Copyright: ZDF / Martin Rottenkolber
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Das ZDF auf dem Filmfest Hamburg 2018

Das ZDF ist mit neun Produktionen auf dem diesjährigen Hamburger Filmfest vom 27. September bis zum 6. Oktober 2018 vertreten: "Aufbruch in die Freiheit", "Blochin - Das letzte Kapitel", "Der Anfang von etwas", "Kaisersturz", "Nachtschicht - Es lebe der Tod", "Vermisst in Berlin" (Sektion "Televisionen"), "Der Unschuldige" (Sektion "Freihafen"), "Mir ist es egal, wenn wir als Barbaren in die Geschichte eingehen" (Sektion "Veto!") und "Was uns nicht umbringt".

Texte

Das ZDF auf dem Filmfest Hamburg 2018

Mit neun Produktionen ist das ZDF auf dem 26. Hamburger Filmfest vom 27. September bis zum 6. Oktober 2018 vertreten.

Sechs ZDF-Produktionen werden in der Sektion "Televisionen – Fernsehen mit Format" gezeigt:

Regisseurin Isabel Kleefeld skizziert in "Aufbruch in die Freiheit" die Emanzipation einer Ehefrau auf dem Land in den 70er Jahren. Das Drama mit Anna Schudt und Alwara Höfels in den Hauptrollen ist nominiert für den "Hamburger Produzentenpreis für Deutsche Fernsehproduktionen".

Matthias Glasners Crime-Thriller "Blochin – Das letzte Kapitel" mit Jürgen Vogel in der Titelrolle handelt von Rache, Abbitte, Schuld und Vergebung.

In "Der Anfang von etwas", Thomas Bergers Verfilmung der gleichnamigen Erzählung von Sigfried Lenz, glaubt eine trauernde Witwe (Ina Weisse) plötzlich, ihren vor einem Jahr für tot erklärten Mann wiederzusehen, und stellt Nachforschungen an. Der Film ist ebenfalls nominiert für den "Hamburger Produzentenpreis für Deutsche Fernsehproduktionen".

Christoph Röhls Dokudrama "Kaisersturz" spiegelt die entscheidenden Wochen von September 1918, als führende Generäle Kaiser Wilhelm II. (Sylvester Groth) die drohende militärische Niederlage im Ersten Weltkrieg offenbarten, bis zum Einsturz der deutschen Monarchie und der Ausrufung der Republik am 9. November 1918 wider.

In dem Drama "Vermisst in Berlin" geht Regisseurin Sherry Hormann dem Schicksal eines zehnjährigen Flüchtlingskindes nach. Der Film mit Jördis Triebel und Edin Hasanovic in den Hauptrollen ist als dritte ZDF-Produktion nominiert für den "Hamburger Produzentenpreis für Deutsche Fernsehproduktionen".

Lars Beckers Krimireihe um ein Team des Hamburger Kriminaldauerdienstes – dargestellt von Armin Rohde, Barbara Auer, Minh-Khai Phan-Thi und Tedros Teclebrhan – hat mittlerweile Kultstatus erlangt. Wie üblich läuft der 15. Film "Nachtschicht – Es lebe der Tod" außer Konkurrenz.

In der Sektion "Veto!" läuft die ZDF/ARTE-Koproduktion "Mir ist es egal, wenn wir als Barbaren in die Geschichte eingehen" von Radu Jude (Buch und Regie), in der die junge Theaterregisseurin Mariana gegen Bürokratie, rumänische Holocaust-Leugner und unbegabte Darsteller kämpft.

"Der Unschuldige" ist ein beklemmendes Drama über eine Frau (Judith Hofmann), die durch eine Begegnung mit der Vergangenheit in ihren Grundfesten erschüttert wird. Der Film wird in der Sektion "Freihafen" gezeigt und ist nominiert für den "Hamburger Produzentenpreis für Europäische Kino-Koproduktionen" und den "Art Cinema Award".

Regisseurin und Drehbuchautorin Sandra Nettelbeck erzählt in "Was uns nicht umbringt" von Sinnkrisen und Herzensangelegenheiten in der Mitte des Lebens. Das prominent besetzte Drama mit August Zirner und Barbara Auer in den Hauptrollen wird in der Sektion "Große Freiheit" gezeigt und ist nominiert für den "Hamburger Produzentenpreis für Deutsche Kinoproduktionen" und den "Art Cinema Award".

