auf dem 26. Hamburger Filmfest vom 27. September bis zum 6. Oktober 2018 vertreten.

    Sechs ZDF-Produktionen werden in der Sektion "Televisionen – Fernsehen mit Format" gezeigt:

    Regisseurin Isabel Kleefeld skizziert in "Aufbruch in die Freiheit" die Emanzipation einer Ehefrau auf dem Land in den 70er Jahren. Das Drama mit Anna Schudt und Alwara Höfels in den Hauptrollen ist nominiert für den "Hamburger Produzentenpreis für Deutsche Fernsehproduktionen".

    Matthias Glasners Crime-Thriller "Blochin – Das letzte Kapitel" mit Jürgen Vogel in der Titelrolle handelt von Rache, Abbitte, Schuld und Vergebung.

    In "Der Anfang von etwas", Thomas Bergers Verfilmung der gleichnamigen Erzählung von Sigfried Lenz, glaubt eine trauernde Witwe (Ina Weisse) plötzlich, ihren vor einem Jahr für tot erklärten Mann wiederzusehen, und stellt Nachforschungen an. Der Film ist ebenfalls nominiert für den "Hamburger Produzentenpreis für Deutsche Fernsehproduktionen".

    Christoph Röhls Dokudrama "Kaisersturz" spiegelt die entscheidenden Wochen von September 1918, als führende Generäle Kaiser Wilhelm II. (Sylvester Groth) die drohende militärische Niederlage im Ersten Weltkrieg offenbarten, bis zum Einsturz der deutschen Monarchie und der Ausrufung der Republik am 9. November 1918 wider.

    In dem Drama "Vermisst in Berlin" geht Regisseurin Sherry Hormann dem Schicksal eines zehnjährigen Flüchtlingskindes nach. Der Film mit Jördis Triebel und Edin Hasanovic in den Hauptrollen ist als dritte ZDF-Produktion nominiert für den "Hamburger Produzentenpreis für Deutsche Fernsehproduktionen".

    Lars Beckers Krimireihe um ein Team des Hamburger Kriminaldauerdienstes – dargestellt von Armin Rohde, Barbara Auer, Minh-Khai Phan-Thi und Tedros Teclebrhan – hat mittlerweile Kultstatus erlangt. Wie üblich läuft der 15. Film "Nachtschicht – Es lebe der Tod" außer Konkurrenz.

    In der Sektion "Veto!" läuft die ZDF/ARTE-Koproduktion "Mir ist es egal, wenn wir als Barbaren in die Geschichte eingehen" von Radu Jude (Buch und Regie), in der die junge Theaterregisseurin Mariana gegen Bürokratie, rumänische Holocaust-Leugner und unbegabte Darsteller kämpft.

    "Der Unschuldige" ist ein beklemmendes Drama über eine Frau (Judith Hofmann), die durch eine Begegnung mit der Vergangenheit in ihren Grundfesten erschüttert wird. Der Film wird in der Sektion "Freihafen" gezeigt und ist nominiert für den "Hamburger Produzentenpreis für Europäische Kino-Koproduktionen" und den "Art Cinema Award".

    Regisseurin und Drehbuchautorin Sandra Nettelbeck erzählt in "Was uns nicht umbringt" von Sinnkrisen und Herzensangelegenheiten in der Mitte des Lebens. Das prominent besetzte Drama mit August Zirner und Barbara Auer in den Hauptrollen wird in der Sektion "Große Freiheit" gezeigt und ist nominiert für den "Hamburger Produzentenpreis für Deutsche Kinoproduktionen" und den "Art Cinema Award".

    Aufbruch in die Freiheit

    Drama, Deutschland 2018

    Sektion "Televisionen – Fernsehen mit Format"

    Vorführung: Sonntag, 30. September 2018, 16.30 Uhr, CinemaxX 3

    Sendetermin im ZDF: Montag, 29. Oktober 2018, 20.15 Uhr ("Der Fernsehfilm der Woche")

    Stab   
    BuchAndrea Stoll, Heike Fink, Ruth Olshan
    Regie Isabel Kleefeld
    KameraMartin Langer
    TonHank Trede
    MusikSven Rossenbach, Florian van Volxem
    SzenenbildAndrea Kessler
    SchnittRenata Salazar Ivancan
    ProduktionRelevant Film, Hamburg
    ProduzentinHeike Wiehle-Timm
    ProduktionsleitungIngrid Holzapfel
    Redaktion Solveig Cornelisen, Caroline von Senden
    Länge

    89 Minuten

    Rollen/Darsteller
    Erika Gerlach  Anna Schudt
    Charlotte Nikowski Alwara Höfels
    Kurt Gerlach Christian Erdmann
    Annie GerlachMarie Anne Fliegel
    Ulrike Gerlach Lene Oderich
    Michael GerlachCharlie Schrein
    Sabine GerlachMilla Hammann
    Anett   Carol Schuler
    Jochen  Denis Schmidt
    Pit   Ralph Kretschmar
    Schwester Gabi Franziska Hartmann
    Oberschwester Bärbel Johanna Gastdorf
    Frau Mappus Lilia Lehner
    Berhard   Benjamin Grüter
    Dr. Wesseling Daniel Wiemer
    und andere

                                                                 

    Das Drama "Aufbruch in die Freiheit" skizziert die Emanzipation einer Ehefrau auf dem Land in den 70er Jahren. Erzählt wird die Geschichte von zwei ungleichen Schwestern: Die Metzgersfrau Erika Gerlach will kein viertes Kind und riskiert einen illegalen Schwangerschaftsabbruch. Ihre Schwester Charlotte, die in einer Kölner WG lebt, hilft ihr, als Erikas Ehe durch die heimliche Abtreibung in eine schwere Krise gerät. In Köln engagiert Erika sich mehr und mehr für die Frauenbewegung und kämpft zusammen mit Charlotte für die straffreie Abtreibung.

    Erika ist verzweifelt, als der Arzt feststellt, sie sei schwanger. Noch ein Baby? Ihre drei Kinder, die Arbeit in der Metzgerei von Ehemann Kurt und dazu die Verpflichtungen, die das Dorfleben in der Eifel mit sich bringen, sind ihr jetzt schon zu viel. In ihrer Not reist sie unter dem Vorwand, ihre Schwester Charlotte zu besuchen, nach Köln. Dort lässt sie heimlich abtreiben. Der Eingriff misslingt jedoch, nur durch eine Not-OP können die Ärzte Erika retten. Als Kurt davon erfährt, gerät die Ehe in eine ernsthafte Krise. Obendrein kommt es zum Streit zwischen ihm und der ältesten Tochter Ulrike. Das Mädchen bekommt eine Empfehlung für das Gymnasium, doch Kurt sieht Ulrikes Zukunft im Familienbetrieb. Und gegen seinen Willen kann sich auch Erika nicht durchsetzen. Kurzentschlossen verlässt sie mit ihren Kindern Mann, Haus und Hof und zieht zu Charlotte. Dort findet sie sich in einer anderen Welt wieder, in der kein Platz für Kurt zu sein scheint. Nach anfänglichem Zögern fasst Erika Mut und ordnet ihr Leben völlig neu.

    Umfassendes Pressematerial inklusive Interviews und Statements finden Sie unter presseportal.zdf.de/pm/aufbruch-in-die-freiheit/

    Blochin – Das letzte Kapitel

    Crime-Thriller, Deutschland 2018

    Sektion "Televisionen – Fernsehen mit Format"

    Vorführung: Mittwoch, 3. Oktober 2018, 19.00 Uhr CinemaxX 3

    Stab  
    Buch und RegieMatthias Glasner
    Kamera Jakub Bejnarowicz
    Ton Patrick Veigel
    MusikLorenz Dangel
    SzenenbildIsabel von Forster
    Schnitt Heike Gnida
    ProduktionReal Film Berlin GmbH
    ProduzentinLisa Blumenberg
    ProducerinSibylle Stellbrink
    ProduktionsleitungIra Wysocki
    RedaktionCaroline von Senden, Solveig Cornelisen
    Länge

    109 Minuten

    Rollen/Darsteller
    Blochin Jürgen Vogel
    Dominik Stötzner  Thomas Heinze
    Inka Blochin Maja Schöne
    Katrin Steinbrenner  Jördis Triebel
    Magda Iwinska Agnieszka Piwowarska
    Yorik Geier Christoph Letkowski
    Nanette Jenisch Gisa Flake
    Dankwart Breitkreuz-HimmelJörg Pose
    Bungartz Thomas Lawinky
    Shukshin   Rainer Bock
    Pheline Nogly Jasna Fritzi Bauer
    Kyrill  Alexander Sheer
    und andere

     

    Rache, Abbitte und Vergebung – das sind die großen Themen des "Blochin"-Serienfinales. Alle Figuren haben Schuld auf sich geladen. Die Rechnungen müssen beglichen werden.