Aufbruch in die Freiheit

Drama, Deutschland 2018

Sektion "Televisionen – Fernsehen mit Format"

Vorführung: Sonntag, 30. September 2018, 16.30 Uhr, CinemaxX 3

Sendetermin im ZDF: Montag, 29. Oktober 2018, 20.15 Uhr ("Der Fernsehfilm der Woche")

Stab   
BuchAndrea Stoll, Heike Fink, Ruth Olshan
Regie Isabel Kleefeld
KameraMartin Langer
TonHank Trede
MusikSven Rossenbach, Florian van Volxem
SzenenbildAndrea Kessler
SchnittRenata Salazar Ivancan
ProduktionRelevant Film, Hamburg
ProduzentinHeike Wiehle-Timm
ProduktionsleitungIngrid Holzapfel
Redaktion Solveig Cornelisen, Caroline von Senden
Länge

89 Minuten

Rollen/Darsteller
Erika Gerlach  Anna Schudt
Charlotte Nikowski Alwara Höfels
Kurt Gerlach Christian Erdmann
Annie GerlachMarie Anne Fliegel
Ulrike Gerlach Lene Oderich
Michael GerlachCharlie Schrein
Sabine GerlachMilla Hammann
Anett   Carol Schuler
Jochen  Denis Schmidt
Pit   Ralph Kretschmar
Schwester Gabi Franziska Hartmann
Oberschwester Bärbel Johanna Gastdorf
Frau Mappus Lilia Lehner
Berhard   Benjamin Grüter
Dr. Wesseling Daniel Wiemer
und andere

                                                             

Das Drama "Aufbruch in die Freiheit" skizziert die Emanzipation einer Ehefrau auf dem Land in den 70er Jahren. Erzählt wird die Geschichte von zwei ungleichen Schwestern: Die Metzgersfrau Erika Gerlach will kein viertes Kind und riskiert einen illegalen Schwangerschaftsabbruch. Ihre Schwester Charlotte, die in einer Kölner WG lebt, hilft ihr, als Erikas Ehe durch die heimliche Abtreibung in eine schwere Krise gerät. In Köln engagiert Erika sich mehr und mehr für die Frauenbewegung und kämpft zusammen mit Charlotte für die straffreie Abtreibung.

Erika ist verzweifelt, als der Arzt feststellt, sie sei schwanger. Noch ein Baby? Ihre drei Kinder, die Arbeit in der Metzgerei von Ehemann Kurt und dazu die Verpflichtungen, die das Dorfleben in der Eifel mit sich bringen, sind ihr jetzt schon zu viel. In ihrer Not reist sie unter dem Vorwand, ihre Schwester Charlotte zu besuchen, nach Köln. Dort lässt sie heimlich abtreiben. Der Eingriff misslingt jedoch, nur durch eine Not-OP können die Ärzte Erika retten. Als Kurt davon erfährt, gerät die Ehe in eine ernsthafte Krise. Obendrein kommt es zum Streit zwischen ihm und der ältesten Tochter Ulrike. Das Mädchen bekommt eine Empfehlung für das Gymnasium, doch Kurt sieht Ulrikes Zukunft im Familienbetrieb. Und gegen seinen Willen kann sich auch Erika nicht durchsetzen. Kurzentschlossen verlässt sie mit ihren Kindern Mann, Haus und Hof und zieht zu Charlotte. Dort findet sie sich in einer anderen Welt wieder, in der kein Platz für Kurt zu sein scheint. Nach anfänglichem Zögern fasst Erika Mut und ordnet ihr Leben völlig neu.

Umfassendes Pressematerial inklusive Interviews und Statements finden Sie unter presseportal.zdf.de/pm/aufbruch-in-die-freiheit/

Blochin – Das letzte Kapitel

Crime-Thriller, Deutschland 2018

Sektion "Televisionen – Fernsehen mit Format"

Vorführung: Mittwoch, 3. Oktober 2018, 19.00 Uhr CinemaxX 3

Stab  
Buch und RegieMatthias Glasner
Kamera Jakub Bejnarowicz
Ton Patrick Veigel
MusikLorenz Dangel
SzenenbildIsabel von Forster
Schnitt Heike Gnida
ProduktionReal Film Berlin GmbH
ProduzentinLisa Blumenberg
ProducerinSibylle Stellbrink
ProduktionsleitungIra Wysocki
RedaktionCaroline von Senden, Solveig Cornelisen
Länge

109 Minuten

Rollen/Darsteller
Blochin Jürgen Vogel
Dominik Stötzner  Thomas Heinze
Inka Blochin Maja Schöne
Katrin Steinbrenner  Jördis Triebel
Magda Iwinska Agnieszka Piwowarska
Yorik Geier Christoph Letkowski
Nanette Jenisch Gisa Flake
Dankwart Breitkreuz-HimmelJörg Pose
Bungartz Thomas Lawinky
Shukshin   Rainer Bock
Pheline Nogly Jasna Fritzi Bauer
Kyrill  Alexander Sheer
und andere

 

Rache, Abbitte und Vergebung – das sind die großen Themen des "Blochin"-Serienfinales. Alle Figuren haben Schuld auf sich geladen. Die Rechnungen müssen beglichen werden.

Der Berliner Polizist Blochin ist zerfressen von dem Wunsch nach Rache für den brutalen Mord an seiner Tochter. Nach zwei Jahren findet er endlich eine Möglichkeit, den Mörder Kyrill nach Berlin zu locken. Dazu nimmt er dessen Geliebte Pheline als Geisel gefangen.

Kurz darauf wird Pheline erschossen aufgefunden. Blochin und sein Vorgesetzter Dominik stehen unter Mordverdacht und werden von der Internen Ermittlung festgesetzt. Ein Katz-und-Maus-Spiel mit den Kollegen beginnt. Es geht in den Verhören jedoch um mehr als um die Aufklärung des Mordes an Pheline. Blochin und Dominik müssen alles daran setzen, dass nicht auch ihre früheren Machenschaften ans Tageslicht kommen. Gleichzeitig wird der schwer verletzte Blochin zunehmend von albtraumhaften Erinnerungen geplagt, die sich nach und nach zu einem verstörenden Puzzle zusammensetzen.

Schließlich ist es Dominik, der Blochins Rache zu Ende bringen will. Sie wird viele unschuldige Opfer fordern, bevor Blochin endlich erfährt, wer er wirklich ist und auf welch schicksalhafte Weise er mit Kyrill verbunden ist.

Der Anfang von etwas

Drama, Deutschland 2018

Sektion "Televisionen – Fernsehen mit Format"

Vorführung: Samstag, 29. September 2018, 21.30 Uhr, CinemaxX 3

Stab
Buch   Mathias Klaschka
RegieThomas Berger nach der gleichnamigen Erzählung von Sigfried Lenz
Kamera Frank Küpper
TonMaarten van de Voort
MusikChristoph Zirngibl
SzenenbildThorsten Lau
SchnittDirk Grau
Produktion Network Movie Film- und Fernsehproduktion GmbH, Hamburg
ProduzentenJutta Lieck-Klenke, Dietrich Kluge
Producerin Polli Elsner
HerstellungsleitungRoger Daute
Produktionsleitung Stefan Hoffmann
RedaktionDaniel Blum
Länge

89 Minuten

Rollen/Darsteller
Anne Hoppe Ina Weisse
Harry Hoppe Juergen Maurer
Sven Hoppe Hinnerk Schönemann
Malte Hoppe Hansjürgen Hürrig
Inga PetersenFranziska Hartmann
Hans Lorenzen Johannes Klaußner
Eva Friesner Gaby Dohm
Kolja Petrov Mark Zak
Hendrik Evers Johannes von Bülow
Paula Graf  Catrin Striebeck
Karin Becker Natalia Rudziewicz
Dr. Keller Oliver Breite
Ulf Thomas Marek Erhardt
und andere

 

Anne Hoppe, Meteorologin im Seewetteramt Hamburg, trauert seit einem Jahr um ihren Ehemann Harry, der bei einem Schiffsunglück ums Leben kam. Bei einer Gedenkfeier glaubt Anne plötzlich, ihren für tot erklärten Ehemann unter den Trauergästen zu sehen. Was Anne zunächst für ein Hirngespinst hält, wiederholt sich bald, als nachts in ihrem Haus eingebrochen wird, und Anne in dem Einbrecher erneut Harry zu erkennen glaubt.