    Der Berliner Polizist Blochin ist zerfressen von dem Wunsch nach Rache für den brutalen Mord an seiner Tochter. Nach zwei Jahren findet er endlich eine Möglichkeit, den Mörder Kyrill nach Berlin zu locken. Dazu nimmt er dessen Geliebte Pheline als Geisel gefangen.

    Kurz darauf wird Pheline erschossen aufgefunden. Blochin und sein Vorgesetzter Dominik stehen unter Mordverdacht und werden von der Internen Ermittlung festgesetzt. Ein Katz-und-Maus-Spiel mit den Kollegen beginnt. Es geht in den Verhören jedoch um mehr als um die Aufklärung des Mordes an Pheline. Blochin und Dominik müssen alles daran setzen, dass nicht auch ihre früheren Machenschaften ans Tageslicht kommen. Gleichzeitig wird der schwer verletzte Blochin zunehmend von albtraumhaften Erinnerungen geplagt, die sich nach und nach zu einem verstörenden Puzzle zusammensetzen.

    Schließlich ist es Dominik, der Blochins Rache zu Ende bringen will. Sie wird viele unschuldige Opfer fordern, bevor Blochin endlich erfährt, wer er wirklich ist und auf welch schicksalhafte Weise er mit Kyrill verbunden ist.

    Der Anfang von etwas

    Drama, Deutschland 2018

    Sektion "Televisionen – Fernsehen mit Format"

    Vorführung: Samstag, 29. September 2018, 21.30 Uhr, CinemaxX 3

    Stab
    Buch   Mathias Klaschka
    RegieThomas Berger nach der gleichnamigen Erzählung von Sigfried Lenz
    Kamera Frank Küpper
    TonMaarten van de Voort
    MusikChristoph Zirngibl
    SzenenbildThorsten Lau
    SchnittDirk Grau
    Produktion Network Movie Film- und Fernsehproduktion GmbH, Hamburg
    ProduzentenJutta Lieck-Klenke, Dietrich Kluge
    Producerin Polli Elsner
    HerstellungsleitungRoger Daute
    Produktionsleitung Stefan Hoffmann
    RedaktionDaniel Blum
    Länge

    89 Minuten

    Rollen/Darsteller
    Anne Hoppe Ina Weisse
    Harry Hoppe Juergen Maurer
    Sven Hoppe Hinnerk Schönemann
    Malte Hoppe Hansjürgen Hürrig
    Inga PetersenFranziska Hartmann
    Hans Lorenzen Johannes Klaußner
    Eva Friesner Gaby Dohm
    Kolja Petrov Mark Zak
    Hendrik Evers Johannes von Bülow
    Paula Graf  Catrin Striebeck
    Karin Becker Natalia Rudziewicz
    Dr. Keller Oliver Breite
    Ulf Thomas Marek Erhardt
    und andere

     

    Anne Hoppe, Meteorologin im Seewetteramt Hamburg, trauert seit einem Jahr um ihren Ehemann Harry, der bei einem Schiffsunglück ums Leben kam. Bei einer Gedenkfeier glaubt Anne plötzlich, ihren für tot erklärten Ehemann unter den Trauergästen zu sehen. Was Anne zunächst für ein Hirngespinst hält, wiederholt sich bald, als nachts in ihrem Haus eingebrochen wird, und Anne in dem Einbrecher erneut Harry zu erkennen glaubt.

    Die Polizistin Inga Petersen, die den Einbruch untersucht, hält Anne für eine überspannte Witwe, die mit dem Verlust des Mannes nicht zurechtkommt. Anne besteht jedoch darauf, dass Harry noch am Leben ist und stellt eigene Nachforschungen an. War Harry vielleicht gar nicht an Bord, als das Containerschiff ablegte? Welchen Grund könnte er haben, sich ein Jahr lang zu verstecken?

    Als auch Inga Petersen tiefer in die Vergangenheit des Ehepaares eintaucht und erkennen muss, dass deren Beziehung von Lügen, Betrug und Gewalt geprägt war, ergibt sich für sie ein ganz neuer Verdacht: Hat Anne Hoppe womöglich etwas mit dem Verschwinden ihres Mannes zu tun?