Die Polizistin Inga Petersen, die den Einbruch untersucht, hält Anne für eine überspannte Witwe, die mit dem Verlust des Mannes nicht zurechtkommt. Anne besteht jedoch darauf, dass Harry noch am Leben ist und stellt eigene Nachforschungen an. War Harry vielleicht gar nicht an Bord, als das Containerschiff ablegte? Welchen Grund könnte er haben, sich ein Jahr lang zu verstecken?

Als auch Inga Petersen tiefer in die Vergangenheit des Ehepaares eintaucht und erkennen muss, dass deren Beziehung von Lügen, Betrug und Gewalt geprägt war, ergibt sich für sie ein ganz neuer Verdacht: Hat Anne Hoppe womöglich etwas mit dem Verschwinden ihres Mannes zu tun?

Der Unschuldige

Spielfilm, Schweiz/Deutschland 2018

Sektion "Freihafen"

Vorführungen: Freitag, 28. September 2018, 19.00 Uhr, Abaton, Großes Kino und Montag, 1. Oktober 2018, 21.45 Uhr, CinemaxX 8

Stab  
Buch und RegieSimon Jaquemet
KameraGabriel Sandru
TonRobert Keilbar
SzenenbildMichael Baumgartner
SchnittChristof Schertenleib
Produktion8horses in Koproduktion mit augenschein Filmproduktion, SRF Schweizer Radio und Fernsehen/SRG SSR, Teleclub, ZDF/Das kleine Fernsehspiel in Zusammenarbeit mit ARTE und Ascot Elite Entertainment mit Unterstützung von Filmstiftung des Bundesamtes für Kultur (BAK), Zürcher Filmstiftung, Film- und Medienstiftung NRW, Deutscher Filmförderfonds, Suissimage, FOCAL STAGE POOL/Ernst Göhner Stiftung
ProduzentenTolga Dilsiz, Aurelius Eisenreich
Koproduzenten Jonas Katzenstein, Maximilian Leo
RedaktionBurkhard Althoff (ZDF/Das kleine Fernsehspiel), Doris Hepp (ZDF/ARTE)
Länge

110 Minuten

Rollen/Darsteller
Ruth                          Judith Hofmann
Andreas  Thomas Schüpbach
Hanspeter  Christian Kaiser
Naomi    Naomi Scheiber
Aline  Laura Winter
Paul Urs-Peter Wolters
Meike  Anna Tenta
und andere

  

Etwas verändert sich, als Ruth einen Mann sieht, den sie vor langer Zeit geliebt hat. Er war 20 Jahre im Gefängnis, für einen Mord, den er nie gestanden hat. Der Mann spukt durch Ruths Leben, wie ein Phantom aus der Vergangenheit. Er scheint sie im Schatten zu umkreisen und nur auf den Moment zu warten, um wieder seinen Platz einzunehmen.

Ruth hat zwei jugendliche Töchter, einen Mann und ein Haus in einer Kleinstadt. Sie und ihre Familie sind Mitglieder einer christlichen Freikirche. Ruth arbeitet als Tierärztin in einer medizinischen Forschungseinrichtung. Sie assistiert bei einer komplizierten Operation, bei welcher der Kopf eines Rhesusaffen auf den Körper eines anderen Affen transplantiert wird. Ruth ist zerrissen zwischen dem Wunsch, ihr Leben aufrechtzuerhalten und der destruktiven Anziehung zu ihrem früheren Geliebten. Die Tür zu einem Abgrund hat sich geöffnet, und Ruth beginnt nachzuforschen. Sie taucht in einen dunklen Ozean ein, der das wacklige Fundament ihrer Überzeugungen unterspült. Der Wald birgt Geheimnisse, ihre Tochter führt ein Doppelleben, der Affe leidet und die Stimme Gottes antwortet ihr nicht. Ruth bereitet sich darauf vor, ihr Zuhause, ihre Familie und ihren Glauben hinter sich zu lassen.

Autor und Regisseur Simon Jaquemet, Jahrgang 1978, wuchs in Basel in der Schweiz auf. Er besuchte den Studiengang Film an der Zürcher Hochschule der Künste. Jaquemets Debütfilm "Chrieg" hatte seine Premiere 2014 auf dem Internationalen Filmfestival San Sebastián und wurde zu diversen internationalen Festivals in der ganzen Welt eingeladen. Unter anderem zur Berlinale - Perspektive Deutsches Kino, zum Sao Paulo Film Festival, Torino Film Festival, Marrakech Film Festival und zum Max Ophüls Film Festival, auf dem "Chrieg" den renommierten Max Ophüls Preis sowie den Preis für den besten Nachwuchsdarsteller gewann. "Der Unschuldige" ist sein zweiter Langfilm, der seine Weltpremiere auf dem Internationalen Filmfestival in Toronto feierte und seine Europapremiere in San Sebastián.