    Der Unschuldige

    Spielfilm, Schweiz/Deutschland 2018

    Sektion "Freihafen"

    Vorführungen: Freitag, 28. September 2018, 19.00 Uhr, Abaton, Großes Kino und Montag, 1. Oktober 2018, 21.45 Uhr, CinemaxX 8

    Stab  
    Buch und RegieSimon Jaquemet
    KameraGabriel Sandru
    TonRobert Keilbar
    SzenenbildMichael Baumgartner
    SchnittChristof Schertenleib
    Produktion8horses in Koproduktion mit augenschein Filmproduktion, SRF Schweizer Radio und Fernsehen/SRG SSR, Teleclub, ZDF/Das kleine Fernsehspiel in Zusammenarbeit mit ARTE und Ascot Elite Entertainment mit Unterstützung von Filmstiftung des Bundesamtes für Kultur (BAK), Zürcher Filmstiftung, Film- und Medienstiftung NRW, Deutscher Filmförderfonds, Suissimage, FOCAL STAGE POOL/Ernst Göhner Stiftung
    ProduzentenTolga Dilsiz, Aurelius Eisenreich
    Koproduzenten Jonas Katzenstein, Maximilian Leo
    RedaktionBurkhard Althoff (ZDF/Das kleine Fernsehspiel), Doris Hepp (ZDF/ARTE)
    Länge

    110 Minuten

    Rollen/Darsteller
    Ruth                          Judith Hofmann
    Andreas  Thomas Schüpbach
    Hanspeter  Christian Kaiser
    Naomi    Naomi Scheiber
    Aline  Laura Winter
    Paul Urs-Peter Wolters
    Meike  Anna Tenta
    und andere

      

    Etwas verändert sich, als Ruth einen Mann sieht, den sie vor langer Zeit geliebt hat. Er war 20 Jahre im Gefängnis, für einen Mord, den er nie gestanden hat. Der Mann spukt durch Ruths Leben, wie ein Phantom aus der Vergangenheit. Er scheint sie im Schatten zu umkreisen und nur auf den Moment zu warten, um wieder seinen Platz einzunehmen.

    Ruth hat zwei jugendliche Töchter, einen Mann und ein Haus in einer Kleinstadt. Sie und ihre Familie sind Mitglieder einer christlichen Freikirche. Ruth arbeitet als Tierärztin in einer medizinischen Forschungseinrichtung. Sie assistiert bei einer komplizierten Operation, bei welcher der Kopf eines Rhesusaffen auf den Körper eines anderen Affen transplantiert wird. Ruth ist zerrissen zwischen dem Wunsch, ihr Leben aufrechtzuerhalten und der destruktiven Anziehung zu ihrem früheren Geliebten. Die Tür zu einem Abgrund hat sich geöffnet, und Ruth beginnt nachzuforschen. Sie taucht in einen dunklen Ozean ein, der das wacklige Fundament ihrer Überzeugungen unterspült. Der Wald birgt Geheimnisse, ihre Tochter führt ein Doppelleben, der Affe leidet und die Stimme Gottes antwortet ihr nicht. Ruth bereitet sich darauf vor, ihr Zuhause, ihre Familie und ihren Glauben hinter sich zu lassen.

    Autor und Regisseur Simon Jaquemet, Jahrgang 1978, wuchs in Basel in der Schweiz auf. Er besuchte den Studiengang Film an der Zürcher Hochschule der Künste. Jaquemets Debütfilm "Chrieg" hatte seine Premiere 2014 auf dem Internationalen Filmfestival San Sebastián und wurde zu diversen internationalen Festivals in der ganzen Welt eingeladen. Unter anderem zur Berlinale - Perspektive Deutsches Kino, zum Sao Paulo Film Festival, Torino Film Festival, Marrakech Film Festival und zum Max Ophüls Film Festival, auf dem "Chrieg" den renommierten Max Ophüls Preis sowie den Preis für den besten Nachwuchsdarsteller gewann. "Der Unschuldige" ist sein zweiter Langfilm, der seine Weltpremiere auf dem Internationalen Filmfestival in Toronto feierte und seine Europapremiere in San Sebastián.

    Kaisersturz

    Dokudrama, Deutschland 2018

    Sektion "Televisionen – Fernsehen mit Format"

    Vorführung: Montag, 1. Oktober 2018, 18.30 Uhr, Hapag-Lloyd, Festsaal

    Sendetermin im ZDF: Mittwoch, 31. Oktober 2018, 20.15 Uhr

    Stab  
    BuchDirk Kämper, Lothar Machtan
    RegieChristoph Röhl
    FachberatungLothar Machtan
    SprecherPhilipp Moog
    Kamera Peter Steuger
    MusikAli N. Askin
    SzenenbildSylvester Koziolek, Dragan Denda
    SchnittJulia Oehring
    KostümbildFiliz Ertas, Dorota Budna
    MaskenbildStefanie Gredig, Dörte Dobkowitz
    Produzent  M. Walid Nakschbandi (AVE Publishing)
    Producer (AVE)Johanna Behre, David Nienhold
    Herstellungsleitung (AVE)   André Kotte
    Produktionsleitung Carola Ulrich, Philipp Müller
    RedaktionStefan Brauburger, Annette von der Heyde
    Länge

    90 Minuten

    Rollen/Darsteller
    Kaiser Wilhelm II.  Sylvester Groth
    Kaiserin Auguste Viktoria Sunnyi Melles
    Max von BadenHubertus Hartmann
    Friedrich Ebert  Christian Redl
    Louise Ebert Gerti Drassl
    Kurt Hahn     Franz Hartwig
    Friedrich von Berg Holger Handtke
    Philipp Scheidemann Bernd Birkhahn
    und andere

     

    Das Dokudrama "Kaisersturz" spiegelt die entscheidenden Wochen von September 1918, als führende Generäle Kaiser Wilhelm II. die drohende militärische Niederlage im Ersten Weltkrieg offenbarten, bis zum Einsturz der deutschen Monarchie und der Ausrufung der Republik am 9. November 1918 wider.

    Der letzte Kaiser, Wilhelm II., steht im Vordergrund, aber längst sind es andere, die über die Geschicke "seines" Reichs bestimmen. Der Regent ist willensschwach und anlehnungsbedürftig, inszeniert sich aber weiterhin als großer Imperator. Kaiserin Auguste Viktoria gewinnt an Macht und kämpft unnachgiebig um den Erhalt des Throns und den Zusammenhalt der Dynastie.

    Der Film erzählt den Showdown zwischen dem alten Regime und seinen Protagonisten, dem Kaiserpaar sowie den Generälen auf der einen Seite und den erstarkenden demokratischen Kräften um die Sozialdemokraten Friedrich Ebert und Philipp Scheidemann auf der anderen Seite. Eine Schlüsselrolle kommt Prinz Max von Baden zu, der während der Krise als Kompromisskandidat ins Kanzleramt berufen wird.

    Umfassendes Pressematerial inklusive Interviews und Statements finden Sie unterhttps://presseportal.zdf.de/pm/kaisersturz/

    Mir ist es egal, wenn wir als Barbaren in die Geschichte eingehen

    (I do not care as if we go down in history as barbarians)

    Drama, Rumänien/Deutschland/Frankreich/Tschechische Republik/Bulgarien 2018

    Sektion "Veto!"

    Vorführung: Montag 1. Oktober 2018, 18.45 Uhr, Abaton, Großes Kino

    Stab  
    Buch und RegieRadu Jude
    KameraMarius Panduru
    TonNicolae Comarzan, Jean Umansky
    Szenenbild Iuliana Vilsan
    SchnittCătălin Cristutiu
    ProduktionHI Film Productions, Komplizen Film, Les Films d'Ici, Endorfilm, Klas Film, ZDF/ARTE
    ProduzentinAda Solomon
    KoproduzentenMaren Ade, Jonas Dornbach, Claire Dornoy, Janine Jackowski, Jiri Konecny, Serge Lalou, Rossitsa Valkanova
    Redaktion Holger Stern (ARTE)
    Länge

    140 Minuten

    Rollen/Darsteller          
    Mariana Marina       Ioana Iacob
    Traian                           Alex Bogdan
    Movila Alexandru Dabija
    und andere

                                

    Die junge Theaterregisseurin Mariana möchte ihre rumänischen Landsleute daran erinnern, dass im Zweiten Weltkrieg unter der Regierung Marschall Antonescus unsagbare Morde an der jüdischen Bevölkerung begangen wurden.