Kaisersturz

Dokudrama, Deutschland 2018

Sektion "Televisionen – Fernsehen mit Format"

Vorführung: Montag, 1. Oktober 2018, 18.30 Uhr, Hapag-Lloyd, Festsaal

Sendetermin im ZDF: Mittwoch, 31. Oktober 2018, 20.15 Uhr

Stab  
BuchDirk Kämper, Lothar Machtan
RegieChristoph Röhl
FachberatungLothar Machtan
SprecherPhilipp Moog
Kamera Peter Steuger
MusikAli N. Askin
SzenenbildSylvester Koziolek, Dragan Denda
SchnittJulia Oehring
KostümbildFiliz Ertas, Dorota Budna
MaskenbildStefanie Gredig, Dörte Dobkowitz
Produzent  M. Walid Nakschbandi (AVE Publishing)
Producer (AVE)Johanna Behre, David Nienhold
Herstellungsleitung (AVE)   André Kotte
Produktionsleitung Carola Ulrich, Philipp Müller
RedaktionStefan Brauburger, Annette von der Heyde
Länge

90 Minuten

Rollen/Darsteller
Kaiser Wilhelm II.  Sylvester Groth
Kaiserin Auguste Viktoria Sunnyi Melles
Max von BadenHubertus Hartmann
Friedrich Ebert  Christian Redl
Louise Ebert Gerti Drassl
Kurt Hahn     Franz Hartwig
Friedrich von Berg Holger Handtke
Philipp Scheidemann Bernd Birkhahn
und andere

 

Das Dokudrama "Kaisersturz" spiegelt die entscheidenden Wochen von September 1918, als führende Generäle Kaiser Wilhelm II. die drohende militärische Niederlage im Ersten Weltkrieg offenbarten, bis zum Einsturz der deutschen Monarchie und der Ausrufung der Republik am 9. November 1918 wider.

Der letzte Kaiser, Wilhelm II., steht im Vordergrund, aber längst sind es andere, die über die Geschicke "seines" Reichs bestimmen. Der Regent ist willensschwach und anlehnungsbedürftig, inszeniert sich aber weiterhin als großer Imperator. Kaiserin Auguste Viktoria gewinnt an Macht und kämpft unnachgiebig um den Erhalt des Throns und den Zusammenhalt der Dynastie.

Der Film erzählt den Showdown zwischen dem alten Regime und seinen Protagonisten, dem Kaiserpaar sowie den Generälen auf der einen Seite und den erstarkenden demokratischen Kräften um die Sozialdemokraten Friedrich Ebert und Philipp Scheidemann auf der anderen Seite. Eine Schlüsselrolle kommt Prinz Max von Baden zu, der während der Krise als Kompromisskandidat ins Kanzleramt berufen wird.

Umfassendes Pressematerial inklusive Interviews und Statements finden Sie unter https://presseportal.zdf.de/pm/kaisersturz/

Mir ist es egal, wenn wir als Barbaren in die Geschichte eingehen

(I do not care as if we go down in history as barbarians)

Drama, Rumänien/Deutschland/Frankreich/Tschechische Republik/Bulgarien 2018

Sektion "Veto!"

Vorführung: Montag 1. Oktober 2018, 18.45 Uhr, Abaton, Großes Kino

Stab  
Buch und RegieRadu Jude
KameraMarius Panduru
TonNicolae Comarzan, Jean Umansky
Szenenbild Iuliana Vilsan
SchnittCătălin Cristutiu
ProduktionHI Film Productions, Komplizen Film, Les Films d'Ici, Endorfilm, Klas Film, ZDF/ARTE
ProduzentinAda Solomon
KoproduzentenMaren Ade, Jonas Dornbach, Claire Dornoy, Janine Jackowski, Jiri Konecny, Serge Lalou, Rossitsa Valkanova
Redaktion Holger Stern (ARTE)
Länge

140 Minuten

Rollen/Darsteller          
Mariana Marina       Ioana Iacob
Traian                           Alex Bogdan
Movila Alexandru Dabija
und andere

                            

Die junge Theaterregisseurin Mariana möchte ihre rumänischen Landsleute daran erinnern, dass im Zweiten Weltkrieg unter der Regierung Marschall Antonescus unsagbare Morde an der jüdischen Bevölkerung begangen wurden.