    Jüngst hat sie den Auftrag erhalten, eine Theateraufführung mit einer Laiengruppe Militärbegeisterter zu inszenieren. Die Show soll die Armee feiern und den Tourismus ankurbeln. Sie interpretiert den Auftrag allerdings so, dass eine Darstellung des Pogroms von Odessa beim Einmarsch der rumänischen Armee herauskommt. Mit dem Widerstand des Magistrats, der bald Wind von ihrer eigenwilligen Auslegung des Showauftrags erhält, hat sie wohl noch gerechnet. Doch als sich bald auch ihre Komparsen gegen sie stellen und es in ihrem Privatleben drunter und drüber geht, werden die Proben zum wilden Ritt.

    "'Mir ist es egal, wenn wir als Barbaren in die Geschichte eingehen' (ein wörtliches Zitat aus dem Ministerrat von Marschall Antonescu) will aufrütteln und stellt sich wütend den rumänischen Holocaust-Leugnern entgegen. Zugleich ist der Film aber auch ein sarkastischer Kommentar über das Scheitern eines adäquaten Erinnerns. Wut, Fassungslosigkeit und Komik sind die drei Säulen des Films, da angesichts der Monstrosität der Taten das Erinnern immer auch absurd unzureichend ist. Und Marianas Kampf mit der Bürokratie, den Holocaust-Leugnern und den unbegabten Darstellern hat in ihrem Mut und in ihrer Aussichtslosigkeit etwas von Don Quixote." (Redakteur Holger Stern)

    Der Film (Originaltitel: "Îmi este indiferent dacă în istorie vom intra ca barbari") gewann 2018 beim Internationalen Filmfestival in Karlovy Vary (Karlsbad) den Hauptpreis als Bester Film des Wettbewerbs.

    Nachtschicht – Es lebe der Tod

    Spielfilm, Deutschland 2017

    Sektion "Televisionen – Fernsehen mit Format"

    Vorführung: Dienstag, 2. Oktober 2018, 23.00 Uhr, CinemaxX 3

    Sendetermin im ZDF: Montag, 12. November 2018, 20.15 Uhr ("Der Fernsehfilm der Woche")

    Stab  
    Buch und RegieLars Becker
    KameraAndreas Zickgraf
    TonBenjamin Schubert
    MusikStefan Wulff und Hinrich Dageför
    SzenenbildSabine Pawlik
    SchnittSanjeev Hathiramani
    ProduktionNetwork Movie Film- und Fernsehproduktion GmbH & Co. KG, Köln
    ProduzentenBettina Wente, Wolfgang Cimera
    HerstellungsleitungAndreas Breyer
    ProduktionsleitungFrank Mähr
    RedaktionDaniel Blum
    Länge

    89 Minuten

    Rollen/Darsteller
    Lisa Brenner  Barbara Auer
    Erichsen Armin Rohde
    Mimi Hu  Minh-Khai Phan-Thi
    Elias ZekariasTedros Teclebrhan
    Ömer Kaplan Özgür Karadeniz
    Anita de GrootNatalia Wörner
    Angelo Amtmann Frederick Lau
    Claude Kotcheff Murathan Muslu
    Zora Hagopian  Almila Bagriacik
    Johnny de Groot Roland Koch
    Attila BasmanPrince Kuhlmann
    Roda Gemayel  Kida Khodr Ramadan
    Theo Klein   Gustav Peter Wöhler
    Walter  Albrecht Ganskopf
    und andere

     

    Möbelmarktbetreiber Johnny de Groot ist auf dem Höhepunkt – beruflich wie sexuell. Plötzlich spürt er ein Stechen in der Brust und sackt leblos unter der Prostituierten Zora zusammen. Diese gerät in Panik und drückt auf den Alarmknopf, der sich neben ihrem Bett befindet. Sofort eilen die Zuhälter Angelo und Claude herbei und sind stinksauer. Wie oft sollen sie das den Mädchen denn noch sagen: Der Knopf ist da, weil gesetzlich vorgeschrieben, aber gedrückt wird er nicht. Denn das ruft die Bullen auf den Plan und führt in jedem Fall zu Verdienstausfall. Noch während sie reden, stopfen sie Johnnys Körper in seine Klamotten und bugsieren ihn die Treppe runter. Doch noch bevor sie mit der Leiche durch die Tür kommen, betritt der Kriminaldauerdienst das Bordell. Was tun? Die Zuhälter parken Johnny an der Bar und leiten Erichsen und Elias an dem vermeintlichen Freier vorbei. Erst als am nächsten Abend Johnnys Ehefrau Anita auf das Polizeirevier kommt, um ihren Mann als vermisst zu melden, fällt bei Erichsen der Groschen: Das war der Mann aus dem Bordell!