Jüngst hat sie den Auftrag erhalten, eine Theateraufführung mit einer Laiengruppe Militärbegeisterter zu inszenieren. Die Show soll die Armee feiern und den Tourismus ankurbeln. Sie interpretiert den Auftrag allerdings so, dass eine Darstellung des Pogroms von Odessa beim Einmarsch der rumänischen Armee herauskommt. Mit dem Widerstand des Magistrats, der bald Wind von ihrer eigenwilligen Auslegung des Showauftrags erhält, hat sie wohl noch gerechnet. Doch als sich bald auch ihre Komparsen gegen sie stellen und es in ihrem Privatleben drunter und drüber geht, werden die Proben zum wilden Ritt.

"'Mir ist es egal, wenn wir als Barbaren in die Geschichte eingehen' (ein wörtliches Zitat aus dem Ministerrat von Marschall Antonescu) will aufrütteln und stellt sich wütend den rumänischen Holocaust-Leugnern entgegen. Zugleich ist der Film aber auch ein sarkastischer Kommentar über das Scheitern eines adäquaten Erinnerns. Wut, Fassungslosigkeit und Komik sind die drei Säulen des Films, da angesichts der Monstrosität der Taten das Erinnern immer auch absurd unzureichend ist. Und Marianas Kampf mit der Bürokratie, den Holocaust-Leugnern und den unbegabten Darstellern hat in ihrem Mut und in ihrer Aussichtslosigkeit etwas von Don Quixote." (Redakteur Holger Stern)

Der Film (Originaltitel: "Îmi este indiferent dacă în istorie vom intra ca barbari") gewann 2018 beim Internationalen Filmfestival in Karlovy Vary (Karlsbad) den Hauptpreis als Bester Film des Wettbewerbs.

Nachtschicht – Es lebe der Tod

Spielfilm, Deutschland 2017

Sektion "Televisionen – Fernsehen mit Format"

Vorführung: Dienstag, 2. Oktober 2018, 23.00 Uhr, CinemaxX 3

Sendetermin im ZDF: Montag, 12. November 2018, 20.15 Uhr ("Der Fernsehfilm der Woche")

Stab  
Buch und RegieLars Becker
KameraAndreas Zickgraf
TonBenjamin Schubert
MusikStefan Wulff und Hinrich Dageför
SzenenbildSabine Pawlik
SchnittSanjeev Hathiramani
ProduktionNetwork Movie Film- und Fernsehproduktion GmbH & Co. KG, Köln
ProduzentenBettina Wente, Wolfgang Cimera
HerstellungsleitungAndreas Breyer
ProduktionsleitungFrank Mähr
RedaktionDaniel Blum
Länge

89 Minuten

Rollen/Darsteller
Lisa Brenner  Barbara Auer
Erichsen Armin Rohde
Mimi Hu  Minh-Khai Phan-Thi
Elias ZekariasTedros Teclebrhan
Ömer Kaplan Özgür Karadeniz
Anita de GrootNatalia Wörner
Angelo Amtmann Frederick Lau
Claude Kotcheff Murathan Muslu
Zora Hagopian  Almila Bagriacik
Johnny de Groot Roland Koch
Attila BasmanPrince Kuhlmann
Roda Gemayel  Kida Khodr Ramadan
Theo Klein   Gustav Peter Wöhler
Walter  Albrecht Ganskopf
und andere

 

Möbelmarktbetreiber Johnny de Groot ist auf dem Höhepunkt – beruflich wie sexuell. Plötzlich spürt er ein Stechen in der Brust und sackt leblos unter der Prostituierten Zora zusammen. Diese gerät in Panik und drückt auf den Alarmknopf, der sich neben ihrem Bett befindet. Sofort eilen die Zuhälter Angelo und Claude herbei und sind stinksauer. Wie oft sollen sie das den Mädchen denn noch sagen: Der Knopf ist da, weil gesetzlich vorgeschrieben, aber gedrückt wird er nicht. Denn das ruft die Bullen auf den Plan und führt in jedem Fall zu Verdienstausfall. Noch während sie reden, stopfen sie Johnnys Körper in seine Klamotten und bugsieren ihn die Treppe runter. Doch noch bevor sie mit der Leiche durch die Tür kommen, betritt der Kriminaldauerdienst das Bordell. Was tun? Die Zuhälter parken Johnny an der Bar und leiten Erichsen und Elias an dem vermeintlichen Freier vorbei. Erst als am nächsten Abend Johnnys Ehefrau Anita auf das Polizeirevier kommt, um ihren Mann als vermisst zu melden, fällt bei Erichsen der Groschen: Das war der Mann aus dem Bordell!

Angelo und Claude haben Johnny derweil in den Wald geschleppt und ein Grab geschaufelt. Doch da kommt der Totgeglaubte plötzlich zu sich. Ein wenig verwirrt, aber bei bester Gesundheit, steht Johnny auf und will fliehen - nicht ohne die Männer mit ihren Schaufeln noch übel zu beschimpfen. Keine gute Idee! Angelo und Claude reizt niemand ungestraft. Sie machen Gebrauch von ihrem Gartenwerkzeug und haben das Grab nun doch nicht umsonst ausgehoben. Zurück im Bordell werden sie allerdings schon von Erichsen und Elias erwartet, die sich nach Johnnys Verbleib erkundigen.

Auch die Gangster Attila und Roda suchen Johnny. Denn der schuldet ihnen eine stolze Summe, die sie nun zusammen eintreiben wollen. Dass Johnny verschwunden ist, schert sie dabei wenig. Dann muss eben seine Frau Anita bürgen.

Vermisst in Berlin

Drama, Deutschland 2018

Sektion "Televisionen – Fernsehen mit Format"

Vorführung: Freitag, 28. September 2018, 21.30 Uhr, CinemaxX 3

Voraussichtlicher Sendetermin im ZDF: Frühjahr 2019

Stab  
BuchSilke Zertz, Frauke Hunfeld
RegieSherry Hormann
KameraArmin Golisano
Ton Andreas Mücke Niesytka
MusikJasmin Shakeri, Beathoavenz
SzenenbildChristiane Rothe
SchnittSandy Saffeels    
ProduktionEine Gabriela Sperl Produktion für Wiedemann & Berg Television
ProduzentenGabriela Sperl, Max Wiedemann, Quirin Berg
ProduktionsleitungSolveig Jork 
RedaktionCaroline von Senden, Esther Hechenberger
Länge

88 Minuten

Rollen/Darsteller
Judith Volkmann Jördis Triebel
Deniz Kovačević  Edin Hasanovic
Jan Pollak  Florian Stetter
Maggie Nina Gummich
Evelyn KraftNatalia Wörner
und andere

 

Nachdem die frühere Ermittlerin Judith Volkmann auf der Autobahn einem zehnjährigen Flüchtlingskind begegnet war, fühlt sie sich veranlasst, nach dem Schicksal des Kindes zu forschen und versucht, es mit polizeilichen Mitteln zu finden. Dabei stößt sie schnell an ihre Grenzen. Sie gerät in einen Strudel aus Überforderung, Ignoranz, Ausbeutung und Hilfsbereitschaft. Volkmann muss feststellen, dass "ihr" Junge nur einer von Zehntausenden ist, die Kriege und Armut nach Europa gespült haben und die jetzt alleine durch Deutschland irren. Flüchtlingskinder, mit denen man Geschäfte machen kann, illegal, aber auch hochoffiziell.

Drei Kindern begegnet sie bei ihrer Suche: Eines hat Glück, wird gesucht und gefunden, eines liegt tot in einem Keller. Dem Zehnjährigen aus jener Nacht kommt sie zwar nah, aber dann ist er wieder fort, und man kann nur für ihn hoffen.