    Angelo und Claude haben Johnny derweil in den Wald geschleppt und ein Grab geschaufelt. Doch da kommt der Totgeglaubte plötzlich zu sich. Ein wenig verwirrt, aber bei bester Gesundheit, steht Johnny auf und will fliehen - nicht ohne die Männer mit ihren Schaufeln noch übel zu beschimpfen. Keine gute Idee! Angelo und Claude reizt niemand ungestraft. Sie machen Gebrauch von ihrem Gartenwerkzeug und haben das Grab nun doch nicht umsonst ausgehoben. Zurück im Bordell werden sie allerdings schon von Erichsen und Elias erwartet, die sich nach Johnnys Verbleib erkundigen.

    Auch die Gangster Attila und Roda suchen Johnny. Denn der schuldet ihnen eine stolze Summe, die sie nun zusammen eintreiben wollen. Dass Johnny verschwunden ist, schert sie dabei wenig. Dann muss eben seine Frau Anita bürgen.

    Vermisst in Berlin

    Drama, Deutschland 2018

    Sektion "Televisionen – Fernsehen mit Format"

    Vorführung: Freitag, 28. September 2018, 21.30 Uhr, CinemaxX 3

    Voraussichtlicher Sendetermin im ZDF: Frühjahr 2019

    Stab  
    BuchSilke Zertz, Frauke Hunfeld
    RegieSherry Hormann
    KameraArmin Golisano
    Ton Andreas Mücke Niesytka
    MusikJasmin Shakeri, Beathoavenz
    SzenenbildChristiane Rothe
    SchnittSandy Saffeels    
    ProduktionEine Gabriela Sperl Produktion für Wiedemann & Berg Television
    ProduzentenGabriela Sperl, Max Wiedemann, Quirin Berg
    ProduktionsleitungSolveig Jork 
    RedaktionCaroline von Senden, Esther Hechenberger
    Länge

    88 Minuten

    Rollen/Darsteller
    Judith Volkmann Jördis Triebel
    Deniz Kovačević  Edin Hasanovic
    Jan Pollak  Florian Stetter
    Maggie Nina Gummich
    Evelyn KraftNatalia Wörner
    und andere

     

    Nachdem die frühere Ermittlerin Judith Volkmann auf der Autobahn einem zehnjährigen Flüchtlingskind begegnet war, fühlt sie sich veranlasst, nach dem Schicksal des Kindes zu forschen und versucht, es mit polizeilichen Mitteln zu finden. Dabei stößt sie schnell an ihre Grenzen. Sie gerät in einen Strudel aus Überforderung, Ignoranz, Ausbeutung und Hilfsbereitschaft. Volkmann muss feststellen, dass "ihr" Junge nur einer von Zehntausenden ist, die Kriege und Armut nach Europa gespült haben und die jetzt alleine durch Deutschland irren. Flüchtlingskinder, mit denen man Geschäfte machen kann, illegal, aber auch hochoffiziell.

    Drei Kindern begegnet sie bei ihrer Suche: Eines hat Glück, wird gesucht und gefunden, eines liegt tot in einem Keller. Dem Zehnjährigen aus jener Nacht kommt sie zwar nah, aber dann ist er wieder fort, und man kann nur für ihn hoffen.