"Sie sind durch die Wüste gerannt, sie haben das Meer überlebt, ihr Ziel war Deutschland. Hier sind sie in Sicherheit. Dachten wir. Doch mehr als 6.000 unbegleitete minderjährige Flüchtlinge, die in Deutschland angekommen sind, wurden 2016 vermisst. Davon mehr als 800, die jünger sind als 14. Anfang 2018 sind es immer noch 5300. Als die Zahlen 2016 erstmals öffentlich wurden, war das für viele Menschen ein Schock. Den meisten davon geht es vermutlich gut. Sie sind weitergereist, sie sind wieder aufgetaucht, sie sind doppelt registriert worden. Vermutlich. Man weiß es nicht. Gleichzeitig sehen wir Jugendliche im Berliner Tiergarten, die sich prostituieren. Kinder, die im Görlitzer Park Drogen verkaufen. Erfahren von Menschenhandel in Flüchtlingsheimen, organisiert durch kriminelle Clans. Wir haben mit Helfern, mit Flüchtlingen, mit Angehörigen, mit Polizisten gesprochen. Über ihre Hoffnung, ihre Angst, ihre Träume, ihre Ohnmacht, ihre Wut. Von ihnen handelt unsere Geschichte." (Autorinnen Frauke Hunfeld und Silke Zertz)

Was uns nicht umbringt

Drama, Deutschland 2018

Sektion "Große Freiheit"

Vorführung: Sonntag, 30. September 2018, 19.30 Uhr, CinemaxX 1

Stab  
Buch und RegieSandra Nettelbeck
KameraMichael Bertl
Ton Erik Seifert
MusikVolker Bertelmann
SzenenbildThomas Freudenthal
SchnittKimberley Knight
ProduktionSommerhaus Filmproduktion GmbH in Koproduktion mit dem ZDF, cine plus Filmproduktion und RuhrSoundStudios Gefördert durch die Filmförderung Hamburg Schleswig-Holstein, die Film- und Medienstiftung NRW, die Medien- und Filmgesellschaft Baden-Württemberg, die Beauftragte der Bundesregierung für Kultur und Medien  und dem Deutschen Filmförderfonds
ProduzentenJochen Laube, Fabian Maubach
KoproduzentenFrank Evers, Helge Neubronner, Guido Zettier
ProduktionsleitungClaudia Schurian
RedaktionCaroline von Senden, Alexandra Staib
Länge

129 Minuten

Rollen/Darsteller              
MaxAugust Zirner
Sophie Johanna ter Steege
Loretta                 Barbara Auer
Fritz    Oliver Broumis
Sunny  Jenny Schily
Hannes Bjarne Mädel
Mark Christian Berkel
Henriette Victoria Mayer
Isabelle Deborah Kaufmann
BenMark Waschke
Fabian David Rott
David    Peter Lohmeyer
Laurie Lauren Lee Smith
EleonorLeonie Hämer
Lars Kristo Ferkic
Esther Marie Jecke
und andere

 

Als gefragter Psychotherapeut und geschiedener Vater zweier jugendlicher Töchter – mit einer hartnäckigen Ex-Frau, die zugleich seine beste Freundin ist, einem schwermütigen Hund, den er sich gerade erst angeschafft hat, und seinen eigentüm­lichen Patienten – braucht Max wahrlich keine neue Herausforderung. Aber wenn Sophie, die spielsüchtige Geräuschemacherin mit dem geschiedenen Freund und einem Vater, der sie schmählich behandelt und vom dem sie dennoch nicht lassen kann, stets zu spät zu ihrem Termin erscheint, gerät Max' ver­traute Welt ins Wanken.

Es soll ja nicht passieren, und doch kommt es vor: Ein Therapeut verliert sein Herz an eine Patientin. Während Max sich noch einzureden versucht, Profi genug zu sein, um Profi zu bleiben, verstrickt sich sein Leben zunehmend und unerwartet mit dem von Sophie.

Wie soll er es schaffen, ihr zu helfen, ohne sich einzumischen? Wie soll er ihr Herz gewinnen, ohne sie für immer zu verlieren? Bei dem Ringen um die Entscheidung zwischen Gefühl und Verstand, zwischen Patientin und Frau, muss Max zunächst den alten Trick beherzigen: Helfen Sie sich selbst, bevor Sie versuchen, anderen helfen.

"Was uns nicht umbringt" erzählt mit melancholischer Heiterkeit von Sinnkrisen und Herzensangelegenheiten in der Mitte des Lebens, betrachtet mit Humor und Feingefühl die Höhen und Tiefen, die uns retten und heimsuchen, wenn wir merken, dass die zweite Lebenshälfte schon begonnen hat, dass wir nicht mehr unterwegs, sondern längst gelandet sind – aber dass es nie zu spät ist, für die Liebe zu wagen, worauf es ankommt.

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