    "Sie sind durch die Wüste gerannt, sie haben das Meer überlebt, ihr Ziel war Deutschland. Hier sind sie in Sicherheit. Dachten wir. Doch mehr als 6.000 unbegleitete minderjährige Flüchtlinge, die in Deutschland angekommen sind, wurden 2016 vermisst. Davon mehr als 800, die jünger sind als 14. Anfang 2018 sind es immer noch 5300. Als die Zahlen 2016 erstmals öffentlich wurden, war das für viele Menschen ein Schock. Den meisten davon geht es vermutlich gut. Sie sind weitergereist, sie sind wieder aufgetaucht, sie sind doppelt registriert worden. Vermutlich. Man weiß es nicht. Gleichzeitig sehen wir Jugendliche im Berliner Tiergarten, die sich prostituieren. Kinder, die im Görlitzer Park Drogen verkaufen. Erfahren von Menschenhandel in Flüchtlingsheimen, organisiert durch kriminelle Clans. Wir haben mit Helfern, mit Flüchtlingen, mit Angehörigen, mit Polizisten gesprochen. Über ihre Hoffnung, ihre Angst, ihre Träume, ihre Ohnmacht, ihre Wut. Von ihnen handelt unsere Geschichte." (Autorinnen Frauke Hunfeld und Silke Zertz)

    Was uns nicht umbringt

    Drama, Deutschland 2018

    Sektion "Große Freiheit"

    Vorführung: Sonntag, 30. September 2018, 19.30 Uhr, CinemaxX 1

    Stab  
    Buch und RegieSandra Nettelbeck
    KameraMichael Bertl
    Ton Erik Seifert
    MusikVolker Bertelmann
    SzenenbildThomas Freudenthal
    SchnittKimberley Knight
    ProduktionSommerhaus Filmproduktion GmbH in Koproduktion mit dem ZDF, cine plus Filmproduktion und RuhrSoundStudios Gefördert durch die Filmförderung Hamburg Schleswig-Holstein, die Film- und Medienstiftung NRW, die Medien- und Filmgesellschaft Baden-Württemberg, die Beauftragte der Bundesregierung für Kultur und Medien  und dem Deutschen Filmförderfonds
    ProduzentenJochen Laube, Fabian Maubach
    KoproduzentenFrank Evers, Helge Neubronner, Guido Zettier
    ProduktionsleitungClaudia Schurian
    RedaktionCaroline von Senden, Alexandra Staib
    Länge

    129 Minuten

    Rollen/Darsteller              
    MaxAugust Zirner
    Sophie Johanna ter Steege
    Loretta                 Barbara Auer
    Fritz    Oliver Broumis
    Sunny  Jenny Schily
    Hannes Bjarne Mädel
    Mark Christian Berkel
    Henriette Victoria Mayer
    Isabelle Deborah Kaufmann
    BenMark Waschke
    Fabian David Rott
    David    Peter Lohmeyer
    Laurie Lauren Lee Smith
    EleonorLeonie Hämer
    Lars Kristo Ferkic
    Esther Marie Jecke
    und andere

     

    Als gefragter Psychotherapeut und geschiedener Vater zweier jugendlicher Töchter – mit einer hartnäckigen Ex-Frau, die zugleich seine beste Freundin ist, einem schwermütigen Hund, den er sich gerade erst angeschafft hat, und seinen eigentüm­lichen Patienten – braucht Max wahrlich keine neue Herausforderung. Aber wenn Sophie, die spielsüchtige Geräuschemacherin mit dem geschiedenen Freund und einem Vater, der sie schmählich behandelt und vom dem sie dennoch nicht lassen kann, stets zu spät zu ihrem Termin erscheint, gerät Max' ver­traute Welt ins Wanken.

    Es soll ja nicht passieren, und doch kommt es vor: Ein Therapeut verliert sein Herz an eine Patientin. Während Max sich noch einzureden versucht, Profi genug zu sein, um Profi zu bleiben, verstrickt sich sein Leben zunehmend und unerwartet mit dem von Sophie.

    Wie soll er es schaffen, ihr zu helfen, ohne sich einzumischen? Wie soll er ihr Herz gewinnen, ohne sie für immer zu verlieren? Bei dem Ringen um die Entscheidung zwischen Gefühl und Verstand, zwischen Patientin und Frau, muss Max zunächst den alten Trick beherzigen: Helfen Sie sich selbst, bevor Sie versuchen, anderen helfen.

    "Was uns nicht umbringt" erzählt mit melancholischer Heiterkeit von Sinnkrisen und Herzensangelegenheiten in der Mitte des Lebens, betrachtet mit Humor und Feingefühl die Höhen und Tiefen, die uns retten und heimsuchen, wenn wir merken, dass die zweite Lebenshälfte schon begonnen hat, dass wir nicht mehr unterwegs, sondern längst gelandet sind – aber dass es nie zu spät ist, für die Liebe zu wagen, worauf es ankommt.

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